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Borkenkäfer

Borkenkäfersituation im Bezirk Schärding - Waldbestände regelmäßig kontrollieren

Die Borkenkäfersituation bleibt auch im Bezirk Schärding ein zentrales Thema für Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer. Die überdurchschnittlichen Temperaturen der vergangenen Jahre sowie wiederkehrende Trockenperioden haben viele Fichtenbestände geschwächt und die Vermehrung der Borkenkäfer begünstigt. Auch wenn die Witterung heuer regional unterschiedlich ausfällt, besteht weiterhin die Gefahr eines verstärkten Befalls. Eine regelmäßige Kontrolle der Waldbestände und rasches Handeln sind daher entscheidend, um größere Schäden zu vermeiden.

Der Borkenkäfer

Die wichtigsten heimischen Borkenkäferarten – der Buchdrucker und der Kupferstecher – befallen vor allem geschwächte Fichten. Die nur wenige Millimeter großen Käfer bohren sich unter die Rinde und legen dort ihre Eier ab. Durch den Fraß der Larven wird das lebenswichtige Bastgewebe zerstört, wodurch befallene Bäume innerhalb kurzer Zeit absterben können.

Bekämpfungsmaßnahmen

Die wirksamste Maßnahme gegen eine Massenvermehrung ist das frühzeitige Erkennen eines Neubefalls und die unverzügliche Aufarbeitung der betroffenen Bäume. Besonders nach den Hauptflugzeiten der Käfer – im Frühjahr (ab Mitte April bis Mai) sowie im Juli und August – sollten die Waldbestände sorgfältig kontrolliert werden. Besonderes Augenmerk ist auf Käferherde des Vorjahres, aufgelichtete Bestände, Bestandesränder sowie Fichtenbestände auf trockenen Standorten zu legen.

Erste Anzeichen eines Befalls sind Bohrmehl am Stammfuß oder auf den Borkenschuppen, kleine runde Einbohrlöcher, Harzfluss, Spechtschläge sowie vergilbende oder abfallende Nadeln. Da die Käfer häufig zunächst im oberen Stammbereich einbohren, sind die Schäden anfangs oft nur bei genauer Kontrolle erkennbar. Werden bereits Rindenteile abgestoßen, haben die Käfer den Baum vielfach schon verlassen und benachbarte Bäume können bereits neu befallen sein.

Befallene Bäume müssen daher möglichst rasch aufgearbeitet und aus dem Wald entfernt werden. Ist eine zeitnahe Abfuhr nicht möglich, sind geeignete bekämpfungstechnische Maßnahmen wie das Entrinden der Stämme, die Behandlung mit zugelassenen Pflanzenschutzmitteln oder das Verhäckseln des befallenen Holzes erforderlich. Restholz mit einem Durchmesser unter drei Zentimetern sollte als wertvoller Nährstoff im Wald verbleiben.

Die Bezirkshauptmannschaft Schärding ersucht alle Waldbesitzerinnen und Waldbesitzer, ihre Bestände regelmäßig zu kontrollieren und bei Verdacht auf Borkenkäferbefall umgehend die erforderlichen Maßnahmen zu setzen. Nur durch konsequentes und zeitgerechtes Handeln kann eine weitere Ausbreitung verhindert und der heimische Wald nachhaltig geschützt werden.

Bei Fragen oder Anliegen wenden Sie sich gerne an den Forstdienst der BH Schärding unter 07712-3105-0

Weiterführende Informationen

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