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Gebietsfremde Stechmücken in

Informationen zur asiatischen Tigermücke.

In den letzten Jahrzehnten kommt es in Europa zu einem vermehrten Auftreten von exotischen und potentiell invasiven Stechmückenarten. Nach einer Einschleppung der Insekten über den globalen Gütertransport ist die Etablierung von Populationen bei passenden klimatischen Bedingungen auch in unseren Breiten möglich. Von besonderer Bedeutung unter den gebietsfremden Gelsenarten ist die Asiatische Tigermücke als potentieller Vektor für über 20 verschiedene Krankheitserreger. Das Land führt bereits seit 2020 ein Stechmückenüberwachungsprogramm durch, um die Ausbreitung dieser Insekten bzw. das Vorhandensein von bestimmten Pathogenen in den Stechmücken rechtzeitig zu erkennen.

Im Jahr 2022 wurden erstmals laut AGES in allen Bundesländern Tigermücken nachgewiesen, so auch in Oberösterreich. Hier wurden entlang einer der wichtigsten Transitrouten auf einer Autobahnraststation Tigermückeneier gefunden. Weiters wurden wiederholt Tigermückenexemplare im Stadtgebiet Linz nachgewiesen. Die laufenden Untersuchungen im Rahmen des oö. Stechmückenüberwachungsprogramms werden Hinweise liefern, ob die Tigermücken in diesem Gebiet überwintert haben. Von Seiten der AGES wurde kürzlich ein Dokument (siehe Anhang) zur Verfügung gestellt, das Informationen und Empfehlungen für betroffene Regionen beinhaltet.

Tigermücken breiten sich bevorzugt in städtischen Siedlungsräumen aus, wo einerseits die laufende Einschleppung über den Verkehr und andererseits die klimatischen Bedingungen gute Voraussetzungen für eine Ansiedlung dieser Gelsenart bieten. Die Weiterverbreitung der Tigermücke sollte verhindert werden, da sie auch tagsüber aggressiv sticht und beim Stich Krankheiten wie Chikungunya oder Denguefieber übertragen kann. Derzeit ist es aber sehr unwahrscheinlich, dass Tigermücken in Österreich exotische Viren übertragen, da sie sich zuvor beim Stich selber an erkrankten Reiserückkehren anstecken müssten. Andere natürliche Wirte dieser Erkrankungen kommen hier nicht vor.

Die wirksamste und sicherste Gegenmaßnahme, um die Ausbreitung von Stechmücken zu verhindern, ist die konsequente Vermeidung von künstlichen Wasseransammlungen in Heim und Garten und Selbstschutz vor Stichen durch geeignete Kleidung und Insektenschutzmittel (Repellents).

Von Seiten des Landes wurde die Öffentlichkeitsarbeit verstärkt, um die Awareness der Bevölkerung in Bezug auf Gelsenbekämpfung zu erhöhen.

Weiterführende Informationen finden sich auf der Homepage des Landes sowie auf der Homepage der AGES. Im Anhang finden Sie ein Informationsblatt zur Stechmückenbekämpfung. Wir ersuchen Sie, diese Informationen auch in Ihrem Wirkungsbereich weiter zu verbreiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Weiterführende Informationen

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