Bezirkshauptmannschaft Gmunden
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Geflügelpest (Aviäre Influenza - „Vogelgrippe“)

Aufhebung der Stallpflicht für Betriebe über 350 Stück Geflügel in Gebieten erhöhten Risikos gemäß 2. Novelle 2022 der Geflügelpest-VO 2007 vom 15.03.2022

Die Geflügelpest tritt in Europa immer noch in vielen Staaten auf.

Durch eine geringere Zahl an vorgefundenen Wildvögeln in Österreich wurde am Dienstag, den 15. März 2022 die bundesweit verordnete Stallpflicht für Betriebe mit über 350 Stück Geflügel in Gebieten mit erhöhtem Geflügelpestrisiko aufgehoben (siehe 2. Novelle 2022 der Geflügelpest-Verordnung 2007).

Weiterhin aufrecht sind die Vorgaben zur getrennten Haltung von Enten und Gänsen (Wassergeflügel) zu anderem Geflügel (Hühnervögeln) und die Einhaltung der Vorgaben bezüglich Unterbinden des Kontakts zu Wildvögeln in Gebieten mit erhöhtem Risiko:

  • Auslaufhaltung, wenn das sich darin befindliche Geflügel durch Netze, Dächer oder horizontal angebrachte Gewebe vor dem Kontakt mit Wildvögeln geschützt wird oder zumindest die Fütterung und Tränkung im Stallinnenbereich erfolgen. Derartige Ausläufe sind gegen Oberflächengewässer und Regenwasseransammlungen, an denen sich wild lebende Wasservögel aufhalten können, ausbruchsicher abzuzäunen.
  • Die Tränkung der Tiere darf nicht mit Wasser aus Sammelbecken für Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben, erfolgen.
  • Die Reinigung und Desinfektion der Beförderungsmittel, Ladeplätze und Gerätschaften hat mit besonderer Sorgfalt zu erfolgen.
  • Jeder Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Erreger der Geflügelpest ist bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft anzuzeigen; im Risikogebiet sind insbesondere folgende Parameter zu melden:
    • der Abfall der Futter- und Wasseraufnahme (von mehr als 20%)
    • der Abfall der Eierproduktion (um mehr als 5% für mehr als 2 Tage)
    • eine erhöhte Sterblichkeitsrate (höher als 3% in einer Woche)

Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter sollten besonders auf die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen achten, wie beispielsweise ausbruchsichere Zäune und Vermeidung von Regenwasseransammlungen in den Ausläufen.

Die verpflichtende Meldung von tot aufgefundenen wildlebenden Wasser- oder Greifvögeln (passives Wildvogelscreening) an die lokal zuständige Bezirksverwaltungsbehörde (Amtstierarzt) bleibt weiterhin aufrecht.

Im Bezirk Gmunden gelten nach wie vor folgende Verwaltungseinheiten als Gebiete mit erhöhtem Risiko:

  1. Altmünster
  2. Ebensee am Traunsee
  3. Gmunden
  4. Grünau im Almtal
  5. Gschwandt
  6. Kirchham
  7. Laakirchen
  8. Ohlsdorf
  9. Pinsdorf
  10. Roitham am Traunfall
  11. St. Konrad
  12. St. Wolfgang im Salzkammergut
  13. Traunkirchen
  14. Scharnstein
  15. Vorchdorf

In den angeführten Verwaltungseinheiten gelten bis auf Widerruf die oben angeführten Vorgaben gem. § 8 Geflügelpest-Verordnung.

 

Weiterführende Informationen

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