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EU-Badegewässer und sonstige ausgewählte Badeplätze in OÖ.

Die Badewasserqualität wird in Oberösterreich jährlich fünf Mal an den insgesamt 43 EU-Badewasser-Stellen und zwei Mal an den 40 Landesmessstellen ermittelt.

Begriffsbestimmungen

Nach dem Bäderhygienegesetz (BHygGBGBl. I Nr. 42/2012)  § 2a. (1) sind

  • Badegewässer: jeder Abschnitt eines Oberflächengewässers,
  1. bei dem mit einer großen Zahl von Badenden zu rechnen ist und
  2. für den kein dauerhaftes Badeverbot erlassen ist und auch nicht auf Dauer vom Baden abgeraten wird.
  • EU-Badegewässer im Sinne der RL 2006/7/EG: das sind jene Badestellen, die dem Bundesministerium für Gesundheit und Frauen als "Badegewässer" gemeldet worden sind.
  • Badeplätze: alle anderen Badestellen an Oberflächengewässer, in welchen auch (in der Regel in geringerer Zahl) gebadet wird, die aber nicht offiziell in einer Verordnung des Landeshauptmanns gelistet sind.

Natürliche oder künstlich angelegte Oberflächengewässer spielen bei der Freizeitgestaltung eine große Rolle. Während der Badesaison herrscht daher an den meisten dieser Gewässer ein reger Badebetrieb. Im Gegensatz zu einem Freibad besitzen natürliche Badegewässer jedoch keine chemische Wasseraufbereitung und -desinfektion. Man muss daher vor allem bei starkem Badebetrieb oder z. B. in Bereichen mit einer intensiven Besiedelung durch Wassertiere mit einer bakteriologischen Belastung rechnen.

Ein See ist weiters viel weniger als das Grundwasser vor Verunreinigungen aus der Umgebung geschützt. Daher treten vor allem im Frühsommer oft Ablagerungen von Blütenstaub auf, die auf den ersten Blick wie eine Gewässerverunreinigung wirken können, aber ein Teil der natürlichen Kreisläufe sind. Gleiches gilt für das im Herbst einfallende Laub und bei Hochwässern eingeschwemmtes Treibholz oder pflanzliches Material, das im Gewässer nur sehr langsam abgebaut werden kann.

An solchen Gewässern kann es (im Gegensatz zu chlorierten Freibädern) fallweise zu Sedimentaufwirbelungen durch Fische oder Badegäste kommen, die sich den Wasserkörper mitunter mit Wasservögeln, Schnecken, Algen und sonstigen Wasserpflanzen teilen müssen.

Nach Hochwässern, bei starken Temperaturschwankungen oder in einigen Fällen auch durch natürliche Standortbedingungen kann es zu Trübungen und Verfärbungen kommen, die im allgemeinen unbedenklich sind, solange nicht gleichzeitig die hygienischen Parameter erhöht sind. Aus diesem Grund werden an den hier ausgewiesenen EU-Badegewässern und einigen anderen Badeplätzen während der Badesaison regelmäßig Wasserproben entnommen und auf die bakteriologische Belastung hin untersucht. Anhand der Ergebnisse wird eine Einstufung der Badeeignung dieses Gewässers durchgeführt.

 

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

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