Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
E-Mail post@ooe.gv.at

Oberösterreich impft

Impfungen in Oberösterreich

Die Impfung ist ein enorm wichtiger Schritt im Kampf gegen die Pandemie. Wir alle können dazu beitragen die Situation zu entschärfen, indem wir uns impfen lassen. 

Sie haben Fragen zur Corona-Schutzimpfung? Dann sind Sie hier richtig. 

Diese Seite beantwortet Ihre Fragen zur Corona-Schutzimpfung und wird laufend aktualisiert.

 

 

Impfplan

Die Impfung ist der langfristig entscheidende Schritt im Kampf gegen die Pandemie und wir alle können dazu beitragen die Situation zu entschärfen, indem wir uns impfen lassen, sobald es für uns vorgesehen ist.

Die Bundesregierung hat das Ziel, allen Menschen in Österreich, die sich gegen Covid-19 impfen lassen möchten, einen sicheren und effektiven Impfstoff zur Verfügung zu stellen. Da vor allem in der ersten Zeit die Verfügbarkeit von Impfstoffen begrenzt ist, wurde vom Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit dem nationalen Impfgremium eine österreichische Covid-19-Impfstrategie erstellt.

Das Land Oberösterreich trägt diese bundesweit einheitlichen Impfstrategie mit. Die Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums zur Umsetzung und Durchführung sind auf der Webseite des Bundesministeriums veröffentlicht. Diese Empfehlungen legen fest, in welcher Abfolge die Bevölkerung die verfügbaren Impfstoffe erhalten soll.

Die Umsetzung ist in drei Phasen gegliedert

  1. In Phase 1 (Jänner und Februar 2021) soll der nur sehr begrenzt verfügbare Impfstoff zuerst den Bewohnerinnen und Bewohner in Alten- und Pflegeheimen sowie deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung stehen. Weiters wird das ärztliche, pflegerische und sonstige Personal in den Krankenanstalten schrittweise geimpft.
    Danach sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den niedergelassenen Ordinationen, medizinisch-therapeutischen Instituten, mobilen Diensten der (Haus-)Krankenpflege und die Rettungssanitäterinnen und -sanitäter der Blaulichtorganisationen vorgesehen. Zusätzlich soll es ein Angebot für Personen über 80 Jahren und Personen mit einem hohen medizinischen Risiko geben.
  2. In Phase 2 (voraussichtlich Februar bis April 2021) wird der bereits breiter verfügbare Impfstoff bei Personen über 65 sowie bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Dienststellen der kritischen Infrastruktur ( z.B. Feuerwehr, Polizei) sowie bei den Pädagoginnen und Pädagogen in den Schulen und Kindergärten eingesetzt.
  3. Für Phase 3 (im 2. Quartal 2021) wird die Impfung für die Allgemeinbevölkerung in Reihenfolge der Empfehlungen des Nationalen Impfgremiums bereitgestellt – in breiten Bevölkerungsgruppen in der Wirtschaft und Infrastruktur, im Handel, in Kultur- und Sport.
3 Phasen der Impfstrategie (Quelle: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz)

Informationen für alle Personengruppen

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Warum haben wir das Gefühl, dass die Impfung derzeit so langsam vorangeht?

Ein durch die Pandemie und viele Einschränkungen geprägtes Jahr 2020 liegt hinter uns. Durch die Erfolgsmeldungen zu den Impfstoffen im November 2020, die dank intensivster Forschung  so rasch entwickelt und bereits zu Jahresende in Europa und auch in Österreich zugelassen wurden, wurde bei uns allen die Erwartung geweckt, dass das Ende der Pandemie unmittelbar bevor stünde.

Im Jänner 2021 haben wir nun das „Gefühl, dass das alles zu langsam geht“.

Der weltweite Bedarf an Impfstoffen ist riesig. Derzeit steht jedoch insgesamt noch wenig Impfstoff bereit. Deshalb ist es unsere Pflicht, die Vergabe der Impfstoffe an die Bevölkerung verantwortungsvoll vorzunehmen und gefährdete Gruppen vorrangig zu impfen.

Warum soll ich mich impfen lassen?

Die österreichische Bevölkerung sieht sich erstmalig in der jüngeren Geschichte mit einer Pandemie konfrontiert, an der auch in Österreich bereits mehrere Tausend Menschen verstorben sind und der durch drastische Maßnahmen zur Kontaktreduktion wie etwa Lockdowns begegnet werden muss, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.

Wir sind nun in der glücklichen Situation, bereits innerhalb eines Jahres nach Ausbruch der Pandemie die ersten sicheren und wirksamen Impfstoffen zur Verfügung zu haben und diese auch zu nützen.

Die Impfung stellt für jede Bürgerin und jeden Bürger jedenfalls einen sehr guten und sehr hohen individuellen Schutz dar. Die Schutzimpfung verhindert mit hoher Wahrscheinlichkeit, an Covid-19 schwer zu erkranken und daran zu versterben.

Die Entwicklung von Medikamenten, die erwiesenermaßen wirksam bei der Bekämpfung der Covid-Erkrankung sind, ist zwar bereits im Gange und manche Medikamente in Erprobung, aber besser ist es, gar nicht daran zu erkranken!

Zudem ist es wichtig zu bedenken, dass neben dem eigenen Schutz durch die Impfung auch Menschen im Umfeld, insbesondere gefährdete Personen wie ältere oder chronisch kranke Menschen, geschützt werden. Das höhere Lebensalter ist der wesentlichste Risikofaktor für einen schweren Verlauf von Covid-19.

Die Hygienemaßnahmen wie MNS, Händehygiene, Abstandsregelungen, die bislang äußerst wichtig waren und uns auch noch für einige Zeit begleiten werden, können das Risiko einer Erkrankung minimieren, die Gefahr einer Ansteckung besteht jedoch trotzdem. Mit dem Schritt der Impfung wird dieses Risiko drastisch reduziert.

Je mehr Menschen durch eine Impfung geschützt sind, desto weniger leicht kann das Virus in der Bevölkerung kursieren. So kommt es letztendlich auf jede Person an, sich zu schützen. Durch eine hohe Impfbeteiligung in der Bevölkerung wird die Krankheitslast deutlich reduziert, schwere Fälle und Todesfälle können vermieden werden. Der durch eine hohe Durchimpfungsrate in der Bevölkerung erreichte „Herdenschutz“ hat in der Vergangenheit bereits dazu geführt, Krankheiten wie die Kinderlähmung auszurotten.

Wer fällt unter Hochrisikopatient bzw. was sind die definierten Vorerkrankungen?

Die Hochrisikogruppen wurden vom Nationalen Impfgremium definiert.

Hochrisikogruppe

Bei Unsicherheit, wenden Sie sich bitte an Ihre Hausärztin oder an Ihren Hausarzt. Sie/er kennt Sie und Ihre Krankengschichte am besten und kann dies einschätzen.

Personen mit Vorerkrankungen und besonders hohem Risiko und deren engste Kontaktpersonen, besonders wenn institutionell betreut, sowie in diesen Einrichtungen tätige Personen zählen zur Hochrisikogruppe:

  • Trisomie 21
  • Personen mit Demenz, intellektuellen oder körperlichen Behinderungen in Betreuungseinrichtungen
  • Fortgeschrittene funktionelle oder strukturelle chronische Lungenkrankheit, welche eine dauerhafte, tägliche, duale Medikation benötigt, wie pulmonale Hypertonie, Mucoviscidose/zystische Fibrose sowie COPD im fortgeschrittenen Stadium GOLD III ab Patientengruppe C;
  • Chronische Herzerkrankung mit Endorganschaden, die dauerhaft therapiebedürftig ist, wie ischämische Herzerkrankung sowie Herzinsuffizienz;
  • Aktive Krebserkrankung mit einer jeweils innerhalb der letzten sechs Monate erfolgten onkologischen Pharmakotherapie (Chemotherapie, Biologika) und/oder einer erfolgten Strahlentherapie sowie metastasierende Krebserkrankung auch ohne laufende Therapie;
  • Erkrankung, die mit einer dauerhaften und relevanten Immunsuppression behandelt werden muss, wie Knochenmarkstransplantation innerhalb der letzten zwei Jahre oder unter einer immunsuppressiven Therapie oder mit Graft vs Host Disease, Organtransplantation innerhalb des letzten Jahres oder unter einer immunsuppressiven Therapie oder mit Graft vs Host Disease, Immunsuppression wie zum Beispiel mit Cyclosporin, Tacrolimus, Mycophenolat Azathioprin, Methotrexat Tyrosinkinaseinhibitoren, laufender Biologikatherapie (bei nicht onkologischer Diagnose) sowie HIV mit hoher Viruslast;
  • Chronische Dialyse, fortgeschrittene chronische Nierenerkrankung wie chronische Niereninsuffizienz mit glomerulärer Filtrationsrate < 45 ml/min, bei Nierenersatztherapie sowie bei St.p. Nierentransplantation;
  • Chronische Lebererkrankung mit Organumbau und dekompensierter Leberzirrhose ab Childs-Stadium B;
  • Ausgeprägte Adipositas ab dem Adipositas Grad III mit einem BMI >= 40;
  • Diabetes mellitus Typ I mit regelmäßig erhöhtem HBA1c > 7,5%, Typ II mit regelmäßig erhöhtem HBA1c > 8,5% sowie Typ I oder II mit Endorganschäden;
  • Arterielle Hypertonie mit bestehenden Endorganschäden, insbesondere chronische Herz- oder Niereninsuffizienz, oder nicht kontrollierbarer Blutdruckeinstellung.
  • Sonstige schwere Erkrankungen mit funktionellen oder körperlichen Einschränkungen, die einen ebenso schweren Krankheitsverlauf von COVID-19 wie bei den hier gelisteten Krankheitsbildern annehmen lassen.

Personen mit Vorerkrankungen mit erhöhtem Risiko und deren engste Kontaktpersonen sind:

  • Personen mit Demenz oder intellektuelle Behinderungen außerhalb von Betreuungseinrichtungen
  • Personen mit körperlichen Behinderungen, die ein erhöhtes Risiko für einen schweren Verlauf von COVID-19 zur Folge haben
  • Adipositas (BMI >30)
  • Chronische Nierenerkrankung
  • Chronische Lebererkrankung
  • Immundefizienz
  • Diabetes Mellitus
  • Arrhythmie/Vorhofflimmern
  • HIV-Infektion
  • Koronare Herzkrankheit
  • Herzinsuffizienz
  • Zerebrovaskuläre Erkrankungen/Apoplex
  • Autoimmunerkrankungen
  • Chronisch obstruktive Lungenkrankheit
  • Krebserkrankungen
  • Arterielle Hypertonie
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Asthma bronchiale
Gibt es momentan Ausnahmen für besonders schwere Risikopatienten?

Die Risikoeinschätzung liegt beim behandelnden Arzt. Risikopatienten werden in Phase 1 der nationalen Impfstrategie berücksichtigt. Impfungen werden in fortlaufend und nach Verfügbarkeit von Impfstoffen durchgeführt. Risikogruppen werden dabei demnächst (der genaue Zeitpunkt steht allerdings noch nicht fest) geimpft.

Was passiert mit dem Impfstoff der bei einer Impfaktion „überbleibt“?

Der vorhandene Impfstoff wird vollständig verbraucht, da er nicht lagerfähig ist. So kann es geschehen, dass einzelne an der Impfstelle noch verfügbare Impfdosen an Personen verabreicht werden, die zu diesem Zeitpunkt noch nicht für die Impfung vorgesehen wären – zum Beispiel an enge Angehörige von Bewohnerinnen und Bewohnern in Alten- und Pflegeheimen.

Informationen zur Impfung für über 80-Jährige

Derzeit sind alle Termine zur Covid-19-Schutzimpfung für über 80-Jährige in Oberösterreich ausgebucht. Wir ersuchen um Verständnis dafür, dass das Interesse an der Impfung die uns zur Verfügung gestellten Impfdosen derzeit deutlich übersteigt. Das gilt bis auf weiteres leider auch für die priorisierten Bevölkerungsgruppen.

Personen über 80 Jahre, die keinen Termin erhalten haben, können sich für Informationen zukünftiger Impfaktionen auf dieser Website anmelden. 

Für alle Interessierten besteht auf dieser Website auch die Möglichkeit, sich zu einem Newsletter anzumelden. Mit diesem werden Sie informiert, wann es wieder Impfaktionen für einzelne Bevölkerungsgruppen gibt.
 

Zugelassene Impfstoffe

Der momentan zugelassene und eingesetzte Impfstoff Comirnaty ist von der Firma BioNTech/Pfizer. Die Verwendung und der Einsatz des Impfstoffes hängt von der Verfügbarkeit und gegebenenfalls von Spezialindikationen (in Rücksprache mit behandelndem Facharzt) ab.