Das Land Oberösterreich vergibt im Jahr 2026 bis zu 10 gewidmete Studienplätze, um die medizinische Versorgung im Bundesland nachhaltig zu sichern. Die Studienplätze werden zwischen dem Land OÖ und der oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) aufgeteilt.
Ihre Vorteile auf einen Blick:
- Erleichterter Zugang zum Medizinstudium: höhere Chancen auf einen Studienplatz durch erleichterte Zugangskriterien beim MedAT (Mindesterfolg ≥ 75 % der angetretenen Studienwerber:innen)
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Finanzielle Sicherheit während des Studiums: ca. 1.000 € brutto pro Monat Ausbildungsvergütung (14× jährlich)
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Persönliche Begleitung: Mentoring durch erfahrene Ärztinnen und Ärzte während der gesamten Studien- und Ausbildungszeit
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Praxisnah von Anfang an: 4 Wochen Praktikum pro Jahr im öffentlichen Gesundheitsdienst (Abteilung Gesundheit in Linz bzw. oö Bezirkshauptmannschaft)
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Jobsicherheit: zukunftsorientierter Job mit spannenden Themenfeldern und vielseitigen Entwicklungsmöglichkeiten
Nach Abschluss der fachärztlichen Ausbildung binden Sie sich für die Dauer von 7 Jahren als medizinische Sachverständige bzw. medizinischer Sachverständiger oder Amtsärztin bzw. Amtsarzt im öffentlichen Gesundheitsdienst an das Land OÖ. So leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Bevölkerung.
Voraussetzungen:
- Anmeldung zum aktuellen MedAT an der JKU Linz
- Österreichische Staatsbürgerschaft
- Interesse an einer späteren Tätigkeit im öffentlichen Gesundheitswesen
Wenn Sie sich stattdessen für einen gewidmeten Studienplatz mit anschließender klinischer Tätigkeit in einem medizinischen Sonderfach in Oberösterreich interessieren, wenden Sie sich bitte direkt an die Oberösterreichische Gesundheitsholding (OÖG).
Eine Bewerbung ist jährlich im Frühjahr möglich.
Hier geht's zur Stellenausschreibung:
FAQs
Medizinische Sachverständige erstellen unabhängige Stellungnahmen und Gutachten, welche Behörden als Entscheidungsgrundlage dienen, zum Beispiel zur Beurteilung der Dienst- und Arbeitsfähigkeit oder zur Eignung für einen Führerschein. Darüber hinaus ist der öffentliche Gesundheitsdienst u. a. für die Planung von Krankenanstalten und die Vorbereitung auf Katastrophenlagen zuständig – Aufgaben, welche die Tätigkeit abwechslungsreich und gesellschaftlich besonders bedeutsam machen.
Amtsärztinnen und Amtsärzte übernehmen ein vielseitiges und spannendes Aufgabenfeld im Dienst der öffentlichen Gesundheit. Dazu gehören unter anderem der Infektionsschutz (Überwachung meldepflichtiger Krankheiten, Beratung bei Ausbrüchen), die Hygieneüberwachung in Krankenhäusern, Gemeinschaftseinrichtungen und beim Trinkwasser sowie vielfältige Maßnahmen zur Gesundheitsförderung und Prävention wie etwa im Rahmen des Impfwesens (Beratung, Aufklärung) oder von Präventionsprogrammen.
Ja, weil 5 % der Studienplätze für den öffentlichen Gesundheitsdienst reserviert sind. Gerade bei sehr knappen Ergebnissen erhöhen sich dadurch Ihre Chancen. Ihr Ergebnis muss jedoch zumindest gleich bzw. über dem Ergebnis (Gesamtwert) von 75 % der angetretenen Studienwerber:innen sein, um einen dieser gewidmeten Studienplätze zu erhalten. Auf Inhalt und Auswertung des MedAT haben das Land OÖ und die OÖG keinen Einfluss.
Gehalt: Sie erhalten während des Studiums ein Gehalt von 1.069 Euro brutto pro Monat (inflationsangepasst). Das sind aktuell 14.966 Euro brutto pro Jahr. Bei dieser Einkommenshöhe bleibt Ihnen die Familienbeihilfe während des Studiums derzeit erhalten.
Praxiserfahrung: Während der Studienzeit absolvieren Sie ein jährliches 4-wöchiges Praktikum, bei dem Sie Ihren zukünftigen Arbeitsplatz sowie die Aufgaben im öffentlichen Gesundheitsdienst kennenlernen.
(Sozial-) Leistungen: Sie sind ab Beginn des Studiums als Vertragsbedienstete:r des Landes OÖ bei der Krankenfürsorge für Landesbedienstete (KFL) kranken- und unfall- sowie arbeitslosen- und pensionsversichert. Zusätzlich werden Sie während Ihrer gesamten Ausbildung durch eine Mentorin bzw. einen Mentor des Dienstgebers betreut.
Da das monatliche Stipendium mit einer späteren Tätigkeit im öffentlichen Gesundheitsdienst beim Land OÖ verknüpft ist, ist für diesen Fall eine Vertragsstrafe inklusive Ausbildungskostenrückersatz vorgesehen. Die Höhe liegt derzeit bei 54.527 Euro zu Studienbeginn und steigert sich auf 160.373 Euro bis zum Abschluss des Studiums. Der Betrag reduziert sich anschließend mit jedem Jahr der fachärztlichen Tätigkeit im öffentlichen Gesundheitswesen wieder.
Im Dienstvertrag ist ein Toleranzsemester vorgesehen. Das bedeutet, dass pro Studienabschnitt (Bachelor- bzw. Masterstudium) je ein Toleranzsemester akzeptiert wird. Darüberhinausgehende Verzögerungen oder der Abbruch des Studiums führen zur Beendigung des Vertrags und lösen eine Zahlungspflicht hinsichtlich der Vertragsstrafe (inklusive Ausbildungskostenrückersatz) aus.
Sollten Sie feststellen, dass Sie lieber klinisch arbeiten möchten, kann in Einzelfällen nach Abstimmung mit der Oberösterreichischen Gesundheitsholding (OÖG) ein Wechsel des Vertragspartners erfolgen. Die Vertragsbedingungen bleiben dabei unverändert. Sie verpflichten sich in diesem Fall, eine fachärztliche Ausbildung in einem medizinischen Sonderfach zu absolvieren und anschließend sieben Jahre als Fachärztin / Facharzt bei der OÖG tätig zu sein. Ein Wechsel von der OÖG zum Land OÖ ist nach entsprechender Abstimmung ebenfalls möglich.