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Gastgarten (Foto: Presseabteilung)

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Luftgüte-Monatsbericht April 2013


Meteorologische Bedingungen

Der April 2013 verlief zweigeteilt: Das erste Monatsdrittel war deutlich zu kalt. Am 1. April registrierte Reichenau kühle minus 8,8 °C. Danach sorgten frühsommerliche Temperaturen bis zum Monatsende für Temperaturmonatsmittel, die um 1,5 °C über dem langjährigen Durchschnitt lagen. Am 26. April wurden in Weyer bereits 28,4 °C gemessen. Damit traten im heurigen April in Oberösterreich innerhalb eines Monats sowohl Frosttage, das sind Tage mit einem Tagesminimum unter 0 °C, als auch Sommertage, das sind Tage mit einem Maximum von über 25 °C, auf.

Die Niederschlagsmengen waren im gesamten Bundesland viel zu gering. In Linz wurden statt der erwarteten 59 l/m² nur 20 l/m² registriert. In Freistadt waren es statt 47 l/m² gar nur 7 l/m². So trocken war es in Freistadt nur in den Aprilmonaten 1877, 1893, 1946 und 2007. Der kalte Monatsbeginn sorgte in Kremsmünster, Mondsee und Ried im Innkreis für je zwei Schneedeckentage.

Die Sonne schien unterdurchschnittlich lang. Gmunden kam auf 134 statt der üblichen 166 Sonnenstunden, Linz auf 164 an Stelle der durchschnittlichen 197 Sonnenstunden.

Saharastaub in unseren Breiten, ein gelegentlich auftretendes Phänomen, haben die Meteorologen der ZAMG am 29. April 2013 am Sonnblick verzeichnet. Das letzte Mal passierte dies am 10. Juni 2010.

 

Schadstoffbelastung

Im April 2013 waren in Oberösterreich Grenzwertüberschreitungen nach IG-L durch Feinstaub und Stickstoffdioxid und Zielwertüberschreitungen durch Stickstoffdioxid zu registrieren.

An vier von insgesamt 19 Feinstaubmessstellen in unserem Überwachungsbereich traten zwischen einer und drei Grenzwertüberschreitungen für den Feinstaubtagesmittelwert von 50 µg/m³ auf. Die Staubbelastungen traten gestreut über den April auf. Am 30. April haben alle im Einflussbereich der Fönströmung liegende Messstellen, wie Spital am Pyhrn, den Saharastaub registriert. Es dürfte sich allerdings um gröbere Fraktionen gehandelt haben, weil keine Feinstaubüberschreitung in unserem Überwachungsgebiet zu verzeichnen war. Bemerkenswert ist allerdings, dass das Sonnblickobservatorium der Mikrogramm pro Kubikmeter in dieser Zeit einen markanten Feinstaubanstieg bis über 100 µg/m³ gemessen hat. Freundlicherweise hat die ZAMG diese Daten auf der Homepage des Sonnblickobservatoriums zur Verfügung gestellt.

Die Station Linz-Römerbergtunnel hat im April drei Zielwertüberschreitungen für den Tagesmittelwert bei Stickstoffdioxid und insgesamt acht IG-L Grenzwertüberschreitungen des HMW-Grenzwertes registriert. Die acht Grenzwertüberschreitungen traten an sechs verschiedenen Tagen aber immer zwischen 18:00 und 19:30 Uhr auf.

Im Jahresvergleich der letzten zehn Jahre liegt der April 2013 mit Ausnahme von Feinstaub im Mittelfeld. In Linz war nur der April 2005, im übrigen Oberösterreich nur der April 2007 stärker mit Feinstaub belastet als der heurige April.

Messnetz-Kurznachrichten

Mit 1. April hat die gesetzliche Ozonsaison 2013 begonnen. Das heißt für uns besonderes Augenmerk auf die Schadstoffkomponente Ozon zu legen. In den Wochen zuvor haben wir unsere Ozonmessgeräte der jährlichen Qualitätsüberprüfung unterzogen. Bis auf kleinere Einstellarbeiten erfüllten alle Ozongeräte die hohen Qualitätsanforderungen. Am 1. Oktober, dem Ende der Ozonsaison werden wir wissen, ob und wenn ja wie oft die EU-Informationsstufe zur Unterrichtung der Bevölkerung auszurufen war. Dies hat zu geschehen, wenn an einer Messstelle bei Ozon ein Einstundenmittelwert von 180 µg/m³ überschritten wird. Am 3. Juli 2010 ist das in Oberösterreich das letzte Mal passiert.

 

Weiterführende Informationen

 

 

Monatsberichte im PDF-Format:

 

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Telefon (+43 732) 77 20-136 43
Fax (+43 732) 77 20-21 36 42
E-Mail us-goethe.post@ooe.gv.at