Amt der Oö. Landesregierung
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Forstschutz

Der Bereich Forstschutz umfasst alle Aktivitäten zur Erhebung und Erfassung des Waldzustandes, sowie Maßnahmen zur Bewältigung und Eindämmung von bereits bestehenden Waldschadens- und Forstschutzproblemen.

Der Bereich Forstschutz umfasst

  • Waldzustandserfassung
  • Erhebung von Waldschadens- und Forstschädlingsereignissen (Prognose über die Befallsentwicklung), Erarbeitung von Aufarbeitungs- und Bekämpfungsstrategien und die Koordinierung von Aufarbeitungs- und Bekämpfungsmaßnahmen
  • Forstliches Biomonitoring
  • Biologische Forstschädlingsbekämpfung (Ameisen- und Vogelschutz etc.)
  • Forstliche Aufklärung und Förderung im Bereich Forstschutz
  • UVP-Angelegenheiten und Sachverständigentätigkeit

 

Asiatischer Laubholzbockkäfer

Im Jahr 2001 ist im Stadgebiet von Braunau der asiatische Laubholzbockkäfer erstmals in Europa aufgetreten. Er wurde wahrscheinlich mit Verpackungsholz aus China eingeschleppt, befällt in Europa auch gesunde Laubbäume und tötet sie nach ein- bis zweijähriger Entwicklung ab. Durch intensive Monitoring- und Bekämpfungsmaßnahmen konnte der Schädling in Braunau erfolgreich bekämpft werden. Leider sind in St. Georgen bei Obernberg (Bezirk Ried im Innkreis) und Gallspach (Bezirk Grieskirchen) in den Jahren 2012 und 2013 neue Befallsherde aufgetreten. In St. Georgen bei Obernberg und in Gallspach wurden auch 2015 die Maßnahmen zur Ausrottung des EU-Quarantäneschädlings fortgesetzt.

 

 

Weiterführende Informationen

 

Borkenkäfer

Die in den letzten Jahren als Folge der Sturmschadensereignisse „Kyrill“, „Emma“ und „Paula“ und Witterungsbedingungen weit überdurchschnittlichen Borkenkäferschäden waren seit 2012 wieder rückläufig und lagen in den Jahren 2013 und 2014 wieder im Bereich der Jahre vor den großen Sturmschadensereignissen.

 

Bedingt durch die Schadereignisse im Winter und Frühjahr und die außergewöhnliche Hitzeperiode im Sommer 2015 haben die Borkenkäferschäden wieder stark zugenommen. Mit rund 500.000 fm Borkenkäferschadholz im Jahr 2015 ist auch für 2016 eine erhöhte Borkenkäfergefahr zu erwarten, sodass eine erhöhte Vorsicht und rasche und zeitgerechte Schadholzaufarbeitung erforderlich ist.

 

Weiterführende Informationen

Eschentriebsterben

 

Das Eschentriebsterben ist ein europaweit zunehmendes Waldschadensproblem. Durch intensive Forschungen konnte im Jahr 2010 der Pilz Hymenoscyphus pseudoalbidus (Falsches Weißes Stengelbecherchen) als Verursacher eindeutig festgestellt werden. Genotypische Unterschiede im Befallsverlauf lassen die vorsichtige Hoffnungen aufkeimen, dass nicht alle Eschen befallen werden und absterben.

2015 wurde vom Bundesforschungszentrum für Wald gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur ein entsprechendes Projekt zur Rettung der Esche erarbeitet und begonnen.

 

Kiefern-Nadelschütte

2010 ist in Oberösterreich an mehreren Orten erstmals der Pilz Lecanosticta nachgewiesen worden, der eine Nadelschütte an Kiefer verursacht. Monitoring und Maßnahmen für die Bekämpfung und Ausrottung dieses EU-Quarantäneschädlings sind  im Gange. Die Gefahr einer Einschleppung von gefährlichen Waldschädlingen durch den "grenzenlosen" Warenverkehr ist auch weiterhin hoch.

 

Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

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