LR Steinkellner: 10 Jahre FahrRad-Beratung Oberösterreich

Landeskorrespondenz

Bereits über 120 Gemeinden und Betriebe nahmen das Angebot in Anspruch

 

(Presseaussendung vom 30.3.2018)

"Mit der FahrRad-Beratung OÖ. bietet das Infrastrukturressort des Landes gemeinsam mit dem Klimabündnis OÖ. einen umfassenden Weg zu mehr Alltagsradverkehr für Gemeinden und Betriebe. Seit dem die FahrRad-Beratung OÖ. ins Leben gerufen wurde, haben über 120 Gemeinden und Betriebe daran teilgenommen", unterstreicht Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner erfreut.

 

Die Förderung des Alltagsradverkehrs ist seit zehn Jahren nun eine Aufgabe, der sich die FahrRad-Beratung Oberösterreich annimmt. Dabei ist vor allem das Radeln in die Schule bzw. Ausbildungsstätte, zur Arbeit, zum Einkaufen in der eigenen sowie in die benachbarten Gemeinden zu verstehen. Die umfassende Fahrrad-Beratung betrifft nicht nur die Radinfrastruktur, sondern auch die Themenfelder Bewusstseinsbildung und Rahmenbedingungen. Gemeinsam mit einem Projektteam in der Gemeinde, das sich aus Vertreter/innen der Gemeindepolitik, der Gemeindeverwaltung und aus Alltagsradler/innen zusammensetzt, werden in vier Terminen konkrete Maßnahmen in diesen drei Themenfeldern erarbeitet.

 

Termin 1: Erhebung der Ausgangssituation und Einschätzung der Gemeinde zum Radverkehr. Weiters werden die Vorteile und Potenziale des Radverkehrs aufgezeigt.

 

Termin 2: Radlokalaugenschein mit den Fahrrädern. Routen, auf denen jetzt schon bzw. in Zukunft der Alltagsradverkehr unterwegs sein soll, werden befahren, die Problemstellen besprochen und erste Empfehlungen abgegeben.

 

Termin 3: Weitere Maßnahmen werden anhand bereits umgesetzter Beispiele aus anderen Gemeinden aufgezeigt.

 

Termin 4: Ein konkreter Umsetzungsplan für die nächsten 3 bis 4 Jahre wird erstellt. Dabei wird auch aufgezeigt, dass Radverkehr nicht nur ein Verkehrsthema, sondern auch ein Gesundheits-, Umwelt-, Wirtschafts-, Wohnbau- und Raumordnungsthema ist.

 

Wo es aufgrund der Strukturen Sinn macht, werden benachbarte Gemeinden oder mehrere Gemeinden in einer Region miteinander beraten. Die FahrRad-Beratung wird für die Gemeinden kostenfrei angeboten. Der Kostenbeitrag von Betrieben bis 250 Mitarbeiter/innen beläuft sich auf 500 Euro, von Betrieben über 250 Mitarbeiter/innen auf 900 Euro. Seit dem die FahrRad-Beratung im Jahr 2008 ins Leben gerufen wurde, haben 120 Gemeinden daran teilgenommen 2014 hat mit der Raiffeisenlandesbank Oberösterreich auch der erste Betrieb die FahrRad-Beratung absolviert. Weitere namhafte Betriebe wie WP Performance Systems in Munderfing, das Kepler Universitäts-Klinikum mit den Linzer Standorten und die Miba in Vorchdorf sind diesem Beispiel gefolgt.

 

Am 4. April 2018 veranstaltet das Land gemeinsam mit dem Klimabündnis OÖ. im Linzer Ursulinensaal das Radvernetzungstreffen unter dem Motto 'Zukunft des Radverkehrs in OÖ. – Herausforderungen und Chancen'. Im Rahmen dieser Veranstaltung wird auch das Jubiläum 10 Jahre FahrRad-Beratung gefeiert, wobei neben einem kurzen Rückblick vor allem der Ausblick in die Zukunft des Radverkehrs im Mittelpunkt steht. Dem Publikum werden u.a. im Rahmen eines Jubiläums-Rad Quiz interessante Fachinformationen präsentiert. Ebenfalls werden Gemeinden und Betriebe, die im Vorjahr an der FahrRad-Beratung OÖ. teilgenommen haben, ausgezeichnet.

 

2018 wird ein spannendes Jahr für die FahrRad-Beratung. Mit der Schaffung einer FahrRad-Modellregion im Großraum Wels startet ein interessantes Projekt. Durch gemeinsame und verstärkte Aktivitäten der beteiligten Gemeinden sollen die Chancen und Potenziale des Radverkehrs besser in der Bevölkerung und bei den Entscheidungsträger/innen wahrgenommen werden. Ziel ist es, mit zahlreichen Pilotprojekten und bewusstseinsbildenden Maßnahmen in einem Zeitraum von vorerst fünf Jahren den Radverkehrsanteil spürbar anzuheben. Als weiteres Service wird auf www.fahrradberatung.at eine Best-Practice-Datenbank angeboten, in der zahlreiche von Gemeinden umgesetzte Maßnahmen näher beschrieben sind. Ein Newsletter, Artikel für Gemeindezeitungen, Radtrainingsangebote und Infos zu Förderungen runden das Angebot ab. "Mit der Erhöhung des Radanteils ergeben sich große Potentiale. Mit dem sich kontinuierlich weiterentwickelnden E-Bike-Sektor entstehen attraktive und praktische Mobilitätlösungen, die besonders in den oberösterreichischen Ballungsräumen zur verkehrlichen Entlastung führen können", unterstreicht Steinkellner abschließend.

 

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