Amt der Oö. Landesregierung
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Förderung von Biomasseeinzelanlagen im Rahmen der Landesförderung

Informationen zum Thema "Biomasseförderung von Einzelanlagen in Oberösterreich"

Wer wird gefördert?

Natürliche und juristische Personen einschließlich Wohnbauträger und landwirtschaftliche Betriebe. Gebietskörperschaften sind ausgenommen.

Was wird gefördert?

Einbau von Hackgutfeuerungs-, Pellets- und Scheitholzanlagen (einschließlich landwirtschaftlicher Kleinpelletieranlagen und solarer Hackguttrocknungssysteme).
 

Förderziel:

Schaffung von Einrichtungen und Anlagen zur verstärkten Nutzung erneuerbarer Energieträger sowie die Umstellung von fossilen auf biogene Brennstoffe und die Erneuerung von zumindest 10 Jahre alten Heizkesseln oder Wärmeerzeugern, insbesondere auch zur Steigerung der Energieeffizienz und Forcierung innovativer Technologien.

Wie wird gefördert?

Pellets- und Hackgutfeuerungsanlagen:

  • Förderung Neuanlage/Erneuerung: 2.300,00 Euro
  • Förderung Umstellung einer fossilen Altanlage (Öl, Gas, Kohle, Allesbrenner) auf eine Pellets- oder Hackgutheizung: 2.800,00 Euro

Scheitholzheizung:

  • Förderung Neuanlage/Erneuerung: 1.200,00 Euro
  • Förderung Umstellung einer fossilen Altanlage (Öl, Gas, Kohle, Allesbrenner) auf eine Scheitholzheizung: 1.700,00 Euro

Landwirtschaftliche Hackgutfeuerungsanlagen:

  • Förderung Neuanlage/Erneuerung: 2.700,00 Euro
  • Förderung Umstellung einer fossilen Altanlage (Öl, Gas, Kohle, Allesbrenner) auf eine landwirtschaftliche Hackgutheizung: 3.200,00 Euro
  • Förderung für solare Hackguttrocknungsanlagen und Kleinpelletieranlagen (mit überbetrieblicher Nutzung): 20 Prozent, max. 2.700,00 Euro

 

Biomasse-

heizungen

Neubau/

Erneuerung

Umstellung

fossil auf Ökoenergie

Fördergrenze

sonstige

Anforderungen

Pellets- und Hackgutheizung 2.300,00 Euro 2.800,00 Euro max. 50 %

Typenprüfung,

 

Emissions-

grenzwerte,

 

Mindest-

wirkungsgrad

Scheitholzheizung 1.200,00 Euro 1.700,00 Euro max. 50 %
landwirtschaftliche
Hackgutheizung
2.700,00 Euro 3.200,00 Euro max. 50 %

Anstatt der bisherigen Erneuerungsförderung für Ökoenergieanlagen in der Höhe von 500 Euro, kann künftig bei einer Heizungserneuerungsförderung diese nach Ablauf von zehn Jahren in die Neuanlagenförderung einbezogen werden.

Zuschlag/Bonus-Förderung für den PRIVATEN Förderbereich (ausgenommen landwirtschaftliche Betriebe) zu den Sockelbeträgen:

Voraussetzungen:

  • Biomasse-Stirling-Heizanlagen:
    5.000,00 Euro Erhöhungsbeitrag für stromerzeugende Biomasse-Stirling-Heizanlagen. Voraussetzung: Der Bezug von Strom aus ausschließlich erneuerbaren Energieträgern bzw. Ökostrom gemäß E-Control bzw. Stromkennzeichnung (Händlermix) für die Dauer von zumindest fünf Jahren.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Für Hackgutfeuerungs-, Pellets- und Scheitholzanlagen muss eine Typenprüfung hinsichtlich Leistung, Wirkungsgrad und Emission von einer staatlich autorisierten Prüfstelle vorliegen. Bei automatisch beschickten Feuerungsanlagen muss ein Mindestkesselwirkungsgrad von 85 % laut Typenprüfungszeugnis erreicht werden. Bei den Scheitholzanlagen muss es sich um einen Spezialholzkessel handeln. Universalkessel werden nicht in die Förderung einbezogen. Grundvoraussetzung für eine Förderung ist der Einsatz von energieeffizienten Umwälzpumpen (Energie-Effizienz-Index [EEI] kleiner/gleich 0,23).
  • Die Antragstellung muss bis spätestens 18 Monate (Eingangsstempel der Förderstelle) nach Anfall der Kosten (Datum der Rechnung) erfolgen. Die einschlägigen baubehördlichen Bestimmungen und die Bestimmungen des Oö. Luftreinhalte- und Energietechnikgesetzes sind einzuhalten.
  • Förderbar sind generell nur jene Heizsysteme, die ausschließlich auf Biomassebasis betrieben werden. Werden hingegen fossile Energieträger für Zusatzheizungen eingesetzt, so ist keine Förderung möglich. Darüber hinaus können in Wohnräumen befindliche Pellets- bzw. Einzelöfen in die Landesförderung einbezogen werden, wenn Biomasse die einzige Heizquelle darstellt.
  • Gebrauchte Anlagen sowie bauliche Maßnahmen (Heizhaus, Kamin …) sind nicht förderbar!
  • Es müssen förderbare Kosten in der Höhe von mind. 4.400,00 Euro netto vorliegen.
  • Bei gemeinschaftlichen Biomasseheizanlagen und zentralen Heizanlagen bei Mietkauf-Reihenhäusern beträgt die Förderintensität 25 % und die Beihilfenobergrenze kann je nach Anzahl der am Projekt beteiligten Wohnobjekte bzw. Förderungswerber angehoben werden.

Abwicklung / Antragstellung

  • Der Antrag ist mittels Formular "Hackgut-, Pellets- oder Scheitholzfeuerungsanlagen - Antrag A6 auf Gewährung eines Investitionszuschusses für Privatpersonen und Landwirte" (LWLD-LFW/E-1) an die Abteilung Land- und Forstwirtschaft zu richten.

 

  • Die neue Richtlinie tritt mit 1. Jänner 2016 in Kraft. Es können nur all jene Investitionen (Rechnungsdatum), die ab diesem Zeitpunkt anfallen, in die neue Förderung einbezogen werden. Investitionen, die im Zeitraum 1. März 2015 bis 31. Dezember 2015 angefallen sind, können nach der alten Richtlinie abgewickelt werden.

 

  • Die Antragstellung (Datum des Eingangsstempels bei der Förderstelle) muss innerhalb von 18 Monaten nach der Rechnungslegung (Datum der Hauptrechnung) erfolgen.

 

  • Projektbezogene Nachweise/Rechnungen, die nach erfolgter Beihilfenauszahlung eingereicht werden, können nicht mehr berücksichtigt werden.

 

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 E-Mail post@ooe.gv.at