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LR Anschober: Immer mehr Konsument/innen gestalten die Nahversorgung selbst mit – biologisch, fair, regional. Über 100 Interessierte bei Veranstaltung „Vom Acker bis zum Teller“

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 8.3.2018)

Wie kommen Landwirt/innen und Konsument/innen direkt zueinander? Gibt es die Macht der Konsument/innen? Wie sieht Ernährungssouveränität real aus?

Bei der gestrigen Veranstaltung „Vom Acker bis zum Teller – Nahversorgung gemeinsam gestalten“ trafen über hundert Interessierte in Linz zusammen, um bei Podiumsdiskussion und einem Initiativen-Markt über diese Fragen der Ernährungswende zu diskutieren und sich zu informieren. Ziel: Konsument/innen gestalten die Nahversorgung aktiv mit und gehen damit nach dem bewussten Einkauf noch einen Schritt weiter. Die Veranstaltung ist Teil der Initiative „Appetit auf Zukunft“  von Bio Austria und LR Rudi Anschober. Ziel ist es, Konsument/innen und Produzent/innen (sowie Gemeinden) näher zusammenzubringen und z.B. über lokale Kooperationen (wie FoodCoops) eine biologische, regionale und saisonale – noch dazu faire – Lebensmittelversorgung zu verwirklichen.

 

LR Anschober: „Gute Produkte haben ihren Wert. Das muss wieder grundlegend in unsere Köpfe kommen. Einerseits geht es um faire Preise: Wir dürfen Billigstangeboten in Supermärkten nicht die Rolle der Sozialpolitik überlassen. Andererseits brauchen wir Transparenz und Verantwortung bei unserer Ernährung, nämlich durch Kennzeichnung und gemeinsame Maßnahmen auch im Sinne des Umweltschutzes, etwa beim Thema Insektensterben. Je näher Konsument/innen und Produzent/innen zusammenrücken, desto mehr Verständnis und Wertschätzung guter Produkte, desto fairere Preise und sicherere Absatzmärkte gibt es.“

Einig waren sich in der Podiumsdiskussion auch Dr.in Katrin Hirte (Uni Linz), Bio Austria-Obmann Mag. Franz Waldenberger, Josef Strutz-Winkler (Nahversorger und WKO Obmann-Stellvertreter des Gremiums Lebensmittelhandel) und Maria Egger (Ernte-Teilerin der CSA „Gemüsefreude“) über die Vorteile der regionalen Vernetzung von Produzent/innen, Handel und Konsument/innen und in der Überzeugung für ökologisch nachhaltige Landwirtschaft. Unterstützung für die kleinstrukturierte Landwirtschaft kommt vom Weltagrarbericht, der die Massenindustrie zwar als oberflächlich effizient anerkennt, allerdings schlussendlich als Ressourcenvernichterin offenlegt, etwa durch Lebensmittelmüll.

 

Im Anschluss an die Diskussion konnten sich die Interessierten noch beim "Markt der Initiativen“ 13 Projekte näher ansehen, die eine Ernährungswende schon in der Praxis leben, zwei Beispiele:

  • Das Ennstaler Genossenschaftsgeschäft (in Losenstein) „Ums Egg“ als „gemeinsame Speisekammer“ für Mitglieder und kombiniert mit sozialen Dienstleistungen.
  • Bio-regionale Wasserbüffel aus Eggendorf im Traunkreis – die nötige Infrastruktur finanziert über „Genuss-Gutscheine“.

 

Alle Infos zur Initiative „Appetit auf Zukunft“ von LR Rudi Anschober und Bio Austria für eine Ernährungswende online unter bio-austria.at/aaz

 

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