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In Oberösterreich wird überörtliche Raumplanung forciert - LH-Stv. Dr. Michael Strugl: Neues Landesentwicklungsprogramm mit Schwerpunkten „Dezentrale Zentren“, „Stadt-Umland-Kooperationen“, „Kleinregionen“ und „Regionale Spezialisierung“

Landeskorrespondenz

(Presseaussendung vom 5.12.2017)

„Angesichts steigender Erwartungshaltungen und Herausforderungen für die Gemeinden werden der Blick über die Gemeindegrenzen hinaus und damit verbunden die überörtliche Zusammenarbeit immer wichtiger. Daher setzt auch das neue Landesentwicklungsprogramm gezielt Schwerpunkte zur Förderung der überörtlichen Raumplanung, damit die Ressourcen der Kommunen bestmöglich eingesetzt werden können“, unterstrich Raumordnungsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl in der heutigen Budgetdebatte des Oö. Landtags. „Konkret werden im Rahmen des neuen Landesentwicklungsprogrammes folgende Initiativen gesetzt: ‚Dezentrale Zentren‘, ‚Stadt-Umland-Kooperationen‘, ‚Kleinregionen‘ und ‚Regionale Spezialisierung‘“, so LH-Stv. Strugl.

 

Beim Projekt „Dezentrale Zentren“ sollen jene Kommunen, die als Kleinzentren besondere Versorgungsfunktionen für ihr Umfeld haben, entsprechend gestärkt werden.

 

Im Rahmen der „Stadt-Umland-Kooperationen“ werden Strategien erstellt, wie Städte und ihre Umlandgemeinden gemeinsam gemeindeübergreifende Problemlösungen erarbeiten können: „Bereits 15 derartige Stadtregionen wurden in Oberösterreich gegründet, begleitet vom Regionalmanagement OÖ. Bei diesem Projekt wird die Hälfte der Kosten von der EU übernommen, von den verbleibenden Kosten finanziert das Land je nach Finanzkraft der Gemeinden zwischen 20 und 80 %“, erläuterte LH-Stv. Strugl.

 

„Beim Projekt ‚Kleinregionen‘ werden Gemeinden identifiziert, die strukturell gut zusammenpassen. Diese Gemeinden können dann im Rahmen von Kooperationsräumen selbst mögliche Themen der Zusammenarbeit festlegen. Die Kooperationen erfolgen auf freiwilliger Basis, allerdings wird das Land diese Kooperationsräume auch bei ihren Maßnahmen zur Regionalentwicklung besonders berücksichtigen. Der Mehrwert, der sich für die Gemeinden aus dieser Zusammenarbeit ergibt, wird ein gutes Argument für weitere Gemeindekooperationen sein, ohne gleich in eine Fusionsdebatte zu kommen“, unterstrich LH-Stv. Strugl. Bereits im Jänner 2018 startet dazu ein Pilotprojekt im Bezirk Rohrbach, ab April 2018 gibt es ein weiteres Pilotprojekt in Braunau. Ab dem Sommer 2018 sollen die Erfahrungen der beiden Pilotprojekte geprüft und auf dieser Grundlage soll dann das Modell auf ganz Oberösterreich ausgeweitet werden.

 

Wissenschaftlich begleitet von der Uni Wien und der Johannes Kepler Universität Linz wird das Projekt „Regionale Spezialisierung“: „Hier werden räumlich zuordenbare Stärkefelder von Regionen definiert und auf dieser Grundlage dann regionale Spezialisierungen mit besonderer Unterstützung seitens des Landes vorangetrieben“, betonte LH-Stv. Strugl.

 

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