Praxisorientierte Verknüpfung von Lehre und Forschung zeichnet FH Oberösterreich besonders aus

Landeskorrespondenz

Wissenschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl überzeugt sich von der inhaltlichen Vielfalt des Campus Linz der FH

 

(Presseaussendung vom 12.5.2017)

Hybride Simulationssysteme für die Chirurgie, ein Blick durch hochauflösende Mikroskope in die kleinsten Bausteine medizinischer Materialien und aktuelle Projekte aus Sozialer Arbeit und Gesundheits-, Sozial- und Public Management, wie etwa „Soziales Wels 2030“ – die FH OÖ Fakultät für Medizintechnik und Angewandte Sozialwissenschaften Linz präsentierte sich und ihre aktuelle Forschungsstrategie kürzlich dem neuen Wissenschaftsreferenten in der Oö. Landesregierung, Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl. LH-Stv. Strugl kam dabei nicht nur mit Professorinnen und Professoren, sondern auch mit jungen Forschungsmitarbeiterinnen und –mitarbeitern ins Gespräch. „Die praxisorientierte Verknüpfung von Lehre und Forschung zeichnet die FH Oberösterreich besonders aus, das sieht man auch hier an der Fakultät in Linz deutlich“, unterstrich LH-Stv. Strugl und ergänzte, dass dadurch sowohl die angehenden Absolvent/innen als auch die Unternehmen einen Wissensvorsprung generieren.

 

Neben intensiven Diskussionen über die Arbeiten an der Fakultät lernte LH-Stv. Strugl in den Labors hautnah medizintechnische Forschungsprojekte kennen. Er konnte sich dabei auch von der inhaltlichen Vielfalt überzeugen, die den Linzer FH Campus auszeichnet. Auch grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist der Fakultät ein Anliegen. 2016 wurde sie von Wirtschaftskammer , Industrie- und Handelskammer Niederbayern und Südböhmischer Wirtschaftskammer mit dem „Cross Boarder Award“ ausgezeichnet. Dieser Preis würdigt vorbildliche grenzüberschreitende Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Dreiländerraum Donau-Moldau.

 

Als Beispiel für die konzentrierte medizintechnische Forschung und den Wissenstransfer in die Lehre dient das Zentrum für technische Innovation in der Medizin „TIMed Center“. Es bündelt bestehende Stärken der FH OÖ Fakultäten Linz, Hagenberg und Wels zu einem international sichtbaren Hauptknotenpunkt im Medical Valley. Entwickelt werden interdisziplinäre Lösungen für technische Fragestellungen aus den Life Sciences.

 

Forschungsprojekte in der Medizintechnik

Die Neu- und Weiterentwicklung von hybriden chirurgischen Simulatoren ist das Ziel der Forschungsgruppe ReSSL (Research Group for Surgical Simulators Linz). Hybride Simulatoren sind eine Kombination aus modell- und computerbasierten Simulationssystemen und verknüpfen deren Vorteile. Anhand eines Computermodells können Anwender anatomische Strukturen und physiologische Prozesse detailliert visualisieren, während physikalische Patientenphantome eine realitätsnahe Haptik abbilden. Navigationssysteme erlauben die Echtzeiterfassung der Position und Orientierung von Instrumenten, Implantaten und anatomischen Strukturen. Gemeinsam mit den 3D-Daten von Patientenphantom und Instrumenten ist unter dem Einsatz geeigneter Algorithmen eine simulierte Bildgebung möglich. Während eines simulierten chirurgischen Eingriffs werden spezifische Parameter erfasst, welche zur Bewertung und Analyse des chirurgischen Eingriffs herangezogen werden.

 

Im Rahmen des CAS (Czech-Austrian Center for Supracellular Medical Research) wird an neuen technischen Verfahren in der Medizintechnik für künstlich hergestellte biologische Gewebe geforscht. Auf lange Sicht soll ein Kompetenznetzwerk der beteiligten Partner etabliert werden, welches Österreich und Tschechien ermöglicht, an der Entwicklung einer vielversprechenden Technologie im Bereich der Biosensorik weltweit führend mitzuwirken. Projektpartner der FH Oberösterreich sind das Institut für Parasitologie des Biologiezentrums der Tschechischen Akademie der Wissenschaften, deren Zentrum für Nanobiologie und Strukturbiologie am Institut für Mikrobiologie, die JKU Linz und die MedUni Wien.