Amt der Oö. Landesregierung
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Förderbereich Diversifizierung land- und forstwirtschaftlicher Betriebe durch Energie aus nachwachsenden Rohstoffen sowie Energiedienstleistungen (Vorhabensart 6.4.2.)

Stärkung land- und forstwirtschaftlicher Betriebe durch außerlandwirtschaftliches Zusatzeinkommen aus dem Verkauf von Energiedienstleistungen aus nachwachsenden Rohstoffen

Wer wird gefördert?

Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter land- und forstwirtschaftlicher Betriebe

Was wird gefördert?

  • Errichtung oder Ausbau kleiner Biomassewärmeanlagen  
  • Umrüstung von bereits bestehenden landwirtschaftlichen Biogasanlagen für landwirtschaftliche Substrate weg von einer Futtermittelkonkurrenz 

  • Kleinanlagen zur Erzeugung flüssiger oder fester Energieträger aus nachwachsenden Rohstoffen (Pelletier- oder Brikettieranlagen, Pflanzenölpressen ...); ausgenommen sind Holz- oder Holznebenprodukte 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Die Errichtung, ein Ausbau oder eine Umstellung einer Anlage müssen überwiegend zum Zweck des Verkaufes von Energie an Dritte erfolgen.
  • Der land- und forstwirtschaftliche Betrieb muss über mindestens 3 ha land- und forstwirtschaftliche Nutzfläche verfügen, auch im Fall von Zusammenschlüssen zu einem einzigen Förderungswerber muss der Betrieb jedes Mitglieds über mindestens 3 ha land- und forstwirtschaftliche Nutzfläche verfügen. Reine Forstbetriebe sind nicht in dieser Maßnahme sondern über die KPC in Wien förderbar.
  • Es können nur Projekte berücksichtigt werden, bei denen die anrechenbaren Kosten 250.000,00 Euro netto nicht übersteigen.
  • Bei Biomassewärmeanlagen muss die Leistung der Gesamtanlage für diese Fördermaßnahme unter 400 kW betragen.
  • Für das Projekt sind die zur Beurteilung nötigen technischen, wirtschaftlichen und rechtlichen Grundlagen zuzüglich eines Diversifizierungskonzeptes beziehungsweise eines Umrüstungskonzeptes bei Biogasanlagen vorzulegen. Diese Konzepte müssen auch Angaben zur Rohstoffversorgung enthalten.
  • Bei Biomassewärmeanlagen müssen die Rohstoffe direkt von Land- und Forstwirten oder im Rahmen von land- und forstwirtschaftlichen Zusammenschlüssen bezogen werden.

Förderungsart und -ausmaß:

Zuschuss zu den Investitionen im Ausmaß von 35 Prozent der anrechenbaren Kosten

Auswahlverfahren:

Die Vorhaben werden in einem Auswahlverfahren anhand eines bundesweit einheitlichen Bewertungsschemas bewertet und ausgewählt. Nur jene Förderungsanträge, die bis zu einem vorgegebenen Stichtag vollständig bei der Bewilligenden Stelle eingelangt und entscheidungsreif sind, können in das nächste Auswahlverfahren einbezogen werden. Um für eine Förderung grundsätzlich in Betracht zu kommen, muss zumindest die Mindestpunktezahl erreicht werden.

Vorhaben, die die Mindestpunkteanzahl oder mehr Punkte erreichen, werden entsprechend der erreichten Punkteanzahl gereiht und abhängig vom für die Auswahlrunde festgelegten Budget für eine Förderung ausgewählt. Vorhaben, die auf Grund der budgetären Situation in der jeweiligen Auswahlrunde nicht zum Zug kommen, können bei gleichbleibenden Bedingungen einmal in die nächste Auswahlrunde übernommen werden.

Wird das beantragte Vorhaben im Auswahlverfahren positiv ausgewählt, erfolgt eine schriftliche Bewilligung des Projektes und die Übermittlung des Zahlungsantrages für die Projektabrechnung.

Die Auswahlverfahren werden blockweise durchgeführt. Alle entscheidungsreifen Anträge, die bis zum jeweiligen Stichtag vorliegen, werden jeweils einem Auswahlverfahren unterzogen.

Im Jahr 2016 sind folgende Stichtage für das Auswahlverfahren vorgesehen:

         31. März 2016

         30. Juni 2016

         30. September 2016

         31. Dezember 2016

Die Stichtage für die Auswahlverfahren 2017 werden zu gegebener Zeit veröffentlicht.

Abwicklung / Antragstellung

Der Antrag ist mittels Formular an die Abteilung Land- und Forstwirtschaft zu richten. Informationen und Antragsformulare erhalten Sie auch bei den Bezirksbauernkammern und Geldinstituten.

Formular

Abrechnungsunterlagen für die Vorhabensart 6.4.2 Diversifizierung erneuerbare Energie

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 E-Mail post@ooe.gv.at