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Expanding Horizon

OÖ. Anbahnungsförderung für EU-Forschungsprojekte
Die Förderung Expanding Horizon unterstützt die vorbereitenden Arbeiten einer OÖ. Koordinatorin / eines OÖ. Koordinators für ein konkretes F, E & I-Projekt im Rahmenprogramm Horizon 2020.

Wer wird gefördert?

Förderbar im Sinne dieser Richtlinie sind Unternehmen und  F&E-Organisationen mit Sitz in Oberösterreich, die sich im Zuge einer Ausschreibung des Rahmenprogrammes Horizon 2020 um die Koordination eines Projektes bei der Europäischen Kommission bewerben.

Was wird gefördert?

Die Förderung Expanding Horizon unterstützt die vorbereitenden Arbeiten einer . Koordinatorin / eines . Koordinators für ein konkretes F, E & I-Projekt im Rahmenprogramm Horizon 2020 (teilweise Abgeltung der internen Aufwendungen der Koordinatorin/des Koordinators und der  Kosten der externen Beurteilung  des einzureichenden Proposals durch Pauschalsätze).

Pro Einreichung kann ein einmaliger Förderungsbeitrag für die im Zuge dieser  entstandenen und im Rahmen des Antrages geltend gemachten Aufwendungen in der Höhe von max. 25.000 Euro (Stufe 1 und 2) gewährt werden.

Ein detaillierter Nachweis dieser  Kosten kann von der Förderstelle als Förderbedingung festgelegt  werden.

Wie wird gefördert?

  1. Die Förderung im Rahmen dieser Richtlinie wird in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen nach Maßgabe der im jeweiligen Landesvoranschlag hierfür zur Verfügung stehenden Mittel gewährt.
     
  2. Stufe 1:  Förderbeitrag bis zu einer Höhe von 10.000 Euro je Antragstellung.
    Dieser Betrag wird bei fristgerechter, vollständiger Einreichung der Landes-Antragsunterlagen gewährt.

    Einen wesentlichen Bestandteil der Einreichung stellt die Bestätigung der Inanspruchnahme und der Nachweis einer professionellen externen Förderberatung (Proposalcheck) durch entsprechend qualifizierte Institutionen (z.B. FFG) dar.
     
  3. Stufe 2: Einreichung Full-Proposal und Erreichung Threshold

    Nach Einreichung des vollständigen Proposals (Nachweis: Einreichbestätigung) und erfolgter Beurteilung durch das ausschreibungsrelevante Gremium wird, bei entsprechender Qualität des Proposals (Nachweis durch Erreichen des definierten Thresholds) ein weiterer Förderungsbetrag in Höhe von maximal 15.000 Euro gewährt.
    Eine Koordinatorin / ein Koordinator kann pro Antragstellung in den eingangs definierten EU-Programmen somit einen Förderungsbetrag von insgesamt maximal 25.000 Euro erhalten. Die parallele Einreichung von mehreren Anträgen ist grundsätzlich möglich.
     
  4. Für entsprechend niederschwelligere Instrumente und Ausschreibungen (z.B. KMU-Instrument ab Ebene II, …) in diesem Rahmenprogramm gilt für die oben genannten Höchstgrenzen ein um 50% reduzierter Wert.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Die Beantragung ist jederzeit möglich. Der Antrag muss sich jedoch auf eine konkrete, zum Zeitpunkt der Antragstellung offene Ausschreibung des Rahmenprogrammes Horizon 2020 beziehen.
 

Im Rahmen des Förderansuchens sind folgende Angaben aus dem EU-Antrag erforderlich:

  • Programmlinie im Rahmenprogramm
  • Call-Identifier des Calls im Rahmenprogramm (inkl. Subcall sofern zutreffend)
  • Call-Deadline
  • Projekt-Titel/Akronym
  • Name der Projektleiterin bzw. des Projektleiters
  • Darstellung der bisherigen Innovationstätigkeit des Antragstellers (Anzahl F&E-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, F&E Aufwand, welche Themengebiete)
  • Kurzbeschreibung des Projektinhaltes und Darstellung der geplanten Aktivitäten des Antragstellers im Projekt
  • Angaben über die teilnehmenden Partnerinstitutionen/Unternehmen
  • Darstellung der durch die Teilnahme am transnationalen Projekt erhofften Auswirkungen auf die Innovationstätigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg des Antragstellers
  • Rechtskräftige Unterschrift

 

Eine Förderung im Rahmen dieses Förderungsprogrammes gilt als De-Minimis-Beihilfe und unterliegt daher der diesbezüglichen Verordnung der Europäischen Kommission in der jeweils geltenden Fassung.
Soweit in diesen Richtlinien nichts anderes festgelegt ist, gelten die Bestimmungen der „Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich" in der jeweils geltenden Fassung.

Abwicklung / Antragstellung

Wie wird der Antrag geprüft?

Die Förderungsanträge werden sowohl formal als auch inhaltlich geprüft.

  • Formalprüfung

    Die Formalvoraussetzungen werden für jeden Förderungsantrag von der Förderstelle nach Einreichung überprüft.
    Werden die Formalvoraussetzungen erfüllt, erhält der Antragsteller ein Schreiben seitens des Fördergebers mit einer vorbehaltlichen Förderzusage, in dem eine Förderung in Aussicht gestellt wird (Stufen 1 und/oder 2).
  • Qualitative Beurteilung
    Förderungsanträge, welche die formalen Anforderungen erfüllen, werden auf Basis des Ergebnisses des Evaluierungsprozesses der EU wie folgt beurteilt:
    Damit eine Förderung möglich ist, ist mindestens das Erreichen des derzeit bei Ausschreibungen im Rahmenprogramm Horizon 2020 vorgesehenen „Thresholds“ (kann je nach Ausschreibung variieren) notwendig. Sind alle formalen und qualitativen Vorgaben erfüllt, wird die Antragstellerin/ der Antragsteller von der Förderstelle informiert.
  • Bis spätestens einen Monat nach Erhalt des Evaluierungsergebnisses von der EU-Kommission müssen von der Einreicherin oder dem Einreicher, der Koordinatorin oder dem Koordinator folgende Unterlagen auf elektronischem Weg unter wi.post@ooe.gv.at übermittelt werden:
    + Kopie des eingereichten Proposals für das Projekt (Stufe 2)
    + Evaluierungsergebnis der EU-Kommission (Stufe 2)

Förderungsentscheidung

Die Förderungsentscheidung obliegt dem Förderungsgeber und wird auf Grundlage des Evaluierungsergebnisses der EU-Kommission einschließlich allfälliger Auflagen und/oder Bedingungen getroffen. Bei einer positiven Förderungsentscheidung erfolgt die Anweisung der Fördermittel an die Koordinatorin / den Koordinator. Die Ablehnung eines Förderungsantrages erfolgt schriftlich durch den Förderungsgeber unter Hinweis auf das Evaluierungsergebnis.

Datenschutzbestimmungen

Mit dem Förderungsantrag hat die Förderungswerberin / der Förderungswerber die schriftliche Erklärung abzugeben und sich zu verpflichten, dass er dem automationsunterstützten Datenverkehr gemäß Datenschutzgesetz 2000, BGBl. Nr. 165/1999 in der geltenden Fassung, zur Abwicklung des Förderungsverfahrens zustimmt.
Diese Zustimmung schließt ein, dass Name und Adresse der Förderungswerberin / des Förderungswerbers sowie Zweck, Art und Umfang der Förderung im Rahmen von Förderungsberichten – insbesondere auch im Internet - veröffentlicht werden dürfen.

Verfahren Förderungsabwicklung

Nach Erreichung der definierten Förderkriterien je nach oben genannter Stufe erhält die Antragstellerin / der Antragsteller die endgültige Förderzusage nach Beschlussfassung durch die zuständigen Organe durch den Förderungsgeber. Die Anweisung der Förderung erfolgt umgehend im Anschluss nach Maßgabe der budgetären Möglichkeiten. Aus budgetären Verzögerungen in der Auszahlung können keine klagbaren Ansprüche abgeleitet werden.

Rückzahlung der Förderung

Die Rückzahlung bereits ausbezahlter Förderungsbeiträge ist in den „Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich“ in der jeweils geltenden Fassung geregelt.

In-Kraft-Treten und Geltungsdauer

Diese Förderungsrichtlinien treten mit Wirkung vom 01.06.2016 in Kraft. Ab 01.06.2016 bis 31.12.2020 kann somit über förderbare Vorhaben auf Basis dieser Richtlinien – vorbehaltlich einer vorzeitigen Evaluierung -  entschieden werden. Diese Richtlinien sind bis zur ordnungsgemäßen Beendigung des letzten auf Grundlage dieser Richtlinien geförderten Vorhabens anzuwenden.

Antragstellung

Das Förderungsansuchen ist unter Verwendung eines dafür aufgelegten Antragsformulars vor Beginn der Projektdurchführung beim Fördergeber einzureichen:

Amt der . Landesregierung
Direktion für Landesplanung, wirtschaftliche
und ländliche Entwicklung
Abteilung Wirtschaft
Bahnhofplatz 1
4021 Linz

 

Die Einreichung erfolgt durch elektronische Übermittlung der Antragsunterlagen an wi.post@ooe.gv.at.
Anträge können während der Geltungsdauer dieser Richtlinie laufend eingereicht werden.

Formular

Begriffsbestimmungen

In dieser Richtlinie gelten folgende Begriffsbestimmungen:

  • Forschungseinrichtung: Als antragsberechtigt gelten Einrichtungen, welche im Rahmen der Datenbank der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft für F&E-Partnerinnen und -Partner gelistet sind.
  • Allgemeine Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich in der jeweils geltenden Fassung.
  • Förderungsgeber ist das Land Oberösterreich. Förderungsstelle ist das Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Wirtschaft, 4021 Linz, Bahnhofplatz 1.
  • Förderungswerberin und Förderungswerber bzw. Förderungsnehmerin und Förderungsnehmer bezeichnet jene Organisation die gegenüber dem Förderungsgeber als Antragsstellerin oder Antragssteller bzw. Vertragspartnerin oder Vertragspartner im Förderungsvertrag auftritt.
  • De-minimis-Beihilfe: Dieses Förderungsprogramm ist eine „De-minimis-Beihilfe“ gemäß Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 der Kommission vom 18. Dezember 2013 über die Anwendung der Artikel 107 und 108 des Vertrags über die Arbeitsweise der Europäischen Union auf De-minimis-Beihilfen, ABl. Nr. L 352 vom 24. Dezember 2013, S. 1ff., in der jeweils geltenden Fassung (De-minimis-Verordnung).
  • „Klein- und Mittelunternehmen“, „kleine Unternehmen und mittlere Unternehmen“ (nachstehend KMU): Bezüglich der Unternehmensgröße ist die jeweils geltende KMU-Definition gemäß EU-Wettbewerbsrecht ausschlaggebend.
    KMU sind Unternehmen im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 70/2001 der Kommission vom 12.01.2001 (ABl. L 10 vom 13.01.2001, S 33-42), geändert durch Verordnung (EG) Nr.364/2004 der Kommission vom 25.02.2004 (ABl. L 63 vom 28.02.2004 S 22-29), in der jeweils geltenden Fassung.
  • Koordinatorin/Koordinator: bezeichnet Einrichtungen wie Unternehmen (GU, KMU, KU) sowie Hochschulen oder Forschungsinstitute unabhängig von ihrer Rechtsform (öffentlich oder privatrechtlich); im gegenständlichen Rahmen sind KoordinatorInnen Einreicher von Forschungs- und Innovationskooperations-Projekten im Rahmen des Rahmenprogrammes Horizon 2020.
  • Kooperations-Projekte: Kooperations-Projekte sind Projekte mit mindestens drei PartnerInnen aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten.

Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 E-Mail post@ooe.gv.at