Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
Fax (+43 732) 77 20-2116 68

E-Mail post@ooe.gv.at
www.land-oberoesterreich.gv.at

Anbahnungsförderung

Die Anbahnungsförderung unterstützt die vorbereitenden Arbeiten einer OÖ. Koordinatorin / eines OÖ. Koordinators für ein konkretes F, E & I-Projekt im 7. EU-Rahmenprogramm bzw. dem Nachfolgeprogramm Horizon 2020.

Wer wird gefördert?

Förderbar im Sinne dieser Richtlinie sind Unternehmen und Organisationen mit Sitz in Oberösterreich, die sich im Rahmen einer Ausschreibung des 7. Rahmenprogramms oder dem Nachfolgeprogramm Horizon 2020 um die Koordination eines Projektes bei der europäischen Kommission bewerben.

Was wird gefördert?

Die Anbahnungsförderung unterstützt die vorbereitenden Arbeiten einer . Koordinatorin / eines . Koordinators für ein konkretes F, E & I-Projekt im 7. EU-Rahmenprogramm bzw. dem Nachfolgeprogramm Horizon 2020.

Pro Einreichung kann ein einmaliger Förderungsbeitrag für die im Zuge dieser  entstandenen und im Rahmen des Antrages geltend gemachten Aufwendungen in der Höhe von max. 15.000 Euro gewährt werden.

Ein detaillierter Nachweis der Kosten ist nur nach gesonderter Mitteilung durch die Förderstelle zu führen.

Wie wird gefördert?

Die Förderung von Vorhaben im Rahmen dieses Förderungsprogrammes durch das Land Oberösterreich erfolgt in Form von nicht-rückzahlbaren Zuschüssen nach Maßgabe der im jeweiligen Landesvoranschlag hierfür zur Verfügung stehenden Mittel.

  • Basis-Förderung: Sockelbetrag je Antragstellung 10.000 Euro
  • Bonus für zusätzliche -Partnerinnen und -Partner

Sind neben der beantragenden Koordinatorin / dem beantragenden Koordinator noch zusätzliche Unternehmen und/oder Forschungseinrichtungen aus Oberösterreich im Projekt beteiligt, so kann pro -Partnerin und -Partner ein Bonus von 2.000 Euro, bis zu einem Gesamtausmaß von max. 5.000 Euro gewährt werden.
Eine Koordinatorin / ein Koordinator kann pro Antragstellung in den eingangs definierten EU-Programmen diesen Förderungsbeitrag erhalten. Die parallele Einreichung von mehreren Anträgen ist möglich.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Die Beantragung ist jederzeit möglich. Der Antrag muss sich jedoch auf eine konkrete, offene Ausschreibung des 7. EU-Rahmenprogrammes oder Horizon 2020 beziehen.

Im Rahmen des Förderansuchens sind folgende Angaben aus dem EU-Antrag erforderlich:

Programmlinie im Rahmenprogramm

  • Call-Identifier des Calls im Rahmenprogramm (inkl. Subcall sofern zutreffend)
  • Call-Deadline 
  • Projekt-Titel/Akronym
  • Name des Projektleiters bzw. der Projektleiterin
  • Darstellung der bisherigen Innovationstätigkeit des Antragstellers (Anzahl F&E-Mitarbeiterinnen und -Mitarbeiter, F&E Aufwand, welche Themengebiete)
  • Kurzbeschreibung des Projektinhaltes und Darstellung der geplanten Aktivitäten des Antragstellers im Projekt
  • Angaben über die teilnehmenden Partnerinstitutionen/Unternehmen
  • Darstellung der durch die Teilnahme am trans-nationalen Projekt erhofften Auswirkungen auf die Innovationstätigkeit und den wirtschaftlichen Erfolg des Antragstellers
  • Rechtskräftige Unterschrift

Eine Förderung im Rahmen dieses Förderungsprogrammes gilt als De-Minimis Beihilfe und unterliegt daher der diesbezüglichen Verordnung der Europäischen Kommission in der jeweils geltenden Fassung.
Soweit in diesen Richtlinien nichts anderes festgelegt ist, gelten die Bestimmungen der „Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich" in der jeweils geltenden Fassung.

Abwicklung / Antragstellung

Wie wird der Antrag geprüft?

Die Förderungsanträge werden formal wie auch inhaltlich geprüft.

  • Formalprüfung
    Die Formalvoraussetzungen werden für jeden Förderungsantrag von der Förderstelle nach Einreichung überprüft.
    Werden die Formalvoraussetzungen erfüllt, erhält der Antragsteller ein Schreiben seitens des Fördergebers mit einer vorbehaltlichen Förderzusage, in dem eine Förderung in Aussicht gestellt wird.
  • Qualitative Beurteilung
    Förderungsanträge, welche die formalen Anforderungen erfüllen, werden auf Basis des Ergebnisses des Evaluierungsprozesses der EU wie folgt beurteilt:
    Damit eine Förderung möglich ist, ist mindestens das Erreichen des derzeit bei Ausschreibungen im 7. EU-Rahmenprogramm vorgesehenen „Thresholds“ (kann je nach Ausschreibung variieren) notwendig. Dies gilt sinngemäß auch für zukünftige Programme wie Horizon2020. Sind alle formalen und qualitativen Vorgaben erfüllt, wird eine Förderungsempfehlung an den Förderungsgeber ausgesprochen.
  • Bis spätestens einen Monat nach Erhalt des Evaluierungsergebnisses von der EU-Kommission müssen von der Einreicherin oder dem Einreicher, der Koordinatorin oder dem Koordinator folgende Unterlagen auf elektronischem Weg unter wi.post@ooe.gv.at übermittelt werden:
    • Kopie des eingereichten Proposals für das Projekt
    • Evaluierungsergebnis der EU-Kommission

Förderungsentscheidung

Die Förderungsentscheidung obliegt dem Förderungsgeber und wird auf Grundlage des Evaluierungsergebnisses der EU-Kommission einschließlich allfälliger Auflagen und/oder Bedingungen getroffen. Bei einer positiven Förderungsentscheidung erfolgt die Anweisung der Fördermittel an die Koordinatorin / den Koordinator. Die Ablehnung eines Förderungsantrages erfolgt schriftlich durch den Förderungsgeber unter Hinweis auf das Evaluierungsergebnis.

Datenschutzbestimmungen

Mit dem Förderungsantrag hat die Förderungswerberin / der Förderungswerber die schriftliche Erklärung abzugeben und sich zu verpflichten, dass er dem automationsunterstützten Datenverkehr gemäß Datenschutzgesetz 2000, BGBl. Nr. 165/1999 in der geltenden Fassung, zur Abwicklung des Förderungsverfahrens zustimmt.
Diese Zustimmung schließt ein, dass Name und Adresse der Förderungswerberin / des Förderungswerbers sowie Zweck, Art und Umfang der Förderung im Rahmen von Förderungsberichten – insbesonders auch im Internet - veröffentlicht werden dürfen.

Verfahren Förderungsabwicklung

Nach Erreichung der definierten Förderkriterien (Erreichung des Thresholds) erhält die Antragstellerin / der Antragsteller die endgültige Förderzusage nach Beschlussfassung durch die zuständigen Organe durch den Förderungsgeber. Die Anweisung der Förderung erfolgt umgehend im Anschluss nach Maßgabe der budgetären Möglichkeiten.

Rückzahlung der Förderung

Die Rückzahlung bereits ausbezahlter Förderungsbeiträge ist in den „Allgemeinen Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich“ in der jeweils geltenden Fassung geregelt.

In-Kraft-Treten und Geltungsdauer

Diese Förderungsrichtlinien treten am 01.12.2012 in Kraft. Ab 1. Dezember 2012 bis 31. Dezember 2020 kann über förderbare Vorhaben auf Basis dieser Richtlinien – vorbehaltlich einer vorzeitigen Evaluierung bzw. des Überschreitens der maximal für die Gesamtlaufzeit dieser Richtlinien seitens des Landes Oberösterreich bereitgestellten Fördermittel in der Höhe von 500.000 Euro entschieden werden. Mit Ausnahme des Eintretens eines dieser beiden vorzeitigen Beendigungsgründe sind diese Richtlinien bis zur ordnungsgemäßen Beendigung des letzten auf Grundlage dieser Richtlinien geförderten Vorhabens anzuwenden.

Antragstellung

Der Antrag auf Förderung ist beim Förderungsgeber einzureichen:

Amt der Oö. Landesregierung
Abteilung Wirtschaft
Bahnhofplatz 1
4021 Linz

Die Einreichung erfolgt durch elektronische Übermittlung der Antragsunterlagen an wi.post@ooe.gv.at.
Anträge können während der Geltungsdauer dieser Richtlinie laufend eingereicht werden.

Formular

Begriffsbestimmungen

In dieser Richtlinie gelten folgende Begriffsbestimmungen:

  • Forschungseinrichtung: Als antragsberechtigt gelten Einrichtungen, welche im Rahmen der Datenbank der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft für F&E-Partnerinnen und -Partner gelistet sind.
  • Allgemeine Förderungsrichtlinien des Landes Oberösterreich in der jeweils geltenden Fassung.
  • Förderungsgeber ist das Land Oberösterreich. Förderungsstelle ist das Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Wirtschaft, 4021 Linz, Bahnhofplatz 1
  • Förderungswerberin und Förderungswerber bzw. Förderungsnehmerin und Förderungsnehmer bezeichnet jene Organisation die gegenüber dem Förderungsgeber als Antragsstellerin oder Antragssteller bzw. Vertragspartnerin oder Vertragspartner im Förderungsvertrag auftritt.
  • De-minimis-Beihilfe: Dieses Förderungsprogramm ist eine De-minimis-Beihilfe gemäß Verordnung (EG) Nr. 1998 der Kommission vom 15. Dezember 2006 über die Anwendung der Artikel 87 und 88 EGVertrag auf De-minimis-Beihilfen (Amtsblatt L 379 vom 28.12.2006, S 5-10) – gilt bis 31. Dezember 2013.
  • „Klein- und Mittelunternehmen“, „kleine Unternehmen und mittlere Unternehmen“ (nachstehend KMU) Bezüglich der Unternehmensgröße ist die jeweils geltende KMU-Definition gemäß EU-Wettbewerbsrecht ausschlaggebend.
    KMU sind Unternehmen im Sinne der Verordnung (EG) Nr. 70/2001 der Kommission vom12.1.2001 (ABl. L 10 vom 13.1.2001, S 33-42), geändert durch Verordnung (EG) Nr.364/2004 der Kommission vom 25.2.2004 (ABl. L 63 vom 28.2.2004 S 22-29), in der jeweils geltenden Fassung.
  • Koordinatorin/Koordinator: bezeichnet Einrichtungen wie Unternehmen (GU, KMU, KU) sowie Hochschulen oder Forschungsinstitute unabhängig von ihrer Rechtsform (öffentlich oder privatrechtlich); im gegenständlichen Rahmen sind KoordinatorInnen Einreicher von Forschungs- und Innovationskooperations-Projekten im Rahmen des 7. EU-Rahmenprogrammes bzw. dem Nachfolgeprogramm Horizon 2020;
  • Kooperations-Projekte: Kooperations-Projekte sind Projekte mit mindestens drei PartnerInnwn aus Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die gemeinsam an einem Projekt arbeiten;

Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 E-Mail post@ooe.gv.at