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Erhöhte Ansteckungsgefahr an Zeckenmeningitis im Bezirk Rohrbach


Sie kommen pünktlich mit dem Frühjahr und bleiben aktiv bis in den Herbst hinein: Zecken. Die kleinen Blutsauger leben im Gras, auf Sträuchern und im Unterholz und warten dort auf Spaziergänger, Sportler, Jäger und andere Naturfreunde. Beim Vorbeigehen heften sie sich an deren Kleidung und suchen nach einer unbedeckten Körperstelle. Zeckenstiche sind alles andere als ungefährlich, da sie Krankheitserreger beherbergen, die sie beim Blutsaugen übertragen.

 

Die häufigsten durch Zecken übertragbaren Infektionen in Europa sind Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) und Borreliose.

 

 

Ein festgebissener Zecken (Foto: Maria.P./Fotolia.com)Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME):


Die FSME ruft jedes Jahr etwa 80 Erkrankungen in ganz Österreich hervor, der Bezirk Rohrbach ist überdurchschnittlich betroffen. Im vergangenen Jahr wurden im Bezirk Rohrbach 6 Personen wegen einer FSME Erkrankung in das Krankenhaus Rohrbach eingeliefert, nur einer der Erkrankten war geimpft.

 

Die Verhütung von FSME-Infektionen ist besonders wichtig, weil es keine wirksame Behandlungsmöglichkeit gibt.  Lediglich die Symptome können gelindert werden, z.B. durch Fieber- und Schmerzmittel. Spätschäden lassen sich dadurch nicht verhindern.

 

FSME Impfung:

Die FSME Impfung schützt bei regelmäßiger Auffrsichung zu 99 Prozent vor einer Erkrankung.

Die Impfung wird vom Sanitätsdienst der Bezirkshauptmannschaft Rohrbach pro Teilimpfung um 12,80 Euro für Erwachsene und 8,80 Euro für Kinder angeboten, wobei die Krankenversicherungsträger noch einen Zuschuss leisten. Auch die Gebietskrankenkassen und alle niedergelassenen Ärzten führen die Impfung durch.

 

Borreliose (Foto: CDC/PHIL Quelle: www.lib.uiowa.edu/hardin/md/cdc/lymedisease6.html)Borreliose:


Bei einem Zeckenstich muss man auch mit einer Erkrankung an Borreliose rechnen, gegen die es keine Impfung gibt, die aber mit Antibiotika gut behandelbar ist.

Der Zeckenstich ist der Hauptübertragungsweg für den Erreger der Borreliose. Die Wahrscheinlichkeit der Übertragung steigt mit der Dauer des Saugaktes an, weshalb Zecken grundsätzlich möglichst rasch entfernt werden sollten. Etwa 10 bis 20 Prozent der Zecken tragen den Borreliose-Erreger in sich.

Eine beginnende Borreliose erkennt man an einer ringförmig nach außen wandernden Hautrötung, die sich in der Regel innerhalb einiger Tage bis weniger Wochen nach dem Zeckenstich langsam ausbreitet. Unbehandelt kann nach Rückbildung dieser Rötung Wochen bis Monate später das Zweitstadium auftreten, in dem vor allem das Nervensystem betroffen ist. Neben schmerzhaften Nerven- und Hirnhautentzündungen kann es dabei zu Lähmungen, vorwiegend der Gesichtsnerven, kommen. Auch Herzmuskelentzündungen sind möglich.

Die Borreliose wird vom Hausarzt durch Antibiotika behandelt. Bei frühzeitigem Behandlungsbeginn ist nicht mit Spätschäden zu rechnen.

 

Auf jeden Fall gilt: Die Zecke so schnell wie möglich entfernen.

 

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Telefon (+43 7289) 88 51-0
Fax (+43 7289) 88 51-693 99
E-Mail: bh-ro.post@ooe.gv.at
Homepage: www.bh-rohrbach.gv.at