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Verleihung

Um Bewusstsein für mehr Sicherheit im Straßenverkehr zu schaffen, wurde am 10. Mai 2021 zum ersten Mal der Landespreis für Verkehrssicherheit vergeben.

Aufgrund der aktuellen Situation wurden die Preisträgerinnen und Preisträger im Rahmen einer Online-Veranstaltung im Steinernen Saal von Infrastruktur Landesrat Mag. Günther Steinkellner gewürdigt.

Mag. Jutta Mocuba führte durch ein abwechslungsreiches Abendprogramm und präsentierte jene Gewinner, die durch besonderes Engagement, durch clevere Konzepte und Ideen eine Auszeichnung erhielten.

Die Einreichungen teilten sich in drei Kategorien:

Kategorie 1: Gemeinden, Schulen, Vereine und Privatpersonen

Kategorie 2: Unternehmen

Kategorie 3: Forschungseinrichtungen

Eingereicht wurden kreative Vorschläge, clevere Konzepte und smarte Ideen, welche die Verkehrssicherheit in Oberösterreich stärken sollen.

Insgesamt schafften es über 50 Einreichungen in die Endausscheidung. Eine Fachjury, bestehend aus Expertinnen und Experten der Bereiche Verkehrssicherheit und Kreativität ermittelten die Preisträger in der jeweiligen Kategorie. Gewinnerinnen und Gewinner des Hauptpreises durften sich über einen symbolischen Scheck in Höhe von 3.000 Euro freuen. Der Sonderpreis wurde mit 1.000 Euro dotiert. Zusätzlich erhielt jeder Preisträger den eigens von der Linzer Kunstuniversität gefertigten Verkehrssicherheitsaward.

Kategorie 1: Gemeinde, Private, Schulen, Vereine

Kematen an der Krems gewinnt den Hauptpreis. Sonderpreis geht an HTL-Braunau

Das Projekt "Walk this way" stellt sichere Verbindungswege in den Fokus und konnte die unabhängige Expertenjury überzeugen. Die Gemeinde Kematen an der Krems hat in einem ausgeklügelten Gesamtkonzept in den Ausbau von sicheren und möglichst barrierefreien Schul- und Gemeindewegen investiert. Bestehende Wegeverbindungen wurden dabei miteinander vernetzt und neue Wegeadern zusätzlich ausgebaut. Um die Barrierefreiheit weitestgehend zu gewährleisten und familienfreundliche Strukturen zu schaffen, wurden darüber hinaus beispielsweise Stiegen durch Rampenlösungen ersetzt. Durch das Verkehrssicherheitskonzept profitieren besonders Schulkinder und Familien, die ihr Ziel auf sicheren Wegen erreichen können. Das ganzheitliche Prinzip sah auch die Unterteilung in verschiedene Gemeinde-Zonen vor. Stärker frequentierte Verkehrsbereiche innerhalb der Gemeinde wurden deshalb mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen versehen. Hier sind die Errichtungen von 30-km/h Zonen in Wohnstraßen, Lotsendienste, temporäre Fahrverbote bei Schulen oder die Einführung von Elternhaltestellen zu nennen.

"Mit unserem Verkehrssicherheitskonzept haben wir das Hauptaugenmerk auf die Sicherheit der Schulkinder, Familien sowie Fußgeherinnen und Fußgeher gerichtet. Egal ob mit dem Schulranzen oder dem Kinderwagen, man kommt sicher von einem Ort zum anderen. Als Bürgermeister der Gemeinde Kematen freut es mich besonders, wenn man von einer unabhängigen Stelle dafür ausgezeichnet wird“, freut sich Bürgermeister Markus Stadlbauer.

Besonders in den dunklen Kalendermonaten ist die Sichtbarkeit auf dem Weg in die Schule ein zentrales Verkehrssicherheitsthema. Für die HTL Braunau war das der Anlassfall, um ein Projekt zu starten. Als Alternative zu herkömmlichen Reflektoren entwickelten Schüler/innen und Lehrer der HTL Braunau blinkende Warnleuchten für Schultaschen. Bei Dunkelheit und Nebel sorgt dies für zusätzlichen Sichtbarkeitsschutz. Im Rahmen des Projektes fertigt die HTL Braunau für die Erstklassler und Erstklasserinnen der Volksschule Hochburg-Ach die Warnleuchten für Schultaschen an. Neben der sozialen Komponente wird dadurch auch die Möglichkeit gefördert, die ganze Bandbreite der elektronischen Fertigungs- und Prüftechnik in Anwendung zu bringen. Vom Gehäuse, das durch 3D-Druckverfahren hergestellt wird, bis hin zur Leuchttechnologie, die von den Schülerinnen und Schülern verarbeitet wird, steckt jede Menge Know-How der HTL im Endprodukt. Das Gerät selbst kann mit selbstklebendem Klettband an der Schultasche befestigt werden.

Gewinnerportrait Gemeinde Kematen an der Krems

Der Beitrag vom 22. Mai 2021  in den Servicetipps ist eine Produktion des Landesstudios Oberösterreich.

Gewinnerportrait HTL Braunau

Der Beitrag vom 24. Mai 2021 in den Servicetipps ist eine Produktion des Landesstudios Oberösterreich.

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    Gemeinde Kematen an der Krems – Walk this way!

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    Gemeinde Kematen an der Krems – Walk this way!

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    HTL Braunau am Inn – Warnleuchten für Schultaschen

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    HTL Braunau am Inn - Warnleuchten für Schultaschen

 

Kategorie 2: Unternehmen

Oö. Unternehmen zeigen Vorbildfunktion. Hauptpreis für das Projekt „Fahr sicher heit und morgen“ der AUVA und Sonderpreis für REALSIMs Holopackage

Unabhängig unterwegs mit dem eigenen Moped. Was bei vielen Jugendlichen die ersten großen Freiheitsgefühle auslöst, ist für Eltern meist mit einem mulmigen Gefühl in der Magengrube verbunden. Nicht zu Unrecht, denn Mopeds gehören zu den gefährlichsten Verkehrsmitteln. In der Ausbildung zum Führerschein der Klasse AM werden gerade einmal zwei Unterrichtseinheiten im öffentlichen Verkehr abgehalten. Um die sichere Verkehrsteilnahme zu gewährleisten, hat die AUVA ein Moped-Perfektionstraining ins Leben gerufen. Durch dieses Perfektionstraining, welches den Fahranfänger/innen heuer kostenlos zur Verfügung gestellt wird, soll die Kompetenz der Jugendlichen im Verkehrsgeschehen deutlich erhöht werden. „Mit ‚Fahr sicher heit und morgen‘ haben wir eine Aktion auf den Weg gebracht, die von Verkehrsexperten und vor allem auch den Fahrschulen begrüßt und unterstützt wird. Mit den Mopedperfektions-Trainings verdoppeln wir die Zeit an Fahrpraxis“, so Dr. Erhard Prugger, Vorsitzender von der AUVA Landesstelle Linz.

Verkehrssicherheit ist für das innovative, oberösterreichische Unternehmen REALSIM® ein besonderes Thema. Als Technologieunternehmen forscht die REALSIM® an Augmented- und Mixed-Reality-Anwendungen. Dadurch können verschiedenste Gefahrensituationen virtuell, aber dennoch lebhaft nachgestellt werden. Unter Einbindung dieser neuartigen Technologien entwickelte das Unternehmen eine Software zur Verkehrssicherheitsprävention. Diese soll die Ausbildung in Fahrschulen zukünftig revolutionieren. Das Ziel ist es, den Fahrschulen und Fahrsicherheitszentren eine kostengünstige und realitätsnahe Möglichkeit zu bieten, Fahrtrainings mit Hologrammen durchführen zu können. Mit Hilfe von Augmented-Reality-Visualisierungen und einer Datenbrille können für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer visualisierte Hologramme, wie zum Beispiel: Fußgänger, Kinder, oder Fahrzeuge eingeblendet werden. Potentielle Gefahrensituationen im Straßenverkehr können so nachgebildet und gezielt geübt werden. Schulkinder können dadurch beispielsweise das richtige Überqueren der Straße üben, oder Fahranfänger ihre Fahrtechnik und das richtige Verhalten in kritischen Situationen verbessern.
„Was bei der Ausbildung von Piloten bereits state of the art ist, soll zukünftig auch für Fahrschulen möglich sein. Nämlich reale Orte und holografische Objekte sinnvoll miteinander zu verbinden, um dadurch die individuellen Fertigkeiten der Fahranfängerinnen und Fahranfänger zu optimieren. Mit unserem Produkt Holopackage® wird Science-Fiction zu Science-Fact. Sicherheitsfördernde Inhalte können perfekt und kreativ vermittelt werden“, so Thomas Peterseil von REALSIM®.

Gewinnerportrait AUVA

Der Beitrag vom 13. Mai 2021 in den Servicetipps ist eine Produktion des Landesstudios Oberösterreich. 

Gewinnerportrait REALSIM

Der Beitrag vom 29. Mai 2021 in den Servicetipps ist eine Produktion des Landesstudios Oberösterreich. 

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    Allgemeine Unfallversicherungsanstalt – Perfektionstraining für junge Moped-Lenkerinnen und Moped-Lenker

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    Allgemeine Unfallversicherungsanstalt

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    Realsim – Training und Ausbildung mit Hologrammunterstützung

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    Realsim – Training und Ausbildung mit Hologrammunterstützung

 

Kategorie 3: Forschung

Innovationen aus steigern die Verkehrssicherheit. Hauptpreis für das Institut für Signalverarbeitung der Johannes Kepler Universität und Infineon in Linz Digitrans erhält den Sonderpreis

Radarsensoren sind ein essentieller Bestandteil moderner Fahrassistenzsysteme und in der modernen Mobilität allgegenwärtig, etwa als Abstandsregeltempomat oder bei Spurwechsel- und automatischen Notbremssystemen. Ihre stetige Weiterentwicklung trägt nachhaltig zur Sicherheit auf unseren Straßen bei. In einem Forschungsprojekt der Johannes Kepler Universität in Kooperation mit Infineon Technologies Linz wird aktuell an einer zukunftsweisenden Weiterentwicklung solcher Sensoren gearbeitet. Zukünftige Fahrzeuge sollen mit bildgebenden Radarsensoren, welche in der Lage sind Verkehrsteilnehmer/innen mit sehr hoher Genauigkeit zu detektieren und zu lokalisieren, ausgestattet werden. Ziel des Projekts war es, bestimmte sicherheitsrelevante Parameter effizient und automatisiert zu überwachen, um die funktionale Sicherheit des Sensors im Betrieb zu gewährleisten.

Michael Gerstmair, Radar System Ingenieur bei Infineon in Linz und Doktorand der JKU: „Bildgebende Radarsysteme sind in der Lage, die Position eines Objektes sehr präzise zu ermitteln, auch bei Nebel, Gegenlicht oder anderen optischen Einschränkungen. Die von uns entwickelte Methode ermöglicht es, diese Radarsysteme noch besser und effizienter zu überwachen. Unsere Forschungsarbeit macht die Mobilität der Zukunft damit noch sicherer."

Das Innovationslabor Digitrans Linz plant und analysiert Testumgebungen für den Einsatz von autonomen und automatisierten Fahrzeugen. Ziel ist die Umsetzung eines ca. 50 km langen Testfeldes für autonomes Fahren im oberösterreichischen Zentralraum. Aktuelle Planungen umfassen das Testfeld Nord, zwischen Asten/Knotenpunkte (A1/A7) und der Stadt Linz. Projektziel ist der Aufbau von Infrastruktur, um die vernetzte Kommunikation zwischen Fahrzeugen und Infrastruktur zu testen und kritische Verkehrssituationen in unterschiedlichen Rahmenbedingungen zu detektieren. Dipl.-Ing. Eva-Tatschl-Unberberger dazu: „Damit wir autonome Fahrzeuge sicher auf unsere Straßen bringen können brauchen wir eine Übersicht über die bei uns in Oberösterreich auftretenden Verkehrssituationen um diese ausgiebig simulieren, trainieren und prüfen zu können. Außerdem müssen automatisierte Fahrzeuge mit ihrer Umwelt vernetzt sein. Beide Themen wollen wir von der Digitrans am Testfeld Nord testen und weiterentwickeln". 

„Wie die vergangenen Wochen gezeigt haben, ist die Teilnahme am Verkehrsgeschehen mit teils hohen Risiken verbunden. Oberösterreich ist mit seinen starken Gemeinden, engagierten Bildungseinrichtungen, seinen innovativen Unternehmen und Top-Forschungseinrichtungen imstande, die Verkehrssicherheit weiter zu stärken. Auch wenn es niemals eine hundertprozentige Sicherheit geben kann, ist dennoch jeder einzelne in der Lage, einen positiven Beitrag zu leisten. Das heute zu Tage getragene Engagement hat sowohl das Hirnschmalz, über das die Menschen in unserer Heimat verfügen, als auch den tollen Enthusiasmus, mit dem sich die Menschen in unserem Land Oberösterreich für die Verkehrssicherheit einsetzen, gezeigt. Allen, die ein Projekt einreichten, sowie den Gewinnerinnen und Gewinnern gebührt mein Dank und Respekt für diese tollen Leistungen", so Steinkellner abschließend.
 

Gewinnerportrait JKU

Der Beitrag vom 15. Mai 2021 in den Servicetipps ist eine Produktion des Landesstudios Oberösterreich. 

Gewinnerportrait Digitrans

Der Beitrag vom 26. Mai 2021 in den Servicetipps ist eine Produktion des Landesstudios Oberösterreich. 

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    Institut für Signalverarbeitung der JKU

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    Institut für Signalverarbeitung der JKU

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    DigiTrans GmbH – Testfeld Nord – Feldteststrecke für autonomes Fahren in

  • Der Verkehrssicherheitspreis wird übergeben.

    Quelle: Land Oberösterreich

    DigiTrans GmbH – Testfeld Nord – Feldteststrecke für autonomes Fahren in

 

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