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Landeskorrespondenz Nr. 218 vom 7. Oktober 2010

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LH Pühringer anlässlich der Verabschiedung von LR Dr. Josef Stockinger: "Dankeschön für ein Vierteljahrhundert Arbeit für Oberösterreich und seine Menschen"

(LK) Auf ein Vierteljahrhundert Arbeit für Oberösterreich kann Landesrat Dr. Josef Stockinger, der in der heutigen Sitzung des Oö. Landtags aus der Oö. Landespolitik verabschiedet wurde, zurückblicken. Anlass für Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Dankeschön zu sagen.

 

"Mit Landesrat Dr. Josef Stockinger nimmt heute ein begabter, kompetenter und engagierter Politiker Abschied von der politischen Bühne, der ein Vierteljahrhundert für das Land Oberösterreich und für die Menschen in diesem Land, für die Bauern und den ländlichen Raum gearbeitet hat", so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer in seiner Abschiedsrede. Ferdl Stockinger war zuerst als Mitarbeiter im Büro von Landesrat Leopold Hofinger, als Bauernbunddirektor, als Landtagsabgeordneter, als Klubobmann und zuletzt sieben Jahre als Mitglied der Oö. Landesregierung tätig.

 

"Die Sache der Bauern war bei Stockinger in guten Händen", so der Landeshauptmann. "Der ländliche Raum und die bäuerlichen Familienbetriebe hatten mit ihm eine starke Stimme in der Gesellschaft und in der Politik. Vor allem war Stockinger aber auch Orientierungsgeber, Zukunftswegweiser und mutiger Vorangeher. Stockinger war immer ein kritischer Geist, der wusste, dass man Dinge auch anders denken kann. Er war ein Politiker, der einerseits mit den Füßen fest am oberösterreichischen Boden stand und andererseits mit dem Kopf und mit den Gedanken weit voraus in der Zukunft war", so Pühringer weiters. "Eigenschaften, die Stockinger als Politiker und Menschen auszeichnen."

 

Der Name Stockinger wird in der Agrarpolitik und in der Politik für den ländlichen Raum mit Vielem verbunden bleiben, wie zum Beispiel der Gentechnikfreiheit auf den Feldern, der Initiative "Genussland Oberösterreich", dem Konsumentenbeirat, der Oö. Bio-Raffinerie, der Oö. Sojastrategie, der Bauoffensive an den Landwirtschaftsschulen und viele mehr.

"Ferdl Stockinger hat, wie seine Bilanz zeigt, die Chancen des ländlichen Raums und der bäuerlichen Familienbetriebe erkannt: Aber auch sein Einsatz im Ressort des Katastrophenwesens, in der Kultur des Ehrenamtes, der Kinderbetreuung und der Entwicklungspolitik soll nicht unerwähnt bleiben," so Pühringer.

 

Landeshauptmann Pühringer dankte Ferdl Stockinger für seine Arbeit für Oberösterreich, für die Zusammenarbeit, für seine visionären Ideen und guten Gedanken und Vorschläge, die Stockinger in die Politik eingebracht hat und wünschte ihm für seinen beruflichen und persönlichen Lebensweg alles Gute. In diesen Dank mit ein geschlossen sind seine Frau Rosemarie und seine Familie, die für ihn immer Rückhalt waren und ihn für seine Arbeit gestärkt haben.

LR Anschober: "Noch viel zu tun bei Oberösterreichs Kampf gegen gentechnisch manipulierte Lebensmittel"

Klare, umfassende Kennzeichnung und Totalreform der Zulassungsbehörde nächste Ziele – Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA größte Schwachstelle mit Unvereinbarkeit an der Spitze – europaweites Volksbegehren?

 

(LK) Nach der Zusage der EU-Kommission, das von Oberösterreich seit Jahren geforderte Selbstbestimmungsrecht der Regionen umzusetzen, ist für Oberösterreich beim Kampf gegen gentechnisch manipulierte Lebensmittel noch viel zu tun:

  • Die Kennzeichnung gentechnisch manipulierter Lebensmittel ist völlig unzureichend: derzeit müssen zwar gentechnisch manipulierte Lebensmittelteile am Produkt ausgewiesen werden, dies ist jedoch viel zu klein und schwer lesbar und für bestimmte Produkte gilt dies überhaupt nicht. Bei der von Oberösterreich angestrebten europaweiten einheitlichen Positivkennzeichnung GVO-freier Lebensmittel ziert sich die EU-Kommission.
  • Heftige Kritik übt Konsumentenschutz-Landesrat Rudi Anschober an der Tätigkeit der europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), auf Basis deren Vorschläge die EU-Kommission über die Zulassung von GVO-Saatgut entscheidet. LR Anschober: "Die EFSA hat keinen Biss und ist nach wie vor zu einer harten, restriktiven Kontrollarbeit unfähig. Viele kritisieren die EFSA als nicht unabhängig. Nun wurde aufgedeckt, dass die Leiterin des EFSA-Verwaltungsrates gleichzeitig für das industrienahe Life Sciences Institute tätig ist, was den Eindruck verstärkt, dass die EFSA einseitig ist."

Anschober weiter: "EU-GVO Kommissar John Dalli muss rasch Reformen für diese beiden größten Schwachstellen der Gentechnik-Politik der EU vorlegen. Ansonsten wird ein europaweites Volksbegehren für eine konsequente Anti-Gentechnik-Politik der EU immer wahrscheinlicher."

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