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Landeskorrespondenz Nr. 161 vom 20. Juli 2010

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Studie der Johannes Kepler Universität unterstreicht: Oberösterreich ist leistungsstarker Nettozahler in Bundestöpfe

LH Pühringer: Oberösterreich erwartet sich daher auch Fairness bei der Realisierung von Projekten in unserem Land

 

(LK) Eine Studie der Johannes Kepler Universität (Prof. Friedrich Schneider, Mag. Michael Holzberger) hat ergeben, dass die Nettozahlungen Oberösterreichs deutlich höher liegen, als bisher aus den Berechnungen des Bundesrechenzentrums hervorgegangen ist.

 

Die Differenz ergibt sich daraus, dass viele Steuern nicht dort veranlagt werden, wo sie eigentlich entstehen. Das betrifft etwa die Körperschaftssteuer, die am Sitz des Unternehmensgruppenträgers oder der Geschäftsleitung veranlagt wird, aber auch Mineralöl- und Tabaksteuer, die nicht dem Ort des Tankens oder des Heizens bzw. Einkaufs von Tabakwaren zugeordnet werden, sondern dem Firmensitz dieser Unternehmen. Das ergibt vor allem Verzerrungen zugunsten von Wien und zu ungunsten von Oberösterreich und anderer Bundesländer.

 

In konkreten Zahlen liegt das Steueraufkommen gemäß der Bundesrechenzentrums¬berechnung im Jahr 2009 für Wien bei 14.720 Euro pro Kopf, für Oberösterreich bei 5.142 Euro pro Kopf.

 

Kommt das Modell der Johannes Kepler Universität zur Anwendung, liegt das oberösterreichische Steueraufkommen (6.725 Euro pro Kopf) über dem Wiener Steueraufkommen (6.540 Euro pro Kopf).

 

Entsprechend höher liegt auch die Differenz der Leistungen aus dem Finanzausgleich pro Kopf und dem "örtlichen Steueraufkommen" aus Oberösterreich. Gemäß Berechnung Bundesrechenzentrum: - 2.039 Euro, gemäß alternativer Berechnungs¬methode: - 3.622 Euro.

 

"Diese Zahlen zeigen, dass Oberösterreichs Nettozahlerrolle noch deutlich ausgeprägter ist, als bisher vom Bundesrechenzentrum ermittelt", erklärt dazu Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. "Die aktuelle vorliegende Studie ist ein Beweis dafür, dass Oberösterreich nicht nur ein leistungsstarker Steuerzahler an den Bund ist, sondern auch klare Ansprüche auf Fairness bei der Erfüllung oberösterreichischer Forderungen ableiten kann. Denn sie unterstreicht einmal mehr, dass Oberösterreich berechtigte Forderungen, wie die Schaffung einer Medizinuniversität, den weiteren Ausbau der TNF an der Kepler Universität, den Bau der Summerauerbahn, etc., zu Recht erhebt, da Oberösterreich mit seiner wirtschaftlichen und finanziellen Leistungskraft zur Schaffung der gesamtösterreichischen Infrastruktur wesentliche Beiträge leistet."

Zehn Monate nach der Wiedereröffnung: LH Pühringer begrüßt 100.000ste Besucherin in der Oö. Landesbibliothek

(LK) Zehn Monate nach der Eröffnung der sanierten und erweiterten Oö. Landesbibliothek konnte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer gemeinsam mit dem Direktor der Landesbibliothek, Dr. Christian Enichlmayr, am 19. Juli 2010 einen besonderen Gast begrüßen: Die Kindergartenpädagogin Margit Lindinger aus Alkoven wurde vom Besucherzähler im Eingangsportal als 100.000ste Besucherin registriert. Frau Lindinger recherchiert derzeit für ihre wissenschaftliche Arbeit in der Landesbibliothek und nutzt die Bibliothek zur Erforschung erziehungswissenschaftlicher Quellenliteratur.

 

"100.000 Besucherinnen und Besucher in zehn Monate, diese Zahl zeigt, dass die neue Landesbibliothek im ersten Betriebsjahr nicht nur als Bücherverleih bestens angenommen, sondern zunehmend auch als ein interessanter Ort des Lernens, der Bildung und der kulturellen Auseinandersetzung entdeckt wird", erklärte LH Dr. Josef Pühringer. Dazu trägt einerseits die moderne offene Architektur und die Qualität der denkmalgeschützten Bausubstanz bei, andererseits aber auch das erweiterte Dienstleistungsangebot: so stehen insgesamt die Bibliothekarinnen und Bibliothekare mehr für Leserberatung zur Verfügung, weil Routinearbeiten wie das Verbuchen der Medien von den automatisierten Ausleiheverbuchungsmaschinen übernommen werden. "Insgesamt gehört die Oö. Landesbibliothek neben den großen Universitätsbibliotheken und der Nationalbibliothek unter die zehn größten Informationsanbieter im "österreichischen Bibliothekenverbund", so Pühringer.

 

Besonders gut angenommen wird von den Besucherinnen und Besuchern der Landesbibliothek auch der neue Freihandbereich der Bibliothek, in dem man nach Lust und Laune in den Wissensgebieten der Bibliothek schmökern kann. Aber auch die eLibrary mit einem qualifizierten Angebot an elektronischen Medien und auf Wissensvermittlung fokussiertes Angebot an Internet-Seiten, macht die Bibliothek auch für die jüngere Generation attraktiv. Mit ihren historischen Sammlungen aus dem Land und über das Land richtet die Bibliothek ihr Angebot aber auch auf Heimatforscher aus, die hier in historischen Zeitungen fündig werden und somit Quellen für ihre Regional- und Heimatforschung vorfinden.

 

Dass die Bibliothek mehr ist, als ein Ort zum Bücher-mit-nach-Hause-nehmen, zeigt sich in zahlreichen Lese- und Vortragsveranstaltungen, sowie - heuer erstmals - der Bibliothek als Veranstaltungsort für ein Sommertheater: Die Theatergruppe "die zebras" hat mit den Mitteln des Improvisationstheaters Reiseliteratur und klassische Dramen zu einem unterhaltsamen und geistreichen Theaterabend gemixt.

 

Nähere Informationen:
Oö. Landesbibliothek
Dr. Christian Enichlmayr
Schillerplatz 2, 4021 LINZ, Tel. (+43 732) 664 071 DW 320
Email: christian.enichlmayr@ooe.gv.at

Kulturmedaille des Landes für Stiftsdechant Rupert Baumgartner

(LK) Der St. Florianer Stiftsdechant, Kunstfotograf und Autor Rupert Baumgartner ist gestern von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer mit der Kulturmedaille des Landes Oberösterreich ausgezeichnet worden. Baumgartner, der am 10. Juli seinen 70. Geburtstag feierte, ist im August 1960 im Stift St. Florian bei den Augustiner Chorherren eingetreten.

 

In den Jahren 1983 und 1984 begann er die ersten Sanierungsprojekte und ließ die Marienkapelle und die St. Johann-Kirche mit der Brunnenanlage beim "Florian-Bründl" sowie die spätgotische Kapelle im sogenannten "Schlagerhaus" restaurieren.

 

Der Höhepunkt seiner denkmalpflegerischen Bemühungen war die große Renovierung der Stiftsbasilika und der Brucknerorgel in den Jahren 1992 bis 1996.

 

Die Erhaltung der Kulturgüter des Stiftes war ihm nicht nur als Kustos der Stiftskirche ein großes Anliegen. Die Restaurierung von Bildern in der Stiftsgalerie, Restaurierung von Zunftfahnen und Kleindenkmälern in der Gemeinde machte er sich ebenso zur Aufgabe wie die Erneuerung des Glockenstuhls der Kirche.

 

Dazu kam noch die Sanierung des großen barocken Gartensaals, der "Sala terrena", mit der ein einzigartiger Veranstaltungsraum für eine breite öffentliche Nutzung geschaffen wurde.

 

Im Jahr 2007 gründete er mit seinem Mitbruder Dr. Karl Rehberger den Verein "Florianer Freunde der Kunst". Ziel ist es, neben dem Ortsbild die Erhaltung der Kleindenkmäler in der Gemeinde und Pfarre zu unterstützen, das Andenken der Florianer Künstler hochzuhalten und den Boden für Kulturschaffende aufzubereiten.

 

Rupert Baumgartner ist als Fotograf selbst künstlerisch tätig.

Sissy Max-Theurer - eine Olympiasiegerin feiert ihren "Dreißiger"

(LK) Am 1. August 2010 sind es 30 Jahre, dass die Oberösterreicherin Sissy Max-Theurer bei den Olympischen Sommerspielen in Moskau im Dressurreiten die Goldmedaille erringen und damit nach 20 Jahren wieder die erste Goldmedaille bei Olympischen Sommerspielen für Österreich nach Hause bringen konnte. Die Olympiasiegerin hat sich damit ganz groß in das offizielle Buch der Sportgeschichte Oberösterreichs eingetragen und auch maßgeblich zu einem vorzüglichen Ruf von Oberösterreich als Sportland in aller Welt beigetragen. Bis heute ist Sissy Max-Theurer als Präsidentin des Bundesfachverbandes Reiten und Fahren in Österreich aktiv tätig. Für Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Sport-Landesrat Viktor Sigl Anlass, mit Sissy Max-Theurer ihren historischen Sieg zu feiern und ihr den Titel Konsulentin für das Oö. Sportwesen zu verleihen.

 

Sissy Max-Theurer wurde am 20. September 1956 in Linz geboren. Im Alter von zehn Jahren begann sie mit dem Reitsport. Den ersten Reitstunden auf Schulpferden folgte zwei Jahre später die Anschaffung von Pluto Alda, einem kleinen Lipizzaner. Mit ersten Turniererfolgen in der Dressur und einem kurzen Ausflug in den Springsport ging es weiter. 1968 begegnet die Zwölfjährige beim Frühjahrsturnier des Welser Reiterbundes dem Ampflwanger Reitlehrer Hans Max - fünfzehn Jahre später heirateten die beiden. 1973 erhielt die ambitionierte Reiterin den jungen Rappschimmel Mon Cherie. 

 

1974 schaffte Sissy Max-Theurer den Sprung ins Österreichische Junioren-EM-Team. Zahlreiche Erfolge schlossen sich an. Bei der Europameisterschaft 1979 in Aarhus, Dänemark, besiegte Mon Cherie unter Sissy Max-Theurer die gesamte Dressurelite und stieg auf den ersten Stockerlplatz. Am 1. August 1980 sicherte sie sich dann bei den Olympischen Spielen in Moskau ihren historischen Sieg, die Goldmedaille. Und das, obwohl sie erst nach einer Nachnominierung nach Moskau einberufen wurde. Denn der Reitsportverband hatte, wie auch andere westliche Verbände, ursprünglich beschlossen, keinen Reiter nach Moskau zu entsenden.

 

Die Zahl der Siege und Platzierungen, die Sissy Max-Theurer in Zusammenarbeit mit ihrem Mann und Trainer Hans Max-Theurer erreichte, ist beeindruckend: In der Zeit von 1978 bis 1984 gewann die staatlich geprüfte Reitlehrerin sechsmal die Österreichische Staatsmeisterschaft, war international in Aachen, Rom, Berlin, München, Kopenhagen, Goodwood und Paris erfolgreich und belegte mit Acapulco 1983 Platz zehn in der Einzelwertung bei der Europameisterschaft in Aachen und 1984 Platz elf bei den Olympischen Spielen in Los Angeles.

 

Nach der Geburt der Tochter Victoria 1985 und des Sohnes Johannes 1987 schaffte sie vier Jahre später das Comeback. Bei den Olympischen Spielen 1992 in Barcelona wurde sie auf Liechtenstein Achte im Dressurfinale. Nach Platz zwölf in der Einzelwertung bei den Weltreiterspielen 1994 in Den Haag beendete sie ihre aktive Laufbahn.

 

Seitdem unterstützt sie ihre Tochter Victoria, die von 1995 an von Erfolg zu Erfolg reitet. Sissy Max-Theurer, deren besonderes Interesse auch der Pferdezucht gilt, ist seit 2002 als Präsidentin des Bundesfachverbandes Reiten und Fahren in Österreich und seit 2005 als Vizepräsidentin des Aufsichtsrates der Spanischen Hofreitschule Wien tätig. Weiterhin ist sie auch im Vorstand des Österreichischen Olympischen Komitees für Frauenfragen zuständig.

 

"Unsere Olympiasiegerin hat sich mit ihrem Olympiasieg ganz groß in das offizielle Buch der Sportgeschichte unseres Bundeslandes eingetragen", so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Sport-Landerat Viktor Sigl. "Sissy Max-Theurer hat nicht nur mit ihrem historischen Erfolg vor 30 Jahren maßgeblich zu einem vorzüglichen Ruf von Oberösterreich als Sportland in aller Welt beigetragen, sondern ist bis heute österreichweit engagiert und eine Koryphäe auf dem Gebiet des Reitsports. Sie ist eines der Aushängeschilder des Sportlands Oberösterreichs."

 

Aus diesem Anlass verliehen Dr. Josef Pühringer und Sport-Landerat Viktor Sigl der Olympiasiegerin Sissy Max-Theurer den Titel Konsulentin für das Oö. Sportwesen.

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Pressekonferenz am 20. Juli 2010

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl, DI Alexander Walcher (Geschäftsführer ASFINAG Bau Management GmbH) und DI Franz Lenz (Projektleiter ASFINAG)


zum Thema

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