Kennzeichnung und Registrierung von Hunden - "Chippflicht"

In Österreich gilt für alle Hunde ausnahmslos die Chippflicht. D.h. alle Hunde müssen mittels zifferncodierten, elektronisch ablesbaren Microchip von einem Tierarzt gekennzeichnet und gemeldet werden.

Für alle Hunde gilt ausnahmslos die Chippflicht. Dh alle Hunde müssen nun mittels zifferncodierten, elektronisch ablesbaren Microchip von einem Tierarzt gekennzeichnet und gemeldet werden.

Auch Zuchtkatzen müssen gechippt und gemeldet werden.

Häufig gestellte Fragen:

1. Wer ist von dieser Chippflicht betroffen?

Alle Hunde, die im Bundesgebiet gehalten werden, müssen gekennzeichnet und gemeldet werden. Jede Halterin und jeder Halter eines Hundes ist verpflichtet, sein Tier binnen eines Monats nach der Kennzeichnung, Einreise oder Weitergabe zu melden.
Welpen, müssen spätestens mit einem Alter von drei Monaten, jedenfalls aber vor der ersten Weitergabe gechippt werden.

 

2. Gibt es Ausnahmen, wenn ein Hund bereits gekennzeichnet bzw. gechippt ist?

Nein, die Kennzeichnungs- und Meldepflicht mittels Microchip ergänzt bestehende Identifikationsmöglichkeiten (zB Hundemarke / Tätowierung) und ist durch keine andere Kennzeichnung ersetzbar.
Hinweis: Andere Verpflichtungen, die die Haltung von Hunden betreffen (Hundesteuer etc.) werden durch diese Bestimmung nicht berührt!

 

 

3. Wo kann ich meinen Hund melden?

Die Eingabe der Meldung erfolgt über ein elektronisches Portal.
Derzeit ist dies möglich über:

  • Animaldata.com
  • Petcard®
  • Heimtierdatenbank für Hunde

Prinzipiell können die Halterin und der Halter selbst, die Behörde (Bezirkshauptmannschaften und Magistrate) sowie freiberuflich tätige Tierärzte, die die Kennzeichnung oder Impfung vornehmen, die Meldung durchführen.

 

4. Welche Daten muss ich melden?

Es müssen personenbezogene als auch tierbezogene Daten gemeldet werden.
Personenbezogene Daten der Halterin und des Halters sind:

  • Name
  • Geburtsdatum
  • Zustelladresse
  • Kontaktdaten
  • Nummer eines Lichtbildausweises
  • Datum der Aufnahme bzw. gegebenfalls Datum der Abgabe und
  • neue Halterin / neuer Halter

 

Tierbezogene Daten sind:

  • Rasse
  • Geschlecht
  • Geburtsdatum bzw. Geburtsjahr
  • Geburtsland
  • Microchipnummer
  • Besondere Eingriffe am Hund
  • gegebenenfalls Ablebedatum


5. Worauf muss ich achten, wenn mein Hund bereits vor 2008 gechippt wurde?

Tierhalterinnen und Tierhalter, die ihren Hund bereits vor der Chippflicht mittels Microchip gekennzeichnet und diese in einer der oben genannten Datenbanken eingetragen hatten, müssen darauf achten, dass die amtlich Registrierung nicht von diesen Datenbanken automatisch erledigt wird, sondern das Einverständnis des Tierhalters zur amtlichen Registrierung  bzw. auch die Bekanntgabe weiterer Daten erforderlich ist.

 

6. Was bringt die Kennzeichnung mittels Mikrochip?

Mit dieser Kennzeichnung ist es möglich, herrenlos aufgefundene Hunde mittels Chiplesegerät rasch zu identifizieren und deren Besitzerin und Besitzer ausfindig zu machen. (Chiplesegeräte stehen Behörden, Tierärzten, Sicherheitskräften, ... zur Verfügung.)

Zudem müssen Hunde für Auslandsaufenthalte gechippt sein.

 

7. Ist das Chippen ein problematischer Eingriff für einen Hund?

Der in etwa reiskorngroße Mikrochip wird dem Tier mittels Injektionsnadel unter die Haut gesetzt. Dieser Routineeingriff beeinträchtigt das Tier nicht und ist nicht schmerzhafter als eine Impfung.

 

8. Ist ein Nicht-Chippen strafbar?

Ja. Wer seinen Hund nicht entsprechend kennzeichnet und meldet, begeht eine Verwaltungsübertretung und hat mit einer Geldstrafe zu rechnen.

 

9. Wo kann ich Informationen über diese Verpflichtung nachlesen?

Rechtliche Grundlage: §§ 24 a und 44 Abs. 16 Tierschutzgesetz, BGBl I 118/2004 idgF

 

Weiterführende Informationen

Wenn Sie weitere Fragen zu Tierschutzangelegenheiten haben, wenden Sie sich bitte an: