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Landeskorrespondenz Nr. 206 vom 6. September 2006

Landeskorrespondenz

Pressekonferenz

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Landeskorrespondenz

Baulos Breunesberg auf B 122 Voralpen Straße eröffnet

LH.-Stv. Hiesl: "Durch Infrastrukturoffensive Straßen für die Zukunft wollen wir Wirtschaftsstandort Oberösterreich weiter optimieren"

 

(LK) Aufgrund der entscheidenden Bedeutung eines leistungsfähigen und sicheren Straßennetzes für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich und zur Sicherung der erforderlichen individuellen Mobilität seiner Bevölkerung sind der weitere Ausbau des Straßennetzes und die Erhaltung seiner Qualität unabdingbar, betonte Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl bei der Eröffnung des Bauloses "Breunesberg" im Zuge der B 122 Voralpen Straße am 5. September 2006. Eine gesicherte Mobilität besitzt für Wirtschaft und Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Sie hat große Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandortes und für Wohlstand und Beschäftigung, so Hiesl.

 

Aufgrund des mangelnden Ausbauquerschnittes und dem allgemein sehr schlechten Zustand der Fahrbahn, wurde die Voralpen Straße im Bereich Breunesberg auf einer Länge von 1,1 km verbreitert und die Linienführung verbessert. Grund für die Verbesserung der Linienführung ist auch die Unfallhäufungsstelle im Bereich der Fernbach Brücke. Das Straßenstück liegt in den Gemeinden Gemeinden Bad Hall, Adlwang und Waldneukirchen, die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,5 Mio. Euro.

 

Der bestehende Gewölbedurchlass wurde durch ein breiteres Brückenbauwerk ersetzt. Die Bauarbeiten fanden von Ende Mai bis Mitte November 2005 unter Aufrechterhaltung des Verkehrs statt. Das Bachbett des Fernbaches wurde vom Gewässerbezirk gemäß den Natur- und Umweltschutzrichtlinien angepasst. Die Kosten dafür belaufen sich auf 380.000 Euro. Im Zuge der Baumaßnahme wurden im Einschnittsbereich beim Baulosende wasserführende Schichten auf einer Länge von ca. 200 m angetroffen. Aus diesem Grund wurde in diesem Bereich um rund 130.000 Euro eine Steinfußsicherung (Schwergewichtsmauer) errichtet.

 

Derzeit läuft mit "Straßen für die Zukunft" die größte Straßenbauinfrastrukturoffensive in der Geschichte unseres Bundeslandes, wir geben Vollgas beim Ausbau der Straßeninfrastruktur. Straßen sind ein wichtiges Element gleicher Lebenschancen in Oberösterreich - gut ausgebaute Straßen sind die Wohlstandsachsen der Zukunft. Durch die Infrastrukturoffensive "Straßen für die Zukunft" wollen wir den Wirtschaftsstandort Oberösterreich weiter optimieren, tausende Arbeitsplätze schaffen bzw. absichern und die Voraussetzungen für die Pendler in Oberösterreich spürbar verbessern, zeigt Hiesl auf.

 

Daten Baulos "Breunesberg":
Bauloslänge:  1.050 m
Ausbaubreite (Asphalt):  8,00 m
Gesteinsmaterial (Schotter, Wurfsteine,...):  ca. 31.000 to
Asphalt:  ca. 3.100 to
Gerätestunden:  ca. 2.900 Std.
Baubeginn:  Juni 2005
Eröffnung: 5. September 2009
Gesamtkosten:  1,5 Mio. Euro

Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55

Ökoenergie-Cluster präsentiert sich in Spanien - Oö. Unternehmen nützen Exportchancen

LR Sigl: "Solarenergiemarkt boomt – da können oö. Unternehmen mit ihrer weltweit angesehenen Technologie punkten"

 

(LK) Der Ökoenergie-Cluster präsentiert vom 20. bis 22. September auf der PowerExpo in Zaragoza in Spanien, der internationalen spanischen Fachmesse für erneuerbare Energie & Energieeffizienz, oö. Ökoenergietechnologie. Die führenden oö. Ökoenergieunternehmen sind mit dabei und stellen ihre Produkte und Dienstleistungen auf dem Gemeinschaftsstand "Ökoenergie-Cluster Alta Austria" aus: Gasokol, SOLution Solartechnik, ÖkoFEN Forschungs- und Entwicklungs-GmbH und Profactor Produktionsforschungs GmbH.

 

Spanien ist eines der Länder mit der am weitesten reichenden Solar-Gesetzgebung der Welt. Erst unlängst hat die spanische Regierung eine neue technische Gebäuderichtlinie  verabschiedet und damit einen verpflichtenden solaren Deckungsgrad für die Warmwasserbereitung von Gebäuden festgeschrieben. "Der Solarenergiemarkt boomt daher derzeit und die oberösterreichischen Hersteller können mit ihrer weltweit angesehenen Technologie am spanischen Markt punkten. Der Ökoenergie-Cluster unterstützt sie dabei tatkräftig", freut sich Wirtschafts- und Technologielandesrat Viktor Sigl.

 

Der Ökoenergie-Cluster ist das oö. Netzwerk von Unternehmen und Institutionen, die im Bereich Ökoenergie tätig sind - das sind unter anderem Technologien zur Nutzung von Sonnenenergie, Biomasse (Holz), Biogas, Wind und Wasserkraft, Energieeffizienztechnologien wie Passivhausbau sowie Energie-Contracting.

 

Der Umsatz der 143 OEC-Partner liegt bei 393 Millionen Euro - der Gesamtumsatz mit den Nebenprodukten bei 1,4 Milliarden Euro. Die Mitarbeiteranzahl der Cluster-Firmen stieg in den letzten zwei Jahren um 50 % auf rund 3.000 an und die Exportquote liegt bei deutlich über 50 %. Der Ökoenergie-Cluster wird vom O.Ö. Energiesparverband im Auftrag des Landes gemanagt.

Gerhard Rumetshofer (+43 732) 77 20-151 02

ANSCHOBER: Oberösterreich setzt die größte Staubverringerung erfolgreich um

In 12 Monaten werden mehr als 750 Tonnen Staub und Feinstaub weniger die Atemluft der OberösterreicherInnen belasten.

 

(LK) Österreichs größte Feinstaubverringerung ist in Oberösterreich erfolgreich in Umsetzung: Bei der Umweltverträglichkeitsprüfung für den Ausbau der voestalpine Stahl GmbH war von der Umweltbehörde festgeschrieben worden, dass bis Oktober 2007 die Feinstaub- und Staubemissionen der voestalpine Stahl GmbH um 60 Prozent verringert werden müssen.

 

Anschober: "Die Zwischenerfolge sind beachtlich – die voestalpine Stahl GmbH ist auf einem positiven Weg, die Auflagen auch zu erreichen. So wurden bereits im Vorjahr rund 320 Tonnen an Emissionsverringerungen umgesetzt. Im Frühjahr 2006 ging die Sekundärentstaubungsanlage im Stahlwerk in Betrieb, was  heuer zu weiteren, ganz erheblichen Emissionsrückgängen führen wird. Die genaue Quantifizierung wird erst Ende 2006 möglich sein. Weitere große Sanierungsbrocken wie die Tuchfilteranlage bei der Sinteranlage, Minimierung der diffusen Staubemissionen bei beinahe allen Anlagenkomponenten und Änderungen am Notgießbett werden in den nächsten 12 Monaten umgesetzt werden müssen.

 

Die voestalpine Stahl GmbH ist bei diesem größten Linzer Luftsanierungsprogramm seit der Luftsanierung 1985 sehr ambitioniert und erfolgreich unterwegs  und wird bei Fortsetzung der bisherigen Arbeit und des bisherigen Tempos die paktieren Ziele tatsächlich erreichen. Dann wird die Luft im Großraum Linz spürbar entlastet sein und das größte Staubreduktionsprogramm Österreichs verwirklicht sein.

 

Im Gegensatz zum Verkehr löst die Industrie also ihre Hausaufgaben und beweist mit "Linz 2010"  und der damit verbundenen Produktionserhöhung um ca. 25 Prozent, dem Schaffen von 1000 neuen Arbeitsplätzen und der Staubreduktion um 60 Prozent, dass Umwelt und Wirtschaft erfolgreich zusammenarbeiten können.

Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

Geoinformation des Landes setzt auf eigene Nachwuchsarbeit

(LK) LH-Stv. Franz Hiesl ist stolz darauf, dass das Land Oberösterreich der bedeutendste Lehrlingsausbildner des Bundeslandes ist. 894 Arbeitsplätze in unterschiedlichsten Berufen konnten seit 1997 jungen Menschen geboten werden.

 

Mit derzeit insgesamt neun Lehrlingen in den Berufen VermessungstechnikerIn, InformationstechnikerIn und Bürokaufrau, ist die Abteilung Geoinformation und Liegenschaft eine der bedeutendsten "Kaderschmieden" innerhalb des Landes Oberösterreich. Primäres Ziel dabei ist es, hochqualifiziertes Personal für künftige Pensionierungen auszubilden und in die Arbeitsprozesse zu integrieren.

 

"Die große Breite an Aufgaben und Anforderungen im Zusammenhang mit geografischen Fragestellungen bietet den Lehrlingen in unserer Abteilung eine sehr umfassende Ausbildung im jeweiligen Lehrberuf", weiß Abteilungsleiter Mag. Thomas Ebert. Auch bei vielen Studenten von Universitäten und Fachhochschulen aus ganz Österreich steht die Abteilung Geoinformation mit DORIS an oberster Stelle für ihr Berufspraktikum.

 

Die profunden praktischen Kenntnisse spiegeln sich auch in den schulischen Erfolgen wieder. Unterstützt werden die Lehrlinge in der Abteilung Geoinformation von speziell geschulten Lehrlingsausbildnern. Diese stellen wichtigen Bezugspersonen dar, die den jungen Menschen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Mag. Thomas Ebert (+43 732) 77 20-126 06

Kinder- und Jugendanwaltschaft : Reality TV... Wo bleiben die Rechte der Kinder?

"Verliebt in eine Familie", " Die Super - Nanny", "Tausche Familie" …

 

(LK) Am Höhepunkt der medialen Berichterstattung im Fall Kampusch und der damit verbundenen Gratwanderung zwischen öffentlichem Interesse und Opferschutz, insbesondere Wahrung der Persönlichkeitsrechte, ist auf die bedenkliche Entwicklung der zunehmenden Kommerzialisierung von Kindern hinzuweisen:

 

Immer öfter werden Kinder als Protagonisten in neuen Formaten, die als Reality TV konzipiert sind, in ihrem höchstprivaten Umfeld gezeigt. Es wird eine künstliche Realität geschaffen, in der Kinder unter unrealistischen Rahmenbedingungen agieren sollen.
Schon seit geraumer Zeit ist unter dem Deckmantel der Erziehungshilfe "Die Super Nanny'" im Einsatz. Ab 6. September sollen nun in der neuen Datingshow "Verliebt in eine Familie" auf dem österreichischen Privatsender ATV Kinder alleinerziehender Eltern für ihre/n Mama/Papa eine/n neue/n Partnerin/Partner suchen. Medienwirksam werden Kinder dabei in eine Erwachsenenrolle gedrängt, sollen für das zukünftige Glück der Familie die Verantwortung übernehmen und werden dadurch massiv überfordert.
Die Kinder- und JugendanwältInnen Österreichs haben in einer gemeinsamen Stellungnahme an ATV auf die dabei entstehenden Belastungssituationen für Kinder und die möglicherweise traumatisierenden Wirkungen hingewiesen und die Sendeverantwortlichen aufgefordert, von einer Umsetzung in der geplanten Form abzusehen.

 

Die UN-Kinderrechtskonvention sichert Kindern das Recht auf Privatsphäre und auf Schutz ihres Rufes und ihrer Ehre zu. Zugunsten der Einschaltquote werden diese Kinderrechte, insbesondere in den zahlreichen Reality TV Formaten zu den Themen Familie und Erziehung, immer wieder missachtet und Kinder ausgebeutet.

 

Vor einem breiten Publikum werden Kinder unter anderem in demütigenden oder intimen Lebenssituationen gezeigt (Wutausbrüche, Streit mit Eltern und Geschwistern, weinend in ihrem Zimmer,…) und damit ihr Privatleben ungeschützt zur Schau getragen. Die Folgen können von den Kindern selbst weder abgeschätzt noch abgefangen werden.

 

Es ist an der Zeit, dass die Rechte der Kinder auf Schutz gegen Eingriffe und Beeinträchtigungen der Privatsphäre in unserer Gesellschaft als wichtiges Gut für eine gesunde Entwicklung anerkannt und geachtet werden.

Mag.ª Christine Winkler-Kirchberger (+43 732) 77 20-140 00

Termine der Beratungsstellen

Jugendinformation und Jugendberatung

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. (+43 732) 17 99, Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, www.jugendservice.at
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. (+43 7272) 758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Ried im Innkreis, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. (+43 7752) 715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservice Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. (+43 7289) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservice Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. (+43 7252) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels,  Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. (+43 7242) 21 14-11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. (+43 7722) 222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at
  • Jugendservice Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. (+43 7942) 725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservice Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. (+43 7612) 17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugendservice Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. (+43 7248) 644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservice Kirchdorf an der Krems, Kirchengasse 6, 4560 Kirchdorf, Tel. (+43 7582) 604 16, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-kirchdorf@ooe.gv.at
  • Jugendservice Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. (+43 7262) 581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. (+43 7712) 357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. (+43 7672) 757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at

 

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

 

Antidiskriminierungsstelle des Landes

 

(LK) Der Aufgabenbereich der Antidiskriminierungsstelle erstreckt sich auf alle Angelegenheiten des Landes, der Städte und der Gemeinden, sofern diese Angelegenheiten in die Gesetzgebungskompetenz des Landes fallen. Aufgabe der Antidiskriminierungsstelle ist unter anderem die Förderung und die Verwirklichung der Gleichbehandlung.
Personen, die diskriminiert oder belästigt werden, wurden oder dies vermuten können sich zur Wahrung ihrer Rechte kostenlos anonym und vertraulich an die Antidiskriminierungsstelle des Landes wenden:
Antidiskriminierungsstelle beim Amt der Oberösterreichischen Landesregierung
Amtsgebäude Landhaus/Eingang Klosterstraße 7
EG, Zimmer 7
4021 Linz
Tel.: (+43 732) 77 20-114 46
Fax.: (+43 732) 77 20-116 21
E-Mail: as.post@ooe.gv.at

 

Mo, Di, Do: 09:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr
Mi, Fr: 09:00 - 12:00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung
Um Voranmeldung wird gebeten!

 

OÖ. Energiesparverband

 

(LK) Produktunabhängige Energieberatung für Haushalte, Unternehmen und Gemeinden erhalten Sie beim OÖ. Energiesparverband.
Montag bis Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr,
Landstraße 45, 4020 Linz
Energiesparhotline:
(+43) 800 205 206 oder (+43 732) 77 20-148 60
office@esv.or.at, www.energiesparverband.at

 

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Freitag, in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Bahnhofstraße 10, von 09:00 bis 12:00 Uhr sowie für den Bezirk Urfahr-Umgebung im PSZ "Exit" Sozial, Böhmerstraße 3, 4190 Bad Leonfelden, von 09:00 bis 12:00 Uhr, statt

 

Weiters finden therapeutische Zusammenkünfte von Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige am Freitag, für den Bezirk Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Sozialzentrum, Bahnhofstraße 14, ab 18:30 Uhr, für den Bezirk Eferding im Rot-Kreuz-Gebäude, Vor dem Linzer Tor 10, 4240 Eferding, ab 20:00 Uhr; für den Bezirk Steyr im Jugend- und Kulturzentrum Tabor Steyr, Industriestraße 7, ab 19:00 Uhr sowie für den Bezirk Perg, Bezirksstelle des Rotes Kreuzes, Dirnbergerstraße 15, ab 19:30 Uhr, statt.

Pressekonferenzen

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Pressekonferenz am 6. September 2006

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl


zum Thema

"Kinderbetreuungsgeld: Bereits knapp 30.000 Bezieherinnen in Oberösterreich"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • HR Mag. Dr. Ernst Fürst, Leiter der Abteilung Statistik
  • Mag. Franz Schützeneder, Leiter des Oö. Familienreferates

Rückfragen-Kontakt:

Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55 oder (+43 664) 412 39 80

Familie ist der Ort, wo Verantwortung füreinander gelebt wird, Liebe und Vertrauen gefördert, gefordert und weitergegeben werden. Wir stehen in Oberösterreich zu einer Politik, die diese Grundwerte unterstützt, zeigt Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl auf. Österreich hat mit dem Kinderbetreuungsgeld Neu seit 1. Jänner 2002 einen neuen Ansatz in der Familienförderung realisiert. Innerhalb von nur vier Jahren hat sich die Zahl der Kinderbetreuungsgeld-Bezieherinnen mehr als verdoppelt, alleine 2005 wurden 146 Mio. Euro an Kinderbetreuungsgeld an oö. Familien ausbezahlt, so Hiesl.

KNAPP 30.000 KINDERBETREUUNGSGELD-BEZIEHERINNEN IM JAHR 2005 IN OBERÖSTERREICH - ZAHL HAT SICH MEHR ALS VERDOPPELT

 

Die Zahl der Bezieherinnen und Bezieher von Kinderbetreuungsgeld hat sich in Oberösterreich seit dem Jahr 2000 (Karenzgeld) mehr als verdoppelt.

 

Abb 1: Karenzgeld- Kinderbetreuungsgeldbezieherinnen und -bezieher

 

Grafik: 2000 gab es 14.667 Kinderbetreuungsgeldbezieher, 2005: 29.524

Qu: AMS, HSV, GKK Niederösterreich

 

146 MIO. EURO KINDERBETREUUNGSGELD WURDEN 2005
IN OBERÖSTERREICH AUSBEZAHLT

 

Im Jahr 2001 wurden in Oberösterreich 76 Millionen Euro an Karenzgeld ausbezahlt. Im Jahr 2005 waren es 146 Millionen Euro Kinderbetreuungsgeld, also mehr als eine Verdoppelung.

 

Hinzu kommt die Krankenversicherungs- und pensionsrechtliche Besserstellung der Frauen gegenüber der Zeit vor dem Kinderbetreuungsgeld.

 

Oberösterreich hatte im Jahr 2005 mit 29.524 Personen in absoluten Zahlen nach Wien (36.900) die zweitgrößte Anzahl von Bezieherinnen und Beziehern und die prozentuelle Zunahme gegenüber 2001 liegt über dem Bundesdurchschnitt.

 

Abb. 2 Kinderbetreuungsgeld im Bundesländervergleich

 

Grafik über Kinderbetreuungsgeldbezieher im Bundesländervergleich

Qu: AMS, HSV, GKK Niederösterreich

 

ZIELE DES KINDERBETREUUNGSGELDES

 

Sicherung des Lebensunterhaltes der Erziehungsberechtigten in der Kleinkinderphase
Stärkung der Familienorientierung
Erhöhung der Wahlfreiheit durch bessere Absicherung
Krankenversicherung
Pensionsversicherung 18 Monate pensionsbegründend
bessere Vereinbarkeit von Erwerb und Familie
Erwerbsmöglichkeit während der Bezugszeit - Teilzeitkarenz
Erleichterung des Wiedereinstiegs in die Erwerbstätigkeit
Erhöhung der Beteiligung von Vätern an der Kinderbetreuung
Beitrag zur Armutsvermeidung
Beitrag zur Förderung des generativen Verhaltens

 

KINDERBETREUUNGSGELD WIRD VON FRAUEN IN OBERÖSTERREICH GUT ANGENOMMEN - 84 %IGE AUSSCHÖPFUNG

 

Das Kinderbetreuungsgeld wird von den Frauen in Oberösterreich gut angenommen. Setzt man die Zahl der Bezieherinnen in Relation zur entsprechenden Geburtenzahl so sieht man, dass Oberösterreich (84 %) nach Salzburg (87 %) die zweithöchste Ausschöpfung erreicht.
Etwa 16 Prozent der Frauen gehen einer Erwerbstätigkeit nach in der sie mehr als 14.600 Euro pro Jahr verdienen, sodass sie den Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld verlieren.

 

KNAPP 900 MÄNNER BEZIEHEN IN OBERÖSTERREICH
KINDERBETREUUNGSGELD

 

Die Zahl der Männer, welche Kinderbetreuungsgeld beziehen, ist zwar stetig steigend (auf beinahe 900 im Jahr 2005), ihr Anteil ist jedoch mit sechs Prozent (bei einer Bezugdauer von sechs Monate) nach wie vor eher bescheiden.

 

Im Bundesländervergleich liegt der Männeranteil knapp unter dem Bundesdurchschnitt - höhere Beteiligung gibt es vor allem in Wien (Studenten). Beachtenswert ist aber die kräftige Zunahme der Fallzahlen.

 

Abb. 3: Männer mit Kinderbetreuungsgeldbezug
Grafik: 2003 bezogen 503 Männer das Kinderbetreuungsgeld, 2005: 893 Männer


Qu: AMS, HSV, GKK Niederösterreich

 

80 % DER FRAUEN SIND MIT KINDERBETREUUNGSGELD ZUFRIEDEN

 

Die Ergebnisse der jüngst veröffentlichten Studie zur "Vereinbarkeit von Familie und Beruf" (Statistik Austria, Wien, August 2006) zeigen, dass die Gegebenheiten für die meisten Frauen passend sind (für rund 80 Prozent gibt es keinen Veränderungswunsch). Etwa 12 Prozent der Frauen welche Kinder betreuen und nicht oder geringfügig arbeiten, möchten mehr arbeiten, rund 12,8 Prozent der Frauen welche neben der Kinderbetreuung vollbeschäftigt sind, möchten die Arbeitszeit reduzieren.

 

73,5 % DER FRAUEN HABEN BEIM WIEDEREINSTIEG IN DEN BERUF KEINE PROBLEME

 

Für 73,5 Prozent der Frauen hat es beim Wiedereinstieg in den Beruf keine Probleme gegeben, bei 9 Prozent gab es Probleme den selben Job wieder zu erhalten und 12 Prozent hatten Schwierigkeiten, im selben Betrieb eine andere Beschäftigung zu finden.

 

Abb.7: Schwierigkeiten bei Wiedereintritt

Grafik: 73,5 Prozent der Frauen hatten beim Wiedereinstieg in den Beruf keine Probleme, 12 Prozent hatten Schwierigkeiten

Qu: Arbeitskräfteerhebung 2005, Statistik Austria, "Vereinbarkeit von Beruf und Familie"

 

KINDERBETREUUNGSGELD = EIN QUANTENSPRUNG
IN DER FAMILIENPOLITIK

 

Seit 1. Jänner 2002 erhalten Mütter oder Väter, die ein Kind betreuen, unabhängig von ihrer Einkommenssituation und unabhängig davon, ob sie vor der Geburt berufstätig waren oder nicht, Kinderbetreuungsgeld. Das bedeutet, dass durch die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes auch die Gruppen der Vollhausfrauen bzw. Vollhausmänner, Schülerinnen sowie Schüler, Studentinnen und Studenten anspruchsberechtigt sind. Personen, die zuvor Teilzeitbeihilfe (halbes Karenzgeld) bezogen haben, wie Selbstständige, Bäuerinnen und Bauern sowie geringfügig Beschäftigte, haben nun ebenfalls Anspruch auf die volle Höhe des Kinderbetreuungsgeldes.

 

Das Kinderbetreuungsgeld beträgt 430 Euro monatlich und kann von einem Elternteil bis zu 30 Monate bezogen werden (vor 2001 nur 24 Monate). Wenn auch der zweite Partner in Karenz geht, verlängert sich der Maximal-Anspruch um weitere sechs Monate. Damit wird die gemeinsame Verantwortung von Müttern und Vätern für die Kinderbetreuung deutlich gemacht und der Väterkarenz gefördert.

 

Um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter zu verbessern, wurde mit dem Kinderbetreuungsgeld auch die Zuverdienstgrenze für den betreuenden Elternteil auf das Vierfache pro Jahr auf 14.600 Euro angehoben.

 

Alleinerzieherinnen und Alleinerziehern, sowie Paaren mit geringem Einkommen, wird zusätzlich ein Zuschuss zum Kinderbetreuungsgeld gewährt. Dieser Zuschuss kann jederzeit beantragt werden und beträgt 6,06 Euro täglich. Er gebührt so lange, als Anspruch auf Kinderbetreuungsgeld besteht. Die Zuverdienstgrenze für Personen, die einen Zuschuss zum Kinderbetreuungsgeld beziehen, liegt bei 5.200 Euro. Das Ziel dabei war und ist, dass auch während des Bezuges von Zuschuss eine geringfügige Beschäftigung ausgeübt werden kann, ohne Anspruch auf den Zuschuss zu verlieren.

 

KINDERBETREUUNGSBONUS DES LANDES SEIT 2004

 

Den Kinderbetreuungsbonus des Landes Oberösterreich gibt es seit 2004. Er gelangt für Kinder zur Auszahlung, die ab 1998 geboren wurden. Im Anschluss an den max. Bezugszeitraum des Kinderbetreuungsgeldes des Bundes wird er für Familien mit niedrigem Pro-Kopf-Einkommen gewährt.* Er kann erstmals im 37. Monat eines Kindes beantragt werden und wird max. bis zur Vollendung des 6. Lebensjahres ausbezahlt.

 

Im Schnitt bekommen 6.000 Kinder je Geburtsjahrgang in Oberösterreich den Kinderbetreuungsbonus, was einer Ausschöpfungsquote von ca. 43 % entspricht.

 

Da der Gewährungszeitraum drei Geburtsjahre umfasst, gelangen pro Jahr 7,2 Mio. Euro durch das Familienreferat für Familien mit Kindern zwischen 3 und 6 Jahren zur Auszahlung.

 

"Familienförderungen des Landes sollen vor allem jene bekommen, die diese am dringendsten brauchen", erläutert LHStv. Franz Hiesl warum für den Bezug eine Einkommensobergrenze bei den Familienleistungen des Landes gilt. Überproportional unter den Beziehern des Kinderbetreuungsbonus scheinen Mehrkindfamilien und Einelternteil-Familien auf. In 36,4 % der Kinderbetreuungsbonusbezieher-Familien leben drei oder mehr Kinder. Knapp 20 % der Bezieher sind AlleinerzieherInnen.

 

Auf Grund der regionalen Einkommensunterschiede und auch der größeren Anzahl an 3- und Mehrkindfamilien in den jeweiligen Bezirken zeigen sich höhere Ausschöpfungen in den Bezirken Freistadt, Rohrbach und Schärding (jeweils ca. 50 %).

 

Mit der Schulbeginn- und Schulveranstaltungshilfe gelangen durch das Familienreferat weitere 850.000 Euro zur Auszahlung. Damit werden besondere finanzielle Belastungen bei Mehrkindfamilien mit 80 Euro bei Schuleintritt und 80 Euro je Kind bei mehrtägigen Schulveranstaltungen abgefedert.

 

Die Schulbeginnhilfe wird jährlich an ca. 5.500 Familien ausbezahlt. Die Schulveranstaltungsbeihilfe können im Jahr ca. 3.000 Familien in Anspruch nehmen.

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Pressekonferenz am 6. September 2006

Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Viktor Sigl und Mag. Karl Pramendorfer, Vorstand OÖ. Tourismus


zum Thema

"Oberösterreichs Strategien für neue Urlaubsgäste"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Georg Bachleitner, OÖ. Tourismus / Marketing

Rückfragen-Kontakt:

Gerhard Rumetshofer, Presse LR Sigl, Tel. (+43 732) 77 20-151 02, oder (+43 664) 144 95 63
Elisabeth Kierner, OÖ. Tourismus, Tel. (+43 732) 72 77-123, oder (+43 664) 303 04 44

Osteuropa-Offensive & Flug-Incoming
spricht neue Gästeschichten an

 

Neue Märkte im Visier

Oberösterreich geht auf der Suche nach zusätzlichen Gästeschichten neue Wege und hat dazu zwei strategische Ansätze entwickelt: Einerseits werden Gäste aus dem Osten mit speziell für diese Märkte entwickelten Maßnahmen angesprochen. Zum anderen sollen weitere Low-Cost-Carrier neue Gäste aus dem wichtigsten Auslandsmarkt Deutschland nach Oberösterreich bringen - eine Flug-Incomingstudie zeigt entsprechendes Potenzial auf.

 

Offensiv im Osten

4,3 Prozent der Urlauber in kommen derzeit aus dem Osten. Polen‚ Tschechen, Russen, Ungarn und Slowaken verbringen jährlich mehr als 250.000 Nächtigungen in Oberösterreich. In Zusammenarbeit mit heimischen Incoming-Reisebüros werden Gäste aus diesen fünf Herkunftsmärkten gezielt umworben. Mit diesem "Feldversuch" sollen einerseits konkrete Möglichkeiten für die künftige Marktbearbeitung erforscht werden sowie andererseits langfristig die Nächtigungen um 20 Prozent gesteigert werden.

 

Verstärktes Flug-Incoming als Perspektive: Die Handlungsempfehlun-gen aus der Flug-Incomingstudie wurden über den Sommer bereits auf Durch-führbarkeit geprüft und erste Verhandlungsgespräche geführt. Eine Intensivie-rung des touristischen Incomings mit Low-Cost-Airlines wäre bei ausgewählten Destinationen wie Deutschland und Italien realistisch.

 

Landesrat Viktor Sigl: "Oberösterreich hat zwei neue Strategien entwickelt, um - kursbuchkonform - mehr Gäste aus neuen Märkten anzuziehen. Schon jetzt kommen viele Gäste aus dem Osten zu uns. Das wollen wir noch verstärken. Zum zweiten sollen über Incoming durch Low-Cost-Airlines neue Gäste Oberösterreich kenennlernen."

Mag. Karl Pramendorfer: "Zwei Millionen Menschen urlauben jährlich in Ober-österreich. Mit der weiteren Internationalisierung der Gäste wird Oberösterreich einen zusätzlichen Aufschwung erleben."

Tourismus- und Wirtschaftslandesrat Viktor Sigl
OÖ. Tourismus-Vorstand Mag. Karl Pramendorfer
Weitere Internationalisierung der Gäste in

Jährlich urlauben mehr als 2 Millionen Menschen in Oberösterreich, tätigen dabei mehr als 6,5 Millionen Nächtigungen. Der Großteil der Gäste kommt aus dem deutschsprachigen Raum: rund 55 Prozent aus Österreich, 26 Pro-zent aus Deutschland. Lediglich 4,3 Prozent der Urlauber kommen aus dem Osten (89.919 Ankünfte), ihr Nächtigungsanteil liegt bei 3,9 Prozent (252.721 Nächtigungen).

 

In der längerfristigen Tourismusentwicklung Oberösterreichs (2000 bis 2005) stehen dem Nächtigungsrückgang von -3,0 % ein Zuwachs der An-künfte von + 7,3 Prozent gegenüber. Verglichen dazu ist die Nächtigungs-entwicklung der Ostländer in diesem 5-Jahres-Vergleich mit einem Zuwachs von 44,6 % auffallend positiv. Auch die Ankünfte präsentieren sich mit ei-nem überdurchschnittlichen Anstieg von + 49,4 %. Die prozentuell stärks-ten Nächtigungszuwächse verzeichnet die Slowakei, in der absoluten Ent-wicklung sticht Tschechien (plus 27.000 Nächtigungen) hervor.

 

Oberösterreichs Herkunftsmärkte (Tourismusjahr 2004/05):

 

 

Oberösterreichs Abhängigkeit von wenigen Herkunftsmärkten soll einerseits durch eine stärkere Internationalisierung der Gästeschicht ausgewogen werden. Andererseits werden in klassischen Herkunftsländern wie Deutsch-land starke Akzente gesetzt, um neue Urlaubergruppen ("Billigflieger") an-zulocken. Diese Maßnahmen zur Steigerung der Ausländer-Nächtigungen sind weitere Bausteine zur Erfüllung der Kursbuch-Vorgaben.

Oberösterreich ist
für den Osten interessant

Durch den Beitritt zahlreicher osteuropäischer Staaten zur Europäischen Union hat die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Märkten, aber auch die Kooperation mit der österreichischen Tourismuswirtschaft deutlich zuge-nommen. Durch weitere Vernetzungen mit der EU (Schengen, Währungs-union) ist zu erwarten, dass diese Entwicklung zumindest anhält.

 

Im Zuge der Internationalisierung war bisher bereits auf den Ost-Märkten aktiv - sei es direkt durch den Oberösterreich Tourismus (zum Bei-spiel Messen, Workshops, Homepage oder die -Landkarte in sieben Sprachen), über regionale und örtliche Tourismusverbände sowie insbeson-dere über die Incoming-Reisebüros des Landes.  Die neue "Osteuropa-Offensive" versteht sich daher als zusätzliche, konzentrierte Schwerpunkt-Bearbeitung für die Märkte Polen, Russland, Tschechien, Ungarn, Slowakei.

 

Das Konzept der "Osteuropa-Offensive" basiert einerseits auf statistischen Grundlagen (siehe Anhang) sowie andererseits auf Markteinschätzungen durch die Österreich Werbung. Um zu realistischen Ansätzen und Marke-tingüberlegungen für die Zukunft zu kommen, besteht der einzige Weg für Oberösterreich deshalb in einem "Feldversuch" auf jenen Märkten, welche als besonders Erfolg versprechend eingestuft werden.

 

Hauptziel der Offensive ist daher die Evaluierung der Marktchancen Ober-österreichs auf den definierten Märkten Osteuropas. Das Ergebnis wird eine objektive Entscheidungsgrundlage dafür liefern, in welcher Form und In-tensität diese Märkte in Zukunft bearbeitet werden. Eine aussagekräftige Ersteinschätzung wird in zwei bis drei Jahren möglich sein. "Natürlich er-warten wir auch in der ersten Phase bereits konkrete Rückflüsse in Form von Buchungen," ergänzt Tourismus-Landesrat Sigl.

 

Die oberösterreichische
Osteuropa-Offensive im Detail

Um den Mitteleinsatz zu optimieren, erfolgt eine Konzentration auf die ge-nannten Märkte. Pro Markt kommt jeweils ein heimisches Incoming-Reisebüro zum Einsatz. Folgende Märkte werden vom Oberösterreich Tourismus mit gezielten Produkt-Markt-Kombinationen in Zusammenarbeit mit den Incoming-Reisebüros künftig stärker bearbeitet:

 

 Russland  Salzkammergut Touristik
 Polen  Donau Touristik
 Tschechien  OÖ. Touristik GmbH
 Ungarn  Traunsee Touristik

 

Sprachliche Voraussetzungen (vom Internetauftritt und der Anfragenbeantwortung über die Speisekarte bis hin zum Personal) oder der aufgeschlossene Umgang mit unterschiedlichen kulturellen und gesellschaftlichen Aspekten müssen sowohl von den Incomern als auch von deren Partnerbetrieben (z.B. Tourismusverbände, Hotellerie) erfüllt werden.

 

Im Herbst 2006 starten die ersten Umsetzungsmaßnahmen der Osteuropa-Offensive, für die heuer rund 100.000 Euro zusätzliches Budget zur Verfügung stehen:

  • Basiswerbemittel in der jeweiligen Landessprache: Landkarte / Freizeitkarte mit Urlaubsthemen, Ausflügen, nützlichen Infos in der Auflage von 5.000 Stück je Markt.
  • Oberösterreich-Internetauftritt: in den Landessprachen tschechisch (www.hornirakousko.cz), polnisch (www.gorna-austria.pl), ungarisch (www.felsoausztria.hu) und slowakisch (www.hornerakusko.sk). Der russische Urlaubsgast ist derzeit noch nicht gewöhnt, seinen Urlaub über Internet zu buchen, sondern wendet sich dazu an die professionelle Unterstützung von Reiseveranstaltern.
  • Medienbeilage Zentraleuropa: über eine Kooperation mit der Österreich Werbung und ausgewählten Medien erhielten potenzielle Urlaubsgäste in Tschechien, Polen, Ungarn und der Slowakei bereits während der Sommermonate umfassende Oberösterreich-Informationen.
  • Weitere Produkt-Markt-relevante Maßnahmen in den vier Märkten: Produktkataloge, Presseveranstaltungen und Medienkooperationen, Workshops für Reiseveranstalter und Reisebüros, Kunden-Mailings, Schulungsfahrten für Einkäufer.

 

Flug-Incoming-Studie
zeigt neues Potenzial auf

Vor dem Hintergrund der Entwicklung auch in anderen Bundesländern im Segment "Flug-Incoming" aus Destinationen wie Großbritannien, Deutsch-land oder GUS-Staaten wurde im Rahmen einer Studie geprüft, inwieweit eine Intensivierung des touristischen Flug-Incomings für Linz / Oberöster-reich chancenreich bzw. unter welchen Prämissen und Vorkehrungen realis-tisch entwicklungsfähig ist. Die nun vorliegenden Ergebnisse der Grundla-genstudie zeigen Chancen, Perspektiven, Anforderungen und Leistungs-möglichkeiten des Flug-Incomings für Oberösterreich auf.

 

Der Blue Danube Airport Linz verzeichnete im Jahr 2005 insgesamt rund 725.000 Passagiere (im Vergleich Salzburg: 1.695.000 Passagiere). Seit Anfang 2004 befördert der Low Cost Carrier Ryanair mit seiner täglichen Verbindung Linz-London rund 100.000 Passagiere jährlich, das sind etwa 25 Prozent der Linienpassagiere am Linzer Flughafen. Seit Mai 2006 fliegt FlyNiki von Linz nach Palma. Weitere Low Cost Anbieter haben durchaus Potenzial. Relevanz erhalten Flugmärkte allerdings erst ab einer Distanz von 500 Kilometern - niedrigere Distanzen werden von Urlaubsgästen übli-cherweise per Auto, Bahn oder Bus zurückgelegt.

Anbindung Oberösterreichs an
europäische Handels- und Wirtschaftspartner vorrangig

Aus der Studie geht klar hervor, dass die Hauptmotivation für weitere Low Cost Airlines für Oberösterreich insbesondere in der verbesserten Servicie-rung der europäischen Wirtschaftsregion Oberösterreich im Sinne ihrer stärkeren Anbindung an Top-EU-Handels- und Wirtschaftspartner liegen müsste. Denn, Low-Cost Airline Verbindungen zum Flughafen Linz sind in erster Linie unter einer Outgoing Perspektive zu legitimieren. Das touristi-sche Incoming kann dabei "nur" eine absichernde Rolle einnehmen und derartige Verbindungen mitnutzen. Auch bei einer optimistischen Betrach-tung läge laut Studie der touristische Incoming-Anteil für Oberösterreich bei maximal einem Drittel.

 

Konzentration auf wenige
wichtige Destinationen

Realistisch wäre deshalb eine Konzentration auf die Anbindung weniger wichtiger Destinationen, die unter touristischen Aspekten auch in Abstim-mung mit dem "Kursbuch für die Tourismus- und Freizeitwirtschaft" sinnvoll sind: Zum Beispiel Deutschland (insbesondere die Destinationen/ Wirt-schaftsräume Berlin, Hamburg, Köln) oder Italien (insbesondere die Desti-nationen/Wirtschaftsräume in Oberitalien - Mailand, Verona, Bologna, Ve-nedig). Im Charter-Segment wäre der Aufbau einer Winter-Kette für Ski- und Kurgäste aus Osteuropa denkbar, um jene Skigebiete zu bedienen, die vom Flughafen Salzburg oder Graz nicht optimal bedient werden.

 

Die "günstige Anreise" im Low Cost Carrier bedeutet für Fluggäste übrigens nicht unmittelbar einen zur Gänze günstigen Aufenthalt. 32 % der Urlauber genießen in der Feriendestination die Qualität von 4- und 5-Stern-Betrieben. Für Oberösterreich bedeutet dies, dass bei zusätzlichen Flugver-bindungen insbesondere auch in der gehobenen Hotellerie entsprechende Kapazitäten gewährleistet sein müssen.

 

Punkten könnte Oberösterreich im Sommer vor allem mit den Themen "Städte" und "Kultur" sowie im Winter mit "Skiurlaub". So könnten "flug-incomingfähige" Produkt-Markt-Kombinationen aus Deutschland den The-men Linz 09, Donau, Gesundheit, Geschäftstourismus oder grenzüber-schreitenden Urlaubsthemen mit Niederbayern oder Südböhmen gewidmet sein. Für (Ober)Italiens Fluggäste wiederum wären Themen wie Linz 09, Advent, Donau, Gesundheit oder Südböhmen ideale Urlaubsangebote.

 

Konzentrierte Marketing-Aktion

Die erfolgreiche touristische Bearbeitung dieser Märkte setzt voraus, dass alle Partner gemeinsam agieren. Deshalb wird in der Studie eine zentrale Plattform empfohlen, in der Partner aus allen betroffenen Bereichen (Flug-hafen, Airlines, Land , Tourismusorganisationen, Incomer und betriebli-che Leistungsträger) Know-how und Mittel bündeln und ein gemeinsamer destinationsspezifischer Marktauftritt konzipiert und umgesetzt wird.

 

Sicherung erfolgs-
entscheidender Rahmenbedingungen

Damit günstige Flugverbindungen auch touristisch erfolgreich genutzt wer-den können, gilt es zudem, Rahmenbedingungen nachhaltig abzusichern:

  • Zum Beispiel durch die Schaffung und Sicherung kostenadäquater Transfersysteme vom Flughafen Linz zu den Tourismusanbietern (Taxi-Verordnung, Shuttle-Service).
  • Auch die Einbindung internationaler Partner (z.B. Südböhmen) bzw. Produkte (z.B. Kultururlaub Linz-Prag, Gesundheit und Bayern) in der Produktentwicklung könnte dazu beitragen, Linz künftig als regiona-le Drehscheibe zu positionieren.
  • Nicht zuletzt würde ein Kooperationssystem auf Basis von "marktöff-nenden Gegengeschäften" zwischen Airline-Partnern und der zu schaf-fenden Plattform zur erfolgreichen touristischen Nutzung dienen. 
     

ANHANG / Statistik-Übersicht

 

Tabelle 1: Ankünfte und Nächtigungen nach Herkunftsländern - Tourismusjahr 2005 zu 2000

 

Tabelle: Ankünfte und Nächtigungen nach Herkunftsländern - Tourismusjahr 2005 zu 2000

 

Tabelle 2: Ankünfte und Nächtigungen "Ostländer" - Tourismusjahr 2005 zu 2000

 

Tabelle: Ankünfte und Nächtigungen "Ostländer" - Tourismusjahr 2005 zu 2000


Tabelle 3: Nächtigungsanteile "Ostländer"

 

Tabelle: Nächtigungsanteile "Ostländer"

*) Ab November 2004 Änderung der Erhebung - siehe Hinweis

 

Tabelle 4: Aufenthaltsdauer "Ostländer"

 

Tabelle: Aufenthaltsdauer "Ostländer"

 

Hinweis: Ab dem Berichtsmonat November 2004 wurde die Herkunftsländerliste der amtlichen Tourismusstatistik erweitert. So werden ab diesem Monat unter anderem Litauen, Lettland, Estland, Bulgarien und Rumänien einzeln erfasst. "GUS" wurde umbenannt in "übrige GUS", Russland und die Ukraine werden getrennt erhoben.

Datenquelle:  Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Statistik / Statistik Austria

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