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Landeskorrespondenz Nr. 167 vom 21. Juli 2006

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FH Oberösterreich: Sponsion für rund 900 Absolventen von 22 verschiedenen Studiengängen

(LK) Die Sommersponsionen der FH Oberösterreich mit ihren Standorten Hagenberg, Linz, Steyr und Wels finden in diesen Tagen statt. An rund 900 Absolventinnen und Absolventen von 22 verschiedenen Studiengängen werden bei 20 Sponsionsterminen im Sommer und Herbst in feierlichem Rahmen die Sponsionsurkunden überreicht.

 

"Mit der FH Oberösterreich haben wir im Land eine praxisorientierte akademische Bildungseinrichtung, die sowohl in der Lehre als auch in der angewandten Forschung und Entwicklung mit Unternehmen und anerkannten Partneruniversitäten im technischen, wirtschaftlichen und sozialen Bereich eng kooperiert", betont Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

 

Der gesamte Fachhochschulsektor in Oberösterreich hat eine steile Aufwärtsentwicklung hinter sich. Begonnen hat alles im Jahr 1994 mit zwei Studiengängen und bescheidenen 130 Studierenden. Im Studienjahr 2006/07 wird die FH OÖ insgesamt 29 Studiengänge anbieten, davon fünf aufbauende Master. Inklusive der 1.200 Starter im Herbst 2006 wird es dann rund 4.000 Studierende an den vier Standorten geben.

 

Soziale und wirtschaftliche Themen sind insbesondere bei den Frauen nach wie vor sehr gut nachgefragte Studiengänge, während sie in den technischen Studienzweigen erst nach und nach aufholen. Mit etwa 25 Prozent weiblicher Beteiligung an den technischen Studiengängen ist die FH OÖ aber bereits sehr gut unterwegs, verweist Pühringer auf zahlreiche Initiativen, mit denen auch Frauen zu einem technischem Studium ermuntert werden sollen.

 
Ein Fachhochschulstudium bietet sehr gute Chancen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben. So zeigen die Erfahrungen der Studierenden der FH Oberösterreich der letzten Jahre, dass sich ein Großteil, insbesondere jene in den technischen Studiengängen, bereits während ihres letzten Studiensemesters über mindestens ein adäquates Jobangebot freuen kann.

Mag.ª Karin Weichselbaumer (+43 732) 77 20-114 07

ST.-ANNA-PREIS 2006 an Dr. Erhard Busek

(LK) Am Samstag, dem 29. Juli 2006 wird um 11:00 Uhr im Festsaal des Gasthauses Hofer in Julbach zum 10. Mal der "St. Anna-Preis" für besondere Verdienste um das geistige und kulturelle Wiederzusammenführen der Länder Mitteleuropas an Vizekanzler a.D. Dr. Erhard Busek verliehen.

 

Dkfm. Kurt Wild, Generaldirektor a. D. der Linzer Schiffswerft, wird die Laudatio halten.

 

Auch für das Büro für kulturelle Auslandsbeziehungen des Landes Oberösterreich ist die Preisverleihung an Dr. Erhard Busek ein Grund zur besonderen Freude, verfolgt doch dessen Wiener Institut für den Donauraum und Mitteleuropa ähnliche Zielsetzungen: "In Mitteleuropa müssen wir uns mit echten und vermeintlichen Trennlinien beschäftigen, die noch viel tiefer sind als die, die bis 1989 die westeuropäische Integration zu überwinden hatte..." (E. Busek)

 

2004 präsentierte er das europäische Wissenschafts- und Kunstprojekt des Büros für kulturelle Auslandsbeziehungen SANCTUS IOANNES NEPOMUCENNA MEDIOEUROPAENSIS im Europa-Parlament in Brüssel.

 

"Der Brückenheilige als Brückenbauer - Johannes von Nepomuk ist ein Symbol für Mitteleuropa und eine Integrationsfigur über Grenzen hinweg. Daß ein Heiliger aus dem 14. Jahrhundert hochaktuell sein kann, schreibt Dr. Erhard Busek in seinem Artikel "Brücke und Fluss - Symbole des Heiligen Johannes von Nepomuk."

 

Weitere Informationen sowie der vollständige Text sind auf der Homepage des Büros für kulturelle Auslandsbeziehungen unter

 

 www.auslandskultur.at

 

abrufbar.

 

Der  "St. Anna-Preis"  wird seit 1996 jährlich vom Künstlerehepaar Mag. Edda Seidl-Reiter und Univ.-Prof. Mag. Erwin Reiter gestiftet und ist der einzige von Künstlern ins Leben gerufene Kulturpreis.

 

Mit diesem Preis wurden bis jetzt Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck (Linz, Neukirchen a. W.), Architekt Dipl.Ing. Egon Wörlen (Passau), Oberschulrat Johann Kraml (Julbach), Dr. Aldemar Schiffkorn (Linz), Anna Kocourková (Pilsen), Friedrich Giehl (Landshut), Karlheinz und Kunigunde Schönswetter (St. Georgen bei Salzburg),


Giobatta Meneguzzo (Malo/Vicenza) sowie Ala Dirndorfer-Pickl (Deggendorf) ausgezeichnet.

 

Nach der Preisverleihung wird ein umfangreiches künstlerisches Programm angeboten. Um 16:00 Uhr findet in der St. Anna Kirche Julbach ein Kammerkonzert zum 250. Geburtstag von W. A. Mozart mit dem Johann Gruber Quartett aus Gröbming statt.

 

Im Kulturhaus der Gemeinde Julbach in Kriegwald 32 wird um 18:00 Uhr die Sommeraus¬stellung von Erwin Reiter  mit Malereien zum Thema "Gardeners in Guantanamo" von Erwin Ganser Wien/Julbach eröffnet werden. Am Sonntag findet um 10:30 Uhr ein Frühschoppen bei Edda und Erwin Reiter statt.

 

Erhard Busek


(LK) "Die Herausforderung besteht heute darin, die politische Geografie Europas der natürlichen anzugleichen. Selbst die Wiener müssen noch lernen, dass Prag eine Stadt im Nordwesten und nicht im Osten ist..."

 

"Mit der jetzigen größten Erweiterung der EU in ihrer Geschichte sind wir an jenen Punkt gelangt, wo wir auch geistig und kulturell lernen müssen, Europäer zu werden..."

 

Erhard Busek (geboren am 25. März 1941 in Wien) begann seine politische Laufbahn 1964, bald nach Abschluss seines Studiums an der Universität Wien, als zweiter Klubsekretär der ÖVP im Parlament. 1969-72 war er stellvertretender Generalsekretär und 1972-76 Generalsekretär des Österreichischen Wirtschaftsbundes.

 

Während der Kanzlerschaft von Bruno Kreisky wurde er 1975/76 zum ÖVP-Generalsekretär bestellt und wechselte 1976 zur Wiener Landespartei, welcher er zu Beginn der Umweltschutz-Bewegung ein grünes Image gab ("bunte Vögel"). Bis 1989 war er Landesparteiobmann der Wiener ÖVP, 1978-87 Vizebürgermeister und Landeshauptmann-Stellvertreter von Wien. 1991 übernahm er von Josef Riegler die Leitung der Österreichischen Volkspartei.

 

Als Bundesparteiobmann hatte Erhard Busek führende Positionen in der Bundesregierung inne: 1991-1995 Vizekanzler in der Großen Koalition mit der SPÖ und gleichzeitig Bundesminister für Unterricht.

 

Nach seinem Ausscheiden aus der Bundesregierung widmete er sich verstärkt seinen mitteleuropäischen und kulturellen Interessen und übernahm 1995 den Vorsitz des Instituts für den Donauraum und Mitteleuropa. Seit 1996 ist er Koordinator der Southeast European Cooperative Initiative und war 2000-2001 Regierungsbeauftragter für die EU-Erweiterung. Seit 2002 ist er Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa. Busek wird zum katholisch-liberalen Flügel der ÖVP gezählt. Er galt und gilt in seiner Partei als kritischer Intellektueller und ist auch als Publizist tätig.


In seinen Publikationen behandelt er vorwiegend die internationale Rolle Österreichs, insbesondere für Mitteleuropa, Themen der Kulturpolitik und die Kooperation mit den östlichen Nachbarländern. Im Revolutionsjahr 1989 war er auch spiritus rector der neu gegründeten Pentagonale-Kooperation mit Italien, Ungarn und der Tschechoslowakei.

 

Erhard Busek ist der erste Rektor der Fachhochschule Salzburg und Präsident des "Europäischen Forums Alpbach".

Dr. Aldemar Schiffkorn (+43 732) 77 20-154 74

Überschreitung der Ozon-Informationsschwelle – Fortdauern der Warnung

(LK) Die Informationsschwelle gemäß Ozongesetz wird nach den am Donnerstag, 20. Juli 2006, aufgetretenen Überschreitungen derzeit an keiner der Messstellen im Ozonüberwachungsgebiet 3 überschritten. Aufgrund der meteorologischen Situation ist für den weiteren Tagesverlauf ein Ansteigen der Ozonbelastung zu erwarten. Weitere Überschreitungen der Informationsschwelle im Ozonüberwachungsgebiet 3 sind daher zu erwarten.

 

Detailliertere Information über die aktuelle Höhe der Belastung an den einzelnen Messstellen sind im Internet auf der Homepage Landes Oberösterreich unter

 

www.land-oberoesterreich.gv.at

Themen/Umwelt/Luft Klima, auf der Homepage des Umweltbundesamtes unter

 

www.umweltbundesamt.at

oder im ORF Teletext auf den Seiten 782-783 verfügbar.

 

Empfehlungen zu freiwilligen Verhaltensweisen:

 

Ozonkonzentrationen über der Informationsschwelle können bei einzelnen, besonders empfindlichen Personen und erhöhter körperlicher Belastung geringfügige Beeinträchtigungen hervorrufen. Der normale Aufenthalt im Freien, z. B. Spaziergang, Baden oder Picknick, ist auch für empfindliche Personen unbedenklich. Diese sollten sich besonders über den weiteren Verlauf der Ozonkonzentration im Aufenthaltsbereich informieren. Weitere individuelle Schutzmaßnahmen sind erst bei Überschreiten der Alarmschwelle erforderlich.

 

Da Ozon im wesentlichen aus Abgasen des Straßenverkehrs gebildet wird, wird ersucht, auf nicht unbedingt notwendige Autofahrten zu verzichten und öffentliche Verkehrsmittel zu benützen. Wenn Sie auf Autobahnen fahren müssen, bitten wir Sie, ein Tempolimit von 100 km/h freiwillig einzuhalten, da bei höheren Geschwindigkeiten der Ausstoß an Ozonvorläufersubstanzen stark ansteigt, und generell ihr Tempo zu drosseln.

Ing. Anton Mayr (+43 732) 77 20-136 32

Sprechtage der Regierungsmitglieder

Sprechtage für die Woche vom 24. Bis 28. Juli 2006

  • Landesrat Dr. Josef Stockinger
    nur gegen Voranmeldung, (+43 732) 77 20-111 11, Landhaus

  • Landesrätin Dr. Silvia Stöger
    nur gegen Voranmeldung, (+43 732) 77 20-111 20, Altstadt 30
     
  • 2. Landtagspräsidentin Gerda Weichsler
    nur gegen Voranmeldung, (+43 732) 77 20-111 52, Landhaus

  • 3. Landtagspräsidentin Doris Eisenriegler
    nur gegen Voranmeldung, (+43 732 ) 77 20- 111 54, Landhaus

Claudia Jungwirth (+43 732) 77 20-116 22

Termine der Beratungsstellen

Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft/KiJA

 

(LK) Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen. Auskünfte und Informationsmaterialien zu Kinder- und Jugendthemen. Vertraulich und kostenlos.

 

KiJA/Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft,

4021 Linz, Promendade 37

 

Tel: (+43 732) 77 97 77

Internet: www.kija.at

E-mail: kija@ooe.gv.at

 

Öffnungszeiten:

 

Montag bis Freitag, von 10:00 - 12:00 Uhr
Montag, Dienstag und Donnerstag von 14:00 - 16:00 Uhr

 

Oö. Patienten- und Pflegevertretung

 

(LK) Das Büro der Oö. Patienten- und Pflegevertretung in Linz, Bahnhofsplatz 1, Tel. (+43 732) 77 20-142 15, ist am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 07:30 bis 17:00 Uhr sowie am Freitag von 07:30 bis 13:00 Uhr besetzt. In diesem Büro hält ein Oö. Patientenvertreter einmal pro Woche gegen telefonische Voranmeldung einen Sprechtag ab. 

 

EU-Auskünfte

 

(LK) Kostenlose Auskünfte zum Themenbereich EU und EWR gibt es im Info-Point-Europa, Amt der Oö. Landesregierung, Altstadt 30, 4010 Linz, Tel. (+43 732) 77 20-140 20, Fax: (+43 732) 77 20-140 22.

 

Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige

 

(LK) Das Therapiezentrum Traun für Medikamenten- und Alkoholabhängige in 4050 Traun, Oberer Flötzerweg 1 bietet Erstkontakte für eine ambulante oder stationäre Therapie, Beratung für Angehörige, Psychotherapie sowie nachstationäre Behandlung. Telefonische Terminvereinbarungen von Montag bis Freitag in der Zeit von 09:00 bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer (+43 7229) 644 36-36 erbeten.


Antidiskriminierungsstelle des Landes

 

(LK) Der Aufgabenbereich der Antidiskriminierungsstelle erstreckt sich auf alle Angelegenheiten des Landes, der Städte und der Gemeinden, sofern diese Angelegenheiten in die Gesetzgebungskompetenz des Landes fallen. Aufgabe der Antidiskriminierungsstelle ist unter anderem die Förderung und die Verwirklichung der Gleichbehandlung.

 

Personen, die diskriminiert oder belästigt werden, wurden oder dies vermuten können sich zur Wahrung ihrer Rechte kostenlos anonym und vertraulich an die Antidiskriminierungsstelle des Landes wenden:

 

Antidiskriminierungsstelle beim Amt der Oberösterreichischen Landesregierung
Amtsgebäude Landhaus/Eingang Klosterstraße 7
EG, Zimmer 7
4021 Linz

 

Tel.: (+43 732) 77 20-114 46
Fax.: (+43 732) 77 20-116 21
E-Mail: as.post@ooe.gv.at

 

Mo, Di, Do: 09:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr
Mi, Fr: 09:00 - 12:00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung

 

Um Voranmeldung wird gebeten!

 

OÖ. Energiesparverband

 

(LK) Produktunabhängige Energieberatung für Haushalte, Unternehmen und Gemeinden erhalten Sie beim OÖ. Energiesparverband.

 

Montag bis Freitag von 08:00 bis 17:00 Uhr,
Landstraße 45, 4020 Linz

 

Energiesparhotline:

(+43) 800 205 206 oder (+43 732) 77 20-148 60

 

E-Mail:

office@esv.or.at

 

Internet:

www.energiesparverband.at

 

Reisemedizinische Beratungsstelle

 

(LK) Um möglichen gefährlichen Erkrankungen bei Fernreisen vorbeugen zu können, hat die Landes-Sanitätsdienstabteilung Linz, Bahnhofsplatz 1, Montag bis Freitag von 10:00 bis 13:00 Uhr sowie Dienstag zusätzlich von 15:00 bis 18:00 Uhr eine "Reisemedizinische Beratungsstelle" eingerichtet, die über wichtige Vorsorge-Impfungen bei Reisen in ferne Länder informiert und Impfungen durchführt. Info-Telefon: (+43 732) 77 20-141 07.
 
Oö. Schulservice

 

(LK) In der Schulservicestelle des Landesschulrates für Oberösterreich können sich Schüler, Eltern und Lehrer informieren und beraten lassen. Rat und Hilfe in allen Schulfragen erteilen jeweils Montag bis Freitag Elisabeth Messner, Tel. (+43 732) 70 71-91 21, und Mag. Gertraud Schwarzmair, Tel. (+43 732) 70 71-91 22.


Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Montag, 24. Juli 2006 in der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen, Manglburg 14, 4710 Grieskirchen, von 09:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle, Jungmairgasse 1 von 08:00 bis 12:00 Uhr, im Bezirk Linz-Land, Landesdienstleistungszentrum, Kärntnerstraße 1, von 08:30 bis 12:30 Uhr; im Bezirk Schärding, Bezirksaltenheim Schärding, Tummelplatzstraße 7, von 08:00 bis 13:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Freistadt, Promenade 5, von 08:30 bis 12:00 Uhr sowie in der Bezirkshauptmannschaft Ried, Parkgasse 1, von 08:00 bis 13:00 Uhr, statt.


Beratungen im Eltern-Kind-Zentrum Ried

 

(LK) Das Eltern-Kind-Zentrum Ried im Innkreis., Riedholzstraße 17, Eingang Nord bietet folgende Beratungen an:

 

Elternsprechstunde:

  • jeden Donnerstag von 13:00 bis 17:00 Uhr, Tel. (+43 7752) 912-361

Beratung von Eltern mit behinderten Kindern:

  • jeden 3. Dienstag im Monat von 09:30 bis 11:00 Uhr, Tel. (+43 7752) 912-361

Zivildienst-Beratung

 

(LK) Beratungen und aktuelle Infos für künftige und aktive Zivildienstleistende sowie Zivildiensteinrichtungen in Linz, Amt der Oö. Landesregierung, LandesJugendReferat, Bahnhofplatz 1, Tel. (+43 732) 77 20-152 65. Beratungen finden montags von 14:00 - 17:00 Uhr statt.

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Pressekonferenz am 21. Juli 2006

Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger und Generaldirektor Dr. Kurt Weinberger, Österreichische Hagelversicherung


zum Thema

"Der Klimawandel und seine Folgen"

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Rückfragen-Kontakt:

Mag. (FH) Markus Simak, Österreichische Hagelversicherung, (+43 664)827 20 55, Ing. Walter Silber  Pressesprecher Landesrat Dr. Stockinger, (+43 732)77 20-111 17

Hitzetage, Trockenperioden, Wetterextreme

 

Die globale Erderwärmung führt zu einer Zunahme von Wetterextrem-Ereignissen. Hitzetage und Trockenperioden wechseln mit Starkregen, Überschwemmungen, Hochwasser, Sturm- und Hagelunwettern. Für die nächsten 100 Jahre wird ein Anstieg der Durchschnittstemperatur um 5° Celsius voraus gesagt. Zum Vergleich: in den vergangenen 100 Jahren ist die Durchschnittstemperatur um 1,4° Celsius gestiegen. Der Klimawandel findet bereits statt und kann nur noch gebremst, aber nicht mehr gestoppt werden.

 

In Österreich rechnen Wetter-Wissenschafter mit einer Zunahme von Hitzetagen: in den nächsten 30 Jahren wird es jährlich 30 Sommertage geben, an denen es mehr als 30° Celsius Temperatur haben wird (das sind so genannte "Hitzetage"). Begleitend dazu kommt es zu längeren Trockenperioden, wo es mindestens 20 Tage keinen Niederschlag geben wird. Die Wahrscheinlichkeit eines Hitzesommers steigt um das 20fache.


Jeder kann etwas für den Klimaschutz tun und den eigenen Lebensbereich bewusst wahrnehmen

 

Landesrat Dr. Josef Stockinger: "Die Zunahme von Wetterkapriolen durch die Klimaveränderung trifft längst nicht mehr die Landwirtschaft alleine - weil sie ihre Werkstatt unter freiem Himmel hat -, sondern wirkt sich auf alle Lebensbereiche und Naturkreisläufe aus. Ziel muss sein, mit engagierten Maßnahmen für den Klimaschutz etwas zu bewegen."

 

Die Klimaschutzpolitik hat einen wesentlichen Stellenwert im Land Oberösterreich. Bereits im Frühjahr 2005 hat die oö. Landesregierung einstimmig einen Klimaschutzpakt beschlossen. Dabei ist die regionale Energieversorgung ein Schlüsselfaktor. Die heimische Land- und Forstwirtschaft steht für die Energiewende bereit. Agrar-Landesrat Stockinger: "Die Landwirtschaft in Oberösterreich ist in der Lage, Wärme und Strom, Biogas und Treibstoff zu liefern. Ein nächster Schritt ist die stoffliche Verwertung heimischer Pflanzen für den Ersatz von Erdölchemie."

 

Neben der Energieversorgung liegt ein großes Klimaschutzpotential im täglichen Einkaufsverhalten. Die bewusste Kaufentscheidung zu Lebensmitteln aus der Region stärken nicht nur Landwirtschaft und Arbeitsplätze, sondern sind ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz, weil weite Transportwege eingespart werden können.

 

8 von 10 Österreichern stehen bereits hinter dem Bewusstsein, dass regional Einkaufen ein Beitrag zum Klimaschutz ist (Quelle: Market Linz, Herbst 2005). Erfolgreiche Initiativen wie das "Genussland Oberösterreich" oder die Klimaschutzkampagne der Österreichischen Hagelversicherung leisten hier wesentliche Bewusstseinsbildung für "klimafreundliche" Lebensmittel.

 

Landwirtschaft als einzige Branche auf Kyoto-Kurs

 

Das die Landwirtschaft die Weichen rechtzeitig gestellt hat, belegt auch die CO2-Bilanz. Als einzige Branche ist die Landwirtschaft in Österreich auf Kyoto-Kurs beim CO2-Ausstoß. Die Landwirtschaft konnte den Anteil der schädlichen Treibhausgase von 1990 von 2003 um 11,3 % verringern. In den Kyoto-Zielen wurde vereinbart, dass zwischen den Jahren 1990 und 2010 der Anteil der schädlichen Treibhausgase um 13 % reduziert werden soll. "Die Landwirtschaft ist mit minus 11,3 % CO2-Ausstoß somit als einzige Branche klar auf Kyoto-Kurs", betont Agrar-Landesrat Stockinger. Zu den größten Umweltsündern gehört der Verkehr, der im Zeitraum 1990 bis 2003 plus 90 % CO2-Ausstoß verzeichnet.


Klimawandel: Landwirtschaft und Versicherungswirtschaft massiv betroffen - Deutliche Zunahme der Naturkatastrophen

 

Der Klimawandel - also die Veränderung des globalen Wetters über einen Mindestzeitraum von 30 Jahren - ist Realität. Darüber ist sich die Wissenschaft einig. "2005 war das Jahr in der Geschichte, das der internationalen Versicherungswirtschaft am teuersten kam", analysiert Generaldirektor Dr. Kurt Weinberger von der Österreichischen Hagelversicherung. Laut Münchener Rückversicherung sind in den vergangenen 45 Jahren die Schäden durch Naturkatastrophen um das Dreifache, die Schadenshöhe um das Achtfache und die versicherten Schäden um das 26-fache gestiegen (siehe Chart 2). Welche Auswirkungen das Wetter auf die Wirtschaft hat, zeigt sich besonders im Agrarsektor. 80 % des landwirtschaftlichen Ertrags hängen vom Wetter ab.

 

Der Trend der Zunahme von Naturkatastrophen spiegelt sich auch in den Aufzeichnungen der Österreichischen Hagelversicherung wider. Im heurigen Jahr gab es in Oberösterreich mehr als doppelt so viele Schadensmeldungen wie im Vergleichszeitraum 2005 (siehe Chart 3). Zuletzt kam es Anfang Juli 2006 innerhalb einer Woche zu zahlreichen Hagelunwettern, die in diesem kurzen Zeitraum in der oberösterreichischen Landwirtschaft einen Gesamtschaden von mehr als 1 Million Euro verursachten. Neben Hagel waren Oberösterreichs Bauern besonders von Frostschäden betroffen. Der Gesamtschaden durch Frost betrug hier mehr als 4 Millionen Euro.


Österreichs Landwirte sind ausgezeichnete Risikomanager

 

Die Zahlen der Österreichischen Hagelversicherung zeigen, dass die Bauern auf das höhere Wetterrisiko professionell reagieren. So sind in Oberösterreich bereits 83 % der landwirtschaftlichen Flächen hagelversichert und 60 % davon mehrgefahrenversichert. Mit der Mehrgefahren-versicherung, die neben Hagel die Risiken Frost, Trockenheit, Überschwemmung, Sturm, Auswuchs, tierische Schädlinge und Dauerregen bei Ernte abdeckt, hat die Österreichische Hagelversicherung die umfassendste Produktpalette in Europa. In Oberösterreich ist die versicherte landwirtschaftliche Fläche seit 1996 kontinuierlich gewachsen und konnte in der letzten Dekade um 45 % auf insgesamt 254.140 Hektar gesteigert werden (siehe Chart 4). 

 

Stabile Prämien durch bessere Risikostreuung

 

Eine Anhebung der Versicherungsprämien ist bei der Hagelversicherung nicht in Diskussion. Trotz einer deutlichen Zunahme der Wetterextremereignisse bleiben die  Versicherungsprämien stabil. In den vergangenen 10 Jahren verzeichnete man beim Agrarversicherer sogar eine durchschnittliche Prämienreduktion um 1 % pro Jahr. „Ermöglicht wurden diese Senkungen durch unsere Strategie der Risikostreuung: Mit der Mehrgefahrenversicherung gelingt es uns, mehr landwirtschaftliche Flächen zu versichern. Im Rahmen des freien Dienstleistungsverkehrs erweiterten wir diese Risikogemeinschaft heuer auch auf Tschechien. So führt Wachstum zu einer noch besseren Risikostreuung, womit stabile Prämien trotz Zunahme des Wetterrisikos gewährleistet sind“, sagt Generaldirektor Weinberger.

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Pressekonferenz am 21. Juli 2006

Landesrat Dr. Hermann Kepplinger und Dir. Frank Schneider, Landesgruppenobmann der GBV's


zum Thema

"Kinder sind unsere Zukunft: Spielplatzprojekte 2006"

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Rückfragen-Kontakt:

Mag.a Sabrina Hebenstreit (+43 732) 7720-120 43             

Presseinformationen

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