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Landeskorrespondenz Nr. 106 vom 8. Mai 2006

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LH Pühringer bei Eröffnung der Landesausstellung "Kohle und Dampf": Wichtige Spurensicherung für ein Kapitel der Wirtschafts-, Arbeits-, Sozial- und Kulturgeschichte unseres Landes

(LK) "Die  diesjährige Landesausstellung "Kohle und Dampf" in Ampflwang präsentiert die 200-jährige Bergbautradition im Hausruck und ist damit eine wichtige Spurensicherung eines bedeutenden Kapitels der Wirtschafts-, Arbeits-, Sozial- und Kulturgeschichte unseres Landes", erklärte am 5. Mai 2006 Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer in seiner Eröffnungsansprache.

 

"Der Bergbau war ein wichtiger Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung unseres Landes, insbesondere in der unmittelbaren Nachkriegszeit, als die Kohle ein Motor des Wiederaufbaus war. Die Landesausstellung verwirklicht eine Reihe kulturpolitischer Ziele: Sie pflegt unser Erbe und streicht seinen Stellenwert deutlich heraus. Bei der Pflege des Erbes geht es aber nicht darum, es museal zu verwalten, sondern zeitgemäß weiter zu entwickeln. Auch diesen Auftrag erfüllt die heurige Landesausstellung. Denn mit der ehemaligen Kohlesortierung konnte die Ausstellung in einem der ältesten und baugeschichtlich bedeutendsten Industriedenkmäler Österreichs untergebracht werden.

 

Darüber hinaus ergänzen 70.000 m2 Freigelände, auf dem 44 verschiedene historische Lokomotiven präsentiert werden, der Brecher Buchleiten als authentisches, begehbares montanhistorisches Denkmal die eigentliche Ausstellung in der Sortierung. Sie erfüllt auch einen weiteren Leitsatz der oö. Kulturpolitik, wonach Kultur weder geografischen noch gesellschaftlichen Grenzen unterworfen sein darf. Damit ist gemeint, dass bei allen kulturpolitischen Maßnahmen im Mittelpunkt stehen muss, dass nicht nur der Zentralraum, sondern sämtliche Regionen unseres Landes bestmöglich berücksichtigt werden. Die Landesausstellungen sind hier ein erstklassiges Instrument, dieses Ziel zu erreichen. Sie bringen dezentral in alle Regionen Oberösterreichs nachhaltige Impulse und Investitionen in Landschaften und Kulturstätten.

 

"Das kulturpolitische Ziel"ein kulturelles Angebot für alle "Landesbürger zu erstellen", verlangt den Landesausstellungen traditionell eine große Vermittlungsleistung ab. Diese Landesausstellung wurde daher besonders familienfreundlich gestaltet. Sie soll den Besuch zu einem gemeinsamen Erlebnis von Eltern und Kindern machen. Diese Landesausstellung bringt auch konkret zählbare ökonomische Früchte, denn sie trägt zur lokalen Wertschöpfung und zur touristischen Aufwertung der Region entscheidend bei.

 

Alle im Zuge der Landesausstellung hier im Hausruck geschaffenen Einrichtungen bleiben auch nach der Ausstellung als nachhaltige touristische Einrichtungen bestehen. Der Hausruck bekommt damit die Chance, sich als Natur-, Abenteuer- und Freizeitregion direkt im Herzen Oberösterreichs zu präsentieren", so Pühringer.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Bereits am ersten Wochenende großer Besucheranstrum bei der Landesausstellung

(LK) Bereits am ersten Wochenende stürmten mehr als 4.000 Besucher die Landesausstellung "Kohle und Dampf" in Ampflwang.
Die Besucher waren allesamt begeistert von der Gestaltung und Kinderfreundlichkeit der Ausstellung.
Als absolute Highlights erwiesen sich die spannenden Bergbauinszenierungen wie Strecke, Schichtwagen und Kohle-Dampflabor, im Bereich der Eisenbahn faszinierten vor allem der Schwerkraftwagen und die beiden detailgetreuen Modelleisenbahnen.
Auch die Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) freute sich über bestens ausgelastete Dampfsonderzüge von Timelkam nach Ampflwang, die jedes Wochenende fahrplangemäß verkehren. Eine Fahrt von Ampflwang nach Timelkam inklusive Eintritt in die Landesausstellung kostet nur 14 Euro (ermäßigt 12 Euro).

 

Ein großer Hit bei den kleinen Besucherinnen und Besuchern ist der Eisenbahn- und Bergbauerlebnisspielplatz gleich beim Eingang zur Ausstellung, der an den beiden Tagen von den Kindern stark frequentiert wurde.

 

"Der Besucherandrang in den ersten Tagen war so groß wie noch nie bei einer Landesausstellung zuvor, wir blicken zuversichtlich auf die kommenden sechs Monate", zeigte sich  auch Landeshauptmann und Kulturreferent Dr. Josef Pühringer höchst zufrieden. 

Führungsanmeldungen zur Landesausstellung sind unter der Tel. Nr.: (+43 7675) 39 400 möglich.


Nähere Informationen zur Ausstellung erhalten Sie unter:  www.landesausstellung.com oder beim Amt der OÖ. Landesregierung, Landeskulturdirektion, Promenade 37, 4021 Linz, Tel.: (+43 732) 77 20-143 69, k.post@ooe.gv.at.

 

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

LH Pühringer zum Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen: Erinnern heißt auch, konsequent an den Gegenentwürfen zum NS-Verbrechensregime weiterarbeiten

(LK) "Die am 7. Mai 2006 Gedenkveranstaltung zur Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen ist auch im heurigen Jahr ein deutliches Signal dafür, dass wir auch die dunklen Kapitel der Vergangenheit aus unserem Geschichtsbewusstsein nicht ausklammern, sondern bewusst an die Verbrechen erinnern, die auch auf oberösterreichischem Boden verübt wurden", erklärt Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

 

"An den Orten des Verbrechens wie Hartheim oder Mauthausen eint uns demutsvolles Schweigen angesichts dessen, was Menschen dort angetan wurde. Zu unserem gemeinsamen Gedenken gehört aber auch die immer wiederkehrende Erneuerung unseres festen Vorsatzes, ein Aufkommen jenes Ungeists, der für diese Verbrechen steht, nie wieder möglich zu machen. Dieser Konsens einte über Parteigrenzen hinweg die Männer der ersten Stunde des neuen Österreich und er muss auch heute eine Klammer zwischen allen sein, die politische Verantwortung tragen.

 

So wie die Männer der ersten Stunde verstehen auch wir heute die Zweite Republik als Gegenentwurf zum Terrorregime der Nationalsozialisten:

 

  • Der Nationalsozialismus stand für Angriffskrieg und Unterwerfung anderer Völker. Die politische Kultur der Zweiten Republik betrachtet Frieden nach innen und außen als höchstes Gut. Österreich ist daher auch Mitglied der Europäischen Union geworden, die sich in aller erster Linie als Friedensgarant in Europa versteht.
  • Der Nationalsozialismus hat Demokratie und Rechtsstaatlichkeit ausgeschaltet – die Zweite Republik machte sie zu ihren Grundelementen.
  • Der Nationalsozialismus trat die Menschenwürde mit Füßen – in der Zweiten Republik ist sie die höchste Richtschnur politischen Handelns.

 

Zum Erinnern an Gedenktagen wie diesen gehört daher auch das Selbstverständnis, unsere politische Kultur als Gegenentwurf zum Nationalsozialismus immer wieder in Erinnerung zu rufen und weiter zu entwickeln", so Pühringer.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

LH Pühringer intensiviert Kontakte zu Haupthandelspartner Deutschland/Treffen mit drei deutschen Ministerpräsidenten geplant

(LK) Die Verstärkung der internationalen Kontakte, um Oberösterreich im Ausland als Wirtschaftsstandort zu positionieren, ist ein Arbeitsschwerpunkt der oö. Landespolitik in diesem Jahr.


Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer wird diese Woche die Kontakte Oberösterreichs zu drei deutschen Bundesländern intensivieren. Begleitet wird der Landeshauptmann von Wirtschaftstreibenden, Vertretern der Wirtschaftskammer, der TMG und des Landes-Tourismusverbandes. "Deutschland als Exportmarkt Nr.1 der oö. Wirtschaft bildet selbstverständlich bei unseren Auslandskontakten einen Schwerpunkt", betont Pühringer. "Gerade jetzt, wo in Deutschland konjunkturell eine Erholung eingesetzt hat, ist dieser Wirtschaftsraum für heimische Exporteure naturgemäß besonders interessant."

 

Auf politischer Ebene wird Pühringer mit den Ministerpräsidenten dreier deutscher Bundesländer zusammentreffen. Die Programmpunkte im Detail:


 

  • Am 9. Mai wird Pühringer in Niedersachsen mit Ministerpräsident Christian Wulff zusammentreffen. Auf dem Programm stehen auch Gespräche bei VW in Wolfsburg und TUI.
  • Am 11. Mai ist Pühringer in Baden Württemberg zu Gast. Geplant sind unter anderem eine Standortpräsentation der Technologie- und Marketinggesellschaft des Landes sowie ein Arbeitsgespräch des Landeshauptmannes mit Europaminister Stächele. Ein weiterer Schwerpunkt ist ein Konzert des Brucknerorchesters, das sich momentan in Deutschland auf Tournee befindet. Am 12. Mai trifft Pühringer den Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten Günther Oettinger. Am selben Tag ist in Düsseldorf ein Business-Lunch und ein Arbeitsgespräch mit dem Nordrhein-Westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers geplant, der momentan den Vorsitz in der deutschen Ministerpräsidentenkonferenz führt.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Oberösterreich und Südböhmen wachsen noch weiter zusammen - neue touristische Grenzübertrittsstellen symbolisch eröffnet

(LK) Mit der symbolischen Öffnung der Grenzübertrittsstelle Mairspindt/Cetviny in der Marktgemeinde Windhaag bei Freistadt haben am Sonntag, 7. Mai 2006, Bundesministerin Liese Prokop, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, der südböhmische Kreishauptmann RNDr. Jan Zahradník, Landesrat Viktor Sigl sowie die Bürgermeister von Windhaag Alfred Klepatsch und Dolní Dvořiště Emil Ružička 11 touristische Grenzübertrittsstellen zwischen Oberösterreich und Südböhmen eröffnet. Sieben von ihnen wurden neu eingerichtet, vier wurden erweitert.

 

"Dadurch erhält die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Oberösterreichs mit Südböhmen vor allem im Bereich Tourismus einen ganz starken neuen Impuls", betonten Landeshauptmann Josef Pühringer und Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Viktor Sigl.

 

"Mit der Öffnung dieser kleinen, aber für das Zusammenleben so wichtigen Grenzübergänge wird ein Meilenstein gesetzt, damit sich die Menschen über die Grenze hinweg noch näher kommen können", unterstrich Pühringer. "Gerade im Wander-, Rad-, Reit- und Wintertourismus erwarte ich mir eine nachhaltige Belebung des Tourismus, sind doch die Tschechen gute und gern gesehene Gäste im Mühlviertel", betonte Landesrat Sigl. Die Grenzöffnungen ermöglichen aber auch eine Vernetzung der vorhandenen Infrastrukturen und eine neue Dimension der grenzüberschreitenden Weiterentwicklung der EUREGIO-Aktivitäten.

 

Seit dem Jahr 1999 hat sich die EUREGIO Bayrischer Wald - Böhmerwald mit den Gemeinden und regionalen Akteuren wie Bezirkshauptmannschaften und touristischen Verbänden auf beiden Seiten der Grenze um eine bessere Durchlässigkeit für touristische Zwecke bemüht.


Nach der Öffnung des Straßenübergangs Schöneben/ Zadní Zvonková für PKW und der Erweiterung von Guglwald/ Přední Výtoň im Dezember 2004 gehen nun mit Inkrafttreten einer entsprechenden Verordnung am 9. Mai 2006 an 11 Grenzübertrittsstellen in den Bezirken Rohrbach, Urfahr-Umgebung und Freistadt symbolisch die Grenzbalken hoch. Voraussetzung dafür waren die Ausverhandlung eines Abkommens zwischen Österreich und Tschechien auf Ministerebene, die Zustimmung der Ministerräte in beiden Staaten, die Unterzeichnung des Abkommens durch Innenministerin Liese Prokop und den tschechischen Innenminister Frantisek Bublan am 17. September 2005 sowie entsprechende Beschlüsse in den Parlamenten.

 

Parallel zu den politischen Verhandlungen liefen unter Koordination der EUREGIO vor Ort Vorbereitungsarbeiten im Bereich der Infrastruktur bis hin zum Beschilderungs- und Leitsystem. Die Finanzmittel für bauliche Maßnahmen wurden aus dem Programm Interreg III zur Verfügung gestellt. Die Maßnahmen sind in der Zwischenzeit großteils abgeschlossen, an einigen Grenzübertrittsstellen sind aufgrund des langen Winters aber noch Maßnahmen zu setzen.

 

Übersicht über Grenzübergänge

 

Festgelegte Stellen auf touristischen Wegen

Infrastruktur

Benützungsumfang

Öffnungszeiten

Plöckenstein - Plechý

(Erweiterung)

fertig

Fußgänger

1.4. - 30.9.

6.00 - 22.00 Uhr

1.10. - 31.10.

8.00 - 18.00 Uhr

Holzschlag - Nová Pec/Říjiště

(Erweiterung)

fertig

Fußgänger, Radfahrer, Schifahrer

1.4. - 30.11.

8.00 - 20.00 Uhr

1.12. - 31.3.

8.00 - 18.00 Uhr

Sonnenwald - Pestřice

(Neu)

Zufahrt wird noch saniert, sonst fertig

Fußgänger, Radfahrer, Schifahrer, Reiter/Pferde

1.4. - 31.10.

6.00 - 22.00 Uhr

1.11. - 31.3.

8.00 - 16.00 Uhr

Iglbach - Ježová

(Erweiterung)

fertig

Fußgänger, Radfahrer, Schifahrer

Ganzjährig

8.00 - 20.00 Uhr

St. Oswald - Koranda

(Erweiterung)

fertig

Fußgänger, Radfahrer

1.4. - 30.11.

8.00 - 20.00 Uhr

Dürnau - Mnichovice

(Neu)

provisorischer Übertritt möglich, Zufahrt und Steg werden saniert

Fußgänger, Radfahrer, Schifahrer, Reiter/Pferde

1.4. - 31.10.

6.00 - 22.00 Uhr

1.11. - 31.3.

8.00 - 20.00 Uhr

Rading - Radvanov

(Neu)

provisorischer Übertritt möglich, Zufahrt und Steg werden saniert

Fußgänger, Radfahrer, Schifahrer, Reiter/Pferde

1.4. - 31.10.

6.00 - 22.00 Uhr

1.11. - 31.3.

8.00 - 20.00 Uhr

Deutsch Hörschlag - Český Heršlák

(Neu)

fertig

Fußgänger, Radfahrer, Schifahrer

1.4. - 31.10.

6.00 - 22.00 Uhr

1.11. - 31.3.

8.00 - 20.00 Uhr

Eisenhut -

Horní Dvořiště

(Neu)

 

noch nicht fertiggestellt

Fußgänger, Radfahrer, Schifahrer

1.4. - 31.10.

6.00 - 22.00 Uhr

1.11. - 31.3.

8.00 - 18.00 Uhr

Hammern - Cetviny

(Neu)

zur Zeit noch nicht begehbar, Steg wird errichtet

Fußgänger, Radfahrer, Schifahrer

1.4. - 30.11.

8.00 - 20.00 Uhr

1.12. - 31.3.

8.00 - 18.00 Uhr

Mairspindt - Cetviny

(Neu)

fertig

Fußgänger, Radfahrer, Schifahrer

1.4. - 30.11.

8.00 - 20.00 Uhr

1.12. - 31.3.

8.00 - 18.00 Uhr


Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Landesrat Sigl: "Karriere und Matura" zeigt Chancen für Lehrabsolventen auf

Wels: FH lädt zum Bildungstag "Karriere ohne Matura" am 12. Mai

 

(LK) Alle namhaften Bildungsanbieter des Landes wie FH OÖ, Uni Linz, WK, AK, BFI, WIFI, Förder- und Stipendienstellen u.a. sind am 12. Mai am FH-Campus Wels beim Bildungstag unter dem Motto "Karriere ohne Matura" vertreten. Eingeladen sind Lehrlinge und Fachschüler, die in ihrer persönlichen Karriereleiter die nächste Sprosse erklimmen möchten, sowie Personalverantwortliche von Unternehmen.

 

"Dass auch ohne Matura viele Wege zum Studium offen stehen, zeigt das oö. Fachhochschulwesen schon seit über 10 Jahren. Bereits mehr als 1.000 FH-Absolvent/innen haben im Anschluss an die Lehre einen FH-Aufbaulehrgang und ihr Studium erfolgreich abgeschlossen und können in der Wirtschaft auf Top-Positionen verweisen," so Landesrat Viktor Sigl.

 

Von 9:00 bis 18:00 Uhr bietet der moderne Fachhochschul-Campus Wels, Stelzhamerstraße 23,  am 12. Mai die Bühne: Hochkarätige Referenten wie WKÖ Generalsekretärin Mag. Anna Maria Hochhauser sowie Diskussionsteilnehmer wie Dr. Roman Obrovski, AMS OÖ; Vizerektor,  Univ.Prof. Dr.DDr.h.c. Friedrich Schneider, DDr. Günter Haider, Österreichs PISA-Chef, u.a. nehmen am Vormittag zum Thema Weiterbildung Stellung.
Ganztags ermöglichen Infostände und ab 13:00 Uhr Präsentationen und Kurz-Vorträge einen Überblick über das oö. Weiterbildungsangebot. Testen kann man auch neue Technologien wie e-learning und Videoconferencing zu den oö. Technologiezentren.

 

"Damit wird Bildung vom Wohnort unabhängiger, die Chancen zum Zugang steigen auch für Menschen in ländlichen Regionen", so Sigl. Die FH OÖ bietet im berufsbegleitenden Studienangebot diese neuen Lehrmethoden ab Herbst in einem Mix mit fixen Blockseminaren und Abendkursen an. Programm auf www.fh-ooe.at

 

Lehre aufwerten!

Mit dem Bildungstag möchte die FH OÖ zu einem Motivationsschub bei engagierten Mitarbeiter/innen und zu einer Aufwertung der Lehre beitragen. "Unsere Wirtschaft braucht in den nächsten Jahren dringend bestens qualifizierte Fachkräfte mit solider praktischer Erfahrung und bestem theoretischen Wissen. Aus dem Reservoir an gut ausgebildeten Lehrabsolventen lassen sich genau diese Menschen finden und mit entsprechenden Angeboten zu akademischer Ausbildung motivieren und vorbereiten", so Sigl.

Gerhard Rumetshofer (+43 732) 77 20-151 02

Beilage:

Programm "Kariere ohne Matura" 295,58 KB)

LR Ackerl: "Linzer Arbeitsmarktpolitik tägt überproportional zum oberösterreichischen Erfolg bei!"

Linz Spitzenreiter unter den Landeshaupstädten beim Arbeitsmarkterfolg


(LK) Die gute Position Oberösterreichs im Vergleich zu den anderen Bundesländern bei den Arbeitslosenzahlen ist großteils auf die gute Entwicklung in Linz zurückzuführen. "Linz weist bei den Arbeitslosenzahlen den größten Rückgang aller Landeshauptsstädte auf!" so Gemeindereferent Josef Ackerl. "Der oberösterreichische Erfolg auf dem Arbeitsmarkt ist fast zur Hälfte auf die Linzer Anstrengungen zurückzuführen, dafür gebührt der Stadt Lob und Anerkennung!"

 

Oberösterreich hatte Ende April 1.307 Arbeitslose weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres. Linz trug zu diesem Rückgang mit 587 weniger Arbeitslosen 44,91 Prozent bei. Damit nimmt Linz absolut den ersten, anteilsmäßig den zweiten Platz unter den Landeshauptstädten ein, nur Klagenfurt trägt mit 50,73 Prozent noch mehr zum Arbeitslosenrückgang seines Bundeslandes bei. Prozentuell sank die Arbeitslosenzahl in Linz um 13,4 Prozent, auch dies der Spitzenwert unter den Landeshauptstädten.

 

Veränderung der Arbeitslosenzahlen Ende April

Peter Binder (+43 732) 77 20-151 12

LR Ackerl: "Hundehaltegesetz beinhaltet keine Tierquälerei!"

Schutz von Mensch und Tier steht im Vordergrund der Bemühungen um Regeln für ein friedliches Zusammenleben im Siedlungsraum

 

(LK) Der zuständige Landesrat Josef Ackerl reagiert heute auf die anhaltende Kritik sogenannter Hundeexpert/innen am Entwurf zur Novelle des oö. Hundehaltegesetz. "Auch wir haben Expert/innenmeinungen eingeholt, die Meinungsvielfalt hat aber eben zur Folge, dass wir es nicht jedem Recht machen können!" so Ackerl. Die am häufigsten kritisierte vorgeschriebene Kürze der Hundeleine sieht Ackerl nicht als Tierquälerei. "Diese kurze Leine gilt nur an jenen Orten, für die wir im Gesetz eine Leinenpflicht vorsehen, also z.B. in Horten oder Freizeitparks!" so Ackerl. "Der verantwortungsvolle Hundehalter wird mit dem Hund ohnehin Orte aufsuchen, an denen dieser an einer längeren oder ohne Leine seinen Bewegungstrieb stillen kann!"

 

Voraussichtlich in der Landtagssitzung im Juni wird die Novelle zum neuen Hundehaltegesetz beschlossen werden. Die Bürgerbegutachtung brachte zwar beinahe 300 Vorschläge zu Entwurfänderungen, aber keine neuen Erkenntnisse, weshalb der Entwurf wie ursprünglich vorgesehen vom zuständigen Unterausschuss mit großer Mehrheit angenommen wurde. Die wesentlichen Neuerungen betreffen u.a. die lang geforderte Verlängerung und Harmonisierung der Anmeldefrist von Hunden, eine Erweiterung der Mitwirkungspflicht der Organe der Bundespolizei und eben die von manchen Tierfreunden angefeindeten Regelungen der  Beschaffenheit von Hundeleinen und Maulkörben. Vor allem an den Leinenvorschriften wird Kritik geübt. "Die Leinenlänge von 1,5 Metern, die übrigens immer noch einen Auslaufkreis von 12 m2  ermöglicht, gilt ja nur an jenen Orten, für die eine Leinenpflicht vorgesehen ist!" so Ackerl. "Es handelt sich dabei um Orte, die ein erhöhtes Gefährdungs- und Risikopotenzial für Mensch und Tier aufweisen, z.B. in sämtlichen Kinderbetreuungseinrichtungen und öffentlichen Verkehrsmitteln!"

 

Gerade Kinder sind im Umgang mit Hunden ungeübt, wie der jüngste Hundebissfall zeigt, deshalb müssen Hunde in der Nähe von Kindern unter besonderer Kontrolle des Hundehalters sein. "Im Übrigen hätte ich mir gewünscht, die Novelle des Jugendschutzgesetzes hätte ähnlich viel Aufmerksamkeit erhalten wie das Hundehaltegesetz!" schließt Ackerl.

Peter Binder (+43 732) 77 20-151 12

Termine der Beratungsstellen

Antidiskriminierungsstelle des Landes

 

(LK) Der Aufgabenbereich der Antidiskriminierungsstelle erstreckt sich auf alle Angelegenheiten des Landes, der Städte und der Gemeinden, sofern diese Angelegenheiten in die Gesetzgebungskompetenz des Landes fallen. Aufgabe der Antidiskriminierungsstelle ist unter anderem die Förderung und die Verwirklichung der Gleichbehandlung.
Personen, die diskriminiert oder belästigt werden, wurden oder dies vermuten können sich zur Wahrung ihrer Rechte kostenlos anonym und vertraulich an die Antidiskriminierungsstelle des Landes wenden:
Antidiskriminierungsstelle beim Amt der Oberösterreichischen Landesregierung
Amtsgebäude Landhaus/Eingang Klosterstraße 7
EG, Zimmer 7
4021 Linz
Tel.: (+43 732) 77 20-114 46
Fax.: (+43 732) 77 20-116 21
E-Mail: as.post@ooe.gv.at

 

Mo, Di, Do: 08:00 - 12:00 Uhr und 14:00 - 16:00 Uhr
Mi, Fr: 08:00 - 12:00 Uhr sowie nach telefonischer Vereinbarung
Um Voranmeldung wird gebeten!

 

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Am Mittwoch, 10. Mai 2006, findet eine therapeutische Zusammenkunft der Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige für den Bezirk Kirchdorf, Bezirksalten- und Pflegeheim, Heiligenkreuzerstraße 7, 4563 Micheldorf von 19:00 bis 21:00 Uhr, und für den Bezirk Gmunden, Kößlmühlgasse 4, ab 18:00 Uhr, statt.

 

Erziehungs- und Familienberatungszentrum Ried im Innkreis,
Riedholzstraße 17, 4910 Ried im Innkreis

 

(LK) Familienberatungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: (+43 7752) 912-361
  • jeden Donnerstag von 17:30 bis 19:30 Uhr

 

Erziehungsberatungsstelle

  • Parkgasse 1, 4910 Ried
  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: (+43 7752) 912-361

 

Familientherapeutische Beratungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: (+43 732) 66 64 12

 

Mutterberatung

  • Dienstag von 09:00 bis 12:00 Uhr, Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr

 

Männerberatungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • (+43 732) 66 64 12

 

Jugendberatung und Jugendinformation

 

(LK) Beratung, Infos und Tipps für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, kostenlos  und persönlich.

 

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. (+43 732) 17 99: Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, www.jugendservice.at
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. (+43 7272) 758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. (+43 7712) 357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Ried im Innkreis, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. (+43 7752) 715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: Jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. (+43 7942) 725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. +43 7612/17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. +43 7248/644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. (+43 7262) 581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservicestelle-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. (+43 7289) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. (+43 7252) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. (+43 7242) 21 14-11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. (+43 7722) 222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at
  • Jugendservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. (+43 7672) 757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mailjugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at

 

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

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Pressekonferenz am 8. Mai 2006

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Stephan Rabl, Künstlerischer Leiter und Dr. Julius Stieber, Festivalleiter

 


zum Thema

"Theaterfestival SCHÄXPIR 2006 – die Programmhighlights im Überblick"

KB)

Rückfragen-Kontakt:

Dr. Julius Stieber (+43 732) 77 20-154 93

THEATERFESTIVAL SCHÄXPIR 2006
Die Programmhighlights im Überblick


Junges Theater am Puls der Zeit – unter diesem Motto startet heuer das internationale Theaterfestival SCHÄXPIR von 22. Juni bis 2. Juli zum dritten Mal durch. Nicht weniger als 46 Produktionen aus den verschiedensten Sparten werden in 187 Vorstellungen zu sehen sein. Mit 8 Uraufführungen österreichischer Theatergruppen, 19 Österreichpremieren und 6 deutschsprachigen Erstaufführungen internationaler Theatergruppen wird Oberösterreich ein weiteres Mal zum Zentrum des internationalen Theaters für junges Publikum. Zuletzt konnten 18.000 Besucherinnen und Besucher bei SCHÄXPIR gezählt werden. Auch für heuer ist von einem ähnlich großem Publikumsinteresse auszugehen.

 

Das SCHÄXPIR-Theaterfestival ist damit neben der OÖ. Landesausstellung 2006, die erst Ende letzter Woche eröffnet wurde, das große Kulturhighlight der Landes-kulturdirektion im heurigen Jahr. Es setzt Maßstäbe im kulturellen Angebot für eine junge Zielgruppe und leistet einen auch international viel beachteten Beitrag zur Wahrnehmung des Theaters für Kinder und Jugendliche als einer qualitativ hochwertigen Kunstform.

 

NEXT GENERATION: Treffen der Assitej International

 

Eine besondere Aufwertung erfährt das heurige Festival aber auch dadurch, dass das Executive Committee der Assitej International, der weltweiten Vertretung aller professionellen Kinder- und Jugendtheatermacher, im Rahmen von SCHÄXPIR 2006 sein Treffen in Linz abhalten wird. Neben einem intensiven Erfahrungsaustausch wird am 28. Juni auch ein internationales Symposium veranstaltet, das unter dem Titel "next generation" die Grundsatzfrage nach der nächsten Generation im Bereich darstellendes Spiel stellt.
SCHÄXPIR: Für Kinder, Familien und junge Erwachsene

 

Auf die Besucherinnen und Besucher kommt ein dichter Veranstaltungsreigen - insgesamt sind es 218 Termine - mit unterschiedlichsten Angeboten zu. Vom Tanztheater über das Schauspiel und Figurentheater bis hin zu Performances und multimedialen Installationen sind verschiedenste Theater- und Kunstsparten im Programm. Stücke für ganz Kleine wie "Und wer bist du?" (ab 1,5 J.), das behutsam das theatralische Vergnügen im Kinde weckt, und Stücke wie "Aalst" (ab 16 J.), das den Übergang vom Jugend- zum Erwachsenenstück markiert, zeigen die große Bandbreite des Festivals.

 

"CYRANO" UND "KING A":
Renommierte Theaterbühnen mit Klassikern bei SCHÄXPIR

 

Einer der Höhepunkte des Eröffnungswochenendes ist mit Sicherheit "Cyrano", aufgeführt vom Jungen Schauspielhaus Hamburg unter der Regie von Klaus Schumacher in den Kammerspielen (23.6., 14:00 + 19:30 Uhr). Diese Aufführung hat bereits in Deutschland große Furore gemacht und ist nun erstmals in Österreich zu sehen – für Jugendliche ab 14 Jahren und Erwachsene. Weitere Höhepunkte sind "Playing from the Heart" (ab 12 J.), die berührende Geschichte eines fast tauben Mädchens, das eine Karriere als Percussionistin einschlägt (Kammerspiele, 26.6., 10:00 + 19:00 Uhr), und die traumwandlerisch-schöne Tanzproduktion "Brief" (ab 14 J.), in der 19 Jugendliche aus Gent, Zürich, Stuttgart und Wien ihre Träume und Ängste auf bestechende Weise zum Ausdruck bringen (Posthof Linz, 25.6. + 27.6., jeweils 19:30 Uhr).
Eine ganz besondere Aufführung verspricht "King A" zu werden, ein Stück, das bereits vor zwei Jahren in der Inszenierung der niederländischen Gruppe Het Laagland für Begeisterungsstürme beim SCHÄXPIR-Publikum sorgte. Heuer zeigt SCHÄXPIR "King A" in einer nicht weniger rasanten Version des Nationaltheaters Mannheim, und zwar am 27.6., 19:30 Uhr, sowie am 28.6., 10:00 + 16:00 Uhr in den Linzer Kammerspielen.

Weiters sind bei den Jugendstücken noch zu nennen: "Playback Life", ebenfalls vom Jungen Schauspielhaus Hamburg inszeniert, macht einen Blick hinter die Kulissen des Starrummels (Posthof, 22.06., 10:00 + 20:30 Uhr), "Stormy Love inna Beatbox" des Schauspielhauses Wien bringt Shakespeares "Sturm" in einer trendigen, jungen Fassung mit DJ und viel Drive auf die Bühne (u\hof:, 22. - 24.6., jeweils 20:30 Uhr) und "Aalst" von der belgischen Gruppe Victoria (Theater Phönix, 30.6. und 1.7., jeweils 19:30 Uhr) thematisiert das Tabuthema Mord aus der Innenperspektive eines Mörders. Victoria ist eine international äußerst bekannte und erfolgreiche Performancegruppe, die bei vielen renommierten europäischen Festivals (u.a. Salzburger Festspiele) bereits zu Gast war.

 

Das junge theater basel ist mit einer Inszenierung des Regiestars Sebastian Nübling zu Gast, womit ein weiteres Highlight des Festivals genannt ist. Nübling hat sich den schwedischen Kultfilm "Raus aus Åmål", der in Schweden ebenso viele Zuschauer hatte wie "Titanic" und in den heimischen Kinos 1999 zu sehen war, zur Vorlage genommen und daraus mit viel Fingerspitzengefühl eine dynamische Version für die Bühne erarbeitet. Das Stück erzählt über die Probleme und Sehnsüchte von zwei jungen Mädchen in einer schwedischen Provinzstadt. Im Schauspielhaus Basel sowie auf dem Schweizer Jugendtheaterfestival "Blickfelder" wurde diese Produktion bereits mit großem Erfolg gespielt. Nun ist sie auch erstmals in Österreich zu sehen, und zwar am 30.6. und 1.7., jeweils 19:30 Uhr im Posthof.

 

"PANAMA" zum 75. Geburtstag von Janosch - und weitere Kinderstücke für Groß und Klein

 

Natürlich hat das SCHÄXPIR-Theaterfestival auch wieder eine ganze Reihe von Stücken für Kinder im Programm. Eines der Highlights ist "Panama", ein Tanztheaterstück mit Live-Musik, das nach Vorlage des Janosch´schen Kinderbuchklassikers "Oh, wie schön ist Panama" von der belgischen Gruppe Kopergietery für die Bühne erarbeitet wurde und nun als deutschsprachige Erstaufführung nach Linz kommt. Janosch feiert heuer seinen 75. Geburtstag. Das Theaterfestival SCHÄXPIR bringt seinen ersten großen Bucherfolg in einer frei bearbeiteten Fassung. Zu sehen in den Linzer Kammerspielen am 29.6., 14:00 Uhr, und am 30.6., 10:00 Uhr.

Weiters im Programm sind zahlreiche Uraufführungen oberösterreichischer Theater ("Die elektrische Großmutter", "Jan mit den Flügeln") sowie Geschichten rund ums Erwachsenwerden ("Schere Stein Papier", "Schwestern") und Fürchten ("Wolf unterm Bett" vom Theater Sgaramusch aus Schaffhausen/CH und "Wolf!" vom renommierten Huis aan de Amstel aus Amsterdam/NL).

 

Mit Hans Christian Andersens Märchen "Der große Klaus und der kleine Klaus" (ab 7. J., u. a. im Eisenhand am 25.6., 14:00 Uhr) sowie mit Pamela L. Travers "Mary Poppins" (ab 6 J.), zu sehen im Stadtheater Wels und im Theater Phönix, stehen zwei weitere Klassiker des Kindererzählgenres auf dem Programm.
Für die ganz Kleinen gibt es außerdem die Selbstwahrnehmnungsgeschichte "Und wer bist du?" (ab 1,5 J.) vom TOIHAUS Theater Salzburg sowie das Wohlfühlstück "Plüsch" (ab 2. J.) vom Dschungel Wien.


VON GÄRTEN UND ANDEREM - Multimediales Theater als Programmschwerpunkt

 

SCHÄXPIR 2006 beschreitet aber auch ganz neue Wege und lotet die Zone zwischen den unterschiedlichen Kunstgenres aus. Ein besonderer Schwerpunkt liegt heuer im Umgang der theatralen Kunst mit den Möglichkeiten Neuer Medien. Multimediale Tanztheatersücke, ein Comic-Musiktheater sowie eine musikalische Bildererzählung zeigen den Rahmen auf, in dem Neue Medien erfolgreich in das Theater für junges Publikum Eingang finden.

 

Ein besonderes Highlight dabei ist die von T.P.O. aus Prato (I) produzierte "Gartentrilogie", die an drei hintereinander folgenden Tagen im Posthof zur Aufführung kommt. Drei Gärten werden mit ihren unterschiedlichen Stilen in multimedialen Tanzperformances gezeigt: der "Kurdische Garten" (ab 4 J., 29.6., 10:00 + 14:00 Uhr), der "Japanische Garten" (ab 6 J., 30.6., 10:00 + 18:00 Uhr) und der "Italienische Garten" (ab 7. J., 1.7., 14:00 + 18:00 Uhr). Zwei Tänzerinnen begleiten dabei das Publikum durch unterschiedliche Szenarien: So werden u.a. Schattengärten durchschritten, wird in Labyrinthe eingetaucht und ein Wassertheater bestaunt. Die Interaktion mit den computergenierten Bilderwelten funktioniert über Sensortechnik, die von den Schritten der Tänzerinnen ausgelöst wird. Detailreich zeigen sich hier die faszinierenden Möglichkeiten einer virtuellen Erlebniswelt.

 

Ein minimalistischerer Umgang mit Neuen Medien wird in "Tschüss Mond" (ab 4 J.) praktiziert. Im Mittelpunkt dieses Erzähltheaters aus der Werkstatt des Kunsthauses Pantalone (Brüssel/B) stehen einfache Visuals, die mit Live-Musik stimmungsmäßig gerahmt werden. Das Besondere an diesem Stück ist nicht nur der poetische Inhalt - ein kleiner Junge und seine Beziehung zum Mond -, sondern insbesondere auch sein außergewöhnliches Zeitformat. Gespielt wird dieses 10-minütige Kurzstück im Halbstundentakt an insgesamt vier Tagen im u\hof: (29.6. - 2.7.) in insgesamt 40 Vorstellungen.

 

Nicht zuletzt seien hier auch zwei heimische Produktionen erwähnt, die mit Neuen Medien agieren. "Gregors Garten" (ab 6 J.), produziert vom Oral Office & Dschungel Wien, zeigt die Geschichte eines kleinen Jungen mit zu großen Händen, das Uraufführungsstück "Die elektrische Großmutter" (ab 7 J.) des Theaters Phönix wurde in Kooperation mit dem Ars Electronica Futurelab auf die Bühne gebracht und handelt von einer Roboter-Mum zum Liebhaben. Text und Regie stammen bei diesem Stück vom ehemaligen OÖN-Kulturchef Franz Schwabeneder. In der Hauptrolle ist Waltraud Starck, langjährige Leiterin des Theater des Kindes im Kuddelmuddel, zu sehen.

 

"JABBERWOCKY" - Mulitmediale Installation rund um "Alice im Wunderland"

 

Ein absolutes Novum bdeutet in vielerlei Hinsicht die multimediale Installation "Jabberwocky" der Künstlergruppe toxic dreams. Einerseits öffnet sich SCHÄXPIR damit einem Grenzbereich der theatralen Kunst, der theatralen Inszenierung mittels Rauminstallation, und zweitens wird "Jabberwocky" vom O.K Centrum für Gegenwartskunst mitproduziert und somit erstmals ein Koproduktionsprojekt im Rahmen von SCHÄXPIR realisiert.

 

Basierend auf Lewis Caroll´s Literaturklassikern "Alice in Wunderland" und "Durch den Spiegel und was Alice dort fand" ist "Jabberwocky" eine vergnügliche, multimediale Installation, die mit Ordnung und Traum, Vernunft und Gefühl, Kontrolle und Spontaneität spielt. Man zwängt sich durch Engstellen, betritt verrückte Räume und sieht sich immer wieder mit rätselhaften Phänomenen konfrontiert. Wesentlich ist die körperliche Erfahrung der Verwandlung, die die Künstlerinnen und Künstler dem Publikum mannigfaltig anbieten.

 

"Jabberwocky" wurde höchst erfolgreich bereits im Theaterhaus Dschungel Wien sowie im Kiasma Museum Helsinki gezeigt.

 

SPEZIELLE ORTE: "Hahnengasse 3" und "Kriegskindl"

 

SCHÄXPIR 2006 wagt sich diesmal aber auch außerhalb der geschützten Theaterräume und zeigt zwei Stücke in ungewöhnlichem Ambiente. Die Uraufführungsproduktion "Kriegskindl" des u\hof: Theater für junges Publikum, nach dem Roman "Die Kinder von Wien" von Robert Neumann, beschäftigt sich mit dem Thema Überleben von Jugendlichen am Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Jungendlichen haben mit dem so genannten Kindl eine Bombennacht im Keller verbracht. Der Kampf ums Überleben geht jedoch am Morgen danach erst richtig los. Der Cembran-Keller in Linz, sonst als Clubbing-Location stadtbekannt, gibt hier als Spielstätte den idealen Rahmen ab. Zu sehen ist "Kriegskindl" während der gesamten Festivalwoche an insgesamt 10 Terminen.

 

Aus dem holländischen Utrecht kommt hingegen eine Produktion, die in einer ganz normalen Wohnung gezeigt wird. Im Fall von SCHÄXPIR heißt die Adresse schlicht "Hahnengasse 3". Hinter der Adresse verbirgt sich die bekannte Denkwerkstatt von Hans Kropshofer - das TRANSPUBLIC am Alten Markt in der Linzer Altstadt. Die Gruppe Het Lab wird darin im Juni einen Bühnenraum bauen, der als Kulisse für ein generationenübergreifendes Stück ab 10 Jahren funktioniert. Die Zuschauer nehmen allerdings im Freien Platz und beobachten durch ein Fenster das Leben einer alten Frau am Rande der Gesellschaft. Zwischen Vouyerismus und Empathie hin und her gerissen wird man Zeuge eines ganzen Lebens.


RUND UMS FESTIVAL: Konzerte, Festivaltreff und Vermittlungsprogramm

Neben den zahlreichen Theaterprogrammen gibt es eine Vielzahl an Angeboten, die die Auseinandersetzung mit und die Vermittlung von Jugendkultur genreübergreifend suchen.

 

Konzerte und Events in der SCHÄXPIR-Nightline: Die SCHÄXPIR-Nightline bietet eine starke Eventschiene mit Konzerten, Performances, DJ-lines und Unterhaltung im Linzer O.K – Centrum für Gegenwartskunst, das mit dem Gastrobereich im Freideck und dem Veranstaltungsbereich im Mediendeck als Festival- und Szenetreffpunkt für alle offen steht. Zu sehen sind hier nicht nur Songwriterpop von FLORIAN HORWATH und Indierock vom feinsten mit MERKER.TV und KATE MOSH, soindern auch afrikanischer Tanz, ein Punkrock-Musical sowie beim großen Abschlussfest eine der besten Livebands des Landes: TRIO EXCLUSIV.


Kunstuniversität Linz gestaltet Festivaltreff im O.K: Um den Besucherinnen und Besuchern des Festivaltreffs einen möglichst angenehmen und atmosphärischen Aufenthalt zu ermöglichen, wird SCHÄXPIR heuer das Kooperationsprojekt mit der Kunstuniversität Linz – Studienrichtung Werkerziehung, die 2004 den Festivaltreff im O.K künstlerisch gestaltet haben, fortsetzen. Der Festivaltreff wird sich daher wieder gleichzeitig cool zeitgeistig, aber auch – bedingt durch ein klares Leitsystem – äußerst besucherfreundlich präsentieren.

 

Vermittlungsprogramme für Schulen: Ein Hauptaugenmerk wird auf die Zusammenarbeit mit Schulen gelegt. Diese Kooperationen gewährleisten ein umfassendes und qualitätsvolles Vermittlungsprogramm, ausgehend von der Schulbetreuung und -beratung im Vorfeld des Festivals über die zahlreichen Workshopangebote bis hin zu den theaterpädagogischen Vorbereitungsstunden, die für Produktionen mit schwierigen Inhalten oder ungewöhnlicher Ästhetik während des Festivals angeboten werden. Die Veranstaltungsdichte für Schulveranstaltungen am Vormittag entspricht ca. 1/3 der Gesamtkapazität der Theatervorstellungen.

 

Weiters wird – wie 2004 – die SCHÄXPIR-Videodokumentation von Schüler/innen und Absolvent/innen der HBLA für künstlerische Gestaltung Linz erstellt. Und mit SCHÄXPIR on air ist das Schülerradio FRECH des Medienrealgymnasiums Fadingerstraße wiederum höchst aktiv in das Theaterfestival eingebunden.


SCHÄXPIR – Die Kooperationspartner

 

Veranstalter: Land - Landeskulturdirektion
Kooperationspartner: Landestheater Linz, Theater Phönix, theater des kindes, LIVA, Posthof, Kuddelmuddel, O.K – Centrum für Gegenwartskunst, CCL – choreographic centre linz, Landeskulturzentrum Ursulinenhof, Landesschulrat für Oberösterreich, Kunstuniversität Linz, Transpublic, Stadttheater Wels, Altes Theater Steyr, Stadttheater Gmunden, Assitej International, Assitej Austria, RAIBA Club
Schulpartner: HBLA für künstlerische Gestaltung Linz, Medienrealgymnasium Fadingerstraße Linz, HLW für Kultur- und Kongressmanagement Steyr
Medienpartner: ORF – Landesstudio Oberösterreich, Club Ö1, OÖNcard
Supported by: Magistrat Linz – Kulturabt., Magistrat Wels, Magistrat Steyr, Stadt Gmunden, Pro Helvetia, Tools at Work u.a.

 

SCHÄXPIR – Das Team

Festivalleitung: Julius Stieber
Künstlerische Leitung: Stephan Rabl
Produktionsleitung: Alfred Rauch
Theaterpädagogische Leitung: Bernadette Wakolbinger
Technische Leitung: Franz Flieger Stögner
Organsiation: Julia Marketa Tauber
Künstlerische Assistenz: Sabrina Bolschetz
Presse und Öffentlichkeitsarbeit: Dieter Strauch
Info- und Kartenservice: Julia Ransmayr


 

WEITERE INFORMATIONEN, Programmheft- sowie Kartenreservierung unter:

 

SCHÄXPIR Festivalbüro
Landeskulturzentrum Ursulinenhof
Landstraße 31
4020 Linz

Tel. 0732 / 78 51 41

www.schaexpir.at

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Pressekonferenz am 8. Mai 2006

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Dr. David Pfarrhofer, market-Institut


zum Thema

"Ergebnisse einer aktuellen market-Umfrage zum Musiktheater"

84,85 KB)

Rückfragen-Kontakt:

Mag.ª Karin Speidl  (+43 732) 77 20-114 07

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Pressekonferenz am 8. Mai 2006

Landesrat Viktor Sigl, Ing. Josef Thurnhofer (Direktor ÖAMTC Oberösterreich) und Oberstleutnant Klaus Scherleitner
(stv. Leiter der Landesverkehrsabteilung im Landespolizeikommando)


zum Thema

"Verkehrserziehung im Kindergarten - Kooperation für mehr Sicherheit im Straßenverkehr"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:

Harald Köpplmayr, Leiter Referat für Verkehrserziehung und -sicherheit, ÖAMTC
KI Hermine Zaunmair, Abteilung Kindergärten und Horte, Land
Markus Baumgartner, GF Schulverein der Kreuzschwestern

 

Rückfragen-Kontakt:

Gehard Rumetshofer, Presse LR Sigl  (+43 732) 77 20-151 02
Mag.ª Daniela Laresser, Kommunikation ÖAMTC (+43 732) 33 33-211

Verkehrserziehung im
Kindergarten: Kooperation für mehr
Sicherheit für unsere Kleinsten im Straßenverkehr

 

Zahl der verunglückten Kinder noch verringern 151 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren verunglückten im Jahr 2005 im Straßenverkehr in Oberösterreich. Erfreulich: Die Zahl der Verunglückten ist rückläufig: 2003 waren es 197 Kinder, 2004 waren es 184 Kinder. Dieser rückläufige Trend soll sich fortsetzen. Dafür werden neue Akzente gesetzt und eine Kooperation mit dem ÖAMTC geschlossen: von der "spielerischen" Verkehrserziehung im Kindergarten, von der Ausbildung der Pädagoginnen und Pädagogen bis zu eigenen, kostenlosen Elternabenden.

 

Gefahren im Straßenverkehr bewusst machen Bereits im Kindergartenalter nehmen Kinder am Verkehrsgeschehen teil. Zeitgemäße Mobilitätsbildung bedeutet mehr als das Wissen um Verkehrsregeln und das Kennen von Hinweisschildern. Es geht um umfassende Förderung aller für die Verkehrsteilnahme wichtigen Kompetenzen. Dafür leistet "spielerische" Verkehrserziehung einen wesentlichen Beitrag.

 

Kostenlose Elternabende "Kinder in der Welt des Straßenverkehrs". Für Eltern gibt es zahlreiche Tipps und Hinweise, die sich einfach umsetzen lassen: richtiges und sicheres Verhalten im Straßenverkehr kann nur praktisch erlernt werden. Kinder brauchen bis weit in die Volksschulzeit eine konkrete Anleitung durch ihre Eltern oder jene Erwachsene, die mit ihnen regelmäßig unterwegs sind. Das Land unterstützt die ÖAMTC-Elternabende finanziell, so dass die Zahl der Elternabende künftig verdoppelt werden kann.

 

Neue Seminare für Pädagog/innen. Kindergarten- und Hortpädagog/innen müssen sehr gut ausgebildet sein und die Möglichkeit haben, sich laufend fortzubilden. Verkehrserziehung ist in den Lehrplänen der Bildungsanstalten für Kindergarten-pädagogik ein fester Bestandteil. Im Rahmen des Fortbildungsangebotes werden Seminare zur Verkehrserziehung angeboten. Neu - im Rahmen des Kooperations-projektes - werden als Erweiterung des Angebotes ab dem Bildungsjahr 2006/07 zusätzlich zwei Seminare im ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum Marchtrenk angeboten.

 

Verkehrserziehung im Kindergarten
Kooperation für mehr Sicherheit
unserer Kleinsten im Straßenverkehr

 

151 Kinder im Alter von 3 bis 6 Jahren verunglückten im Jahr 2005 im Straßenverkehr in Oberösterreich. Erfreulich: Die Zahl der Verunglückten ist rückläufig: 2004 waren es 184 Kinder, 2003 waren es 197 Kinder. "Wir wollen weiter stark daran arbeiten, dass noch weniger Kinder im Straßenverkehr verunglücken. Wir wollen uns hier besonders engagieren - und dafür von der "spielerischen" Verkehrserziehung im Kindergarten, von der Ausbildung unserer Pädagoginnen und Pädagogen bis zu Elternabenden auch neue Akzente setzen", betont der für die Kindergärten zuständige Landesrat Viktor Sigl.

 

Gefahren im Straßenverkehr
bereits im Kindergarten bewusst machen

Bereits im Kindergartenalter nehmen Kinder - noch weitgehend in Begleitung von Erwachsenen - am Verkehrsgeschehen teil. Eine Herausforderung sowohl für Eltern als auch für Pädagog/innen.
Zeitgemäße Mobilitätsbildung beinhaltet wesentlich mehr als das Wissen um Verkehrsregeln und das Kennen von Hinweisschildern. Im Zentrum steht eine umfassende Förderung aller für die Verkehrsteilnahme wichtigen Kompetenzen. Kinder müssen lernen, ihre Umwelt mit wachen Augen zu erleben. Gerade im Verkehr kommt es darauf an, möglichst schon vorher zu erkennen, wie sich eine Situation entwickeln wird, und sich selbst anderen mitteilen zu können.
Zielsetzung dieser Verkehrserziehung ist die Vorbereitung der Kinder auf den späteren Schulweg. Kinder sollen die Fähigkeit zum selbstständigen Überqueren der Straße auch in komplexen und unbekannten Verkehrssituationen sicher beherrschen. Sie sollen Aufmerksamkeit und Verständnis für die Abläufe im Straßenverkehr erwerben und mit Unterstützung von Eltern und Pädagog/innen vorbereitet werden, eigene Lösungsstrategien in der Realität entwickeln zu können.


Spielerische
Verkehrserziehung

Unter Berücksichtigung der wesentlichsten frühkindlichen Lernform, des "Spiels", setzen Kindergartenpädagog/innen gezielt Bildungsangebote bzw. fördern Spielsituationen, um Kinder im Erwerb folgender grundlegenden Kompetenzen zu unterstützen und zu fördern. 
 
Soziale Kompetenz
Verkehrsgerechtes Verhalten ist ein wichtiger Bestandteil von sozialer Kompetenz. Dabei geht es wesentlich um das Akzeptieren von Regeln und das Tragen von Mitverantwortung. Kommunikation ist ein wichtiger Schritt zur unabhängigen kindlichen Verkehrsteilnahme. Kinder sollen daran gewöhnt werden, zu den übrigen Verkehrsteilnehmern Kontakt zu suchen und in Interaktion zu treten.

 

Elemente der Bewegungserziehung
Untersuchungen im Zusammenwirken von motorischen Fähigkeiten und Unfällen von Kindern im Vorschulalter haben ergeben, dass motorisch weniger geschickte bzw. zu wenig geübte Kindergartenkinder in erhöhtem Ausmaß unfallgefährdet sind. Der Kindergarten bietet einen vielfältigen Rahmen zur Förderung motorischer Fähigkeiten mit den Zielen der Stärkung der Körperwahrnehmung, der Koordination von Bewegungsabläufen, der Automatisierung von Bewegungsmustern und der Schulung der Reaktionsfähigkeit. 


Förderung der auditiven (Hören, Horchen, Erkennen, Verstehen) und visuellen Wahrnehmung
Im Speziellen sind folgende Fähigkeiten für ein sicheres Verhalten im Straßenverkehr von Bedeutung: Identifizieren und Lokalisieren von Geräuschquellen, Bewegungs- und Richtungshören, Erkennen von Signalen, räumliches Orientierungs- und Vorstellungsvermögen und das Übertragen von visuellen Wahrnehmungen in motorische Handlungen.

 

Eltern als Vorbilder für Kinder:
Informations- und Diskussionsabende

Um die Elternarbeit der Kindergartenpädagog/innen zum Thema "Verkehrserziehung fachkompetent zu unterstützen", bietet der ÖAMTC Informations- und Diskussionsabende für Eltern 3- bis 6-jähriger Kinder an. Dabei werden Eltern von ausgebildeten ÖAMTC-Moderator/innen auf ihre aktive Rolle in der Verkehrserziehung aufmerksam gemacht.

  • Durchleuchten des Verhaltens der Kinder im Straßenverkehr: die entwicklungsbedingten Nachteile gegenüber Erwachsenen. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen.
  • Trainingsmöglichkeiten zur Verkehrsvorbereitung: Übung des sicheren Verhaltens als Fußgänger
  • Tipps zum Thema "Kinder als Mitfahrer im Auto": Informationen über Kindersicherheit im Auto.

Die Mitarbeiter des ÖAMTC Oberösterreich führen bereits derzeit kostenlose Elternabende in oö. Kindergärten durch. Um eine noch größere Anzahl an Pädagog/innen und Eltern zu erreichen und zu schulen, soll die Zahl der Elternabende durch finanzielle Unterstützung des Landes Oberösterreich erhöht werden.
 

Fortbildung für Pädagog/innen:
Erweiterung des Bildungsangebotes

Kindergarten- und Hortpädagog/innen müssen für ihre verantwortungs-volle Aufgabe entsprechend ausgebildet sein und die Möglichkeit haben, sich laufend weiterzubilden. Die Lehrpläne der Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik sehen Verkehrserziehung auf der 12. Schulstufe als verbindliche Übung vor. Darüber hinaus gilt auf allen Schulstufen das Unterrichtsprinzip Verkehrserziehung.
Im Rahmen des Fortbildungsangebotes für Kindergarten- und Hortpädagog/innen des Landes werden Seminare zum Thema "Verkehrserziehung" angeboten.
Im Rahmen des Kooperationsprojektes werden als Erweiterung des bereits bestehenden Angebotes im Bildungsjahr 2006/07 zwei Seminare für je 15 Teilnehmer/innen im Fahrsicherheitszentrum Marchtrenk zusätzlich angeboten

 

Die Inhalte: Straßenverkehr ist Teil des Alltags - daher ist eine frühzeitige Verkehrsvorbereitung als fixer Bestandteil der Entwicklungsförderung der Kinder notwendig. Das Seminar zeigt Möglichkeiten für den Kindergarten aber auch Synergien in der Zusammenarbeit mit Eltern auf.

 

Es werden folgende Themen bearbeitet:
- Aktuelle Kinderunfallstatistik
- Verhalten der Kinder im Straßenverkehr (Unterschiede im
   Verhalten/Wahrnehmungsvermögen zwischen Kindern & Erwachsenen)
- Wer ist für die Verkehrserziehung zuständig? (Eltern und/oder Kiga)
- Möglichkeiten des Kindergartens zur Verkehrserziehung
- Kindergarten als Impulsgeber für Eltern
- Kinder als Mitfahrer im Auto
- Anregungen für Bewegungsübungen für Verkehrserziehung im Kiga.


ÖAMTC-Elternabende, Seminare für Pädagog/innen
Ein weiter Weg: Kinder
in der Welt des Straßenverkehrs

 

Die Teilnahme am Straßenverkehr erfordert Fähigkeiten, über die Kinder oft noch nicht verfügen. Sie müssen vieles von dem, was Erwachsene im Alltag selbstverständlich beherrschen, erst lernen. Vor allem kleinere Kinder sind leicht abgelenkt. Sie geben ihrem Interesse "spontan" nach - und laufen dabei mitunter direkt auf die Straße. Hinzu kommt der starke Bewegungsdrang von Kindern. Das macht sie für andere Verkehrsteilnehmer unberechenbar.

 

Der Straßenverkehr spielt in der Wahrnehmung von Kindern nur eine untergeordnete Rolle. Vor allem beim Spiel sind sie oft nicht in der Lage, in ihrem Verhalten eine Situation vorwegzunehmen, die möglicherweise eine Gefahr bedeuten könnte.
Ein Beispiel: Kinder können nicht abschätzen, wie schnell sich ein Fahrzeug ihnen nähert. Ein Kind von 3 Jahren kann unter Umständen noch nicht einmal ein stehendes von einem fahrenden Auto unterscheiden.

 

Das "verkehrsgerechte Kind" wird es niemals geben und es darf auch nicht Ziel der Verkehrserziehung sein. Die Verkehrserziehung hat vielmehr die Aufgabe, Kindern das Hineinwachsen in den Straßenverkehr zu erleichtern und sie zu selbstverantwortlich handelnden, mündigen und kritischen Teilnehmern zu erziehen.

 

Vieles lernen Kinder durch Nachahmung. Deshalb ist es so wichtig, dass Mütter und Väter sich im Straßenverkehr vorbildlich und kindgerecht verhalten. Wenn sie neben einer entsprechenden Beaufsichtigung zusätzlich mit ihrem Kind das richtige Verhalten im Straßenverkehr üben, übernehmen sie einen wichtigen Teil der Verantwortung für die Sicherheit ihres Kindes.

ÖAMTC-Elternabende:
Kinder in der Welt des Straßenverkehrs

Letztendlich fragen sich alle Eltern: Wie schützt man sein Kind am besten? Wie hilft man seinem Kind effektiv, sich später im Straßen-verkehr ohne Angst und hellwach zurechtzufinden und mögliche Gefahren aus dem Weg zu gehen?
Die ÖAMTC-Elternabende "Kinder in der Welt des Straßenverkehrs" geben Eltern zahlreiche Tipps und Hinweise, die sich einfach umsetzen lassen: Richtiges und sicheres Verhalten im Straßenverkehr kann nur praktisch erlernt werden - bloße "Theorie" nützt nichts. Kinder brauchen bis weit in die Volksschulzeit eine konkrete Anleitung durch ihre Eltern oder jene Erwachsenen, die mit ihnen regelmäßig unterwegs sind.

 

Besonders ausgebildete Moderator/innen des ÖAMTC leiten die Veranstaltungen. Sie sorgen dafür, dass es keine langweiligen und theoretischen "Abhandlungen" gibt. Erfahrungs- und Meinungsaustausch stehen im Mittelpunkt. Medien und Hilfsmittel kommen zum Einsatz.
"Dank der Bereitschaft zur finanziellen Unterstützung der ÖAMTC- Elternabende durch das Land kann der Club deren Anzahl zukünftig verdoppeln", freut sich der Direktor des ÖAMTC , Ing. Josef Thurnhofer, und fügt hinzu, dass es ab Herbst auch ein spezielles Angebot für Kindergartenpädagog/innen geben wird.

 

Auch Kindergartenpädagog/innen bilden sich weiter
Nicht  nur die Eltern, sondern auch die Kindergartenpädagog/innen leisten einen entscheidenden Beitrag in der Verkehrssinnbildung der Kleinsten.
Dazu hat der ÖAMTC gemeinsam mit dem Land ein spezielles Weiterbildungsangebot ausgearbeitet, das im Herbst startet. In Tagesseminaren werden mit den Pädagog/innen Möglichkeiten erarbeitet, wie sie unterstützend zum Elternhaus wirken können. Da im Seminar auch praktische Übungen enthalten sind, finden die Kurse im ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum Marchtrenk statt.

Presseinformationen

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at