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Landeskorrespondenz Nr. 20 vom 24. Jänner 2006

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Pressekonferenz

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Landeskorrespondenz

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer: Theater im Hausruck erhält Bühnenkunstpreis 2005 des Landes Oberösterreich

(LK) Künstlerisch hervorragende Leistungen im Bereich darstellende Kunst zeichnet das Land Oberösterreich jährlich mit der Verleihung eines Bühnenkunstpreises und eines Anerkennungspreises aus. Eine siebenköpfige Jury entscheidet über die Zuerkennung der mit 7.500 Euro (Bühnenkunstpreis) und 1.500 Euro (Anerkennungspreis) dotierten Preise.  Nunmehr stehen die Preisträger 2005 fest: Das Theater im Hausruck wird mit dem Bühnenkunstpreis 2005 des Landes Oberösterreich ausgezeichnet, Christine Hartenthaler, Initiatorin der Theatergruppe muunkompanie, mit dem Anerkennungspreis, gibt Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer bekannt.

 

Mit den beiden Ausgezeichneten hat sich die Jury ganz bewusst für hervorragendes Theaterengagement in den Regionen entschieden. "Es ist ein Markenzeichen der oberösterreichischen Kulturpolitik, künstlerisches und kulturelles Engagement in allen Teilen des Landes zu unterstützen. Das ist Teil unserer Lebensqualität, und ein großer Standortvorteil Oberösterreichs", betont Landeshauptmann Dr. Pühringer.

 

Dem Theater im Hausruck ist es heuer mit dem großen Publikumserfolg "hunt oder der totale Februar" gelungen, als Impulsgeber für eine ganze Region zu fungieren. Der Mut, sich dem Thema Februar 1934 zu stellen, und die außerordentliche Leistung der vielen an der Produktion mitwirkenden Amateure und Laienschauspieler/innen hat die Jury überzeugt.

 

Christine Hartenthaler hebt sich mit einer besonderen Theaterform in mehrerlei Hinsicht von üblichen Sommertheaterprojekten ab. Mit einem Theaterwagen, den sie an unterschiedlichsten Plätzen in ganz Österreich aufstellt, ist die muunkompanie unterwegs, um Theater unter freiem Himmel auf höchstem Niveau zu bieten. Mit Casanova, basierend auf einer Textvorlage von Raimund Wallisch, in chorischer Darbietung hat das fahrende Theater mit Christine Hartenthaler die Jury für sich eingenommen.
 
Kulturreferent Landeshauptmann Dr. Pühringer wird die Preise im Frühling im Rahmen der Oö. Landesausstellung "Kohle und Dampf" in Ampflwang verleihen.

Dr. Elisabeth Mayr-Kern (+43 732) 77 20-154 91

Mag.ª Katja Hengerer zur Leiterin der Antidiskriminierungsstelle beim Amt der Oö. Landesregierung bestellt

(LK) Mag.ª Katja Hengerer wurde in der heutigen Sitzung der oö. Landesregierung auf Antrag von Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl mit der erstmaligen Leitung der Antidiskriminierungsstelle des Landes per 01. März 2006 für die Dauer von drei Jahren bestellt.

 

Mag.ª Katja Hengerer, geb. am 02. Dezember 1976 absolvierte nach dem Bundesgymnasium in Leoben das Studium der Rechtswissenschaften.

 

Ihren beruflichen Werdegang hat sie als Assistentin im Europäischen Parlament in Brüssel und Straßburg begonnen. Nach einem Jahr wechselte sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in die Karl-Franzens-Universität Graz.

 

Von 2003 bis 2005 leitete sie das Büro für Kriminalprävention und Opferhilfe im Bundeskriminalamt.
Zuletzt war Mag.ª Katja Hengerer als wissenschaftliche Mitarbeitern im Energieinstitut an der Johannes Kepler Universität tätig.

Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55

Beilage:

Curriculum Vitae 13,72 KB)

2,5 Mio. Euro Landesförderung für den Wegeerhaltungsverband Eisenwurzen

(LK) Für die Erhaltung des ländlichen Wegenetzes in den Bezirken Steyr - Land, Kirchdorf/Krems und Linz - Land  wurde in der letzten Sitzung der oö. Landesregierung auf Antrag von Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl ein Landesbeitrag von 2,5 Mio. Euro für den Wegeerhaltungsverband Eisenwurzen genehmigt.

 

Ein vordringliches Ziel der oberösterreichischen Regionalpolitik war und ist es, außerhalb der Ballungszentren Lebensraum zu erhalten und damit Lebensqualität zu schaffen. Eine der wichtigsten Maßnahmen ist dabei der Ausbau des Kleinstraßennetzes. Güterwege sind die Lebensadern des ländlichen Raumes. Sie haben für Länder, Gemeinden, Wirtschaft und Fremdenverkehr einer Region umfassende Bedeutung. Der Neubau und die Erhaltung des Bestandes dieser Verkehrsverbindungen muss im Interesse von uns allen liegen.

 

Seitens des Landes werden große Anstrengungen im Bereich des Güterwegebaues bzw. der -erhaltung unternommen. Rund 9.600 km Güterwege wurden bereits errichtet. Neben dem Effekt der Erschließung hat der Wegebau auch eine beschäftigungspolitische Aufgabe. Bei einem jährlichen Bauvolumen von rd.  30 Mio. Euro (Neubau und Erhaltung) können damit viele regionale Arbeitsplätze gesichert werden.

 

Im Bereich der Erhaltung, die immer mehr an Bedeutung gewinnt, wurden neue Wege - die Gründung von Wegerhaltungsverbänden - eingeschlagen. Drei Erhaltungsverbände wurden bereits gegründet, bis 2009 werden wir Güterwegeerhaltungsverbände in ganz Oberösterreich einrichten, kündigt Hiesl an.

Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55

Österreichs Felder sollen frei bleiben von gentechnisch veränderten Pflanzen

LR Stockinger: Den konsequenten Weg weitergehen

 

(LK) Das von Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat geplante Importverbot für die gentechnisch veränderte Rapssorte GT73 unterstützt Oberösterreichs Agrar-Landesrat Josef Stockinger: "Österreich muss hier seinen Weg konsequent weitergehen."

 

Bei gentechnisch veränderten Rapssorten ist auch die Zulassung als Futtermittel besonders problematisch, weil es bei den Rapskörnern relativ leicht - etwa durch Windverbreitung - zu einer ungewollten Anpflanzung im Naturhaushalt kommen kann und sich Verunreinigungen dann sehr stark ausbreiten könnten.

 

"Wir wollen unsere Felder von gentechnisch veränderten Pflanzen sauber halten. Dieses klare Profil wird zunehmend ein Standortvorteil. Das untermauert auch die jüngste Aussage des Babynahrungsherstellers HIPP", sagt Landesrat Stockinger.

 

Seit heute Montag ist ein Entwurf einer Verbotsverordnung für gentechnisch veränderten Raps aus der Ölrapslinie GT73 in Begutachtung. Österreich will damit trotz eines Beschlusses der EU-Kommission vom Juni 2005 den Import der gentechnisch veränderten Rapssorte GT73 der Firma Monsanto verbieten. Parallel dazu kündigt das Gesundheitsministerium eine Studie an, die belegen soll, dass Raps viel leichter auskreuze als andere Sorten.

Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17 oder (+43 664) 829 89 99

Aus der Sitzung der Oö. Landesregierung: Mag.ª Katja Hengerer wird Leiterin der Antidiskriminierungsstelle

(LK) Die Oö. Landesregierung beschloss in ihrer Sitzung am 23. Jänner 2006, Mag. Katja Hengerer für die Dauer von drei Jahren als Leiterin der Antidiskriminierungsstelle beim Amt der Oö. Landesregierung zu bestellen.

 

Zur Existenzsicherung von bergbäuerlichen Wahrungsbetrieben, das sind jene mit anerkannten natürlichen Produktionserschwernissen der Zonen 1 bis 3 (außerhalb der von der EU anerkannten Benachteiligten Gebiete), soll künftig eine Landesförderung in Höhe von 40, 70 und 100 Euro pro Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche - je nach Bergbauernzone - gewährt werden. Insgesamt ergibt sich für die derzeit anspruchsberechtigten 170 bergbäuerlichen Wahrungsbetriebe in Oberösterreich ein Landesmittelbedarf in Höhe von 74.565 Euro, der nunmehr bewilligt wurde.


Österreich ist es gelungen, für sein Programm für die Entwicklung des ländlichen Raumes 2000 - 2006 insgesamt einen überproportionalen Anteil von 9,7 Prozent aller EU-Mittel für die ländliche Entwicklung auszuverhandeln. Den Förderungswerbern werden daher als einzelbetriebliche Investitionsförderungen und Niederlassungsprämien für Junglandwirte Beiträge von insgesamt 4,6 Millionen Euro genehmigt.

 

Für die Anschaffung von weiteren Gelenktriebfahrzeugen sowie zur Aufrüstung bereits vorhandener Fahrzeuge der LILO im Zeitrahmen von 2004 bis 2007 wurde der heurige Landesbeitrag in Höhe von 4,2 Millionen Euro zur Auszahlung gebracht.

 

Der Gemeinde Schwarzenberg am Böhmerwald werden für die "Studie zur Regionalentwicklung durch Optimierung der bestehenden Infrastruktur in Schwarzenberg"  zusammen 20.000 Euro aus Landes- und EU-Mittel zur Verfügung gestellt.


Für die Erhaltung des ländlichen Wegenetzes in den Bezirken Steyr-Land, Kirchdorf/Kr. und Linz-Land wurde ein Landesbeitrag von 2,5 Millionen Euro bewilligt.

 

Weiters wurde beschlossen, dem AKH Linz für die Errichtung der 4. Bauetappe einen Finanzierungsbeitrag in Höhe von 260.000 Euro sowie für die Errichtung einer Tiefgarage im Bereich des Mutter-Kind-Zentrums 350.000 Euro zur  Verfügung zu stellen.

 

Dem Österreichischen Roten Kreuz und dem Arbeiter-Samariter-Bund wurden zum Ankauf von weiteren 300 Rufhilfegeräten Beihilfen von zusammen 114.70 Euro gewährt.

 

Der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte wird für die Sanierung baulicher Objekte und die Restaurierung technischer Denkmäler in Hinblick auf die oö. Landesausstellung 2006 ein Landesbeitrag in Höhe von 800.000 Euro bewilligt.

Waltraud Eder (+43 732) 77 20-114 96

Termine der Beratungsstellen

Jugendberatung und Jugendinformation

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

 

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. (+43 732) 17 99: Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, www.jugendservice.at
  • Jugendservice Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. (+43 7942) 725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservice Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. (+43 7612) 17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugendservice Kirchdorf an der Krems, Kirchengasse 6, 4560 Kirchdorf, Tel. (+43 7582) 604 16, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-kirchdorf@ooe.gv.at
  • Jugendservice Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. (+ 43 7262) 581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstraße 9, 4780 Schärding, Tel. (+43 7712) 357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. (+43 7248) 644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at

 Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

 

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Donnerstag, 26. Jänner 2006, in der Bezirkshauptmannschaft Freistadt, Promenade 5, von 08:30 Uhr bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Ried, Parkgasse 1, von 08:00 bis 13:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Peuerbachstraße 26, von 14:00 bis 18:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Perg, Dirnbergerstraße 11, von 08:30 bis 12:30 Uhr sowie von 14:00 bis 16:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle Mondsee, Krankenhausstraße 8, von 09:00 bis 12:00 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle Jungmairgasse 1, von 08:00 bis 12:00 Uhr, im Bezirk Linz-Land, Kärntnerstraße 1, von 08:30 bis 12:30 Uhr; im Bezirk Linz-Land, Außenstelle Enns, Dr. Karl Rennerstraße 31, von 14:00 bis 18:00 Uhr, im Bezirk Schärding, im Bezirksaltenheim Schärding, Tummelplatzstraße 7, von 08:00 bis 13:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf an der Krems, Garnisonstraße 1, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, sowie in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Bahnhofstraße 10, von 14:00 bis 17:00 Uhr, statt.

 

Weiters finden Therapeutische Zusammenkünfte von Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige am Donnerstag, 26. Jänner 2006, für den Bezirk Linz-Land, Außenstelle Enns, Dr. Karl Rennerstraße 31, (Seniorenclub) ab 19:00 Uhr statt.

 

Familienberatung

 

(LK) Familienberatung durch Arzt, Jurist und Sozialarbeiter am Donnerstag, 26. Jänner 2006, in den Familienberatungsstellen des Landes Oberösterreich bei den Bezirkshauptmannschaften Gmunden (Tel. +43 7612/ 792-345) von 17:00 bis 19:00 Uhr und Steyr (Tel. +43 7252/ 523 61-82) von 18:00 bis 20:00 Uhr.

 

Familienberatung für den Bezirk Wels-Land

 

(LK) Familienberatungen durch einen Juristen und eine Psychologin für den Bezirk Wels-Land erfolgen nach telefonischer Vereinbarung. Anmeldungen werden während der Amtsstunden unter der Telefonnummer (+43 7242) 618-452 entgegen genommen: Montag und Donnerstag von 07:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 17:00 Uhr, Dienstag von 07:00 bis 17:00 Uhr, Mittwoch von 07:00 bis 13:00 Uhr und Freitag von 07:00 bis 12:30 Uhr.

Pressekonferenzen

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Pressekonferenz am 24. Jänner 2006

Landes-Feuerwehrkommandant Johann Huber und Feuerwehrreferent LR Dr. Josef Stockinger


zum Thema

Übersicht der Oö. Feuerwehren über das Einsatzjahr 2005

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Rückfragen-Kontakt:

Walter Silber 0732/7720-111 17 oder 0664/829 89 99

Vorläufige Zahlen für das Jahr 2005:

  • 40.715 mal für Oberösterreich im Einsatz:

    • 9.163 Brandeinsätze (+102 gegenüber 2004)
    • 31.552 Technische Hilfeleistungen (+559 gegenüber 2004)
    • Statistisch ca. 111 Einsatzleistungen pro Tag
    • Über 222.000 eingesetzte Mitglieder
    • Mehr als 475.000 Stunden für den Einsatzdienst
    • davon ca. 134.000 Stunden im Brandeinsatz    

  • 89.755 Mitglieder in 926 Feuerwehren:

    • (891 FF, 34 BTF, 1 BF (minus 3 FF, minus 2 BTF gegenüber 2004) (Frauenanteil: 1.832 Mitglieder) (+338 - fast identer Zugang wie 04)
    • 63.514 Aktive (-600)
    • 16.219 Reservisten (+423)
    • 10.022 Jungfeuerwehrmitglieder (+ 134)
      Oberösterreichweit werden 722 Jugendgruppen geführt.

  • 927 Personen und 1.663 Tiere gerettet oder aus Notlagen befreit (Steigerung gegenüber 2004)

Steigerung der Einsatzausfahrten um 661 gegenüber 2004.

 

Brandeinsätze 2005:

 

Auszug der betroffenen Kategorien:

 

2.080 Blinder Alarm / Täuschungsalarm

1.808 Brand Industriebetrieb

1.122 Brand Wohngebäude

   725 Gewerbebetrieb

   707 öffentliche Gebäude

   625 Landwirtschaftl. Objekte 

   391 Kraftfahrzeuge

   272 Fluren und Wald

   221 Müll

     20 Schienen- /Wasserfahrzeuge

 

Zu beachten:

 

Die Zahl der blinden Alarme liegt statistisch weitaus höher! Täuschungsalarmierungen durch automatische Brandmeldeanlagen werden in die entsprechenden Kategorien eingereiht und als Brandverdacht gewertet. 

 

Technische Hilfeleistungen 2005: 

 

Auszug einiger Kategorien:

 

3.754 Pumparbeiten

2.230 Wasserversorgung

2.134 Verkehrsunfall

1.945 Hochwasser, Überschwemmung

1.860 Auslaufen von Mineralöl

1.822 Bergung von KFZ

1.781 Sicherungsdienste

1.777 Wespen und Hornissen

1.663 Verkehrswegsicherung

1.129 Freimachen Verkehrswege

   739 Wasserschaden, sonstiger

   738 Drehleiter-, Hubsteigereinsatz

   522 Sturmschaden 

   448 Ausströmen v. Gasen, Dämpfen 

   444 Türöffnung  

   373 Befreiung v. Menschen aus Notlage

   373 Tiere in Notlage 

   234 Notstromversorgung

   166 Suchaktion

     98 Taucheinsatz 

Stundenaufzeichnungen - Mammutanteil im Hintergrund:  

 

Die Arbeit der Feuerwehren im Einsatz macht im Vergleich nur einen kleinen Teil der aufgebrachten Zeit aus. Vielmehr an Stunden verlangt die Aufrechterhaltung des Betriebes "Feuerwehr", sprich Aus- und Weiterbildung, Organisation, Wartung, Jugendarbeit usw..)

 

Abseits des Einsatzdienstes wurden von den Feuerwehren im Jahr 2005 3.933.000 Gesamtstunden erbracht.

 

Inklusive des Einsatzdienstes ergibt sich daher ein Gesamtaufwand der Oö. Feuerwehren von 4,1 Millionen Arbeitsstunden 

 

Einsatzentwicklung in Oö:

 

Jahr Brandeinsätze Techn. Hilfeleistungen Gesamt
1995       6.216 22.312 28.528
1996 6.631 23.046 29.677
1997 7.571 25.200 32.771
1998 8.082 25.283 33.365
1999 7.256 29.672 36.928
2000  9.008 30.298 39.306
2001 8.636 28.065  36.701 
2002 8.634 53.643  62.277
2003 9.042 43.533 52.575 
2004 9.061 30.993  40.054 
2005 9.163  31.552  40.715

 

2005 - Das Jahr der Katastrophenhilfe

2005 war schlichtweg das Jahr der Katastrophenhilfe und stellte sehr deutlich unter Beweis, dass Oö. Feuerwehrwesen auch über die Grenzen hinweg in der Lage ist, in Notsituationen zu helfen. Neben dem aktiven Hilfseinsatz nach der Hochwasserkatastrophe in Tirol im August 2005, waren auch einige Hilfslieferungen nach Rumänien und Bulgarien zu verzeichnen. Mitarbeiter des Oö. Landes-Feuerwehrverbandes transportierten im Auftrag des Innenministeriums benötigtes Gerät nach Rumänien und Bulgarien. 


Weltmeisterjahr 2005

Die internationalen Feuerwehrwettkämpfe, die sog. Feuerwehr-Olympiade - im kroatischen Varazdin brachte für die Teilnehmer aus Oberösterreich einen wahren Medaillenregen. Unter anderem holte sich die Jugend- sowie die Aktivgruppe den Weltmeistertitel. Oberösterreichs Feuerwehren zeigten somit einmal mehr, dass sie nicht nur in ihrer Schlagkraft, sondern auch im Bewerbswesen und dem damit verbundenen Teamgeist die Nase vorne mit dabei haben.   

 

Digitales Warn- und Alarmsystem ausgebaut

Gegen Ende des Jahres 2005 erfolgte der Ausbau des Warn- und Alarmsystems auf alle Bezirke in Oberösterreich. Die digitale Alarmierung der Feuerwehren erfolgt nun detaillierter und schneller. Nach dem Erfassen der Alarmpläne für die jeweiligen Einsatzkriterien durch die Feuerwehren wird zudem auch eine zielgenauere Alarmierung seitens der Landeswarnzentrale möglich sein. 


Atemschutz- und Sprengdienstleistungsprüfung

Der Ausbildungssektor des Oö. Feuerwehrwesens wurde im abgelaufenen Jahr 2005 um zwei Bereiche durch die Schaffung von zwei neuen Leistungsprüfungen deutlich verbessert. Sowohl im Branddienst unerlässlichen Atemschutzbereich als auch im Sprengdienst dienen dies Leistungsprüfungen zur Festigung des Umgangs mit diesen Materien. Die Leistungsprüfungen sind keine neue Bewerbskategorien, sondern - wie der Name schon verrät - "konkurrenzlose" Überprüfungen des Wissensstandes. 
 

Schneedruckreicher Jahresbeginn 2006

Für zahlreiche Feuerwehren quer durch das Bundesland Oberösterreich begann des neue Jahr sehr arbeitsreich. Schneedruckschäden erforderten von vielen Wehren tagelange Hilfeleistungseinsätze! Mehr als 2.000 Hilfeleistungen wurden dabei bewältigt. Auch während der zweiten Jännerhälfte standen die Feuerwehren Oberösterreichs nach wie vor immer wieder bei Schneedruck-Hilfeleistungen im Einsatz.
Vielfach haben sich hier neuerlich auch die Sonderfahrzeuge der Feuerwehren bewährt, so dass die Investitionspolitik für die Erhaltung und Schaffung der modernen Schlagkraft mehr als gerechtfertigt ist. 
 
Schlechte Zeiten für Scherzanrufer

Schlechte Zeiten herrschen derzeit für jene, die Notrufeinrichtungen mit Scherzanrufen belagern. Jener Daueranrufer, der im Jänner 2006 in einer Nacht 79x den Notruf in der Oö. Landeswarnzentrale läuten ließ und auflegte, als der Bedienstete abnahm, konnte trotz Wertkartenhandy ausgeforscht werden. Ein 12-jähriger Bub aus dem Bezirk Freistadt konnte nun als Täter ermittelt werden. Nach dem Besuch der Polizei vor Ort, zeigte sich das Kind geständig, ließ aber nach dem Abrücken der Polizei gleich abermals 10x den Notruf klingeln… Erst dann wurde es rechtlich möglich, das Handy des eifrigen Telefonisten per Antrag durch den Staatsanwalt einziehen zu lassen. 

 

Aus der Landes-Feuerwehrschule (LFS):

  • Lehrgänge am Standort der Landes-Feuerwehrschule in Linz 2005:
    • Anzahl der Lehrgangsarten: 63
    • Lehrgänge (LFS Linz): 203Lehrgangsteilnehmer (LFS Linz): 8.316
    • Manntage (Summe der Lehrgangsteilnehmer pro Tag): 21.120

  • Außenlehrgänge der LFS (Bezirke):
    • 30 Grundlehrgänge mit 1.585 Teilnehmern
    • 29 Funklehrgänge mit 1.168 Teilnehmern

  • Gesamt inklusive Außenlehrgänge 2005:
    • 262 Lehrgänge
    • 11.069 Teilnehmer
    • 26.626 Manntage (Summe der Lehrgangsteilnehmer pro Tag)

230.000. Lehrgangsteilnehmer am 18.11.2005, Feier mit LR Dr. Stockinger.
Führungsseminar des ÖBFV für die Organe der Bundesländer Oberösterreich, Salzburg, Tirol und Vorarlberg, sowie Südtirol.

  • Fachseminare des ÖBFV für höhere Feuerwehrführungskräfte:

    • "Ausbildungsmethodik für Lehrpersonal der Feuerwehrschulen"
    • "Rechtskunde"
    • "Rhetorik" 
    • "Menschliche Aspekte im Feuerwehrdienst"
    • "Führungsverfahren und Stabsarbeit"

  • Brandschutzveranstaltungen für Betriebe, Schulen und verschiedene Organisationen, größtenteils gemeinsam mit der Brandverhütungsstelle.
  • Aus- und Weiterbildungen für Mitarbeiter der OÖLFS, Hauptberufliche und Gastausbilder.
  • Sitzungen und Tagungen von Referaten, Sachgebieten, Arbeitsgruppen und Ausschüssen des ÖBFV und des OÖLFV.
  • Information über die Aktion "Fit-For-Fire-Fighting" (FFFF) und Ausbilderschulung.
  • Katastrophenschutzseminar für Führungskräfte des OÖLFV.
  • Projekt Brandschutz, Feuerwehr und Suchtprävention (FJ, Ausbilder, B+AFKDT, geplant KDT-W).
  • Seminare Notfallseelsorge, Schiffsführer-Weiterbildungslehrgänge.
  • Drehleitermaschinistenlehrgang mit Ausbildern der SFS Regensburg..
  • Komplettierung der Küche und Versuchsanordnung für Fettbrand in der "Erste Löschhilfe Box" auf dem ÜbungsgeländeAtemschutzleistungsprüfung, Sprengleistungsprüfung. 

Oö. Feuerwehren: Sicherheit zu jeder Zeit

 

Feuerwehr-Landesrat Stockinger dankt für Ehrenamt und Engagement

Oberösterreich verfügt über ein flächendeckendes und gut funktionierendes Feuerwehrwesen. Die Mitglieder der freiwilligen Feuerwehren stehen mit Einsatzbereitschaft und Engagement zur Verfügung, wenn Hilfe gebraucht wird. "111 Einsatzleistungen pro Tag sind Zeuge für den Sicherheitsauftrag der Feuerwehren", sagt Feuerwehr-Landesrat Dr. Josef Stockinger, der allen Feuerwehrleuten für ihren Einsatz im Dienst der Sicherheit in Oberösterreich dankt.

 

Den oö. Feuerwehren ist es gelungen, Zugkraft für die Jugend zu entwickeln. Erstmals gibt es mehr als 10.000 Jungfeuerwehrmitglieder in 722 Jugendgruppen. "Für viele Jugendliche ist die Mitarbeit in der Feuerwehr das erste Erlebnis, gebraucht zu werden. Das ist besonders wichtig für das Hineinwachsen in eine soziale Verantwortung", sagt Feuerwehr-Landesrat Stockinger.

 

In der technischen Ausrüstung gibt es für das Funkwesen wichtige Weichenstellungen in diesem Jahr, kündigt Feuerwehr-Landesrat Stockinger an. So soll es für den Behördenfunk eine Ist- und Bedarfsanalyse geben. Ziel ist ein Terminfahrplan bis zu dem ein einheitliches Funksystem erstellt werden kann. Zudem ist ab sofort der digitale Planschrank mit dem Geodatensystem des Landes auch für die Feuerwehr-Einsatzplanung zugänglich. Dazu muss eine Gemeinde einen Geodaten-Rahmenvertrag mit dem Land Oberösterreich abschließen, nach einer Einmalpauschale von 300 Euro für die Gemeinde übernimmt die laufenden Kosten das Land Oberösterreich. "Das digitale Kartenmaterial ist ein echtes Hilfswerkzeug für die Feuerwehren und ihren Sicherheitsauftrag", sagt Landesrat Stockinger.

 

Ehrenamtliche Feuerwehrleute sind für das Funktionieren der flächendeckenden Hilfeleistung nicht wegzudenken. Übungen, Weiterbildung und Ausrückungen müssen mit dem Arbeitsleben vereinbar sein, um eine Hilfestellung im Notfall gewährleisten zu können. Feuerwehrlandesrat Stockinger dankt in diesem Zusammenhang allen Arbeitgebern und Betrieben, die den Feuerwehrleuten unter ihren Arbeitnehmern die Hilfestellung bei gezielten Alarmierungen ermöglichen. Stockinger: " Feuerwehrleute sind auch wertvoll für jeden Betrieb weil sie zupacken können und Verantwortung übernehmen wollen. Diese Werte gelten für das Feuerwehrwesen ebenso wie für die Wirtschaft."

Presseinformationen

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