Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
Fax (+43 732) 77 20-2116 68

E-Mail post@ooe.gv.at
www.land-oberoesterreich.gv.at

Landeskorrespondenz Nr. 10 vom 12. Jänner 2006

Landeskorrespondenz

Pressekonferenz

Logo Landeskorrespondenz

Landeskorrespondenz

Verhandlungen über Finanzierung der Summerauerbahn auf politischer Ebene begonnen - Pühringer und Haider: "Bund darf Länder nicht überfordern"

(LK) Zur einer ersten Sitzung ist das Verhandlungskomitee über die Finanzierung des Ausbaus der Summerauerbahn (Eisenbahnkorridor Summerau-Linz-Graz-Spielfeld-Straß, Pyhrn-Schober-Achse) gestern, 11. Jänner 2006, in Wien zusammengetreten. Die Republik Österreich war durch Vizekanzler Hubert Gorbach, Finanzminister Mag. Karl-Heinz Grasser und Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka vertreten, das Land Oberösterreich durch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Landeshauptmann-Stellvertreter Dipl.-Ing. Erich Haider, das Land Steiermark durch Landeshauptmann Mag. Franz Voves und die Landesräte Dr. Christian Buchmann und Mag. Kristina Edlinger-Ploder.

 

Die Länder Oberösterreich und Steiermark betonten, dass bei der Verabschiedung des Generalverkehrsplans und des Rahmenplans für den öffentlichen Verkehr in Österreich die Zusage der damaligen Verkehrsminister auf rasche Realisierung des Ausbaus der Summerauerbahn in Form eines PPP-Modells ohne finanzielle Zusatzbelastungen der Länder eingehalten werden müsse. Die Länder Steiermark und Oberösterreich erklärten sich aber bereit, das dem Bund gemachte Angebot über 64 Millionen Euro (32 Millionen Oberösterreich, 32 Millionen Steiermark) auf 84 Millionen Euro (42 Millionen Euro je Bundesland) auf eine verlängerte Finanzierungszeit von 15 Jahren zu verbessern.

 

Der Bund ist von seiner Forderung an die Länder von 262 Millionen Euro (131 Millionen je Bundesland) in den bisherigen Verhandlungen nicht abgerückt. Vizekanzler Gorbach hat aber zugesagt, der Bundesregierung in ihrer nächsten Sitzung über das neue Angebot des Länder zu berichten.

 

"Dieser Strecke kommt in erster Linie im Hinblick auf den Güterverkehr Bedeutung zu. In der Bewertung des Bundes sind die regionalen ÖV-Anteile weit zu hoch bewertet", stellten Landeshauptmann Pühringer und Landeshauptmann-Stv. Haider nach der ersten Verhandlungsrunde übereinstimmend fest. Pühringer und Haider verlangen gemeinsam mit den Steirern eine Vorziehung des Projektes gegenüber den derzeitigen Planungen, die eine Fertigstellung bis 2019 vorsehen.

 

"Wir wollen den frühestmöglichen Fertigstellungsstermin der Gesamtstrecke 31. Dezember 2015 und hoffen, dass der Bund das Angebot der Länder annimmt", so Pühringer und Haider.

 

"Heute wurden die Verhandlungen eingeleitet, mit einem Abschluss war naturgemäß nicht zu rechnen. Wichtig ist aber, dass rasch weitergearbeitet wird", betonte Pühringer. Im Laufe der nächsten vier Wochen wird ein Expertenkomitee mit Vertretern von Bundesbahn, Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie Ländervertretern eine nochmalige Bewertung jener Kostenanteile, die dem Personennahverkehr auf dieser Achse zuzurechnen sind, vornehmen. Im Zeitraum Februar/März wird die nächste politische Runde stattfinden.

 

Pühringer und Haider abschließend: "Der Ausbau dieser Strecke ist enorm wichtig, aber in erster Linie als überregionale Güterstrecke für die Wirtschaft. Der Bund muss wissen, dass er die Länder nicht überfordern kann. Beim Ausbau der Koralmbahn leisten die Länder Steiermark und Kärnten einen Beitrag von insgesamt 7 % der Investitionskosten. Das neuerliche Angebot der Länder Steiermark und Oberösterreich für die Summerauerstrecke beträgt ohnedies 10 % der Investkosten, die sich laut Schätzung 2005 auf 845 Millionen Euro belaufen. Wir fordern das Engagement des Bundes für diese wichtige Gütertransversale im gleichen Ausmaß wie für andere überregionale Bahnstrecken in Österreich."

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07 oder Mag. Thomas Aichinger (+43 732) 77 20-111 42

Anschober: nach gestrigem Teilerfolg im Rechtsstreit gegen Temelin erwarte ich im April EuGH-Urteil und im Herbst Prozessbeginn in Linz - Strategie des Nützens aller rechtlichen Handlungsmöglichkeiten erfolgreich

Prozess über Unterlassungsklage des Landes gegen Temelin wird die Chance auf Klärung der Sicherheitsfragen bringen und bietet auch Chance auf Nullvariante - insgesamt 30 Rechtsschritte gegen Temelin - Land hat sich wegen verweigerter Umsetzung der Sicherheitsnachrüstungen an EU-Kommission gewendet - Appell Anschobers an Pröll als Offener Brief

 

(LK) Die klare Positionierung des Generalanwaltes für die Ermöglichung eines Gerichtsstandortes Linz für die Unterlassungsklage des Landes Oberösterreich gegen Temelin ist ein wichtiger Teilerfolg. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober erwartet nun eine endgültige Entscheidung des EuGH in diesem Sinn bis April und einen Prozessbeginn mit Erstellung des Prozessprogramms und dem Start der Beweisaufnahme ab Herbst am Landesgericht Linz. Anschober: "Damit werden wir die Möglichkeit haben, die schweren Sicherheitsbedenken gegen das AKW Temelin im Prozess einzubringen und überprüfen zu lassen. Das Ziel des Verfahrens ist klar und deutlich die Nullvariante, der Stopp von Temelin."

 

Rechtsschritte sind für das Land Oberösterreich und die Atomgegner/innen generell ein zentrales Instrument gegen Temelin und den Ausbau der Kernenergie in Tschechien - über 30 Verfahren wurden von den tschechischen NGO mit Unterstützung des Landes Oberösterreichs gegen Temelin, das AKW Dukovany und ein geplantes tschechisches Endlager gestartet. Fünf Verfahren wurden bislang verloren, eines wurde gewonnen. In der Folge wurde der Temelin-Betreiber gezwungen, 78 Projektänderungen nachträglich einer UVP zu unterziehen. Mit drei Klagen befinden sich die tschechischen Atomgegner/innen bereits vor dem europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. In diesen Verfahren werden vor allem die völlig unzureichenden rechtlichen Möglichkeiten tschechischer Staatsbürger/innen thematisiert, sich gegen Atomprojekte zur Wehr zu setzen.

 

Im Falle des Sieges der Atomgegner/innen wäre die Tschechische Republik gezwungen, die Gesetzgebung grundlegend zu verändern und den Menschen entsprechende Rechtsmittel einzuräumen.

 

Zuletzt wurde von tschechischen Atomgegner/innen mit Unterstützung des Landes Ende Dezember des Vorjahres Berufung gegen den Kollaudierungsbescheid von Reaktorblock 1 in Temelin eingereicht. Der Grund sind nicht nur die im Rahmen des Melk-Prozesses thematisierten und bis heute nicht behobenen Sicherheitsmängel, sondern auch weitere Mängel, die im Rahmen des Kollaudierungsverfahrens aufgedeckt wurden. Die Berufung hat aufschiebende Wirkung, der Kollaudierungsbescheid ist daher bis zur Entscheidung der Berufungsinstanz nicht rechtskräftig.

 

Anschober: "Neben unserer Informationsoffensive in Tschechien, der Verstärkung der politischen Lobbyingarbeit und des politischen Drucks auf die Entscheidungsträger nutzen wir die rechtsstaatlichen Möglichkeiten in allen Bereichen. In etlichen Verfahren erwarten wir uns gute Erfolgschancen - dies wird uns von führenden Rechtsexpert/innen bestätigt."


Neuerlich erhebt Oberösterreichs Umwelt-Landesrat aber auch einen eindringlichen Appell an die EU-Kommission, die vom Land Oberösterreich nun mit dem Ziel der Umsetzung der im Melker Übereinkommen versprochenen Sicherheitsnachrüstungen eingeschaltet wurde: "Das Melker Übereinkommen wurde durch die Erteilung der atomrechtlichen Genehmigung zum Dauerbetrieb im Oktober 2004 verletzt. Nicht einmal zum Zeitpunkt der Herausgabe des Kollaudierungsbescheides am 15. Dezember 2005 wurden die völkerrechtsverbindlich paktierten Sicherheitsnachrüstungen verwirklicht. Neben den Regierungen Tschechiens und Österreichs ist aber auch die EU für eine Umsetzung der Sicherheitsnachrüstungen verantwortlich, da das Melker Übereinkommen 2001 von Zeman, Schüssel UND Verheugen unterzeichnet wurde. In unserem schriftlichen Appell an die Kommission fordert das Land Oberösterreich daher eine Initiative der Kommission zur Durchsetzung der Zusagen ein."


Appell an Pröll - Verhandlungen mit Prag endlich starten

 

Einen neuerlichen Appell richtet Anschober heute in einem Offenen Brief an Umweltminister Pröll, endlich direkte Verhandlungen mit Prag zu starten über einen konkreten Umsetzungszeitplan für die im Melker Übereinkommen versprochenen Sicherheitsnachrüstungen.


Wörtlich heißt es darin: "Ganz Oberösterreich fühlt sich in der Frage des AKW Temelin von der Bundesregierung immer mehr im Stich gelassen. Das Melker Übereinkommen wurde von der Bundesregierung in vielen Zeitungsinseraten im Jahr 2001 als wichtiger Schritt des Temelin-Problems der Bevölkerung versprochen. Nun bleibt über, dass das Übereinkommen mit der Kollaudierung des Reaktorblockes 1 in Temelin abgelaufen, die wichtigsten Sicherheitsnachrüstungen aber auch nach Meinung des österreichischen Expert/innenberichtes vom Sommer 2005 noch immer nicht umgesetzt sind. Trotz mehrerer Gesprächsansuchen Oberösterreichs wurde zu diesem für Oberösterreich untragbaren Faktum noch immer kein Gesprächstermin mit der Oö. Landesregierung und den NGOs fixiert. Und anstatt rasch direkte Verhandlungen mit der tschechischen Regierung zu starten, um einen verbindlichen Zeitplan für eine definitive Sicherheitsnachrüstung im paktierten Ausmaß zu paktieren, haben immer mehr Menschen in Oberösterreich den Eindruck, dass das Melker Übereinkommen still entsorgt werden soll. Ich appelliere daher an die Bundesregierung, raschest einen Gesprächstermin zu ermöglichen und bei der tschechischen Regierung konsequent die Umsetzung der Sicherheitsnachrüstungen einzufordern. Ein weiteres Zuwarten würde weitere Protestaktionen der Atomgegner/innen geradezu provozieren."

Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

Pühringer/Anschober: Wichtiger Teilerfolg im Kampf gegen das AKW Temelin

Der Generalanwalt des Europäischen Gerichtshofes bestätigt die Rechtsansicht Oberösterreichs, dass Linz Gerichtsstandort bei der oö. Unterlassungsklage gegen den Betrieb von Temelin sein muss.

 

(LK) Das Land brachte diese Klage am 21.07.2001 als einen von insgesamt 30 Rechtsschritten ein. "In 95% der Fälle folgt der EUGH dem Urteil des Generalanwaltes, weshalb wir in 2-3 Monaten ein dementsprechendes Urteil des EUGH erwarten", so Pühringer und Anschober.

 

In Folge dessen kann am Standort Landesgericht Linz die Verhandlung der oö. Unterlassungsklage gegen den Betrieb von Temelin starten.

 

Anschober und Pühringer: "Diese Erkenntnis des Generalanwaltes stellt einen sehr wichtigen Teilerfolg im Kampf Oberösterreichs gegen Temelin dar. Es ist ein Indiz dafür, dass das Nutzen aller rechtlichen Möglichkeiten sehr wohl Sinn macht, weshalb wir in Zukunft verstärkt auf die Mittel des Rechtsstaates gegen Temelin setzen werden."

Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

Termine der Beratungsstellen

Jugendinformation und Jugendberatung

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

 

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. (+43 732) 117 99, Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, http://www.jugendservice.at/
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. (+43 7272) 758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. (+43 7942) 725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservice Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. (+43 7248) 644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservice Kirchdorf an der Krems, Kirchengasse 6, 4560 Kirchdorf, Tel. (+43 7582) 604 16, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-kirchdorf@ooe.gv.at
  • Jugendservice Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. (+43 7262) 581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservice Ried im Innkreis, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. (+43 7752) 715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservice Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. (+43 7289) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. (+43 7712) 357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. (+43 7252) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstr. 16, 4600 Wels, Tel. (+43 7242) 21 14-11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. (+43 7612) 17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugendservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. (+43 7672) 757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. (+43 7722) 222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

 

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Am Samstag, 14. Jänner 2006, findet für den Bezirk Gmunden, Landeskrankenhaus Gmunden, Miller v. Aichholzstr. 49, eine therapeutische Zusammenkunft der Zielgruppe, von 18:00 bis 20:00 Uhr, statt.


Familien-Servicestelle

 

(LK) Das Familienservice  beim Amt der Oö. Landesregierung in Linz, Bahnhofsplatz 1 erteilt Auskunft über alle familiären Belangen. Telefonische Anmeldungen und Anfragen werden am Montag und Dienstag von 07:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 17:00 Uhr, am Mittwoch und Donnerstag von 07:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30  bis 17:00 Uhr sowie am Freitag von 07:30 bis 12:30 Uhr unter der Telefonnummer (+43 732) 77 20-118 31, oder -118 32 entgegen genommen.

 

Jugend- und Drogenberatung für kommende Woche

 

(LK) "POINT" - Beratungsstelle für Suchtfragen, Linz, Starhembergstraße 11/2:

  • nach telefonischer Vereinbarung: Tel. (+43 732) 77 08-95;

Jugend- und Drogenberatung "CIRCLE", Wels, Richard-Wagner-Straße 3:

  • nach telefonischer Vereinbarung: Tel. (+43 7242) 452 74

Jugend-, Drogen- und Alkoholberatung "EGO", Braunau, Ringstraße 45:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7722) 846 78

"X-DREAM" - Beratungsstelle für Jugend- und Suchtfragen, Steyr, Bahnhofstraße 8/2:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7252) 534 13

"IKARUS" - Beratungsstelle für Jugend- und Suchtfragen, Vöcklabruck, Dr. Alois-Scherer-Straße 17/1:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7672) 224 99

Gmunden, Kößlmühlgasse 4:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7612) 770 66

Pressekonferenzen

Logo Landeskorrespondenz

Pressekonferenz am 12. Jänner 2006

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer


zum Thema

"Oberösterreich im EU-Vorsitzhalbjahr, internationale Aktivitäten 2006 und Bilanz 2005"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Dr. Erich Haager, Präsidium

Rückfragen-Kontakt:

Mag.ª Karin Speidl  (+43 732) 77 20-114 07

Oberösterreich im EU-Vorsitzhalbjahr und internationale Aktivitäten 2006


Mit Herbst 2004 hat Oberösterreich einen besonderen Aktivitätsschwerpunkt in der internationalen und regionalen Außenpolitik gestartet.

 

Das Jahr 2006 mit dem österreichischen EU-Ratsvorsitz im ersten Halbjahr und dem oberösterreichischen Vorsitz in der Landeshauptleutekonferenz im zweiten Halbjahr wird Oberösterreich wieder intensiv nutzen, um sich international zu positionieren.

 

Die internationalen Aktivitäten Oberösterreichs verfolgen vor allem folgende Ziele:

  • Aktives Standort- und Tourismusmarketing für den Standort Oberösterreich
  • Türöffner für die Exportwirtschaft auf alten und neuen Absatzmärkten
  • Ausbau der Stärken Oberösterreichs durch Know how-Austausch und Zusammenarbeit in definierten Bereichen mit anderen Regionen
  • Lobbying für oö. Interessen bei EU-Institutionen
  • Vorantreiben der regionalen europäischen Integration
  • Weiterer Ausbau der Aktivitäten regionsübergreifender Netzwerke zur Durchsetzung oberösterreichischer Interessen
  • Imagestärkung Oberösterreichs als moderne, weltoffene Wirtschafts-, Kultur- und Tourismusregio

Europa zu Gast in Oberösterreich: Begehrter Veranstaltungsort im Rahmen der Ratspräsidentschaft

 

Eine ganze Reihe von Veranstaltungen finden im Rahmen des österreichischen EU-Ratsvorsitzes in Oberösterreich statt:

  • 12. bis 14. Jänner, Linz:
    Internationale Konferenz "Age of Simulation - Lernen und Forschen im 21. Jahrhundert" mit Bundesministerin Elisabeth Gehrer und EU-Kommissar Jan Figel, veranstaltet vom Ars Electronica Center und FAS.research im Rahmen der Initiative "Innovatives Österreich". Unter Beteiligung von internationalen Fachexpertinnen und -experten aus Wissenschaft, Forschung, Bildung sowie Netzwerkspezialisten, Gameentwicklern und Künstlern.

  • 13. bis 15. Jänner, Linz:
    Internationales Treffen zur Bildung und EU-weiten Zusammenarbeit von Schulen, erste Großveranstaltung im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft. Im Mittelpunkt steht "eTwinning", ein erfolgreiches E-Learning-Programm, das Schülerinnen und Schüler aller Altersgruppen europaweit in Schulpartnerschaften und selbstgewählten Projekten vernetzt. Rund 450 Lehrerinnen und Lehrer und andere Bildungsverantwortliche aus rund 28 Staaten werden erwartet. Bundesministerin Elisabeth Gehrer und EU-Kommissar Jan Figel verleihen am 13. Jänner die "eTwinning-Awards" für besonders erfolgreiche Projekte.

  • 2. und 3. März:
    EU-Kommissar für Energie Andris Piebalgs besucht das Land Oberösterreich sowie die Europäische Energieeffizienz-Konferenz und Energiesparmesse 2006 in Wels.

  • 3. März: 
    Der EU-Parlamentsausschuss für Industrie, Forschung und Energie wird ebenfalls in Wels vertreten sein. 29. bis 31. März, Bad Ischl: Konferenz der EU-Jugendminister unter Vorsitz von Bundesministerin Ursula Haubner mit EU-Kommissar Jan Figel. Mit dabei sind neben den Politikern der 25 Mitgliedstaaten und beitrittswerbenden Ländern auch zwei Jugendliche pro Land. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Beschäftigung, Integration und Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

  • 3. bis 5. Mai, Linz, Design Center:
    "Generation Six: Zukunft der Arbeit - Zukunft der Bildung", eine Veranstaltung auf Initiative von Bundesministerin Elisabeth Gehrer mit rund 400 Jugendlichen aus ganz Europa.

  • 10. bis 12. Mai 2006, Linz:
    Euro-Konferenz "Experience with, preparation for the Euro" veranstaltet von der Wirtschaftskammer Österreich in Kooperation mit der Österreichischen Nationalbank, dem Finanzministerium und der Europäischen Kommission. Zu den etwa 250 bis 300 erwarteten Teilnehmern und Vortragenden zählen hochrangige Vertreter europäischer und internationaler Banken, Notenbanken und Institutionen, unter anderem EU-Kommissar Joaquín Almunia, EZB-Präsident Jean-Claude Trichet und voraussichtlich auch der Vorsitzende der Euro-Gruppe Premierminister Jean-Claude Juncker. Am Abend des 11. Mai findet im Linzer Landhaus ein Empfang für die Konferenzteilnehmer statt.

  • 27. bis 30. Juni, Gmunden:
    Tagung der EU-Forstdirektoren.

Regionale Zusammenarbeit als Instrument der Integration - Schwerpunkt neue Mitgliedstaaten und Beitrittsländer

 

Regionale Partnerschaften sind ein wichtiges Instrument zum Vorantreiben der europäischen Integration. Erst durch konkrete, grenzüberschreitende Zusammenarbeit wird das vereinte Europa für die Menschen mit Leben erfüllt.

 

2006 steht die Intensivierung der Kontakte zu den neuen EU-Mitgliedstaaten und Beitrittsländern unter Einbeziehung der heimischen Wirtschaftstreibenden, der Wirtschaftskammer, der TMG und des Landestourismusverbandes im Mittelpunkt.

 

Gerade auf neuen Absatzmärkten in Regionen mit großem Entwicklungspotenzial kommt der Politik eine besondere Rolle als Türöffner für die heimische Exportwirtschaft zu. Das Land Oberösterreich wird die Unternehmen daher bei der Bearbeitung der Exportmärkte in Europa und darüber hinaus weiterhin unterstützen.

 

Estland, Lettland und Litauen:

Eine Bereisung der drei baltischen Staaten gemeinsam mit einer Wirtschaftsdelegation ist für 29. bis 31. Mai 2006 terminisiert.

 

Rumänien:
In Rumänien gibt es Anknüpfungspunkte vor allem mit der wirtschaftlich aufstrebenden Region um Hermannstadt, das 2007 Europäische Kulturhauptstadt sein wird. Für Mitte März ist eine Reise mit einer Wirtschaftsdelegation und ein Besuch in den Landlergebieten geplant.

 

Kroatien:

Zweistellige Zuwachsraten in manchen Wirtschaftsbereichen bieten große Chancen, z.B. für die heimische Bauwirtschaft, den Bereich Umwelttechnik etc. Die Zusammenarbeit soll weiter ausgebaut werden.

 

Auch der Nachbar Deutschland als Exportmarkt Nummer eins der oö. Wirtschaft wird in den Aktivitäten dieses Jahres weiterhin eine wichtige Rolle spielen:

  • Die bayerischen Staatsminister für Wirtschaft Erwin Huber und für Wissenschaft und Forschung Dr. Thomas Goppel wurden zu einem Besuch in Oberösterreich eingeladen.
  • 2006 soll erstmals eine gemeinsame Sitzung des Wissenschaftlichen und Technischen Beirates der Bayerischen Staatsregierung und des Rates für Forschung und Technologie Oberösterreich stattfinden.
  • Baden-Württemberg: Standortpräsentation und politische Termine, u.a. Zusammentreffen mit Ministerpräsident Günther Oettinger in Stuttgart.
  • Nordrhein-Westfalen: politische Termine in Düsseldorf geplant, Ministerpräsident Jürgen Rüttgers ist zu dieser Zeit Vorsitzender der deutschen Ministerpräsidentenkonferenz.
  • Sachsen-Anhalt: Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Reiner Haseloff kommt zu einem Arbeitsbesuch nach Oberösterreich.
  • Niedersachsen: Bereits fixiert ist ein Zusammentreffen mit Ministerpräsident Christian Wulff am 9. Mai 2006. Auf dem Programm stehen auch Gespräche bei VW und TUI.

Die Zusammenarbeit mit Südböhmen wird mit der bereits achten Konferenz der Regierungschefs fortgesetzt.

 

Lobbying auf EU-Ebene

 

Auf EU-Ebene wird die verstärkte Vernetzung mit anderen Regionen Europas fortgesetzt, um durch gemeinsames politischen Lobbying, etwa über den Ausschuss der Regionen oder bei der EU-Kommission, die Interessen der Regionen durchzusetzen.

 

Im Februar konstituiert sich der Ausschuss der Regionen neu, der nach der Erweiterung der Union nun 344 Mitglieder (vorher 222) hat. Österreich entsendet 12 Mitglieder.

 

Multilaterale Zusammenarbeit als neue Form der Globalisierung - Oberösterreich 2006 Gastgeberland der "Konferenz der Regierungschefs"

 

Die Zusammenarbeit mit Regionen auf der ganzen Welt ist eine neue, positive Form der Globalisierung. Seit 2002 ist Oberösterreich in der sogenannten "Konferenz der Regierungschefs" vertreten, die auf Initiative von Bayerns Minister-präsident Edmund Stoiber gegründet wurde. Von 11. bis 13. Juli 2006 wird in Linz die Konferenz der Regierungschefs von Bayern, Oberösterreich, Québec (Kanada), Shandong (China), Westkap (Südafrika) und Sao Paolo (Brasilien) stattfinden. Im Mittelpunkt der Partnerschaft dieser besonders innovativen und wirtschaftlich dynamischen Regionen steht das Voneinander Lernen.

 

Schwerpunkte der Konferenz werden "Erneuerbare Energie", "Bildung" sowie "Frieden und Sicherheit durch Zusammenarbeit" sein. Gemeinsam repräsentieren die in der Konferenz der Regierungschefs vertretenen Regionen rund 150 Millionen Einwohner und ein BIP von rund 1.000 Milliarden Euro. Bei der Konferenz wird die brasilianische Region Sao Paolo in den Kreis der Partnerregionen aufgenommen.

 

Kultur als verbindendes Element

 

Der Kultur kommt als verbindendes Element und Mittlerin für eine europäische Integration eine besondere Rolle zu. Kultur ist aber auch Wegbereiterin für intensivere Kontakte auf wirtschaftlicher Ebene. Insgesamt sind 2006 über 40 kulturelle Aktivitäten im Ausland oder mit internationalem Bezug geplant.

 

Wanderausstellung mit den Werken von Alfred Kubin im Rahmen der österreichischen EU-Präsidentschaft:

 

Gemeinsam mit der OÖ. Landesgalerie werden die Werke Alfred Kubins in Luxemburg und Brüssel gezeigt. Die Ausstellung im Kunstmuseum Luxemburg wurde aufgrund des großen Besucherandrangs verlängert. Nächster Ausstellungsort ist das Kulturzentrum Mersch. In Brüssel wird die Kubin Ausstellung im März 2006 in der Städtischen Galerie am Grand Place zu sehen sein.

 

Ausstellungen mit Werken von Peter Baldinger (Bilder aus dem Projekt "Mythos Europa") und Textilkunst von Jutta Pointner runden den Auftritt Oberösterreichs in Brüssel aus Anlass der österreichischen EU- Präsidentschaft ab.

 

Oberösterreichische Künstler/innen bei der ARCO 2006 in Madrid:

 

Österreich ist vom 9. bis 13. Februar 2006 als Gastland an der ARCO (Feria International de Arte Contemporanea) in Madrid eingeladen. Das Offene Kulturhaus präsentiert neue Arbeiten der oberösterreichischen Künstler Leo Schatzl, PRINZGAZ/podgorschek und Fadi Dorninger.

 

Im März tritt das Ensemble des Landestheaters mit der "Entführung aus dem Serail" in Ferrara und Modena in Italien auf.

 

Das Bruckner Orchester ist im Mai auf Deutschland-Tournee. Auf dem Programm stehen Konzerte in Stuttgart, Köln und Düsseldorf.

 

Initiativen des Büros für kulturelle Auslandsbeziehungen:

  • Ausstellung "Johannes von Nepomuk - Der Heilige Mitteleuropas" in Polen, Tschechien und Kroatien
  • Ergebnisse des Künstlersymposions "Kunst und Natur - Adalbert Stifter und sein Böhmerwald" im ersten Halbjahr 2006 in München, Passau und Pilsen
  • Eröffnung des neuen oberösterreichische Künstleratelier in Malo (in der Nähe von Vicenza/Italien) Anfang Mai
  • Ausstellung "Stifter mal drei - Die Künstlerfamilie Stifter" (Alfred, Wolfgang und Georg Stifter) in Malo

Wanderausstellung "Thomas Bernhard und seine Lebensmenschen":

 

Bis Ende Jänner ist die Wanderausstellung "Thomas Bernhard und seine Lebensmenschen" im Goethe-Institut von Salvador da Bahia in Brasilien zu sehen. Weitere Präsentationen sind 2006 in Frankfurt und Nürnberg geplant.

 

Landesgalerie/Landesmuseum:

  • Ab 26. Jänner internationales Ausstellungsprojekt mit der Kunsthalle Brandts in Odense/Dänemark und der Kunsthalle Kiel in Deutschland - "Schatten" als Thema von aktuellen künstlerischen Projekten.
  • Juni: Werkschau der in Amsterdam lebenden Künstlerin Fiona Tan als internationales Kooperationsprojekt mit der Kunsthalle Brandts und dem Kunstmuseum Bergen/Norwegen.
  • Juli: Werk von Felicien Rops in Zusammenarbeit mit dem Musée Rops in Namur.
  • September: Retrospektive des amerikanischen Künstlers Gregory Crewdson als Kooperationsprojekt mit dem Kunstverein Hannover und dem Kaiser Wilhelm Museum in Krefeld.
  • Landesmuseum: 2006 Kubin-Ausstellung in der litauischen Hauptstadt Vilnius

Landesarchiv:

 

Herbst 2006: Zweiter "Oberösterreichisch-südböhmischer Archivtag" in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Gebietsarchiv Wittingau/Státní oblastní archiv Trebon in Wittingau oder Budweis.


Die Zusammenarbeit mit Israel im kulturellen Bereich auf Basis des Memorandums über kulturelle Zusammenarbeit zwischen dem Staat Israel und dem Land Oberösterreich wird fortgesetzt. Ab 18. Jänner ist im Landeskulturzentrum Ursulinenhof eine Ausstellung des israelischen Fotokünstlers Zeev Ramiel zu sehen.

 

Internationale Aktivitäten - Bilanz 2005

 

Das Jahr 2005 war geprägt von zahlreichen außenpolitischen Aktivitäten Oberösterreichs und der Pflege internationaler Kontakte auf der Ebene von Politik, Wirtschaft, Forschung, Umwelt, Wissenschaft, Bildung, Kultur und Sport:


Bayern/Südböhmen/Südtirol:

  • Besuch in Bayern am 5. und 6. Juli 2005: Wirtschaftspräsentation "Innovatives Oberösterreich", Arbeitsgespräche mit Ministerpräsident Dr. Edmund Stoiber, Staatsminister Dr. Otto Wiesheu, Staatsminister Prof. Dr. Kurt Faltlhauser und Staatsminister Dr. Thomas Goppel mit Schwerpunkt Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung
  • Besuch des bayerischen Europaministers Eberhard Sinner in Oberösterreich
  • Arbeitsgespräch mit dem bayerischen Umweltminister Dr. Werner Schnappauf in Linz
  • Bayerisch-oberösterreichischer Schulgipfel bei Staatsminister Siegfried Schneider in München
  • gemeinsame Aktivitäten im Rahmen des Stifterjahres 2005
  • 7. Konferenz der Regierungschefs von Oberösterreich und Südböhmen in Linz und mehrere Treffen mit Südböhmens Kreishauptmann Jan Zahradnik, unter anderem bei den Veranstaltungen im Rahmen des Stifterjahres
  • Arbeitsbesuch bei Südtirols Landeshauptmann Dr. Luis Durnwalder mit Schwerpunkt Pisa-Studie und Schulwesen
  • oberösterreichische Betriebe und Genussland Oberösterreich präsentierten sich auf der weltgrößten Lebensmittelmesse Anuga in Köln
  • Standortpräsentation in Frankfurt im Rahmen von "go international"

Schwerpunkt neue EU-Länder

  • Besuch des ungarischen Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium Dr. Tibor Szanyi in Oberösterreich
  • Besuch des neuen Präsidenten der ARGE Alpen-Adria Dr. Ferenc Kékes aus dem ungarischen Komitat Baranya mit Schwerpunkt Neuausrichtung der Arbeitsgemeinschaft, die zu den größten Europas gehört.
  • Besuch des tschechischen Vizepremiers Mag. Martin Jahn in Oberösterreich.
  • Besuch des Kreishauptmannes von Hermannstadt/Rumänien Prof. Martin Bottesch.
  • Arbeitsgespräch mit dem Präfekten der Region Varaždin/Kroatien Radimir Čačić am Rande der Beiratssitzung des Institutes der Regionen Europas im Linzer Landhaus.
  • Arbeitsbesuch des Präsidenten des ungarischen Komitats Heves Tamás Sós in Oberösterreich: Die Kooperation mit dem Komitat Heves besteht bereits seit dem Jahr 1992 und soll noch weiter ausgebaut werden.
  • Polen: Politik als Türöffner für heimische Unternehmen bei dreitägigem Besuch in Krakau, Warschau und Breslau; mit Malopolska (Kleinpolen) und Niederschlesien wurden Kooperationen vereinbart.
  • Bratislava und Budapest: Arbeitsgespräch mit dem slowakischen Außenminister Eduard Kukan über die Intensivierung der wirtschaftlichen Beziehungen und Möglichkeiten der engeren Kooperation auf touristischem und kulturellem Gebiet; in Budapest Erfahrungsaustausch mit oö. Unternehmern, die bereits von ihrem Engagement in einem neuen EU-Land profitieren.
  • Slowenien: Rascher Ausbau der Eisenbahnstrecke zum Adriahafen Koper als wichtiges Anliegen - zweitwichtigster Seehafen für oö. Wirtschaft, vertiefte Zusammenarbeit im Bereich Technologieparks und Alternativenergien sowie mit den oö. Clustern wird geprüft.
  • Irland und Schottland: Studienreise von Politikern und Wirtschaftstreibenden auf Initiative der TMG brachte wertvolle Anregungen in den Bereichen Forschung, Entwicklung und Bildung - Lernen von zwei der dynamischsten Regionen Europas, um Erfolgsmodelle auf Oberösterreich zu übertragen.

Wirtschaftskontakte auch außerhalb der EU

 

Wertvolle Kontakte im High-Tech-Land Israel: mehr als 90 Kooperationsgespräche zwischen heimischen und israelischen Firmen.

 

Russland als Hoffnungsmarkt für Agrarprodukte: Verhandlungen über verlässliche Rahmenbedingungen für den Marktzutritt heimischer Agrarprodukte in Russland.

 

China als boomender Markt für heimische Wirtschaft: 2005 bereiste eine oö. Delegation Shandong. Oberösterreich soll Technologiepartner bei Ökoenergie und im Abfall- und Abwasserbereich werden. Im Frühjahr 2006 hat sich eine Wirtschaftsdelegation aus Shandong in Oberösterreich angesagt.

 

Lobbying auf EU-Ebene

  • Zweite Initiative von Grenzregionen initiiert von Oberösterreich gemeinsam mit Sachsen, Bayern, Niederschlesien, Niederösterreich, Elsass und Friaul Julisch Venetien: Einsatz für die Stärkung der grenzübergreifenden Zusammenarbeit
  • Netzwerk Europäischer Regionen, die freiwillig auf den Einsatz von gentechnisch veränderten Organismen in der Landwirtschaft verzichten: mittlerweile 36 Mitgliedsregionen, Zahl hat sich innerhalb von nur zwei Jahren vervierfacht, zuletzt fand im Dezember im französischen Rennes ein Treffen statt.
  • Plenartagungen des Ausschusses der Regionen: werden regelmäßig dazu genutzt, um im persönlichen Kontakt mit Vertretern der EU-Kommission oberösterreichische Anliegen mit noch mehr Nachdruck zu verfolgen.
  • Zusammentreffen mit EU-Umweltkommissar Stavros Dimas, dem Kommissar für Bildung, Kultur und Jugend Jan Figel, mit der EU-Landwirtschaftskommissarin Mariann Fischer Boel, EU-Kommissarin Danuta Hübner und Kommissarin Benita Ferrero-Waldner in Brüssel.
  • EU-Regionalkommissarin Danuta Hübner besuchte im März 2005 das Mühlviertel. Dabei stand das Lobbying für eine Fortsetzung der EU-Förderung für Grenzregionen auch ab 2007 und gegen ein zu hohes Fördergefälle im Mittelpunkt.
  • EU-Kommissarin Benita Ferrero-Waldner stattet im September Oberösterreich einen offiziellen Besuchs ab.
  • Gespräch mit Premierminister Jean-Claude Juncker in Luxemburg im Dezember zur Zukunft der EU und Fragen der finanziellen Vorschau.

Christbaum für den Papst - internationale Berichterstattung über Oberösterreich

 

Nach 16 Jahren konnte Oberösterreich im Dezember 2005 wieder den Christbaum für den Petersplatz im Vatikan zur Verfügung stellen. In einer Sonderaudienz empfing Papst Benedikt XVI. rund 1.000 Pilgerinnen und Pilger aus unserem Bundesland. Nicht nur in den Medien in Österreich, Deutschland und Italien, sondern in ganz Europa und darüber hinaus (unter anderem im arabischen Fernsehsender Al Jazeera) wurde über den Christbaum und damit auch das Land Oberösterreich berichtet.

 

Zahlreiche Botschafter in Oberösterreich

 

Oberösterreich ist für in Österreich neu akkreditierte Botschafterinnen und Botschafter meist eines der ersten Bundesländer, mit dem sie Kontakt aufnehmen. 2005 besuchten Vertreter aus Tschechien, Japan, Israel, Ecuador, Niederlande, Russland, Tunesien, Frankreich, Ukraine, Malta, Chile und Luxemburg unser Bundesland.

Logo Landeskorrespondenz

Pressekonferenz am 12. Jänner 2006

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, HR Dr. Reinhard Mattes, Landeskulturdirektor und Mag. Dr. Peter Assmann, Direktor der Oberösterreichischen Landesmuseen


zum Thema

"Neuerrichtung des Südflügels Schlossmuseum Linz"

KB)

Rückfragen-Kontakt:

Mag.ª Karin Speidl  (+43 732) 77 20-114 07 oder Sigrid Lehner, Landesmuseum (+43 732) 77 44 82-53

INHALT


1. Geschichtliche Voraussetzungen

 

2. Das größte Universalmuseum Österreichs an einem Ort

2.1. Die Zukunft des Universalmuseums
2.2. Vision für das neue Ensemble Schlossmuseum Linz
2.3. Ein neuer Südflügel mit fünf zukunftsweisenden Funktionsbereichen

 

3. Projektablauf


 

1.  Geschichtliche Voraussetzungen


Im Jahr 1800 wurde beim Linzer Großbrand der Südflügel des Schlosses völlig zerstört. Im Laufe der vergangenen zwei Jahrhunderte hat es mehrere Überlegungen gegeben, die Südseite des Linzer Schlosses wieder zu schließen und für unterschiedliche Projekte zu nutzen.

 

Aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts datieren Planungsüberlegungen für einen Ausbau des Schlosses in primär militärischer Funktion. Mit zunehmendem Verfall des Linzer Schlosses wurden diese Pläne jedoch nicht mehr weiter diskutiert. Erst der umfassende Sanierungsbeschluss nach dem Zweiten Weltkrieg brachte neue Überlegungen. Intensiv diskutiert wurde etwa der Vorschlag von Clemens Holzmeister, der eine umfassende Wiederherstellung des Südflügels, ergänzt durch einen großen Konzerthausbau vorsah. Im Zusammenhang mit einem Musiktheaterneubau in Linz wurde vor wenigen Jahren der Standort abermals heftig diskutiert.

 

Aber auch die Errichtung eines Naturmuseums in Linz war immer wieder Thema öffentlicher Diskussionen. Ausgelöst wurden diese durch eine extreme Platznot im Stammhaus des Oberösterreichischen Landesmuseums in der Linzer Museumstraße. Ein Beschluss der Oberösterreichischen Landesregierung über die Errichtung eines Naturmuseums datiert bereits aus dem Jahr 1931. Ende der 1970er Jahre erfolgte eine weitere politische Diskussion mit einem entsprechenden Grundsatzbeschluss zur Errichtung eines Naturmuseums im Zentrum von Linz. Auch die Übersiedlung eines großen Teils der Naturwissenschaftlichen Aktivitäten der Oberösterreichischen Landesmuseen (nicht aller Sammlungen) in das Biologiezentrum im Jahr 1992 war von Beginn an begleitet von Aussagen zum weiteren Ausbau der Präsentationsfläche der Naturwissenschaften.


2.  Das größte Universalmuseum Österreichs an einem Ort


2.1. Die Zukunft des Universalmuseums

 

In den letzten Jahren wurde insbesondere auf europäischer Ebene Zukunftsperspektiven für das "Universalmuseum" entworfen und seine kulturpolitischen Funktionen diskutiert. Gefragt wird insbesondere danach, in welche Richtung sich die Idee des Universalmuseums bewegen muss, um den Entwicklungen der Vergangenheit wie den Herausforderungen der Gegenwart Rechnung zu tragen. Die Idee eines großen und zusammenhängenden Universalmuseums für die Kunst und die Kulturen der ganzen Welt geht auf das 19. Jahrhundert und die Ideale der Aufklärung zurück. Es ist  ein Museum, das "alles" (d.h. alle Bereiche der Kunst-, Kultur- und Naturgeschichte) umfasst, sammelt, erforscht und in seinen Sammlungen und Ausstellungen umfassend zur Anschauung bringt. Nach einer Phase zunehmender Spezialisierung bei Museumsgründungen ist nunmehr wieder das "Gespräch der Disziplinen", die Arbeit an einer zusammenfassenden Perspektive wichtig geworden. So wurde im Jahr 2002 von 25 der bedeutendsten Museen der Welt eine umfassende Resolution über die Bedeutung und den Wert von Universalmuseen ("Declaration on the Importance and Value of Universal Museums") veröffentlicht.

 

2.2. Vision für das neue Ensemble Schlossmuseum Linz


Mit der Gründung eines Musealvereins, der sich den vier Fächern Geschichte und Topographie, Kunst, Naturgeschichte und Technologie widmen sollte wurde 1833 der Grundstein für das Oberösterreichische Landesmuseum gelegt, das 1895 mit dem prachtvollen Bau des "Francisco Carolinum" in der Museumstraße auch sein Stammhaus erhielt.

 

Der Grundidee eines Universalmuseums des 19. Jahrhunderts verpflichtet, entwickelten sich die vier ursprünglichen Disziplinen (der Bereich der Technik war also von Beginn an als Sammlungsbereich integriert) im Laufe von 170 Jahren zu jenen umfassenden Spezialsammlungen, die noch heute in den Oberösterreichischen Landesmuseen die Natur-, Kultur- und Kunstgeschichte Oberösterreichs in ihrer Gesamtheit dokumentieren. Mit diesem Hintergrund verstehen sich die Oberösterreichischen Landesmuseen heute als ein "Kompetenzzentrum" für den Lebensraum Oberösterreich, als ein Museum für die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unseres Bundeslandes.

 

Die Oberösterreichischen Landesmuseen verfügen nach dem Naturhistorischen Museum in Wien über die umfassendste und qualitativ herausragendste naturwissenschaftliche Sammlung in Österreich. Auch die technikgeschichtliche Sammlung der Oberösterreichischen Landesmuseen zählt Österreich weit zu den wichtigsten und beherbergt sehr bedeutende Objekte. Für beide Sammlungskomplexe fehlen seit Jahrzehnten jedoch adäquate Präsentationsmöglichkeiten, die nunmehr im Neubau des Linzer Südflügels geschaffen werden sollen.

 

Ein nationaler Vergleich zeigt, dass in den letzten Jahren in fast allen österreichischen Bundesländern Bauinvestitionen in die jeweiligen Landesmuseen gesetzt bzw. Spezialpräsentationen für die naturwissenschaftlichen Sammlungen aufgebaut wurden. Als Beispiel seien nur inatura in Dornbirn/Vorarlberg bzw. der Neubau des Niederösterreichischen Landesmuseums in St. Pölten genannt. Beide Projekte haben sich als besonders publikumsattraktiv erwiesen.

 

Das Jahr der Kulturhauptstadt 2009 bietet nunmehr die idealen Voraussetzungen für eine markante nationale und vor allem internationale Aufmerksamkeit auf ein innovatives Kulturprojekt mit entsprechender Nachhaltigkeit: Zeigten doch die Erfahrungen von Graz als Kulturhauptstadt deutlich, dass die gesetzten Architekturimpulse - insbesondere der Neubau des Kunsthauses bzw. die Murinsel - für den internationalen Tourismus wie auch für eine längerfristige positive Kulturzuordnung funktionierten.

 

Mit dem Bau des Südflügels entsteht in Linz das größte Universalmuseum Österreichs an einem Ort: ein Kulturportal zur Region, das sich in umfassender Weise als kulturelle Visitenkarte und als Informationsort im Sinne einer oberösterreichischen Identität präsentiert. Nicht zuletzt prägt und bereichert dieses architektonische Ensemble das Stadtbild der Landeshauptstadt Linz.

 

Durch die zusätzlichen Räumlichkeiten im Südflügel ist es uns nun auch möglich, die Aufstellung der Sammlungen im Altbau des Schlosses zu aktualisieren und besucherfreundlich zu gestalten. Insbesondere wird der Bereich der "Alltagskultur seit 1945" neu geschaffen und die Präsentation der Kunstgeschichte um einen Bereich erweitert, der die Entwicklungslinien im 20. Jahrhundert skizziert. Am Beispiel des Schlossgebäudes kann nunmehr auch die Landesgeschichte noch präziser gezeigt werden.

 

Selbstverständlich ist dieser besondere Ort auch von wirtschaftlicher Bedeutung, v.a. für den Tourismus, der hier eine neue Informationsdrehscheibe wie auch einen neuen Attraktionspunkt erhält. Die beiden Sammlungsschwerpunkte Natur und Technik in einmaliger Verbindung zur Kulturgeschichte sind eine besondere Profilierungschance dieses Kulturbaues, da es diesbezüglich keine Vorbilder gibt. Darüber hinaus ermöglicht werden spezielle didaktische Schwerpunkte - insbesondere in Richtung Jugend.

 

2.3. Ein neuer Südflügel mit fünf zukunftsweisenden Funktionsbereichen

 

Die Überlegungen für einen Neubau des Südflügels zielen auf fünf Museumsbereiche auf einer zusätzlichen Nutzungsfläche von 6.000 m2.

 

Ziel ist die Schaffung eines Universalmuseums (also einer Museumspräsentation, die grundsätzlich alle Fachbereiche umfasst) mit Bezug zum Land Oberösterreich - ein Portal zur Region, das jedem Oberösterreicher, aber auch jedem Besucher unseres Bundeslandes an einem zentralen, historisch bedeutenden Ort der Landeshauptstadt in kompakter Form die gesamte kultur- bzw. naturgeschichtliche Entwicklung des Bundeslandes an Hand der umfassenden Sammlungen der Landesmuseen zeigt. 

 

Mit dem neuen Südflügel soll das Schlossmuseum fit für das 21. Jahrhundert gemacht werden und zu den wegweisenden und modernsten Museumsinstitutionen Österreichs aufsteigen. Besucher wie auch Fachleute sollen dieses Kompetenzzentrum für Oberösterreich als vorbildhaft empfinden.

 

Zu diesem Zweck sollen wie bisher hochkarätige und international beachtete Höhepunkte unserer Sammlungen in einer Dauerpräsentation (Schausammlung) gezeigt und durch ein attraktives, thematisch abwechslungsreiches Ausstellungs- und Veranstaltungsprogramm ergänzt werden. Auch hierfür werden im neuen Südflügel die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen.

 

Das Linzer Schloss soll sich noch mehr als bisher zu einem zentralen Besuchsort jedes Oberösterreichers und jedes Gastes entwickeln: zu einem Ort, der nicht nur durch seine umfassenden Wissensbereiche und museologische Präsentationsqualität besticht, sondern auch mit seiner Infrastruktur (Restaurant, Museumsshop, Aufenthaltsbereiche, Informationsräume, Vermittlungsräume) aktuellen Erwartungen eines Museumsgastes gerecht wird.

  • Attraktiver und besucherfreundlicher Eingangsbereich
    Ein attraktiver und zentraler Eingangsbereich mit Kassa- und Informationszonen soll den Besucher positiv stimmen und zum längeren Verweilen einladen. Grundinformationen über Oberösterreich, die sowohl kulturelle wie auch tourismuswirtschaftliche Erstinformationen beinhalten (etwa in Form eines interaktiven Oberösterreichreliefs) werden bereits hier geboten. Geplant sind natürlich auch ein moderner Museumsshop, Vermittlungsräume und ein Aufenthaltsbereich insbesondere für Schulklassen und Familien.
  • Naturschau Oberösterreich
    Der Ausstellungsbereich Natur soll zu einer Entdeckungsreise in die Naturgeschichte des Landes Oberösterreich einladen. In dieser neuen Dauerausstellung, die die vier oberösterreichischen Lebensräume mit all ihren Eigenheiten und Besonderheiten darstellt, sollen exemplarisch Beispiele ökologischer Zusammenhänge und biologischer Vielfalt gezeigt werden. Zur Inszenierung attraktiver Themen werden in möglichst abwechslungsreicher Form unterschiedliche Präsentationsformen zum Einsatz kommen: Digitale Medien, Präparate, Tier- und Pflanzenmodelle sowie anschauliche hands-on, die der Besucher selbst als Informationsquelle benutzen kann. Informationen über heimische Forscherpersönlich-keiten wie auch Naturparks in Oberösterreich sowie eine Studiensammlung zur persönlichen Benützung ergänzen das Betrachtungsangebot.
  • Techniksammlung
    Im Ausstellungsraum Technik soll ein Einblick in die technik- und wirtschaftsgeschichtliche Entwicklung des Landes gewährt werden. Spezielle Themen wie etwa die Astronomie (Kepler), Nachrichten- und Informationstechnik (Sammlung Auer-Radios), Kommunikationstechnik (Sammlung Telekom) und Verkehrstechnik (historische Fahrzeuge, Eisenbahngeschichte) sollen diesen Bereich besonders publikumsattraktiv machen. Spezielle Oberösterreichbezüge wie die erste Schienenstraße Europas auf dem Kontinent oder das LD-Verfahren in der Stahlindustrie verweisen auf Höhepunkte der Technikgeschichte unseres Landes. Neu präsentiert wird auch das Museum Physicum.
  • Raum für Wechselausstellungen
    Das Linzer Schlossmuseum ist seit seinem Bestehen Ort von großen Museumsausstellungen des Landes Oberösterreich. Um auch in Zukunft hochkarätige Ausstellungen mit internationalen Wertobjekten präsentieren zu können, sind jene klimatechnischen, konservatorischen Bedingungen wie auch sicherheitstechnischen Voraussetzungen zu schaffen, die es uns ermöglichen, den immer höheren internationalen Standards gerecht zu werden.
  • Veranstaltungsraum
    Im Schlossmuseum Linz werden seit vielen Jahren in Kooperation mit führenden Kulturinstitutionen Veranstaltungen wie z.B. Konzerte aus der Reihe "Alte Musik" angeboten. Mit einem attraktiven Veranstaltungsraum über den Dächern von Linz sollen die Voraussetzungen geschaffen werden, um diesen Ort auch als Zentrum des kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Landeshauptstadt zu etablieren. 

Für Museen wird es immer wichtiger mit Vermietung von Räumlichkeiten breitere Zielgruppen anzusprechen und durch zusätzliche finanzielle Mittel ihre Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Der neue Veranstaltungsraum mit Cafeteria bzw. Restaurant bietet Platz für ca. 300 Personen und wird deshalb vor allem für Firmen bzw. Kongressveranstalter von Interesse sein.

 

3. Projektablauf


Regierungssitzung am 16. 1. 2006

 

Die Finanzierung des Projektes Südflügel steht in der Sitzung der Oö. Landesregierung am 16. Jänner 2006 auf der Tagesordnung - ist Teil des bereits vereinbarten Konjunkturpaketes.

 

Vorbereitung des Architektenwettbewerbs

 

Nach dem Beschluss in der Regierungssitzung beginnen die Vorbereitungen für den Architektenwettbewerb.

 

Ausschreibung des Projektes im ersten Jahresdrittel 2006

 

Das Projekt Südflügel wird in einem EU-weiten, einstufigen Wettbewerb ausgeschrieben.

 

Archäologische Grabungen am Schlossberg bis November 2006

 

Der Schlossberg und das Linzer Schloss waren durch alle Zeiten ein wichtiges Siedlungsareal. Da der neue Südflügel auf diesem historischen Boden errichtet werden wird, sind selbstverständlich Untersuchungen der Vorgängerbauten, also des alten Südflügels des Linzer Schlosses und aller anderen älteren Baureste und Befunde in beiden Höfen des Linzer Schlosses vorgesehen. Nicht nur die Beteiligten erwarten deshalb mit Spannung, was die Archäologen in den nächsten Monaten freilegen werden.

 

In Absprache mit dem Bundesdenkmalamt werden die Grabungen von Dr. Christine Schwanzar, Archäologin und Sammlungsleiterin der Oberösterreichischen Landesmuseen für den Bereich Römerzeit,- Mittelalter- und Neuzeit der OÖ. Landesmuseen, geleitet. In ihrem Grabungsteam sind neben Archäologen auch weitere Spezialisten vertreten. Bei den Grabungen kommen neueste wissenschaftliche Methoden, u.a. 3D-Rekonstruktionen der angetroffenen Baubefunde, zur Anwendung. Die Fundamente des alten Südflügels reichen vermutlich sehr tief, weshalb viele Kubikmeter Erde und Bauschutt bewegt werden müssen.

 

"Worauf wir stehen" war der Titel des großen Archäologieprojektes der Oberösterreichischen Landesmuseen im Jahr 2003. In diesem Sinne sollen die Ausgrabungen am Schlossberg sehr transparent gestaltet werden und Besuchern sowie Interessierten, die nicht nach Linz kommen können, die Möglichkeit bieten, (vor Ort) einen Einblick in die Arbeitsweise der Archäologie zu gewinnen. Unter dem Motto "Archäologie Transparent - eine besondere Form der Kulturvermittlung" können diese eine Ausgrabung von der Vermessung bis zur Analyse der Fundobjekte verfolgen und dabei teilweise sogar aktiv einzugreifen. Geplant sind unter anderem aktualisierbare Schautafeln, begehbare Aussichtsstege bzw. Aussichtsplattformen, eine Datenstation, bei der man sich Hintergrundinformationen (Audio, Texte, Fotos) auf den mobilen MP3-Player laden und anhören oder am Computer lesen bzw. ansehen kann. Eine Live-Kamera soll sogar via Homepage gesteuert werden können. Selbstverständlich wird auch die Kulturvermittlung in die Außenbereiche geholt und wendet sich mit  Führungen und Vermittlungsprogrammen an alle Altersgruppen.

 

Entscheidung der Jury etwa zur Jahresmitte 2006

 

Die Entscheidung der Jury ist für die Jahresmitte 2006 geplant. Anschließend erfolgt die Feinabstimmung des Siegerprojektes.

 

Baubeginn: Frühjahr 2007

 

Der Baubeginn ist für Frühjahr 2007 anberaumt.

 

Fertigstellung: 1. Quartal 2009

 

Insbesondere jene Bereiche, die dem Besucherservice (Eingangsbereich, Restaurant, etc.) gewidmet sind sowie die Räumlichkeiten für Sonderausstellungen sollten bereits im Kulturhauptstadtjahr zur Verfügung stehen und in vollem Umfang benutzt werden können.

 

Voraussichtliche Kosten des Projektes Südflügel: 24 Mio. Euro netto

Presseinformationen

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at