Amt der Oö. Landesregierung
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Landeskorrespondenz Nr. 274 vom 25. November 2005

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Pressekonferenz

Presseinformation

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Landeskorrespondenz

Landeshauptmann Pühringer unterstützt nö. Landesrat Plank: Bei der Asylantenversorgung müssen alle solidarisch sein

(LK) Oberösterreich erfüllt in der Unterbringung von Asylwerbern seine Quote derzeit zu 98,49% (Soll: 4.957, Ist: 4882). Insgesamt aber nur die drei Bundesländer Oberösterreich, Niederösterreich und Wien kommen derzeit ihrer Verpflichtung gemäß der von allen Ländern unterschriebenen 15a-Vereinbarung nach. "Das kann kein Dauerzustand werden. In der Vorlaufzeit, unmittelbar nach Abschluss der Vereinbarung, hatte auch Oberösterreich Probleme, die Quote zu erfüllen. Doch durch kontinuierliche Bemühungen wird die Vereinbarung derzeit korrekt eingehalten. Das muss für alle Länder gelten", betont Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

 

Für die Kündigung der Unterbringungsvereinbarung durch Kärnten hat Pühringer überhaupt kein Verständnis.  "Entweder ist das ein Akt mangelnder politischer Solidarität oder einfach eine billige Möglichkeit, sich ins Gespräch zu bringen. Beides ist unakzeptabel", so Pühringer.

 

Oberösterreich und Niederösterreich seien noch dazu durch die Erstaufnahmezentren, wo es immer besondere Schwierigkeiten gibt,  zusätzlich in die Pflicht genommen, auch wenn diese in die Quoten eingerechnet werden. "Es kann auch keine Dauerlösung darstellen, dass immer die beiden Bundesländer Nieder- und Oberösterreich die Erstaufnahmen für ganz Österreich stationieren. Auch hier muss es eine gemeinsame Verantwortung geben", stellt der oberösterreichische Landeshauptmann fest.

 

Pühringer fordert die Bundesländer auf, hier solidarisch zu sein. Insbesondere an Kärnten richtet er die Forderung, die Grundvereinbarung nicht zu kündigen und die daraus  erwachsenden Verpflichtungen korrekt zu erfüllen.

 

"Der Aufschrei von Niederösterreich und Landesrat Josef Plank ist gerechtfertigt, wir schließen uns diesem in vollem Ausmaß an", betont Pühringer.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Zuckermarktreform: Kein Tag der Freude

LR Stockinger: Jetzt energisch gegen alle unsinnigen Liberalisierungstendenzen der WTO ankämpfen

 

(LK) Die soeben bekannt gegebene Einigung der EU-Zuckermarktreform ist für Oberösterreichs Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger "kein Tag der Freude". Obwohl das Verhandlungsergebnis nach dem Sitzungsmarathon wegen des Engagements von Österreichs Landwirtschaftsminister Dipl.-Ing. Josef Pröll besser ausgefallen ist, als es noch in den vergangenen Tagen zu befürchten war, ist das Ergebnis für Landesrat Stockinger kein Grund zum Jubeln.

 

"Umso energischer müssen wir jetzt gegen alle unsinnigen Liberalisierungstendenzen im Rahmen der WTO-Verhandlungen auftreten", mahnt Landesrat Stockinger ein klares Auftreten der EU im Interesse verlässlicher Bedingungen für die Europäische Landwirtschaft ein.

Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17 oder (+43 664) 829 89 99

Anschober: Schweiz entscheidet am Sonntag über Oberösterreich-Weg bei GVO

(LK) Die Schweiz entscheidet am Sonntag in einem Referendum über die Volksinitiative "Für Lebensmittel aus gentechfreier Landwirtschaft". Kernpunkt ist ein fünfjähriges Moratorium für die Ausbringung von GVO-Saatgut. Anschober: "Der Ausgang der Abstimmung ist völlig offen. Die Schweiz könnte damit das erste Land werden, das den Weg Oberösterreichs geht, denn auch das vom EuGH in erster Instanz abgelehnte Oö. Verbotsgesetz würde ein vollständiges Ausbringungsverbot für drei Jahre bedeuten. Gegen das EuGH-Urteil vom 5.Oktober wird Oberösterreich berufen, die Berufung wird kommenden Montag in der Landesregierung beschlossen. Auch wenn die Schweiz nicht EU-Mitglied ist, würde ein Erfolg der GVO-Gegner in der Schweiz und damit dem Standort der großen Pharma- und Chemiemultis  einen enormen Rückenwind für die von Oberösterreich gegründete Allianz für ein Selbstbestimmungsrecht der Regionen in der GVO-Frage bedeuten."

Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

www.land-oberoesterreich.gv.at Winter-Service-Seiten auf der Homepage des Landes Oberösterreich

(LK) Bereits dieses Wochenende werden die Lifte in Oberösterreichs Schigebieten in Betrieb genommen. Mit Beginn der Wintersaison erscheint auch der Lawinenlagebericht des Landes Oberösterreich im Internet unter www.land-oberoesterreich.gv.at im Bereich Aktuell.  Hier finden Wintersportler/innen aktuelle  Informationen über die Lawinensituation, Schneehöhe, Windrichtung und -geschwindigkeit, Lufttemperaturen und Luftfeuchte. Die Werte werden von Mess-Stationen u.a. in Ebensee-Feuerkogel, Dachstein Nord, Gosau-Zwieselalm, Hinterstoder-Höss, Kleinreifling-Viehtaleralm geliefert.  

 

Außerdem informiert das Land über Schneeverwehungen, Glatteis etc. auf Oberösterreichs Straßen. Zu finden ist der Straßenzustand unter www.land-oberoesterreich.gv.at ebenfalls im Bereich Aktuell.

 

Beide Serviceleistungen sind auch über ein Handy durch die Eingabe von wap.ooe.gv.at abrufbar.

Mag.ª Daniela Rotschädl (+43 732) 77 20-157 60

Lawinenlagebericht des Amtes der Oö. Landesregierung vom 25. bis 28. November 2005

(LK) Heute Freitag gibt es im Bergland zeitweise Schneefall, der in den Staulagen auch länger anhalten kann. In den tiefen Lagen kann es regnen. Die Temperatur in 1500m Höhe liegt bei minus 5 Grad. Der Samstag ist vormittags teils aufgelockert, am Nachmittag gibt es etwas Schneefall. Der Sonntag wird unbeständig mit einzelnen Schneeschauern. Die Temperatur in 1500m liegt am Wochenende bei minus 3 Grad.

SCHNEEDECKENAUFBAU:
Im Bergland liegt eine 60cm bis 100cm mächtige Schneedecke. Die Schneedecke hat sich bereits etwas gesetzt und setzt sich weiter. Durch die tiefen Temperaturen ist der Schnee locker und kalt, am Boden aber feucht. In den Hochlagen ist die Schneedecke teils windbeeinflusst und gepresst. Warmer Untergrund bis in die mittleren Höhenlagen und tiefe Temperaturen fördern die Schwimmschneebildung.

GEFAHRENBEURTEILUNG:
Die Lawinengefahr wird allgemein als mäßig eingestuft. In den Hochlagen sollen kammnahe Steilhänge und steile Mulden und Rinnen vorwiegend ost- bis südwestseitig, die teils mit Triebschnee verfüllt sind, unbedingt beachtet werden.

 

Gefahreneinstufung nach der fünfteiligen europäischen Lawinengefahrenskala

  • Gefahrenstufe: 2
  • Tendenz der Gefahr: keine wesentliche Änderung der Gefahrensituation

Europäische Lawinengefahrenskala:
1 gering
2 mäßig
3 erheblich
4 groß
5 sehr groß

 

Auf der Landeshomepage finden Sie den Amtlichen Lawinenwarndienst unter der Internetadresse: http://www.land-oberoesterreich.gv.at/lawinenwarndienst

Dipl.-Ing. Florian Stifter (+43 732) 77 20-124 92

Sprechtage der Regierungsmitglieder

Sprechtage für die Woche vom 28. November bis 04. Dezember 2005


 

  • Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
    Dienstag, 29. November 2005, von 08:00 - 10:30 Uhr, (+43 732) 77 20-11 00, Landhaus
  • Landeshauptmann-Stellvertreter Hiesl
    Dienstag, 29. November 2005, von 08:00 - 12:00 Uhr, (+43 732) 77 20-12 190, Herrenstraße 20, Perg
  • Landesrat Anschober
    Freitag, 3. Dezember 2005, nachmittags gegen Voranmeldung, (+43 732) 77 20-120 70, Promenade 37
  • Landesrätin Dr. Silvia Stöger
     nur gegen Voranmeldung, (+43 732) 77 20-111 20, Starhembergstraße 14

Romana Puchner (+43 732) 77 20-114 12

Termine der Beratungsstellen

Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft/KiJA

(LK) Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen. Auskünfte und Informationsmaterialien zu Kinder- und Jugendthemen.
Vertraulich und kostenlos.
KiJA/Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft, Tel: (+43 732) 77 97 77
www.kija.at, E-Mail: kija@ooe.gv.at, 4021 Linz, Promendade 37
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, von 10:00 - 12:00 Uhr
Montag, Dienstag und Donnerstag von 14:00 - 16:00 Uhr.

 


Oö. Patienten- und Pflegevertretung

(LK) Das Büro der Oö. Patienten- und Pflegevertretung in Linz, Bahnhofsplatz 1, Tel. (+43 732) 77 20-142 15, ist am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 07:30 bis 17:00 Uhr sowie am Freitag von 07:30 bis 13:00 Uhr besetzt. In diesem Büro hält ein Oö. Patientenvertreter einmal pro Woche gegen telefonische Voranmeldung einen Sprechtag ab. 

 

 

EU-Auskünfte

(LK) Kostenlose Auskünfte zum Themenbereich EU und EWR gibt es im Info-Point-Europa, Amt der Oö. Landesregierung, Altstadt 30, 4010 Linz, Tel. (+43 732) 77 20-140 20, Fax: (+43 732) 77 20-140 22.

 

 

Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige

(LK) Das Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige in 4050 Traun, Oberer Flötzerweg 1 bietet Erstkontakte für eine ambulante oder stationäre Therapie, Beratung für Angehörige, Psychotherapie sowie nachstationäre Behandlung. Telefonische Terminvereinbarungen von Montag bis Freitag in der Zeit von 09:00 bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer (+43 7229) 644 36-36 erbeten.

 

Reisemedizinische Beratungsstelle

(LK) Um möglichen gefährlichen Erkrankungen bei Fernreisen vorbeugen zu können, hat die Landes-Sanitätsdienstabteilung Linz, Bahnhofsplatz 1, Montag bis Freitag von 10:00 bis 13:00 Uhr sowie Dienstag zusätzlich von 15:00 bis 18:00 Uhr eine "Reisemedizinische Beratungsstelle" eingerichtet, die über wichtige Vorsorge-Impfungen bei Reisen in ferne Länder informiert und Impfungen durchführt. Info-Telefon: (+43 732) 77 20-141 07.


 

Oö. Schulservice

(LK) In der Schulservicestelle des Landesschulrates für Oberösterreich können sich Schüler, Eltern und Lehrer informieren und beraten lassen. Rat und Hilfe in allen Schulfragen erteilen jeweils Montag bis Freitag Elisabeth Messner, Tel. (+43 732) 70 71-91 21, und Mag. Gertraud Schwarzmair, Tel. (+43 732) 70 71-91 22.


 

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Montag, 28. November 2005, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle, Jungmairgasse 1 von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Peuerbachstraße 26, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Kärntnerstraße 16, von 08:30 bis 12:30 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Eferding, Stadtplatz 1 (Sparkassengebäude, 3. Stock), von 08:00 bis 12:00 Uhr  sowie von 08:00 bis 13:00 Uhr in der Bezirkshauptmannschaft Schärding, Außenstelle Pramhöhe, 4780 statt.

 


Beratungen im Eltern-Kind-Zentrum Ried

(LK) Das Eltern-Kind-Zentrum Ried im Innkreis., Riedholzstraße 17, Eingang Nord bietet folgende Beratungen an:

Elternsprechstunde:

  • jeden Donnerstag von 13:00 bis 17:00 Uhr, Tel. (+43 7752) 912-361

Beratung von Eltern mit behinderten Kindern:

  • jeden 3. Dienstag im Monat von 09:30 bis 11:00 Uhr, Tel. (+43 7752) 912-361

 


Zivildienst-Beratung

(LK) Beratungen und aktuelle Infos für künftige und aktive Zivildienstleistende sowie Zivildiensteinrichtungen in Linz, Amt der Oö. Landesregierung, LandesJugendReferat, Bahnhofplatz 1, Tel. (+43 732) 77 20-152 65. Beratungen finden montags von 14:00 - 17:00 Uhr statt.

Pressekonferenzen

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Pressekonferenz am 25. November 2005

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Institutsdirektor Univ.Doz.Dr. Peter Bußjäger


zum Thema

"Auf dem Weg zu einem effizienten Föderalismus"

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Rückfragen-Kontakt:

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Über das Institut
In Zusammenhang mit den Bestrebungen der Länder zur Stärkung des Föderalismus in Österreich verfolgte man Anfang der 70er-Jahre in Tirol und Vorarlberg die Idee, ein wissenschaftliches Institut, dessen Schwerpunkt die Föderalismusforschung bilden sollte, einzurichten. Darüber hinaus sollte die geplante Einrichtung durch umfassende Informationstätigkeit zur Verbreitung des Föderalismusgedankens in der Bevölkerung beitragen.
Diese Überlegungen führten schließlich im Jahr 1975 zur Gründung des Instituts für Föderalismusforschung. Mit Univ.-Prof. Dr. Peter Pernthaler, Ordinarius am Institut für öffentliches Recht, Finanzrecht und Politikwissenschaft der Universität Innsbruck, konnte von Anfang an ein renommierter wissenschaftlicher Leiter für das Institut gewonnen werden.

 

Anlässlich des 25-Jahr-Jubiläums im Jahr 2000 wurde der Institutsname auf "Institut für Föderalismus" geändert.

 

Univ.Prof.Dr. Peter Pernthaler war von 1975 bis 2000 Institutsdirektor.

 

Seit 1. Jänner 2001 ist Univ.Doz. Dr. Peter Bußjäger, Landtagsdirektor von Vorarlberg, Direktor des Instituts.

 

Mit 1. Juli 2003 sind die Länder Niederösterreich und Oberösterreich dem Kreis der Trägerländer beigetreten. Die Erweiterung der Trägerschaft soll bezwecken, die wissenschaftliche Aufarbeitung, insbesondere des finanziellen und ökonomischen Föderalismus in Österreich, aber auch im europäischen Regionalisierungsprozess zu vertiefen.

 

Zur Leitung des Instituts für Föderalismus ist ein Kuratorium berufen, das aus vier, durch die jeweilige Landesregierung bestellten Vertretern jedes Trägerlandes besteht. Den jährlich zwischen den Trägerländern wechselnden Vorsitz führt jeweils ein Vertreter eines Trägerlandes. Dem Kuratorium obliegt die Beschlussfassung über alle wesentlichen Angelegenheiten des Instituts, vor allem über das Arbeitsprogramm, die Haushaltsplanung und Personalfragen. Außerdem stellt es die Verbindung zu den Landesregierungen und Landtagen der vier Trägerländer her. Die Durchführung der Beschlüsse des Kuratoriums und die wissenschaftliche Leitung, insbesondere das Forschungsprogramm des Instituts, sind Aufgabe des Institutsdirektors, der dabei von einem Institutsassistenten, einer Institutssekretärin sowie einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin im Bereich der Bibliothek und des Dokumentationszentrums unterstützt wird.


Kuratorium
Landesamtsdirektor Dr. Werner SEIF (Niederösterreich)
Landesamtsdirektor-Stellvertreter Dr. Wolfgang NEBES (Niederösterreich)
Hofrat Dr. Ludwig STAUDIGL (Niederösterreich)
Mag. Klaus HEISSENBERGER (Niederösterreich)
Landesamtsdirektor Dr. Eduard PESENDORFER (Oberösterreich)
Landtagsdirektor Dr. Helmut HÖRTENHUBER (Oberösterreich)
Landesamtsdirektor-Stellvertreter Dr. Jörg MAYER (Oberösterreich)
HR LL.M. Dr. Gerhard HÖRMANSEDER (Oberösterreich)
Landesamtsdirektor Dr. Josef LIENER (Tirol)
Landesamtsdirektor-Stellvertreter Dr. Helmut SCHWAMBERGER (Tirol)
Mag. Christine SALCHER (Tirol)
Hofrat Dr. Anton GSTÖTTNER (Tirol)
Landesamtsdirektor Dr. Johannes MÜLLER (Vorarlberg)
Landesamtsdirektor aD Dr. Werner BRANDTNER (Vorarlberg)
Dr. Borghild GOLDGRUBER-REINER (Vorarlberg)
Dr. Matthias GERMANN (Vorarlberg)


Institutsdirektor
Univ.Doz.Dr. Peter Bußjäger (peter.bussjaeger@foederalismus.at)


Mitarbeiter


Das Institut für Föderalismus führt seit 1976 eine allgemeine Schriftenreihe, seit 1989 die spezielle Schriftenreihe Verwaltungsrecht, seit 1998 die Reihe Föderalismus-Dokumente und seit 2000 die Reihe Politische Bildung. Außerdem veröffentlicht das Institut jährlich einen Bericht über die Lage des Föderalismus in Österreich. Zudem können Sie hier unseren Newsletter "Föderalismus Info" nachlesen und sich auch dazu anmelden.

  • Schriftenreihe: Diese Schriftenreihe umfasst bis jetzt 96 Bände, von denen fast alle im Buchhandel erworben oder vom Institut für Föderalismus bezogen werden können.
  • Schriftenreihe Verwaltungsrecht: Diese Schriftenreihe umfasst bis jetzt 8 Bände, von denen fast alle im Buchhandel erworben oder vom Institut für Föderalismus bezogen werden können.
  • Föderalismus-Dokumente: Diese Reihe umfasst bis jetzt 22 Bände, von denen alle vom Institut für Föderalismus bezogen werden können. Diese können ab Band 13 als PDF-Datei abgerufen werden.
  • Reihe Politische Bildung: Mit dem Band 1 "Föderalismus - Bundesstaat - Europäische Union - 25 Grundsätze" wurde diese Reihe, in der bis Ende 2000 4 Bände erschienen sind, begonnen.
  • Informationsblatt: Im periodisch erscheinenden Informationsblatt (alle zwei Monate) nimmt das Institut zu aktuellen föderalistischen und bundesstaatlichen Fragen und Problemen Stellung und informiert über Veranstaltungen und Neuerscheinungen von Publikationen. Die aktuelle Ausgabe des Informationsblattes ist auf der Startseite abrufbar. Ältere Ausgaben sind im Archiv zugänglich.

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Pressekonferenz am 25. November 2005

Landesrat Viktor Sigl


zum Thema

Innovation und Arbeit Das Budget 2006 des Wirtschaftsressorts

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Rückfragen-Kontakt:

Gerhard Rumetshofer (+43 732) 7720-151 02 bzw. (+43 664) 144 95 63              

Das Innovationsbudget 2006:
Wirtschaft, Arbeit, Bildung, Europa und Jugend

"Wir wollen Oberösterreich zu einer der innovativsten Regionen Europas machen. Das spiegelt sich in unserem Budget ganz klar wider. Oberösterreich rüstet sich im Wettbewerb der Regionen mit IQ - Innovation und Qualifikation - für die vielfältigen Herausforderungen der Zukunft", betont Landesrat Viktor Sigl. Eine ganz besondere Rolle im Innovationsbudget 2006 nimmt bereits das neue Strategische Programm "Innovatives Oberösterreich 2010" ein.

 

Gesamtbudget von 232 Millionen Euro

Mit 232 Millionen Euro - inklusive EU-Mittel - schlägt sich das Budget 2006 im Ressort von Landesrat Viktor Sigl für die Ressort-Bereiche Wirtschaft, Arbeit, Bildung, Europa und Jugend zu Buche. Ohne EU-Mittel liegt das Gesamtbudget bei 213 Millionen Euro.

 

Vier wesentliche Eckpfeiler kennzeichnen das Innovationsbudget 2006 besonders: Wirtschaft, Arbeitsmarkt, Bildung und Kinderbetreuung. So stehen im Ressortbereich Wirtschaft (inklusive nationale und EU-Mittel) insgesamt 104 Millionen Euro zur Verfügung.  Für den Ressortbereich Bildung wiederum sind 122 Millionen Euro vorgesehen. Für Raumordnung und Ortsentwicklung sind knapp sechs Millionen Euro veranschlagt.


Plus 20 Prozent (!) für Forschung, Technologie und InnovationSo wie das Landesbudget allgemein eine Investitionsquote von mehr als 20 Prozent als klares Ziel formuliert hat, ist auch im Innovationsbudget 2006 von Landesrat Viktor Sigl ein klares Signal gesetzt: 33,5 Millionen Euro stehen für Forschung, Technologie und Innovation zur Verfügung - ein Plus von 20 Prozent (!) gegenüber dem Vorjahr. Bisher lag das FTI-Budget (Forschung, Technologie, Innovation) bei rund 28 Millionen Euro.
"Wir haben mit dem Strategischen Programm 'Innovatives Oberösterreich 2010' einen klaren Weg festgelegt. Diesen beschreiten wir konsequent. Die Umsetzung hat begonnen. Und dabei spielen Forschung, Entwicklung und Technologie eine Hauptrolle", verdeutlicht Viktor Sigl.

Neue Forschungsschwerpunkte liegen auf Logistik, neue Werkstoffe, Life Science, Mechatronik und IT. Das Strategische Programm 'Innovatives Oberösterreich 2010' setzt mit 43 gezielten Maßnahmen in fünf zukunftsorientierten Themenfeldern an: Forschung & Entwicklung, Berufliche Qualifikation, Kooperation in Netzwerken, Impulse für den Wirtschafts- und Technologiestandort Oberösterreich sowie EU-Networking.

 

Foto mit LH Dr. Pühringer, LR Viktor Sigl und Lehrling mit den Daten zum FTI-Budget: 2004: 25 Mio. Euro, 2005: 28 Mio. Euro, 2006: 33,5 Mio. Euro

 

Einige Highlights im Bereich Wirtschaft im Innovationsbudget 2006:

  • Job-Offensive 2006
  • Neue Forschungsförderung
  • Neue Impulszentren (Mondsee, Bad Leonfelden ergänzen das bisherige   
    Netzwerk von bereits mehr als 20 Impuls- und Technologiezentren)
  • Netzwerk Umwelttechnik
  • Breitband-Offensive: Fortsetzung und Abschluss
  • Innovative Arbeitsmarktpolitik: Job-Offensive 2006

Das Budget für den Arbeitsmarkt liegt bei 12 Millionen Euro, weitere 3,5 Millionen Euro sind für innovative Arbeitsmarktprojekte veranschlagt. "2006 ist für uns ein Jahr der Job-Offensive, 65.400 Personen werden insbesondere profitieren. Beschäftigung und Qualifizierung bleiben ein ganz besonderes landespolitisches Ziel. Schon jetzt gibt Oberösterreich so viel wie kein anderes Bundesland für Arbeitsmarktpolitik aus", unterstreicht Sigl. Die klare Stoßrichtung: Ein Mehr an Beschäftigung und Qualifizierung. Durch die hohe Investitionsquote von 20,7 Prozent im Landesbudget, geht jeder fünfte Euro arbeitsplatzschaffend in die Wirtschaft.

 

 

Foto mit LR Sigl mit Lehrling und mit Maßnahmen zur Beschäftigungspolitik

 

 

Bildung - die beste Investition in die Zukunft
Wer in beste Bildung und Ausbildung investiert, investiert in die Zukunft. 122 Millionen Euro stehen 2006 für den Bereich Bildung zur Verfügung: Fachhochschulen, Berufsschulen, Landes-Jugendheime, Jugend, Kindergärten, Horte, Schülerheime, Erwachsenenbildung.

 

Oberösterreich hat vier top-moderne Fachhochschul-Standorte. Die Zahl der Studierenden ist binnen zehn Jahren von 330 (1994/95) auf heute 3600 angestiegen. 2006/07 werden es 3900 FH-Studenten in wirtschaftsnahen, zukunftsorientierten Studienzweigen sein.

 

Oder im Bereich der Berufsschulen: Oberösterreich ist das Lehrlingsbundesland Nummer eins. In 28 Berufsschulen werden mehr als 25.000 Lehrlinge ausgebildet. Investitionssumme für laufende und neue Vorhaben im Bereich der Berufsschulen bis 2011: 70 Mio. Euro.

 

Die 4youCard ist unter Oberösterreichs Jugendlichen ein Muss. Heuer sind bereits knapp 80.000 junge Menschen Besitzer der 4you-Jugendkarte, 2006 wird die Schallmauer von 100.000 angepeilt.
Erwachsenenbildung ist ebenso ein Schwerpunkt wie die Steigerung der Weiterbildungsbeteiligung von "Niedrigqualifizierten"


 

Modernes, zeitgemäßes Kinderbetreuungsgesetz

Oberösterreich ist mit rund 700 Kindergärten voll versorgt. Die Zahl der Kindergartengruppen ist um sieben auf 1935 gestiegen, die Zahl der Hortgruppen um 16 auf nunmehr 480.
Mit 1. September 2005 wurde ein erster Meilenstein in der Kinderbetreuung gesetzt: Der Startschuss für Alterserweiterte Gruppen in den Kindergärten für Kinder von 2 bis 10 Jahren ist erfolgt. Nunmehr können auch unter 3-Jährige und Volksschulkinder betreut werden. An knapp 60 Standorten wird dieses Angebot bereits geführt.

 

2006 steht mit dem geplanten neuen Kinderbetreuungsgesetz der entscheidende Schritt hin zu einer modernen, flexiblen, individuelleren und auch (bei den Elternbeiträgen) sozial gerechten Kinderbetreuung an. "Wir müssen Familie & Beruf noch besser vereinbar machen. Wir wollen den Familien, Eltern, AlleinerzieherInnen ein zeitgemäßes, individuelleres Angebot machen. Nicht Familien ersetzend, sondern Familien ergänzend", streicht Sigl hervor.
Einige der Eckpunkte im neuen geplanten Oö. Kinderbetreuungsgesetz: Bildung bereits im Vorschulalter, neues Fördersystem, sozial gerechte Elternbeiträge, mehr Elternpartizipation, Vereinheitlichung der Zuständigkeit für Integrationsmaßnahmen, flexiblere Besuchsmöglichkeiten, Bedarfs-planung durch Gemeinden und Regionen.


 

Weitere markante Eckpfeiler 2006 im Ressort LR Sigl

 

  • Mit 1. November 2005 ist das neue Raumordnungsgesetz in Kraft getreten, das 2006 den Bereich Raumordnung, Ortsentwicklung, Stärkung der Ortskerne entscheidend prägen wird. So wird der Wildwuchs von Einkaufszentren an den Ortsrändern eingedämmt. Die Gemeinden erhalten mehr Einflussnahme. Die wesentlichen Punkte: Verwaltungsvereinfachung bei Widmungsverfahren, Neuregelung bei Einkaufszentren, Lösung für "Kleinhausbauten" im Grünland, Hochwasserschutzmaßnahmen und Umsetzung diverser EU-Richtlinien.
  • Im Bereich der Dorf- und Stadtentwicklung werden mit 1. Jänner 2006 zu den bisherigen 105 Dorfentwicklungsgemeinden weitere zehn dazukommen - es sind dies: ALTHEIM, HAIBACH IM MÜHLKREIS, HOCHBURG-ACH, MEGGENHOFEN, NATTERNBACH, OTTNANG AM HAUSRUCK, ST. GEORGEN IM ATTERGAU, SIGHARTING, UNTERACH AM ATTERSEE, WARTBERG OB DER AIST.

 

Die Ortsbildmesse 2006 steigt in Hinterstoder. 

  • Ebenfalls voll anlaufen wird 2006 das Regionalmanagement neu. Heuer wurde bereits die Regionalmanagement Oberösterreich GmbH. gegründet, deren Eigentümer das Land , die Sozialpartner und Regionalvereine wie die Euregio Mühlviertel,  Inn-Salzach-Euregio und das Regionalforum Steyr-Kirchdorf sind.

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Pressekonferenz am 25. November 2005

Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger


zum Thema

"Oö. Agrarbudget: Bilanz 2005 - Ausblick 2006"

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Weitere Gesprächsteilnehmer:

Hofrat Mag. Hubert Huber, Leiter der Agrar- und Forstrechtsabteilung, Land

Rückfragen-Kontakt:

 Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17 oder (+43 664) 829 89 99

Oö. Agrarbudget 2006 - Kontinuität und neue Wege

Oberösterreich ist das Agrarland Nummer 1. Bei Rindfleisch (30 % der Österreichproduktion), Milch (32 % der Österreichproduktion) und Schweinefleisch (35 % der Österreichproduktion) ist die heimische Landwirtschaft "Marktführer". Eine erfolgreiche Agrarpolitik, die Bewährtes weiterführt und Neues ermöglicht, ist ein verlässlicher Partner der Bäuerinnen und Bauern. Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger sieht im Agrarbudget 2006 ein Zukunftsbudget und setzt gleichzeitig die von Finanzreferent Landeshauptmann Josef Pühringer eingemahnte Kosteneffizienz in bewährter Weise um. Wie für das Jahr 2005 ist auch das Agrarbudget 2006 mit 103 Millionen Euro abgesichert.

 

Tortendiagramm: Nationale Maßnahmen Bund/Land 16,4 Mio. 16%,    EU-kofinanzierte Maßnahmen EU/Bund/Land 46,4 Mio. 45%,     Ausschließlich Landesföfrderungen 40,2 Mio. 39%

 

 

Das OÖ. Agrarbudget 2006 beträgt insgesamt 103 Millionen Euro.


 

Mit dem Landesagrarbudget werden auch zahlreiche kofinanzierte Maßnahmen aus Bund und EU ausgelöst. Oberösterreich holt damit auch 2006 jeden möglichen Cent und Euro in Wien und Brüssel ab.

 

Landesrat Stockinger: "Vereinbarte Begleitmaßnahmen werden verlässlich abgewickelt. Darauf können sich die Bäuerinnen und Bauern verlassen. Das oberösterreichische Agrarbudget beweist erneut Handschlagqualität".
Oberösterreich setzt in der Landesagrarpolitik auf Kontinuität und neue Wege. Ziel dabei ist, die Wertschöpfungskette so lange als möglich in Bauernhand zu halten und damit Einkommen auf den Höfen abzusichern.

 

Folgende Schwerpunkte zeigt das Agrarbudget 2006:

  • Energiebereich:
    Der Energiebereich wird als strategischer Zukunftsmarkt der Landwirtschaft weiter ausgebaut. Bauernhöfe sind inzwischen in der Lage, Wärme und Strom, Energie und Treibstoff zu liefern.

 

 

Information "Vom Landwirt zum Energiewirt"

 

 

  • Genussland Oberösterreich:
    Die erfolgreich gestartete Initiative aus dem Jahr 2005 wird weiter fortgesetzt. Oberösterreich setzt auf eine Vernetzung der Agrarpolitik mit allen Marktpartner mit dem Ziel, mehr Wertschöpfung in die Bauernhäuser zu bringen.


 

Zusatzinformation zum Genussland Oberösterreich

 

 

  • Umweltprogramm ÖPUL:
    95 % der 30.000 teilnahmeberechtigten Bauernhöfe in Oberösterreich nehmen am Umweltprogramm ÖPUL teil. Im Landesagrarbudget 2006 sind für das Umweltprogramm ÖPUL 22,6 Millionen Euro veranschlagt. Dieses Landesgeld löst kofinanzierte Mittel aus Bund und EU aus, sodass insgesamt über das Österreichische Programm für umweltgerechte Landwirtschaft ÖPUL in Oberösterreich 118 Millionen Euro ausbezahlt werden.
  • Zuchtrinderexporte und Rinderuntersuchungskosten:
    Nach Streichung der Unterstützung für Zuchtrinderexporte und Rinderuntersuchungen durch Landesrätin Silvia Stöger hat Agrarlandesrat Josef Stockinger gemeinsam mit Landeshauptmann Josef Pühringer durchgesetzt, dass für das Jahr 2006 wieder 100.000 Euro im Budget zur Verfügung stehen.
  • Kostenübernahme Tierkennzeichnung: 1,2 Millionen Euro
  • Kostenübernahme Trinkwasseruntersuchung für bäuerliche Direktvermarkter: 400.000 Euro


Oberösterreich hält Wort - Vereinbarungen werden eingehalten

Nach einem guten Jahr 2004 hat sich auch das Bauernjahr 2005 recht stabil und zufriedenstellend entwickelt. Der "Jahrhundertherbst" hat viel gut gemacht und neben optimalen Erntebedingungen auch eine mehr als durchschnittliche Rüben- und Maisernte eingebracht.

 

Auch in der agrarpolitischen Ernte steht das Land Oberösterreich zu seinem Wort. Stockinger: "Das ist umso wichtiger, weil andere Bundesländer rund um uns ihre Zusagen kürzen und vereinbarte Mittel umschichten oder gar streichen". Beispielsweise stellt Oberösterreich für die Milchbauern 14,3 Millionen Euro - darunter die österreichweit noch immer einzigartige Grünlandprämie in vollem Umfang zur Verfügung.

 

  • Oö. Grünlandprämie:
    9,6 Millionen Euro, Auszahlung ab 5. Dezember 2005,
    37 Euro pro ha,
    davon profitieren 25.793 Betriebe
    mit 219.518,06 ha Grünland und 41.934,99 ha Feldfutterflächen.
  • Milchprämie:
    In voller Höhe von 4,7 Millionen Euro gesichert.
    Davon profitieren 14.000 oberösterreichische Milchbetriebe.
    Sockelbetrag: 50 Euro/Betrieb (wird im Dezember ausbezahlt),  0,45 Cent pro Kilogramm gelieferter Milch (Landesgeld wird monatlich über die Molkereien ausbezahlt).


Milchprämien: OÖ: 4,7 Mio Euro, NÖ: gestrichen, Salzburg: 1,1 Mio. Euro, Steiermark: 2,1 Mio. Euro

In Oberösterreich wird die Milchprämie in voller Höhe ausbezahlt, während sie in den Nachbarländern rund um uns gestrichen, halbiert oder reduziert wird.

 

  • Bergbauernbetriebe:
    Eine Folgelösung mit Zustimmung aller Fraktionen in der OÖ. Landwirtschaftskammer wurde erarbeitet. 167 Betriebe nach dem alten österreichischen Berghöfekataster erhalten weiterhin Landesgeld bis zu einer Höchstgrenze von 1.000 Euro pro Betrieb. In diesen Fällen handelt es sich um Bergbauernbetriebe in Einzellagen, die nach den Regeln der EU-Bergbauernförderung (Ausgleichszulage) nicht in geschlossene regionale Gebiete fallen und daher keinen Anspruch auf Ausgleichszulage erwirken. Im Landesagrarbudget 2006 sind für die Bergbauernausgleichszulage 12 Millionen Euro reserviert. Durch die damit ausgelöste Kofinanzierung von Bund und EU werden insgesamt Fördermittel von 43 Millionen Euro für 20.000 Bergbauernbetriebe in Oberösterreich ausgelöst.
  • Sonderinvestitionsprogramm zum Käfigausstieg:
    Für tierfreundliche Haltung im Legehennenbereich nimmt Oberösterreich aus Landesmitteln 1 Million Euro in die Hand. Mit Investitionsförderprogramm und Sonderbonus für tierfreundliche Haltung können bis 35 % der Investitionskosten in einen neuen Hühnerstall gefördert werden.
  • Freigabe der agrarischen Investitionsförderung:
    Das Agrarbudget ist auch ein Investitionsbudget mit Arbeitsplatzeffekten. Durch Umschichtung der Mittel ist es gelungen, den gordischen Knoten in der Investitionsförderung zu lösen. 1.344 baureife Projekte in der Landwirtschaft bewegen 81 Millionen Euro Gesamtinvestition. Die Investitionsfreigabe ist ein klarer Impuls für die regionale Wirtschaft rechtzeitig vor der Winterarbeitslosigkeit.
  • Katastrophenfonds: Professionelles Sicherheitsnetz:
    Aus dem Katastrophenfonds im Ressort von Landesrat Stockinger wurden insgesamt 245 Millionen Euro Hochwasserentschädigung seit dem Jahr 2002 ausbezahlt. Im Jahr 2005 ist ein Hochwassernachtragsbudget in Höhe von 6,5 Millionen Euro vorgesehen.


Stabilität und Verlässlichkeit sind gefragt

Trotz der guten Bilanz im Landesagrarbudget weist Landesrat Stockinger auf viele große Fragezeichen im agrarpolitischen Zusammenhang hin: Wie geht’s im EU-Finanzstreit weiter? Welche Finanzrahmen stehen für die künftige ländliche Entwicklung der Jahre 2007 bis 2013 zur Verfügung? Gibt es weitere WTO-Liberalisierungs-geschenke auf Kosten der Europäischen Bauern? Wie wirkt sich die beschlossene Reform der Zuckermarktordnung aus?

 

Landesrat Stockinger: "Gerade jetzt ist Stabilität und Verlässlichkeit gefragt. Die Bäuerinnen und Bauern wollen wissen, wie sie dran sind. Die vorhandene Investitionsbereitschaft ist ein positives Zeichen, denn wer investiert, glaubt an die Zukunft".

 

Die momentane Handlungsfähigkeit der Europäischen Union unter britischem Vorsitz sieht Landesrat Stockinger im agrarpolitischen Bereich derzeit gelähmt. "Das nervt, hier wird auf die österreichische Ratspräsidentschaft im ersten Halbjahr 2006 und auf Landwirtschaftsminister Josef Pröll viel Arbeit zukommen", betont Landesrat Stockinger.

Presseinformationen

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Presseinformation

"Christkind oder Weihnachtsmann" Ausstellung im Schlossmuseum Linz

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Eröffnung: Samstag, 26. November 2005, 17.00 Uhr
Ausstellungsdauer: 27. November 2005 bis 2. Februar 2006

Logo: Tipp für den 24. Dezember

 

 

 KURZINFO -  KURZINFO - KURZINFO - KURZINFO - KURZINFO - KURZINFO - KURZINFO

Traditionen können sich ändern, auch die Gestalt des Gabenbringers zu Weih-nachten: die wenigen und einfachen Geschenke brachte ursprünglich der hl. Nikolaus am 6. Dezember. Martin Luther ersetzte diesen katholischen Heiligen durch den "Heiligen Christ", der nun als Christkind in den protestantischen Ländern die Rolle des Geschenkebringers übernahm. Im Biedermeier entwickelte sich dann der uns heute bekannte Weihnachtsmann, parallel nebeneinander, zum einen aus Moritz von Schwinds "Herrn Winter" , zum anderen aus dem amerikanischen Santa Claus, den die holländischen Einwanderer als Sinter Klaas mitgebracht hatten. Bis ins 20. Jahrhundert kehrte sich die Situation dann um: in Österreich und Süddeutschland herrschte das (unsichtbare) Christkind (oder "Goldene Rössl") vor, im protestantischen Norden der Weihnachtsmann, der seit den 1920er Jahren im roten, mit weißem Pelz verbrämten Mantel, Rauschebart und beeindruckender Leibesfülle als Leitobjekt für das Weihnachtsgeschäft dient. Schokoladenindustrie und Werbung haben das ihre dazu beigetragen, dass Nikolaus und Weihnachtsmann heute vielfach zu einer einzigen Gestalt verschmolzen sind.

 

In der Ausstellung wird die Vielfalt von barocken Jesuskindern über Andachtsbildchen bis zu Werbung, Aktivitäten "Pro Christkind" oder Weihnachtsmann-Verboten ebenso aufgezeigt wie Spuren von Rudolph, dem rotnasigen Rentier, dem Niklas im Struwwelpeter oder Christkindl-Darstellungen in Bilderbüchern nachgegangen und damit ein weiteres Zeichen gesetzt zum Jahr der "Alltagskultur seit 1945.

 

 

 

Christkind oder Weihnachtsmann

Auf die Frage "Wer bringt die Weihnachtsgeschenke?" antworteten laut einer Zeitungsumfrage 1999 über 80 %: "Das Christkind". Verbringt man allerdings ein paar Stunden im Vorweihnachtstrubel der Geschäftsstraßen, blättert man durch Zeitungen oder Zeitschriften, dann scheint die Antwort "der Weihnachtsmann" gelautet zu haben. Diese sich jährlich wiederholende Diskussion, die mit Humor, verbissen, mit bitterem Ernst oder fast schon aus Tradition geführt wird, hat ihre historischen Wurzeln, denn sowohl für das Christkind als auch für den Weihnachtsmann lässt sich Partei ergreifen, begibt man sich auf die Spuren der jeweiligen Geschenkbringer.

 

In der heurigen Weihnachtsausstellung "Christkind oder Weihnachtsmann" im Schlossmuseum soll eben dieser Frage nachgegangen werden: warum bringt das Christkind die Geschenke, oder warum grüßt der Weihnachtsmann vorbeihastende Kunden aus den Geschäftsauslagen? Ist der gemütliche rotbäckige, wohlgenährte Großvatertyp im roten Mantel mit dem weißen Pelzbesatz tatsächlich ein oftmals angefeindeter Import aus Amerika und hat er das goldgelockte heimische Christkind verdrängt? Und wo bleiben der hl. Nikolaus, der oft nicht mehr zu unterscheiden ist vom Weihnachtsmann, der sich wiederum Namen wie Santa Claus oder Knecht Ruprecht gefallen lassen muss?

 

Die Suche nach Antworten führt zu prachtvollen barocken Christkindln, Andachtsbildchen, lässt sogar Luther wichtig werden und zeigt bedeutende Spuren im Biedermeier, als sich mit dem Aufkommen des privaten Weihnachtsfestes im Kreise der Familie, mit den Kindern und Geschenken (!) als Mittelpunkt, der Geschenktermin vom 6. auf den 24. Dezember verschob und der hl. Nikolaus als Geschenkbringer teilweise mit übernommen wurde.

 

In der Ausstellung illustrieren zahlreiche Abbildungen zu berühmten Gedichten oder Liedern, Grafiken, aber auch Bilderbücher gemeinsam mit erläuternden Texten die Wandlung jener Figuren, denen wir die Geschenke zu Weihnachten verdanken. Denn nicht nur der Weihnachtsmann oder das Christkind sind hier zu nennen, auch der hl. Nikolaus, Knecht Ruprecht, das Goldene Rössl oder Rudolf, das rotnäsige Rentier gehören dazu. Da sich die Rolle und vor allem das Aussehen und der dargestellte Typus der Geschenkbringer in den letzten Jahrzehnten immer wieder wandelt, wird den Spuren bis in die Gegenwart gefolgt, als nun Weihnachtsfrauen und sogar Weihnachtshasen ihr (Un)Wesen treiben, oftmals die Weihnachtsmütze ausreicht, um jemanden zum Symbol für Weihnachten zu machen. Denken Sie nur an die rot bemützten Christkindlmarktbesucher, die Helden der Comics, Bilderbücher oder Prominenten, die allesamt einzig durch ihre Kopfbedeckung zum Kürzel fürs Weihnachtsfest stehen.
Aber auch der Unmut so mancher Bevölkerungsteile soll thematisiert werden, indem "der Kampf" Christkind gegen Weihnachtsmann inklusive Weihnachtsmannverboten auf Adventmärkten etc. dargestellt und hinterfragt wird.

 

Da die Ausstellung einen Beitrag zum heurigen, Österreich weiten Projekt "Alltagskultur seit 1945" darstellt, werden Sie vieles finden, was Sie kennen, vielleicht auch schon gesehen haben, aber durch die Texte und das Aufzeigen von inhaltlichen Zusammenhängen vielleicht mit anderen Augen sehen werden.

 

Begleitend zur Ausstellung bieten wir Ihnen an den Adventsamstagen jeweils um 17 Uhr ein buntes Programm vom Singen und Musizieren bis zu (satirischen) Lesungen. Außerdem erwartet Sie ein dichtes Angebot an Vermittlungsprogrammen für ganz Jung bis Erwachsen, von "Traumwerkstätten" bis zu Führungen, deren Termine Sie ebenso wie die speziellen Öffnungszeiten zu den Feiertagen dem Programmheft und den Vorankündigungen entnehmen können.

 


Weihnachtszeit ist Krippenzeit im Schlossmuseum (und in der Stadt Linz)

Vom 27. November 2005 bis zu Maria Lichtmess am 2. Februar 2006 bietet sich Ihnen im Schlossmuseum die Gelegenheit, einen Rundgang durch die reiche Krippenlandschaft Oberösterreichs zu unternehmen, sich Krippen aus verschiedenen Regionen, Materialien und als einigen Jahrhunderten anzusehen. Diesmal sind nicht nur die Kunstwerke aus der Dauerausstellung zu bewundern, sondern in der Sonderausstellung "Keramikkrippen" auch Objekte aus gebrannten und verschieden glasiertem Ton, die von der Künstlerin Marlene Schröder aus Allhaming stammen. Alle diese sehr minimalistischen Krippen könnten mit dem Begriff "Familienkrippe" charakterisiert werden, da es der akademisch ausgebildeten Keramikerin bei dieser 2003 geschaffenen Serie in erster Linie darum ging, die geschlossene Einheit der Familie, in diesem speziellen Fall eben in Form von Maria, Josef und dem Jesuskind, darzustellen.

 

In der Adventzeit verwandelt sich die ganze Stadt in eine romantische Krippenstadt. Hunderte Weihnachtskrippen aus aller Welt können in Schaufenstern, an öffentlichen Plätzen, in Kirchen und Museen entdeckt und bestaunt werden.

www.schlossmuseum.at
 

 

Weihnachtlich Köstliches aus dem Genussland Oberösterreich anlässlich der Eröffnung

Kunst und Kultur und seit kurzem auch Kulinarisches aus Oberösterreich erwarten unseren Besucher bei den großen Eröffnungen der Oberösterreichischen Landesmuseen als Beitrag zur Initiative "Genussland" Oberösterreich.
Entdecken Sie - rechtzeitig zur Adventzeit  - neben Weihnachtsmännern und Christ-kindern kulinarische Köstlichkeiten von drei heimischen Produzenten:


 

Logo: Genussland Oberösterreich          Logo: Bachhalm          Logo: Mauracher Hof           Logo: Die Hochland Imker

 

 


 

KULTURVERMITTLUNG

Termine rund um die Weihnachtsausstellungen:

 

Adventsamstag, um 17 Uhr

  • Samstag, 3. Dezember 2005, 17.00 Uhr: "Gelesenes - Christkind versus Weihnachtsmann!", Institut für Kunst und Volkskultur
  • Samstag, 10. Dezember 2005, 17.00 Uhr: Offenes Volksliedsingen, Brigitte Dumfart, OÖ. Volksliedwerk
  • Samstag, 17. Dezember 2005, 17.00 Uhr: "Das Christkind ist tot, und dem Weihnachtsmann ist auch schon ganz schlecht" - eine satirische Weihnachts-lesung mit Klaus Buttinger von den OÖ. Nachrichten

 

Führungen "Christkind oder Weihnachtsmann":

  • Samstag 3., 10. und 17. Dezember  2005 jeweils um 15.30 Uhr
  • Am Sonntag, 27. November, 4., 11., 18. Dezember 2005 Führung jeweils                                                                                                                                                                                              um 14.00 Uhr

 

Führungen "Krippenausstellung" 

  • Am Sonntag,4. Dezember 2005 Familienführung um 14.30 Uhr
  • Am Sonntag, 27. November, 4., 11., 18. Dezember 2005 Führung jeweils um 15.00 Uhr
     

Traumwerkstatt

"Festliche Weihnachtskarten"

Im Anschluss an den Ausstellungsrundgang widmen wir uns dem praktischen Teil. Aus Karton und bunter Klebefolie werden individuelle weihnachtliche Grußkaten angefertigt.
Zusätzlich zu den Traumwerkstätten für Schulen werden an drei Samstagen vor Weih-nachten und am 24. Dezember folgende Workshops für Kinder ab 5 Jahren angeboten:

 

1. Termin: Samstag, 3. 12. 2005 (14.00 - 16.00 Uhr)
"Lasst uns froh und munter sein"
Passend zum Nikolaustag bastelt jedes Kind nach einem Rundgang durch die Weihnachtsausstellung einen Nikolausstiefel aus Filz.

 

2. Termin: Samstag, 10. 12. 2005 (14.00 - 16.00 Uhr)
"Festliche Weihnachtskarten"
Im praktischen Teil fertigen wir individuelle Weihnachtskarten aus bunter Klebefolie und Glitzer.

 

3. Termin: Samstag, 17. 12. 2005 (14.00 - 16.00 Uhr)
"Duftende Weihnachtsdekoration"
Nach einem Rundgang durch die Ausstellung geht es um die Herstellung von duftender Weihnachtsdekoration aus Orangen, Nelken, und Bienenwachs.

 

4. Termin: Samstag,  24. 12. 2005 (10.00 - 12.00 Uhr)
"Klingende Geschichten"
Mit verschiedenen Instrumenten vertonen wir gemeinsam eine weihnachtliche Geschichte.

 

 

 

 Rund um die Feiertage - Rund um die Feiertage - Rund um die Feiertage -
24. Dezember:

- Die Weihnachtsausstellung im Schlossmuseum ist von 10 bis 14 Uhr geöffnet.
- weihnachtliche Traumwerkstatt für Kinder (ab 5 J.) Von 10 bis 12 Uhr
- Landesgalerie und Biologiezentrum sind geschlossen
25. Dezember: Alle Häuser sind geschlossen
31. Dezember:
- Kinder-Silvesterparty (ab 5 J.) in der Landesgalerie von 14 bis 16 Uhr
- Schlossmuseum und Biologiezentrum sind geschlossen


 

 

Auf einen Blick...

Ausstellung "Christkind oder Weihnachtsmann"

Schlossmuseum Linz   Tummelplatz 10, A-4010 Linz
Telefon 0732-774419
Fax 0732-774419-29
http://www.schlossmuseum.at/

 

Pressegespräch     

Fr, 25. November 2005, 10.00 Uhr
Schlossmuseum Linz

 

Eröffnung

Sa, 26. November 2005, 17.00 Uhr
Schlossmuseum Linz

 

Ausstellungsdauer    

27. November 2005 bis 2. Februar 2006
      
Öffnungszeiten     

Di bis Fr 9 - 18 Uhr
Sa / So / Fei  10 - 17 Uhr
Mo geschlossen

 

Direktor der OÖ. Landesmuseen 

Mag. Dr. Peter Assmann
Telefon: 0732/ 77 44 82 - 42
e-mail: p.assmann@landesmuseum.at

 

Wissenschaftliche Leitung  

Dr. Andrea Euler
und Ausstellungsorganisation  Tel: 0732 / 77 44 91 - 20
e-mail: a.euler@landesmuseum.at

 

Ausstellungsgestaltung   

Mag. Gerhard Katzlberger
Telefon: 0732/ 77 44 19 - 38
e-mail: g.katzlberger@landesmuseum.at

 

Kulturvermittlung   

Mag. Sandra Kotschwar         

Telefon: 0732/77 44 82 - 54
e-mail: s.kotschwar@landesmuseum.at

 

Anmeldung Traumwerkstatt  

Marietta Stauber, Silvia Strohmayr
Telefon: 0732/77 44 19 - 31
e-mail: m.stauber@landesmuseum.at

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 

Mag. Friedrich Burgstaller
Telefon: 0732 /77 44 82 - 35
e-mail: f.burgstaller@landesmuseum.at

 

MMag. Sigrid Lehner
Telefon: 0732 /77 44 82 - 53
e-mail: s.lehner@landesmuseum.at

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at