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Landeskorrespondenz Nr. 264 vom 14. November 2005

Landeskorrespondenz

Pressekonferenz

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Landeskorrespondenz

Goldene Verdienstzeichen des Landes für pro mente Oberösterreich-Geschäftsführung

(LK) Im Rahmen der 40-Jahr-Feier von pro mente Oberösterreich überreichte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer das Goldene Verdienstzeichen des Landes an Geschäftsführerin Rita Donabauer aus Hörsching und Geschäftsführer Mag. Christian Rachbauer aus Leonding.

 

Rita Donabauer ist seit 1976 bei pro mente Oberösterreich beschäftigt und war in dieser Zeit an der Entstehung vieler neuer Projekte beteiligt. Seit 1991 ist sie in der Geschäftsführung tätig und war maßgeblich an der Entwicklung des kleinen Vereines zu einer großen Non-Profit-Organisation beteiligt. Seit 1999 ist sie Präsidentin der internationalen psychosozialen Organisation "Euro-Psy-Rehabilitation" mit Sitz in Belgien und Frankreich und in zahlreichen weiteren Gremien vertreten, die am Ausbau der sozialen Versorgung und Gesetzgebung Oberösterreichs und Österreichs beteiligt sind. Darüber hinaus ist sie Vizepräsidentin der österreichischen Arbeitsgemeinschaft für Rehabilitation und Sprecherin des Vereines Interessenvertretung der Dienstleistungsunternehmen im psychosozialen und Behindertenbereich Oberösterreichs.

 

Mag. Christian Rachbauer arbeitet seit 1983 bei pro mente und ist seit 1991 Geschäftsführer. Sehr engagiert hat er am Aufbau von Strukturen von Arbeitsrehabilitation für psychisch beeinträchtigte Personen mitgewirkt. Er war wesentlich an der Gründung des ersten Arbeitstrainingszentrums für psychisch Beeinträchtigte in Österreich beteiligt. Einen wichtigen Beitrag leistete er auch zur Entwicklung von pro mente Oberösterreich zu einer Vorbildinstitution für die Betreuung psychisch Beeinträchtigter. Ein besonderes Anliegen ist ihm die Laienhilfe, in deren Rahmen über 150 Laienhelferinnen und -helfer ehramtlich psychisch Kranken ein längerfristiges Kontakt- und Beziehungsangebot machen. Rachbauer ist Vorstandsmitglied des Vereins Arge Ost-West und fungierte von 1999 bis 2001 als Bundesgeschäftsführer der pro mente Austria.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Ukrainischer Botschafter beim Landeshauptmann

(LK) Der Botschafter der Republik Ukrainie Volodymyr Yelchenko stattete kürzlich Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer einen Besuch im Landhaus ab.

 

Im Mittelpunkt standen dabei wirtschaftliche aber auch humanitäre Fragen. Seit 1992 haben sich die österreichischen Exporte in die Ukraine versechsfacht und die heimischen Importe aus der Ukraine nahezu vervierfacht. Über 200 oberösterreichische Unternehmen haben mittlerweile Geschäftsbeziehungen in die Ukraine.

 

An diesem Arbeitsgespräch nahm auch der Präsident der Landlerhilfe LAbg. Otto Gumpinger teil. Von 1996 bis 2005 hat das Land Oberösterreich im Rahmen seiner "internationalen Hilfsmaßnahmen" auch Projekte und Hilfslieferungen in die Ukraine unterstützt. Dabei handelt es sich großteils um sogenannte "Landler-Projekte" gemeinsam mit Rumänien, wodurch eine Gesamthilfe im Wert von 14,5 Millionen Euro ermöglicht worden ist.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Pater Leeb überbrachte Landeshauptmann sein neuestes Buch

(LK) "Auf den Weg nach Bethlehem" heißt ein Buch zur Vorbereitung der Weihnachtszeit mit gesammelten und erarbeiteten Texten von Pater Hubert Leeb, das er kürzlich Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer übergeben hat. Dieses Buch ist eine Wiedergabe von Texten aus dem Förderkreis der "Brasilienhilfe", die Pater Leeb ergänzt und illustriert hat.

 

Zusammengefasst sollen diese Anregungen auf Wunsch seiner Freunde nun einem größeren Interessenkreis zugänglich werden. Dieses Buch ist gleichzeitig ein Brückenschlag zur sozialen/pastoralen Arbeit von Pater Leeb in Brasilien. Der Erlös soll der Ausbildung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen im ländlichen Notgebiet der Küstenregion in Brasilien zugute kommen. Das Buch kostet 20 Euro und ist bei der Brasilienhilfe Pater Leeb, Prechtlerstraße 18a, 4710 Grieskirchen, bestellbar.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Goldenes Verdienstzeichen des Landes für Kommerzialrat Karl Pilstl

(LK) Der geschäftsführende Gesellschafter der Pilstl Holding GmbH Kommerzialrat Karl Pilstl wurde am Samstag, 12. November 1005, von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.

 

Pilstl, Jahrgang 1935, gehörte mit seinem Unternehmen jahrzehntelang zu den erfolgreichsten auf dem Sektor des Landesproduktenhandels. Neben dem Hauptsitz in Raab ist die Firma über die Grenzen hinweg in der Schweiz, Ungarn, Tschechien, Slowakei, Kroatien und Serbien tätig. Insgesamt sind 48 Mitarbeiter beschäftigt die einen Umsatz von 160 Millionen Euro erwirtschaften. Seit 1998 wird das Handelshaus Pilstl von Sohn Andreas erfolgreich weitergeführt.

 

Karl Pilstl engagierte sich aber nicht nur als erfolgreicher Unternehmer, sondern war auch in der Interessensvertretung der Wirtschaft tätig. Er war unter anderem Ausschussmitglied des Landesproduktenhandels, Bezirksvertrauensmann sowie Bezirksstellenausschussmitglied der Sparte Handel.

 

Weiters war er auch 18 Jahre lang Mitglied des Gemeindevorstandes und 28 Jahre als Obmann der Raiffeisenbank Raab tätig. Auch in der Union Raab und bei der Musikkapelle brachte er seine Tatkraft ein.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Präsident des ungarischen Komitates Heves bei Landeshauptmann Pühringer: Intensive Kontakte werden noch weiter ausgebaut

(LK) Einen Arbeitsbesuch absolvierte der Präsident des ungarischen Komitates Heves Tamás Sós am 11. November 2005 in Oberösterreich. Bei einem Arbeitsgespräch am Abend bekräftigte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, dass die intensive Zusammenarbeit zwischen Oberösterreich und dem Komitat Heves noch weiter ausgebaut werden soll. Die Kooperation besteht bereits seit dem Jahr 1992. 1994 wurde eine entsprechende Vereinbarung, insbesondere Kooperationen für die Bereiche Kultur, Sport und Jugend unterzeichnet. Mittlerweile erstrecken sich die Kontakte aber auch auf die Gebiete Wirtschaft, Landwirtschaft, Tourismus, Energie und Umwelt.

 

"Bereits kurz nach der Öffnung des Eisernen Vorhangs hat sich Oberösterreich um Kontakte mit Regionen in den ehemaligen Ostblockstaaten bemüht. In der erweiterten Europäischen Union profitieren wir nun von der langjährigen guten Zusammenarbeit", betont Pühringer.

 

Für 2006 ist unter anderem ein gemeinsames EU-gefördertes Jugendprojekt unter Federführung Oberösterreichs mit Teilnehmern auch aus Südböhmen und Estland geplant. Dazu kommen weitere konkrete Vorhaben im Kulturbereich, Erfahrungsaustausch auf dem Gebiet der erneuerbaren Energie und der biologischen Landwirtschaft. Mehr als zehn konkrete Treffen auf Expertenebene werden im kommenden Jahr entweder in Oberösterreich oder in Heves stattfinden. Bereits ab Ende November findet eine Ausstellung weihnachtlicher Volkskunst aus Heves im Ursulinenhof statt.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Termine der Beratungsstellen

Jugendberatung und Jugendinformation

(LK) Beratung, Infos und Tipps für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, kostenlos  und persönlich.

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. (+43 732) 17 99: Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, http://www.jugendservice.at/
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. (+43 7272) 758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. (+43 7712) 357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Ried im Innkreis, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. (+43 7752) 715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: Jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. (+43 7942) 725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. (+43 7612) 17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. (+43 7248) 644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. (+43 7262) 581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservicestelle-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. (+43 7289) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. (+43 7252) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. (+43 7242) 21 14-11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. (+43 7722) 222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at
  • Jugendservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. (+43 7672) 757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mailjugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

 

 

 

Erziehungs- und Familienberatungszentrum Ried im Innkreis,
Riedholzstraße 17, 4910 Ried im Innkreis

(LK) Familienberatungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: (+43 7752) 912-361
  • jeden Donnerstag von 17:30 bis 19:30 Uhr

Erziehungsberatungsstelle

  • Parkgasse 1, 4910 Ried
  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: (+43 7752) 912-361

Familientherapeutische Beratungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: (+43 732) 66 64 12

Mutterberatung

  • Dienstag von 09:00 bis 12:00 Uhr, Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr

Männerberatungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • (+43 732) 66 64 12

 


Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

(LK) Therapeutische Zusammenkünfte von Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Mittwoch, 16. November 2005, für den Bezirk Freistadt, Rot-Kreuz-Zentrum Freistadt, Zemannstraße 33 um 19:30 Uhr, sowie für den Bezirk Gmunden, Kößlmühlgasse 4, ab 18:00 Uhr, statt.


 

Pressekonferenzen

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Pressekonferenz am 14. November 2005

Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl
Bürgermeister Dr. Franz Dobusch und ASFINAG-Vorstand Dipl.-Ing. Franz Lückler


zum Thema

"A 7 Einhausung Bindermichl: Schnellste Autobahnbaustelle Österreichs wird am 26. November 2005 eröffnet"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Ing. Gerhard Mysliwietz, Projektleiter A 7 Bindermichl
  • Alois Lüftinger, Autobahnmeister Ansfelden

Rückfragen-Kontakt:

Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55 oder (+43 664) 412 39 80

Die A 7 Einhausung Bindermichl bildet den Startschuss für die große Linzer Verkehrslösung. Die Gesamtfertigstellung wird nun bereits am 26. November 2005 - um mehr als drei Wochen früher als geplant - erfolgen.

 

  • Sonntag, 20. November 2005 - Tag der offenen Tür - 10:00  bis 14:00 Uhr
  • Samstag, 26. November 2005 - Eröffnung - Beginn 10:00 Uhr

 

Die A 7 Einhausung Bindermichl glänzt mit Superlativen. Sie ist

  • die mit Abstand schnellste Autobahnbaustelle Österreichs.
  • die europaweit komplexeste Baustelle und
  • die sicherste Tunnelanlage.

 

Innerhalb von nur zwei Jahren wird dieses Projekt unter vollem Verkehr mit täglich rd. 100.000 Fahrzeugen verwirklicht. Sie ist eine logistische Meisterleistung. Wir danken vor allem den Bauarbeitern und deren Firmen. Sie leisten exzellente Arbeit.

 

Mit der Fertigstellung des Bindermichl wird das wohl komplexeste Straßenbauvorhaben Österreichs der letzten Jahre in Rekordzeit umgesetzt. Dieses vor allem für die Anrainer wichtige Bauwerk wurde erst durch die Verdreifachung der Straßeninvestitionsmittel im Vergleich zu den 90er Jahren ermöglicht. Die Herstellung dieses modernen und sicheren Tunnels inkl. einer Verkehrsbeeinflussungsanlage bringt nicht nur eine Verbesserung der Umweltsituation für die Anrainer, sondern ist auch ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

 

Der ständig steigende Verkehr von und zur A 1 Westautobahn und die damit verbundene Lärmbelastung war für die Anwohner eine große Belastung. Mit ca. 100.000 Fahrzeugen pro Tag zählt die Mühlkreisautobahn im Bereich Bindermichl zu den meist befahrenen Straßen Österreichs. Die Absenkung und Einhausung der Stadtautobahn in diesem Bereich ist das bisher größte Lärmschutzprojekt der oberösterreichischen Landeshauptstadt. Die Untertunnelung der A 7 trägt wesentlich zur Steigerung der Wohn- und Lebensqualität der Bewohner/innen des Bindermichls und Spallerhofs bei. Das Projekt umfasst eine jeweils dreispurig geführte Richtungsfahrbahn mit zusätzlichen durchgehenden Pannenstreifern im Bereich des Tunnels Bindermichl, sowie die Ertüchtigung und Erneuerung der Autobahn im gesamten Projektsbereich zur Entlastung der angespannten Verkehrssituation in beiden Fahrtrichtungen vor.
Das städtebauliche Ziel ist die Schaffung eines neuen ca. 40.000 großen Parkes auf der neuen Tunneloberfläche und einer merklichen Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität für ca. 3000 Bewohner der Stadtteile Bindermichl, Spallerhof und Niedernhart.

 

TAG DER OFFENEN TÜR AM 20. November 2005

 

Sonntag, 20. November 2005 - 10:00 bis 14:00 Uhr
Tag der offenen Tür
In der Weströhre (Zugang über den Kreisverkehr Bindermichl) kann die Betriebszentrale und der Tunnel besichtigt werden. Die Feuerwehr, das Rote Kreuz, die Autobahnmeisterei und die Projektleitung sowie der ÖAMTC informieren über die modernsten Sicherheitseinrichtungen in der A 7 Einhausung Bindermichl.

 

Dienstag, 22. November 2005
Fertigstellung Kreisverkehr Muldenstraße
Der Kreisverkehr auf der Spallerhofseite wird fertiggestellt. Wegen Asphaltierung des Anschlusses wird der Verkehr Muldenstraße durch den neuen Kreisverkehr geführt. Die Ampeln an der Kreuzung Bindermichl sind in Betrieb.

 

Freitag, 25. November 2005 - ab 20:00 Uhr
Sperre der A 7 im Bereich Bindermichl
Sperre der kompletten A 7 mit allen Auf- und abfahrten im Bereich Bindermichl. Der Verkehr wird großräumig umgeleitet.

 

ERÖFFNUNGSFEST AM 26. November 2005

 

Die Bauarbeiten laufen seit Sommer 2003. Die Oströhre des Tunnels Bindermichl wurde im Dezember 2004 für den Verkehr freigegeben, die Gesamtverkehrsfreigabe wird am 26. November 2005, um 10:00 Uhr im Rahmen eines Festaktes mit Vizekanzler Hubert Gorbach, Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl, Landeshauptmann-Stellvertreter DI Erich Haider, Bürgermeister Dr. Franz Dobusch und ASFINAG-Vorstand Dipl.-Ing. Franz Lückler erfolgen.

 

Samstag, 26. November 2005 - 10:00 bis 14:00 Uhr
Festakt Eröffnung A 7 Einhausung Bindermichl
Teile der Autobahn werden als Parkfläche genutzt - die Verkehrsführung erfolgt laut beiliegender Skizze - zusätzlich steht ab 08:00 Uhr ein Shuttle-Zubringerdienst vom Landesdienstleistungszentrum zur Verfügung.

 

Sonntag, 27. November 2005
Freigabe der Einhausung
Freigabe der Einhausung - die innerstädtische Verbindung Unionstraße-Wienerstraße und umgekehrt ist durch die Einhausung möglich. Der Tunnel Bindermichl bleibt gesperrt.


Montag, 28. November 2005 - 05:00 Uhr
Freigabe der Tunnel Bindermichl für den Verkehr.

 

GESAMTKOSTEN 150 MIO. EURO

 

Das Projekt der "Einhausung und Absenkung der A 7 im Bereich Bindermichl" beinhaltet folgende Einzelmaßnahmen:

  • zweiröhriger Autobahntunnel Bereich Bindermichl - 1062 m.
  • zweiröhrige Autobahneinhausung Bereich Niedernhart - 580 m.
  • Umbau der Anschlussstelle Muldenstraße in "Kreisverkehrsform" mit zusätzlichen Auf- und Abfahrtsspuren aus dem bzw. in den Tunnel.
  • Ertüchtigung des Autobahnquerschnittes durch zusätzliche Spuren und durchgehende Pannenstreifen.
  • Errichtung neuer bzw. Verbreiterung bestehender Direktrampen im Knoten Hummelhof.
  • Errichtung neuer bzw. Sanierung bestehender Brückenobjekte im Projektsbereich.
  • Errichtung zusätzlicher Lärmschutzwände

 

Weiters werden folgende städtebauliche Maßnahmen realisiert:

  • Errichtung einer Lärmschutzwand zum Schutz der höherliegenden Wohngeschoße im Bereich des Bogens Kopernikusstraße (Hummelhofknoten).
  • Architektonische Gestaltung der Tunnelportale und der Lärmschutzwände.
  • Städtebauliche Gestaltung der Tunneloberfläche (Nutzung als Park usw.)


Die Gesamtkosten inklusive notwendiger Grundeinlösen, Planung, Bau, Projektmanagement und Indexsteigerungen betragen ca. 150 Mio. Euro.

 

Zahlen und Fakten

Gesamte Betonkubatur: 200.000 m³
Gesamte Stahltonagen: 20.000 to
Gesamte Erdbewegungen: 800.000 m³
Lärmschutzmaßnahmen (offene Strecke): 12.000
Lärmschutzmaßnahmen (im Tunnel): 25.000

 

 

MODERNSTE SICHERHEITSEINRICHTUNGEN IM TUNNELBEREICH

Die Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen im Tunnel Bindermichl und der Einhausung Niedernhart entsprechen dem modernsten Stand der Technik. Sicherheit im Tunnel hat oberste Priorität.
Aufbauend auf eine im internationalen Vergleich sehr kurze Fluchtweglänge von nur rund 150 m wurde ein Rettungskonzept entwickelt und durch eine rechnergestützte Selbstrettungssimulation überprüft.

 

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird im Tunnel Bindermichl, erstmals in Österreich neben einer Vielzahl von sicherheitstechnischen Anlagen auch eine sogenannte Verkehrsbeeinflussungsanlage installiert, welche der Anpassung von dynamischen Verkehrszeichen an die aktuelle Straßensituation und somit der Lenkung der Verkehrsströme dient und die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig über Verkehrsbehinderungen wie Unfälle, Staus etc., informiert. Bereits im Vorfeld auf der A 1 Westautobahn werden dafür Verkehrsinformationstafeln aktiviert, welche die Verkehrsteilnehmer großräumig umleiten.

 

Die Tunnelanlage Bindermichl/Niedernhart wird durch die Tunnelüberwachungszentrale (ÜZ-Wels) der ABM Wels rund um die Uhr überwacht. Dabei steht neben einer nach modernstem Standard konzipierten elektronischen Notfall- und Störungsmeldeanlage auch eine lückenlose Videoüberwachung der gesamten Tunnelstrecken und der Portalbereiche zur Verfügung. Über Fernwirkung kann von der ÜZ-Wels auch die gesamte Tunnelsteuerung bedient werden. Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wurden selbstleuchtende Bordsteinreflektoren aus LED installiert. Die durchgehende ca. 5 m hohe helle Beschichtung sowie die ebenfalls helle Beleuchtung lässt den Tunnel freundlich erscheinen und erhöht die Verkehrssicherheit.

 

Der Tunnelfunk gewährleistet einen sicheren Funkverkehr im Tunnel und nach außen bzw. zur Tunnelwarte für die Einsatzkräfte und den Erhaltungsbetrieb. Zusätzlich werden über diese Kabel die Frequenzen der Verkehrssender abgestrahlt, auf die der Tunnelwart allenfalls einsprechen kann.

 

Außerdem werden im Tunnelbereich laufend Messungen der Trübsicht, der Stickstoff-und CO2-Belastung sowie der Längsluftströmung durchgeführt.

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Pressekonferenz am 14. November 2005

Landesrat Dr. Hermann Kepplinger


zum Thema

"Ein Jahr Qualitätsbeirat: Ein Blick hinter die Kulissen und Präsentation der besten Projekte"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Arch. Mag.arch. Ing. Herbert Karrer
  • Arch. Mag. Margarethe Heubacher-Sentobe
  • Mag. DI Robert Kernöcker
  • Mag. Johann Wagner, Volkshilfe
  • Mag. Wolfgang Modera, Leiter der Abteilung Wohnbauförderung

Rückfragen-Kontakt:

Mag.ª Sabrina Hebenstreit (+43 732) 77 20-120 43

Der Qualitätsbeirat - nützlich oder lästig?

Auf Initiative von Wohnbau-Landesrat Dr. Kepplinger bietet das Land Oberösterreich jenen Gemeinden, die über keinen Gestaltungsbeirat verfügen, aber auch den Bauträgern, einen Qualitätsbeirat an. Dieser dient als beratendes Gremium für die Gemeinden, die Bauträger und den Wohnbaureferenten.

 

Der Qualitätsbeirat bietet unter anderem die Gewähr, dass öffentliche Förderungsmittel effizient und optimal eingesetzt werden, da Bauvorhaben auch nach funktionalen, gestalterischen und soziologischen Aspekten beurteilt werden. Außerdem können die Genehmigungsverfahren viel rascher und problemloser umgesetzt werden, wenn qualitativ hochwertige Projekte vorliegen.

 

"Für die langfristige Entwicklung der Städte und Gemeinden bedeutet der Qualitätsbeirat mehr Architekturqualität, welche den unmittelbarsten Bestandteil an Lebensqualität für die BewohnerInnen darstellt. Dieser Qualitätsanspruch in der Architektur bedeutet weiters die Gewissheit, für die nachkommenden Generationen ein durch Verantwortung geprägtes kulturelles Erbe zu hinterlassen", ist der Wohnbau-Landesrat von der Wichtigkeit der Arbeit des Qualitätsbeirates überzeugt.

 

 

Mag. Wolfgang Modera:
Wer profitiert nun wirklich?

Vor allem profitieren die zukünftigen Bewohner/innen da qualitativ hochwertige Wohnprojekte geschaffen werden, die sich einerseits gut an das Landschaftsbild anpassen und andererseits die Wohn- und Lebensqualität der MieterInnen deutlich verbessern.

 

Aber auch die Bauherren können vom Qualitätsbeirat profitieren, weil sich durch dessen Begutachtung bessere architektonische und nachhaltigere Lösungen ergeben. Weiters tauschen hochkarätige ArchitektInnen mit den Bauunternehmen ihr Know-how und Wissen aus, was unweigerlich zu einem Wettbewerbsvorteil führt, von welchem niemand ausgeschlossen ist. Dies ist langfristig sicherlich die beste Investition und stellt sehr oft sogar wirtschaftlich bessere Lösungsansätze für ein Projekt dar.

 

 

Mitglieder und Aufgabengebiete des Qualitätsbeirates

Die Mitglieder setzen sich wie folgt zusammen:

 

1. drei freischaffende ArchitektInnen

  • Arch. Mag. Margarethe Heubacher-Sentobe
  • Arch. Dipl.-Ing. Johann Hohensinn
  • Arch. Dipl.-Ing. Dr. techn. Martin Treberspurg

2. Vertreter

  • der Abt. Wohnbauförderung
  • Mag. Wolfgang Modera (Vorsitz)
  • T.OAR. Ing. Johann Haubner
  • der Standortgemeinde
  • der Unterabteilung Energie- und Ökologiebereich
  • Mag. Dipl.-Ing. Robert Kernöcker
  • des Behindertenbereiches
  • Mag. Johann Wagner (Volkshilfe Oberösterreich)
  • des Jugend- und Familienbereiches
  • Mag. Christian Brauner

Die freischaffenden Architekt/innen bleiben 3 Jahre in diesem Qualitätsbeirat. Um zu verhindern, dass alle Architekt/innen gleichzeitig den Beirat verlassen, wird bereits heuer ein Wechsel stattfinden, sodass zukünftig jedes Jahr ein/e Architekt/in neu nominiert wird.

 

Grundsätzlich werden nur solche Projekte im Qualitätsbeirat behandelt, die mehr als 25 Wohnungen aufweisen und nicht von einem Gestaltungsbeirat (z.B. auf Ebene der Gemeinde) begutachtet worden sind bzw. wenn kein Architektenwettbewerb stattgefunden hat.

 

 

Aspekte der Projektbeurteilung

In der Projektbeurteilung setzt sich der Qualitätsbeirat mit folgenden Aspekten auseinander:

  • Eignung des Grundstückes, Erschließung, Wohnumfeld, Infrastruktur sowie Emissionen
  • Architektonische Qualität, städtebauliche Kompatibilität, Denkmal- und Naturschutz
  • Funktionsaspekte wie Grundrisslösung, Familien-, Frauen- und Kindertauglichkeit und Barrierefreiheit
  • ökologische Gesichtspunkte wie Schall- und Wärmeschutz, Beheizung, Energieverbrauch und Verwendung von Baustoffen
  • ökonomischen Kriterien wie Bau- und Folgekosten

Der Qualitätsbeirat hat über jedes zur Beurteilung vorgelegte Projekt im Anschluss an die Beratung eine schriftliche Stellungnahme zu verfassen, welche von allen anwesenden Beiratsmitgliedern zu unterfertigen ist. Es sollen die Gesamtqualität und insbesondere die Ausgewogenheit der Qualitätskriterien im Vordergrund stehen. Es soll keine Abstimmung über ein Projekt geben, sondern nur eine Empfehlung an den Wohnbaureferenten abgegeben werden.

 

 

Arch. Mag.arch. Ing. Herbert Karrer:
Architektur ist omnipräsent

Architektur als Bestandteil unserer unmittelbaren Umwelt beeinflusst uns, vermittelt uns Stimmungen, kann uns motivieren oder deprimieren, und dies trotz eines öfters feststellbaren Schutzpanzers des "Nichtwahrnehmenwollens", das ist unbestreitbar.
Wie sehr Architektur auch die Visitenkarte einer Gesellschaft ist, und darüber hinaus Manifestation und Langzeitgedächtnis gesellschaftlicher Prozesse, wird vielen erst bei Reisen ins Ausland bewusst.

 

Dieses fehlende Bewusstsein für zeitgenössische Baukultur wird schmerzlich überall dort sichtbar, wo neue Architektur entsteht. Kultureller Anspruch kann jedoch nur dann umgesetzt werden, wenn Bauherrschaft und Politik genau für diesen Fall die notwendigen Voraussetzungen schaffen.

 

Wohnbau ist der unmittelbarste Bestandteil unserer gebauten Umwelt.
Wenn öffentliche Gelder dafür ausgegeben werden, so kann dies unserer Meinung nach nicht geschehen, ohne Qualitätskriterien auch bei der Architektur einzufordern. Genau dies geschieht durch den Qualitätsbeirat für den Wohnbau, genau dies ist das eigentlich neue und fortschrittliche an der derzeitigen Wohnbauförderung.

 

Wenn man den Wohnbau der letzten Jahrzehnte betrachtet, sind die Defizite in der Vergangenheit letztlich nur auf das Fehlen einer solchen Einrichtung hin zurückzuführen.

 

Qualitätsvoll zu bauen kostet gleich viel, wie bauen ohne Qualität, warum also auf Qualität verzichten?

 

Der "Qualitätsbeirat für den Wohnbau" ist ein großartiges Bekenntnis der Politik zu mehr Baukultur in unserem Land und verdient unseren uneingeschränkten Beifall.

 

 

Dipl. Ing. Robert Kernöcker:
Ökologie, Energieeffizienz und Qualität des Grundstücks

Seit Einrichtung des Qualitätsbeirates durch das Wohnbauressort im November 2004 konnten zahlreiche Bauvorhaben ihre Qualität hinsichtlich Ökologie und Wohnumfeld unter Beweis stellen. Die Mehrzahl der Bauvorhaben wird in Niedrigenergiehaus-Standard errichtet, sodass die seit Inkrafttreten der Wohnbauförderungs-Novelle 2005 geltenden strengen energetischen Mindestkriterien nochmals deutlich unterschritten werden. Ein wesentlicher Bestandteil der ökologischen Bewertung eines Gebäudes ist dessen Energieversorgung mit erneuerbarer Energie. Bei vielen Projekten sprach der Beirat die Empfehlung aus, eine thermische Solaranlage zu errichten oder an ein Fernwärmenetz oder Biomasse-Nahwärmenetz anzuschließen.

 

Durch die Arbeit des Qualitätsbeirates wurde damit ein wesentlicher Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase geleistet und ein weiterer Schritt in Richtung Kyoto-Ziel gesetzt. Aber nicht nur die Umwelt ist Nutznießer der energetischen und ökologischen Anforderungen, sondern auch die NutzerInnen des Gebäudes selbst. Hohe Energieeffizienz und Einsatz von erneuerbarer Energie bedeuten auch eine finanzielle Entlastung in Form von niedrigen Betriebskosten.

 

Zunehmend an Bedeutung gewinnt die Eignung des Grundstückes hinsichtlich Immissionen und Wohnumfeld. Insbesondere die Lärmproblematik ist ein entscheidender Parameter, ob ein qualitativ hochwertiges Wohnen mit dem damit einhergehenden Schutz vor Lärmstörungen im Freien und in den eigenen vier Wänden möglich ist. Die Qualität eines Grundstückes zeichnet sich auch durch die infrastrukturelle Erschließung, vor allem mit Blick auf die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln, aus.

 

In den letzten Jahrzehnten stand die Versorgung der Bevölkerung mit leistbaren Wohnungen im Vordergrund. Dies bleibt nach wie vor ein wichtiger Aspekt des geförderten Wohnbaus. In Anbetracht knapper werdender Ressourcen ist eine nachhaltige, energieeffiziente und ökologische Bauweise nicht nur eine Herausforderung, sondern eine Notwendigkeit. Die Ökologie wird deshalb im Beirat auch in Zukunft einen wichtigen Stellenwert einnehmen.

 

 

Mag. Johann Wagner:
Wohnberatung f. behinderten- und altengerechtes Bauen und Wohnen

Tagtäglich werde ich in meiner Tätigkeit als Wohnberater für behinderten- und altengerechtes Bauen und Wohnen mit den Barrieren unserer baulichen Umwelt konfrontiert. Stufen, zu schmale Türen, zu wenig Platz und die "falsche" Ausstattung in den Sanitärräumen u. a. beeinträchtigen eine Vielzahl von Personengruppen an der Teilhabe am täglichen Leben.

 

Mit den Kriterien der architektonischen Barrierefreiheit in der Oö. Neubauförderungs-Verordnung 2005 und dem Qualitätsbeirat wurde eine Basis geschaffen, um auf die sich verändernden Gesellschaftsstrukturen, wie zum Beispiel der "Überalterung", rechtzeitig zu reagieren. Damit neue Wohnungen gefördert werden, müssen zum Beispiel diese barrierefrei zugänglich sein und Vorkehrungen zu einer späteren notwendigen behindertengerechten Adaptierung des Sanitärbereiches bereits in der Planungs- und Errichtungsphase berücksichtigt werden.

 

Rückblickend war die bisherige Tätigkeit des Qualitätsbeirates ein wichtiges Instrument zur Sensibilisierung und Bewusstmachung der "Barrierefreiheit" im Wohnbau. Im Dialog mit den Wohnbauträgern und PlanerInnen wurden die vorgelegten Projekte, auf Basis der relevanten Ö-Normen zur Barrierefreiheit B 1600 und B 1601, in den Beiratssitzungen behandelt.

 

 

Arch. Mag. Margarethe Heubacher-Sentobe:
Präsentation der besten Projekte

Insgesamt fanden seit November 2004 fünf Tagungen des Qualitätsbeirates statt, in denen 44 Projekte behandelt wurden, wobei nicht alle immer beim ersten Anlauf Zustimmung fanden.

 

Diese 44 Projekte beinhalten Miet-, Mietkauf-, Eigentumswohnungen und auch betreubare Wohnungen. Außerdem wurden bei zwei Bauvorhaben auch Wohnprojekte für Menschen mit Behinderungen eingereicht und eine Stammwohnung mit sieben Betten wurde ebenfalls vom Beirat begutachtet.

 

Projekt 1: Bauvorhaben: Kirchberg/Thening - Thürnau III             Bauträger: Neue Heimat 
                  Architekt DI Fritz Matzinger

Es handelt sich um ein Atriumwohnhaus mit 32 Mietwohnungen und einer Gästewohnung. (Es bestehen bereits zwei dieser Wohnanlagen.)
Die innovative Form des Wohnbaus wird in diesem Projekt und in dieser Lage als Modellbeispiel umgesetzt. Die Bebauung ist als drei-geschossige Maisonettenwohnungen geplant und die umliegende Infrastruktur (Anbindung an die Lokalbahn - Lilo) kann sehr gut genutzt werden.
Auf Grund der Gruppierung um ein Atrium besteht eine hohe soziale Komponente, wobei die gemeinschaftlichen Grünflächen bereits im Vorfeld von den Bewohnern mitgeplant wurden. Den Wohnungen vorgelagerte Wintergärten und kommunikative Freiräume befinden sich im Atrium. Je Wohneinheit ist ein PKW-Stellplatz in der Tiefgarage und ein Freistellplatz vorgesehen.
Durch die optimale Ausrichtung des Gebäudes nach Süden, das zentral besonnte Atrium, sowie die gut gedämmten Außenbauteile wird eine sehr hohe Energieeffizienz erreicht # Niedrigenergiehausstufe III. Die Anlage wird mit einer Biomasseheizung beheizt. Im Atrium sind drei Lifte geplant, um die barrierefrei Erreichbarkeit der Wohnungen zu gewährleisten.

 

Projekt 2: Bauvorhaben: Ternberg VI - VIII                        Bauträger: Styria
                  Architekt DI Gerald Rubenzucker

Es handelt sich um die 2. Bauetappe einer bereits bestehenden Wohnanlage, welche zwei- bis dreigeschossig zur Ausführung gelangen soll. Insgesamt werden 32 Mietwohnungen (davon zwei Einzelwohnungen für die Wohnoffensive) und eine Stammwohnung errichtet. Die städtebauliche Situation wird gefühlvoll zum 1.Bauabschnitt fortgeführt.
Besonders hervorzuheben ist bei diesem Projekt die vorbildliche Freiraumplanung, die sowohl hinsichtlich des Alters, als auch themenspezifisch auf die vorhandenen Freiflächen eingeht. Die Abstellbereiche für Fahrräder und Kinderwägen sind großzügig geplant.
Das Gebäude erreicht die Niedrigenergiehausstufe 1. Geplant ist der spätere Einbau einer Sonnenkollektoranlage, die dafür notwendigen Vorkehrungen werden bereits getroffen.
Die Wohnanlage ist barrierefrei zu erreichen, pro Stiegenhaus wird ein Lift eingebaut. Die Parkraumbereitstellung erfolgt in Form von oberirdischen Stellplätzen und Tiefgaragenabstellplätzen.

 

Projekt 3: Bauvorhaben: Gutau                                        Bauträger: Lebensräume
                  Architekturbüro Kaun / Mautner Markhof

Die Wohnanlage besteht aus 18 Mietkaufwohnungen und neun Betreubaren Wohnungen. Das Bauvorhaben wurde durch eine Umplanung ein zweites Mal dem Qualitätsbeirat vorgelegt. Durch die nunmehr vorgeschlagene Lösung mit vier Baukörpern wurde die umliegende Dorfstruktur berücksichtigt. Die vorgeschlagenen Baukörper mit zwei Geschossen und aufgesetztem Dachgeschoss fügen sich gut in das Landschaftsbild ein.
Zusätzlich zur energiesparenden Bauweise (Niedrigenergiehaus-Stufe 1) wird eine Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung, eine Regenwassernutzungsanlage für Toilettenspülungen und eine Photovoltaikanlage zur teilweisen Abdeckung des eigenen Stromverbrauchs errichtet.
Durch die geplanten Liftanlagen sind alle Wohnungen barrierefrei erreichbar. Die Parkraumbereitstellung erfolgt in Form von oberirdischen Stellplätzen und Tiefgaragen-Abstellplätzen.

 

Projekt 4:Bauvorhaben: Perg, Schwemmplatzstrasse                Bauträger: GIWOG
                 Architekturbüro Gründlinger / Rath

Das Gesamtkonzept von 36 Mietwohnungen umfasst drei Wohngruppen mit jeweils 12 Wohneinheiten. Die Wohnanlage befindet sich in unmittelbarer Nähe zum Zentrum der Stadt Perg mit den entsprechenden infrastrukturellen Einrichtungen ( Familienzentrum, Kindergarten, Schule,Tennishalle). Die städtebauliche Anordnung der Bauten geht sehr sensibel auf die vorhandene Baustruktur ein.
Die Gemeinschaftsflächen sind sehr großzügig geplant und die Abstellflächen für Kinderwägen und Fahrräder wurden getrennt. Weiters ist eine thermische Solaranlage geplant.
Entlang der Anlage befinden sich die Bewohnerparkplätze, wobei darauf geachtet wurde, dass je Wohneinheit 1,5 Stellplätze zur Verfügung stehen. Je Wohneinheit sind Freiflächen in Form von vorgelagerten Wintergärten geplant. Die Wohneinheiten sind behindertengerecht konzipiert und ein nachträglicher Lifteinbau ist gewährleistet.

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Pressekonferenz am 14. November 2005


Landesrat Rudi Anschober und Landesrat Dr. Josef Stockinger


zum Thema

"Land blüht auf": Oö. wird zur Nr.1 bei Ökoenergie - Chance für Klimaschutz, Landwirtschaft und Arbeitsplätze - wichtigster Schritt zur Attraktivierung des ländlichen

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Rückfragen-Kontakt:

Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83 
Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17

Ökoenergiebilanz 2004 und 2005: eine Erfolgsgeschichte des ländlichen Raumes und Win-Win-Situation für Klimaschutz, Arbeitsplätze, Wirtschaft und die Konsument/innen

 

Ein Kernziel im Regierungsübereinkommen von Schwarz-Grün ist der massive Ausbau der Ökoenergie. In der Umsetzung ist die neue umweltorientierte Landesenergiepolitik weit über den gesteckten Zielen - Oberösterreich ist die Nr1 bei der Energiewende - hin zu Energieeffizienz, Eigenversorgung und Ökoenergie. Das bringt enorme Vorteile für den Klimaschutz, aber auch für den ländlichen Raum - denn mit den dezentralen umweltorientierten Energieerzeugungsanlagen fließen hunderte Millionen Euro an Investitionen in den ländlichen Raum, tausende neue Arbeitsplätze entstehen.


 

Die Zwischenbilanz in konkreten Zahlen: Ökoenergieoffensive 2004 und 2005

 

1. Ökostromoffensive

Mehr als 800 neue Ökoenergieanlagen (12 Biomasseverstromungen, 47 Biogasanlagen, hunderte Photovoltaikanlagen, 1 Windpark und 135 revitalisierte und 31 neue Kleinwasserkraftwerke) wurden bis 31. Dezember 2004 die für den Erhalt der Bundesökostromförderung notwendige Errichtungs- und Betriebsgenehmigung erteilt.
"Landauf, landab werden die Projekte jetzt errichtet und gebaut"", so Energie-Landesrat Rudi Anschober.
"Ende 2003 war Oberösterreich bei einem Ökostromanteil am Gesamtstromverbrauch von rund einem Prozent. Das neue Umwelt- und Energieressort und das Agrarressort haben sich eine massive Erhöhung zum Ziel gesetzt, schwarzgrün im Regierungsübereinkommen festgeschrieben, dass bis 2007 zumindest 6 Prozent, bis 2010 8 Prozent Anteil des Ökostroms am Gesamtstromverbrauch erreicht werden. Mit Ende 2004 haben wir den Ökostromanteil erstmals auf 2,1% verdoppelt und durch die nun erteilten Genehmigungen werden wir bis Mitte 2006 eine Erhöhung auf 6,2 % erreichen, damit viele neue Arbeitsplätze schaffen, Wertschöpfung in der Region halten, wirksame Antiatompolitik betreiben und die CO2-Emissionen aus dem Energiebereich in Oö. um einen deutlichen zweistelligen Prozentbetrag verringern", betonen Umwelt-Landesrat Rudi Anschober und Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger: "Wir sind gut unterwegs, dennoch ist dies erst der Anfang. Für die Verstärkung unseres Kurses brauchen wir aber vor allem mehr Rückenwind des Bundes, vor allem durch langfristig planbare, berechenbare Rahmenbedingungen - unter anderem durch ein attraktives Ökostromgesetz des Bundes. Derzeit erzeugt Energieminister Bartenstein durch das Fehlen eines Ökostromgesetzes seit Jahresbeginn einen enormen Investitionsstau und droht die derzeit günstige Konkurrenzsituation durch die hohen Ölpreise fahrlässig zu verspielen".


2. Biomasseoffensive

Nicht nur die Ökostromerzeugung boomt, sondern auch die Wärmeerzeugung aus Biomasse erfährt einen noch nie da gewesenen Aufschwung. 232 Projekte mit einer Leistung von mehr als 100 kW - also nicht die klassischen Häuslbaueranlagen (hier wurden alleine im Jahr 2004 insgesamt 1525 Anlagen errichtet) - haben Ihren Siegeszug auch in Gewerbebetrieben angetreten. Bei Kleinanlagen ist die Biomasse schon längst konkurrenzfähig - die neuen Zahlen belegen, dass auch bei größeren Einheiten verstärkt Biomasse gegenüber fossilen Energieträgern den Vorzug erhält.

 

Agrar-Landesrat Stockinger: "Wärme aus Holz ist auf der Überholspur. In Oberösterreich bestehen derzeit 265 Biomasse-gemeinschaftsheizanlagen, die zur Hälfte bäuerlich und zur anderen Hälfte gewerblich betrieben werden. Im privaten Wohnbau sind bereits 14.500 Biomasseeinzelheizanlagen eingebaut. Mehr als ein Drittel aller in Österreich jährlich neu installierten Hackschnitzelheizanlagen befinden sich in Oberösterreich. Jährlich werden so eine Million Schüttraummeter Hackschnitzel und Pellets zum Energiespender aus der Region. Durch Biomasse als Heizenergie können jährlich 75 Millionen Liter Heizöl eingespart werden, was wiederum den Ausstoß am schädlichen Treibhausgas CO2 um 187 Millionen Kilogramm verringert."


Investitionen und Umweltwirtschaft

Die zusätzlichen 408 GWh Ökostrom pro Jahr durch die rund 800 neuen Anlagen tragen nicht nur zu einem maßgeblichen Anteil zur Erreichung der Oö. Ökostromziele bei - 6% Ökostrom bis 2007 und 8 % bis 2010 - sondern sie sichern durch die Investition von rund 205 Mio. Euro auch Arbeitsplätze im Land. Errichtung und Betrieb bewirken eine Sicherung der Energieversorgung durch Importunabhängigkeit und Dezentralisierung und leisten schließlich auch einen Beitrag zur Erreichung der ambitionierten Klimaschutzziele. Die Universität Linz hat errechnet, dass durch den Ökostromausbau:

  • 602 neue Arbeitsplätze in Oberösterreich geschaffen werden
  • das oberösterreichische BIP aufgrund der im Rahmen des ÖKOP-Förderprogramms getätigten Investitionen im Durchschnitt der Jahre 2003-2006 um48,1 Millionen Euro steigt,
  • dass auf Grund der durch das ÖKOP-Programm errichteten Anlagen 256.628 t CO2 eingespart werden können. Dies entspricht 1,34 % der oberösterreichischen CO2-Emissionen. Dadurch ergibt sich eine Schadenskostenreduktion durch vermiedene CO2-Emissionen von 5,13 Mio. Euro. Bezieht man die Reduktion der CO2-Emissionen speziell auf die relevante oberösterreichische Energieerzeugung, so ergibt sich daraus eine Reduktion von 12,6 %!


Arbeitsplatzsicherung durch Ökoenergieinvestitionen

Alleine die 141 Unternehmen der in Oberösterreich sehr starken Ökowirtschaftsunternehmen profitieren von diesen Großinvestitionen doppelt: Die Unternehmen des Ökoenergie-Clusters erwirtschaften derzeit schon 330 Mio. Euro im Jahr - Tendenz stark steigend und bieten tausenden MitarbeiterInnen High-Tech-Arbeitsplätze "Ein starker Heimmarkt sichert unseren Unternehmen den Rücken, um im Export erfolgreich zu sein: Hexcel, Fronius, ÖkoFEN und viele andere zeigen international wie gut sich Ökoenergietechnologie made in Austria gewinnbringend verkaufen lässt", so Anschober und Stockinger.

 

"Wenn alleine in den letzten 12 Monaten Fronius, ÖkoFEN, Fröling, Hargassner, ETA Heiztechnik und viele mehr ihre Produktionsstandorte in Oberösterreich ausbauen und damit Arbeitsplätze dauerhaft in den Regionen schaffen und sichern, dann zeigt dies dass die Landesenergiepolitik am richtigen Weg ist - nicht nur einen Beitrag zum Klimaschutz, sondern auch zur Sicherung des Wirtschaftsstandortes Oberösterreich beizutragen", betonen Anschober und Stockinger.


 

Stärkung der Regionen

"Die beiliegende Karte zeigt deutlich, dass mit dem Investitionsprogramm in erneuerbare Energieträger dezentral und über ganz Oberösterreich verteilt Investitionen ausgelöst werden. Hinter jeder Anlage verbergen sich Aufträge an heimische Unternehmen bei der Planung und Errichtung. Die Biomasseanlagen sorgen dafür, dass das Geld in der Region bleibt und nicht ins Ausland rinnt", so Anschober.

 

 

Investition in erneuerbare Energieträger ist bester Schutz vor steigenden Energiekosten - also gelebter Konsument/innenschutz

"Wer heute in Biomasse investiert schützt sich dauerhaft vor steigenden Energiepreisen", so Konsument/innenschutz-Landesrat Anschober.
Daher kann bares Geld gespart werden, wenn man im heurigen Winter mit Biomasse heizt. Die Preise für Holz, Pellets und Hackschnitzel sind im Vergleich zu den Erdölpreisen stabil (siehe Grafik). Laut Biomasseverband betragen die Kosten pro Kilowattstunde derzeit bei Heizöl extraleicht 7,4 Cent, bei Erdgas 4,9 Cent, bei Holzpellets 3,2 Cent und bei Holzhackschnitzel 2,5 Cent. Wer mit Öl heizt, zahlt derzeit im Jahr rund 1.000 Euro bis 1.200 Euro mehr als jene die mit Holz heizen, bestätigt der Biomasseverband. Damit besteht echter Rückenwind für heimische Biomasse. "Die Land- und Forstwirtschaft ist hier gerüstet und liefert Energie aus heimischen Wäldern. Das hilft dem Klima und schont die Geldtasche", sagt Agrar-Landesrat Stockinger.

 

 

 

 

 

Chance für den Wirtschaftsstandort Oberösterreich

Aufgrund der Ölpreissteigerungen rechnet die EU mit einer Senkung des Wirtschaftswachstums um 1% im heurigen Jahr und einem zusätzlichen Handelsbilanzdefizit von 80 Milliarden Euro für die zusätzlichen Energieimportkosten. Gleichzeitig wächst ohne Ausstiegskonzept vom Öl die Abhängigkeit der EU von Öl- und Gasimporten aus Krisenregionen - derzeit werden 50% der Energie nach Europa importiert, bei gleichbleibendem Trend werden es 2020 mehr als 70% sein.

 

 Indexentwicklung 1999 bis 2005 Gas, Heizöl extra leicht und Energie aus Biomasse

 

"Hier ist Handeln durch verantwortliche Politiker/innen gefragt, um diese Abhängigkeit schrittweise zu verringern. Die dauerhafte Sicherung des Wirtschaftsstandorts Österreichs ist sicher eine der wichtigsten Aufgaben der kommenden Jahre", so Energie-Landesrat Rudi Anschober abschließend.

Presseinformationen

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at