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Landeskorrespondenz Nr. 256 vom 4. November 2005

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Pressekonferenz

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Vor 200 Jahren: Oberösterreich unter fremder Herrschaft

LH Pühringer: Napoleonische Kriege sind besonders eindrucksvolle Erinnerung daran, dass Frieden auf unserem Kontinent lange Zeit keine Selbstverständlichkeit war

 

(LK)  Vor genau 200 Jahren stand Oberösterreich durch den Einmarsch der Franzosen im Rahmen des dritten Koalitionskrieges 1805 kurzeitig unter französischer Herrschaft. Als äußeres Zeichen dafür logierte Kaiser Napoleon I. von 4. bis 9. November 1805 im Linzer Landhaus.

 

Von Oberösterreich marschierte der französische Kaiser in nördlicher Richtung weiter und besiegte am 2. Dezember 1805 in der sogenannten "Dreikaiserschlacht" von Austerlitz die vereinigten österreichischen und russischen Heere.

 

Nicht nur 1805, sondern auch in den Jahren 1800 und 1809 marschierte ein französisches Heer durch Oberösterreich. Zum Kriegsgebiet zu werden bedeutete damals eine hohe materielle Belastung für die Zivilbevölkerung, die für Unterkunft und Verpflegung der Besatzer aufzukommen hatte.

 

"Gerade die Zeit der napoleonischen Kriege ist eine eindrucksvolle Erinnerung daran, dass Frieden auf unserem Kontinent über Jahrhunderte hindurch keine Selbstverständlichkeit war", betont Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

 

Gerade in den ersten eineinhalb Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurde Europa nahezu jährlich vom Krieg heimgesucht.

 

"Wenn wir heuer im Jahr der Republiksjubiläen auch des 10. Jahrestages unseres EU-Beitritts gedenken, muss uns bewusst werden, welch großer zivilisatorischer Fortschritt für Europa die Gründung dieser Union war: Lösung der Konflikte auf den Konferenztischen und nicht mehr auf den Schlachtfeldern, die Verbannung des Krieges aus unserem Kontinent. Die Europäische Union ist damit zum wohl erfolgreichsten politischen Projekt der Geschichte geworden und stellt heute ein Modell für die Welt dar", so Pühringer.
 

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Landeshauptmann Pühringer: Nächste Etappe am Weg zu einem neuen Musiktheater - 18 Projekte im Realisierungswettbewerb eingereicht

(LK) Gestern Donnerstag, 3. November 2005, um 18 Uhr hat mit dem Ende der Einreichfrist des Realisierungswettbewerbs die nächste Etappe am Weg zu einem neuen Musiktheater für das Linzer Landestheater begonnen. Alle 18 Bewerber, die zur Teilnahme eingeladen wurden, haben zeitgerecht Projekte eingereicht und sich damit auch an der zweiten Stufe des internationalen Architektenwettbewerbs beteiligt, gibt Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer bekannt. Das spreche für die große Herausforderung, die dieses Projekt darstellt. Im Realisierungswettbewerb ging es darum, die in der ersten Wettbewerbsphase, dem Ideenwettbewerb, eingereichten Projekte vertieft zu bearbeiten und zu konkretisieren. Jetzt beginnt die entscheidende letzte Phase der Bewertung und Beurteilung dieser 18 eingereichten Projekte, aus denen das Siegerprojekt von einem internationalen Preisgericht ausgewählt wird.

 

Diese Phase verläuft zweigeteilt: Zunächst erfolgt eine umfangreiche, intensive Vorprüfung aller 18 eingereichten Projekte durch externe Fachgutachter und Experten. Besondere Prüfungsschwerpunkte sind u.a. die Bereiche Architektur, Statik, Verkehr, Freiraumplanung, Schallschutz, Akustik, Raumprogramm, Bühnentechnik. Die Ergebnisse dieser Vorprüfung dienen dem internationalen Preisgericht als Grundlage für seine Beratungen. Das Preisgericht - sechs Fachpreisrichter/innen und fünf Sachpreisrichter/innen unter dem Vorsitz von Architekt Mag. Karl Baumschlager aus Lochau (Vorarlberg) - wird bis Ende Dezember in mehrtägigen Beratungen die endgültige Entscheidung fällen. Das gesamte Verfahren, das nach den Regeln der Wettbewerbsordnung für Architekten durchgeführt wird, verläuft nach wie vor übrigens völlig anonym. Alle Einreichungen sind codiert. Erst wenn das Preisgericht seine endgültige Entscheidung getroffen hat, werden alle Wettbewerbsbeiträge und -ergebnisse veröffentlicht.


"Alle Vorbereitungen zum Neubau eines Musiktheaters für das Landestheater laufen plangemäß. Der von uns vorgesehene Zeitplan wird genau eingehalten", erklärt Landeshauptmann Pühringer. "Wir wollen die beste Lösung für Linz und Oberösterreich. Das neue Musiktheater soll Akzente setzen, sowohl architektonisch-städtebaulich, als auch kulturell. Der konsequent durchgeführte Architektenwettbewerb ist eine Grundlage dafür."

 

Der EU-weit durchgeführte Wettbewerb zum Neubau des Musiktheaters ist von Anfang an auf großes Interesse gestoßen: Anfragen gab es aus ganz Europa und den USA, letztendlich wurden 197 Wettbewerbsarbeiten zur ersten Stufe, dem Ideenwettbewerb, eingereicht. 18 davon wurden zur zweiten Wettbewerbsstufe eingeladen, die nun in ihre entscheidende Phase kommt.

 

 

Dr. Elisabeth Mayr-Kern (+43 732) 77 20-154 91

Anstieg bei Beschäftigten weiterhin auf hohem Niveau

Oberösterreich mit 4,0 % Arbeitslosenquote mit Abstand einmal mehr den niedrigsten Wert aller Bundesländer

 

(LK) Mit Ende Oktober 2005 standen in Oberösterreich um 9.293 Personen mehr in Beschäftigung als im Oktober des Vorjahres. "Der Anstieg bei der Beschäftigung bleibt weiterhin auf hohem Niveau", betonen Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl. Oberösterreich erreicht im Oktober 2005 mit einer Arbeitslosenquote von 4,0 Prozent den mit Abstand niedrigsten Wert aller Bundesländer. Salzburg als zweitbestes Bundesland folgt mit 5,5 Prozent, der Österreichschnitt liegt bei 6,8 Prozent, Wien ist mit 9,2 Prozent Arbeitslosigkeit das Schlusslicht.

 

Bedauerlich sei, dass die Arbeitslosigkeit in Oberösterreich im Vergleich zum Vorjahr etwas höher (+1.517 Personen) geworden ist. Allerdings ist der Anstieg etwas gebremst, gegenüber den Vergleichsmonaten des Jahres 2004 geringer als heuer in den Monaten zuvor.

 

Erfreulich ist, dass Oberösterreich bei einem Einwohneranteil von 17 Prozent an der Bevölkerung in Österreich nur über 10 Prozent aller österreichischen Arbeitslosen verfügt. "Unsere Bemühungen gelten nach wie vor insbesondere einem breiten Angebotsprogramm für alle arbeitsuchenden Personen und reichen von Qualifizierungen bis hin zu Ausbildungsprogrammen mit vollen Abschlüssen", so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.  Er verweist auch darauf, dass die Bezirke Eferding (2,3 %), Rohrbach (2,7 %), Freistadt und Perg (je 3,1 %) über die niedrigsten Arbeitslosenquoten aller österreichischen Arbeitsmarktbezirke verfügen. Unter den Top Ten befinden sich auch noch Grieskirchen und Schärding. 
 
Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl: "Österreichweit beträgt die Lehrstellenlücke 2.693, in Oberösterreich liegt diese bei nur 35. Jetzt gilt es, durch intensive Bemühungen die Lehrstellensuchenden zu motivieren, bestehende freie Lehrstellen - derzeit 721 sofort verfügbare und weitere 218 nicht sofort verfügbare - zu besetzen."
Dazu gibt es auch das einzigartige Förderprogramm des Landes Oö.: 2000 Jugendliche, die die Potenzialanalyse (4-stündiger Test mit einem Gespräch mit einem Wirtschaftspsychologen) nützen, erhalten eine Förderung von bis zu 110 Euro bei Kosten von 154 Euro. Infos: (+43 5) 909 09-40 51 oder http://wko.at/ooe/karriere".

 

Durch die Potenzialanalyse werden die Stärken und Fähigkeiten herausgearbeitet und in vielen Fällen stellt sich heraus, dass Eignungen vorhanden sind, die bislang nicht erkannt wurden. Somit ergeben sich in vielen Fällen auch ganz andere Berufswünsche und berufliche Möglichkeiten.

Gerhard Rumetshofer (+43 732) 77 20-151 02 oder (+43 664) 144 95 63

Sprechtage der Regierungsmitglieder

Sprechtage für die Woche vom 7. bis 13. November 2005

 

  • Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
    nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-111 00, Landhaus
  • Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl
    am Freitag, 11. November 2005, von 08:00 Uhr bis 11:00 Uhr (+43 732) 77 20-121 90, Herrenstr. 20, Perg
  • Landesrat Josef Ackerl
    nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-151 10, Altstadt 30
  • Landesrat Dr. Josef Stockinger
    nur gegen Voranmeldung (+43 732) 77 20-111 11, Landhaus
  • Landesrat Rudi Anschober
    am Mittwoch, 9. November 2005,  von 16:45 Uhr bis 19:00 Uhr (+43 732) 77 20-120 71, Büro Anschober, Promenade 37

Romana Puchner (+43 732) 77 20-114 12

Termine der Beratungsstellen

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

(LK)  Am Montag, 7. November 2005, finden in der Bezirkshauptmannschaft Grieskirchen, Manglburg 14, 4710 Grieskirchen, von 08:30 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Schärding, Außenstelle Pramhöhe 10, 4780 Schärding, von 13:00 bis 18:00, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle, Jungmairgasse 1 von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Peuerbachstraße 26, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Kärntnerstraße 16, von 08:30 bis 12:30 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, sowie in der Bezirkshauptmannschaft Eferding, Stadtplatz 1 (Sparkassengebäude, 3. Stock), von 08:00 bis 12:00 Uhr  Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige statt.

 

Weiters findet am Montag, 7. November 2005, für den Bezirk Grieskirchen in Waizenkirchen, Huemerstraße 16, eine therapeutische Zusammenkunft der Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige, ab 19:00 Uhr, statt.

 

 

Gruppe für Angehörige von Menschen mit Alkoholproblemen

(LK)  Am Montag, 7. November 2005, findet für den Bezirk Urfahr-Umgebung, in der Außenstelle Bad Leonfelden, Böhmerstraße 3, 4190 Bad Leonfelden, im PSZ "Exit Sozial" eine Gruppe für Angehörige von Menschen mit Alkoholproblemen, ab 19:30 Uhr, statt.

 

Beratungen im Eltern-Kind-Zentrum Ried

(LK) Das Eltern-Kind-Zentrum Ried im Innkreis, Riedholzstraße 17, Eingang Nord bietet folgende Beratungen an:

 

Elternsprechstunde:

  • jeden Donnerstag von 13:00 bis 17:00 Uhr (Tel. +43 7752/ 912-361)

Beratung von Eltern mit behinderten Kindern:

  • jeden 3. Dienstag im Monat von 09:30 bis 11:00 Uhr (Tel. +43 7752/ 912-361)


Zivildienst-Beratung

(LK) Beratungen und aktuelle Infos für künftige und aktive Zivildienstleistende sowie Zivildiensteinrichtungen in Linz, Amt der Oö. Landesregierung, LandesJugendReferat, Bahnhofplatz 1, ( Tel. +43 732 / 77 20-152 65). Beratungen finden montags von 14:00 -17:00 Uhr statt.


 

Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft/KiJA

(LK) Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen. Auskünfte und Informationsmaterialien zu Kinder- und Jugendthemen.
Vertraulich und kostenlos.
KiJA/Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft, Tel: (+43 732) 77 97 77
www.kija.at, e-mail: kija@ooe.gv.at, 4021 Linz, Promendade 37
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, von 10:00 - 12:00 Uhr
Montag, Dienstag und Donnerstag von 14:00 - 16:00 Uhr.

 

 

 Oö. Patienten- und Pflegevertretung

(LK) Das Büro der Oö. Patienten- und Pflegevertretung in Linz, Bahnhofsplatz 1 (Tel. +43 732/ 77 20-142 15) ist am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 07:30 bis 17:00 Uhr sowie am Freitag von 07:30 bis 13:00 Uhr besetzt. In diesem Büro hält ein Oö. Patientenvertreter einmal pro Woche gegen telefonische Voranmeldung einen Sprechtag ab. 

 

 

EU-Auskünfte

(LK) Kostenlose Auskünfte zum Themenbereich EU und EWR gibt es im Info-Point-Europa, Amt der Oö. Landesregierung, Altstadt 30, 4010 Linz, Tel. (+43 732) 77 20-140 20, Fax: (+43 732) 77 20-140 22.


 

Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige

(LK) Das Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige in 4050 Traun, Oberer Flötzerweg 1 bietet Erstkontakte für eine ambulante oder stationäre Therapie, Beratung für Angehörige, Psychotherapie sowie nachstationäre Behandlung. Telefonische Terminvereinbarungen von Montag bis Freitag in der Zeit von 09:00 bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer (+43 7229) 644 36-36 erbeten.


 

Reisemedizinische Beratungsstelle

(LK) Um möglichen gefährlichen Erkrankungen bei Fernreisen vorbeugen zu können, hat die Landes-Sanitätsdienstabteilung Linz, Bahnhofsplatz 1, Montag bis Freitag von 10:00 bis 13:00 Uhr sowie Dienstag zusätzlich von 15:00 bis 18:00 Uhr eine "Reisemedizinische Beratungsstelle" eingerichtet, die über wichtige Vorsorge-Impfungen bei Reisen in ferne Länder informiert und Impfungen durchführt. Info-Telefon: (+43 732) 77 20-141 07.
 

 

Oö. Schulservice

(LK) In der Schulservicestelle des Landesschulrates für Oberösterreich können sich Schüler, Eltern und Lehrer informieren und beraten lassen. Rat und Hilfe in allen Schulfragen erteilen jeweils Montag bis Freitag Elisabeth Messner (Tel. +43 732/ 70 71-91 21) und Mag. Gertraud Schwarzmair Tel. (+43 732) 70 71-91 22.

Pressekonferenzen

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Pressekonferenz am 4. November 2005

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl


zum Thema

"Oö. Straßenverwaltung auf kommenden Winter bestens vorbereitet"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Ephrem Windischhofer, Abt. Straßenerhaltung und -betrieb

Rückfragen-Kontakt:

  • Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55  oder   (+43 664) 412 39 80

OÖ. STRAßENVERWALTUNG IST AUF KOMMENDEN WINTER BESTENS VORBEREITET

 

Im Land Oberösterreich stehen in unseren 31 Straßenmeistereien etwa 650 Mitarbeiter für den Winterdienst auf rd. 3.500 Kilometer Landesstraßen zur Verfügung!
Der Einsatz unserer Mitarbeiter und unserer Winterdienstfahrzeuge ist für die Zeit von November bis April in den Winterdienstplänen sowohl im regulären Winterdienst (normaler täglicher Winterdienst) sowie für den Extremfall geplant.

 

Aus der Erfahrung der letzten Jahre rechnen wir, dass auch der heurige Winter  ca. 90 bis 120 Winterdiensttage ausmachen wird. Ein Großteil des enormen Arbeitspensums im Winterdienst wird von unseren Mitarbeitern in den Nacht- bzw. frühen Morgenstunden, also wenn das übrige Land noch schläft, bewältigt, um den tausenden Pendlern, der Wirtschaft und dem Fremdenverkehr sichere Straßenverhältnisse zu bieten.

 

SALZVERBRAUCH HAT SICH SEIT 1998 BEINAHE VERDOPPELT

Grafik: Salzverbrauch des Landes Oö. und der Gemeinden vom Jahr 1998 bis 2005 in Tonnen

Tabelle 1: Salzverbrauch in Tonnen

 

 

RUND 16,5 MIO. EURO GESAMTKOSTEN
PRO WINTERSAISON

 

  • 60.000 to Auftausalz (davon verbrauchen etwa 15.000 to die Gemeinden)
  • 4,000.000 Liter Solelösung
  • 1,400.000 Liter Treibstoff
  • 350 Mann für normalen Winterdiensteinsatz
  • 600 Mann stehen für den Extremfall zur Verfügung
  • 150.000 Einsatzstunden

Kosten:

 
  • 6,0 Mio. Euro für Streumittel
  • 4,5 Mio. Euro für Geräte und Treibstoffkosten
  • 6,0 Mio. Euro für Personalkosten
  • 16,5 Mio. Euro Gesamtkosten
  •  

     

    Unser Fuhrpark für den Winterdienst:

    Seitenschneepflüge

    268

    Aufsatzstreuautomaten

    149

    UNIMOG

    111

    LKW

    127

    Schneefräsen

    31

    Schneeschleudern

    46

    Schneepflüge keilförmig

    5

    Anhängestreuer

    17

    Anbaueinhängestreuer

    15

    Kommunal-Trak

    10

     

     

     

    AUTOBAHNEN: 123 MANN BETREUEN
    1.349 FAHRSTREIFENKILOMETER

    Von den 4 Autobahnmeistereien Ansfelden, Seewalchen, Wels und Ried werden 265 km Autobahn = 1.349 Fahrstreifenkilometer betreut. Insgesamt 51 Fahrzeuge stehen zur Verfügung. Für den Winterdienst werden in 24 Silos und 2 Hallen insgesamt 7.520 Tonnen Salz gelagert.

     

     

    MODERNE SALZLOGISTIK IM EINSATZ

    Eine zeitgemäße Salzlogistik ist ohne elektronischen Salzmanager nicht mehr denkbar!

     

    Seit der Wintersaison 2003/2004 haben wir die modernste Salzlogistik aller Bundesländer im Einsatz. Über unseren „Salzmanager“ werden mit unserem Lieferpartner, der Salinen Austria, die Salzbestellung und Nachlieferung täglich und vollautomatisch abgewickelt. Die Nachlieferungen erfolgen „just in time“.

     

    Die konventielle Lagervorhaltung in Hallen ist kostspielig. Daher haben wir in Oberösterreich vor einigen Jahren die Entscheidung getroffen, Auftausalz in Hochsilos einzulagern. Diese Silos funktionieren im Prinzip wie Treibstofftankstellen ohne Bedienpersonal. Der Fahrer des Winterdienstfahrzeuges kann sein Fahrzeug über eine Fernsteuerung ohne Probleme beladen. Mittels kodiertem Chip wird der Fahrer und somit sein Fahrzeug identifiziert und der Zugriff zur Anlage freigegeben. Die Daten über entnommene Mengen, Fahrzeug, Datum und Uhrzeit werden in einer Datenbank gespeichert. Alle Aktivitäten sind somit jederzeit nachvollziehbar.

     

    Mittlerweile haben wir 110 Hochsilos und dem Gesamtfassungsvermögen von rund. 15.000 Tonnen die Vollausstattung erreicht. Wir halten in diesen Silos nur rund 20 % des Saisonbedarfes an Auf-tausalz vor.

     

    Durch den Einsatz modernster Technik wurde dies möglich. Mit einer permanenten elektronischen Siloüberwachung ist konstant ein größtmöglicher Füllstand erzielbar.

     

    Sobald in einem Salzsilo eine LKW-Tankladung nachgefüllt werden kann, wird bei unserem Lieferpartner eine Bestellung automatisch generiert, eine Lieferung in Marsch geschickt und der Silo nachgefüllt. Sollte es trotz Automatik zu Verzögerungen kommen, trifft ab der 72. Stunde nach automatischer Bestellung den Lieferpartner eine empfindliche Vertragsstrafe (Pönale).

     

     

    Derzeit haben wir in Oberösterreich 110 Streusalzsilos und eine Halle in Uttendorf zur Verfügung und können dort maximal 15.000 Tonnen Streusalz einlagern.  Das sind rund 20% des Jahresbedarfes an Streusalz!

     

     

     

    Seit 1. Jänner 2005 haben wir im Land Oö. mit unserem Lieferpartner, der Salinen Austria, die papierlose Bestell- und Rechnungsabwicklung realisiert.

     

    Beim Beladen eines LKW - Tankzuges mit Salz beim Lieferpartner wird eine elektronische Nachricht über die bevorstehende Lieferung erzeugt und an die betreffende Straßenmeisterei gesendet. Dort werden Datum und Uhrzeit der  bevorstehenden Anlieferung sowie die Liefermenge angemeldet und im System verbucht.

     

    Bei der Entladung werden von den Mitarbeitern der Straßenmeisterei Qualität und Menge geprüft und elektronisch bestätigt. Mit dieser Bestätigung wird der automatisierte Rechnungs- und Buchungsvorgang ausgelöst.

     

    Mit dieser Einrichtung konnte eine große Arbeitserleichterung und Personaleinsparungen im Rechungswesen erzielt werden.


     

    MODERNSTE SILO - SOLEANLAGE VOR FERTIGSTELLUNG

     Nach den Angaben des Herstellers ist die neue Anlage, die in wenigen Tagen in Betrieb genommen wird, vollautomatisch gesteuert und wird über Computer in der 10 km entfernten Straßenmeisterei überwacht. Diese Anlage, die erstmals in Österreich gebaut wird umfasst einen 200 to Salzsilo und einen 30.000 lt. Solebehälter mit integriertem Solemischer. Die beiden Geräte sind nebeneinander platziert und kommunizieren. Der Winterdienstmanager in der Straßenmeisterei programmiert ferngesteuert und temperaturabhängig das gewünschte Mischverhältnis der NaCl - Solelösung ein.

     

    Die Soleanlage holt sich automatisch die erforderliche Wassermenge aus dem Leitungsnetz und ruft die erforderliche Salzmenge aus dem 200 to Salzsilo dosiert ab. Das Salz wird sodann zur Sole aufgemischt. Mit dem Einsatz dieser modernen Anlage werden pro Jahr ca. 10.000 Euro Personalkosten eingespart.

     

    Mehrere Frachter, die im Auftrag des Landes den Winterdienst durch-führen sowie mehrere eigene Winterdienstfahrzeuge werden ihre Streubehälter bei dieser Anlage mit Auftausalz und NaCl - Solelösung ohne Hilfspersonal auffüllen können. Durch die Mengenaufzeichnung wird die Abrechnung auf die einzelne Winterdiensteinheit automatisiert abgewickelt.

     

     

    NASSSALZSTREUUNG: EIN BEITRAG ZUR  SCHONUNG VON RESSOURCEN, UMWELT UND KOSTEN

    Zu Beginn der Verwendung von Streusalz in den 70er und 80er Jahren erreichte die Ausbringungsmenge bis 40 oder gar 80 g pro . Inzwischen hat die verbesserte Technik bei den Streufahrzeugen und auch die gewonnene Erfahrung im Einsatz von Salz als Auftaumittel eine grundlegende Veränderung in der Anwendung bewirkt. Beispielsweise wurde die sog. vorbeugende Streuung in Oberösterreich zum Standard. Aufgrund der in der Winterdienstzentrale eingerichteten Wetterbeobachtung und Wettervorhersage können bestimmte Situationen, die zu einer Glatteisbildung führen rechtzeitig erkannt und es kann dementsprechend reagiert werden. So kommt es jeden Winter einige Male vor, dass bei trockener Fahrbahn die Streufahrzeuge ausfahren und die Fahrbahn mit einem Salzsolefilm überziehen. Der Autolenker hat natürlich kein Verständnis, dass unsere Winterdienstmannschaft die "angenehme" trockene Fahrbahn in eine nasse Fahrhahn verwandelt. Im letzten Winter hatten wir auch mehrere Beschwerdeanrufe wegen dieser beim nicht Eingeweihten vermuteten "sinnlosen Arbeitsbeschaf-fung". Oft trifft nur wenige Minuten später gefrierender Nebel auf die Fahrbahn und würde die unbehandelte Fahrbahn blitzartig in eine "Rutschpartie" verwandeln.

     

    Durch den Einsatz moderner Streumethoden und durch die zusätzliche Verwendung von Salzsole liegen die Ausbringungsmengen bei ca. 5 bis 20 g/. Die gleichzeitige Ausbringung von Trockensalz und Sole erfolgt so, dass am Heck des Streufahrzeuges am Streuteller das trockene und rieselfreudige Salz mit Solelösung angefeuchtet und als feiner Sprühregen auf die Fahrbahn gestreut wird.

     

    Die wesentlichen Vorteile der Nasssalzstreuung sind:
    1.Geringere Umweltbelastung
    - keine Wehverluste in die angrenzenden Grundstücke
    - stark verringerte Streusalzmengen durch vollständige Ausnutzung
    2. Steigerung der Verkehrssicherheit
    - besseres Haftvermögen des Salzes auf der Fahrbahn
    - längere Verweildauer
    - sofortige Tauwirkung
    - gleichmäßiges und dichtes Streubild
    - Einsatz auch bei tiefen Temperaturen
    - ermöglicht vorbeugende Glättebekämpfung
    3. Wirtschaftlichkeit
    - 30 % Einsparung bei verbesserter Tauwirkung
    - größere Reichweite der Streufahrzeuge

     

     

    DER AUTOLENKER UND SEIN BEITRAG
    ZUR SICHERHEIT IM WINTER

    Auch der Autolenker sollte seinen Beitrag zur Sicherheit in winterlichen Verkehrsverhältnissen leisten. Er kann durch gesteigerte Aufmerksamkeit und angepasste Fahrweise viel zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen. Fahrzeuglenker sollten nie blind darauf vertrauen, eine durchgängig schnee- und eisfreie Fahrbahn vorzufinden. Immer wieder werden unsere Winterdienstmanager von zornigen Autolenkern angerufen und Beschwerde geführt, dass beispielsweise trotz heftigem Schneetreiben um 6.30 Uhr morgens noch kein Räum- und Streufahrzeug unterwegs gewesen sei um die Straße für den Pendlerverkehr ordentlich zu säubern. Heftige Schneefälle können tatsächlich innerhalb weniger Minuten eine geräumte Straße zur Schneefahrbahn werden lassen. Dem Eindruck des Autolenkers nach haben unser Leute den Einsatz verschlafen. Dass dem nicht so ist läßt sich durch die permanenten Aufzeichnungen leicht nachvollziehen. Konkret haben in solchen Situationen zu diesem Zeitpunkt bereits zwei oder drei Räum- und Streuvorgänge stattgefunden.

     

     

    HINWEISE ZU SCHNEE - UND EISGLÄTTE:

    Nicht die Schneebedeckung der Straße ist die größte Gefahr für den Autofahrer, sondern die durch Eis und Reifglätte bedingte Rutschgefahr. Während Schneeglätte - entstanden durch Festfahren von Neuschnee oder Schneematsch - für den Kraftfahrer noch verhältnismäßig gut erkennbar ist, sind die anderen Glätteformen wesentlich tückischer, weil sie unvermutet entstehen und oft zu spät bemerkt werden.
    Schneeglätte entsteht durch Festfahren von Schnee oder durch Gefrieren von Schneematsch oder Schneeresten.
    Reifglätte entsteht durch Gefrieren von Luftfeuchtigkeit auf der Verkehrsfläche.
    Eisglätte entsteht durch Gefrieren vorhandener Feuchtigkeit.
    Glatteis als homogene Eisschicht entsteht durch Eisregen oder durch Regen auf eine unterkühlte Verkehrsfläche.

     

     

    BREMSWEGE BEI EIS, SCHNEEGLÄTTE UND SALZNÄSSE

    Bei salznasser Fahrbahn braucht ein ca. 50 km/h schneller PKW einen Bremsweg von etwa 20m. Bei Schneeglätte verlängert sich dieser auf etwa 40m und bei vereister Fahrbahn beträgt dieser ca. 100m - dies ist ca. 15-mal so lang wie auf trockener Fahrbahn.

     

    Information über Winterdienstmanagement- und Verantwortung sowie über die Räum- und Streumethoden etc. erhalten sie bei:
    Abteilung Straßenerhaltung- und betrieb,
    Bahnhofplatz 1, 4021 Linz
    E-Mail: baue.post@ooe.gv.at;
    Tel: (+43 732) 77 20-122 12; Fax: (+43 732) 77 20-21 28 77

     

     

    Bitte rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen haben oder Ihnen in der Durchführung des Winterdienstes etwas unklar ist. Wir haben bestens geschultes Personal und eine moderne Technik zur Optimierung der Verkehrssicherheit im Winter im Einsatz und nehmen jeden Beitrag zu weiteren Verbesserungen gerne entgegen!

     

     

    Information über den aktuellen Straßenzustand erhalten sie unter:
    www.land-oberoesterreich.gv.at Ihre Mitteilung über den Straßenzustand per Mail oder Telefon bitte an:
    winter-info.serv.post@ooe.gv.at oder Tel: (+43 732) 77 20-122 30

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    Pressekonferenz am 4. November 2005

    Landesrat Viktor Sigl, Landesrätin Dr.in Silvia Stöger, WK - Vizepräsidentin Mag.a Rabmer Koller, AK - Präsident Dr. Johann Kalliauer, ÖGB - Frauenvorsitzende Christine Lengauer und Bildungszentrum Salzkammergut GF Stefan Enter


    zum Thema

    Equal Entwicklungspartnerschaft REFRAME

    KB)

    Rückfragen-Kontakt:

    Koordinationsbüro Reframe Bildungszentrum Salzkammergut Tel.: (+43 6133) 61 85-33, Fax-DW: 20

    FACT SHEET -
    EQUAL ENTWICKLUNGSPARTNERSCHAFT "reframe"

     

    EQUAL: Europäische Gemeinschaftsinitiative, mit dem Ziel der Bekämpfung von Diskriminierungen und Ungleichheiten im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt
     
    ENTWICKLUNGSPARTNERSCHAFT
    "reframe" 
    Zusammenarbeit von 17 wesentlichen Akteur/innen der Arbeitsmarktpolitik aus den Regionen mit unterschiedlichen Funktionen im Projekt

     

    die ENTWICKLUNGS-
    PARTNERINNEN: 

     

    Land Oö., Abteilung Gewerbe   finanzielle Verantwortung

    Bildungszentrum Salzkammergut   Gesamtkoordination,
    Aktion 3 (Öffentlichkeitsarbeit, thematische Vernetzung, Main-streaming)
    Transnationale Partnerschaft

     

    Regionalmanagement Vöcklabruck  regionale Vernetzung

     

    Berufsförderungsinstitut Oö.    Projekt fem@work
    VFQ Gesellschaft für Frauen und
    Qualifikation mbH      Projekt kora*

    ALOM & Verein SAUM     Projekt mobil im mühlviertel

    Bildungszentrum Salzkammergut    Projekt alisa

    Frauenstiftung Steyr     Projekt womantoring

     

    Büro LR Dr.in Stöger/ Büro für Frauenfragen strategische Mitwirkung

    Arbeiterkammer Oö.     strategische Mitwirkung

    Wirtschaftskammer Oö.    strategische Mitwirkung

    Regionalmanagement Mühlviertel  strategische Mitwirkung

    Regionalmanagement Linz/Linz Land  strategische Mitwirkung

    Regionalmanagement Steyr Kirchdorf  strategische Mitwirkung

    Regionalmanagement Salzkammergut  strategische Mitwirkung

    Regionalmanagement Innviertel/Hausruck strategische Mitwirkung

     

    PROJEKTDAUER: 
    24 Monate (15.07.2005 - 30.06.2007)

    FINANZIERUNG:
    50 % Europäischer Sozialfond
    50 % Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit

     

    Arbeitsprogramm:

     

    fem@work  
    Empowerment in Betrieben durch innovative Beratung

    Unternehmen können nur dann langfristig erfolgreich sein, wenn sie in der Lage sind, ihre Ziele und Erfolgsfaktoren zu definieren und auch umzusetzen. Die Ausrichtung des Personalbereichs auf die Unternehmensstrategie ist einer dieser wichtigen Erfolgsfaktoren. Das Beratungskonzept des BFI OÖ verfolgt das Ziel, den Betrieben Werkzeuge und Methoden für die aktive Personalentwicklung zur Verfügung zu stellen und die beschäftigten Frauen im Sinne des Empowerment - Ansatzes zu fördern und zu motivieren, sodass ein optimales Ergebnis für Mitarbeiterinnen und Betreib erreicht wird.

    Umsetzung:  Berufsförderungsinstitut

     

     kora +    
    informeller kompetenz einen wert geben

    Neben fachlichen gewinnen soziale, kommunikative und interkulturelle Kompetenzen zunehmend an Bedeutung. Durch die Entwicklung eines Kompetenzprofils werden Fähigkeiten, Fertigkeiten und Lebenserfahrungen aus vielfältigen Lernorten erfasst und nutzbar gemacht. Besonders für Frauen eröffnen sich dadurch neue berufliche Perspektiven. Ausserdem unterstützt das Kompetenzprofil Organisationen in ihrer Personalauswahl und Personalentwicklung.

    Umsetzung: VFQ Gesellschaft für Frauen und Qualifikation mbH


     
    alisa    
    arbeiten und leben im salzkammergut

    Verbesserung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
    In Zusammenarbeit mit regionalen Entscheidungsträger/innen werden Maßnahmen in den Bereichen familienfreundliche Arbeitszeitmodelle und flexible Kinderbetreuungsangebote erarbeitet und umgesetzt.

    Umsetzung:  Bildungszentrum Salzkammergut

     

     

     mobil im mühlviertel

    Querverbindungen: Mitfahrgelegenheiten im Berufsverkehr, die über eine Homepage und eine Telefon-Hotline angeboten und abgefragt werden können, bedeutet einen Mobilitätszugewinn für Frauen.
    Spurwechsel: Workshop-, Erprobungs-, und Seminarreihe zur Förderung der
    handwerklich technischen Potentiale von Frauen verbessert dauerhaft deren berufliche Chancen.
    Leitlinien: Handlungsempfehlungen, wie Firmen ihr Arbeitskräftepotential durch optimale Rahmenbedingungen für Frauen stärken können.

    Umsetzung:  ALOM & Verein SAUM


     womantoring

    Erfahrene Personen (Mentorinnen) unterstützen Frauen (Mentees) in fachlichen und persönlichen Fragen. Als Mentees können benachteiligte Frauen teilnehmen, die sich beruflich verändern möchten. Wir sprechen mit diesem Projekt auch Frauen an, die in ihrem Job die Erfahrung, das Wissen und die Unterstützung einer Mentorin gut gebrauchen können. Durch die Unterstützung von Mentorinnen können gemeinsam vereinbarte Ziel - z.B: die Erschließung neuer Arbeitsgebiete, die Vermittlung von Kontakten und Gelegenheiten, eine Verbesserung der Arbeitssituation erreicht werden. Die Frauenstiftung Steyr begleitet diese besondere Form der Zweierbeziehung (Mentoring Tandem) mit individuellen Beratungen, Workshops und einem Beratungsangebot für Betriebe.

    Umsetzung: Frauenstiftung Steyr


     

    KONTAKT:Koordinationsbüro reframe
    c/o Bildungszentrum Salzkammergut
    Maga. Barbara Murauer & Reinhard Lehner
    Webereistrasse 300, 4802 Ebensee
    Tel:. (+43 6133) 61 85-33, 34
    b.murauer@bildungszentrum-skgt.at oder r.lehner@bildungszentrum-skgt.at

      

     


     

    Land Oberösterreich

    Landesrat Viktor Sigl:

    Beschäftigung ist und bleibt in Oberösterreich oberstes politisches Ziel. Es ist daher sehr erfreulich, dass in der Europäischen Gemeinschaftsinitiative "Equal" sich die Entwicklungspartnerschaft "reframe" wiederfindet, in der verschiedene Gruppen, Einrichtungen und Organisationen zusammenarbeiten - mit einem ganz klaren Ziel: Mehr Beschäftigung, bessere Qualifizierung, Beseitigung von Hürden, Abbau von Barrieren, neue Zugänge zu Arbeitsplätzen zu schaffen.

     

    "To reframe" bedeutet, Rahmen neu zu ziehen und Strukturen zu verbessern. Das Projekt "Reframe" zielt darauf ab, den Handlungsspielraum berufstätiger Frauen zu erweitern, indem Rahmenbedingungen - beispielsweise in der Infrastruktur (von Kinderbetreuung bis Verkehr) - verbessert werden sollen.

     

    "Fem-Implacement" - mehr Beschäftigung, bessere Qualifizierung
    Mehr Frauen in Beschäftigung und besserer Qualifizierung von Frauen wiederum gilt neben Jugend und Älteren Arbeitnehmern auch das große Augenmerk in der Arbeitsmarktpolitik des Landes. Nach der Jugend (Lehrlingsgipfel) wurde erst vor einigen Tagen auch ein starkes Paket "Fem-Implacement" für mehr Frauenbeschäftigung und -qualifizierung beschlossen. Bis zu 500 Frauen werden davon profitieren.

     

    Mit dem Paket "Fem-Implacement" werden bis zu 500 Ausbildungsplätze in zukunftsträchtigen Berufen für Frauen für die Dauer von bis zu drei Jahren angeboten. Davon 100 Lehrabschlüsse mit Lehrstellenförderung, 25 schulische Ausbildungen in medizinisch-technischen Berufen sowie 375 Lehrabschlüsse über Implacement, das heißt, direkt in Betrieben. Zielgruppe sind ungelernte und angelernte Frauen ab 19 Jahren, Frauen mit nicht mehr aktueller Berufsausbildung (fünf Jahre nicht im Lehrberuf beschäftigt), Frauen, die den Arbeitsplatz infolge Dienstgeberkündigung verloren haben sowie Wiedereinsteigerinnen. Damit auch tatsächlich eine frauenspezifische Qualitätssicherung gegeben ist, wird je eine Vertreterin der Sozialpartner, des Landes Oö. und des Arbeitsmarktservice Oberösterreich ein begleitendes Qualitätssicherungsteam bilden. Der Startschuss erfolgt mit 1. Jänner 2006.

     

    Vom Land Oö. werden in Summe für die nächsten drei Jahre 1,1 Mio. Euro für mehr Frauenbeschäftigung und -qualifizierung zur Verfügung gestellt.

     

    Die Entwicklung der Frauenbeschäftigung in Oö. in den letzten Jahren:
    Oktober 2005 257.000 unselbständig erwerbstätige Frauen
    Oktober 2004 250.177
    Oktober 2003 243.803
    Oktober 2002 236.208

     

    Durch den Beschäftigungs- und Qualifizierungspakt des Landes Oö. mit dem AMS und den Sozialpartnern profitieren im Jahr 2005 55.000 Personen. Der Großteil der Mittel wird in die Qualifizierung und Beschäftigung von Frauen investiert.

     

    Landesrätin Dr.in Silvia Stöger

    Förderung der Chancengleichheit:
    Ein wichtiges Ziel ist der gleichberechtigte Zugang für Frauen zum lokalen und regionalen Arbeitsmarkt. Neben der Schaffung zusätzlicher attraktiver Arbeitsplätze in der Region müssen auch Barrieren für die Erwerbsbeteiligung von Frauen wie die Ungleichverteilung der Familienarbeit und Erwerbsarbeit zwischen Frauen und Männern, die unzureichende Kinderbetreuungsstruktur und die mangelnde Mobilität beseitigt bzw. entschärft werden. Vor allem Frauen in ländlichen Gebieten sind von den beiden letzten hemmenden Faktoren betroffen. Wichtig ist auch die Ausbildung und Qualifizierung für Frauen. Ein regionales Angebot an Weiterbildungsangeboten, das Frauen die Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen erleichtert, ist ebenso bedeutsam wie die Möglichkeit der außerfamiliären Kinderbetreuung während des Zeitraumes der Maßnahme und die Steigerung der Mobiliät.

     

    Um die strukturellen Benachteiligungen und Erschwernisse abzubauen, ist die Einbeziehung der direkt vor Ort lebenden Frauen im Sinne von Gender Mainstreaming unerlässlich.
     
    Vernetzung und Ressourcenbündelung:
    An der Entwicklungspartnerschaft "REFRAME" sind alle maßgeblichen regionalen und oberösterreich weiten  Frauen- und Bildungsorganisationen mit ihren institutionellen Netzwerken beteiligt. Dadurch können Erkenntnisse und Erfahrungen gebündelt und unterschiedliche Kompetenzen genützt werden. Echte Kooperationen und voneinander Lernen werden ermöglicht, regionales Erfahrungswissen wird eingebracht.

     

    Aktive Frauenförderung durch das Frauenressorts des Landes:
    Das Frauenressort ist mit dem Büro für Frauenfragen des Landes Oö. als strategischer Partner in die EP eingebunden. Das Frauenressort fördert die Entwicklung regionaler Projekte und Initiativen von und für Frauen.
    In diesem Zusammenhang wird hingewiesen auf:
    langjährige Erfahrungen und Aktivitäten im Rahmen der Frauenberatung, der beruflichen Qualifikation und Persönlichkeitsentwicklung, der Verbesserung der Chancen auf dem Arbeitsmarkt, der vielfältigen Bemühungen in Bezug auf Gleichstellung/Gender Mainstreaming ua.
    Frauenvereine, die ihre Leistungen und Angebote in Zusammenarbeit mit dem Büro für Frauenfragen entwickelt haben, gestalten die EP wesentlich mit.
    Auf diese Weise entsteht eine verstärkte Kooperation der regionalen und überregionalen Akteurinnen und damit eine Bündelung der bestehenden Ressourcen und der unterschiedlichen Kompetenzen mit dem Ziel, innovative Lösungswege einzuleiten.

     

    Ein Bündel von Maßnahmen soll dazu beitragen

    • neue Berufschancen zu eröffnen
    • Zugangsmöglichkeiten von Frauen zum Arbeitsmarkt zu verbessern
    • Rahmenbedingungen für Frauen in der Arbeitswelt zu verändern
    • Frauen zu stärken (Empowerment, Mentoring, geschlechtergerechtes Personalmanagement)
    • neuartige frauenspezifische Beratungsangebote zu entwickeln

    Erhofft wird, dass die entwickelten und erprobten Modelle in weiterer Folge
    umgesetzt und nachhaltig und dauerhaft in den Regionen implementiert werden.

    Wenn innovative Maßnahmen für Frauen in Gang gesetzt werden, führt das zu mehr Chancengleichheit.


     

    Wirtschaftskammer Oö.

    WK - Vizepräsidentin Mag.a Rabmer Koller

    Oberösterreich legt größtes Augenmerk auf die Frauenbeschäftigung, das belegen die Zahlen des AMS. So kommt das Plus von mehr als 9.900 Beschäftigten im ersten Halbjahr 2005 zu ¾ Frauen zugute, wobei dem aktuellen Trend folgend sehr viele Teilzeitangebote darunter sind. Tatsache ist aber auch, dass Frauen dort, wo sie in Beschäftigung stehen, einem Spannungsfeld von Beruf und Familie ausgesetzt sind. Hier reichen die Probleme von der fehlenden Kinderbetreuung bis hin zur mangelnden Mobilität. Daher müssen wir den Frauen aber auch den Unternehmern konkrete Vorschläge unterbreiten, wie die Arbeitsplatzsituation zum Nutzen aller verbessert werden kann. Hier folgt die Entwicklungspartnerschaft REFRAME dem richtigen Ansatz, indem maßgeschneiderte Lösungskonzepte - unter Miteinbeziehung des so wichtigen regionalen Aspektes - entworfen werden.  Dort, wo es darum geht Netzwerke zwischen den Arbeitnehmerinnen, den politischen Entscheidungsträgern und den Betrieben zu bilden, kann auch die Wirtschaftskammer Oberösterreich ihre Kontakte einbringen und auf diese Weise zum Gelingen dieses Projektes beitragen.


     

     

    Arbeiterkammer

    AK - Präsident Dr. Johann Kalliauer

    Der oberösterreichische Arbeitsmarkt ist seit Jahren durch größere Veränderungen gekennzeichnet. Beschäftigtenzahlen im Produktionssektor sinken, jene des Dienstleistungssektors sind von kräftigen Zuwächsen gekennzeichnet. Verbunden mit diesem gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Wandel ist ein Anstieg der Frauenbeschäftigung. Trotz steigender Frauenbeschäftigung und nach wie vor vergleichsweise niedriger Arbeitslosenquoten in Oberösterreich zeigen sich für die Arbeiterkammer Oberösterreich bei näherer Betrachtung der Arbeitsmarktlage von Frauen jedoch gravierende und stetig wachsende Probleme:

     

    Beschäftigungszuwächse beruhen zu einem großen Teil auf Teilzeit-Arbeitsverhältnissen oder prekären Arbeitsformen.
    Auch bei Vollzeitbeschäftigung verdienen Frauen um 35,6 Prozent weniger als Männer.
    Frauenbeschäftigung konzentriert sich immer noch zunehmend auf Niedriglohnbranchen. Das WIFO prognostiziert einen klaren Trend der Frauenbeschäftigung in Richtung Jobs mit niedrigem Einkommen und geringen Karrierechancen.
    Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in Oö. trifft Frauen überproportional.
    Fast jede zweite Frau hat keine angeschlossene Berufsausbildung und jede fünfte arbeitslose Oberösterreicherin  sucht Beschäftigung in einem Hilfsjob. Da diese zunehmend vom Arbeitsmarkt verschwinden, werden die Chancen auf Beschäftigung für diese Gruppe immer geringer.

     

    "Diesen Tendenzen sind für die Arbeiterkammer klarer Auftrag, sich intensiv mit der Verbesserung  von Rahmenbedingungen für die Beschäftigung von Frauen in Oberösterreich auseinanderzusetzen", betont AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Bessere Möglichkeiten der Kinderbetreuung, gleiche Verdienstmöglichkeiten für beide Geschlechter bei gleicher Leistung und die Verbesserung und Erleichterung im Zugang zu Aus- und Weiterbildung seien nur drei Themen, mit denen sich die Arbeiterkammer Oberösterreich seit Jahren intensiv auseinandersetzt. Da die Entwicklungspartnerschaft REFRAME (Erweiterung des beruflichen Handlungs-spielraumes für Frauen) mit der Umsetzung des Equal-Projektes einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Situation der Frauenbeschäftigung in Oö. leisten will, lag es für die Arbeiterkammer nahe, diese als strategische Partnerin zu unterstützen.

     

    "Die Segregation am Arbeitsmarkt in Oberösterreich und ihre verschiedenen Ausprägungsformen sollen durch das akkordierte Zusammenwirken der Projektpartner und Projektpartnerinnen gemeinsam und auch im jeweils eigenen Wirkungsbereich effektiv und nachhaltig bekämpft werden", betont der AK-Präsident. Er ist überzeugt, dass durch die Zusammenarbeit in einer Entwicklungspartnerschaft und die dadurch bedingte Vergrößerung des Handlungsspielraumes die Effektivität von Maßnahmen gesteigert und somit mehr erreicht werden kann. Durch die Beteiligung der Sozialpartner könne darüber hinaus sichergestellt werden, dass die Projektergebnisse nachhaltig verankert und über die Projektdauer hinaus wirksam werden können.

     

     

    Österreichischer Gewerkschaftsbund

    Frauenvorsitzende Christine Lengauer

    Zwölf Prozent beträgt die Arbeitslosenquote von Frauen in Oberösterreich. Frauen verdienen um fast 36 Prozent weniger als Männer. Noch immer entscheiden sich beinahe zwei Drittel aller Lehranfängerinnen für die traditionell weiblichen Berufe Einzelhandelskauffrau, Bürokauffrau oder Friseurin. Die Aufstiegschancen sind schlechter und weil sich Familie und Beruf nicht vereinbaren lassen, scheitern viele Frauen am beruflichen Wiedereinstieg. Wenn sie den Wiedereinstieg schaffen, sind viele Frauen auf atypische Arbeitsverhältnisse angewiesen. Ohne soziale Absicherung und mit schlechter Bezahlung.

     

    REFRAME ist eine Initiative, die darauf abzielt, die Position von Frauen am Arbeitsmarkt zu stärken und ihren Handlungsspielraum zu erweitern. Der ÖGB Oberösterreich ist strategischer Partner in diesem Projekt, weil er eine Initiative für mehr Chancengleichheit gerne mit Know-how, personellen Ressourcen und seiner Infrastruktur unterstützt.

     

    Kinder und Beruf dürfen kein Widerspruch sein
    Das Jahr der Chancengleichheit steht vor der Tür, doch von echter Chancengleichheit am Arbeitsmarkt sind Frauen noch meilenweit entfernt. Große Probleme verursacht die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Nach wie vor gibt es in mehr als 70 Prozent aller oberösterreichischen Gemeinden kein institutionelles Kinderbetreuungs-angebot für Unter-Dreijährige. Probleme gibt es auch mit den Öffnungszeiten von Kindergärten. Das erschwert Frauen mit Kindern den Wiedereinstieg in den Beruf.

     

    Der ÖGB Oberösterreich fordert einen Rechtsanspruch für Eltern auf einen ganztägigen, qualitätsvollen Betreuungsplatz für alle Kinder bis zum Ende der Schulpflicht. Um Frauen den Wiedereinstieg in den Beruf zu erleichtern, bedarf es außerdem einer Qualifizierungsoffensive für Frauen. Mehr Mitsprachemöglichkeiten von Frauen bei der Gestaltung von Arbeitszeiten sind wichtig, um die Vereinbarkeit von Kinderbetreuungspflichten und Berufsleben zu erleichtern. Der Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln würde dazu beitragen, dass Frauen mobiler sind leichter am Erwerbsleben teilnehmen können.

     

    Mehr Geld und soziale Absicherung
    Gerade allein erziehende, berufstätige Frauen leben häufig am Rande der Armut. Bereits mehr als eine Million Menschen sind in Österreich atypisch beschäftigt - der Großteil davon sind Frauen. Fast 160.000 Frauen sind geringfügig beschäftigt, mehr als 26.000 Frauen sind freie Dienstnehmerinnen, die unter der Geringfügigkeitsgrenze verdienen.

     

    Vor allem freie Dienstnehmerinnen und Neue Selbstständige werden wie Beschäftigte zweiter Klasse behandelt. Das Arbeitsrecht und damit die kollektivvertraglichen Mindestlöhne und -gehälter gelten nicht, sie sind nicht arbeitslosenversichert und haben auch keinen Anspruch auf Krankengeld. Der ÖGB Oberösterreich fordert, dass freie Dienstnehmerinnen und Neue Selbstständige in den vollen Schutz des Arbeits- und Sozialrechts einbezogen werden.

     

    Frauen stärken und beraten
    Frauen müssen aber auch gezielt ermutigt und beraten werden, um ihre Stärken und Fähigkeiten zu erkennen und am Arbeitsmarkt bewusst einzusetzen. Gerade im technischen Bereich trauen sich Frauen oft wenig zu. Gesellschaftliche Rollenbilder und mangelnde Bereitschaft von Unternehmen, Frauen Perspektiven in technischen Berufen zu bieten, schrecken viele technisch interessierte Frauen ab, sich in gut bezahlte Männerdomänen zu wagen.

     

    Gezielte Beratung und Mentoring-Projekte und die Analyse der eigenen Fähigkeiten leisten einen wichtigen Beitrag zur Karriereplanung von Frauen. In die Pflicht genommen werden müssen aber auch die Unternehmer. Deshalb begrüßt der ÖGB Oberösterreich, dass im Rahmen des Projekts REFRAME auch Firmen darauf hingewiesen werden, wie sie von der Aufnahme von Frauen vor allem im technischen Bereich profitieren. Erkennen Unternehmen das Potenzial von Frauen, werden sie in Zukunft nicht mehr darauf verzichten wollen.


     

    Bildungszentrum Salzkammergut

    Geschäftsführer Stefan Enter "Karrierechancen für Frauen sind Wettbewerbschancen für Betriebe"

    Ausgangslage:
    Das Bildungszentrum Salzkammergut setzt sich seit mehr als 10 Jahren intensiv mit der Situation von Menschen am Arbeitsmarkt auseinander und versucht auf unterschiedliche Art und Weise positiv zu intervenieren bzw. bestehende Missstände zu beseitigen. Wenig überraschend kam aus diesen Erfahrungen das Ergebnis, dass "Chancengleichheit" am Arbeitsmarkt für die Karriereaussichten von Frauen nur äußerst mangelhaft vorhanden ist.

     

    "Frauensichtweise":
    Aus der Perspektive der betroffenen Frauen scheitert es nicht an der beruflichen Erstausbildung, sondern häufig an der Möglichkeit, dauerhaft an den dynamischen Entwicklungen des Wirtschaftslebens teilhaben zu können. Die Gründe dafür sind hinlänglich bekannt und reichen von nicht ausreichend flexiblen Kinderbetreuungsangeboten über Mobilitätshemmnisse bis hin zur mangelnden betrieblichen Förderung von ausgeprägten Stärken der Mitarbeiterinnen.

     

    "Unternehmersichtweise":
    Aus der Perspektive der Unternehmen bleiben aus diesen Gründen jedoch viele kreative Potenziale ihrer Mitarbeiterinnen im Verborgenen bzw. ist deren betriebliche Nutzung aufgrund der eingeschränkten zeitlichen Verfügbarkeit der betroffenen Frauen kaum möglich.


    Gemeinsamkeiten:
    Somit ist eine gezielte und nachhaltige Verbesserung dieser Situation nicht allein zum Nutzen von Frauen am Arbeitsmarkt sondern auch ganz besonders für die Wirtschaft in Oberösterreich und deren Betriebe. Wenn es gelingt, dass Frauen ihre Mitarbeit im jeweiligen Betrieb dann anbieten können, wann dies aus unternehmerischer Sicht notwendig ist, kann diese scheinbare Unvereinbarkeit wesentlich entschärft werden zum Vorteil aller Beteiligter. Aktive Mitarbeit in betrieblichen Entscheidungsprozessen fördert die Karrierechancen von Frauen und erweitert das vorhandene Mitarbeiter/innen-potenzial der Unternehmen.

     

    die Idee:
    Die EU-Gemeinschaftsinitiative EQUAL bot unter dem Schwerpunktthema "Reduzierung der geschlechtsspezifischen Segregation auf dem Arbeitsmarkt" für das Land Oberösterreich und das Bildungszentrum Salzkammergut als gemeinsame Projektentwickler die Chance, genau in diesen Problembereich aktiv einzugreifen und bestehende Strukturen zu verbessern. Innerhalb der nächsten 2 Jahre wird es möglich sein, aufgrund der finanziellen Unterstützung der Entwicklungspartnerschaft REFRAME durch den "Europäischen Sozialfond" und des "Bundesministeriums für Wirtschaft und Arbeit" hochgesteckte Ziele in diesem Zusammenhang zu verwirklichen. Im Rahmen der Vorbereitungsphase für dieses Projekt ist es gelungen, insgesamt 17 Einrichtungen zu gewinnen, die gemeinsam an diesen Zielen mitarbeiten wollen.
     
    Lösungen:

    Im Fokus stehen dabei die Bestrebungen, Arbeitsplätze für Frauen zugänglicher zu gestalten und vorhandene Hürden, wie schlecht koordinierte Kinderbetreuung oder Mobilitätshindernisse zu überwinden. Dies geschieht in mehreren Regionen Oberösterreichs mit unterschiedlicher Schwerpunktsetzung und dem Ziel der Vernetzung innerhalb der beteiligten Einrichtungen.

    Projektergebnisse und nachhaltige Verankerung:
    Nach Ende des Projekts im Sommer 2007 sollen Ansatzpunkte für geänderte Strukturen ebenso vorhanden sein wie funktionierende Netzwerke, die ein Weiterverfolgen der gesetzten Ziele ermöglichen und nachhaltig sicherstellen. Damit könnte ein kleiner aber wichtiger Beitrag zur Verwirklichung des gesellschaftlichen Anliegens "Chancengleichheit" geleistet werden und gleichzeitig den oberösterreichischen Betrieben eine bessere Nutzung ihres Mitarbeiter/innen/potenzials ermöglicht werden.

     

    Presseinformationen

    Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at