Amt der Oö. Landesregierung
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Landeskorrespondenz Nr. 250 vom 27. Oktober 2005

Landeskorrespondenz

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Landeskorrespondenz

Nationalfeiertag im Zeichen des Gedenkjahres

(LK) Der heurige Nationalfeiertag stand in Oberösterreich ganz im Zeichen des Gedenk- und Jubiläumsjahres 60 Jahre Kriegsende und Zweite Republik sowie 50 Jahre Staatsvertrag. Die Oö. Landesregierung hielt daher am Mittwoch, 26. Oktober 2005, eine gemeinsame Sondersitzung mit den Landtagspräsidentinnen und Landtagsklubobmännern sowie ehemaligen Regierungsmitgliedern ab. An diesem Tag war 1945 auch die erste politische Landesregierung nach dem Zweiten Weltkrieg eingesetzt worden. Im Anschluss daran wurden Kränze an den Gräbern von Landeshauptmann Heinrich Gleißner, Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Lorenzoni, Landeshauptmann-Stellvertreter Ludwig Bernaschek und Bürgermeister Ernst Koref niedergelegt.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Landeshauptmann Pühringer: Zertifikat "sicherer Betrieb" für Temelin im Hinblick auf Störfälle eine Provokation

(LK) "Ein Pickerl oder eine Urkunde machen das AKW Temelin auch nicht sicherer", reagiert Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer auf die offizielle Einstufung des tschechischen Atomkraftwerks als "sicherer Betrieb" durch die tschechischen Behörden.

 

Rund 80 Störfälle in den letzten Jahren würden genau das Gegenteil beweisen. "Angesichts dieser Störfälle ist ein derartiges Sicherheitssiegel wohl eher eine Provokation", so Pühringer.

 

Erst kürzlich habe der österreichische Expertenbericht zum AKW Temelin die gravierenden Sicherheitsmängel bestätigt.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Welcher Beruf passt überhaupt zu mir? Sein Potenzial kennen - richtige Ausbildung wählen

Landesrat Sigl: Berufliche Zukunft mit Potenzial-Analyse planen

 

(LK) Der Rekordbesuch bei der Messe Jugend & Beruf stellte unter Beweis, wie sehr junge Menschen die richtige Berufs- und Ausbildungswahl beschäftigt. Welcher Beruf passt überhaupt zu mir? Wo liegen tatsächlich meine Fähigkeiten und Stärken? "Die Potenzial-Analyse ist da eine großartige Entscheidungshilfe. Nicht Schwächen, sondern Stärken und Interessen werden dabei herausgearbeitet", appelliert Wirtschafts- und Jugend-Landesrat Viktor Sigl an Jugendliche und deren Eltern, dieses Angebot der Karriereberatungsstelle der Wirtschaftskammer zu nützen. Das Land Oö. steuert zu den 154 Euro Gesamtkosten der Potenzial-Analyse 100 bzw. 110 Euro (mit Jugendkarte) bei.

 

"Wer seine Potenziale kennt, kann auch die richtige Ausbildung wählen", ist Landesrat Viktor Sigl überzeugt. Ziel der Potenzial-Analyse, die 4 Stunden dauert, ist es, die Eignung und die Neigung der Jugendlichen abzutesten, um in der Folge klare Aussagen hinsichtlich der möglichen weiteren Ausbildungs-/Berufswege tätigen zu können. "Neigung und Eignung sind nicht immer deckungsgleich: Oftmals tritt der Fall auf, dass eine ganz klare Priorität für einen bestimmten Schultyp oder einen bestimmten Lehrberuf besteht. Durch den Test ergibt sich dann die Erkenntnis, dass die tatsächlichen Fähigkeiten eigentlich in ganz anderen Bereichen liegen. Plötzlich wird es unseren Jugendlichen klar, dass eigentlich ja auch für diesen Bereich Interesse gegeben ist, dieses bislang jedoch nur im Hinterkopf geschlummert ist", so Wirtschafts- und Jugend-Landesrat Viktor Sigl.

 

Ziel der Analyse ist es nicht, auf Schwächen aufmerksam zu machen, sondern die bei jedem Menschen vorhandenen Stärken herauszufiltern und diese bewusst zu machen. Damit können falsche Entscheidungen vermieden und von Beginn auf das richtige Pferd in Sachen Ausbildung und Beruf gesetzt werden.
 
"Es ist mir ein persönliches Anliegen, unsere Jugend bei ihrer Entscheidung bestmöglich zu unterstützen. Daher lade ich die Eltern ein, an dem nach dem 4-stündigen Test stattfindenden Gespräch mit einem Wirtschaftspsychologen teilzunehmen und sich aktuell über die Fähigkeiten ihrer Kinder informieren zu lassen. Gerade die Eltern sind es ja, die bei der Berufsentscheidung maßgeblich beteiligt sind. Wenn sie nun wissen, wo die Fähigkeiten liegen, können sie mit ruhigem Gewissen ihre Kinder beraten", so Sigl.

 

Die Potenzialanalyse wird nach individueller Terminvereinbarung im WIFI Linz, Wienerstraße 150, durchgeführt. Bei Anmeldung von mehreren Jugendlichen kann diese auch in den Bezirken (Schule, Wirtschaftskammer-Bezirkstellen,..) durchgeführt werden. Anmeldungen werden unter 05/90909/4051, 4052, 4053 oder 4054 gerne entgegengenommen.

 

Das Land Oö. bietet für 2000 Jugendliche eine besondere Unterstützung: Die tatsächlichen Kosten der Potenzialanalyse in Höhe von 154 Euro werden für alle Jugendliche, die noch keine Lehre oder Matura haben, mit 100 Euro gefördert. Wer die 4-You-Card besitzt, erhält eine Förderung von 110 Euro. Der Selbstbehalt liegt somit nur mehr bei 54 bzw. 44 Euro.  "Eine Summe, die im Vergleich zum Nutzen in jedem Fall mehr als gerechtfertigt ist", so Landesrat Viktor Sigl.

Gerhard Rumetshofer (+43 732) 77 20-151 02

Größte Landesgartenschau ist zu Ende

(LK) Mit einem fulminanten Klang-Feuerwerk endete am Nationalfeiertag Österreichs größte Landesgartenschau in Bad Hall unter dem Motto "Ein Park blüht auf". 400.000 Besucher haben innerhalb von 6 Monaten die 27 ha große Fläche im 150 Jahre alten Kurpark von Bad Hall besucht. Damit war die Landesgartenschau in diesem Sommer ein Turbo für den regionalen Tourismus. Der Gästezuwachs betrug 38,4 %, das Nächtigungsplus in der Region 4,5 %. Mit dem letzten Ausstellungstag wurde die Gartenschau-Fahne an Vöcklabruck übergeben, wo im Jahr 2007 die nächste Landesgartenschau unter dem Titel "Wo Gärten Brücken schlagen" stattfindet. Im Mittelpunkt der Landesgartenschau 2007 in Vöcklabruck stehen die Themen Garten und Wasser sowie Blumen und Garten als Erlebnis, gibt der für die Landesgartenschauen zuständige Referent Landesrat Dr. Josef Stockinger bekannt. Die Landesgartenschauen werden in einem Beirat konzipiert. Beiratsvorsitzender ist Karl Ploberger. Bereits fixiert ist auch die Landesgartenschau 2009, die in Bad Schallerbach unter dem Titel "Botanika" stattfindet. Noch im November ausgeschrieben werden die Landesgartenschauen 2011, 2013 und 2015, für die sich oberösterreichische Gemeinden bewerben können. Landesgartenschauen finden immer abwechselnd zu den Jahren mit einer Landesausstellung statt.

Ing. Walter Silber (+43 73) 77 20-111 17

Termine der Beratungsstellen

Jugendinformation und Jugendberatung

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

 

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. (+43 732) 117 99: Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, http://www.jugendservice.at/
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. (+43 7272) 758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. (+43 7942) 725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservice Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. (+43 7248) 644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservice Kirchdorf, Kirchengasse 6, 4560 Kirchdorf, Tel. (+43 7582) 604 16, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-kirchdorf@ooe.gv.at
  • Jugendservice Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. (+43 7262) 581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-mail: jugendservice-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservice Ried, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. (+43 7752) 715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: Jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservice Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. (+43 7289) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. (+43 7712) 357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. (+43 7252) 17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstr. 16, 4600 Wels, Tel. (+43 7242) 21 14 11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. (+43 7612) 17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugenservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. (+43 7672) 757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. (+43 7722) 222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.


Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Am Samstag, 29. Oktober 2005, findet für den Bezirk Gmunden, Landeskrankenhaus Gmunden, Miller v. Aichholzstr. 49, eine therapeutische Zusammenkunft der Zielgruppe, von 18:00 bis 20:00 Uhr, statt.


Familien-Servicestelle

 

(LK) Das Familienservice beim Amt der Oö. Landesregierung in Linz, Bahnhofsplatz 1 erteilt Auskunft über alle familiären Belange. Telefonische Anmeldungen und Anfragen werden am Montag und Dienstag von 7:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 17:00 Uhr, am Mittwoch und Donnerstag von 7:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30  bis 17:00 Uhr sowie am Freitag von 7:30 bis 12:30 Uhr unter der Telefonnummer (+43 732) 77 20-118 31, -118 32 entgegen genommen.


Jugend- und Drogenberatung für kommende Woche

 

(LK) "POINT" - Beratungsstelle für Suchtfragen, Linz, Starhembergstraße 11/2:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 732) 77 08 95;

Jugend- und Drogenberatung "CIRCLE", Wels, Richard-Wagner-Straße 3:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7242) 452 74

Jugend-, Drogen- und Alkoholberatung "EGO", Braunau, Ringstraße 45:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7722) 846 78

"X-DREAM" - Beratungsstelle für Jugend- und Suchtfragen, Steyr, Bahnhofstraße 8/2:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7252) 534 13

"IKARUS" - Beratungsstelle für Jugend- und Suchtfragen, Vöcklabruck, Dr. Alois-Scherer-Straße 17/1:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7672) 224 99

Gmunden, Kößlmühlgasse 4:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7612) 770 66

Pressekonferenzen

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Pressekonferenz am 27. Oktober 2005

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer,
Landeshauptmann-Stellvertreter Dipl.-Ing. Erich Haider,
Klubobmann Gunther Trübswasser
und
Landtagsabgeordneter Helga Moser
(in Vertretung von Klubobmann Mag. Günther Steinkellner)

zum Thema

"Aktuelles zur Stiftung Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim"

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Weitere Gesprächsteilnehmer: Hofrat Dr. Reinhard Dyk, Geschäftsführer der Stiftung

Rückfragen-Kontakt: Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Über 30.000 Menschen wurden von 1940 bis 1944 vom NS-Regime im Schloss Hartheim ermordet, weil man sie als "lebensunwertes" Leben eingestuft hatte.

 

Der Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim übernimmt heute die Aufgabe, nicht nur auf das historische Geschehen in Hartheim hinzuweisen, sondern die Auseinandersetzung um die aktuellen Fragen nach der Wertigkeit des menschlichen Lebens zu führen.

 

Im Zentrum des Lern- und Gedenkortes steht der Umgang der Gesellschaft mit behinderten Menschen vom Zeitalter der Industrialisierung bis zur Gegenwart und die unterschiedliche Beurteilung des Wertes des menschlichen Lebens in der Gesellschaft in den verschiedenen Epochen.

 

Schloss Hartheim soll die Möglichkeit geben, aus der Vergangenheit zu lernen und die richtigen Schlüsse zu ziehen. Dazu gehört die ständige Mahnung, in unserer Gesellschaft dafür zu sorgen, dass jedem ihrer Mitglieder ein Leben in Menschenwürde garantiert ist.


Rund 25 Millionen Euro für Großprojekt Hartheim

 

Durch den Neu- und Umbau des Institutes Hartheim, die Sanierung und Renovierung von Schlosspark und Maierhof, die Errichtung von Ersatzwohnungen, die Einrichtung der Gedenkstätte, die Errichtung von Musikschule und Mehrwehrzwecksaal, die Ausstellung "Wert des Lebens" mit Einrichtung einer Dauerausstellung sowie den Neubau der Landessonderschule hat das Land Oberösterreich in den letzten Jahren bedeutende Leistungen rund um das Großprojekt Hartheim erbracht. Rund 25 Millionen Euro wurden investiert. Davon entfielen rund 21 Millionen Euro auf das Land.


Stiftungsgründung wichtiger Schritt im Gedenkjahr

 

Im Gedenk- und Jubiläumsjahr 2005 setzt das Land Oberösterreich mit der Gründung der Stiftung "Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim" einen wichtigen Schritt.

 

Die Patronanz über die Stiftung hat Bundespräsident Dr. Heinz Fischer übernommen. Dem Proponentenkomitee gehören der israelische Staatspräsident Moshe Katsav, EU-Kommissarin Dr. Benita Ferrero-Waldner, Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel, Mitglieder der Bundesregierung und die Klubobleute der im Nationalrat vertretenen Parteien an.


Unterstützung von allen Landtagsparteien

 

Auch das politische Oberösterreich steht hinter dieser Stiftung. Sie wird von allen in der Landesregierung bzw. im Landtag vertretenen politischen Parteien unterstützt.

 

Neben der Politik sind führende Persönlichkeiten aus der Wirtschaft, der Sozialpartnerschaft, der Diplomatie, der Wissenschaft sowie Spitzen der Religionsgemeinschaften, darunter Kardinal Dr. Schönborn, Bischof Mag. Sturm und Präsident Dr. Muzicant sowie maßgebliche Vertreter aus den Bereichen Verwaltung, Bildung, Sport, Medizin und Soziales Mitglieder im Proponentenkomitee. Auch Kunst und Kultur leisten wertvolle Beiträge.

 

Insgesamt hat sich ein Kreis von mehr als 300 Persönlichkeiten gefunden.


Chronologie der Entstehung der Stiftung

  • Gründungsbeschluss der Oö. Landesregierung nach dem OÖ. Stiftungs- und Fondgesetz am 6. Dezember 2004 mit einem Grundkapital von 100.000 Euro.
  • Beschluss der Oö. Landesregierung vom 9. Mai 2005 über eine weitere Dotierung der Stiftung in Höhe von 1,9 Mio. Euro und die Nominierung der Mitglieder des Kuratoriums.
  • Formale Genehmigung der Satzungen der Stiftung "Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim" durch die Aufsichtsbehörde mit Bescheid vom 4. August 2005.
  • Bestellung der Stiftungsorgane mit Bescheid vom 13. September 2005. Geschäftsführung und Stiftungskuratorium wurden rechtlich genehmigt.
  • Parallel dazu ein großes Engagement in der Gewinnung von Proponenten.
  • Festliche Versammlung der Proponenten am 14. Juni 2005 im Festsaal des Schlosses Hartheim, bei der die Ziele der Stiftung einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert wurden.

Konstituierende Sitzung des Kuratoriums am 24. Oktober

 

Die Stiftungsgründung wurde nun mit der Konstituierung des Stiftungskuratoriums am 24. Oktober 2005 abgeschlossen. Dem Kuratorium gehören insgesamt 28 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens an. Es sind dies die Repräsentantinnen und Repräsentanten der im Oö. Landtag vertretenen Parteien, eine Vertreterin und ein Vertreter des Vereines Schloss Hartheim sowie weitere Mitglieder aus den Interessenvertretungen, Religionsgemeinschaften, Universitäten und betroffenen Organisationen (Liste siehe Beilage).

 

Vorsitzender des Kuratoriums als Entscheidungsgremium der Stiftung ist der Landeshauptmann. Geschäftsführer der Stiftung ist Dr. Reinhard Dyk mit der Geschäftsstelle Landeskulturdirektion.


Breite Öffentlichkeit und finanzielle Absicherung

 

Die Stiftung Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim hat die Aufgabe, das Gedenken in Hartheim einer breiten Öffentlichkeit, insbesondere jungen Menschen, möglich zu machen und die finanzielle Absicherung dieser Aktivitäten zu gewährleisten.


Das Leitbild und die Ziele der Stiftung decken sich inhaltlich mit der Aufgabenstellung des Lern- und Gedenkortes:

  • Erhaltung der Gedenkstätte,
  • Weiterentwicklung der Ausstellung,
  • Vermittlungsarbeit der damit verbundenen Werte und Absichten sowie
  • Forschung auf dem Sektor der NS-Euthanasie und deren Publikation.

Das Land Oberösterreich insbesondere das Landesarchiv, arbeitet intensiv mit anderen Forschungseinrichtungen an der Publikation einer Forschungsreihe über Oberösterreich in der Zeit des Nationalsozialismus. Drei Bände sind mittlerweile erschienen, einer davon über Hartheim.

 

Um den Gesamtbetrieb des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim finanzieren zu können, ist die Aufbringung eines Stiftungskapitals von rund 7 Millionen Euro erforderlich. 2 Millionen Euro davon hat das Land Oberösterreich bereits in die Stiftung eingebracht. Weitere 800.000 Euro folgen im Jahr 2006. 211.000 Euro sind darüber hinaus bereits an Spenden eingegangen. Weitere rund 500.000 Euro wurden von Unternehmen und Organisationen in Aussicht gestellt.

 

Das Kuratorium hat in seiner ersten Sitzung einstimmig die Entscheidung getroffen, die bisher eingelangten 2,2 Millionen Euro bei der OÖ. Hypo zu veranlagen. Die Landesbank übernimmt auch das Cashmanagement.

 

Bürgerinnen und Bürger einbeziehen

 

Mit der Gründung der Stiftung geht es dem Land Oberösterreich nicht nur darum, der Opfer der NS-Zeit in würdevoller Weise zu gedenken, sondern auch um eine Auseinandersetzung mit dem Thema "Wert des Lebens" in Gegenwart und Zukunft. Ziel ist eine Gesellschaft, die miteinander solidarisch und verantwortungsbewusst umgeht, die Menschen mit Beeinträchtigungen unterstützt und ihnen ohne Vorurteile begegnet. Daher ist es auch wichtig, dass nicht nur Politik, öffentliche Einrichtungen, Wirtschaft und Wissenschaft sich mit dem Thema beschäftigen und als Proponenten der Stiftung zur Verfügung stehen. Vor allem auch die Bürgerinnen und Bürger unseres Bundeslandes sollen in diese Bewusstseinsarbeit miteinbezogen werden.


Breite Identifikation mit Unterstützung der Medien

 

Mit Unterstützung der oberösterreichischen Medien soll in den nächsten Wochen eine breite Identifikation aller Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher mit den Zielen der Stiftung Schloss Hartheim erreicht werden. Darüber hinaus sollen breite Bevölkerungskreise dafür gewonnen werden, einmalig einen individuell abgestimmten finanziellen Beitrag für die Stiftung zu leisten.


Motto: "Oberösterreich setzt ein Zeichen"

 

Unter dem Motto "Oberösterreich setzt ein Zeichen - gemeinsam handeln - für die Stiftung Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim" sind die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher aufgerufen und eingeladen, "ein Zeichen gegen die Gleichgültigkeit, ein Zeichen des Verantwortungsbewusstseins und der Menschlichkeit" zu setzen. Spendenkonten wurden bei allen oberösterreichischen Banken und Geldinstituten eingerichtet.

 

Folgende Aktionen wurden bis jetzt eingeleitet und stehen bevor:

  • Spendenaktion unter den Proponenten (läuft derzeit).
  • Es wurden alle Gemeinden Oberösterreichs in einer Aktion eingeladen, ebenfalls Stifter von Schloss Hartheim im Rahmen der Stiftung zu werden.
  • In Vorbereitung steht eine Aktion, in der alle katholischen und evangelischen Pfarrgemeinden in Oberösterreich ersucht werden. sich ebenfalls finanziell in die Stiftung einzubringen.

Benefizkonzert mit Nikolaus Harnoncourt am 12. Dezember

 

Über Anregung des großen Dirigenten Nikolaus Harnoncourt findet am 12. Dezember 2005 um 19 Uhr in der Stadtpfarrkirche Eferding ein Benefizkonzert für die Stiftung Schloss Hartheim statt. Harnoncourt dirigiert den Concentus Musicus und den Schönberg Chor. Aufgeführt wird Wolfgang Amadeus Mozarts Messe in c-Moll KV 427. Der Erlös kommt der Stiftung Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim zugute. Es gibt bereits großes Interesse an der Aufführung. Insgesamt stehen in der Pfarrkirche Eferding 790 Plätze zur Verfügung.

 

Hochkarätig besetzte Diskussionsrunde

 

Vor dem Konzert findet um 14 Uhr im Festsaal des Schlosses Hartheim ein Gespräch zum Thema "Wert des Lebens im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft, Kunst und Religion" statt. Unter der Leitung von ORF-Landesdirektor Dr. Helmut Obermayr diskutieren Prof. Nikolaus Harnoncourt, Univ.-Prof. Dr. Michael Rosenberger von der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz und Univ.-Prof.
Dr. Anton Zeilinger von der Universität Wien.


Auch 2006/2007 einige Benefizaktionen vorgesehen

  • Konzert Franz Welser-Möst mit dem Cleveland Orchestra im Rahmen des Brucknerfestes 2006
  • Aufführung der Kammeroper "Tagebuch der Anne Frank" durch ein Ensemble der Anton Bruckner Privatuniversität
  • Klavierkonzert Paul Gulda
  • Lesung von Heinz Simonischek mit Gattin
  • Zahlreiche bildende Künstler haben sich schon bereit erklärt, Werke zur Verfügung zu stellen, die dann entweder versteigert oder in einem Kunstkalender zusammengefasst werden.

Weitere Aktionen:

  • Der Landesschulrat für Oberösterreich macht besonders auf die Angebote der Stiftung und des Schloss Hartheim für Führungen von Schulklassen aufmerksam. Zielgruppe sind die höheren und berufsbildenden Schulen.
  • Außenministerin Dr. Ursula Plassnik hat angeboten, dass die österreichischen Botschaften und Kulturinstitute ebenfalls in die Informationsarbeit für die Stiftung einbezogen werden können. Diese Aktion ist in Vorbereitung.
  • EU Kommissarin Ferrero-Waldner hat in besonderer Weise auf einen Fonds zur Unterstützung von Gedenkstätten aus der NS-Zeit aufmerksam gemacht. Ein Ansuchen wird eingebracht.

26.000 Besuche auf der Homepage seit Jahresmitte

 

Die Mitte des Jahres eingerichtete Homepage http://www.schloss-hartheim.at/ konnte bis jetzt 26.000 visits mit einer durchschnittlichen Verweildauer von beachtlichen acht Minuten verzeichnen. Dies zeigt auch, dass es im In- und Ausland großes Interesse an der Stiftung bzw. am Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim gibt.

 

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Mitglieder Kuratorium

Vorsitzender

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer

Klosterstrasse 7, 4021 Linz

 

 

 

Vertreter der im Landtag vertretenen Parteien

Erste Präsidentin des Landtages Angela Orthner

Klosterstrasse 7, 4021 Linz

Landeshauptmann-Stv. DI Erich Haider

Klosterstraße 7, 4021 Linz

Landesrat Mag. Dr. Hermann Kepplinger

Altstadt 30, 4021 Linz

Klubobmann LAbg. Gunther Trübswasser

Landgutstrasse 17, 4040 Linz

Klubobmann LAbg. Mag. Günther Steinkellner

Klosterstrasse 7, 4021 Linz

 

Vertreter des Vereins Schloss Hartheim

General a.D. Hubertus Trauttenberg

Obmann des Vereines Schloss Hartheim

Pensionatsstraße 24a, 4810 Gmunden

Mag. Dr. Brigitte Kepplinger

Universität Linz

Altenbergerstraße 69, 4040 Linz

Sonstige Mitglieder, Interessensvertretungen, Religionsgemeinschaften, Universitäten, Betroffene

Diözesanbischof Dr. h.c. Maximilian Aichern

Herrenstrasse 19, 4020 Linz

Superintendent Mag. Hansjörg Eichmeyer

Bergschlösslgasse 5, 4020 Linz

DI George Wozasek

Israelitische Kultusgemeinde Linz

Bethlehemstrasse 26, 4020 Linz

Fritz Enzenhofer

Amtsführender Präsident des Landesschulrates

Sonnensteinstrasse 20, 4040 Linz

Brigitte Leidlmayer, MAS

Vizepräsidentin des Landesschulrates

Sonnensteinstrasse 20, 4040 Linz

Präsident Hannes Herndl

Auf der Gugl 3, 4021 Linz

Präsident Dr. Johann Kalliauer

Volksgartenstrasse 40, 4021 Linz

Präsident Mag. Dr. Rudolf Trauner

Hessenplatz 3, 4021 Linz

Rektor Univ. Prof. Dr. Rudolf Ardelt

Johannes-Kepler-Universität Linz

Altenbergerstrasse 69, 4040 Linz

Rektor Univ. Prof. Dr. Reinhard Kannonier

Kunstuniversität Linz

Hauptplatz 8, 4020 Linz

Rektorin Univ. Prof. Dr. Ilse Kögler

Kath. Theol. Privatuniversität Linz

Betlehemstrasse 8, 4020 Linz

Rektor Univ. Prof. Reinhart v. Gutzeit

Anton Bruckner Privatuniversität

Wildbergstrasse 18, 4040 Linz

Bürgermeister Franz Dobusch

Städtebund OÖ.

Altes Rathaus, 4041 Linz

Bürgermeister Franz Steininger

Gemeindebund OÖ.

Christian-Coulinstrasse 1, 4020 Linz

LAbg. Dr. Walter Aichinger

Obmann des OÖ. Hilfswerkes

Dametzstrasse 6, 4020 Linz

Rektor Mag. Dr. Gerhard Gäbler

Evangelisches Diakoniewerk

Martin Boss-Strasse 4, 4210 Gallneukirchen

Dir. Mathias Mühlberger

Caritas OÖ.

Kapuzinerstrasse 84, 4021 Linz

Präsident Leo Pallwein-Prettner

Rotes-Kreuz OÖ.

Körnerstrasse 28, 4020 Linz

Univ. Doz. Prim. Dr. Werner Schöny

Pro-mente

Wagner-Jauregg-Weg 15, 4021 Linz

Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer

Volkshilfe OÖ.

Glimpfingerstrasse 48, 4021 Linz

 

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Pressekonferenz am 27. Oktober 2005

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl,

Generaldirektor Dr. Wolfgang Weidl,

Generaldirektor Dr. Leo Windtner,

und

Vorstand Thomas Krenn


zum Thema

"Abfahren wie ein Weltmeister: Top-Schihelm um nur 25 Euro"

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Rückfragen-Kontakt: Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55

Um nur 25 Euro und gegen Vorlage der Oö. Familienkarte werden am 11. und 12. November 2005 bei Intersport Eybl in Linz, Pasching, Wels und Steyr sowie in den unten angeführten Außenstellen der Oö. Versicherung 8.000 Kinderschihelme verkauft.

 

Die Kinderschihelme, die qualitätsgeprüft und mit dem CE-Kennzeichen versehen sind, haben eine starke APS-Außenschale und einen Styroporinnenkern, der beim Aufprall schützt. Das warme und weiche Innenfutter kann zum Waschen herausgenommen werden, der Kinnriemen ist verstellbar und gepolstert und die Lüftungsschlitze sorgen für ein gutes Klima unter dem Helm.

 

Familienreferent Franz Hiesl, Generaldirektor Dr. Weidl, Generaldirektor Dr. Windtner, Vorstand Krenn und Hannes Trinkl raten zum Ankauf des günstigen Kinderschihelms und wünschen allen Familien viel Spaß beim Wintersport und Schi Heil!

 

Kinder eifern ihren großen Vorbildern nach und sind oft schon beachtlich schnell unterwegs. Alle Eltern sind beruhigter, wenn sie ihre Kinder gut ausgerüstet und geschützt wissen.

 

Die Gefahr einer Verletzung ist leider immer gegeben, auch bei vorsichtiger und besonnener Fahrweise. Leider ist man auch nie gegen den Zusammenprall mit einem Pistenrowdy gefeit.

 

KINDERSKIHELM MIT GRATIS-VERSICHERUNG

 

Als besondere Neuerung wird die Oberösterreichische Versicherung heuer den Skihelm mit einer besonderen Versicherung ausstatten.
Im Fall des Falles ist rasche Hilfe entscheidend. Ein Hubschraubereinsatz kann aber Tausende Euro kosten. Die Krankenkasse ersetzt davon nur einen kleinen Teil. Da ist es gut zu wissen, dass man einen starken Partner hat! Die Oberösterreichische Versicherung bietet jetzt den ersten Kinderhelm mit Gratis-Hubschrauberbergung an. Die Versicherung deckt die Bergungskosten bis Euro 3.000,- und gilt ein Jahr (für den nächsten Winter besteht eine individuelle Verlängerungsmöglichkeit).

 

ABFAHREN WIE EIN WELTMEISTER - MIT SICHERHEIT!

 

Neuschnee, blauer Himmel und Sonnenschein - gibt es bessere Voraussetzungen für einen gemeinsamen Schitag mit der ganzen Familie? Damit der Tag auch zu einem richtig schönen Erlebnis werden kann, ist eine gute Schiausrüstung für Groß und Klein notwendig. Denn manche Kinder, für die das Schifahren im Winter zum Allerschönsten der Welt gehört, eifern ihren großen Vorbildern nach und sind oft schon beachtlich schnell unterwegs! Aber auch bei vorsichtiger und besonnener Fahrweise, ist die Gefahr einer Verletzung immer gegeben: nie ist man gegen einen Zusammenprall mit einem Pistenrowdy gefeit.

 

Nur ein Schihelm kann bestmöglichen Schutz bei Stürzen auf der Piste bieten und kluge Köpfe schützen sich! Gemeinsam mit der Oberösterreichischen Versicherung und der Energie AG, beiden Partnern ist die Sicherheit von Kindern ein zentrales Anliegen, konnte die Aktion "Kinderschihelm" ins Leben gerufen werden.

 

Hannes Trinkl, Abfahrtsweltmeister 2001, hat die Schirmherrschaft für die Schihelm-Aktion übernommen. Als langjährigem Rennläufer und Familienvater ist es ihm besonders wichtig, dass auch seine Kinder optimal geschützt auf den Schipisten unterwegs sind.

 

"Kinder möchten beim Schifahren Spaß haben, wir Eltern möchten, dass sie auch sicher unterwegs sind. Daher haben wir die Aktion Kinderschihelm ins Leben gerufen und danken unseren Partnern Energie AG und OÖ. Versicherung, dass sie uns dabei unterstützen. Mit ihrer Hilfe können wir Ihnen diesen Qualitätshelm zu einem einmalig günstigen Preis anbieten - ein weiterer Vorteil, den Sie mit der OÖ. Familienkarte genießen. Viel Spaß beim Wintersport in unserem schönen Land und Schi Heil!"
Landeshauptmann Stellvertreter Franz Hiesl

 

"Sport ist für uns alle eine Bereicherung des Lebens und gerade bei Kindern tragen sportliche Aktivitäten wesentlich zum Erwachsenwerden bei. Schon seit einigen Jahren sponsert die Energie AG die oberösterreichische Schijugend, um das sportliche Engagement der Jungen zu unterstützen. Mit der Kinderschihelmaktion stellt sich die Energie AG ihrer Verantwortung als Oberösterreichs führender Infrastrukturkonzern und leistet einen Beitrag zum Schutz der Kinder. Es ist mir ein Anliegen, diese Aktion zu unterstützen, denn Sicherheit hat im Schisport oberste Priorität."
Dr. Leo Windtner, Generaldirektor der Energie AG Oberösterreich

 

"Der große Erfolg des Vorjahres beweist, dass den Eltern die Sicherheit ihrer Kinder am Herzen liegt. Die Oberösterreichische Versicherung beteiligt sich daher wieder gerne an der Aktion. Als besondere Neuerung wird sie heuer den Skihelm mit einer besonderen Versicherung ausstatten. Im Fall des Falles ist rasche Hilfe entscheidend. Ein Hubschraubereinsatz kann aber Tausende Euro kosten. Die Krankenkasse ersetzt davon nur einen kleinen Teil. Da ist es gut zu wissen, dass man einen starken Partner hat! Die Oberösterreichische Versicherung bietet jetzt den ersten Kinderhelm mit Gratis-Hubschrauberbergung an. Die Versicherung deckt die Bergungskosten bis Euro 3.000,- und gilt ein Jahr (für den nächsten Winter besteht eine individuelle Verlängerungsmöglichkeit).
Mit Helm und Versicherung unbeschwert den Wintersport genießen! In diesem Sinne wünsche ich ein herzliches Ski-Heil und viel Spaß beim Skifahren"!
Dr. Wolfgang Weidl, Generaldirektor Oberösterreichische Versicherung AG 

 

"Sicherheit wird im Schisport groß geschrieben. Als langjähriger Rennläufer weiß ich, dass ein Schihelm bestmöglichen Schutz bei Stürzen auf der Piste ermöglicht. Als Familienvater ist es mir wichtig, dass auch meine Kinder optimal geschützt auf den Schipisten unterwegs sind. Daher freue ich mich über die Schihelmaktion des Landes Oberösterreich, der Energie AG und der OÖ. Versicherung, für die ich gerne die Schirmherrschaft übernommen habe."
Hannes Trinkl, Abfahrtsweltmeister 2001

 

SCHIHELM AM 11. UND 12. NOVEMBER 2005 UM NUR 25 EURO

 

Den Schihelm gibt's mit der Oö. Familienkarte am 11. und 12. November zum Spezialpreis von 25 Euro:

 

Oberösterreichische Versicherungs AG - Außenstellen:

    Bad Ischl, Götzstraße 7
    Braunau, Salzburger Straße 2
    Eferding, Vor dem Linzer Tor 2
    Enns, Wiener Straße 13
    Freistadt, Linzer Straße 34
    Gmunden, Bahnhofstraße 16
    Grieskirchen, Oberer Stadtplatz 11
    Kirchdorf, Rathausplatz 2
    Perg, Linzer Straße 14
    Ried/Innkreis, Friedrich Thurner Straße 7
    Rohrbach, Stadtplatz 16
    Schärding, Linzer Straße 10
    Vöcklabruck, Brucknerstraße 6
    Weyer, Marktplatz 24

     

    Intersport Eybl:

      Linz, Hafferlstraße 4
      Pasching Plus-City, Pluskaufstraße 7
      Wels, Bahnhofstraße 18
      Steyr, Bergerweg 1

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      Pressekonferenz am 27. Oktober 2005

      Landesrat Dr. Josef Stockinger

      zum Thema

      "Agrartouristische Projekte als Besuchermagnete. Sympathische Vermittler landwirtschaftlicher Arbeit"

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      Rückfragen-Kontakt: Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17

      Agrar und Tourismus - Eine Idee startet durch

       

      Die Arbeit der Land- und Forstwirtschaft ist eine wichtige Grundlage für den Tourismus. Die Bauern pflegen das Gesicht des Landes. Immer mehr wird der Tourismus auch eine Erwerbschance für innovative Bauern. Zugute kommt dabei das Ausflugsverhalten der Oberösterreicher, die als ausgesprochene Tagesausflügler gelten. 6,2 Millionen Tagesausflüge werden jährlich im Sommer durchgeführt, 4,7 Millionen Tagesausflüge im Winter. 62 % aller Tagesausflüge habene in Ziel im Bundesland Oberösterreich. Der Ausflugsgast gibt im Durchschnitt pro Tag 60 Euro aus (Quelle: Ausflugsstudie Market, im Auftrag von OÖ. Tourismus).

       

      Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger: "Die Landwirtschaft kann diesen Patriotismus bei den Tagesausflügen nutzen. Was ursprünglich sehr erfolgreich mit Urlaub am Bauernhof professionell startete, wird jetzt mit guten Ideen und pfiffigen Projekten im Agrartourismus weiter umgesetzt". 


      90 % kennen "ihren" Bauern

       

      Beweggründe für einen Tagesausflug zu einem agrartouristischen Projekt sind der Erlebnisfaktor, die Familienfreundlichkeit sowie das kulinarische Angebot. Dazu kommt, dass sich die Oberösterreicher mit der heimischen Landwirtschaft tief verbunden fühlen. 90 % der Oberösterreicher sind der Meinung, "ihren" Bauernhof zu kennen. "Diese Sympathie zu den Bäuerinnen und Bauern wird bisher schon in der Lebensmittelvermarktung genutzt und ist auch eine gute Basis, auf der touristische Projekte aufbauen", sagt Agrar-Landesrat Stockinger.

       

      Genießen für Leib und Seele

       

      Jeder Gast in Oberösterreich wird künftig  auch die Landwirtschaft auf dem Teller schmecken können. Dafür steht der gemeinsame Auftritt der OÖ. Tourismus mit der Landwirtschaft im Rahmen der Initiative "Genussland Oberösterreich" (www.genussland.at). Dabei werden die Themenaspekte "Herzhafte Kulinarik" und "Genießen" verstärkt in der Bewerbung des Urlaubs- und Freizeitlandes Oberösterreich eingebunden. "Wir wissen, dass bei der Auswahl der Urlaubsziele das regionaltypische kulinarische Angebot eine wichtige Rolle spielt. Wenn hier die Landwirtschaft zusätzliche Erlebnisfaktoren vom Baumkronenweg in Kopfing zur Speed Gleit Bahn in Schönau, vom Wanderreiten im Mühlviertel bis zum Mostgolf in Aschach an der Steyr bieten kann, dann ergeben sich hier echte Synergien", sagt Agrar-Landesrat Josef Stockinger.


      Vorbildhafte Beispiele für agrartouristische Projekte

       

      Die 15 folgenden agrartouristischen Projekte sind Vorzeigebeispiele und haben gemeinsam eine Gesamtinvestitionssumme von 2,639 Millionen Euro in den Regionen bewirkt. Das Land Oberösterreich hat dazu Förderungen in der Höhe von 1,2 Millionen Euro eingebracht. Allein in der Jahresbilanz 2005 zeigt sich für diese 15 agrartouristischen Projekte ein Besucheransturm von 270.000 Gästen.

      • Baumkronenweg Kopfing
        Der erfolgreichste touristische Neueinstieg erfolgte in der Sauwaldgemeinde Kopfing. 150.000 Besucher haben heuer innerhalb von 5 Monaten die Baumwipfeln gestürmt. Der Baumkronenweg ist ein Naturerlebnis, der auf einer Länge von 2 Kilometern alle 5 Sinne anspricht. 26 miteinander verbundene Plattformen führen bis in die Höhen der Baumwipfeln auf 22 Metern Höhe. Für die kommende Saison ab April 2006 sind weitere Neuerungen geplant: Das nahegelegene Moor soll mit einem Erlebnisweg erschlossen werden. Neu eingerichtet wird eine Schlafhöhle zu den beiden bestehenden Baumhäusern sowie Spezialangebote für Kindergruppen wie Gruselwanderungen oder der Wald im Morgengrauen.
        http://www.baumkronenweg.at/ (druckfähige Bilder zum Downloaden)
      • Speed Gleit Bahn Schönau im Mühlkreis
        20.000 Besucher haben heuer die Speed Gleit Bahn auf der Stoaninger Alm in Schönau im Mühlkreis besucht. Auf einem Aluminiumrohr im Einschienensystem werden die Rodeln mit einem Lift 400 Meter bis zur Bergstation gezogen. Von dort beginnt die 600 Meter lange Abfahrt. 3 unabhängige Bremssysteme sowie Sicherheitsgurte sorgen für die Sicherheit. Das Schienensystem wird am Ende der Saison völlig demontiert, sodass im Winter die Schipisten wieder frei befahrbar sind.
        http://members.newsclub.at/schilift-stoaninger
      • Höribachhof in St. Lorenz
        Das Projekt mit heuer 2.700 Besucher entstand aufgrund der landschaftlichen Vielfalt rund um die beiden uralten Gebäude des Hörbachhofes, einem der ehemaligen Meierhöfe des Klosters Mondsee. Die 12 ha Grund gliedern sich in Wald, Weide, Acker, Kastanienallee, Obststreuwiese, Feuchtwiese, Auwald und ein Stück Mondseeufer. Ein Pfad führt zum Thema "Agrikultur Erleben" auch zum Lehrbienenhaus, dem Heilpflanzengarten, dem Beerengarten, der Baumschule, der Kompostanlage, zum Steinlabyrinth sowie zu Feld, Wald und Wiesen. Im angeschlossenen Verkaufsladen werden Produkte aus eigenem Anbau (z.B. Honigprodukte, Dinkelprodukte, Kosmetika, Keramik) angeboten.
        Internet: http://members.aon.at/hoeribachhof
      • Ein Bett im Kornfeld in St. Georgen am Walde
        Natur mit Komfort verbindet diese Idee. Die Gäste werden nach einer Kutschenfahrt zum Abendessen geladen und können in einem Bett im Kornfeld (Blockholzhütte, von 2 Seiten offen) übernachten und erhalten dann noch ein Frühstück. Für diese neue Idee hat es heuer 70 Buchungen gegeben.
        http://www.tiscover.at/
      • Bäuerliche Jausenstation im Keltendorf Mitterkirchen
        13.000 Tagesgäste haben sich nach dem Besuch des Keltendorfes in Mitterkirchen in der angeschlossenen bäuerlichen Jausenstation gestärkt. Das Freilichtmuseum Keltendorf Mitterkirchen liegt 35 km stromabwärts von Linz direkt am Donauradwanderweg. Die bäuerlichen Direktvermarkter bieten hier auch originalgetreue Speisen und Getränke der Kelten an. Daneben gibt es Kostproben von gut duftendem Fladenbrot aus dem Brotbackofen oder im Kessel zubereitetes Ritschert. Für die Kinder wird ein Zaubertrank von der Druidin gebraut.
        Internet: http://www.mitterkirchen.at/
      • Wanderreiten auf der Mühlviertler Alm
        13.000 Nächtigungen in 15 Gemeinden der Mühlviertler Alm hat die Initiative Wanderreiten heuer verbucht. 52 Reitbetriebe, Pferderaststätten und Herbergen liegen am Netz der 500 km beschilderten Reitwege. Oberösterreich hat sich zu einem starken Pferdeland entwickelt. Seit 1972 hat sich die Zahl der Pferde in Oberösterreich auf 20.000 Pferde verdoppelt.
        Internet: http://www.wanderreiter.at/
      • Maislabyrinth Ottensheim
        6.000 Besucher waren vom Maislabyrinth und einem Maisschwimmbad in Ottensheim heuer begeistert. Auf dem 800 m langen Weg in das Maislabyrinth werden die Geschichte und die Verwendungsmöglichkeiten der Maispflanze erklärt. Im Mittelpunkt des Labyrinths steht ein Aussichtsturm. Als Zusatzangebot gibt es auch eine Strohburg und eine Gokart-Bahn.
        Internet: http://privat.ottensheim.at/maislabyrinth
      • Almtaler Bauern
        Die Almtaler Bauern sind eine Kooperation von 10 Urlaub am Bauernhof Betrieben, die sich 1997 zusammengeschlossen haben, um ihren Gästen einen attraktiveren Urlaub ermöglichen zu können. Heuer haben diese 10 Betriebe im Durchschnitt 135 Vollbelegstage verbuchen können (zwischen 90 und 209 Tage pro Betriebes). Das Wochenprogramm wird jeweils der Jahrezeit angepasst und bringt den Gästen das bäuerliche Leben und die Natur auf spielerische Art näher. Bei den bäuerlichen Beherbergungsbetrieben handelt es sich um qualitätsgeprüfte Bauernhöfe (4 Blumen).
        Internet: http://www.almtaler-bauern.at/
      • Westerndorf Stone Hill Ranch in Königswiesen
        4.000 Nächtigungen verzeichnet heuer die Stone Hill Ranch in Königswiesen. Ziel ist ein Abenteuerwanderritt mit 2.000 km Entdeckungsreise im Sattel. In 70 Tagen geht es von Estland über Lettland, Littauen, Polen, Tschechien zur Stone Hill Ranch nach Königswiesen. Pro Tag werden 35 km in 6 bis 8 Stunden Reitzeit zurückgelegt (1 Ruhetag alle 10 Tage). Entlang der Strecke organisiert ein Begleitfahrzeug die Quartiere für Pferd und Reiter.
        Internet: http://www.stonehillranch.at/
      • Almhütten in Vorderstoder
        9.000 Nächtigungen gibt es auf den 4 Almhütten in Vorderstoder. Im Wanderparadies überzeugen die Almhütten mit uriger Atmosphäre bei modernem Komfort. Voll ausgestattete Küche, modernes Bad und schöne Schlafzimmer sind die Markenzeichen der Almhütte. Die 4 Almhütten mit je 6 bis 8 Betten sind als Selbstversorgerhütten oder mit Halbpension buchbar.
        Internet: http://www.urlaub-in-oesterreich.co.at/
      • Mostgolf in Aschach an der Steyr
        250 Mostgolfer und zahlreiche Wanderer haben heuer die 18 Mostgolfstationen in Aschach an der Steyr erkundet. Die Routen lassen sich individuell zusammenstellen. Die gut ausgeschilderten Mostgolfstationen liegen an den schönsten Plätzen in Aschach. Bauernhöfe und Gasthöfe sorgen mit Abhofverkauf für die Verköstigung.
        Internet: http://www.steyrtal.at/
      • Landmatura in Wartberg an der Krems
        423 Maturanten haben heuer die Landmatura bestanden. Im Reifezeugnis der "Bildungsanstalt für alpenländische Kultur" werden benotet: Sensenmähen, Kühe melken, Jodeln, Most und Schnaps erkennen, Krapfen backen, Holz schneiden, Nageln, Getreide erkennen, Radlbock fahren. Die Landmatura dauert für Gruppen von 20 Personen 1,5 Stunden.
        Internet: http://www.wartberg.at/landmatura
      • Schaumühle Erlachmühle in Tiefgraben
        2.000 Besucher haben die Schaumühle Erlachmühle in Tiefgraben heuer besichtigt. Vom Getreide bis zum täglichen Brot gibt es Führungen. Die Mühle ist auch Ausgangspunkt für Wanderungen. Angeboten werden auch Ferienwohnungen.
        Internet: http://www.tiscover.at/
      • Lamatrekking in Eidenberg
        Das Lamatrekking hat heuer 700 Kinder begeistert und ist eine Attraktion bei Urlaub am Bauernhof in Verbindung mit einem Seminar-Bauernhof. Das Lama gehört zu den ältesten Haustieren der Welt, schon vor 6.000 Jahren trugen die Lamas in Südamerika die Lasten ihrer Besitzer.
        Internet: http://www.weixlbaumer.net/
      • Stodertaler Zwerge in Hinterstoder
        46.800 Besucher haben sich heuer von den Stodertaler Zwergen begeistern lassen. 12 Mitgliedsbetriebe vom Almgasthof über den Baby- und Biobauernhof bis hin zum Familienhotel bieten familien- und kinderfreundliche Gastfreundschaft im Stodertal.  Das Motto "Bei uns dürfen Kinder noch Kinder sein" wird erlebnisreich angeboten.
        Internet: http://www.stodertal.at/zwergerl

      Presseinformationen

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      Presseinformation

      Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer: Erklärung bei der Sondersitzung der Oö. Landesregierung am 26. Oktober 2005 - Es gilt das gesprochene Wort!

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      Der 26. Oktober 1945 stellt einen besonderen Meilenstein auf dem langen, beschwerlichen Weg dieses Landes vom Kriegsende im Mai 1945 bis zur Wiedererlangung der Freiheit durch den Staatsvertrag 1955 dar: Die Einsetzung der ersten politischen Landesregierung durch die amerikanische Besatzungsmacht bedeutete den Neubeginn der politischen Selbstverwaltung. Von Souveränität konnte damals natürlich noch keine Rede sein. Jedes Vorhaben der Regierung musste das strenge Kontrollsystem der Alliierten (Kommandaturen, Alliierte Kommission und Alliierter Rat) durchlaufen. Aber es war ein Anfang - ein sehr wesentlicher.

       

      Wir gedenken daher heute im Rahmen dieser Sondersitzung jener Männer, die hier diesen Anfang des politischen Oberösterreich nach 1945 gesetzt haben:

      • Landeshauptmann Dr. Heinrich Gleißner
      • Die Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Franz Lorenzoni (ÖVP), Ludwig Bernaschek (SPÖ), Franz Haider (KPÖ) sowie
      • die Regierungsmitglieder Johann Blöchl (ÖVP), Dr. Franz Schütz (ÖVP), Anton Weidinger (SPÖ) und Alois Wimberger (SPÖ).

      Mit der Einsetzung dieser ersten politischen Landesregierung begannen die amerikanischen Besatzer ihr Versprechen einzulösen, Oberösterreich nicht als besiegte, sondern als befreite Region anzuerkennen.

       

      Die Amerikaner haben mit dem Einlösen dieses Versprechens lange gezögert. Ein Zeichen für das große Misstrauen, das anfänglich auf Seiten der Amerikaner gegenüber diesem Land und seinen politischen Vertretern vorgeherrscht hat. Denn den Amerikanern war die Geschichte dieses Landes bekannt.

      Sie wussten vom Scheitern der Ersten Republik. Sie wussten, dass es in der Zeit der nationalsozialistischen Diktatur in Oberösterreich nicht nur Opfer, sondern auch Täter gegeben hat.

      Wie viele, lässt sich auch von Historikern nicht mehr exakt klären. Fest steht aber: Zu viele.

       

      Neben den Tätern gab es auch eine Reihe von Verblendeten und Mitläufern. Wie viele, lässt sich ebenfalls nicht mehr exakt feststellen - fest steht aber auch hier: Zu viele.

      Es gab aber auch viele, die sich mutig gegen das Regime gestellt haben und diesen Widerstand mit Haft und Entwürdigung in den Konzentrationslagern oder gar mit ihrem Leben bezahlt haben. Ein Faktum das ebenfalls historisch unbestritten ist, damals von den amerikanischen Besatzern aber offensichtlich noch zu wenig berücksichtigt wurde.

      Die Männer der ersten Stunde in Oberösterreich standen daher vor der großen Aufgabe, erst einmal das Vertrauen der Amerikaner zu gewinnen. Sie taten das im Wesentlichen auf dreierlei Weise: 

      1. Indem sie sich gegenseitig vertrauten. Heinrich Gleißner ließ sich von der
        amerikanischen Militärregierung erst zum Landeshauptmann bestellen, nachdem auch die SPÖ dieser Ernennung zugestimmt hatte. Hier leisteten auf Seiten der SPÖ Dr. Ernst Koref und vor allem Ludwig Bernaschek einen entscheidenden Beitrag zur politischen Konsolidierung im Land.
      2. Die beiden großen politischen Parteien setzten von Anfang an auf enge Zusammenarbeit. Innerhalb der Landesregierung entstand mit Gleißner-Bernaschek eine ebenso starke Achse wie zwischen Gleißner und Koref im Verhältnis von Land und Stadt. Das muss auf die Amerikaner, die in ihrem politischen System weder Koalitionen noch die Zusammenarbeit politischer Parteien in Friedenszeiten kennen, Eindruck gemacht haben.
      3. Beide Großparteien traten entschieden gegen Demokratiegegner von Rechts und Links auf. In ihrer Ablehnung des Nationalsozialismus machten die Spitzen der Landesregierung ihre persönliche Biografie glaubwürdig: Heinrich Gleißner war selbst in Dachau inhaftiert und entkam der NS-Mordmaschinerie nur knapp. Ludwig Bernascheks Bruder wurde einen Monat vor der Befreiung im Konzentrationslager Mauthausen ermordet. Im Verhältnis zu den Kommunisten grenzten sich die Regierungsparteien nach den ersten Wahlen immer deutlicher von den Kommunisten ab und wehrten gemeinsam mit den Gewerkschaften im September und Oktober 1950 den Putschversuch der Kommunisten ab.

      Meine Damen und Herren!


      Es gehört zu den vielen Besonderheiten des Jahres 1945, dass in der sowjetischen Besatzungszone politische Parteien längst zugelassen waren, während sie in der Besatzungszone jener Weltmacht, die in zwei Weltkriege eingetreten ist, um die Demokratie nach Mitteleuropa zu bringen, noch offiziell verboten waren.

      Die frühe Zulassung politischer Parteien durch die Stalin-Diktatur hatte aber nichts mit besonderer Österreich-Freundlichkeit zu tun, sondern war eiskaltes machtpolitisches Kalkül. Überall im sowjetischen Einflussbereich wurden politische Parteien zugelassen, um sie dann zu Bündnissen mit den Kommunisten zu zwingen. Die Kommunisten übernahmen in diesen Bündnissen bald die Vorherrschaft. Ein Weg, der direkt in die Volksdemokratie mündete.

      Den Sowjets ist das in Ostdeutschland, Polen und der Tschechoslowakei genauso gelungen wie in Ungarn, Rumänien und Bulgarien. Ihre österreichische Besatzungszone blieb hier die einzige Ausnahme.

      Großen Anteil daran hatten die freien Wahlen vom 25. November 1945. Von allen politischen Beobachtern - Meinungsumfragen gab es damals noch nicht - wurde die Stärke der Kommunisten auf einen Stimmenanteil von 20 bis 25 % eingeschätzt. Das tatsächliche Ergebnis sah ganz anders aus: ÖVP und SPÖ erreichten gemeinsam mehr als 94 % der Stimmen, die KPÖ nur etwas mehr als 5 %.

       

      In Oberösterreich fiel dieses Verhältnis noch deutlicher aus: ÖVP und SPÖ erreichten 97,4 % der Stimmen, die KPÖ lediglich 2,6 % und blieb damit ohne Mandat im ersten frei gewählten Landtag nach dem Krieg.

      Gerade dieses Ergebnis zeigt den demokratischen Reifeprozess, den die tragische Entwicklung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht nur bei den politischen Spitzenrepräsentanten, sondern auch bei den Oberösterreicherinnen und Oberösterreichern ausgelöst hat. Ich zitiere den Zeitzeugen Josef Ratzenböck: "Eigentlich haben wir Jungen gar nicht gewusst, was eine Demokratie ist. Vor 1945 gab es die Nazi-Diktatur und zuvor gab es auch keine Demokratie. Trotzdem habe ich im Wirtshaus meines Vaters miterlebt, wie alle begeistert zu Versammlungen gekommen sind und alle wollten mittun".

      Dieser historische Rückblick in das Gründungsjahr der Zweiten Republik zeigt für mich ein ganz entscheidendes Faktum: Beide Supermächte, die nach 1945 die Welt geprägt haben, haben die Oberösterreicher, was ihre demokratische Reife anging, damals falsch eingeschätzt. Beide haben sie - jeder auf seine Art - unterschätzt. Darauf dürfen wir heute, an diesem Gedenktag stolz sein.

       

      Meine Damen und Herren!

       

      Unser heutiges Gedenken an den Neubeginn des politischen Oberösterreich nach 1945 steht im Zeichen des Dankes an jene, die in den schwierigen ersten Nachkriegsjahren Verantwortung in diesem Land getragen haben. Sie haben aus der Geschichte der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts, die sie miterlebt und zum Teil auch miterlitten haben, die Lehren gezogen: Klares Be-kenntnis zur Demokratie, entschiedenes Eintreten gegen jede Art von politi-schem Extremismus und Etablierung einer neuen, politischen Kultur der Zusammenarbeit.

       

      Sie wurden damit nicht nur zu den materiellen, sondern auch zu den geistigen Baumeistern unseres Bundeslandes nach 1945. Sie haben erkannt, dass das gewaltige Aufbauwerk, das vor ihnen lag, nur dann bewältigt werden kann, wenn die politischen Kräfte das Gemeinsame vor das Trennende stellen.

      Stellvertretend für alle danke ich diesen großen Oberösterreichern und nenne namentlich Heinrich Gleißner, Ernst Koref, Ludwig Bernaschek, Dr. Franz Lorenzoni, Johann Blöchl, Felix Kern, aber auch die Politikergeneration unter Landeshauptmann Erwin Wenzl und Josef Ratzenböck, die diesen Weg fortgesetzt haben.

       

      Zu diesem Gedenktag gehört aber auch der Dank an die gesamte Aufbauge-neration: An alle, die trotz Not und Entbehrung an eine bessere Zukunft geglaubt und sie durch harte Arbeit möglich gemacht haben. An alle, die dazu beigetragen haben, dass ein "Österreich-Bewusstsein" selbstverständlich wur-de. An alle, die durch Höchstleistungen unserem Land rasch wieder einen Namen in der Welt gegeben haben. Unser Dank geht an dieser Stelle aber auch an all jene, die in den letzten Kriegsmonaten oder nach 1945 als Heimatvertriebene zu uns gekommen sind, in Oberösterreich geblieben sind und dieses Land mit aufgebaut haben. Unser Dank geht aber auch an die Kirchen und deren Beitrag zum Wiederaufbau unseres Landes. Unvergessen bleiben auch die sogenannten "Trümmerfrauen", die den Wiederaufbau der ersten Stunde getragen haben.

      Gemeinsam haben sie für dieses Land in der Geschichte noch nie Dagewesenes geleistet:

      • 60 Jahre Friede, Demokratie und politische Stabilität
      • 60 Jahre steigenden Wohlstands
      • 60 Jahre einer Kultur des Dialoges und eines vernünftigen Miteinanders über Parteigrenzen hinweg.

      Sie haben damit nicht nur für ihre Generation, sondern auch für uns heute Lebende Großes geschaffen.

      Gedenktage wie dieser sind aber nicht nur Erinnerungstage, sondern Mahnung und Auftrag, aus der Vergangenheit die richtigen Lehren für Gegenwart und Zukunft zu ziehen. Im Geist der Gründergeneration des heutigen Oberösterreich müssen das folgende Lehren sein:

      • Auch wenn die Demokratie ihre Mängel hat, gibt es keine vernünftige Alter-native zu ihr. Wer totalitären Regimen von Rechts oder Links heute noch nachtrauert, muss mit der entschiedenen Gegnerschaft aller demokratisch Gesinnten in diesem Land rechnen.
      • Demokratie braucht Kultur. Eine Kultur des Dialoges, der Zusammenarbeit und des Kompromisses. Die Erfolgsgeschichte der Zweiten Republik ist ge-rade in Oberösterreich eine Geschichte der Zusammenarbeit und der ausverhandelten Lösungen. Unsere Vorgängergeneration in der Landespolitik hat vorgelebt: Saubere Kompromisse, ein ehrliches Geben und Nehmen, Verzichten und möglich machen, sind Tugendelemente einer reifen demokratischen Kultur.
      • Wir wissen heute, dass die Weltwirtschaftskrise und die damit verbundene Massenarbeitslosigkeit in den 20er und 30er Jahren der Nährboden für den Aufstieg des Nationalsozialismus war. Wenn Menschen ohne Perspektive auf dem Arbeitsmarkt übrig bleiben, sind sie auch heute für Extreme ansprechbar. Wir müssen daher alles tun, um die Arbeitslosigkeit in unserem Land so gering wie möglich zu halten. Das gilt insbesondere für die Ju-gendarbeitslosigkeit. Wir müssen schon heute Maßnahmen setzen, um morgen gute und vor allem ausreichend Arbeitsplätze zu haben. Eine von vielen Maßnahmen dafür ist die erst kürzlich präsentierte Forschungsoffensive des Landes.
      • Wir dürfen nie wieder ein politisches Regime zulassen, dessen Programm Hass, Intoleranz und Herrenmenschenwahn sind. Für den Nationalsozialismus zählte nur der Starke. Wir müssen dem eine Gesellschaft entgegensetzen, die dafür sorgt, dass auch die Schwachen ihre Würde nie verlieren.
      • Wir müssen das vereinte Europa weiterbauen, das dem ganzen Kontinent Frieden, politische Stabilität, starke Demokratien garantiert, in denen die Menschenrechte zum selbstverständlichen Teil der Verfassung gehören.

      Mit diesen Lehren wollen wir jenen Weg weitergehen, der am 26. Oktober 1945 begonnen hat. Auch wenn die damals eingesetzte Landesregierung nur einige Wochen im Amt war und dann von der ersten frei gewählten Regierung abgelöst wurde, hat Heinrich Gleißner in seiner ersten Rede als Landeshauptmann bereits das Programm vorgegeben, das alle nachfolgenden Landesregierungen bis heute mitgetragen haben und auch künftig mittragen müssen:

      "Die neue Landesregierung, geeint durch das unverbrüchliche Bekenntnis zu Österreich und die ehrliche Anerkennung der Demokratie als Grundlage unseres politischen Lebens will ein Beispiel für die einmütige Arbeit, für das Wohl des Landes geben".

       

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      Presseinformation

      Brunnen für Afrika

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      "Als ich vor einigen Jahren in Afrika auf Urlaub war, sah ich vier Frauen mit Wasserkrügen auf dem Kopf, in stolzer und würdiger Haltung. Sie kamen soeben von der sechs Kilometer entfernten Wasserstelle und brachten brackiges Wasser für ihre Familien", berichtet Alfred Scheucher von seiner ersten Begegnung mit Armut, Unterernährung und ausgetrockneten Flussbetten in Simbabwe. Vor allem der Blick der durstigen Kinder ließ ihn nicht mehr los, und immer mehr wuchs in ihm das Gefühl, dagegen etwas tun zu müssen.
      Als ehemaliger Fotograf der Landespresse kam er auf die naheliegende Idee, diese Not mit seiner Kamera zu dokumentieren, um sie den Menschen zu Hause in einer Dia-Videoschau zu vermitteln und Spenden zu sammeln. Spendenkonto bei der Raiffeisenbank Neukirchen am Walde: 351932.
      Mit dem Roten Kreuz hat er einen erfahrenen Partner für sein Hilfsprojekt "Brunnen für Afrika" gefunden. Für sieben Brunnen will Alfred Scheucher in Simbabwe sorgen - jeder davon bedeutet Trinkwasser und Hoffnung für mehr als 1000 Menschen. Das Projekt steht unter dem Ehrenschutz von Alt-Landeshauptmann Dr. Josef Ratzenböck.  

      Dia-Videoshow am 5. November, 20 Uhr, im Landeskulturzentrum Ursulinenhof.

      Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at