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Landeskorrespondenz Nr. 248 vom 24. Oktober 2005

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Pressekonferenz

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Trauersitzung des Landtages und der Landesregierung/Oberösterreich nahm Abschied von Dr. Erwin Wenzl

(LK) Am Samstag fand im Oberösterreichischen Landtag eine Trauersitzung für Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Wenzl statt. Eine große Trauergemeinde hat Abschied genommen von Landeshauptmann a.D.  Dr. Erwin Wenzl, der am 17. Oktober im 85. Lebensjahr verstorben ist. Bundeskanzler Wolfgang Schüssel drückte große Wertschätzung  für seinen politischen Weggefährten und Freund aus: "Erwin Wenzl besaß großartige menschliche Qualitäten. Seine Arbeit zog damals weite Kreise und wirkt bis heute nach. Er war herzlich und hellhörig für die Anliegen und Sorgen der Menschen. Erwin Wenzl war ein Politikertyp der neuen Sorte: modern und effizient. Das spiegelte sich in seiner politischen Tätigkeit wider. Er baute das moderne Oberösterreich."

 

Landtagspräsidentin Angela Orthner würdigte Dr. Erwin Wenzl in ihrer Festansprache: "Erwin Wenzl war mir und vielen Menschen in diesem Land ein besonderes Vorbild. Er wusste um den Wert eines guten Klimas. Gemeinsam mit allen politischen Kräften im Land hat er dafür gesorgt, dass wir, die wir nach ihm politische Verantwortung übernommen haben, auf einem guten geistigen und wirtschaftlichen Fundament aufbauen und weiterbauen können."

 

Hunderte Menschen erwiesen Dr. Erwin Wenzl beim anschließenden Requiem im Linzer Dom die letzte Ehre.

Wolfgang Kreinecker (+43 732) 77 20-111 75

LH Pühringer beim Requiem für Altlandeshauptmann Dr. Erwin Wenzl: Erwin Wenzl wird als großer Modernisierer in die Geschichte unseres Landes eingehen - er war ein Politiker mit Weitblick und mutiger Vorangeher

(LK) Als Politiker mit Weitblick und mutigen Vorangeher würdigte heute Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer beim Requiem für Dr. Erwin Wenzl den verstorbenen Altlandeshauptmann. "Erwin Wenzl wird in die Geschichte unseres Landes als großer Modernisierer eingehen. Es ist eine reiche Ernte, die Erwin Wenzl eingebracht hat, es war eine Erfolgsbilanz, die er am Ende seines Lebens ziehen konnte."

 

"Erwin Wenzl war ein Mann, auf den Verlass war. Er war ein Mann mit festem Fundament, mit klaren Grundsätzen, Werten und Überzeugungen. Kein Mann des schnellen Wortes, aber ein Mann, der Zuhören konnte und der seinem Gegenüber etwas zu sagen hatte. Bei Erwin Wenzl wusste man, woran man ist. Sein Ja war ein Ja, sein Nein ein Nein, was er versprochen hat, das hat er gehalten", betonte Pühringer.

 

"Er selbst stand auf dem festen Fundament seiner christlichen Weltanschauung, hatte aber immer Respekt und Wertschätzung auch für jene, die eine andere Weltanschauung vertraten. Seinen Stil der politischen Auseinandersetzung umschreibe ich mit den Worten: Der Löwe konnte kämpfen, ohne zu verletzen", so Landeshauptmann Pühringer weiter.

 

Erwin Wenzl sei von 1955 bis 1977 der "große Baureferent" des Landes gewesen, der sich immer bewusst war, dass Bauen ein Dienst am Bürger ist und gute Straßen entscheidend für die Lebensqualität und den wirtschaftlichen Erfolg einer Region sind. Wenzl sei aber mit seinem großen Engagement für die Ansiedlung höherer Schulen in allen Bezirken und die Einrichtung der Johannes Kepler Universität ein geistiger Baumeister Oberösterreichs gewesen. Wenzl sei ein großer Modernisierer gewesen, der dem Neuen stets aufgeschlossen gegenüber stand. Pühringer erinnerte in diesem Zusammenhang an das erste Umweltschutzjahr, das bereits 1972 in Oberösterreich durchgeführt wurde. Ein ganz besonderer Erfolg gelang Erwin Wenzl ebenfalls im Jahr 1972. Er kämpfte wie ein Löwe für den Weiterbestand der Voest-Generaldirektion in Linz und war dabei erfolgreich.

 

"Oberösterreich verliert mit Erwin Wenzl einen großen Politiker und guten Menschen, ich selbst einen väterlichen Freund", so Pühringer abschließend.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

LH Pühringer zum 50. Todestag von Landeshauptmann-Stellvertreter Felix Kern: Großer Mann der ersten Stunde und Motor des Wiederaufbaus in Oberösterreich

(LK) Als großen Mann der ersten Stunde und Motor des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg würdigte gestern Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer den ehemaligen Landeshauptmann-Stellvertreter Felix Kern bei einer Kranzniederlegung in Enns anlässlich dessen 50. Todestages.

 

Felix Kern hatte das Bauressort des Landes in der wohl schwierigsten Phase unserer jüngsten Geschichte zu leiten. Auch das Oberösterreich des Jahres 1945 sei ein Trümmerfeld gewesen. Als Baureferent sei Kern zu einem ganz besonders leistungsstarken Motor des Wiederaufbaus geworden. In seine Zeit fällt nicht nur der Ausbau des oberösterreichischen Straßenwesens, sondern auch der Neubau der Landesbaudirektion auf dem Linzer Bahnhofsplatz.

 

"Kern gehört damit zu den großen Aufbauern in den schwierigen Nachkriegsjahren. Er hat mit seiner Tatkraft dazu beigetragen, dass die scheinbar unlösbare Aufgabe, dieses vom Krieg schwer gezeichnete Land aus dem Chaos zu führen, gelöst wurde. Er war sich bewusst, dass ein wirtschaftlicher Aufschwung im Nachkriegs-Oberösterreich nur dann möglich ist, wenn den Transporterfordernissen der Wirtschaft durch eine leistungsfähige Infrastruktur entsprochen wird. Daher galt dem Wiederaufbau und dem Ausbau der Infrastruktur sein ganzer Einsatz", so Pühringer.

 

Felix Kern wurde am 21. Mai 1892 in Unterweißenbach geboren. 1923 wurde er Bauerbunddirektor, 1929 zog er erstmals in die Landesregierung ein. Nach dem Anschluss 1938 wurde Kern verhaftet und kam für 13 Monate ins Konzentrationslager Dachau.


1945 wurde Kern wieder Landtagsabgeordneter und Regierungsmitglied. Nach dem Tod von Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Lorenzoni übernahm er 1947 auch die Funktion des Landeshauptmann-Stellvertreters. Diese Funktion behielt er bis zu seinem überraschenden Tod am 23. Oktober 1955, dem Tag der dritten freien Landtagswahl nach dem Krieg in Oberösterreich.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Neuer Superintendent Dr. Gerold Lehner beim Landeshauptmann

(LK) Den neuen Superintendenten der Evangelischen Kirche A.B. in Oberösterreich Dr.  Gerold Lehner begrüßte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer dieser Tage im Linzer Landhaus. Pühringer ersuchte den neuen Superintendenten um die Fortsetzung der sehr guten Zusammenarbeit zwischen evangelischer Kirche und Land Oberösterreich und des schon traditionellen ökumenischen Weges in unserem Bundesland.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

LH Pühringer: Verschiebung einer Coronarangiographie-Anlage von Linz nach Steyr ist Vorschlag des Österreichischen Bundesinstituts für Gesundheitswesen

(LK) "Die Verlegung einer der beiden Coronarangiographie-Anlagen vom AKH Linz ins LKH Steyr ist ein Vorschlag des Österreichischen Bundesinstitutes für Gesundheitswesen", betont Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. Das ÖBIG, das mit einer Studie immer die Grundlage für den Großgeräteplan liefere, attestierte Oberösterreich eine Vollversorgung mit diesen Geräten, sehe aber vor allem in der zeitlichen Erreichbarkeit und der Wegstrecke Versorgungsprobleme im Bereich Steyr und Vöcklabruck.

 

Derzeit sehe die Verteilung so aus, dass zwei Einheiten beim AKH Linz, eine bei den Barmherzigen Schwestern, eine bei den Elisabethinen und eine in der Landesfrauen- und -kinderklinik (ausschließlich für Kinderherzchirurgie) im Raum Linz vorhanden seien, zwei weitere in Wels. Das ÖBIG befürworte für den Großgeräteplan nun eine Installation je einer Coronarangiographie-Anlage in Steyr und Vöcklabruck, weil dort eine Vollauslastung zu erwarten sei. Die Voraussetzung sei laut ÖBIG aber, dass im AKH Linz bzw. in Wels ein Gerät abgebaut und nach Steyr bzw. Vöcklabruck verschoben werde.

 

"Dass man das politisch diskutieren muss, ist klar. Ich bedaure aber, dass die Linzer Vizebürgermeisterin ohne jede Rücksprache mit mir mit dieser Angelegenheit an die Öffentlichkeit gegangen ist", so Pühringer.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Landeshauptmann Pühringer zum 200sten Geburtstag von Adalbert Stifter am 23. Oktober: "Ein Weltliterat, neu entdeckt für das 21. Jahrhundert!"

(LK) Gestern vor 200 Jahren, am 23. Oktober 1805, wurde Adalbert Stifter in Horní Planá/Oberplan am nördlichen Rand des Böhmerwaldes geboren. Sein Weg führte ihn über das Stiftsgymnasium Kremsmünster, wo er eine christlich-humanistische Erziehung genoss, zum Studium nach Wien und von dort nach Linz. Hier reifte Stifter zu einer Persönlichkeit, die das kulturelle Leben unseres Landes auf vielfältige und nachhaltige Weise geprägt hat. "Gerade die Persönlichkeit Stifters zeigt, was ein Einzelner bewirken kann. Stifter hat Impulse gegeben, die das Kulturleben und Kulturschaffen unseres Landes nachhaltig geprägt haben, und zwar in allen Bereichen, von der Bildenden Kunst über die Literatur bis hinein in die Naturwissenschaften", so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. Adalbert Stifter war einer, von dem wir heute zurecht behaupten, dass er Wege bereitet hat. Er hat Einfluss genommen und Anstöße gegeben. Die Gründung der heutigen Landesgalerie und seine Initiative zur Restaurierung des Kefermarkter Flügelaltars sind nur zwei Beispiele von vielen.

 

"Stifter war heimatbewusst, aber auch weltoffen und interessiert an den Fragen seiner Zeit. Er war eine universale Persönlichkeit, die uns auch heute noch Vorbild ist: mit Sachverstand und Sinn für das Visionäre sich den Problemen der Zeit zu nähern, das hat sein Denken ausgezeichnet. Es ist auch heute noch aktuell", betont Pühringer. In diesem Sinne war die gesamte Konzeption des Stifterjahres 2005 darauf ausgelegt, die universale Persönlichkeit Adalbert Stifters in den Mittelpunkt zu stellen. "Es ist uns gelungen, Adalbert Stifter stärker ins kulturelle Geschehen hereinzuholen, zu motivieren, Stifter zu lesen und zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler zu animieren, sich mit der Persönlichkeit Stifters auseinanderzusetzen. Das Stifterjahr 2005 hat Spuren hinterlassen", so Pühringer.

 
200 Jahre nach seinem Geburtstag hat heute, Sonntag, Stifters Geburtsort Horní Planá/Oberplan ein künstlerisches Geburtstagsfest für Stifter ausgerichtet. "Ein Fest, in dem sich alle Facetten des Stifterjahres 2005 vereinen", wie Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer in seinen Grußworten betont hat. "Stifter steht grenzüberschreitend im Mittelpunkt, und zwar zeitgemäß, modern und nach vorne gewandt. Wir haben einen Weltliteraten für das 21. Jahrhundert neu entdeckt. Das Stifterjahr 2005 hat mit 'sanften Sensationen' nachhaltig überzeugt."

 

Adalbert Stifter hat seine Heimat Horní Planá/Oberplan nie vergessen. Er ist gerne und oftmals zurückgekehrt, nicht nur während seines Studiums. Zuletzt kam er kurz vor seinem Tod, im Oktober 1867, nach Horní Planá/Oberplan, wo er eine Grabtafel für seine Mutter an der Dorfkirche anbringen ließ. Auch in seinem literarischen Werk ist die Gegend um Horní Planá/Oberplan literarische Kulisse und geografischer Bezugspunkt.

 

Anlässlich des "Geburtstagsfestes" für Adalbert Stifter in Oberplan wurde noch einmal die Einzigartigkeit dieses grenzüberschreitenden Kooperationsprojektes Stifterjahr 2005 sichtbar. Insgesamt haben das ganze Jahr über 86 Partner aus Kultur, Tourismus und Medien zusammengearbeitet, 130 Veranstaltungen - darunter das Geburtstagsfest - wurden organisiert, rund 140.000 Besucher/innen gezählt.  "Diese Zahlen beweisen, dass es richtig war, das Stifterjahr zu initiieren und damit auch ein Zeichen zu setzen, wie Oberösterreich Kulturpolitik macht: wir initiieren und setzen Themen, organisieren wichtige Leitprojekte und animieren mit der Förderpolitik, sich auf anderen Ebenen mit verschiedensten Projekten diesen Themenschwerpunkten anzuschließen. So gelingt es uns, wie beim Stifterjahr, Themen landesweit und grenzüberschreitend zu einem Erfolg zu führen."

Dr.in Elisabeth Mayr-Kern (+43 732) 77 20-154 92

Landeshauptmann Pühringer: Zahlreiche Aktivitäten zum Nationalfeiertag in Oberösterreich

(LK) Im Gedenk- und  Jubiläumsjahr 2005 gibt es in Oberösterreich zum Nationalfeiertag eine Reihe von Aktivitäten, um der oö. Politiker der ersten Stunde der Zweiten Republik zu gedenken, die Leistungen der Aufbaugeneration zu würdigen und ehrenamtlich Tätige vor den Vorhang zu holen. Auch dem Bundesheer gilt besonderer Dank des Landes.

 

Am Dienstag, 25. Oktober 2005 findet um 14 Uhr im Linzer Landhaus eine Ehrung von Persönlichkeiten aus der Reihe der Heimatvertriebenen statt. "Gerade in Oberösterreich haben viele Heimatvertriebene eine zweite Heimat gefunden und mit ihrem Fleiß und ihrer Tatkraft wesentlich zum Wiederaufbau unseres Landes beigetragen", unterstreicht Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

 

Am 25. Oktober um 18 Uhr nimmt der Landeshauptmann an der Bundesheerangelobung in Tarsdorf teil. "Das Bundesheer, das heuer sein 50-jähriges Bestehen feiert, leistet in unserem Bundesland Großartiges,  besonders im Katastropheneinsatz. Dafür möchten wir gerade heuer ein besonderes Dankeschön sagen", so der Landeshauptmann.

 

Am 26. Oktober, dem Nationalfeiertag, wird mit einer Sondersitzung der Oö. Landesregierung der Einsetzung der ersten politischen Landesregierung nach dem Zweiten Weltkrieg gedacht. An der Sitzung der Landesregierung werden auch die Landtagspräsidentinnen und Klubobmänner der im Landtag vertretenen Parteien sowie ehemalige Regierungsmitglieder teilnehmen. Im Gedenken an die Politiker der ersten Stunde werden im Anschluss Kränze an den Gräbern von Landeshauptmann Dr. Heinrich Gleißner, Landeshauptmann-Stellvertreter Dr. Franz Lorenzoni, Landeshauptmann-Stellvertreter Ludwig Bernaschek und Bürgermeister Dr. Ernst Koref niedergelegt.

 
Die Leistung ehrenamtlich Tätiger in unserem Land und von Menschen mit Zivilcourage wird am Nationalfeiertag ebenfalls besonders hervorgehoben. Um 15 Uhr findet die Verleihung des "Florian 2005" statt. Eine Jury hat aus zahlreichen Nominierungen Menschen ausgewählt, die sich durch besondere Zivilcourage auszeichnen.  Um 19.30 Uhr sind rund 450 Ehrenamtliche von Vereinen und Organisationen in Oberösterreich zu einer Sondervorstellung  ins Linzer Landestheater eingeladen.

 

"Mit diesen Aktivitäten wollen wir gerade im Gedenk- und Jubiläumsjahr Zeichen setzen für Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht und ehrenamtlich wichtige Aufgaben für die Gemeinschaft wahrnehmen. Sie und ihre Leistungen wollen wir vor den Vorhang holen", unterstreicht Pühringer.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Uni-Lehrgang Überholz abgeschlossen: Zertifikate für 15 neue Holzbau-Profis

(LK) Im Oktober 2004 startete der berufsbegleitende Universitätslehrgang für Holzbaukultur "überholz" an der Kunstuniversität Linz. Nach rund 30 Ausbildungstagen, der Abgabe einer Diplomarbeit und einer Diplomprüfung haben die 15 Absolventinnen und Absolventen jetzt neben einer Menge Know-how auch die Berufsbezeichnung "Akademische Holzfachfrau bzw. Akademischer Holzfachmann" in der Tasche. Freitag, 21. Oktober, wurde den Absolventinnen und Absolventen im Rahmen einer Abschlussfeier das Diplom-Zeugnis verliehen.

 

Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl: "überholz ist ein herausragendes Beispiel, was die Vernetzung von Industrie, Kunst und unserer Wissenschaft bewirken kann. Kulturelle Kompetenz, technisches Fachwissen und der praktische Input der Unternehmen wurden sinnvoll verknüpft und bringen Entwicklungsperspektiven für die gesamte Holzbranche."

 

Holzbau-Profis, die die Wirtschaft braucht


"Mit den 15 neuen Holzbau-Profis bekommt die Wirtschaft genau die Expertinnen und Experten, die sie braucht", erklärt Landesrat Viktor Sigl und verweist gleichzeitig auf den nächsten Universitätslehrgang "überholz", der im Herbst 2006 starten wird.

 

Überholz - eine Initiative des Möbel- und Holzbau-Clusters

Der Lehrgang geht auf eine Initiative des Ordinariates Architektur und des Möbel- und Holzbau-Clusters (MHC) der OÖ. Technologie- und Marketinggesellschaft zurück, konnte durch eine enge Kooperation mit Unternehmen aus Oberösterreich durchgeführt werden und wurde vom Land Oberösterreich finanziell unterstützt. Unter der Federführung von Prof. Arch. Roland Gnaiger und Arch. Wolfgang Ritsch, gab sich im Laufe des Lehrganges die deutschsprachige Holzbauszene in Linz ein "Stelldichein" und arbeitet mit den Studierenden an zukunftsträchtigen Projekten.

 

Antwort auf den Strukturwandel

Auch Landesrat Dr. Josef Stockinger, dem der verstärkte Einsatz des Baustoffes Holz ein wesentliches Anliegen ist, unterstützte den Lehrgang maßgeblich: "überholz" gibt eine Antwort auf den sich vollziehenden Strukturwandel in der Branche. Die Zimmerermeister entwickeln sich zu modernen Holzbaubetrieben und gehen Projekte an, an die sie vor Jahren noch nicht einmal zu denken gewagt haben!"

 

Alle Infos: www.ueberholz.ufg.ac.at.

Zitate:

Prof. Roland Gnaiger, Initiator von überholz:"Laut Karl Valentin sind wir mit dem Ende des Überholzlehrganges auch am Ende der Kunst. Er hat gemeint: Kunst ist was man nicht kann, denn was man kann ist keine Kunst. Aber Valentin beiseite. Zu Recht orte ich schon Interesse an den Absolventen und Absolventinnen von überholz, denn diese haben Überblick gewonnen, (Selbst) Sicherheit und Bewusstsein für das, was im modernen Bauen mit Holz alles möglich ist. Im realisierten Holzbau wird sich dieser Zuwachs an fachlicher und kultureller Kompetenz veredeln!"

 

Georg Zenz, Holzbauunternehmer, der einen Mitarbeiter in den Lehrgang entsandte: "Mein Mitarbeiter hat einen Quantensprung in seiner Entwicklung gemacht. Ich habe die richtige Entscheidung getroffen, ihn in den Universitätslehrgang entsendet zu haben. Das Geld für die Studiengebühr ist für unser Unternehmen sehr gut investiert, da ich jeden Tag die neue, umfassendere Art zu denken und handeln mit Freude feststelle."

 

Aus der Lehrgangsleitung: "Die Studierenden haben sehr schnell begriffen, dass der Lehrgang ein Freiraum an Möglichkeiten bietet und öffnet. Nur wenn man selbst interessiert an der Zukunft ist, hat man heutzutage eine Chance, in dem Feld zu überleben. Es ging um die aktive und spielerische Auseinandersetzung mit Themen, deren Denkanstösse von den zahlreichen Top-Vorträgen  kamen. Den wichtigen, kreativen, spielerischen Entwicklungsdrang zu erkennen und ihn auch in den beruflichen Alltag mit einzubauen, ist als eines der Ziele des Lehrganges gelungen."

Gerhard Rumetshofer (+43 732) 77 20-151 02 oder 0664/144 95 63 oder Mag. Harald Hochgatterer (+43 732) 798 10 – 50 62

Weinlese in Oberösterreich

Roter Hudler aus Hofkirchen im Traunkreis


(LK) Seit den 50er Jahren betreibt der Traditions-Landgasthof Weinbauer in Hofkirchen im Traunkreis Weinbau in Oberösterreich. Zwischen 1.000 und 2.000 Liter eigener Wein werden jedes Jahr erzeugt. Bei der Lese der Sorte Roter Hudler half heuer auch Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger. Er freute sich mit den Wirtsleuten über die gute Traubenqualität durch die angenehmen Sonnentage im heurigen Herbst. Den ersten Traubensaft der heurigen Ernte gibt es bei den traditionellen Wildwochen im Landgasthof Weinbauer in Hofkirchen im Traunkreis, die bis 13. November 2005 stattfinden (Telefon Landgasthof Weinbauer: +43 7225/72 36).

Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17 oder +43 664/82 98 999

Landeshauptmann-Stellvertreter Dipl.-Ing. Erich Haider überreichte Landesauszeichnungen

(LK) Am 21. Oktober 2005 überreichte Landeshauptmann-Stellvertreter Dipl.-Ing. Erich Haider an verdiente Persönlichkeiten Landesauszeichnungen. An diesem Festakt, der in feierlichem Rahmen im Steinernen Saal des Linzer Landhauses stattfand, nahm auch die 2. Präsidentin des Oö. Landtags, Gerda Weichsler, teil.

 

Das "SILBERNE VERDIENSTZEICHEN DES LANDES OBERÖSTERREICH" erhielten:

  • Ehrenvorsitzender Josef PIERINGER, ehem. Vorsitzender des Bezirkes Vöcklabruck, aus Timelkam,
  • Vizebürgermeisterin a.D. Adele PODLAHA, Vorsitzende-Stellvertreterin des Bezirkes Wels-Stadt sowie ehem. Landesschriftführerin, aus Wels, und
  • Stadtrat a.D. Konsulent Karl POSCH, Ehrenmitglied des Landesvorstandes sowie ehem. Vorsitzender des Bezirkes Vöcklabruck, aus Vöcklabruck.

Die "VERDIENSTMEDAILLE DES LANDES OBERÖSTERREICH" erhielten:

  • Gemeinderat a.D. Franz AMMER, Vorsitzender der Ortsgruppe Nußbach, aus Nußbach,
  • Ehrenvorsitzender Franz ASPETSBERGER, ehem. Vorsitzender der Ortsgruppe Kematen/Piberbach, aus Piberbach,
  • Robert AUSTALLER, Vorsitzender der Ortsgruppe Bad Wimsbach-Neydharting sowie Vorsitzender der Bezirkskontrolle des Bezirkes Wels, aus Bad Wimsbach-Neydharting,
  • Vizebürgermeister a.D. Josef DAMBACHMAIR, Vorsitzender der Ortsgruppe Buchkirchen, aus Buchkirchen,
  • Johann DORMAYR, ehem. Vorsitzender der Ortsgruppe Leonstein, aus Leonstein, Gemeinde Grünburg,
  • Josef HABICHLER, Vorsitzender der Ortsgruppe Grünburg-Steinbach an der Steyr, aus Steinbach an der Steyr,
  • Gemeinderätin a.D. Hildegard HIRNER, Vorsitzende der Ortsgruppe Reichraming, aus Reichraming,
  • Walter KRICHERBAUER, Vorsitzender der Stadtgruppe Linz-Spallerhof sowie Vorsitzender-Stellvertreter des Bezirkes Linz-Stadt, aus Linz,
  • Ehrenvorsitzender Josef KROISMAYER, ehem. Vorsitzender der Ortsgruppe Steyr-Ennsdorf, aus Steyr,
  • Friedrich LARNDORFER, Vorsitzender der Stadtgruppe Doppl/Hart der Stadtgemeinde Leonding, aus Leonding,
  • Helga PESCHEK, ehem. Vorsitzende der Stadtgruppe Linz-Auwiesen sowie Vorsitzende-Stellvertreterin des Bezirkes Linz-Stadt, aus Linz,
  • Renate RENSCH, Vorsitzende der Ortsgruppe Wels-Puchberg, aus Wels,
  • Gemeinderätin a.D. Katharina RICHTER, Vorsitzender der Ortsgruppe Sierning, aus Sierning,
  • Friedrich RÖDHAMER, Vorsitzender der Stadtgruppe Linz-Bindermichl Volkshaus, aus Linz,
  • Kurt SCHABMAYR, Vorsitzender der Stadtgruppe Linz-Froschberg, aus Linz, und
  • Stefanie STEINER, ehem. Vorsitzender der Ortsgruppe Großraming, aus Großraming.

Bernadette Roth (+43 732) 77 20-116 34

Termine der Beratungsstellen

Jugendberatung und Jugendinformation

 

(LK) Beratung, Infos und Tipps für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, kostenlos  und persönlich.

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. +43 732/17 99: Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.athttp://www.jugendservice.at/
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. +43 7272/758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. +43 7712/357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Ried, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. +43 7752/715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: Jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. +43 7942/725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. +43 7612/17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. +43 7248/644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. +43 7262/581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservicestelle-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. +43 7289/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. +43 7252/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. +43 7242/21 14 11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. +43 7722/222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at
  • Jugendservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. +43 7672/757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mailjugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

 

Erziehungs- und Familienberatungszentrum Ried/I., Riedholzstraße 17, 4910 Ried/I.

 

(LK)Familienberatungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: +43 7752/912 Dw. 361
  • jeden Donnerstag von 17:30 bis 19:30 Uhr

Erziehungsberatungsstelle

  • Parkgasse 1, 4910 Ried
  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: +43 7752/912 Dw. 361

Familientherapeutische Beratungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: +43 732/66 64 12

Mutterberatung

  • Dienstag von 09:00 bis 12:00 Uhr, Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr

Männerberatungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • +43 732/66 64 12

Pressekonferenzen

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Pressekonferenz am 24. Oktober 2005

Sozial-Landesrat Josef Ackerl

zum Thema

"Das oberösterreichische Sozialbudget als regionaler und überregionaler Wirtschaftsimpuls"

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Rückfragen-Kontakt: Peter Binder (+43 732) 7720-151 12

Entwicklungen des Sozialbudgets

 

Das Sozialbudget des Landes hat mit den wachsenden Aufgaben eine sehr dynamische Entwicklung genommen. Finden sich im Rechnungsabschluss 1994 noch Gesamtausgaben von 193.596.006 Euro, so ist diese Zahl im Rechnungsabschluss 2004 auf 329.052.514,79 Euro gestiegen, in Summe um 69,97% oder durchschnittlich rund 7% jährlich. Auch in den nächsten Jahren soll das Sozialbudget um diese 7% steigen, um die weiterhin wachsenden Bedarfszahlen zumindest halbwegs durch Angebote bedecken zu können.

 

Leistungsbilanz des Sozialressorts

 

Die mit den jährlichen Budgetsteigerungen geschaffenen Einrichtungen und Angebote bilden eine beeindruckende Leistungsbilanz des Sozialressorts ab. Sowohl im Bereich der Menschen mit Beeinträchtigung, die mit rund 50% den Löwenanteil bei den Pflichtausgaben des Sozialbudgets einnehmen, als auch für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen und bei der Altenpflege konnten die Angebote nicht nur quantitativ und qualitativ ausgebaut werden, es gelang in allen Bereichen eine stärkere Regionalisierung der Angebote und Einrichtungen. Durch die Schaffung der dezentralen Einrichtungen sind sowohl die investiven als auch die laufenden Kosten, die das Sozialressort jährlich in den Regionen trägt, zu einem nicht zu unterschätzenden Wirtschaftsimpuls für die einzelnen Bezirke und für das Land als Ganzes geworden. "Es war und ist unser vorrangiges Ziel, die sozialen Angebote näher zu den Menschen zu bringen, die sie brauchen!" betont Sozial-Landesrat Josef Ackerl. "Wenn dadurch die regionalen Wirtschaftstreibenden, die Nahversorger und der ländliche Raum insgesamt zusätzlich von den eingesetzten Mitteln profitieren, macht unsere Arbeit doppelt Sinn!"

 

Beispiel 1: Altenpflege und -betreuung

 

Obwohl das Sozialressort in der Altenpflege und -betreuung sich der Strategie "mobil vor stationär" verschrieben hat, hat sich im Bereich der Alten- und Pflegeheime in den letzten Jahren viel getan - und wird sich auch weiterhin viel tun. In den letzten zehn Jahren wurden rund 4600 Plätze in Oberösterreichs Heimen saniert oder neu errichtet, um der Zielvorgabe - 90% Wohneinheiten für Einzelpersonen - näher zu kommen. 2004 lebten bereits 73% aller Heimbewohner/innen in solchen Einzelwohneinheiten. Dank der gemeinsam mit dem Wohnbauressort neu geschaffenen Finanzierungsform soll die "Erneuerungs- und Neubaurate" auf jährlich 800 Plätze (derzeit rund 500) angehoben werden. 2004 hat das oberösterreichische Sozialressort für die Investitionen in den Alten- und Pflegeheimen 9,269.020 Euro ausgegeben:

 

Altenheim-Investitionsförderung 2004

Bezirk

Förderung

Braunau

995.000,00 EUR

Eferding

548.495,00 EUR

Freistadt

812.250,00 EUR

Gmunden

33.750,00 EUR

Grieskirchen

600.000,00 EUR

Kirchdorf

400.000,00 EUR

Linz-Land

200.000,00 EUR

Linz-Stadt

2.095.235,00 EUR

Perg

670.690,00 EUR

Ried i.I.

700.000,00 EUR

Schärding

345.000,00 EUR

Steyr-Stadt

520.000,00 EUR

Urfahr-Umgebung

200.000,00 EUR

Vöcklabruck

270.000,00 EUR

Wels -Land

400.000,00 EUR

Wels-Stadt

478.600,00 EUR

Summe Oberösterreich

9.269.020,00 EUR

 

Bei den investierten Beträgen handelt es sich zumeist um Zu- oder Umbauten oder Errichtungen. Durch die Zuständigkeit der Sozialhilfeverbände wird sichergestellt, dass dieses Geld der regionalen Wirtschaft zugute kommt. Für 2005 sind im Investitionsbereich der Alten- und Pflegeheime 10,350.500 Euro vorgesehen.

 

Wie bei den Investitionskosten bei den Alten- und Pflegeheimen übernimmt das Land auch wesentliche Kostenanteile bei den regional geschaffenen Mobilen Diensten, und zwar 100% der Nettokosten bei der Hauskrankenpflege und 50% der Nettokosten bei der Mobilen Betreuung und Hilfe. Damit wird regional Beschäftigung und in weiterer Folge natürlich regionales Einkommen geschaffen.

 

Tabelle: Ausgaben für die Hauskrankenpflege

 

Tabelle: Ausgaben für Mobile Betreuung und Hilfe

 

Beispiel 2: Hilfe für Menschen mit Beeinträchtigungen

 

Im Bereich der Angebote für Menschen mit Beeinträchtigungen erbringen verschiedene Anbieter die Leistungen dezentral für das oberösterreichische Sozialressort, wobei das Land einen Großteil der Kosten trägt. Die dezentralen Strukturen stellen sicher, dass die regionale Wirtschaft bei der Erbringung von Zusatzleistungen - Lebensmittelkauf, Reparaturen usw. - zum Zug kommt.

 

2004 wurden den Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigungen Leistungen im Wert von 198.154.882 Euro abgegolten, davon rund 80% bzw. 159.749.242 Euro vom Sozialressort des Landes, der Rest durch Erträge u.a. vom Bund, anderen Bundesländern oder Sozialversicherungsträgern. Der überwiegende Teil des Landesanteils wird im Wege der Sozialhilfeverbände zu 45% auf die Gemeinden umgelegt. Die Personalkosten für die Mitarbeiter/innen vor Ort - in Summe 154.647.005 Euro - wurden ebenfalls zu rund 80% (124.630.737 Euro) durch das Sozialressort gedeckt. Alleine für Lebensmittel und Verpflegung der betreuten Personen wurden - wiederum zum Wohle der regionalen Wirtschaft - 5.550.673 Euro aufgewendet, davon wurden rund 79% oder 4.396.183 Euro durch das Sozialressort des Landes abgegolten. Insgesamt sind in diesem Bereich übrigens über Oberösterreich verteilt 5484 Personen beschäftigt (3839 Vollzeitäquivalente), davon 4312 im Betreuungsbereich (3019 Vollzeitäquivalente).

 

Beispiel 3: Landespflegegeld

 

Mit dem Stichtag 31.12.2004 gab es 7921 Menschen in Oberösterreich, die das oberösterreichische Landespflegegeld bezogen, davon 5220 weiblich und 2701 männlich. In Summe wurden 40.020.304,29 Euro an oberösterreichischem Landespflegegeld ausbezahlt, wobei 35% (13.995.216,77 Euro) über eine Umlage von den Gemeinden getragen werden. "Dies ist eine wichtige Entlastung für die Betroffenen, die sich ansonsten viele Pflegeleistungen nicht leisten könnten!" so Ackerl. "Gleichzeitig schafft aber auch dieses Geld Beschäftigung und zusätzliche Konsummöglichkeiten in den Regionen!" Mit den Zuwendungen für pflegende Angehörige wurde eine weitere Unterstützung für die betroffenen Familien geschaffen. Diese Aktion ist allerdings erst im Anlaufen, bislang wurden knapp 20.000 Euro ausbezahlt.

 

Regionalisierung und Ausbau als zusätzlicher Wirtschaftsimpuls

 

Die angeführten Bereiche der Tätigkeit des Sozialressorts sind beispielhaft, wie sehr sich das Sozialbudget des Landes positiv auf die Menschen und die Regionen unseres Bundeslandes auswirkt. Weitere Beispiele sind die regional geschaffenen Kinderbetreuungseinrichtungen, deren Finanzierung vor kurzen durch ein neues Fördermodell auf eine bessere Basis gestellt wurden. Sie schaffen einerseits Arbeitsplätze, andererseits auch ein Arbeitskräfteangebot durch die "freigespielten" Eltern. Ein ebenfalls für die regionale Wirtschaft nicht zu vernachlässigender Faktor sind die Einrichtungen für Asylwerber in der Grundversorgung. Gemeinsam mit den NGOs ist es hier gelungen, ebenfalls zahlreiche kleine, dezentrale Einheiten zu schaffen, die regional schwach ausgelastete oder gar vom Zusperren bedrohte Wirtshäuser genauso fördern wie den regionalen Lebensmittelhandel. "Die Landkarten der Sozialen Einrichtungen zeigen deutlich, dass es uns gelungen ist, die Angebote zu den Menschen zu bringen!" so Ackerl. Diese Einrichtungen bedeuten aber auch Arbeitsplätze und Einkommen und einen nicht unwesentlichen Beitrag für das Überleben der Nahversorger und der regionalen Wirtschaft. "Das Sozialressort ist durch seine Strategie des dezentralen Ausbaus seiner Angebote ein wichtiger Faktor für die Aufrechterhaltung der Infrastruktur und der Lebensqualität im ländlichen Raum!" so Sozial-Landesrat Josef Ackerl. "Das sollte - neben der Tatsache, dass wir an den wachsenden sozialen Bedürfnissen der Menschen nicht vorbeikommen - bei allen Diskussionen rund um die Höhe und die Steigerungen des oberösterreichischen Sozialbudgets nie vergessen werden!"

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