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Landeskorrespondenz Nr. 246 vom 21. Oktober 2005

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LH Pühringer bei der Eröffnung des Bundesschulzentrums Rohrbach: Höhere Schulen wichtige Bildungszentren im ländlichen Raum

(LK) Die Bedeutung von höheren Schulen als Bildungs- und Kulturzentren für den ländlichen Raum unterstrich Landeshauptmann Dr.Josef Pühringer bei der Eröffnung des Bundesschulzentrums Rohrbach am 20.Oktober 2005. „In Oberösterreich bemühen wir uns gerade bei den höheren Schulen um eine möglichst gerechte Verteilung der Bildungschancen im ganzen Land. Alleine in den letzten Jahren ist es in Verhandlungen mit dem Bund gelungen, dass sieben neue höhere Schulen entstanden sind“,  so Pühringer.

 

Das Bundesschulzentrum Rohrbach beherbergt die berufsbildenden Schulen Handelsakademie, Handelsschule sowie die Höhere Lehranstalt und Fachschule für wirtschaftliche Berufe. Bei letzteren liegen die Ausbildungsschwerpunkte auf Ernährungs- und Betriebswirtschaft, Gesundheit und Soziales sowie Umweltökonomie. Gemeinsam verfügen alle berufsbildenden Schulen über 42 Tagesklassen und zwei Klassen für Berufstätige am Abend. 107 Lehrerinnen und Lehrer unterrichten rund 1.200 Schülerinnen und Schüler.

 

Im Ensemble mit dem Stadtsaal CENTRO, einer Turnhalle, die auch als Veranstaltungszentrum genutzt wird, und dem Gymnasium Rohrbach ist auch architektonisch ein neuer städtebaulicher Akzent gesetzt worden. „Das Bundesschulzentrum ist ein aktuelles Beispiel, wie der Schulbau auf neue Anforderungen in der Bildung reagiert. Hier wird qualitätsvoller Unterricht in qualitativ hochwertiger Architektur verwirklicht“, betonte Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer.


In Oberösterreich gibt es derzeit 48 AHS-Standorte, 28 Standorte von humanberuflichen Lehranstalten inklusive Fachschulen, 18 HAK- oder HASCH-Standorte sowie 17 HTL-Standorte. Die Zahl der Maturanten hat sich in den letzten 40 Jahren mehr als vervierfacht, von 1.382 im Jahr 1965 auf 5.791 im heurigen Jahr.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

OÖ. Gentechnik-Vorsorgegesetz wird nächste Woche in Brüssel vorgelegt

Oberösterreich soll im agrarischen Pflanzenbau möglichst unverfälscht bleiben

 

(LK) Der zuständige Landtagsausschuss hat das OÖ. Gentechnik-Vorsorgegesetz gestern abend zu Ende beraten. Letzte Formulierungen werden noch abgestimmt, sodass in der kommenden Woche der von allen vier Landtagsparteien getragene Gesetzesentwurf zur Notifizierung in Brüssel vorgelegt werden kann. Ziel des Gentechnik-Vorsorgegesetzes ist es, Oberösterreichs Naturhaushalt als Produktionsgrundlage der heimischen Landwirtschaft frei von unbedachten gentechnischen Verunreinigungen zu halten. Im Landtagsausschuss wurden die wesentlichen Dinge einvernehmlich beraten. Zur Zeit erfolgt ein letzter legistischer Feinschliff, berichten Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger und Umwelt-Landesrat Rudi Anschober.

 

Weil die EU ein für das ganze Landesgebiet geplantes generelles Anbauverbot für gentechnisch veränderte Pflanzen abgelehnt hatte, geht Oberösterreich jetzt diesen differenzierten Weg. Am Ziel ändert sich nichts, betonen die beiden zuständigen Landesräte Stockinger und Anschober: "Oberösterreich soll im agrarischen Pflanzenbau möglichst unverfälscht bleiben".

Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17

Sprechtage

Sprechtage für die Woche vom 24. Oktober bis 28. Oktober 2005

  • Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
    am 25. Oktober 2005 von 08.30 - 10.30 Uhr, und am 28. Oktober 2005 von
    08.00 - 09.30 Uhr (0732/7720/11100), Landhaus

  • Landesrat Josef Ackerl
    nur gegen Voranmeldung (0732/7720/15110), Altstadt 30

  • Landesrat Dr. Josef Stockinger
    nur gegen Voranmeldung (0732/7720/11111), Landhaus

  • Landesrat Rudolf Anschober
    nur gegen Voranmeldung (0732/7720/12083), Büro LR Anschober

Claudia Jungwirth (+43 732) 77 20-116 22

Termine der Beratungsstellen

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Montag, 24. Oktober 2005, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle, Jungmairgasse 1 von 8:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Peuerbachstraße 26, von 8:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Kärntnerstraße 16, von 08:30 bis 12:30 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, sowie in der Bezirkshauptmannschaft Eferding, Stadtplatz 1 (Sparkassengebäude, 3. Stock), von 08:00 bis 12:00 Uhr, sowie in der Bezirkshauptmannschaft Schärding, Außenstelle Pramhöhe, 4780 Schärding, von 8:00 bis 13:00 Uhr, statt.

 

Beratungen im Eltern-Kind-Zentrum Ried

 

(LK) Das Eltern-Kind-Zentrum Ried i.I., Riedholzstraße 17, Eingang Nord bietet folgende Beratungen an:

 

Elternsprechstunde:

  • jeden Donnerstag von 13:00 bis 17:00 Uhr (Tel. +43 7752/912-361)

Beratung von Eltern mit behinderten Kindern:

  • jeden 3. Dienstag im Monat von 9:30 bis 11:00 Uhr (Tel. +43 7752/912-361)

Zivildienst-Beratung

 

(LK) Beratungen und aktuelle Infos für künftige und aktive Zivildienstleistende sowie Zivildiensteinrichtungen in Linz, Amt der Oö. Landesregierung, LandesJugendReferat, Bahnhofplatz 1, 0732 / 7720-15265. Beratungen finden montags von 14.00 -17.00 Uhr statt.

 

Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft/KiJA

 

(LK) Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen. Auskünfte und Informationsmaterialien zu Kinder- und Jugendthemen.
Vertraulich und kostenlos.
KiJA/Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft, Tel: +43 732/77 97 77
http://www.kija.at, e-mail: kija@ooe.gv.at, 4021 Linz, Promendade 37
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, von 10:00 - 12:00 Uhr
Montag, Dienstag und Donnerstag von 14:00 - 16:00 Uhr.

 

Oö. Patienten- und Pflegevertretung

 

(LK) Das Büro der Oö. Patienten- und Pflegevertretung in Linz, Bahnhofsplatz 1 (Tel. +43 732/77 20-142 15) ist am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 7:30 bis 17:00 Uhr sowie am Freitag von 7:30 bis 13:00 Uhr besetzt. In diesem Büro hält ein Oö. Patientenvertreter einmal pro Woche gegen telefonische Voranmeldung einen Sprechtag ab. 

 

EU-Auskünfte

 

(LK) Kostenlose Auskünfte zum Themenbereich EU und EWR gibt es im Info-Point-Europa, Amt der Oö. Landesregierung, Altstadt 30, 4010 Linz, Tel. +43 732/77 20-140 20, Fax: +43 732/77 20-140 22.

 

Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige

 

(LK) Das Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige in 4050 Traun, Oberer Flötzerweg 1 bietet Erstkontakte für eine ambulante oder stationäre Therapie, Beratung für Angehörige, Psychotherapie sowie nachstationäre Behandlung. Telefonische Terminvereinbarungen von Montag bis Freitag in der Zeit von 9:00 bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer +43 7229/644 36-36 erbeten. 

 

Reisemedizinische Beratungsstelle

 

(LK) Um möglichen gefährlichen Erkrankungen bei Fernreisen vorbeugen zu können, hat die Landes-Sanitätsdienstabteilung Linz, Bahnhofsplatz 1, Montag bis Freitag von 10:00 bis 13:00 Uhr sowie Dienstag zusätzlich von 15:00 bis 18:00 Uhr eine "Reisemedizinische Beratungsstelle" eingerichtet, die über wichtige Vorsorge-Impfungen bei Reisen in ferne Länder informiert und Impfungen durchführt. Info-Telefon: +43 732/77 20-141 07.
 

Oö. Schulservice

 

(LK) In der Schulservicestelle des Landesschulrates für Oberösterreich können sich Schüler, Eltern und Lehrer informieren und beraten lassen. Rat und Hilfe in allen Schulfragen erteilen jeweils Montag bis Freitag Elisabeth Messner (Tel. +43 732/70 71-91 21) und Mag. Gertraud Schwarzmair (Tel. +43 732/70 71-91 22).

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Pressekonferenz am 21. Oktober 2005

Landesrat Dr. Josef Stockinger, Mag. Karl Pramendorfer, (Vorstand OÖ. Tourismus) Karl Ploberger,
(Beiratsvorsitzender der Landesgartenschauen) und Bürgermeister Johann Grasl (Bad Hall)


zum Thema

"Bilanz der Landesgartenschau 2005 Bad Hall - Ein Park blüht auf"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:

Harald Schöndorfer, Vizebürgermeister der Stadtgemeinde Bad Hall Gerhard Lederer,

Tourismusdirektor Bad Hall Mag. Martin Selinger, Projektmanagement Landesgartenschau, Oö. Tourismus

Rückfragen-Kontakt:

Ing. Walter Silber (+43 732)-77 20-111 17 oder +43 664/82 98 999
Elisabeth Kierner (+43 732)-72 77-123 oder +43 664/30 30 444

400.000 Besucher begeistert von der Oö. Landesgartenschau 2005

 

Zu einer wahren Erfolgsgeschichte entwickelte sich die Oö. Landes-gartenschau 2005 "Bad Hall - Ein Park blüht auf". Mit heutigem Tag (21.10.2005) sind 380.000 Besucher registriert. Bis zum letzten Gartenschautag am Mittwoch, den 26. Oktober 2005 werden 400.000 Gäste in Bad Hall erwartet. Das ist doppelt so viel Besucherzustrom, als ursprünglich erwartet wurde. Landesrat Dr. Josef Stockinger ist als Regierungsmitglied für die Landesgartenschauen zuständig und zieht Bilanz: "400.000 Besucher sind eine echte Erfolgsgeschichte. Die Landesgartenschau in Bad Hall hat außerdem einen starken Wirtschaftsimpuls für die Region ausgelöst. Das zeigen der Gästezuwachs von 38,4 % und ein Nächtigungsplus von 4,5 %". Die Landesgartenschau Bad Hall war in diesem Sommer nicht nur ein Turbo für den regionalen Tourismus, sondern auch eine Leistungsschau der heimischen Gärtner als Impulse für die Gestaltung von Lebensräumen und Grünzonen im Privatbereich sowie im öffentlichen Bereich.

 

150 Jahre alter Kurpark als Zugpferd

 

In Bad Hall endet am 26. Oktober 2005 Österreichs größte Gartenschau. Im 150 Jahre alten Kurpark mit 27 ha Fläche waren 29 Themengärten angelegt. 3.000 m2 Blumenbeete und 5.000 m2 Staudenbeete brachten mehr als 300.000 Blumen und Pflanzen zwischen April und Oktober zum Blühen. Die Landesgartenschau 2005 entwickelte sich zum Ausflugsziel für die ganze Familie. 100 Spielgeräte, Streichelzoo und 3 große Spielplätze in Verbindung mit Gartenkunst (mit 150 hochwertigen Eisenskulpturen) sorgten für einen abwechslungsreichen und spannenden Aufenthalt. Im Durchschnitt blieb jeder Besucher 2,7 Stunden auf der Landesgartenschau. Die 2.000 Konzerte, Vorträge, Seminare, Ausstellungen und Events haben in diesen 6 Monaten für weitere attraktive Schwerpunkte gesorgt.

Besucherstromanalyse: 83 % kommen auch 2007 zur Landesgartenschau

 

Eine Besucheranalyse (durchgeführt von Spectra zwischen 16. Juli und 24. September bei 1.000 Personen) bestätigt die hohe Zufriedenheit mit der Landesgartenschau 2005. Bestnoten gab es für die Gestaltung des Geländes (1,35 nach dem Schulnotensystem), für die Vielfalt der ausgestellten Blumen und Pflanzen (Schulnote 1,5) sowie für das Angebot für Familien mit Kindern (Schulnote 1,33). Die Besucherstromanalyse nach dem Geschlecht ergibt eine Verteilung von 45 % Männern und 55 % Frauen. Die Frauen waren auch die treibenden Kräfte für den Ausflug nach Bad Hall. 57 % der Tagesbesucher geben als wichtigsten Grund für den Besuch der Landesgartenschau "Interesse für Garten und Natur" an. Weitere 27 % definierten sich als Hobby-Gärtner, die sich Anregungen für den eigenen Garten holten.

 

Die Besucheranalyse gibt auch Auskunft über Interesse an künftigen Landesgartenschauen: 24 % der Besucher von Bad Hall geben an, "ganz sicher" auch die nächste Gartenschau zu besuchen, weitere 59 % werden dies "wahrscheinlich" tun.

 

Oberösterreicher als Ausflugsweltmeister bestätigt

 

70 % der individuell reisenden Tagesausflugsgäste kamen aus Oberösterreich, die restlichen 30 % überwiegend aus den angrenzenden Bundesländern. Auch die organisierten Gruppen-Ausflüge kamen zu 45 % aus dem eigenen Bundesland, die restlichen Gruppen aus einem Umkreis von maximal 200 Kilometern rund um Oberösterreich (NÖ, Stmk, Sbg. Bayern). "Die optimale Aufbereitung des Angebotes und die ideale Kombinationsmöglichkeit der Landesgartenschau mit anderen beliebten Freizeitaktivitäten (z.B. Kulinarik, Therme, Museen und andere Freizeiteinrichtungen) trugen wesentlich dazu bei, dass viele Einheimische das Angebot nutzten," ist Mag. Karl Pramendorfer überzeugt.

 

Auch im Tagesausflugsbereich sorgte die Landesgartenschau für enorme Wertschöpfung in der Region. Ein erster Stimmungsbericht aus der Gastronomie rund um Bad Hall liefert ein sehr positives Bild. Desgleichen zeigen sich die Gäste höchst zufrieden mit der Landesgartenschau. Das bestätigen die Ergebnisse der Besucherbefragung. "Gerade für Gruppenreisen war die Landesgartenschau ein beliebter Baustein im Tagesausflugsprogramm," erklärt Pramendorfer. Die hohe Zufriedenheit mit dem Angebot - vor allem auch mit den pauschal angebotenen Gruppenprogrammen - resultierte aus den Faktoren ausreichend Zeit für die blühende Schau, kulinarischer Genuss und Besuch anderer Freizeiteinrichtungen.

 

Mehr als 32.000 Gruppentickets und über 35.000 Familientickets wurden während der Dauer der Landesgartenschau in Bad Hall verkauft, 333 Führungen bislang abgehalten. Für viele Busreiseveranstalter, Vereinsobmänner und andere Organisatoren von Gruppenausfahrten lieferten die Informationsbroschüren und Angebotsbausteine des OÖ. Tourismus wertvolle Planungsinformationen. "Die langfristige Vorbereitung im touristischen Marketing, insbesondere in der Produktentwicklung und der gezielten Bewerbung, brachte die gewünschten Erfolge," resümiert Pramendorfer. Auch die offensive mediale Begleitung fand entsprechend Aufmerksamkeit, wurde in der Besucherbefragung als "wichtigste Informationsquelle" genannt.

 

Das blühende Image soll nun nachhaltig wirken. Durch die Nutzung der bestehen bleibenden Parklandschaft im Kurpark und dem Slogan "die blühendste Therme" erwartet sich Bad Hall künftig regen Zustrom, sowohl von Tagesausflugs- als auch von Nächtigungsgästen.

 

Kurpark Bad Hall wird auch in den nächsten Jahren genutzt

 

Die Gesamtinvestitionen (Projektkosten) der Landesgartenschau 2005 Bad Hall betragen 5,992 Millionen Euro, wobei 3, 882 Millionen Euro vom Land Oberösterreich übernommen wurden. "Die Oö. Landesgartenschau in Bad Hall hat über die Grenzen Oberösterreichs hinaus ein Zeichen gesetzt, wie eine solche Gartenschau finanziell und organisatorisch abgewickelt werden kann", sagt Karl Ploberger, Beiratsvorsitzender der Landesgartenschauen in Oberösterreich. Das Motto "Der Park blüht auf" hat sich als Botschaft entwickelt, die beim Publikum angekommen ist. Der Schwerpunkt, auf eine "blühende" Schau zu setzen, ist voll aufgegangen. Ploberger: "Den Blumenliebhabern und Gartenfreunden ist besonders wichtig, dass eine Gartenschau keinen Einmaleffekt darstellt, sondern nachhaltig wirkt. Gerade in Bad Hall ist das gelungen". Das bestätigen die Besucheranalysen: 35 % der Gäste waren Mehrfachbesucher der Landesgartenschau.

 

In Bad Hall konnte mit der Ausrichtung der Landesgartenschau auch ein historisch wertvoller Kurpark gerettet und auf Jahre hinaus saniert werden. Ploberger: "Es liegt nun an den Verantwortlichen, das ungeheure Interesse an dem 150 Jahre alten Park wach zu halten und für die nächsten Jahre zu nützen".

 

Langfristige Nutzungskonzepte im Sinne einer Nachhaltigkeit des investierten Geldes sind der Grundauftrag an jede Landesgartenschau. Darauf hat Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer  bei der Neuausrichtung der Landesgartenschauen Wert gelegt. Demnach müssen 70 % der Einrichtungen und Infrastruktur einer Landesgartenschau für mindestens 5 Jahre für die Besucher erhalten bleiben und zugänglich sein. (Beispiele: Spielgeräte, Wege, Parkanlagen, Erholungseinrichtungen, Sitzgruppen, Gartenbeete)

 

Die Landesgartenschauen in den nächsten Jahren

 

Oberösterreich wird sich künftig mit Niederösterreich bei der Ausrichtung der Gartenschauen abwechseln. In den geraden Jahren wird Niederösterreich eine Gartenschau anbieten, in den ungeraden Jahren Oberösterreich. Für Oberösterreich sind bereits in der konkreten Planung:

  • 2007: Landesgartenschau Vöcklabruck "Wo Gärten Brücken schlagen". Konzipiert als Tor zum Salzkammergut wird auf einer Gesamtfläche von 18,5 ha die Stadt Vöcklabruck aufblühen. Die Vernetzung vorhandener Grün- und Freiräume in Verbindung mit bestehenden Parkanlagen und einer eigenen Blumenhalle wird ab 20. Mai 2007 die Gartenfreunde begeistern.
  • 2009: Landesgartenschau Bad Schallerbach "Botanica". Die Landesgartenschau im Jahr 2009 ist in Oberösterreich für den Kur- und Tourismusort Bad Schallerbach im Bezirk Grieskirchen konzipiert. Unter dem Titel "Botanica" wird das Land Oberösterreich gemeinsam mit der Gemeinde Bad Schallerbach und der Eurotherme im Kurpark Bad Schallerbach auf 22 ha eine stark auf Familienerlebnis ausgerichtete Gartenschau anbieten. Gesundheit und Natur werden im Vordergrund stehen.

Ausschreibungen für die Landesgartenschauen 2011 bis 2015

 

Auch über das Jahr 2009 hinaus werden Landesgartenschauen konzipiert. Noch im November 2005 erfolgt die Ausschreibung an die oö. Gemeinden für die mögliche Austragung der nächsten Landesgartenschauen in den Jahren 2011, 2013 und 2015, teilt Landesrat Stockinger mit.

 

Studie über Umwegrentabilität und Besucherbefragung

 

Die Erfahrungen, die im Rahmen der Landesgartenschau 2005 in Bad Hall gemacht wurden, fließen auch in die künftigen Planungen ein. Landesrat Stockinger hat bei Professor Dr. Friedrich Schneider von der Linzer Kepler Universität eine Studie über die Umwegrentabilität einer Landesgartenschau am Beispiel Bad Hall in Auftrag gegeben. Diese wird im Frühjahr 2006 vorliegen. Der Tourismuslandesverband wird aufgrund von Besucherumfragen die Ergebnisse bei den weiteren Landesgartenschauen optimal nutzen. Bereits jetzt in der Vorbereitungsphase für die Landesgartenschau 2007 in Vöcklabruck ist der OÖ. Tourismus aktiv eingebunden. Unterstützt werden die Tourismusverantwortlichen und Tourismusbetriebe vor Ort mit Know-how, insbesondere in der Produktgestaltung und Bewerbung. Denn die Berücksichtigung auf lange Vorlaufzeiten für Busunternehmen und Gruppenreiseveranstalter hat sich in Bad Hall als äußerst positiv gestaltet und soll auch für Vöcklabruck entsprechend genutzt werden. Pramendorfer: "Für Vöcklabruck liegt die Latte sehr hoch. Wir werden 2007 nur dann an den Erfolg anschließen können, wenn die Betriebe im Salzkammergut stark eingebunden sind und von der Bedeutung des Themas ebenso überzeugt sind wie wir".

 

Noch fünf Tage gratis zur Landesgartenschau Bad Hall

 

"Für Letztentschlossene und Wiederholungsbesucher bietet sich noch fünf Tage bis Mittwoch, den 26. Oktober 2005 die Chance, die Landesgartenschau Bad Hall "Ein Park blüht auf" zu besuchen. Seit 19. Oktober ist der Eintritt frei", sagt Johann Grasl, Bürgermeister der Stadtgemeinde Bad Hall. Ein beeindruckender Schlusspunkt wird der Abschlusstag sein. Am 26. Oktober lädt um 17.00 Uhr die Stadtkapelle Bad Hall zu einem Konzert, um 17.30 Uhr startet der Schlussakt der Landesgartenschau 2005 mit Landesrat Dr. Josef Stockinger und Bürgermeister Johann Grasl. Ein Höhepunkt ist ein großes Klangfeuerwerk um 19.30 Uhr im Kurpark.

 

Zur Zeit präsentiert sich Vöcklabruck und macht bei der Landesgartenschau Bad Hall bereits Gusto auf das Jahr 2007, wo die nächste Landesgartenschau unter dem Motto "Wo Gärten Brücken schlagen" in der Stadt Vöcklabruck stattfindet.


 Kurzüberblick Landesgartenschau 2005

  • 22. April bis 26. Oktober 2005 (6 Monate)
  • 400.000 Besucher
  • Einzugsgebiet bis 200 km
  • 35.000 Familientickets
  • 32.000 Gruppentickets
  • 38,4 % Gästezuwachs in der Region
  • 4,5 % Nächtigungsplus in der Region
  • Besucherumfrage: Bestnoten für Gestaltung (1,35), Vielfalt (1,5) und Familientauglichkeit (1,33)
  • 2,7 Stunden durchschnittliche Verweildauer pro Besucher
  • Ausstellungsdetails:
    • 27 ha Fläche
    • 150 Jahre alter Kurpark
    • 29 Themengärten
    • 3.000 m2 Blumenbeete
    • 5.000 m2 Staudenbeete
    • 300.000 Blumen und Pflanzen
    • 100 Spielgeräte
    • 100 hochwertige Gartenkunst-Skulpturen
    • 2.000 Konzerte, Vorträge, Seminare, Ausstellungen, Events

Kurzüberblick Landesgartenschau 2005

  • 22. April bis 26. Oktober 2005 (6 Monate)

  • 400.000 Besucher

  • Einzugsgebiet bis 200 km

  • 35.000 Familientickets

  • 32.000 Gruppentickets

  • 38,4 % Gästezuwachs in der Region

  • 4,5 % Nächtigungsplus in der Region

  • Besucherumfrage: Bestnoten für Gestaltung (1,35), Vielfalt (1,5) und Familientauglichkeit (1,33)

  • 2,7 Stunden durchschnittliche Verweildauer pro Besucher

  • Ausstellungsdetails:

  • 27 ha Fläche

  • 150 Jahre alter Kurpark

  • 29 Themengärten

  • 3.000 m2 Blumenbeete

  • 5.000 m2 Staudenbeete

  • 300.000 Blumen und Pflanzen

  • 100 Spielgeräte

  • 100 hochwertige Gartenkunst-Skulpturen

  • 2.000 Konzerte, Vorträge, Seminare, Ausstellungen, Events

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Pressekonferenz am 21. Oktober 2005

Landesrat Dr. Hermann Kepplinger


zum Thema

"Evaluierung des Remisenhof-Projektes: Hat frauen- und alltagsgerechtes Bauen und Wohnen Zukunft?"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:

Mag. Wolfgang Schön, Geschäftsführer der WAG Mag.ª Claudia Hahn,
Soziologin und Autorin der Evaluierungsstudie Johanna Priechenfried, Bewohnerin des Remisenhof-Projektes

Rückfragen-Kontakt:

Mag.ª Sabrina Hebenstreit (+43 732) 7720-120 43

Frauen- und alltagsgerechtes Wohnen am Beispiel Remisenhof

 

Mit dem Remisenhof Urfahr wurde in der Stadt Linz erstmals ein Projekt zum alltags- und frauengerechten Wohnbau realisiert. Seit 2001 leben in der ehemaligen ESG Remise Urfahr auf rund 7.000 Quadratmetern Familien, Singles, Alleinerzieher/innen, Paare, Senior/innen und Student/innen in insgesamt 113 nach einem alltags- und frauengerechten Konzept erbauten Wohnungen.

 

In einem anonymen, geladenen Expertinnenverfahren unter der Themenvorgabe "alltags- und frauengerechtes Wohnen" mit klar definierten Kriterien gingen als Preisträgerinnen die Architektinnen DI.in Marlies Binder und DI.in Heide Mühlfellner für ihre eingereichten Konzepte hervor. Als Bauträger trat die WAG, WohnungsanlagengesellschaftmbH Linz auf.

 

Besonderheiten des frauen- und alltagsgerechten Wohnens

 

Frauengerechtes Bauen und Wohnen soll dazu beitragen, die alltägliche Lebenssituation zu erleichtern und die verschiedenen Tätigkeitsfelder besser vereinbar zu machen. Vor allem soll es partnerschaftliches und gleichberechtigtes Wohnen ermöglichen und Freiräume für Selbstbestimmung bieten.

 

Lebens- und Familienformen haben sich geändert, unsere Gesellschaft ist geprägt von einer großen Vielfalt an Lebens- und Haushaltssituationen. Diese Vielfalt drückt sich auch in stark differenzierten Wohnbedürfnissen aus. Frauengerechter Wohnbau soll die Veränderung der Rollen von Frau und Mann unterstützen und den neuen Lebensformen angemessene Räume geben.

 

Frauengerechter Wohnbau ist an Fraueninteressen und an den Erfordernissen des Alltags orientierter Wohnbau und ist somit auch alltagsgerechter Wohnbau, der nicht nur für Frauen, sondern für alle Wohnenden gedacht ist.

 

Welche Kriterien sind bei solchen Wohnprojekten zu beachten?

 

Den frauengerechten Wohnbau gibt es seit Beginn des 20. Jahrhunderts.

 

Für das Projekt Remisenhof Urfahr wurden unter anderem folgende Kriterien in die Planung miteinbezogen, die sich auf die drei Bereiche Wohnung, Wohngebäude und Wohnumfeld beziehen.

  • Wohnung: Planung von flexiblen, variablen Wohnungsgrundrissen, da sich Haushaltsstrukturen verändern. Die Küche soll als zentraler Arbeits-, Wirtschafts- und Gemeinschaftsraum geplant werden, möglichst mit Zugang zu Loggia bzw. Balkon oder Terrasse, mit ausreichend Licht und Luft. Das Badezimmer soll groß sein, um als Hausarbeitsraum und Erholungsort genutzt werden zu können, nach Möglichkeit natürlich belichtet und belüftet.
  • Wohngebäude: Für den Wert des Wohnens und die Qualität des sozialen Raumes sind der Gebrauchswert, die Gestaltungsqualität und der kommunikative Charakter des Wohngebäudes wesentlich. Schaffung möglichst vieler "sozialer Augen" in alle Richtungen und Verhinderung "baulicher Angsträume" (übersichtliche und gut beleuchtete Stiegenhäuser, große Abstellflächen und -räume für Kinderwägen und Fahrräder: ebenerdig, barrierefrei und nahe dem Eingangsbereich).
  • Wohnumfeld: Schaffung einsehbarer Hauseingänge mit guter Beleuchtung und transparenter Bepflanzung. Errichtung von überschaubaren, gut beleuchteten (Tageslicht) und daher sicheren Tiefgaragen, deren Entlüftungsschächte nicht an Spiel- und Erholungsflächen situiert werden sollen. Nach Möglichkeit direkter Zugang zum Wohnhaus. Spielplätze: genügend kleinteiliges Angebot (nach Alter differenziert und Berücksichtigung der unterschiedlichen Spielbedürfnisse von Mädchen und Buben), Sitzmöglichkeiten für Betreuungspersonen im Schatten, Trinkwasseranschluss und Toilette im Erdgeschoss; gute Infrastruktur in der näheren Umgebung: wie Erreichbarkeit von Kindergarten und Schule, Geschäfte, öffentliche Verkehrsmittel und öffentliche Einrichtungen.

Warum eine Evaluierung?

 

Da das Remisenhof-Projekt das erste dieser Art in Oberösterreich darstellt, ist es wichtig die positiven Aspekte dieses Wohnbaues bei zukünftigen Projekten verstärkt umzusetzen. Andererseits bieten die hier gewonnenen Erkenntnisse und Verbesserungsvorschläge der ansässigen Mieter/innen die Möglichkeit eventuelle Fehler bei Zukunftsprojekten von Beginn an zu vermeiden und notwendige Nachadaptierungen vorzunehmen.

 

"Frauen- und alltagsgerechtes Bauen und Wohnen rückt immer mehr in den Vordergrund. Andere Bundesländer, wie zum Beispiel Wien, können mit einer Vielzahl an solchen Projekten aufwarten. Es ist nun an der Zeit auch in Oberösterreich die verschiedenen Kriterien der Frauen- und Alltagstauglichkeit im Wohnbau zu berücksichtigen und diese auch konkret umzusetzen", so Landesrat Dr. Kepplinger.

 

Mag.a Claudia Hahn: Ergebnisse der Befragung


1. Alt und Jung in einem Haus

 

Die geplante soziale Durchmischung der Zielgruppen ist sehr gut gelungen, da im Remisenhof sowohl Paare mit Kindern, Alleinerzieherinnen mit Kind(ern), Student/innen, Pensionist/innen, als auch Singles leben.
Auch die Altersstruktur und der berufliche Status der erwachsenen Bewohner/innen bringt die Durchmischung zum Ausdruck: Obwohl die meisten im Remisenhof lebenden Personen zwischen 30 und 39 Jahre alt sind, variiert das Alter zwischen 18 und 81 Jahren (Abbildung 1).

 

Abbildung 1(in Prozent):


Statistik mit Prozentangaben einer Befragung

 

2. Beweggründe der Bewohner/innen

 

Die zentrale Lage in Urfahr, die Wohnung selbst und das Projekt 'frauen- und alltagsgerechtes Wohnen' standen auf der Liste der Entscheidungsgründe für den Einzug im Remisenhof ganz oben. Grundsätzlich ist zu sagen, dass differenziert nach dem Geschlecht das Projekt selbst und die Optik der Anlage signifikant mehr Frauen angesprochen haben. Männern waren die Kosten, sprich das gute Preis - Leistungsverhältnis, bzw. die Option für den Mietkauf besonders wichtig.

 

3. Angsträume vermeiden

 

Ein wesentliches Element des frauengerechten Wohnbaus ist die helle und freundliche Gestaltung von sogenannten "Angsträumen". Dieses Prinzip hat im Remisenhof seine Wirkung nicht verfehlt, da 98,3% der Befragten die Wohnanlage als hell empfinden, und ganze 92,5% bewerten sie als freundlich.

 

Die Barrierefreiheit, die ebenfalls ein zentrales Gestaltungselement von frauengerechtem Wohnbau ist, sehen 71,9% als gegeben, fast ebenso hohe Anteile der Zustimmung haben die Kinderfreundlichkeit und die Sicherheit.

 

Grundsätzlich ergibt sich ein sehr positives Bild, denn mehr als zwei Drittel der Befragten fühlen sich im Remisenhof wohl. Die eigene Wohnung wird vom Großteil als alltagstauglich erlebt und auch Gäste, die zu Besuch kommen, haben einen sehr positiven Eindruck.

 

Das subjektive Sicherheitsempfinden in 'Angsträumen', wie der Tiefgarage, den Stiegenhäusern und den Wäschetrockenräumen, also in wesentlichen Bestandteilen des frauengerechten Wohnbaus, ist jeweils sehr hoch.

 

4. Sicher fühlen - auch in der Tiefgarage

 

Frauen fühlen sich einem höheren Maße als Männer in Tiefgaragen unsicher, daher ist es dringend notwendig diesen 'Angstraum' mit gezielten Maßnahmen zu entschärfen. In der Remisenhof-Tiefgarage sind solche Maßnahmen erfolgreich umgesetzt worden, da sich sowohl Männer als auch Frauen dort sehr sicher fühlen, hier vor allem auch jene Frauen, die sich normalerweise in Tiefgaragen unsicher fühlen.

 

Konkret sind die Wege zu den Ausgängen der Tiefgarage sehr kurz und übersichtlich gestaltet. Es gibt natürliches Licht durch eingebaute Oberlichten und darüber hinaus wird ein Farb- und Beleuchtungskonzept eingesetzt, das unterstützend zur Wegeführung dient.

 

5. Unabhängig vom PKW sein und 'Öffis' effektiv nutzen

 

Mit Abstand am wichtigsten ist für die Befragten eine gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel. Hier gibt es allerdings signifikante Unterschiede hinsichtlich des Geschlechts der Befragten, da die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel für Frauen noch wichtiger ist als für Männer.

 

Hohe Zufriedenheit herrscht demnach mit der Erreichbarkeit von Schule und Kindergarten, sowie mit den kurzen Wegen, die zu Nahversorgen und anderen öffentlichen Einrichtungen bestehen.

 

6. Flexible Grundrisse, je nach Lebenssituation

 

Frauen- und alltagsgerechter Wohnbau gestaltet die Wohnungsinnenräume so, dass der Küchenbereich durch Größe und Anordnung als zentraler Raum genutzt werden kann, in dem sich die meisten Aktivitäten des täglichen Lebens abspielen können. Für 72,1% der Befragten ist die Küche auch tatsächlich der zentrale Raum der Wohnung, was wiederum zeigt, dass das Remisenhof-Projekt die Kriterien für frauen- und alltagsgerechtes Wohnen zur Zufriedenheit der Bewohner/innen erfüllt.

 

Die Zimmeraufteilung, die durch eine relativ gleich große Gestaltung der Räume sehr variabel gestaltbar ist, finden 75% der befragten Bewohner/innen perfekt. Die raumhohen Schiebetüren, die eine flexible und bedürfnisorientierte Gestaltung der Raumaufteilung ermöglichen sollen, sind demnach ein wichtiges Gestaltungselement im frauen- und alltagsgerechten Wohnbau. Zwei Drittel empfinden diese Türen als praktisch, jeweils 17,1% finden sie wenig bzw. nicht praktisch.

 

Wie im beiliegenden Grundrissplan (siehe Anhang) einer Wohnung zu sehen ist, können diese Schiebetüren je nach Gebrauch so verschoben werden, dass entweder ein einziger großer Raum oder eben auch mehrere kleinere Räume entstehen können. Somit passt sich dieser flexible Grundriss der jeweiligen Lebensphase perfekt an. Die Wohnung in unserem Beispiel kann entweder zu einer 26m² großen Wohnküche umgestaltet werden, aber man kann die Schiebetüren auch so verschieben, dass eine getrennter Wohn- und Eß- Kochbereich entsteht.

 

Allerdings gibt es gerade bei den Schiebetürelementen auch Beanstandungen, da zwar der persönliche gestalterische Effekt gegeben ist, aber teilweise Stauraum verloren geht. Außerdem kommt es teilweise zu einer Lärm- und Geruchsbelästigung. Bei zukünftigen Projekten müssen die Vor- und Nachteile dieser flexiblen Wohnausstattung abgewogen und in einem Expert/innengespräch mit den zuständigen Architekt/innen eventuelle Verbesserungsvorschläge gefunden werden.

 

7. Helle Stiegenhäuser - immer ein Plus

 

Die Bewohner/innen fühlen sich auch in den Stiegenhäusern des Remisenhofs relativ sicher. Auch hier ist das Konzept des alltags- und frauengerechten Wohnens mit der hellen Gestaltung und Einsehbarkeit eine Bereicherung für die Menschen.

 

Grundsätzlich zeigt sich, dass das subjektive Sicherheitsempfinden in den Stiegenhäusern am höchsten ist, in denen es verschließbare Haustüren und eine Gegensprechanlage im Eingangsbereich gibt. Dieses Konzept ist allerdings nicht in allen drei Häusern zu finden. Daher stellt die Offenheit der Laubengänge vor allem im Haus Bahn bezüglich der Sicherheit ein Problem dar, da fremde Personen direkt bis vor die Haustür der einzelnen Bewohner/innen gelangen können.

 

Die Offenheit im Sinne der freien Zugänglichkeit ist kein Kriterium des alltags- und frauengerechten Wohnbaues. Bei zukünftigen Projekten ist darauf zu achten, dass Stiegenhäuser und Laubengänge hell und von außen einsehbar gestaltet werden, aber nicht unbedingt frei zugänglich.

 

Was die freie Zugänglichkeit betrifft, muss eine intelligente Lösung für alle Beteiligten gesucht werden, vorrangig muss aber bei allen Planungen der Grundsatz der Sicherheit beachtet werden.

 

8. Zentrale Lage ohne Lärmbelästigung - geht das?

 

Ein beträchtliches Problem für die Mieterinnen und Mieter stellt der Lärm dar. Als Hauptlärmquellen werden die Mühlkreisbahn, die Pöstlingbergbahn und die Hagenstraße genannt. Betroffene Bewohner/innen fordern eine Geschwindigkeitsbeschränkung der Bahn und eine 30 km/h-Beschränkung für die Hagenstraße. Es gilt allerdings zu bedenken, dass sich ein Großteil der Bewohner/innen für die zentrale Lage entschieden hat und die speziellen Gegebenheiten des Grundstücks selbst kannte.

 

Seitens des Bauträgers wurde ein lärmtechnisches Gutachten erstellt und die Wohngebäude in einer Blockrandverbauung angeordnet und errichtet, um den Innenhof größtenteils 'lärmfrei' zu halten. Natürlich gibt es aber auch Wohnungen, wo Fenster teilweise direkt an der Straße bzw. Bahn liegen. Auch hier wurde vom Bauträger alles getan, um den Lärm möglichst gering zu halten, indem spezielle Lärmschutzfenster eingebaut wurden.

 

Mag. Wolfgang Schön, Direktor der Wohnanlagen GesellschaftmbH

 

"Aus der Sicht der WAG hat sich der Versuch ein frauen- und alltagsgerechtes Wohngebäude zu errichten gelohnt. Die Bewohner/innen sind grundsätzlich zufrieden, aber natürlich gibt es so wie bei allen anderen Wohnanlagen auch Verbesserungsvorschläge, die man bei zukünftigen Planungen unbedingt berücksichtigen muss. Im Großen und Ganzen bin ich aber sehr zufrieden und hoffe, dass es den Mieter/innen auch in Zukunft weiterhin so gut gefallen wird, wie dies jetzt schon der Fall zu sein scheint".

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