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Landeskorrespondenz Nr. 242 vom 17. Oktober 2005

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LH Pühringer zum Tod von Altlandeshauptmann Dr. Erwin Wenzl: Oberösterreich verliert große Politikerpersönlichkeit Erwin Wenzl war Baumeister und Wegbereiter des modernen Oberösterreich

(LK) Mit Altlandeshauptmann Dr. Erwin Wenzl hat Oberösterreich eine große Politikerpersönlichkeit und einen maßgeblichen Wegbereiter für jene Erfolgsgeschichte, die unser Land in den letzten Jahrzehnten geschrieben hat, verloren", erklärt heute Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer zum Tod von Altlandeshauptmann Dr. Erwin Wenzl.

 

"Wenzl hat in vielen Bereichen das Fundament für jenes Oberösterreich gelegt, das heute zu den leistungsfähigsten Wirtschaftsräumen in Europa zählt. Dazu gehört insbesondere sein Einsatz für den Ausbau der Infrastruktur - viele Projekte sind hier untrennbar mit seinem Namen verbunden.

 

Wenzl stand aber auch für den Ausbau der geistigen Infrastruktur in unserem Land. Wenzl gehörte gemeinsam mit Landeshauptmann Dr. Heinrich Gleißner und dem Linzer Bürgermeister Dr. Ernst Koref zu jenen, die eine gesamtoberösterreichische Allianz aus Politik, Interessensvertretungen, der Wirtschaft und der Wissenschaft für die Errichtung einer Universität in Oberösterreich geschmiedet haben. Er hat auch im Laufe seiner langen politischen Tätigkeit immer wieder Politik und Wissenschaft an einen Tisch geholt, um bestmögliche Lösungen für das Land zu erreichen."

 

Dr. Erwin Wenzl wurde am 2.August 1921 in Annaberg (Niederösterreich) geboren. 1929 übersiedelte seine Familie (der Vater war Bergmann) nach Wolfsegg. 1940 legte Wenzl am Akademischen Gymnasium in Linz die Reifeprüfung ab. 1947 promovierte er in Innsbruck zum Doktor jur.

Nach dem Tod von Landeshauptmann-Stellvertreter Felix Kern wurde er 1955 in die Oö. Landesregierung berufen. Er übernahm von Kern das Bauressort.

 

In seine Ära als Baureferent fiel der großzügige Ausbau des Autobahnnetzes ebenso wie die vorsorgliche Autobahnplanung sowie der Ausbau des Straßenwesens bis hin zu den Gemeindestraßen und Güterwegen.

 

Unter anderem wurden unter Baureferent Erwin Wenzl in 22 Jahren 100 Ortsumfahrungen realisiert. Wenzl hat  darüber hinaus einen Brückenplan erstellt. Bis dahin bestand in Oberösterreich eine einzige Donaubrücke, fünf weitere wurden unter Dr. Erwin Wenzl realisiert, und zwar Linz (Autobahn- bzw. Voestbrücke), Steyregg, Mauthausen, Grein und Niederranna-Engelhartszell.

 

Im Bereich des Autobahnbaus wurden neben der Westautobahn folgende Projekte 1971 ins Bundesstraßengesetz neu aufgenommen: Innkreis-Autobahn (Suben, Wels-Sattledt), Pyhrn-Autobahn (Sattledt-Kirchdorf a.d.Krems-Spital am Pyhrn), Mühlkreis-Autobahn (Linz-Freistadt-Summerau), Linzer Autobahn (Linz-Wels) sowie die Schnellstraßen (Ried-Braunau, Braunau-Salzburger Landesgrenze).

 

Landeshauptmann von 1971-1977


1971 wurde Wenzl als Nachfolger von Dr. Heinrich Gleißner zum Landeshauptmann gewählt.

 

Wenzl war nicht nur im Bereich des Straßenbaus ein großer Modernisierer, er hat auch in anderen Politikfeldern die Zeichen der Zeit vor anderen erkannt. Bereits 1972 wurde in Oberösterreich das erste Umweltschutz-Jahr durchgeführt. In diesem Zusammenhang wurden folgende Gesetze novelliert bzw. neu beschlossen: Naturschutz-Müllabfuhr, Flurverbesserung, Feldschutz sowie Luftreinhaltung, um nur die wichtigsten zu nennen.

Besondere Bedeutung hatten darüber hinaus das Oö. Raumordnungsgesetz 1972 und die Bauordnung 1976.

 

1972 trat Dr. Wenzl energisch für den Verbleib der Generaldirektion der Voest in Linz ein, nachdem im Zuge der von der Bundesregierung initiierten Fusion der Verstaatlichten Eisen- und Stahlwerke Österreichs, eine Konzernzentrale in Wien vorgesehen war.

 

Ein weiteres herausragendes Ereignis in der Ära Wenzl als Landeshauptmann war neben den Umweltschutzaktivitäten die Erarbeitung einer neuen Landesverfassung im Jahr 1971, der ersten seit 40 Jahren.

 

Unter Wenzl wurde der Ausbau der Kepler-Universität und der Linzer Kunsthochschule fortgesetzt. Als erster Landeshauptmann forderte er die Regionalisierung des ORF zur Stärkung der Landesstudien. Bahnbrechend wurde darüber hinaus die Objektivierung der Lehrer- und Schulleiterposten.

 

Nach seinem Ausscheiden als Landeshauptmann übernahm er mit 1.November 1977 für 12 Jahre die Funktion des Generaldirektors der OKA.

 

"Erwin Wenzl gehört mit seiner Lebensleistung zu den wichtigsten Vertretern jener Generation, der wir gerade im heurigen Jahr der Republiksjubiläen besonders dankbar gedenken. Er gehörte zu jenen, die unser Land nicht nur wieder aufgebaut haben, sondern in vielen Bereichen gänzlich Neues geschaffen haben. Er ist damit ein bedeutender Mitautor der Erfolgsgeschichte, die das Bundesland Oberösterreich in den letzten Jahrzehnten geschrieben hat. Mit seinem Mut zur Verantwortung, seinem Weitblick und seinem Einsatz für das einmal als richtig Erkannte, ist er auch für die heutige Politikergeneration über den Tod hinaus ein Vorbild", erklärte Pühringer.

 

Oberösterreich trauert


Am Donnerstag Nachmittag wird der Leichnam von Altlandeshauptmann Dr.Erwin Wenzl in die Minoritenkirche überführt und dort aufgebahrt. Hier haben die Landesbürger die Möglichkeit, Abschied zu nehmen – am Donnerstag von 15 bis 19 Uhr,  am Freitag von 8 bis 19 Uhr und am  Samstag von 7 bis 9.30 Uhr.

 

Am Samstag um 9 Uhr findet am aufgebahrten Leichnam eine Ehrenwache statt. Um 9.30 Uhr ist im Steinernen Saal des Landhauses eine gemeinsame Trauersitzung von Landtag und Landesregierung, um 11 Uhr erfolgt das Requiem im Linzer Mariendom. Das Begräbnis wird um 15 Uhr im engen Familien- und Freundeskreis stattfinden.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Dr. Erwin Wenzl: Das Land trauert um einen großen Oberösterreicher

(LK) Ein großer Oberösterreicher lebt nicht mehr. Am 17. Oktober 2005 ist Landeshauptmann a.D. Dr. Erwin Wenzl im 85. Lebensjahr verstorben. Mit Erwin Wenzl verliert das Land einen großen Politiker , der 25 Jahre lang sein ganzes Streben in das Gedeihen unseres Bundeslandes legte, davon 22 Jahre in der Oö. Landesregierung und 6 Jahre als Landeshauptmann. Sein Beiname "der Löwe" zeugt heute noch von jener Kraft, mit der sich Dr. Wenzl für seine Heimat Oberösterreich einsetzte.

 

1955 wurde er Abgeordneter zum Landtag, und noch im selben Jahr übernahm Dr. Erwin Wenzl das Baureferat des Landes 1971 folgte Dr. Erwin Wenzl Dr. Heinrich Gleißner als Landeshauptmann nach. Mit seinem feinen Gespür für kommende Entwicklungen rückte LH a.D.  Dr. Wenzl bald nach Amtsantritt den Umweltschutz ins politische Blickfeld: Beispielgebend für das ganze Bundesgebiet  wurde 1972 zum weltweit ersten Umweltschutzjahr erklärt. Im Mittelpunkt stand die Sanierung der Seen und Flüsse, was den Start für den Aufbau landesweiter Ortskanalnetze zur Folge hatte.

 

Getreu der Maxime, dass Bauen ein Dienst für den Bürger sei und gute Strassen eine Voraussetzung für Lebensqualität und eine florierende Wirtschaft bilden, initiierte Wenzl den Bau von vier Autobahnen und er forcierte den Ausbau des Güterwegenetzes. Er wurde zu Recht der "Brückenbauer" genannt: er leitete die Errichtung von fünf der acht Donaubrücken und 1. 844 anderen Brücken im ganzen Bundesland in die Wege.
Der Verstorbene hat sich in vielen öffentlichen Funktionen und mit großem persönlichen Einsatz Verdienste um unser Land erworben.

 

Landtagspräsidentin Angela Orthner ehrt den Verstorbenen: "Das Land verliert einen Baumeister des modernen Oberösterreichs, der durch seine Arbeit und Visionen wesentlich den Weg des Erfolgs mitgestaltet hat. Der Oberösterreichische Landtag wird Dr. Erwin Wenzl und seinem Wirken für die Menschen in unserem Land auf immer ein dankbares und ehrendes Andenken bewahren.

Mag.ª Christa Höllhumer (+43 732) 77 20-117 44

Tag der Oö. Regional- und Heimatforschung in Schlierbach: Museen und Archive als Schnittstellen für Forschung und Kultur

(LK) Am Samstag, dem 15. Oktober fand im Stift Schlierbach der Tag der Oö. Regional- und Heimatforschung statt. In diesem Rahmen wurden 21 Museumskustod/innen und Heimatforscher von der Akademie der Volkskultur zertifiziert und 8 Archivkuratoren vom Oö. Landesarchiv ernannt. Mit Ihren Ausbildungen bzw. Ernennungen werden sie in Ihren Heimatgemeinden Schnittstellen für alle Menschen sein, die Interesse an der regionalen Geschichte und Kultur haben. Ihre erworbene Kompetenz macht sie zu wertvollen Kulturträgern, die das Wissen um die Vergangenheit in die Zukunft weiter tragen.

 

Lebensqualität in Oberösterreich - das bedeutet, dass auch die ländlichen Regionen über jene Qualitäten verfügen, die die Gemeinden lebenswert machen. Dazu zählt ein lebendiges Kulturangebot.  Landtagspräsidentin Angela Orthner nahm die Verleihung der Dekrete vor: "Regionale Museen und Archive sind wichtige Drehscheiben für das kulturelle Leben in den Gemeinden. Die Akademie der Volkskultur und das Landesarchiv bilden Leute aus, damit sie vor Ort hochwertige Arbeit leisten können. Ohne Wissen um die Vergangenheit gibt es keine Perspektive für die Zukunft!"

Mag.ª Christa Höllhumer (+43 732) 77 20-117 44

LH Pühringer: Land Oberösterreich bekennt sich zur wohnortnahen Schule und zu gerechten Bildungschancen im ganzen Land - Sanierte Volks- und Hauptschule in Reichraming eröffnet

(LK) Ein Bekenntnis zur wohnortnahen Schule legt Landeshauptmann Dr.Josef Pühringer aus Anlass der Eröffnungsfeier für die sanierte Volks- und Hauptschule in Reichraming ab. "Gerade die Schule als Ort der Bildung erfüllt viele Funktionen in unseren ländlichen Gemeinden, vor allem auch im Bereich des Gemeinschaftslebens, der Vereinstätigkeit, von Sport über Kultur bis zur Erwachsenenbildung. Das Schulgebäude ist oft zum umfassenden Ort der Begegnung in den ländlichen Gemeinden geworden und soll das auch in Zukunft bleiben", so Pühringer. In den 445 oberösterreichischen Gemeinden gibt es 574 Volksschulen und 239 Hauptschulen. Die Polytechnischen Schulen und Sonderschulen eingerechnet, verfügt Oberösterreich über 909 Pflichtschulstandorte.

 

"Aber auch bei den höheren Schulen bekennen wir uns zu einer gerechten Verteilung der Bildungschancen im ganzen Land", betont Pühringer. In den letzten Jahren sind in Oberösterreich sieben neue höhere Schulen entstanden.

 

Im Bereich der Schulbauoffensive des Landes wird derzeit bei den Pflichtschulen ein besonderer Schwerpunkt gesetzt. Im laufenden Schulbauprogramm des Landes bis einschließlich 2011 befinden sich 304 Schulbauprojekte mit einem Gesamtbauvolumen von 391,9 Millionen Euro. Das Land stellt dabei den Schulerhaltern, meist Gemeinden, jährlich 23,3 Millionen Euro zur Verfügung. Dazu kommen noch bis zum Jahr 2009 jährlich 10 Millionen Euro zusätzlich aus dem Landesbudget. 

 
"Damit wird im Rahmen der Schulbauoffensive des Landes das Bauprogramm beschleunigt", so Landeshauptmann Pühringer. Den ganzen Sommer über hat es in vielen Schulen in unserem Bundesland Baumaßnahmen gegeben. Die generalsanierte Volks- und Hauptschule Reichraming wurde Samstag Nachmittag im Rahmen einer Feier eröffnet. Die Landesförderung für die Generalsanierung beträgt 2,2 Millionen Euro.

 

Im laufenden Schuljahr besuchen insgesamt 85 Schülerinnen und Schüler die vierklassige Volksschule. In der vierklassigen Hauptschule werden 73 Schülerinnen und Schüler unterrichtet.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Landeshauptmann Pühringer: Umfassender Bericht des Sicherheitsdirektors zu Tod des Schubhäftlings in Linz in nächster Sitzung des Landessicherheitsrates

(LK) Er habe mit Sicherheitsdirektor Dr. Alois Lißl vereinbart, dass dieser in der nächsten turnusmäßigen Sitzung des Landessicherheitsrates selbstverständlich einen umfassenden Bericht über den Tod des Schubhäftlings in Linz geben wird, so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. Es gebe aber keinerlei Zuständigkeit des Landes Oberösterreich.

 

Er habe selbstverständlich auch großes Interesse an einer korrekten Aufklärung im Sicherheitsrat, betont Pühringer. Vorverurteilungen von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Exekutive dürfen aber nicht passieren.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

LR Ackerl: "Gemeinden brauchen nicht mehr Kontrolle, sondern mehr Entlastung!"

Bundesrechnungshof sollte die Gemeinden nicht kontrollieren, sondern für sie auf Bundesebene Entlastungsmöglichkeiten aufzeigen – in Oberösterreich werden jährlich 60 bis 70 Gemeinden geprüft

 

(LK) Mit Verwunderung reagiert der oberösterreichische Gemeindereferent, Landesrat Josef Ackerl, auf das neuerliche Begehr des Bundesrechnungshofes nach mehr Prüfkompetenz, vor allem auf Gemeindeebene. "In puncto mehr Kontrolle durch den Bundesrechnungshof sehe ich auf Bundesebene genügend Handlungsbedarf!" so Ackerl. "Zumindest in Oberösterreich wird bereits ausreichend kontrolliert!" Gemeindeaufsicht und Landesrechnungshof teilen sich die Prüfung der Gemeinden in Oberösterreich, jährlich werden so zwischen 60 und 70 Gemeinden kontrolliert. "Die Gemeinden brauchen mehr Entlastung! Will der Rechnungshof den Gemeinden wirklich Gutes tun, sollte er die vorhandenen Entlastungsmöglichkeiten beim Bund aufzeigen!" meint Ackerl.

Der Präsident des Bundesrechnungshofes ist in der Pressestunde neuerlich mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit getreten, dem Bundesrechnungshof mehr Prüfkompetenzen zuzugestehen. Unter anderem bezog sich diese Forderung auf Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohner/innen und deren ausgegliederte Unternehmen. Für Oberösterreichs Gemeindereferent, Landesrat Josef Ackerl, eine überraschende Forderung: "Ich denke, der Bundesrechnungshof hätte im Bund genug zu kontrollieren! Wenn er sich schon mit den Gemeinden und ihren Unternehmen auseinandersetzen will, sollte er die möglichen finanziellen Entlastungsmöglichkeiten auf Bundesebene aufzeigen!" In Oberösterreich ist für die Kontrolle der Gemeinden die Gemeindeaufsicht des Landes und der Landesrechnungshof zuständig, gemeinsam werden jährlich zwischen 60 und 70 Gemeinden kontrolliert. "In einer Legislaturperiode werden so alle Gemeinden einmal geprüft!" weist Ackerl den von Moser ausgesprochenen Vorwurf eines "kontrollfreien Raums" für die kleinen Gemeinden zurück. "Wenn wir das einmal nicht mehr schaffen sollten, auf Bundesebene hingegen alles geprüft wurde und noch Kapazitäten frei sind, greifen wir gerne auf diese zurück!"

Peter Binder (+43 732) 77 20-151 12

Wohnbau-LR Kepplinger übergibt 9 betreubare Wohnungen in Kopfing

(LK) Am 19. Oktober 2005 übergibt Landesrat Dr. Hermann Kepplinger 9 betreubare Wohnungen der 'Familie' Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft in Kopfing.

 

Die geplante Wohnanlage setzt sich aus insgesamt 3 Bauetappen zusammen, wobei diese erste Bauetappe aus den bereits genannten 9 Wohnungen besteht. Die Wohneinheiten selbst werden über ein Stiegenhaus mit Lift erschlossen. Weiters stehen den Bewohner/innen kombinierte Loggien/Terrassen bzw. Loggien/Balkone zur Verfügung, die allesamt nach Süden ausgerichtet sind.

 

Die Gesamtbaukosten dieses Projekts machen rund 715.000 Euro aus und werden zur Gänze durch die Wohnbauförderung finanziert. In diesen Kosten ist auch ein Zuschlag von 75 Euro je Quadratmeter für energiesparende Bauweise enthalten.

 

Die Besonderheit der betreubaren Wohnprojekte liegt einerseits in der alten- und behindertengerechten Ausführung und andererseits darin, dass die Bewohner/innen je nach gesundheitlichem Bedarf auf ein geschultes Pflegepersonal zurückgreifen können.

Mag.ª Sabrina Hebenstreit (+43 732) 77 20-120 43

Termine der Beratungsstellen

Sozialmedizinische Beratungsstellen bei Alkoholproblemen

 

(LK) Eine therapeutische Zusammenkunft der Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige findet am Mittwoch, 19. Oktober 2005, für den Bezirk Gmunden, Kößlmühlgasse 4, ab 18:00 Uhr und für den Bezirk Freistadt, Rot-Kreuz-Zentrum Freistadt, Zemannstraße 33 um 19:30 Uhr, statt.

 

Jugendberatung und Jugendinformation

 

(LK) Beratung, Infos und Tipps für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, kostenlos  und persönlich.

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. +43 732/17 99: Montag bis Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, http://www.jugendservice.at/
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. +43 7272/758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. +43 7712/357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Ried, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. +43 7752/715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: Jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. +43 7942/725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. +43 7612/17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. +43 7248/644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. +43 7262/581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservicestelle-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. +43 7289/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • JugendservicestelleSteyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. +43 7252/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. +43 7242/21 14 11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. +43 7722/222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at
  • Jugendservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. +43 7672/757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mailjugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

 

Erziehungs- und Familienberatungszentrum Ried/I., Riedholzstraße 17, 4910 Ried/I.

 

(LK) Familienberatungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: +43 7752/912 Dw. 361
  • jeden Donnerstag von 17:30 bis 19:30 Uhr

Erziehungsberatungsstelle

  • Parkgasse 1, 4910 Ried
  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung

  • Telefon: +43 7752/912 Dw. 361

Familientherapeutische Beratungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: +43 732/66 64 12

Mutterberatung

  • Dienstag von 09:00 bis 12:00 Uhr, Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr

Männerberatungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • +43 732/66 64 12

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Pressekonferenz am 17. Oktober 2005

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl

zum Thema

"Baustellenbesichtigung A7 Einhausung Bindermichl"

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Rückfragen-Kontakt: Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55

Die A 7 Einhausung Bindermichl ist die mit Abstand schnellste Autobahnbaustelle Österreichs. Die Gesamtfertigstellung wird nun bereits am 26. November 2005 - um mehr als drei Wochen früher - erfolgen, freut sich Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl. Innerhalb von nur zwei Jahren wird dieses Projekt unter vollem Verkehr mit täglich rd. 100.000 Fahrzeugen verwirklicht. Sie ist eine logistische Meisterleistung. Als Baureferent danke ich vor allem den Bauarbeitern und deren Firmen. Sie leisten exzellente Arbeit, so Hiesl.

 

Die Herstellung dieses modernen und sicheren Tunnels inkl. einer Verkehrsbeeinflussungsanlage bringt nicht nur eine Verbesserung der Umweltsituation für die Anrainer, sondern ist auch ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.

 

WICHTIGE TERMINE

 

Seit 2.10.2005 ist für die internationale Verkehrsverbindung Prag - Wien/Salzburg und umgekehrt -  die Einhausung Niedernhart  zweispurig befahrbar.

 

Die innerstädtische Verbindung Wankmüllerhofstrasse und Wiener Strasse ist seit 5.10.2005 21.00 Uhr möglich. Seit 10.10.2005 kann, ohne die Spur zu wechseln, vom Zentrum Linz über die Westbrücke durch den Unterwerfungstunnel zur Vöest, Wiener Strasse und Urfahr gefahren werden.

 

Weil die Stadt Linz die Auffahrt von Leonding kommend Richtung A 7 letzte Woche asphaltiert hat, konnte diese Relation erst ab Freitag, 14.10.2005 benützt werden. Im Süden, von der A 1 kommend, wird es ab Mittwoch, 19.10.2005 eine Erleichterung vor dem Tunnel Bindermichl geben. Der Gegenverkehrsbereich wird aus technischen Gründen näher an das Südportal des Tunnels Bindermichl geschoben. Autofahrer, die aus Richtung Wegscheid kommen, müssen sich nach rechts, im Reissverschlusssystem, einordnen.

 

GESAMTVERKEHRSFREIGABE AM 26. NOVEMBER 2005

 

Das Nadelöhr Tunnel Bindermichl wird ab 26.11.2005 Geschichte sein. Ab diesem Zeitpunkt wird der Verkehr von Prag nach Süden - Wien/Salzburg ungehindert zwei spurig freigegeben. Gleichzeitig werden mit der Eröffnung des Kreisels Bindermichl auch alle Rampen von und zum Bindermichl benützbar. Damit sind auch alle innerstädtischen Verbindungen wie Salzburger Straße zum Spallerhof oder Zentrum zum Bindermichl offen.

 

Es wird noch kleinräumige Behinderungen bis Weihnachten 2005 geben, weil der Umbau der Oströhre als Gegenverkehrstunnel in eine Einbahn nach Norden verschiedene Maßnahmen erfordert. Zum Schutz der Arbeiter müssen zeitweise Spuren gesperrt werden, dies wird nach Möglichkeit in verkehrsarmen Zeiten ausgeführt

 

AKTUELLE ARBEITEN

 

Folgende Arbeiten werden zurzeit auf der Baustelle durchgeführt:

 

Weströhre des Tunnels Bindermichl:

  • Fluchtstiegenhäuser
  • Kabelkanäle
  • Lärmschutz an den Tunnelportalen
  • Elektro- und Maschinenmontagen
  • Markierungsarbeiten
  • Herstellen der Überschüttung (Vorbereitung für Parkanlage)
  • Restarbeiten
    Kreisel Bindermichl
  • Isolierungsarbeiten
  • Strassenbauarbeiten
  • Kanalbauarbeiten
    Einhausung Niedernhart
  • Isolierung und Schutzbeton
  • Aufbringen der Überschüttung (Humus für Begrünung)
    VBA Verkehrsbeeinflussungsanlage
  • Herstellen und Montieren der Gantries
  • Verkabeln und Vernetzen der Steuerung

LED-TAFELN WARNEN VOR BESCHLAGEN DER WINDSCHUTZSCHEIBEN

 

Bei den herrschenden Temperaturverhältnissen (klare Nacht, + 4 Grad) kann es bei der Einfahrt in den Tunnel zu einem Anlaufen der Scheiben kommen (Dieses Phänomen kennt jeder, der in eine Schihütte eintritt. Es laufen die Brillen an).
Beim Tunnel Bindermichl wird durch den Gegenverkehr und der hohen Anzahl der Fahrzeuge dieser warme "Stoppel" in der Röhre immer hin und her geschoben (warme Luft kann viel mehr Feuchtigkeit aufnehmen). Diese legt sich dann an der kalten Windschutzscheibe an. Eine Entfeuchtung der Luft wäre nur mit sehr großem Aufwand möglich. Wir haben uns daher entschlossen, bei kritischen Wetterlagen an den vorgeschalteten LED- Baustelleninformationstafeln folgende Warnung anzubringen:

 

Achtung: Scheiben beschlagen im Tunnel

 

Wir rechnen mit einer wesentlichen Änderung nach dem 26.11.2005. Bei Verkehrsführung nur in einer Richtung wird die warme Luft von den Fahrzeugen mitgenommen.

 

EINHAUSUNG UND ABSENKUNG DER A 7 IM BEREICH BINDERMICHL

 

Das Projekt der "Einhausung und Absenkung der A 7 im Bereich Bindermichl" beinhaltet folgende Einzelmaßnahmen:

  • zweiröhriger Autobahntunnel im Bereich Bindermichl  - Länge:  1062  m.
  • zweiröhrige Autobahneinhausung im Bereich Niedernhart  - Länge: 580 m.
  • Umbau der Anschlussstelle Muldenstraße in "Kreisverkehrsform" mit zusätzlichen Auf- und Abfahrtsspuren aus bzw. in den Tunnel.
  • Ertüchtigung des Autobahnquerschnittes durch zusätzliche Spuren und durchgehende Pannenstreifen.
  • Errichtung neuer bzw. Verbreiterung  bestehender Direktrampen im Knoten Hummelhof .
  • Errichtung neuer bzw. Sanierung bestehender Brückenobjekte im Projektsbereich.
  • Errichtung zusätzlicher Lärmschutzwände

Weiters werden folgende städtebauliche Maßnahmen realisiert:

  • Errichtung einer Lärmschutzwand zum Schutz der höherliegenden Wohngeschosse im Bereich des Bogens Kopernikusstraße (Hummelhofknoten).
  • Architektonische Gestaltung der Tunnelportale und der Lärmschutzwände.
  • Städtebauliche Gestaltung der Tunneloberfläche (Nutzung als Park usw.)

SICHER DURCH DEN TUNNEL BINDERMICHL

 

Die Betriebs- und Sicherheitseinrichtungen im Tunnel Bindermichl und der Einhausung Niedernhart entsprechen dem modernsten Stand der Technik. Sicherheit im Tunnel hat oberste Priorität.

 

Aufbauend auf eine im internationalen Vergleich sehr kurze Fluchtweglänge von nur rund 150 m wurde ein Rettungskonzept entwickelt und durch eine rechnergestützte Selbstrettungssimulation überprüft.

 

Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit wird im Tunnel Bindermichl, erstmals in Österreich neben einer Vielzahl von sicherheitstechnischen Anlagen auch eine sogenannte Verkehrsbeeinflussungsanlage installiert, welche der Anpassung von dynamischen Verkehrszeichen an die aktuelle Straßensituation und somit der Lenkung der Verkehrsströme dient und die Verkehrsteilnehmer rechtzeitig über Verkehrsbehinderungen wie Unfälle, Staus etc., informiert. Bereits im Vorfeld auf der A 1 Westautobahn werden dafür Verkehrsinformationstafeln aktiviert, welche die Verkehrsteilnehmer großräumig umleiten.

 

Die Tunnelanlage Bindermichl/Niedernhart wird durch die Tunnelüberwachungszentrale (ÜZ-Wels) der ABM Wels rund um die Uhr überwacht. Dabei steht neben einer nach modernstem Standard konzipierten elektronischen Notfall- und Störungsmeldeanlage auch eine lückenlose Videoüberwachung der gesamten Tunnelstrecken und der Portalbereiche zur Verfügung. Über Fernwirkung kann von der ÜZ-Wels auch die gesamte Tunnelsteuerung bedient werden.

 

Zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wurden selbstleuchtende Bordsteinreflektoren aus LED installiert. Die durchgehende ca. 5 m hohe helle Beschichtung sowie die ebenfalls helle Beleuchtung lässt den Tunnel freundlich erscheinen und erhöht die Verkehrssicherheit.
Der Tunnelfunk gewährleistet einen sicheren Funkverkehr im Tunnel und nach außen bzw. zur Tunnelwarte für die Einsatzkräfte und den Erhaltungsbetrieb. Zusätzlich werden über diese Kabel die Fre-quenzen der Verkehrssender abgestrahlt, auf die der Tunnelwart allenfalls einsprechen kann.
Außerdem werden im Tunnelbereich laufend Messungen der Trübsicht, der Stickstoff und CO²-Belastung sowie der Längsluftströmung durchgeführt.

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Pressekonferenz am 17. Oktober 2005

Viktor Sigl, Tourismus- und Wirtschafts-Landesrat und Mag. Karl Pramendorfer, Vorstand OÖ. Tourismus

zum Thema

"Startklar für die Wintersaison 2005/06"

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Weitere Gesprächsteilnehmer:

Heinz Gressenbauer, OÖ. Tourismus, Themenmanagement Sport

Rückfragen-Kontakt: Elisabeth Kierner, Tourismus, Tel. (+43 732)72 77-123, +43 664/30 30 444 Gerhard Rumetshofer, Presse LR Sigl, (+43 732)77 20-151 02 , +43 664/14 49 56

Landesrat Viktor Sigl: "Oberösterreich freut sich über erfolgreiche Investitionen"

 

In der vergangenen Wintersaison wurde zugunsten einer Qualitätsoffensive kräftig investiert: insgesamt ca. 51 Millionen Euro flossen in den Infrastrukturausbau der Skigebiete Oberösterreichs, wobei das Land Oö. mit einem Drittel - rund 17 Millionen Euro - unter die Arme griff.

 

Investitionen in großen und kleinen Skigebieten


Im größten Skigebiet Oberösterreichs, der Skiregion Dachstein West (Gosau-Zwieselalm-Rußbach-Annaberg) gingen die neue Achter-Einseilumlaufbahn "Panorama-Jet-Zwieselalm" und die top-moderne Sechser-Sesselbahn Hornspitz-Express II" mit ihren Wetterschutzhauben in Betrieb. Investitionssumme: 13,5 Mio. Euro

  • Am Hochficht konnte mit dem neuen Vierer-Sessellift auf den Zwieselberg ein Kapazitätsvolumen von 2.200 Personen pro Stunde erreicht werden. Investitionssumme: 3,64 Millionen Euro
  • Am Kasberg garantieren 75 neue Schneekanonen und ein neuer Wasserspeicher mit 70.000 Kubikmeter Fassungsvermögen für Schneesicherheit. Investitionssumme: 16,5 Millionen Euro
  • Investitionen in den kleineren Skigebieten wie der Forsteralm bei Gaflenz mit einem neuen Vierer-Sessellift und einem Speicherteich (insgesamt 3,52 Millionen Euro) und der Katrin in Bad Ischl mit einer Beschneiungsanlage und einem Kinderland (1,55 Millionen Euro) sorgen für "Spaß im Schnee in Ihrer Näh".

Heuer ist neben Pistenverbreiterungen auf der Höß die Inbetrieb-nahme der neuen Hannes Trinkl – Weltcupstrecke in Hinterstoder das Highlight der Ferienregion Pyhrn-Priel. Die 2.250 Meter lange Strecke führt beinahe in Falllinie bis zur Abzweigung der Maut-straße, wo im neuen Zuschauerbereich eine nahezu lückenlose Einsicht auf die Strecke ermöglicht wurde. Eingeweiht wird die Strecke bereits im Jänner 2006 mit Europacuprennen. Weltcup-rennen sind für die darauf folgende Wintersaison geplant. An der notwendigen 12-Mio.-Euro-Investition (Weltcup-Strecke + Trainingszentrum Ski-Alpin) hat sich das Land maßgeblich beteiligt.

 

"Die getätigten Investitionen bedeuten eine enorme Qualitäts- und somit Attraktivitätssteigerung in den Skigebieten", ist Sigl überzeugt und: "Mit dem bisher bereits erfolgreich eingeschlagenen Weg des familienfreundlichen Winterlandes Oberösterreich liegen wir bei den Gästen genau richtig. Die positive Tourismusentwicklung der Wintersaison und die Zahlen des vergangenen Winterhalbjahres unterstreichen dies."

 

Plus bei den Wintergästen im Land der Leidenschaften


Die vergangene Winter-Saison 2004/2005 (November 2004 bis April 2005) verlief für Oberösterreichs Tourismuswirtschaft wieder sehr erfolgreich. 2.271.904 Nächtigungen bedeuteten ein Plus von 2 Prozent gegenüber dem vorangegangenen sehr guten Winterergebnis. Bei den Ankünften konnte ebenfalls ein Zuwachs von rund 2 Prozent auf 726.359 verzeichnet werden. Auch im langfristigen Vergleich zeigt sich die steigende Bedeutung der Wintersaison in Oberösterreich: Seit dem Winter 1994/95 ist die Zahl der Ankünfte markant um 28,1 Prozent gestiegen. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer beträgt 3,1 Tage.

 

Oberösterreicher sind klare Sieger


Knapp zwei Drittel der Wintergäste kommen aus dem Inland, davon wiederum entfallen rund 40 Prozent auf die Oberösterreicher selbst: über eine halbe Million Nächtigungen werden von den eigenen Landsleuten getätigt! Gäste aus Wien schlagen mit rund 20 Prozent (284.000 Nächtigungen) zu Buche und liegen an zweiter Stelle bei den Inlandsnächtigungen. Dahinter liegt Niederösterreich, weit voran vor der Steiermark und Salzburg.
Bei den Auslandsnächtigungen hält Deutschland mit rund 58 Prozent nach wie vor eine unangefochtene Spitzenposition. Mit enormen Zuwachsraten warten Tschechien (+ 27,1%) und Ungarn (+ 31 %) auf. Der Wintergast gibt in Oberösterreich täglich durchschnittlich 113 Euro aus.

 

Snow & Fun Card als erfolgreiches Marketinginstrument


Maßnahmen wie die Snow & Fun Card schaffen vor allem im Tagestourismus bzw. bei den oö. Wintergästen enorme Anreize und tragen zur Steigerung der Wertschöpfung bei. In der Wintersaison 2004/2005 wurden insgesamt 2.170 Snow & Fun Karten verkauft, die eine Saison lang in allen sieben Snow&Fun Skigebieten gültig ist. Der Preis einer Snow&Fun Card beträgt für die kommende Saison: Euro 315 für Erwachsene (Vorverkauf Euro 285), die Kids Card bis 15 Jahre Euro 185 (Vorverkauf Euro 165) und die Young Card von 15 bis 19 Jahren Euro 285 (Vorverkauf Euro 265).

 

Starke Angebote im Nächtigungssegment


Künftig will sich die Arbeitsgemeinschaft Snow & Fun verstärkt auf die Entwicklung nächtigungsintensiver Produkte konzentrieren. Die Zusammenarbeit unterschiedlichster Anbieter der Dienstleistungs-kette wird über das Themenmanagement des OÖ. Tourismus koordiniert. Zu den Marketingmaßnahmen gehört die Forcierung attraktiver Urlaubsangebote, um vor allem die Auslastung an Wochentagen zu steigern. "Die Skigebiete sind an Wochenenden beliebte Tagesausflugsziele und sehr gut frequentiert. Während der Woche gibt es aber freie Ressourcen, die künftig verstärkt beworben werden," erklärt Sigl. Die OÖ. Touristik GmbH schnürte gemeinsam mit ihren Partnern Angebote, die den Gästewünschen entsprechen und für optimale Auslastung der Kapazitäten sorgen. Pauschalen wie "Pistengaudi am Hochficht" oder "Einkehrschwung am Kasberg" verknüpfen sieben Tage ungetrübten Urlaubsspaß mit fünf Tagen Skigenuss von Montag bis Freitag.

 

Mag. Karl Pramendorfer: "Note 1 für Winterurlaub in Oberösterreich"

 

Laut der letzten Gästebefragung der Österreich Werbung (Tourismus Monitor Austria, Nov. 2004 bis April 2005) sind fast die Hälfte der oberösterreichischen Winterurlauber Stammgäste. Eine erfreuliche Tatsache, kann  diese Zahl als Richtmaß für die Zufriedenheit der Gäste angesehen werden. Mehr als 80 Prozent der Wintergäste gaben an, dass sie Oberösterreich mit einer Note Eins weiterempfehlen würden.
"Unverfälscht", "gastfreundlich", "sicher", "sympathisch" und "qualitativ hochwertig" sind die maßgeblichen Attribute, die dem Winterurlaubsland Oberösterreich bescheinigt werden. Neben den sportlichen Aktivitäten spielen bei den Wintergästen Kulinarik und Wellness eine wesentliche Rolle. "Das Projekt ‚Genussland Oberösterreich’ kommt somit auch in der kalten Jahreszeit voll und ganz zum Tragen", zeigt sich Pramendorfer erfreut und weist darauf hin, dass das Thema Kulinarik bei allen Marketingaktivitäten des Tourismus mittransportiert wird.

 

Marketingschwerpunkte 2005/2006


Oberösterreichs Winter ist durch und durch auf die Familie eingestellt, die auch die Kernzielgruppe der Marketingmaßnahmen darstellt. Als Haupt-Zielmärkte sind Oberösterreich, Österreich und Deutschland (vor allem Bayern) bzw. Tschechien definiert. Kooperationen mit Auflagen starken Printmedien und dem ORF, Kooperationen mit Skihauptschulen, eine erweiterte e-Marketingkampagne sowie Mailingaktionen stellen wichtige Pfeiler des diesjährigen Marketingkonzeptes im deutschsprachigen Raum dar. Hauptwerbemittel ist der neu gestaltete Katalog Familienwinter 2005/2006, der unter anderem auch bei der Ferienmesse in Wien und der Messe Consumenta in Nürnberg zum Einsatz kommt. Auch am tschechischen Markt beweist Oberösterreich Präsenz: neben Kooperationen im Pressebereich sowie Messeauftritten wird die erfolgreiche Aktion mit dem tschechischen Alpenverein Alpy fortgeführt. Per Mailings werden die 17.000 Mitglieder des Vereins über das aktuelle Wintersport-Angebot in Oberösterreich informiert. Die Wintersport-Broschüre erscheint in tschechischer Sprache in einer Auflage von 25.000 Stück.

 

Top Produkt "Family Mountain" wird erweitert


Schon zum vierten Mal steht der Winter am Hochficht im Böhmerwald ganz im Zeichen von "Family Mountain". Das innovative All-Inclusive Familienangebot entwickelte sich zu einem Buchungsrenner mit mehr als 5.000 Nächtigungen im vergangenen Winter und verwandelte das Skigebiet in den sanften Höhen des Böhmerwaldes zu einem Abenteuerland für die ganze Familie.
 Ausgebildete Family Mountain Guides, die von den Gästen mit der Schulnote 1,0 ausgezeichnet wurden, sorgen für ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm. Eines der vielen "Zuckerl" von Family Mountain: das Mittagessen und die Getränke gibt’s entweder im Hotel oder bei den Partnerbetrieben direkt an der Skipiste.

 

Ab der heurigen Wintersaison heißt es auch in der Ferienregion Pyhrn-Priel "Willkommen im Abenteuerland". Sieben Übernachtungen All-Inclusive im Drei-Sterne Ferienhotel Gut Enghagen in Roßleithen, den Fünf-Tages-Skipass für die Familieskigebiete Hinterstoder und Wurzeralm, einen Fünf-Tages-Skikurs für Kinder von vier bis zwölf Jahren, sechs Tage Kinderbetreuung im Kinderclub oder in der Skischule, Leihausrüstung für Kinder bis zwölf Jahren und 20 Prozent Ermäßigung für Erwachsene beim Ski- und Snowboardverleih im Skigebiet, Wochenprogramm für die Eltern mit zünftigem Eisstockschießen, spannender Wildparkführung und vielem mehr, zwei Mal pro Woche lustige Après-Ski Veranstaltungen und den Skibus in die Skigebiete sind im Preis inkludiert. Das Package kostet pro Erwachsenem ab Euro 649,-- pro Person. Kinder bis acht Jahre sind kostenlos mit dabei, Kinder von neun bis zwölf Jahren erhalten 50 % und von 13 bis 14 Jahren 25 % Ermäßigung. Natürlich gibt's auch tolle "Single-mit-Kind-Ermäßigungen".

 

Neu: Package inkl. Flughafen-Transfer


Ab der kommenden Wintersaison kommt Oberösterreich einem Trend nach, den immer mehr Gäste in Anspruch nehmen: die Anreise mit dem Flugzeug zum Wintersportort. Dem Incoming-Reisebüro OÖ. Touristik GmbH ist es gelungen, gemeinsam mit der Airline Hapag-Lloyd Express ein attraktives Paket zu schnüren, das die bequeme, stress- und staufreie Anreise sichert. Das neue Package beinhaltet fünf oder sieben Übernachtungen mit Halbpension im gemütlichen 3 Stern-Hotel Goisererhof in Bad Goisern inkl. 5 Tages-Skipass für die Skiregion Dachstein-West und Transfer vom Flughafen Salzburg zum Hotel ab Euro 385,- pro Person (exkl. individuelle Anreise per Flugzeug). Verlängerungstage ohne Skipass sind zubuchbar.

 

Alles Wissenswerte zum Thema Wintersport findet sich übrigens auf http://www.wintersport.at/. Neben den aktuellen Schneeberichten inklusive Webcams mit live-Bildern bietet die Seite Infos zu Unterkunftsmöglichkeiten, Veranstaltungen und den Skigebieten.

 

Skiopenings in Oberösterreich

 

Ort/Skigebiet

Termin der Saisoneröffnung *

Nähere Infos

Grünau im Almtal, Kasberg

03.-04.12.2005

http://www.kasberg.at

Hinterstoder, Hutterer Höss

08.12.2005

http://www.hiwu.at

Spital am Pyhrn,Wurzeralm

17.12.2005

http://www.hiwu.at

Ebensee, Feuerkogel

17.12.2005

http://www.feuerkogel.net

Ulrichsberg, Hochficht

03.12.2005

http://www.hochficht.at

Gosau, Dachstein-West

26.11.2005

http://www.dachstein.net

Obertraun, Dachstein-Krippenstein

17.12.2005

http://www.dachstein.at

* (voraussichtlich, je nach Schneelage)

 

Eine Auswahl an Top-Veranstaltungen in Oberösterreich

 

Ort / Destination

Termin

Nähere Infos

Ebensee

05.01.2006

Ebenseer Glöcklerlauf
http://www.traunsee.at/ebensee

Ulrichsberg,Hochficht

06.01.2006

Snow & Fun Event mit Snow & Fun Express
http://www.hochficht.at

Hinterstoder, Hutterer Höss

09.-10.01.2006

FIS Europacup der Herren
http://www.ppu.at

Gosau

07.-14.01.2006

12. Int. Dachstein Alpentrophy – Ballonwoche
http://www.hotel-koller.com

Gosau, Dachstein-West

13.-15.01.2006

Dachstein-West Schneespektakel
http://www.dachstein.net

Spital am Pyhrn, Wurzeralm

23.-24.01.2006

FIS Super G der Damen
http://www.ppu.at/

Ulrichsberg

05.02.2006

XI. Böhmerwald-Volkslanglauf
http://www.boehmerwaldlauf.com

Grünau im Almtal, Kasberg

05.03.2006

Kasberg Gipfellauf
http://www.kasberg.at

Ebensee, Feuerkogel

12.03.2006

5. Ski-Nostalgiefest
http://www.feuerkogel.net

Ebensee, Feuerkogel

18.03.2006

King of Kogl – Snowboard Freeride Cross
http://www.feuerkogel.net

Spital am Pyhrn, Wurzeralm

22.03.2006

Frauen-Power Aktions-Skitag auf der Wurzeralm
http://www.hiwu.at


Nähere Informationen bei der Oberösterreich Tourismus Information, Tel.: 0732/ 221022, Fax: 0732/7277-701; info@oberoesterreich.at, www.oberoesterreich.at bzw. www.wintersport.at

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Pressekonferenz am 17. Oktober 2005

Landesrat Rudi Anschober

zum Thema

"Oberösterreich am Weg zur Spitzenregion bei der Umweltwirtschaft - Umweltpolitik als Beschäftigungsmotor" Vorschau auf größten Umweltwirtschaftskongress Dienstag und Mittwoch in Linz

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Rückfragen-Kontakt: Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 7720-120 83

Oberösterreich am Weg zur Spitzenregion bei der Umweltwirtschaft - Umweltpolitik als Beschäftigungsmotor

 

Laut allen Umfragen steht die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit an erster Stelle der Probleme der Oberösterreicher/innen, gleich dahinter rangieren die wieder deutlich aufgewerteten Umweltfragen. Das Ziel von Umweltlandesrat Rudi Anschober ist es, die beiden Problemlösungen miteinander zu verbinden und durch eine ambitionierte Umweltpolitik und die Förderung der Umweltwirtschaft das Entstehen Tausender neuer Arbeitsplätze zu unterstützen. Oberösterreich hat in den vergangenen Monaten eine Serie an Initiativen gestartet, der morgen beginnende größte Umweltwirtschaftskongress Oberösterreichs in Linz wird ein weiterer wichtiger Impuls sein, damit Oberösterreich zu einer europäischen Spitzenregion der Umweltwirtschaft wird und die Chancen einer neuen industriellen Revolution zum Schaffen Tausender neuer Arbeitsplätze nutzt.

 

Die Umweltwirtschaft wird in den kommenden Jahren international zunehmend zu einem großen Markt werden. Die Chancen, die sich daraus ergeben, sollen auch in Oberösterreich genützt werden. Ein zentrales Ziel des Umweltressorts ist eine ambitionierte Verbindung von Umwelt und Wirtschaft mit der Chance auf Tausende neue Arbeitsplätze. Oö. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: "Ziel ist es, dass Oberösterreich eine führende europäische Region bei der Umweltwirtschaft wird und auf diese Art durch Umweltinvestitionen tausende Arbeitsplätze geschaffen werden. In den ersten beiden Jahren der neuen Landesregierung konnte bereits einiges in Bewegung gesetzt werden."

 

Die nötigen Voraussetzungen dafür wurden unter anderem durch folgende Entwicklungen in den letzten Jahren geschaffen:

 

Immer mehr extreme Witterungssituationen machen verstärkten Klimaschutz notwendig

 

Wir befinden uns nicht vor, sondern bereits mitten in der Klimaveränderung. Die massive Zunahme von extremen Witterungssituationen ist eine Folge davon. Man kann davon ausgehen, dass etwa Hochwassersituationen in Zukunft häufiger vorkommen werden. Alleine in Oberösterreich werden deshalb insgesamt 385 Hochwasserschutzprojekte umgesetzt. Durch die Umsetzung dieses Schutzprogramms wird ein umfassender Konjunkturimpuls mit hoher Beschäftigungswirksamkeit ausgelöst.

 

Aber auch der vermehrte Kauf von regionalen statt importierten Produkten hat einen hohen Beschäftigungseffekt: So hat eine von der Österreichischen Hagelversicherung beauftragte Studie der Johannes-Kepler-Universität in Linz erstmals die positiven Auswirkungen auf Klima, Umwelt und Wirtschaft quantifiziert, wenn mehr heimische bäuerliche Produkte mit kurzen Transportwegen gekauft werden. In Zahlen heißt das: Wenn nur zehn Prozent mehr bäuerlicher statt importierter Produkte konsumiert und fünf Prozent mehr Energie aus österreichischen, nachwachsenden Rohstoffen verwendet werden, steigt das BIP jährlich um rund 2,7 Milliarden Euro österreichweit an. Gleichzeitig werden dadurch 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zusätzlich wird durch den Einsatz von fünf Prozent heimischer erneuerbarer Energiequellen eine Schadenskostenreduktion von 70 Millionen Euro jährlich durch weniger CO2-Emissionen erreicht.

 

Laut einer weiteren Studie der J. Kepler Universität werden in Oberösterreich durch das ÖKOP-Programm jährlich 600 neue Arbeitsplätze geschaffen und durch die errichteten Anlagen etwa 260.000 Tonnen CO2 jährlich eingespart.


Die EU-Erweiterung führt zur Übernahme der EU-Umweltstandards in den neuen Beitrittsländern mit enormen Investitionen
 
In Mittel- und Osteuropa steigt die Nachfrage speziell im Segment der Umweltindustrie, denn vor allem die neuen EU-Mitgliedsstaaten müssen den vorgegebenen Umweltstandard erreichen. Deshalb ist damit zu rechnen, dass in nächster Zeit in die Verbesserung der Umweltsituation und in die Nachrüstung der Infrastruktur mehr als 185 Milliarden Euro fließen werden.
Ein Beispiel: Alleine die Übernahme der EU-Standards in den Bereichen Wasser und Abwasser machen etwa in Tschechien Investitionen von rund 6 Milliarden Euro erforderlich.


Europaweit muss die Energieerzeugung in den nächsten Jahren völlig erneuert werden:

 

Die internationale Energie-Agentur (IEA) in Paris belegt, dass zur Sicherung der Stromversorgung in Europa im Laufe der kommenden zwanzig bis dreißig Jahre unser Kraftwerkspark de facto komplett erneuert werden muss. Das bedeutet dass Kraftwerke in Europa im Ausmaß von rund 600.000 MW neu errichtet werden müssen um den steigenden Strombedarf zu decken. In Österreich besteht lt. Prof. Brauner, TU Wien, ein Bedarf an Neubauten von Kraftwerken in der Größenordnung von 3.000 bis 5.000 MW. Auch die Erweiterung der Europäischen Union wird diese Thematik noch weiter verschärfen, wenn die teilweise gewährten Übergangsfristen im Umweltbereich ablaufen und Altanlagen in neuen Mitgliedsstaaten in großem Ausmaß geschlossen werden müssen. Die Überalterung des bestehenden Kraftwerkspark ist ein grundlegendes Problem in ganz Europa, welches sich in den neuen EU-Mitgliedsstaaten durch den hohen Anteil an wenig effizienten Kohlekraftwerken noch schärfer darstellt.


Die langen Planungs- und Genehmigungszeiträume machen ein baldiges Handeln dringend erforderlich, um hier nicht in eine völlige Abhängigkeit von Stromimporten und damit italienischen Verhältnissen zu kommen. Italien hat es verabsäumt selbst Eigenerzeugungskapazitäten aufzubauen und ist völlig von Stromimporten abhängig - was sich in einem wirtschaftsfeindlichen, doppelt so hohen Strompreis wie in Österreich niederschlägt.
"Langfristig planbare Energiepolitik ist aktive Wirtschaftspolitik zur Standortsicherung", so Energie-Landesrat Rudi Anschober. "Dass wir versuchen müssen alles daran zu setzen - was technisch und wirtschaftlich machbar ist - den Anteil der erneuerbaren Energieträger bei der Stromerzeugung zu erhöhen erklärt sich von selbst, da wir sonst zwar den Strom selbst erzeugen aber im Bereich der Primärenergieträger wie z.B. Erdgas in eine immer stärkere Importabhängigkeit schlittern", so Anschober weiter.

 

Die Internationale Energieagentur schätzt die notwendigen Investitionen in Stromerzeugungskapazitäten allein in den EU15 bis 2030 auf 500 Milliarden Euro.


Oö. Initiativen im Bereich Umweltwirtschaft

 

In Oberösterreich wurde als Antwort auf diese Entwicklungen bereits eine ganze Reihe an Initiativen gesetzt:

 

Erfolgsgeschichte Ökoenergie-Cluster

 

Der Ökoenergie-Cluster - welcher von Rudi Anschober im Jahr 2000 mitinitiiert wurde - umfasst die gesamte oberösterreichische Ökoenergiebranche. Es arbeiten darin Unternehmen aus den Bereichen Sonnenenergie, Biomasse, Biogas, Windenergie, Wärmepumpen, Geothermie und Kleinwasserkraft zusammen.
Im Cluster arbeiten derzeit 138 heimische und 22 tschechische Unternehmen zusammen, mit ca. 2.500 Mitarbeiter/innen, 330 Millionen Euro Umsatz und über 50 Prozent Exportquote.
Die Ökoenergiebranche ist eine der am stärksten wachsenden Branchen mit großen Zukunftschancen und internationalen Marktführern in den Bereichen Solarelektronik, Windkraftwerkstoffe oder Biomassetechnologie.


Netzwerk "Umwelttechnik"

 

Die Umwelttechnik ist eine international dynamische Wachstumsindustrie. Sie zeichnet sich durch hohe Innovationstätigkeit der Unternehmen und eine starke internationale Ausrichtung aus. Der Weltmarkt für Umwelttechnik wird auf ein Gesamtvolumen von 610 Milliarden Euro geschätzt, mit einem jährlichen Wachstum von rund sechs Prozent. Alleine die europäische Umweltindustrie beschäftigt zwei Millionen Mitarbeiter und hat einen Jahresumsatz von 183 Milliarden Euro - rund 1/3 des Weltmarkts. Oberösterreich ist im Umwelttechnik-Sektor gut positioniert: Rund 100 Unternehmen erwirtschaften etwa 1 Milliarde Euro Jahresumsatz mit ca. 18.000 Mitarbeitern.

 

Die klare Vision des kürzlich eingerichteten Netzwerks "Umwelttechnik" ist die internationale Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft von oberösterreichischen Unternehmen in diesem Sektor zu steigern und Oberösterreich in den nächsten Jahren als führende Region im Bereich der Umwelttechnik zu positionieren.
Dies soll durch folgende Zielsetzungen erreicht werden:

  • Stärkung der Oö. Umwelttechnik-Unternehmen
  • Die Oö. Unternehmen für einen Markteinstieg in die Umwelttechnik zu interessieren.
  • Die Industrie für den Einsatz der Umwelttechnik im eigenen Unternehmen gewinnen.
  • Oberösterreich als aktive Umwelttechnik-Region positionieren.

Dem Netzwerk "Umwelttechnik" werden 2,5 Millionen Euro zur Verfügung stehen.


Zusätzlicher Ökobonus für Forschungsprojekte im Umweltbereich

 

Für einen zusätzlichen Ökobonus von fünf Prozent der jeweiligen Projektkosten stellt das Land Oberösterreich der FFG jährlich maximal eine Million Euro zur Verfügung. Die FFG vergibt diesen Ökobonus an Unternehmen, deren Forschungsprojekte spezielle Akzente im Umweltbereich setzen und sich besonders am Grundsatz der Nachhaltigkeit orientieren.

 

Der Ökobonus wird die Umweltwirtschaft als neue Säule der heimischen Wirtschaft stärken. Den Herausforderungen der Globalisierung begegnet Oberösterreich als selbstbewusste Region durch Qualität und Qualifizierung - und damit durch mehr Investitionen in Bildung, Ausbildung sowie Forschung & Entwicklung.

 

Die Oö. Forschungsinitiative wird einen kräftigen Impuls für mehr Arbeitsplätze bringen, da durch den Ökobonus die Umweltwirtschaft weiter gestärkt wird.

 

Nach dem Ökoenergiecluster und dem Netzwerk Umwelttechnik ist dies ein weiterer Erfolg für den Auf- und Ausbau der Umweltwirtschaft und die Schaffung vieler neuer Arbeitsplätze durch Umweltinvestitionen.

 

Der Oberösterreichische Umweltkongress 2005

 

Seit Jahren wird in Oberösterreich einmal jährlich ein Umweltkongress abgehalten. Erstmals in der Verbindung von Umwelt und Wirtschaft. Damit soll ein weiterer Impuls für den Weg Oberösterreichs zu einer Spitzenregion der Umweltwirtschaft entstehen. Morgen Dienstag, 18. Oktober bis Mittwoch, 19. Oktober 2005 findet der diesjährige Oö. Umweltkongress 2005 unter dem Titel "Märkte mit Zukunft - Oberösterreich setzt auf Ökowirtschaft: Perspektiven - Strategien - Ideen" in den Linzer Redoutensälen statt.

 

Teilnehmer/innen und Diskutant/innen sind unter anderem:

  • Zukunftsforscher Matthias Horx
  • Ulrich Winkler  von BP Deutschland
  • DI Klaus Pöttinger, Präsident der Oö. Industriellenvereinigung
  • Prof. Dr. Karl Aiginger, Direktor des Österreichischen Instituts für Wirtschaftsforschung (WIFO)
  • Prof. Friedrich Schneider, Universität Linz
  • Weitere führende Vertreter/innen aus der Umweltwirtschaft, aus Politik und Wissenschaft

Diskutiert werden neben den Märkten der Zukunft auch die erforderlichen Rahmenbedingungen:

  • Welche Trends und Herausforderungen gilt es zu erkennen?
  • Wo liegen die ökologischen Chancen und Absatzmöglichkeiten für oö. Betriebe?
  • Welche Rolle spielen ökologische Nischen?
  • Welche Produkte/Technologien bringen uns die gewünschte Lebensqualität?

In vier Workshops werden in folgenden vier Themenfeldern konkrete Forderungen an die Politik diskutiert und erarbeitet:

  • Netzwerk Umwelttechnik - Wie wird Oberösterreich führende europäische Region?
  • Wie können wir den Markt für Ökoenergie-Technologien stark ausbauen?
  • Wie wird "Öko" zum Standort- und Beschäftigungsfaktor?
  • Biomärkte verdoppeln - wie erhöhen wir den Marktanteil an biologisch produzierten Lebensmitteln?

Die Ergebnisse des Kongresses werden in die Oö. Landespolitik eingebracht.

 

Anschober abschließend: "Der Kongress ist ein nächster wichtiger Schritt der Versöhnung von Ökonomie und Ökologie sowie zur Positionierung Oberösterreichs als europäische Spitzenregion der Ökowirtschaft. Jetzt gilt es Oberösterreichs gute Startposition verstärkt auszubauen."

Presseinformationen

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at