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Landeskorrespondenz Nr. 239 vom 13. Oktober 2005

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LH Pühringer beim Willkommensempfang für die "neue" Exekutive in Oberösterreich Diese Reform ist Antwort auf die Herausforderung des 21. Jahrhunderts und bringt eine zeitgemäße, effiziente und flexible Sicherheitsexekutive

Hohe Akzeptanz in der Öffentlichkeit für diese Reform


(LK)  Als historischen Modernisierungsschritt der Exekutive bezeichnete gertern Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer die Schaffung eines gemeinsamen Wachkörpers von Polizei, Gendarmerie und Zollwache im Rahmen eines Willkommen- Empfanges für die "neue" Exekutive im Landhaus.

 

Oberösterreich gehöre heute zu den sichersten Regionen der Welt. "Eine Tatsache, die wir natürlich zuallererst den Beamten von Polizei, Gendarmerie und Zollwache und ihrem Einsatz in den letzten Jahren zu verdanken haben.

 

Allerdings: Gesellschaftliche Rahmenbedingungen entwickeln sich weiter, das Umfeld unseres Landes verändert sich. Was für alle Bereiche des öffentlichen Lebens gilt, gilt auch für die öffentliche Sicherheit. Zeiten starken Wandels bringen nicht nur Chancen mit  sich, sie bedeuten auch neue Risken und Bedrohungen", erklärte Pühringer.

 

Diese Reform sei die Antwort auf diese Herausforderung des 21. Jahrhunderts. Sie bringt eine zeitgemäße, effiziente und flexible Sicherheitsexekutive. Ziel der Reform: Eine einheitliche Polizei, die sich voll auf ihre Kernaufgaben konzentrieren kann: Die Bekämpfung der Kriminalität und die Steigerung der Verkehrssicherheit.

 

Durch die  Reform wurden Doppelgleisigkeiten beseitigt, Abläufe vereinfacht und reduziert. Durch die Straffung der Kommanden sollen rund 500 Exekutivbeamte österreichweit  für eine direkte Bekämpfung der Kriminalität frei werden.

 

Pühringer wies in diesem Zusammenhang auch darauf hin, dass die Exekutivreform auch von der Öffentlichkeit mit großem Interesse verfolgt wurde. Das geht aus einer market-Umfrage hervor, die im Auftrag des Landes Oberösterreich durchgeführt wurde. 94% der Landesbürger gaben dabei an, von der Polizeireform gehört zu haben. Gleichzeitig wurde die Zusammenlegung von Gendarmerie und Polizei positiv beurteilt. Mehr als 2/3 der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher beurteilten sie als "sehr gut" oder als "gut", nur 20% als "schlecht", der Rest war unentschieden.

 

"Wenn man bedenkt, dass Reformen oft mit viel Erklärungsbedarf verbunden sind, dass es oft lange Zeit braucht, um ein Bewusstsein für die Notwendigkeit von Modernisierungsschritten zu schaffen, dann kann man erst  ermessen, wie gut diese Reform von der Öffentlichkeit angenommen wird", betonte Pühringer.

 

Die Exekutive genieße beim Bürger Vertrauen. Vertrauen, das tagtäglich hart erarbeitet werden muss. Unsere Exekutive verzeichnet dabei beeindruckende Erfolge, so Pühringer: Oberösterreich weist mit 54,1% im September die höchste Aufklärungsquote aller Bundesländer auf. In keinem anderen Bundesland ist sie im Vergleich zum Vormonat so deutlich gestiegen (+9,8%).

 

Pühringer bedankte sich in diesem Zusammenhang bei allen Polizeikräften für ihr hohes Engagement und ihren Erfolg beim Kampf gegen die Kriminalität. "Das Land Oberösterreich steht zur Exekutive, zu ihren Leistungen, aber auch zu ihren Reformschritten, die sie selbst ausgearbeitet hat. Wir unterstützen ausdrücklich diese historische Modernisierung der Sicherheitsexekutive in unserem Land und heißen jene, die im Zuge dieser Reform neue Funktionen übernommen haben, herzlich willkommen und wünschen viel Kraft und Erfolg für ihre verantwortungsvolle Tätigkeit."

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

LH Pühringer bei Auftaktveranstaltung der Leseinitiative "Lese(t)raum Oberösterreich": Oberösterreich investiert von 2005 bis 2007 über 3,5 Millionen Euro in die Leseförderung

(LK) Auf den Stellenwert des Lesens als "Mutter aller Kompetenzen" wies Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer heute bei der Auftaktveranstaltung der Leseinitiative "Lese(t)raum Oberösterreich" in Wels hin. "Trotz aller modernen Technik ist Lesen nach wie vor unerlässlich, um erfolgreich eine Schul- und Berufsausbildung zu absolvieren und im Berufsleben bestehen zu können. Wer Leseschwächen hat, dem bleiben viele Bereiche des alltäglichen gesellschaftlichen Lebens verschlossen. Lesen bestimmt somit maßgeblich die soziale Position in unserer Gesellschaft mit."

 

Aus diesem Grund hat das Land Oberösterreich eine umfassende Leseinitiative gestartet, die sich vorwiegend an Kinder und Jugendliche richtet.

 

Bereits bisher hat das Land Oberösterreich viele Initiativen zur Steigerung der Leseförderung gesetzt. Jährlich wurden Landesgelder in der Höhe von rund 850.000 Euro für Leseförderung ausgegeben. Ein Großteil davon floss in Unterstützung von öffentlichen Bibliotheken und Schulbibliotheken.

 

Für die nächsten drei Jahre stockt das Land Oberösterreich diese Mittel auf und wird insgesamt über 3,5 Millionen Euro für die Leseförderung zur Verfügung stellen. Besonderer Stellenwert dabei kommt einer leistungsfähigen Leseinfrastruktur und einem buchfreundlichen Umfeld zu. Der Besuch von Bibliotheken im Kinder- bzw. Schulalter wirkt sich erwiesener Maßen positiv auf das spätere Leseverhalten aus. Zwei Drittel aller oberösterreichischen Gemeinden haben bereits eine öffentliche Bibliothek und jede Schulsitzgemeinde hat eine Schul- oder Klassenbücherei.

 

Der dafür notwendige Ankauf von Medien wurde vom Land Oberösterreich in den öffentlichen Bibliotheken mit durchschnittlich rund 40 %, in Schulbibliotheken sogar mit 50 % gefördert.

 

Die Leseinitiative des Landes wird viele Bereiche umfassen, betonte Pühringer. Als Beispiele dafür nannte er:

  • vermehrte Elternschulungen in Kindergärten und Schulen
  • die Installation eines eigenen Lesekompetenzzentrums in Wels, das heute präsentiert wurde
  • ein sogenanntes "Lesemobil", das ebenfalls heute vorgestellt wurde
  • eine eigene Förderung für höhere Schulen, wenn Initiativen zur Leseförderung gesetzt werden
  • die Einrichtung von Lesezonen in den Landesmusikschulen unter dem Titel "Lesen statt warten".
  • eine Reihe von Aktionen im Stifterhaus als Lesehaus, wie etwas Kinder- und Literaturtage

"Unseren Kinder die Grundvoraussetzungen fürs Lesen mitzugeben, sehe ich als eine der obersten kultur- und bildungspolitischen Aufgaben an, die wir haben. Wir müssen noch bessere Rahmenbedingungen schaffen, die den engagierten Vermittlerinnen und Vermittlern und den Kindern Möglichkeiten geben, das Lesen zu entdecken, sodass Lesen eine Selbstverständlichkeit im Alltagsleben aller Kinder werde kann", erklärte Pühringer.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Österreichischer Musikwettbewerb GRADUS AD PARNASSUM 2005 vom 17. bis 22.10 in Toblach/Bozen

Viola, Violoncello, Gesang, Blechbläserkammermusik
Patronanz: Universität Mozarteum Salzburg

 

(LK) Der Österreichische Spitzenwettbewerb GRADUS AD PARNASSUM 2005 im Oktober im Kulturzentrum Grand Hotel Toblach wird 68 der besten Nachwuchskünstler/innen der österreichischen Musikuniversitäten und Konservatorien bis zum Alter von 26 Jahren (bei Gesang 28 Jahren) versammeln.

Als erste Musikuniversität hat 2005 das Mozarteum die Patronanz für den GRADUS übernommen. Damit verbunden ist die künstlerische Betreuung aller vier Sparten durch prominente Professoren des Salzburger Mozarteum. Thomas Riebl, Heidi Litschauer, Hans Gansch und Heiner Hopfner haben sowohl die Erstellung der Literaturanforderungen als auch die Wahl der Juroren mit großem Fachwissen und sorgfältigen Überlegungen begleitet und garantieren damit eine bestmögliche professionelle Ausrichtung dieser Veranstaltung. Dieser wichtige Schritt hin zu einem künstlerischen Ereignis von großer nationaler Bedeutung wird in den kommenden Jahren auch mit den anderen vier Musikuniversitäten fortgesetzt werden.
vier Fachjuristen mit Persönlichkeiten aus dem internationalen Musikleben werden in zwei Durchgängen, vom 17. bis 22.10 die künstlerischen Leistungen in den solistischen Wertungskategorien Viola, Violoncello, Gesang sowie kammermusikalisch für Blechbläser beurteilen.

Im abschließenden Galakonzert am Samstag, dem 22. Oktober 2005 um 20:30 Uhr im Konzerthaus "Joseph Haydn" wird unter den jeweiligen Gewinnern der GROSSE GRADUS AD PARNASSUM PREIS 2005 ermittelt werden. Die Solisten werden vom Haydn-Orchester Bozen unter der Leitung von Marcello Panni begleitet.
Als Rahmenprogramm findet am Freitag, dem 21. Oktober 2005 um 17:00 Uhr ein Preisträgerkonzert im Gustav-Mahler-Saal des Kulturzentrums Grand Hotel Toblach statt.

 

Die Solistenpreise sind mit je 3.000,00 Euro, der Kammermusikpreis mit 6.000,00 Euro dotiert, GROSSE GRADUS AD PARNASSUM PREIS ist mit zusätzlich 3.000,00 Euro dotiert und mit einer Konzerteinladung verbunden (Solisten mit dem Wiener KammerOrchester im Wiener Konzerthaus, mit dem Bruckner Orchester im Brucknerhaus Linz, Blechbläserkammermusik beim Internationalen Kammermusikfestival "Allegro Vivo").
Die Österreichischen Jugendmusikwettbewerbe MUSIK DER JUGEND versuchen, mit dem Österreichischen Spitzenwettbewerb GRADUS AD PARNASSUM mitzuhelfen, die musikalische Elite in unserem Land zu finden und zu fördern und somit auch einen Gradmesser für die Befindlichkeit des heimischen Künstlernachwuchses darzustellen.

Musik der Jugend, Bundesgeschäftsführerin Mag.ª Barbara Schierl (+43 732) 77 20-154 83

Termine der Beratungsstellen

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Am Samstag, 15. Oktober 2005 findet für den Bezirk Gmunden, Landeskrankenhaus Gmunden, Miller v. Aichholzstr. 49, eine therapeutische Zusammenkunft der Zielgruppe, von 18:00 bis 20:00 Uhr, statt.

 

Familien-Servicestelle

 

(LK) Das Familienservice  beim Amt der Oö. Landesregierung in Linz, Bahnhofsplatz 1 erteilt Auskunft über alle familiären Belange. Telefonische Anmeldungen und Anfragen werden am Montag und Dienstag von 7:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 17:00 Uhr, am Mittwoch und Donnerstag von 7:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30  bis 17:00 Uhr sowie am Freitag von 7:30 bis 12:30 Uhr unter der Telefonnummer +43 732/77 20-118 31, -118 32 entgegen genommen.


Jugend- und Drogenberatung für kommende Woche

 

(LK) "POINT" - Beratungsstelle für Suchtfragen, Linz, Starhembergstraße 11/2:

  • nach telefonischer Vereinbarung: Tel. +43 732/77 08 95;

Jugend- und Drogenberatung "CIRCLE", Wels, Richard-Wagner-Straße 3:

  • nach telefonischer Vereinbarung: Tel. +43 7242/452 74

Jugend-, Drogen- und Alkoholberatung "EGO", Braunau, Ringstraße 45:

  • nach telefonischer Vereinbarung: +43 7722/846 78

"X-DREAM" - Beratungsstelle für Jugend- und Suchtfragen, Steyr, Bahnhofstraße 8/2:

  • nach telefonischer Vereinbarung: +43 7252/534 13

"IKARUS" - Beratungsstelle für Jugend- und Suchtfragen, Vöcklabruck, Dr. Alois-Scherer-Straße 17/1:

  • nach telefonischer Vereinbarung: +43 7672/224 99

Gmunden, Kößlmühlgasse 4:

  • nach telefonischer Vereinbarung: +43 7612/770 66

 Jugendinformation und Jugendberatung

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

 

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. +43 732/117 99: Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at,  http://www.jugendservice.at/
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. +43 7272/758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. +43 7942/725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservice Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. +43 7248/644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservice Kirchdorf, Kirchengasse 6, 4560 Kirchdorf, Tel. +43 7582/604 16, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-kirchdorf@ooe.gv.at
  • Jugendservice Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. +43 7262/581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-mail: jugendservice-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservice Ried, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. +43 7752/715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: Jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservice Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. +43 7289/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. +43 7712/357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. +43 7252/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstr. 16, 4600 Wels, Tel. +43 7242/21 14 11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. +43 7612/17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugenservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. +43 7672/757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. +43 7722/222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

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Pressekonferenz am 13. Oktober 2005

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer

und

Landtagspräsidentin Angela Orthner


zum Thema

"Biografische Datenbank (Politiker/innen-Datenbank) des Oö. Landesarchivs"

108,34 KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:

Direktor Dr. Gerhart Marckhgott, Oö. Landesarchiv Brigitta Killinger, Oö. Landesarchiv

Rückfragen-Kontakt:

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07 und Mag.ª Christa Höllhumer (+43 732) 77 20-117 44

Biografische Datenbank (Politiker/innen-Datenbank) des Oö. Landesarchivs


Auf Anregung von Landtagspräsidentin Angela Orthner hat das
Oö. Landesarchiv in den letzten eineinhalb Jahren an einer umfassenden Dokumentation der Mitglieder der Landesregierungen und Landtagsabgeordneten gearbeitet.


Informationen über oö. Politiker/innen seit 1861

 

Rechzeitig vor dem Nationalfeiertag einem weiteren Höhepunkt des Gedenkjahres 2005, sind auf der Homepage des Landes Oberösterreich (http://www.land-oberoesterreich.gv.at/) ab sofort biografische Informationen über die oberösterreichischen Politiker/innen seit dem ersten modernen Landtag 1861 verfügbar.

 

Das Landesarchiv hat die wichtigsten Lebens- und Berufsdaten sowie weiterführende Literaturangaben in einer Datenbank erfasst, die vor allem schnelle und verlässliche Erstauskunft bietet.

 

Die Internet-basierte Applikation wurde vom Rechenzentrum des Amtes der Oö. Landesregierung erstellt, die inhaltliche Bearbeitung und Ergänzung früherer Texte führte im Landesarchiv ein Team von Fachleuten durch. Frau Brigitta Killinger steht als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

 

Verschiedenste historische Quellen

 

Als Quellen wurden die einschlägigen Arbeiten von Prof. Dr. Harry Slapnicka herangezogen, vor allem die Bände zur "politischen Führungsschicht" und die biografische Reihe "Oberösterreicher", außerdem das Biografische Handbuch des National- und Bundesrates und weitere Spezialliteratur. Nicht zuletzt boten auch die Landtagsprotokolle sowie Unterlagen aus den Aktenbeständen des Landesarchivs wesentliche Ergänzungen des Datenmaterials.


Höchstmögliche Aktualität wird angestrebt

 

Besonders wichtig für die angestrebte Aktualität der Biografien ist die laufende Auswertung der Tagespresse und der Internetseiten der Parteien bzw. der politischen Klubs in Land und Bund sowie des Parlaments.


Datenbankstruktur ermöglicht umfassende Recherchen

 

Die Verwaltung von Informationen in einer Datenbank setzt eine klare Strukturierung voraus. Das ermöglicht nicht nur Recherchen nach Einzelpersonen, sondern auch Abfragen nach regionalen, zeitlichen oder statistischen Gesichtspunkten möglich, wie sie für Feiern und Festschriften, aber auch von Schüler/innen oder Heimatforscher/innen gerne gefragt werden.


In der Datenbank sind pro Person die wichtigsten biografischen Basisdaten erfasst, nach Möglichkeit auch Fotos. Nicht nur aus technischen, sondern auch aus inhaltlichen Gründen, wird unterschieden zwischen politischen Funktionen, die in unendlicher Vielfalt auftreten, und politischen Mandaten, die gesetzlich definiert sind und daher exakte Bezeichnungen haben.


Ziel: Schnelle Präsentation biografischer Grunddaten

 

Im Unterschied zu den meisten 'erzählenden', unstrukturierten Biografien ist der primäre Zweck dieser Datenbank nicht die Würdigung oder gar Bewertung einer Person, sondern die schnelle Präsentation verlässlicher biografischer Grunddaten. Literarische Texte können als Anhang zum jeweiligen Datensatz hingefügt werden. Davon unabhängig wird im Literaturverzeichnis immer auf die wichtigsten Quellen verwiesen, damit weiterführende und vertiefende Recherchen möglich sind.


Derzeit 1.200 Personen erfasst

 

Derzeit sind alle Abgeordneten zum Landtag, zum Reichs-, National- und Bundesrat, alle Landesrätinnen und Landesräte, Statthalter und Landeshauptmänner sowie alle "oberösterreichischen" Minister/innen und Staatssekretär/innen seit 1861 erfasst (Kriterium Geburtsort). Dieser Kreis umfasst etwa 1.200 Personen.

 

Weiterentwicklung in Vorbereitung

 

In noch unveröffentlichtem Zustand sind bereits ca. 2.000 zusätzliche Biografien prominenter Persönlichkeiten vorwiegend aus Politik und Kultur erfasst, weitere ca. 4.000 Datensätze sind in Vorbereitung (aus Wissenschaft, Kunst, Wirtschaft etc.). Das Landesarchiv wird in nächster Zeit Teilprojekte zur Erfassung leitender Persönlichkeiten regionaler Verwaltungseinheiten und ähnlicher, klar definierter Gruppen durchführen und so die Datenbasis kontrolliert und systematisch ausbauen.


Ergänzung im Rahmen von "Oö. in der Zeit des Nationalsozialismus"

 

2006 werden mit dieser Applikation auch jene Biografien national-sozialistischer Spitzenbeamten und Funktionäre veröffentlicht, die derzeit im Rahmen der Projektes "Oberösterreich in der Zeit des Nationalsozialismus" erforscht werden.


Kooperationspartner nutzen Datenbankapplikation

 

Das Landesarchiv bietet potentiellen Kooperationspartnern die gemeinsame Nutzung der Datenbankapplikation als zeitgemäßes Publikationsmedium an. So wurde kürzlich eine Zusammenarbeit mit dem Biografischen Archiv des Stifterhauses vereinbart. Dieses Archiv versteht sich als "Dokumentationsstelle des Landes Oberösterreich, in der bio-bibliografische Daten von Persönlichkeiten aus Kunst, Literatur, Musik und Wissenschaften etc. erfasst werden."

 

Einfacher Zugang über Internet

Ausgewählte statistische Daten:

 

1919 erstmals Frau in Landtag und Bundesrat

 

Zwischen der I. (8. Juni 1861 bis 22. Dezember 1866) und der
XI. Wahlperiode (21. September 1909 bis 1915) waren im oberösterreichischen Landtag keine Frauen vertreten. Erstmals in der XII. Wahlperiode (23. Juni 1919 bis 18. Mai 1925) war mit Maria Beutlmayr eine Frau im Landtag. Franziska Starhemberg wurde außerdem vom Landtag in den Bundesrat entsandt.

 

Zwischen der XII. und XX. Wahlperiode (1919 bis 1973) lag die Zahl der Frauen im Oö. Landtag zwischen 0 und 2. Erst ab der XXI. Wahlperiode erhöhte sich die Zahl der weiblichen Abgeordneten:

  • XXI. Wahlperiode: 3 Frauen im Landtag und 2 Bundesrätinnen
  • XXII. Wahlperiode: 4 Frauen im Landtag und 2 Bundesrätinnen
  • XXIII. Wahlperiode: 6 Frauen im Landtag und 2 Bundesrätinnen
  • XXIV. Wahlperiode: 16 Frauen im Landtag und 3 Bundesrätinnen
  • XXV. Wahlperiode: 20 Frauen im Landtag und 2 Bundesrätinnen

Heute sind 21 Frauen im Landtag und zwei Frauen im Bundesrat vertreten (siehe auch Grafik in der Beilage).


Sieben Abgeordnete nur drei Wochen in ihrer Funktion

 

0,07 Jahre oder gut drei Wochen übten ihre Abgeordnetenfunktion nach Auskunft der Datenbank insgesamt sieben Abgeordnete aus. Zwei Abgeordnete waren nur 0,15 Jahre in dieser Funktion tätig, vier Abgeordnete jeweils ein Vierteljahr.

 

Abgeordnete mit den kürzesten Funktionsperioden

Name

Vorname

Geburtsjahr

Jahre

Coudenhove

Franz Karl

1825

0,07

Holenia

Edmund

-

0,07

Ichzenthaler

Ludwig

-

0,07

Kornseis

Bernhard

1814

0,07

Löwenfeld

Moritz

-

0,07

Rogner

Edmund

1819

0,07

Sonntag

Leopold

1807

0,07

Maislinger

Peter

1823

0,15

Schwarzmayr-Lindinger

Georg

1901

0,15

Bernauer

Friedrich

1899

0,25

Fölser

Gustav Bernhard Laurenz

1836

0,25

Gruber

Rudolf

1921

0,25

Neudorfer

Franz

1927

0,25

Dorfner

Josef

1820

0,32

Grünn

Johann

1916

0,4

 

Längstdienender Abgeordneter 36,7 Jahre im Landtag

 

Am längsten im Landtag vertreten war mit 36,7 Jahren Ökonomierat Alois Bachinger aus Gaspoltshofen, der von der XVII. Wahlperiode (ab 5. November 1949) bis zum Ende der XXII. Landtagsperiode (27. Dezember 1985) als Abgeordneter, Klubobmann sowie Zweiter und Dritter Präsident des Landtages für die FPÖ, die Wahlpartei der Unabhängigen (WdU) bzw. die Freiheitliche Wählergemeinschaft (FW) in diesem Gremium vertreten war. Es folgen Ignaz Huber, katholisch-konservativer Abgeordneter für den Wahlbezirk Wels und ab 1870 auch Bürgermeister von Schleißheim, mit 34,1 Jahren und Franz Leitenbauer, mehr als 40 Jahre ÖVP-Bürgermeister von Atzesberg, mit 32,7 Jahren im Landtag.

 

Abgeordnete mit den längsten Funktionsperioden

Name

Vorname

Geburtsjahr

Jahre

Bachinger

Alois

1914

36,7

Huber

Ignaz

1840

34,1

Leitenbauer

Franz

1925

32,7

Bauer

Walter

1922

29,9

Dürr

Ernst Karl Leo

1921

29,9

Heindl

Leopold

1834

29,1

Natzmer

Helmut Georg

1927

29,0

Plasser

Franz

1893

28,6

Buchinger

Johann

1928

28,3

Hödlmoser

Matthias

1907

27,9

Zehetmayr

Johann

1839

27,4

Mayr

Max

1864

27,2

Eigner

Moritz

1822

27,1

Moser

Philipp

1826

27,1

Schlegel

Josef

1869

26,6

 

Wenige Veränderungen im Durchschnittalter der Abgeordneten

 

Auf Basis der Informationen aus der Datenbank wurde auch ein Vergleich des Durchschnittsalters der Abgeordneten Ende des 19. und Ende des 20. Jahrhunderts angestellt (siehe Grafik in der Beilage). Dabei zeigen sich nur geringe Veränderungen, wie etwa die Jahre 1871 (47,3 Jahre), 1878 (49,44 Jahre), 1884 (52,04 Jahre), 1991 (45,99 Jahre), 1997 (47,19 Jahre) und 2003 (47,76 Jahre) zeigen.

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Pressekonferenz am 13. Oktober 2005

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl
zum Thema

"1. Gesundheitstag für Oö. Landesbedienstete"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:

HR Dr. Peter Csar, Landespersonalausschuss Obmann-Stv. Klaus Lang,
Obmann des Gesundheitsbeirates

Rückfragen-Kontakt: Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55

Gesundheit ist die wichtigste Voraussetzung für Schaffenskraft und Erfolg- kurzum für das "Sich Wohlfühlen". Das Land Oö. und die Personalvertretung sind sich der großen Bedeutung der Förderung der Gesundheit ihrer Mitarbeiter/innen bewusst. Wir wollen der primären Aufgabe der Gesundheitsvorsorge gerecht werden und als öffentlicher Dienst mit gutem Beispiel voran gehen.

 

Mit unserem Gesundheitsförderungsprogramm wollen wir jedem die Möglichkeit bieten, seine körperliche und geistige Fitness zu steigern, seine Arbeits- und Lebensqualität zu verbessern, neue Energiequellen zu entdecken und diese erfolgreich auszuschöpfen. Die neue "Fitness" soll uns für die Herausforderung der Zukunft wappnen und helfen, gesundheitliche Beeinträchtigungen zu verringern, so Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl.


GESUNDHEITSFÖRDERUNGSPROGRAMM LAND
     
Das Gesundheitsförderungsprogramm wurde vom Landespersonalausschuss erarbeitet. Ziel des Projektes ist die Bewusstseinsbildung und Vermittlung von Wissen, Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Bereichen Ernährung, Bewegung, soziale und mentale Stärke.

 

Nutzen für die Landesbediensteten:

  • Körperliche und geistige Fitness steigern
  • Arbeits- und Lebensqualität verbessern
  • Energiequellen entdecken und erfolgreich ausschöpfen
  • Neuen Herausforderungen gewachsen sein
  • Gesundheitliche Beeinträchtigungen verringern und vorbeugen
  • Arbeitsklima verbessern
  • Lust auf Leben! Lust auf Erfolg! Vital durchs Leben!
  • Selbstbewusst durchs Leben gehen

Nutzen für das Unternehmen:

  • Arbeitszufriedenheit, Motivation und gegenseitige Wertschätzung erhöhen
  • Bewusstsein bei allen Mitarbeiter/innen schaffen, dass Gesundheit wichtigste Voraussetzung für Schaffenskraft und Erfolg ist
  • Krankenstände verringern
  • Attraktivität als Dienstgeber bei neuen und langjährigen Mitarbeiter/innen steigern
  • Produkt- und Dienstleistungsqualität sichern
  • Betriebliche Kommunikation und Kooperation verbessern
  • Mitarbeiter/innen im Umgang mit Belastungen unterstützen

PROJEKTAUFBAU GESUNDHEITSFÖRDERUNGSPROGRAMM

 

Thema Ernährung:


Betriebsküche: Verwendung von Biolebensmitteln, Kooperation mit Biobauern, Naturkostecke, Einbindung von Ernährungsberatern, gesunde Jause. Weiters soll es Infobroschüren und Folder über "Gesundes Essen" geben.

 

Thema Bewegung:


Einbindung Club Aktiv, Anti-Lifttag, Gesundheitsübungen für alle Kollegen im Intranet oder live, Infos über einen gesunden Arbeitsplatz.

 

Thema Gesundheitsvorsorge:


Gesundheitsstraße durch die Sanitätsdirektion, Vorsorgeuntersuchung fördern.

 

Thema Vitalpass:


Der Vitalpass soll Wegweiser, Planer und Begleiter des persönlichen Gesundheitstrainings sein.

 

Thema Zentrales Gesundheitsprogramm:


Das Zentrale Gesundheitsprogramm beinhaltet mehrtägige Veranstaltungen, Seminare und Workshops zu den vier Bereichen Ernährung, Bewegung, soziale und mentale Stärke bzw. Gesundheitsvorsorge.

 

ÖKONOMISCHE EFFEKTE DER GESUNDHEITSVORSORGE

 

Die ökonomischen Effekte einer betrieblichen Gesundheitsvorsorge werden laut internationalen Studien wie folgt geschätzt:

  • Entgeltfortzahlungen: Sparpotential bis rund 17%
  • Krankenstandstage: 12-36% weniger
  • Erwerbunfähigkeitspensionen: Verminderung um max. 17%
  • Ausgaben für Krankenbehandlung: Reduktion zwischen 17% und 46%

GESUNDHEITSFÖRDERPROGRAMM BASIERT AUF KOOPERATION

 

Das Gesundheitsförderprogramm basiert auf einer Kooperation von verschiedenen Beteiligten:

  • Dienstgeber (gespag/ Land Oberösterreich)
  • Aus- und Fortbildung
  • Betriebsküche
  • Landessanitätsdirektion
  • Landespersonalausschuss
  • KFL
  • Sponsoren
  • Landeserholungsheime, Kuranstalten, Club Aktiv

Mit dem Gesundheitsprogramm werden ALLE Mitarbeiter/innen des Landes Oberösterreich angesprochen, unabhängig von der Hierarchie, des Alters und der jeweiligen Aufgabe!

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Pressekonferenz am 13. Oktober 2005

Umwelt- und Energie-Landesrat Rudi Anschober

Wohnbau-Landesrat Dr. Hermann Kepplinger

und

Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger


zum Thema

"Klimaretter vor den Vorhang"

104,07 KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:

DI Andreas Drack, Projektleiter der Klimarettung

und Klimaschutzbeauftragter des Landes Oberösterreich

Rückfragen-Kontakt:

Thomas Peter Stadlbauer (+43 732) 77 20-120 82, Mag.ª Sabrina Hebenstreit (+43 732) 77 20-120 43 und Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17

Bilanz u. Ausblick nach dreieinhalb Jahren Klimarettung: Klimaretter vor den Vorhang

 

Dreieinhalb Jahre ist es her, dass das Programm Klimarettung des Landes Oberösterreich ins Leben gerufen wurde. Die Projektträger LH-Stv. DI Erich Haider mit dem Verkehrsressort, Landesrat Dr. Josef Stockinger mit dem Agrarressort und Landesrat Rudi Anschober mit dem Umwelt- und Energieressort können erneut eine stolze Bilanz für dieses inhaltlich anspruchsvolle und in der Form europaweit einzigartige Klimaschutzprojekt vorweisen. Mit der Veranstaltung "Klimaretter vor den Vorhang" am 13.10.05, dem Tag der Internationalen Katastrophenvorsorge, werden die Partner und Projekte der Klimarettung der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Die Bilanz nach dreieinhalb Jahren:

  • Mehr als 3.200 Haushalte haben ihre Haushalts-Klimabilanz eingereicht, 223 davon sind besonders klimabewusste Klimapioniere, 1.202 haben die Stufe zum Klimaretter erklommen.
  • 22 Schulen setzen Klimarettungs-Projekte um.
  • 147 Betriebe sind Klimapioniere, Klimaretter oder Klimarettungspartner
  • 61 Städte und Gemeinden sind Klimarettungspartner
  • 23 Wohnbauträger sind Klimapioniere bzw. Klimaretter
  • Mit der Energie AG Oberösterreich tritt neben der erdgas oberösterreich und demE-Werk Wels der dritte Energieversorger der Klimarettung bei.
  • Mit derDiözese Linz  und der OÖ. Landjugend engagieren sich zwei große Organisationen für die Klimarettung
  • 16 fertig ausgearbeitete Gemeindeprojekte stehen auf http://www.klimarettung.at/ bereit
  • Die Info-Drehscheibe http://www.klimarettung.at/ hat seit Mai dieses Jahres ein neues Kleid mit einem übersichtlicheren Muster.

Schwierige Ausgangssituation:

  • Das komplexe Thema Klimawandel war für die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht greifbar, geschweige denn war die direkte Betroffenheit gegeben.
  • Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit konnte die Bevölkerung für den Klimaschutz sensiblisiert werden, wofür nicht zuletzt auch die Wetterextrema seit dem Jahr 2002 (Hochwasser, Stürme, etc.) gesorgt haben.

Klimarettung hat viele Partner


Der vom Menschen verstärkte Treibhauseffekt geht vor allem auf den stark gestiegenen Verbrauch fossiler Brennstoffe und das dadurch emittierte Kohlendioxid (CO2) zurück. Da dafür verschiedene Sektoren verantwortlich sind, bietet die Klimarettung in den Kategorien Haushalten, Schulen, Betriebe, Organisationen, Städte und Gemeinden sowie Wohnbauträger eine Klimapartnerschaft die auf Basis freiwilliger Selbstverpflichtungen an. Die unterschiedlichen Teilnahmekriterien sowie Anreize sind ebenso auf http://www.klimarettung.at zu finden, wie alle Klimapioniere, Klimaretter und Klimarettungspartner mit ihren Klimaschutzleistungen.

 

Zwei Erfolgsfaktoren:

  • Die Partner der Klimarettung haben erkannt, dass Klimaschutzmaßnahmen vielfach keine Einschränkung oder wirtschaftliche Belastung darstellen. Großteils entlasten sie sogar das Haushaltsbudget oder amortisieren sich in wenigen Jahren.
  • Klimaschutzmaßnahmen haben positive Effekte auf die Gesundheit, die Lebensqualität und die Volkswirtschaft (Arbeitsplätze, Export, Technologieentwicklung)

Zuwachs in der Klimarettung


In der Kategorie der Klimaretter und Klimapioniere beteiligen sich laufend neue Haushalte, Betriebe und Wohnbauträger und erfüllen die vorgegebenen Kriterien.

 

In der Kategorie Klimarettungspartner werden mit Berufsgruppen, die in klimarelevanten Bereichen arbeiten, spezielle Teilnahmekriterien verhandelt. Bisher konnten in folgenden Sparten die Verhandlungen erfolgreich abgeschlossen werden:

  • Architekten
  • Banken
  • Baumeister
  • Bezirksabfallverbände
  • Bildungshäuser
  • Contractoren
  • Elektrohändler
  • Energieversorger
  • Hafner
  • Landwirte
  • Lebensmittelhandel
  • Passivhausfirmen (IG Passivhaus)
  • Rauchfangkehrer

Darüber hinaus ist die Klimarettung an Partnerschaften mit Organisationen interessiert, die ihre Mitglieder für den Klimaschutz motivieren:

  • Die Diözese Linz ist am 5. Oktober 05 der Klimarettung beigetreten (Partnerschaften werden dabei auch mit einzelnen oö. Pfarren abgeschlossen)
  • Die OÖ. Landjugend mit ihren 18.000 Mitgliedern und 201 Ortsgruppen ist seit Anfang 2005 Klimarettungspartner und hat heuer das Thema Klimaschutz als einen Schwerpunkt in ihren Aktivitäten behandelt.

Von der Klimarettung zur "Klimafamilie"


Eine Strategie der Klimarettung ist die Vernetzung der Klimaretter, -pioniere und Klimarettungspartner zu einer "Klimafamilie".  Für dieses Vorhaben spielen die Städte und Gemeinden, von denen bis dato 61 Klimarettungspartner sind, eine wesentliche Rolle. Gemeinsam mit den lokalen und regionalen Klimarettungspartnern können sie maßgeschneiderte Beratungs- und Dienstleistungsangebote ausarbeiten und den Haushalten damit Klimaschutzmaßnahmen schmackhaft machen.

 

16 Gemeindeprojekte – Nachahmen erwünscht


Gemeinden, Schulen oder engagierte Bürger/innen, die ein Klimaschutzprojekt starten wollen, haben vielfach kaum ein Budget dafür und wissen nicht so recht, wie Sie es angehen sollen?
Die Klimarettung hat die Lösung! Auf http://www.klimarettung.at stehen 16 fertig ausgearbeitete Projekte bereit, die jeder leicht verwirklichen kann - und zwar zu allen Klimaschutzthemen wie Energie, Verkehr, Konsum, Ernährung und Landwirtschaft.
Die Kosten sind bei allen Projekten äußerst gering. Gemeinden, die Klimarettungspartner sind, erhalten für Ausgaben Unterstützung im Rahmen der 10.000 Euro-Sonderförderung.

 

Gemeindeprojekte für Haushalte:

  • Energiebefragung: Fragebogenaktion mit Projekten zum Energiesparen
  • Fahrrad-Hauptrouten: Forcierung des Fahrrads als Alltagsverkehrsmittel
  • Gebrauchtmarktbörse im ASZ / ASI: Weiterverwendung von brauchbaren Dingen
  • Haushalts-Klimabilanz in Gemeinden: Wettbewerb mit Gewinnspiel
  • Lokale Bio-Offensive: Forcierung der biologischen Landwirtschaft
  • Minus 10 % zum Nulltarif: ohne viel Aufwand und Kosten Strom sparen
  • Rad-Aktiv: Radfahrer/innen werden geblitzt, Stempeljagd, Fahrrad-fit, etc.
  • Urlaub in der Partnergemeinde: Familien tauschen und teilen ihre Wohnung
  • Zeitkarten im öffentlichen Verkehr: Neues Angebot für Einzelfahrten-Nutzer/innen

Gemeindeprojekte für Schulen:

  • BONUS in Schulen: Energie und Kosten sparen mit Belohnungsmodell
  • Energiesparen in Schule u. Haushalt: Schüler/innen tragen das Thema nach Hause
  • Rad-Zug zur Schule: Forcieren des Fahrrades am Schulweg

Gemeindeprojekte für Betriebe:

  • Betriebe im Klimabündnis / in der Klimarettung: betrieblicher Klimaschutz

Gemeindeprojekte für die Gemeindeverwaltung:

  • Energiebuchhaltung: Energiesparpotenziale erkennen
  • Mobilitätsmanagement: Anreize und Aktionen zur umweltfreundlichen Mobilität
  • Ökostrom in Gemeindegebäuden: Umstieg auf zertifizierten Ökostrom

www.klimarettung.at - Relaunch der Info-Drehscheibe

Übersichtlich und klar strukturiert - so präsentiert sich http://www.klimarettung.at seit Mai dieses Jahres im neuen Kleid. Aufgrund der vielen Haushalte, Betriebe, Gemeinden, Schulen, Wohnbau-träger und anderen Organisationen, die mittlerweile Klimaretter, Klimapionier bzw. Klimarettungspartner sind, war ein Relaunch der Homepage notwendig. Nun erreicht man mit einem Klick die jeweilige Zielgruppe und findet dort alle Infos von den Teilnahmekriterien über interessante Downloads bis zu all jenen, die bereits stolz von sich sagen können "Wir sind Klimaretter!".


Klimaretter auf der Bühne

 

Am 13. Oktober 2005, dem Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung, bitten die drei Projektträger der Klimarettung, LR Dr. Hermann Kepplinger (in Vertretung von LH-Stv. DI Erich Haider), LR Dr. Josef Stockinger und LR Rudi Anschober alle Klimapioniere, Klimaretter und Klimarettungspartner auf die Bühne. Mit Kurzfilmen, Präsentationen und in Interviews werden die Klimaschutzleistungen der Schulen, Betriebe, Gemeinden und Wohnbauträger der Öffentlichkeit vorgestellt.

 

Sachpreise im Wert von 19.000,- Euro

 

Danach gehört die Bühne den Haushalten und den Sponsoren der Klimarettung. Aus jenen Haushalten, die eine Klimabilanz eingereicht haben, wurden je vier Hauptgewinner in den Kategorien Klimapioniere (bis 500 Punkte bei der Haushalts-Klimabilanz), Klimaretter (bis 750 Punkte) und Mitspieler (über 750 Punkte) gezogen. Diese 12 Haushalte können aus Sachpreisen im Gesamtwert von rund 19.000,- Euro auswählen und erhalten die Preise aus den Händen der Sponsoren überreicht.

 

10.000,- Euro in bar

 

Als Hauptpreis stellte die Klimarettung 10.000,- Euro in bar zur Verfügung, die zweckgebunden für Klimaschutzmaßnahmen eingesetzt werden müssen, z.B. für
Wärmedämmung, Solaranlage, Elektrogeräte der Energieeffizenzklasse A, Energiesparlampen, Jahreskarte für den öffentlichen Verkehr, finanzielle Beteiligung an Wind- oder ähnlichen Ökostromanlagen, Fahrräder, Lebensmittel aus Bio-Produktion, aus der Region oder mit dem Trans-Fair-Gütesiegel, Komposter für Bioabfall und vieles andere mehr)

 

Die 12 Hauptpreise und ihre Sponsoren:

  • je 1 Kühlschrank, Gefrierschrank, Geschirrspüler und Waschvollautomat der Energieeffizienzklasse A im Wert von 3.000,- Euro, (Energie AG Oberösterreich, Linz)
  • 1 Pellets-Kaminofen MEMO im Wert von 2.910,- Euro (RIKA Metallwarenges.m.b.H & CoKG, Micheldorf)
  • 1 Gutschein im Wert von 2.200,- Euro (LINZ AG, Linz)
  • 1 Kaminofen im Wert von 2.050,- Euro (Speckstein Feuer Ferdinand Kukla GmbH, Unterweitersdorf)
  • 1 Gutschein für Erdgas im Wert von 1.700,- Euro (erdgas oberösterreich, Linz)
  • 2 Stück MEA QUATTRO Hochleistungskollektoren (gesamt 5,4 ) im Wert von 1.600,- Euro (MEA SOLAR GmbH, Wels)
  • Dämmstoffe im Wert von 1.000,- Euro (Steinbacher Dämmstoffe GmbH, Erpfendorf/Tirol)
  • 1 Gutschein für die Errichtung eines Kachelofens im Wert von 1.000,- Euro (Landesinnung der Hafner, Linz)
  • 1 Bauthermographieaufnahme im Wert von € 1.000,- (MCE Building & Infrastructure Solution GmbH, Linz)
  • 2 x 1 EcoTherm 2000 Systeme für Heizkessel im Gesamtwert von 1.000,- Euro (Fa. Ecotherm 2000, Ampflwang)
  • 1 Batterie-Ladesystem im Wert von 500,- Euro (Fronius International GmbH, Wels)

Weitere Preise:

  • 10 Veranstaltungsgutscheine im Wert von je 65,- Euro für Tagungen und Seminare der Oö. Akademie für Umwelt und Natur, Linz
  • 10 Klimarettungsjacken im Wert von je 50,- Euro (Klimarettung Oberösterreich)

Der 10.000 Euro-Haushalt:

 

Marietta Gärtner, 4190 Bad Leonfelden

 

Die 12 Hauptgewinner-Haushalte:

Klimapioniere:

  1. Andreas Obermüller, 4202 Hellmonsödt
  2. Johann u. Veronika Messenböck, 4672 Bachmanning
  3. Helga Strasser, 4644 Scharnstein
  4. Birgit Stefely, 4600 Wels

Klimaretter:

  1. Patrick Hemetsberger, 4880 St. Georgen i. Attergau 
  2. Erna Stockinger, 4040 Linz
  3. Erich Klinger, 4020 Linz
  4. Anneliese Kreiseder, 4663 Laakirchen

Mitspieler:

  1. Jochen Leitner, 4053 Haid
  2. Markus Spöck, 4400 Steyr
  3. Eva Wäger, 4910 Neuhofen i. Innkreis
  4. Michael Türk, 4020 Linz

LR ANSCHOBER: Oberösterreich beginnt sich vom negativen Bundestrend beim Klimaschutz abzukoppeln, aber noch großer Handlungsbedarf

 

Oberösterreich muss eine große Klimaschutzbewegung werden - Klimaforschung zeigt: alle Bevölkerungsgruppen vom Klimawandel massiv betroffen


Anschober: "Die nun vorliegende Entwicklung der Treibhausgase in Oberösterreich von 1990 bis 2003 - also vor Arbeitsbeginn der neuen Landesregierung - zeigt, dass auch in Oberösterreich die Emissionen zumindest bis 2003 weiter gestiegen sind, jedoch nicht so stark wie bundesweit."
So weist Oberösterreich von 1990 bis 2003 eine Steigerung der CO2-Emissionen um 11,2% auf, während es bundesweit im selben Zeitraum eine Zunahme um 16,6% gab. Die im Vergleich zum Bundestrend leicht bessere Situation ergibt sich vor allem durch größere Verringerungen bei den CO2-Emissionen beim Sektor Sonstige (hauptsächlich Raumwärme – die Ökoenergieoffensive wirkt also ganz offensichtlich) mit einer Verringerung um beachtliche 22,1%.
Deutlich besser als im Bundesschnitt entwickeln sich auch die Emissionen aus dem Bereich der Industrie.
Äußerst negativ hingegen stellt sich die Situation beim Verkehr dar, der seit 1990 einen Zuwachs von 90 Prozent (!!) aufzuweisen hat (bundesweit 81,8%).

 

Anschober: "Die aktuellen Zahlen beweisen, dass wir in ganz Österreich, aber auch in Oberösterreich, im Klimaschutzbereich noch sehr viel zu tun haben. Es ist für ein Bundesland alleine sehr schwierig, sich vom Bundestrend abzukoppeln, da ein wesentlicher Teil der Handlungskompetenzen beim Bund liegt. Ein erster Schritt eines Abkoppelns beginnt aber offensichtlich zu greifen. Dies wird sich verstärken, sobald die Maßnahmenpakete aus 2004 und 2005 zu greifen beginnen. Vor allem der Klimapakt, den die Landesregierung auf meinen Vorschlag am 02.05.2005 einstimmig beschlossen hat, sollte eine deutliche Verbesserung bringen. Und schließlich ist es ein Hauptziel des Generalverkehrsplanes, die enormen Steigerungen der CO2-Emissionen aus dem Verkehrsbereich zu stoppen – durch Reformen bei der Raumordnung, einer Qualitätssteigerung im öffentlichen Verkehr, einem massiven Ausbau des ÖV, verbesserte Schnittstellen zwischen Autoverkehr und ÖV und einer Attraktivierung des Radfahrverkehrs, um nur einige Beispiele zu nennen. Ich werde mit aller Kraft darauf drängen, dass Klimapakt und GVP vollinhaltlich umgesetzt werden, denn gute Konzepte alleine bringen uns noch nicht weiter, es geht um konsequente Umsetzung."

 

Erfreulich ist für den für die Koordination des Klimaschutzes zuständigen Umwelt-Landesrat die Tatsache, dass sich immer mehr Bürger/innen in Oberösterreich für den Klimaschutz zu engagieren beginnen: "Immer mehr Beteiligung bei der Klimarettung, bereits 105 Gemeinden im Klimabündnis, die Diözese im Klimabündnis, viele Betriebe und Schulen. Oberösterreich wird zu einer landesweiten Klimaschutzbewegung."

 

Zusätzlich drängt Anschober aber auch auf eine neue Klimastrategie des Bundes, die bis Jahresende vorliegen sollte.

 

LR Kepplinger: Umweltschonendes und energiesparendes Bauen und Sanieren sind ein Hauptziel der Wohnbauförderung NEU.

 

Durch diese sehr gelungene Reform können Energiesparanreize gesetzt werden, die einen beachtlichen Beitrag zur Erreichung des Kyoto-Zieles leisten. Bisher konnten durch die Energiesparanreize der Wohnbauförderung rund 200.000 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr eingespart werden. Das ambitionierte Ziel lautet, bis 2010 weitere 300.000 Tonnen CO2-Äquivalente einzusparen.

 

Die neu gestalteten Förderungsanreize werden die Oberösterreichische Wohnbauförderung darüber hinaus im Bundesländervergleich nach der Übergangsfrist per 1.1.2007 auf den "ersten Platz" bringen und dazu führen, dass Oberösterreich beim energiesparenden Bauen und Sanieren eine Vorreiterrolle einnehmen wird.

 

Konkret gibt es seit Inkrafttreten der Wohnbauförderung NEU ambitioniertere Energiekennzahlen sowohl im mehrgeschoßigen Wohnbau als auch im Eigenheimbereich, wobei alternative Energiegewinnungsanlagen besonders gefördert werden. Zusätzlich gibt es eine neue Förderungsstufe für Eigenheime mit 10 - 30 kWh und kontrollierter Wohnraumlüftung, die dem Häuslbauer eine Förderung von 54.000 Euro einbringt.

 

Eine weitere Förderungsneuerung ist der Direktzuschuss für Solaranlagen im mehrgeschoßigen Wohnbau. Anstelle der bisherigen 30-jährigen Förderungsdarlehen werden Solaranlagen im mehrgeschoßigen Wohnbau genauso wie im Eigenheimbereich mit Direktzuschüssen in Höhe von € 200 / Kollektorfläche gefördert. Dadurch ist nun die Solaranlage auch für Häuser mit Miet- und Eigentumswohnungen besonders attraktiv geworden.


LR Stockinger: Die Landwirtschaft als Energie- und Rohstofflieferant leistet einen wesentlichen Beitrag zur Klimarettung und sichert tausende Arbeitsplätze vor der Haustür.
 
Die Potenziale der Landwirtschaft als Beitrag zum Klimaschutz liegen in der Bereitstellung von erneuerbarer Energie aus Biomasse, klimaschonenden Bau- und Werkstoffen sowie Rohstoffen, die den klimaschädigenden Erdölchemiekreislauf ersetzen. Es geht also um Holz für Heizung und Strom, um Biogas aus Gülle oder Abfall oder landwirtschaftlichen Nutzpflanzen, um Treibstoffe, um den Bau- und Werkstoff Holz, um neue Dämmmaterialien und um Plastik und Verpackungsmaterial auf Basis der Naturstoffchemie. 


Klimaschutz durch Lebensmittel aus der Region

 

Die regionale Energieversorgung ist ein Schlüsselfaktor für die heimische Landwirtschaft. Wir haben mit der verpflichtenden Beimischung der Biotreibstoffe am 1.10.2005 gestartet. Neben Treibstoff ist die Landwirtschaft in der Lage, auch Wärme, Strom und Gas im Energiebereich anzubieten. In der Öffentlichkeitsarbeit weisen wir außerdem stark darauf hin, dass eine bewusste Kaufentscheidung zu regionalen Lebensmitteln ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz ist und mithilft, Transportwege zu kürzen und zudem tausende Arbeitsplätze vor der Haustür sichert.

Presseinformationen

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at