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Landeskorrespondenz Nr. 236 vom 10. Oktober 2005

Landeskorrespondenz

Pressekonferenz

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Brot- und Wurstwochen heute früh beim Landeshauptmann offiziell eröffnet

Bäcker und Fleischer übernehmen im ländlichen Raum zunehmend die Rolle als Nahversorger

 

(LK) Heute, 7:30 Uhr, starteten die Branchenvertreter der oberösterreichischen Fleischer und Bäcker ihre alljährlichen Schwerpunktwochen mit einem Besuch bei Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. Die traditionelle österreichische Brotwoche findet heuer vom 10. bis 16. Oktober statt. Im Anschluss daran präsentieren die oberösterreichischen Fleischerfachgeschäfte ihre Qualitätsprodukte im Rahmen der Wustwoche vom 17. bis 23. Oktober.

 

Die heimischen Bäcker und Fleischer übernehmen heute im ländlichen Raum zunehmend eine Rolle als Nahversorger. Sie sind daher wichtige Säulen für die Entwicklung des ländlichen Raums. Dazu kommt, dass sie zu den großen Lehrausbildern in unserem Bundesland gehören. Sie sind auch bedeutende Arbeitgeber, deren Mitarbeiterzahlen zwischen 2004 und 2005 weiter gestiegen sind.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Großes Interesse an Elternbefragung zur Kinderbetreuung

(LK) Voll angelaufen ist die groß angelegte Elternbefragung zur Kinderbetreuung in Oberösterreich unter dem Motto "Eltern gefragt" durch das Land Oö. Die Initiatoren Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Landesrat Viktor Sigl hoffen auf rege Beteiligung. Insgesamt werden Eltern von rund 160.000 Kindern im Alter von 0 bis 9 Jahren befragt. Bereits wenige Tage nach dem Start der Befragung, die den ganzen Oktober über läuft, zeichne sich großes Interesse ab, gebe es auch viele Anfragen zur Befragungsaktion, so Dr. Ernst Fürst, Leiter der Abteilung Statistik des Landes.

 

Oberösterreich bekommt ein neues Kinderbetreuungsgesetz. Und dafür ist die Meinung der "Eltern gefragt" - das ist auch das Motto für die Elternbefragung. "Wir hoffen, dass sich möglichst viele an der Befragung beteiligen", appellieren Landeshauptmann Pühringer und Bildungs.-Landesrat Sigl an die Eltern. Nur durch zahlreiche Mitwirkung der Elternschaft könnten jene Ergebnisse geliefert werden, welche die Entscheidungsträger als wesentliche Grundlage für das geplante neue Oö. Kinderbetreuungsgesetz, eine Novelle der Schulgesetze und die Ausrichtung der Förderaktivitäten des Landes dringend benötigen.

 

"Insgesamt haben dadurch die Eltern von rund 160.000 Kindern im Alter von 0 bis 9 Jahren die Möglichkeit, ihre Meinung zur Betreuungssituation in Oberösterreich zu äußern", betont Landesrat Sigl. Die Elternbefragung wird im Oktober mit Unterstützung des Landesschulrates, des Oö. Gemeindebundes und des Oö. Städtebundes in allen oö. Gemeinden durchgeführt.

Die Eltern werden einerseits nach ihrer Zufriedenheit mit der aktuellen Lage der Kinderbetreuung befragt, andererseits wird der zukünftige Betreuungsbedarf ganz genau erhoben. Die Fragebögen werden/wurden für Kinder, welche von den Eltern betreut werden, per Post zugestellt, alle Kindergartenkinder und Volksschüler bekommen die Fragebögen in den Kindergärten und Volksschulen ausgeteilt.

 

Die ausgefüllten Fragebögen werden in den Kindergärten, in den Schulen oder im Gemeindeamt eingesammelt und zur weiteren Bearbeitung an die Abteilung Statistik des Landes Oö. geliefert.

 

"Bereits im Dezember werden die Ergebnisse auf Landesebene vorliegen und von uns vorgestellt werden", sagt Landeshauptmann Pühringer. Und im März 2006 werden die Einzelergebnisse für alle Gemeinden zu deren mittelfristiger örtlicher Bedarfs- und Entwicklungsplanung im Bereich der Kinderbetreuung zur Verfügung stehen. "Damit können unsere Gemeinden gezielter und individueller auf die Anliegen der Eltern für die Kinderbetreuung eingehen", so Pühringer und Sigl.

 

Für Auskünfte rund um die Elternbefragung steht den Eltern sowie allen Interessierten bis 11. November eine Service-Hotline unter der Telefonnummer +43 732/77 20-141 00 zur Verfügung, die von Montag bis Donnerstag von 7 bis 18 Uhr und Freitag von 7 bis 14 Uhr besetzt ist. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.land-oberoesterreich.gv.at/statistik

Gerhard Rumetshofer (+43 732) 77 20-151 02

Stärkung der Nahrungsmittelindustrie in der EU-Sektorplanförderung

LR Stockinger: heimische Betriebe können sich hier klar profilieren

 

(LK) Einigung gibt es bei der künftigen ländlichen Entwicklung im Bereich Verarbeitung und Vermarktung von Lebensmitteln. Statt wie bisher von der EU-Kommission vorgesehen, gibt es keine Einschränkung der Sektorplanförderung auf Klein- und Mittelunternehmen (KMU) mehr.

 

Der Kompromiss lautet nun, Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie bis 750 Beschäftigte und/oder 200 Mio. Euro Umsatz können sich an der Sektorplanförderung beteiligen. Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger: „das ist ein deutlicher Impuls für die Nahrungsmittelindustrie und auch eine Chance für die oberösterreichischen Betriebe“.

 

Die Entscheidung in der Sektorplanförderung bezeichnet Stockinger als ein Fenster für die Entwicklung der heimischen Nahrungsmittelindustrie, die auch den mittleren Unternehmen die Chance gibt, sich zu profilieren. Stockinger: „Die Betriebe der Lebensmittelindustrie können sich jetzt klar in das von der Landespolitik gesteckte Ziel einer oberösterreichischen Lebensmittelprofilierung einbringen“. Die angestrebte Professionalisierung im Genussland Oberösterreich bringt echte Impulse am Lebensmittelmarkt und macht Qualitätsprodukte aus Oberösterreich im Lebensmittelbereich klar unterscheidbar.

Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17

Wohnbau-LR Kepplinger übergibt 8 betreubare Wohnungen in Mitterkirchen

(LK) Am 12. Oktober 2005 übergibt Landesrat Dr. Kepplinger 8 betreubare Wohnungen der LAWOG in Mitterkirchen.

 

Die Wohneinheiten sind barrierefrei und alten- und behindertengerecht ausgeführt und mit einem Lift und einem Stiegenhaus aufgeschlossen. Den Bewohner/innen im Erdgeschoß stehen Terrassen bzw. Loggien mit Zugang zum Freibereich zur Verfügung, während die Mieter/innen im Obergeschoß über Balkone bzw. Loggien verfügen können.

 

Die Gesamtbaukosten dieses Projekts betragen 674.000 Euro und wurden zur Gänze durch die Wohnbauförderung finanziert. Im Förderungsdarlehen sind darüber hinaus 50% der Liftkosten inkludiert.

 

Die Besonderheit der betreubaren Wohnprojekte liegt einerseits in der alten- und behindertengerechten Ausführung und andererseits darin, dass die Bewohner/innen je nach gesundheitlichem Bedarf auf ein geschultes Pflegepersonal zurückgreifen können.

Mag.ª Sabrina Hebenstreit (+43 732) 77 20-120 43

Termine der Beratungsstellen

Sozialmedizinische Beratungsstellen bei Alkoholproblemen

 

(LK) Eine therapeutische Zusammenkunft der Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige findet am Mittwoch, 12. Oktober 2005, für den Bezirk Gmunden, Kößlmühlgasse 4, ab 18:00 Uhr, statt.

 

Erziehungs- und Familienberatungszentrum Ried/I., Riedholzstraße 17, 4910 Ried/I.

 

(LK) Familienberatungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: +43 7752/912 Dw. 361
  • jeden Donnerstag von 17:30 bis 19:30 Uhr

Erziehungsberatungsstelle

  • Parkgasse 1, 4910 Ried
  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: +43 7752/912 Dw. 361

Familientherapeutische Beratungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • Telefon: +43 732/66 64 12

Mutterberatung

  • Dienstag von 09:00 bis 12:00 Uhr, Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr

Männerberatungsstelle

  • nur nach telefonischer Terminvereinbarung
  • +43 732/66 64 12

Jugendberatung und Jugendinformation

 

(LK) Beratung, Infos und Tipps für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, kostenlos  und persönlich.

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. +43 732/17 99: Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, http://www.jugendservice.at/
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. +43 7272/758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. +43 7712/357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Ried, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. +43 7752/715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: Jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. +43 7942/725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. +43 7612/17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. +43 7248/644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. +43 7262/581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservicestelle-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. +43 7289/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservicestelle Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. +43 7252/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. +43 7242/21 14 11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. +43 7722/222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at
  • Jugendservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. +43 7672/757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mailjugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

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Pressekonferenz am 10. Oktober 2005

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer,
Landesrat Viktor Sigl,
Bürgermeister Dr. Peter Koits,
Vizebürgermeister Dr. Bernhard Ploier,
Stadtrat Dr. Friedrich Ganzert
und
FH OÖ Geschäftsführer Dr. Gerald Reisinger

zum Thema

"Investitionsschub für beste Ausbildung: Neues Fachhochschul-Gebäude in Wels"

KB)

Rückfragen-Kontakt: Mag.ª Karin Speidl, Presse Büro LH Pühringer, (+43 732) 77 20-114 07
Gerhard Rumetshofer, Presse Büro LR Sigl,  (+43 732) 77 20-151 02

LH Dr. Josef Pühringer: Investitionsschub für beste Ausbildung - 66 Mio. Euro für neue Fachhochschul-Gebäude in Oberösterreich
 
Investitionsschub im oö. Fachhochschul-Bereich: 66 Millionen Euro hat das Land Oberösterreich in den letzen 2 Jahren in neue FH-Gebäude investiert. Nach Hagenberg und Steyr im Vorjahr konnte der Studienbetrieb 2005/06 in Wels und Linz Anfang Oktober in neuen Top-Gebäuden ins Studienjahr starten. Die FH Oberösterreich zählt als größter Fachhochschul-Erhalter Österreichs rund 3.500 Studierende an ihren 4 Standorten in Hagenberg, Linz, Steyr und Wels, 1.100 davon hatten Anfang Oktober ihren ersten Studientag.

 

Größter FH-Neubau steht in Wels

 

Das imposante Welser Fachhochschulgebäude ist das größte der vier Gebäude und wird am Ende einer "Eröffnungs-Festwoche" am 14. Oktober ab 13.30 Uhr offiziell eröffnet: der 34 Millionen Euro teure Glas-Komplex für Lehre, Forschung und Verwaltung mit insgesamt 19.000 m2 zeichnet sich aus durch:

  • 15 Hörsäle
  • 12 Seminarräume
  • 30 modernst ausgestattete Labors
  • Bibliothek und Mensa
  • Tiefgarage mit 200 Abstellplätzen

Derzeit 1.000 Studierende - Maximum liegt bei 1.200

 

Derzeit erleben 1.000 Studierende - davon 300 "Neustarter" - neues "Campus-Feeling" mitten im Zentrum der Stadt - nur 5 Gehminuten vom Bahnhof -  in der Stelzhamerstraße 23.

 

Ausgelegt ist der Fachhochschul-Standort Wels für maximal 1.200 Studierende. Herzstück neben den modernen Hörsälen und der Infrastruktur sind die top-ausgestatteten Labors.

 

"Damit stellen wir beste Ausbildungs- und Forschungseinrichtungen bereit um für Industrie und Wirtschaft praxisorientierte Fach- und Führungskräfte auszubilden", unterstreicht Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

 

Der bisherige Standort in der Rosseggerstraße mit dem Solarlabor, dem Computertomografen zur Werkstoffprüfung und anderen Labors wird in einem Stufenplan modernisiert.


Wirtschaftsvertreter erteilen Bestnoten für FH-Standort Wels

 

Dass Wels den besten Ruf in der Wirtschaft genießt, unterstreicht auch eine Umfrage des Österreichischen Industriemagazins: 210 Personalchefs der wichtigsten Industriebetriebe Österreichs kürten den berufsbegleitenden Studiengang "Mechatronik/Wirtschaft" zum besten Technik-Studiengang Österreichs.

 

Landesrat Viktor Sigl: FH OÖ - Großunternehmen mit mehr als 1000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

 

Mit 130 hauptberuflich und 800 nebenberuflich Lehrenden, rund 70 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Forschung und etwa 80 Beschäftigten in der Verwaltung zählt die FH OÖ zu einem Großunternehmen mit entsprechender Verantwortung für das Land.

 

Vom Trägerverein zur GmbH: Mit neuer Struktur bestens positioniert

 

Mit 1. Juli 2005 erfolgte die Neustrukturierung der FH Oberösterreich vom Fachhochschul-Trägerverein in eine eigene GmbH-Struktur mit der "FH OÖ Management GmbH" als Dach-Holding und ihren drei Säulen für

  • Studienbetriebs GmbH
  • Forschungs & Entwicklungs GmbH
  • Immobilien GmbH

"Damit ist eine der Größe des Unternehmens dringend notwendige Neuaufstellung erfolgt. Die Fachhochschul-Standorte haben in dieser Firmenstruktur wichtige Vetorechte erhalten, mit dem pädagogischen Beirat und dem F&E-Beirat wurden entsprechende Gremien geschaffen, die im Sinne der akademischen Einrichtung Konsultationen auf breiter Ebene ermöglichen", so FH-Landesrat Viktor Sigl.

 

Wels: Wichtige Bildungseinrichtung für unsere Wirtschaft
Schon 650 Absolventinnen und Absolventen

 

Wels als "Mutterstandort" der oö. Fachhochschul-Entwicklung - hier wurde 1994 mit zwei Studiengängen gestartet - steht unter dem Schwerpunkt Wirtschaft & Technik. Bereits 650 Absolventinnen und Absolventen haben hier ihre praxisgerechte Ausbildung für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben absolviert.

 

Die klassischen Wirtschafts- & Ingenieurwissenschaften - mit Automatisierungstechnik, Material- und Verarbeitungstechnik, Werkstoffkunde - jeweils in Kombination mit einem hohen Anteil an betriebswirtschaftlichen Themenstellungen und durch das Kompetenzfeld Umwelt & Energie, ergeben sich ausgezeichnete Synergien mit der Stadt Wels -  zur Umwelt- und Energiestadt.

 

FH-Studiengänge in Wels 2005/2006

  • Automatisierungstechnik
  • Mechatronik/Wirtschaft (berufsbegleitend)
  • Material- und Verarbeitungstechnik
  • Innovations- und Produktmanagement
  • Bio- und Umwelttechnik
  • Öko- und Energietechnik

Gute Jobchancen

 

Die Absolvent/innen technisch-wirtschaftlicher Zweige sind stark nachgefragt: So hatten etwa im Vorjahr 70% der AbsolventInnen des Bereichs Automatisierungstechnik schon während des Studium 2 Jobangebote; jeder zumindest eines.

 

"IQ ist nicht nur das Kürzel für Intelligenzquotient, sondern steht auch für Innovation und Qualifikation. Denn nur mit ausgezeichneten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und innovativen Produkten und Dienstleistungen kann Oberösterreich als Wirtschaftsstandort unter den besten Europas bestehen", so Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl.


Bürgermeister Koits: Fachhochschul-Ausbildung für Bildungsstandort Wels unverzichtbar

 

Es bestehe kein Zweifel, dass das Angebot zur beruflichen Aus- und Weiterbildung einer der wichtigsten Faktoren für die längerfristige Absicherung des Wirtschafts- und Arbeitsplatzstandortes Wels sei. Die Fachhochschul-Ausbildung stehe an der Pyramide der attraktiven Bildungseinrichtungen in Wels zweifellos an der Spitze, daher habe sich die Stadt Wels auch so sehr für den Neubau eingesetzt, stellt der Welser Bürgermeister Dr. Peter Koits fest.

 

Mit dem Neubau sei die Infrastruktur für eine optimale Lehre, aber auch für Forschung und Entwicklung mit dem Schwerpunkt Erneuerbare Energie am FH-Standort Wels geschaffen worden. Auf diesem Gebiet ist mit Einrichtungen wie dem Solarforschungsinstitut, dem Solarlabor und einschlägigen Welser Firmen ein Netzwerk im Aufbau begriffen, in dem der FH-Standort Wels ebenfalls ein wichtiger Teil ist. Ziel dieses Netzwerkes ist es, Wels international als Stadt der Energie zu positionieren.

 

Der Fachhochschul-Neubau stellt für Bürgermeister Dr. Koits eine der wichtigsten strategischen Entscheidungen für die wirtschaftliche Zukunft nicht nur der Stadt Wels,  sondern für ganz Oberösterreich dar. Jetzt werde man weiter daran arbeiten, um in den nächsten Jahren das angestrebte Ziel von etwa zehn Studiengängen mit 1200 Studierenden zu erreichen.

 

Vbgm. Ploier: Wirtschaft braucht bestens ausgebildete Mitarbeiter

 

Der FH-Neubau sei für ihn aus zwei Gründen eine unbedingte Notwendigkeit gewesen, stellte Vizebürgermeister Dr. Bernhard Ploier in seiner Eigenschaft als Wirtschaftsreferent fest. Erstens benötige die Wirtschaft in zunehmendem Maße bestens ausgebildete Fachkräfte, um im immer stärker werdenden internationalen Standortwettbewerb bestehen zu können. Und zweitens zeige sich, dass eine solide Ausbildung für jeden Arbeitnehmer und jede Arbeitnehmerin die wichtigste Voraussetzung zur Sicherung eines Arbeitsplatzes sei. Denn die Statistik zeige eindeutig, dass die meisten Menschen ohne Beschäftigung über keine ausreichende berufliche Qualifikation verfügten.

 

Der Fachhochschul-Standort Wels erfülle diese Ansprüche hervorragend, was nicht zuletzt durch die laufende enge Kooperation mit der Wirtschaft in der Region Wels und darüber hinaus bewiesen werde. Fachhochschul-Absolventen seien nicht nur beim vorgeschriebenen Pflichtpraktikum im Rahmen ihres Studiums in Welser Betrieben gerne gesehen, für viele von ihnen sei dieses Praktikum auch das Sprungbrett für eine berufliche Karriere in Welser Unternehmen geworden. Der Neubau schaffe die Voraussetzungen für den weiteren Ausbau, was der Stadt Wels und ihrer Wirtschaft zugute komme, so Dr. Ploier abschließend.

 

Stadtrat Ganzert: Moderne Infrastruktur sichert Qualität der FH-Ausbildung

 

Die Stadt Wels verfüge über ein breit gefächertes Bildungsangebot. Es umfasse die gesamte Palette an allgemeinbildenden und berufsbildenden mittleren und höheren Schulen sowie mit dem Fachhochschul-Neubau die jüngste Errungenschaft im Bildungswesen, so der für den Bereich Bildung und Kultur zuständige Stadtrat Dr. Friedrich Ganzert. Wels habe sich bereits früh als FH-Standort beworben und die Bereitschaft zur Mitfinanzierung bekundet, erinnert Ganzert daran, dass die Stadt in der Anfangsphase nicht nur den laufenden Betrieb finanziell unterstützt, sondern auch das Grundstück für den Neubau kostenlos bereit gestellt habe.

 

Der architektonisch gelungene Neubau in zentraler Lage sei ein bauliches Juwel und werte die Innenstadt auf. Außerdem sei er durch die Nähe zum Hauptbahnhof und zur Drehscheibe des Linienbusses auf dem Kaiser-Josef-Platz leicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar, nennt Ganzert einen Grund für die Standortwahl.

 

Ein moderner Studienbetrieb hänge nicht nur von der Qualität der Ausbildung an sich ab, sondern auch von den entsprechenden organisatorischen und räumlichen Gegebenheiten. Dazu erfülle das neue Gebäude alle Voraussetzungen, schließt Stadtrat Dr. Ganzert.


GF Dr. Gerald Reisinger: Ausbildungsschwerpunkt Technik/Wirtschaft - Umwelt/Energie stark nachgefragt

 

Mit ihren Ausbildungsschwerpunkten Technik/Wirtschaft - Umwelt/Energie sowie der neuen Infrastruktur ist der Standort Wels gefragt: im Vergleich zu 2004 konnte heuer eine Zunahme bei den Bewerbern verzeichnet werden (+ 20%).
Dennoch gilt es gerade im technischen Bereich weiterhin, Schwellenängste abzubauen.
"Es ist kein technisches Spezialwissen notwendig, um an der FH OÖ studieren zu können. Die Lehrinhalte sind so aufgebaut, dass nicht nur HTL-Absolventen sonder auch all jene aus den AHS, HAK und HBLA das Studium meistern", so FH OÖ-Geschäftsführer Dr. Gerald Reisinger.

 

Aufstiegschancen auch mit Lehrabschluss


Lebensbegleitendes Lernen, Weiterqualifizierung und ständiges Update des bisher Erlernten sind heute ein Muss, um im Arbeitsprozess weiterzukommen. Daher bieten die FH OÖ an allen 4 FH-Standorten Lehrgänge zur Erlangung der "FH-Studienbefähigung" an, wodurch AbsolventInnen von Lehre bzw. Berufsbildenden mittleren Schulen mit facheinschlägiger Berufserfahrung den Zugang zum FH-Studium erhalten. 

 

7 Studiengänge bieten berufsbegleitende Weiterbildung


Bereits 7 Studiengänge - Software Engineering in Hagenberg;  Sozialmanagement, Soziale Dienstleistungen für Menschen mit Betreuungsbedarf sowie Verwaltungsmanagement in Linz; Internationales-Logistik-Management und e-business in Steyr sowie Mechatronik/Wirtschaft in Wels können berufsbegleitend studiert werden.
Umstellung auf Bakk/Magister läuft - Erste Magister-Studiengänge
Vom 8-semestrigen Diplomstudium auf das zweistufige Bakkalaureats- (6 Semester) und Magister-Studium (4 Semester) sind schon 15 der insgesamt 28 oö. Studiengänge umgestellt.  In dieser Zahl inkludiert sind auch die ersten beiden Magisterstudiengänge "Digitale Medien" und "Sichere Informationssysteme" in Hagenberg.

 

Bestens versorgt:  Der sozialökonomische Betrieb Reno kocht in Mensa

 

Um ihr leibliches Wohl müssen sich die Fachhochschul-Student/innen keine Sorgen machen. Die Mensa steht wochentags von 7:30 bis 17:30 Uhr und am Samstag von 9:00 bis 15:00 Uhr offen und bietet von günstigen, schmackhaften Mittagsmenüs bis zu frischen Mehlspeisen eine breite Palette.
Für das Mensateam sind beste Qualität und Frische der Nahrungsmittel eine Selbstverständlichkeit. Sie bilden die Basis für eine ausgewogene und gesunde Küche. Das freundlich helle Ambiente der Mensa macht sie zum beliebten Treffpunkt, das auch den Kursteilnehmer/innen des angrenzenden BFI OÖ und Schüler/innen der umliegenden Schulen  offen steht.

 

Reno , ein Unternehmen des Vereins zur Förderung von Arbeit (FAB), ist ein sozialökonomischer Betrieb, der sich im Gastronomiebereich einen ausgezeichneten Ruf erworben hat. In seinen Betrieben schafft Reno im Auftrag des Arbeitsmarktservices (AMS) OÖ Beschäftigungs- und Qualifikationschancen für Arbeitsuchende.

Dass gerade Reno die Mensa betreibt, kann als Zeichen für die symbiotische Verbindung von Bildung und sozialer Verantwortung gesehen werden.


Größter Fachhochschul-Neubau in Wels 

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Pressekonferenz am 10. Oktober 2005

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl

zum Thema

"Verkehrsfreigabe A1 Generalerneuerung St. Georgen - Wangauer Ache RFB. Wien

KB)

Rückfragen-Kontakt: Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55

GENERALERNEUERUNG A1 WEST AUTOBAHN

 

Die 30-40 Jahre alte Westautobahn ist am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und auch technisch den ständigen Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen.
Vom insgesamt 112 km langen oberösterreichischen Abschnitt  der West Autobahn sind inkl. Haid-Sattledt bereits 67 km generalsaniert und derzeit 20 km in Bau. Bis 2009 sollen die restlichen Bauarbeiten abgeschlossen sein, so Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl.

 

VERKEHRSFREIGABE ST. GEORGEN - WANGAUER ACHE RFB. WIEN AM 13.10.2005

 

Mit dem Baubeginn am 02. November 2004 wurde der erste ca. 5,6 km lange Sanierungsabschnitt auf der RFB Wien von der Anschlussstelle St. Georgen in Richtung Mondsee in Angriff genommen. In den Wintermonaten 2004/2005 erfolgten Abtrags-, Erd- und Entwässerungsarbeiten für den Straßenbau und Brückenbau-Rohbauarbeiten, wobei diese Arbeiten aufgrund der außergewöhnlichen großen Schneemengen im Februar und März (Höhen-lage bis 620 mü.A.) nur mit einem "erheblichem  Winter-Arbeitseinsatz" zu bewältigen waren!

 

Nach dem Reiseverkehr in den Semesterferien wurde Ende Februar 2005 der Baubereich auf der zu sanierenden RFB Wien von 5,6 km mit dem sogenannten zweiten Bauabschnitt auf  13,4 km weiter in Richtung Mondsee verlängert.
Der "erste, 5,6 km lange Bauabschnitt" wurde bereits am 30. 6. 2005, also nach einer Bauzeit von lediglich 8 Monate (inklusive Winterbauzeit) dem öffentlichen Verkehr übergeben, sodass sich Ende Juni 2005 der 13,5 km lange Baubereich auf der RFB Wien auf 7,8 km verkürzte und sich daraus folgend im Sinne der Verkehrssicherheit noch vor den Sommerferien 2005 der 14,5 km lange Gegenverkehrsbereich auf 8,2 km reduzierte.
Die Verkehrsfreigabe des zweiten, seit Ende Februar 2005 um 7,8 km verlängerten  Bauabschnittes, ist gemäß Bauvertrag mit 15.10. 2005 festgelegt. Diese derzeit auch aktuelle Verkehrsfreigabe erfolgt nach einer lediglich 7,5-monatigen Bauzeit bereits am 13.10.2005  womit die Generalerneuerung der gesamten RFB Wien im Bereich zwischen St. Georgen und Mondsee im Wesentlichen abgeschlossen ist.

 

GESAMTFERTIGSTELLUNG BIS JUNI 2006

 

Unmittelbar nach dieser Verkehrsfreigabe wird auf der nunmehr fertigen RFB Wien über die gesamte Länge von 14,5 km die 4+0 Gegenverkehrsführung zur noch ausstehenden Sanierung der RFB Salzburg eingerichtet.

 

Die Bauabwicklung erfolgt allerdings in noch deutlich kürzerer Bauzeit (8,5 Monate gegenüber 11,5 Monaten). Diese Verkürzung wird möglich, da die Umstellung der Verkehrsführungsphase einmal entfällt und Synergien im Bauablauf durch das längere Baufeld genützt werden können (z.B.: Verringerung der Vorlaufzeiten für die Brückenbauarbeiten, Auf- und Abbau Betonmischanlage, Betondeckenfertiger, usw.).

 

Mit Ende Juni 2006, also wiederum vor den Sommerferien werden bis auf abschnittsweise Pannenstreifensperren für Restarbeiten keine wesentlichen Verkehrsbehinderungen mehr vorliegen. Diese Restarbeiten werden bis zum Bauende mit Ende August 2006 abgeschlossen.

 

Dieser gestraffte Bauablauf wurde im Sinne einer Verkürzung der Bauzeit im Einvernehmen mit der bauausführenden ARGE, dem Kuratorium für Verkehrssicherheit, dem verkehrstechnischen Amts-sachverständigen, der örtlichen Einsatzkräfte und der ASFINAG im Zuge der Baudurchführung optimiert.

 

Dadurch vermindern sich die ursprünglich vorgesehenen 4 + 0 Gegenverkehrsführungszeiten von Mitte November 2006 auf Ende Juni 2006, also um 4,5 Monate und die Gesamtbauzeit von Mitte November 2006 auf Ende August 2006, also um 2,5 Monate. Dem gegenüber steht jedoch ein längerer Gegenverkehrsbereich von 14,5 km.

 

Diese Vorgangsweise wurden vom Kuratorium für Verkehrssicherheit insofern positiv bewertet, als bei Autobahnbaustellen die Annäherungsstrecken sowie die Überleitungsbereiche das höchste Gefahrenpotential aufweisen, beide Gefährdungszonen unabhängig von der Baustellenlänge bei jedem Baulos mit Gegenverkehr gegeben sind und durch die kürzere Bauzeit dieses Gefahrenpotential verringert werden kann, wobei die geänderte Bauführung somit eine wesentliche Verbesserung der Verkehrssicherheit bringt.
Ein weiterer positiver Effekt des längeren Baufeldes auf der RFB Salzburg ist, dass die Sperren im Sekundärstraßennetz aufgrund der Brückenbauarbeiten besser gestaffelt werden können.

 

Im Besonderen ist darauf hinzuweisen, dass sowohl in der Winterperiode 2004/2005 als auch 2005/2006 durchgearbeitet wurde/wird und somit durch diese Baumaßnahme ein entsprechender Beitrag zur Bekämpfung der Winterarbeitslosigkeit geleistet wird.

 

GESAMTPROJEKTSKOSTEN :       

Vorarbeiten, Pannenstreifensanierung: ca. 1,10 Mio. Euro
Grundeinlösungen: ca. 0,03 Mio. Euro
Straßenbau samt Straßenausrüstung etc.: ca. 28,61 Mio. Euro
Lärmschutz: ca. 9,12  Mio. Euro
Brückenbau: ca. 14, 41 Mio. Euro 
Gesamt: ca. 53,27 Mio.Euro

 

Derzeit wurden ca. 50 % der veranschlagten Projeltskosten verbaut.

 

Das Projekt kann nach heutigem Kenntnisstand im Rahmen der präliminieren Kosten abgewickelt werden.

 

TECHNISCHE DATEN:             

Bereich: A1-Westautobahn, km 243.067 bis 256.421
Bauloslänge: 13,35 km


Technische Daten Straßenbau
Betondecke: 25 cm 323.000 
Bituminöse Tragdeckschicht: 5 cm 342.000 
Zementstabilisierte Tragschicht: 20 cm 354.000 
Frostschutzmaterial: 102.000  m³
Dammschüttungen: 28.000 m³
Offener Abtrag: 137.000  m³
Entwässerungsleitungen: 23.000  m   
Gewässerschutzanlagen: 5 Stk.
Ortbeton- und Fertigteilleitwände: 19.000 m
Lärmschutzmaßnahmen: 83.000
Definitive Beschilderung und Bodenmarkierung
 
Brückenbauarbeiten:
Brückensanierungen: 19 Objekte > Brückenfläche 13.300 m²     
Brückenneubau: 7 Objekte > Brückenfläche 2.300

 

GENERALERNEUERUNGSBAULOSE AUF DER A 1 WEST AUTOBAHN BIS 2009

 

Bauvorhaben in Bau

Kosten

Verkehrsfreigabe

ASt. St. Georgen - Wangauer Ache

Bauloslänge rd. 14 km

60 Mio. €Euro

RFb. Wie

Oktober 2005

RFb. Salzburg

Juli 2006

Erneuerung der Almbrücke

12 Mio. Euro

RFb. Wien

Oktober 2005

RFb. Salzburg

Oktober 2006

 

Bauvorhaben bis 2009

geplant

Kosten

Baubeginn

Verkehrsfreigabe

ASt. Steyrermühl- ASt. Regau

Lg. rd. 8 km

22 Mio. Euro

April 2006

Juni 2007

Eberstalzell (Eberstalzellerbr.)bis

Vorchdorf (Almbrücke)

Lg. rd. 5 km

18 Mio. Euro

Feb. 2007

Dez. 2007

ASt. Vorchdorf- ASt. Steyrerm.

Länge rd. 10 km

40 Mio. Euro

Frühjahr 2008

Herbst 2009

ASt. Regau- ASt. Seewalchen

Lg. rd. 10 km

36 Mio. Euro

Frühjahr 2008

Herbst 2009

Erneuerung der Traunbrücke

16 Mio. Euro

Frühjahr 2008

Erneuerung der Aurachbrücke

28 Mio. Euro

Frühjahr 2008

 

GEPLANTE ANSCHLUSSSTELLEN A 1 WESTAUTOBAHN

 

Bauvorhaben

Kosten

Baubeginn

Verkehrsfreigabe

ASt. Oberwang

2,6 Mio. Euro

Frühjahr 2006

Herbst 2006

ASt. Eberstalzell

2,7 Mio. Euro

Frühjahr 2007

Herbst 2007

ASt. B 309

3,3 Mio. Euro

Nov. 2007

Nov. 2009

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Pressekonferenz am 10. Oktober 2005

Landesrat Rudi Anschober

zum Thema

Aktionsprogramm 'Land blüht auf' - das 100-Gemeindenprogramm zur nachhaltigen Regionalentwicklung- Pläne, Initiativen und Beispiele aus der Region"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:

LAbg. Ulrike Schwarz, Mag. Alois Erlinger,

Bgm. der Gemeinde Herzogsdorf Johann Gradl, Obmann des Verbandes Mühlviertler Alm, Josef Greindl,

Geschäftsführer der Region Mühlviertler Alm DI Günther Humer

Rückfragen-Kontakt: Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 7720-120 83                                    

"Land blüht auf": Lokale Agenda 21 im Ländlichen Raum

 

Stärkung der Region durch Mitbeteiligung - Nähe, Nachhaltigkeit und Beteiligung als Antworten auf die zunehmende Globalisierung


Das Oö. Impulsprogramm "Land blüht auf" - Stärkung der Region durch Mitbeteiligung als ein zentraler Bestandteil

 

Das Oö. Impulsprogramm für den ländlichen Raum - "Land blüht auf" - wurde von den für den ländlichen Raum hauptzuständigen Ressorts erarbeitet und sieht ein Bündel von Maßnahmen und Projekten vor, die in Oberösterreich schwerpunktmäßig in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen. Ein Hauptaugenmerk soll dabei auf die Weiterentwicklung der Stärken der ländlichen Regionen gelegt werden - so soll der ländliche Raum als Wohnstandort, Erholungsraum und als Wirtschaftsstandort sowie als Natur-, Begegnungs- und Kulturraum vielfältig attraktiv gehalten werden. Gerade in der Auflösung des Spannungsfeldes zwischen Ökonomie und Ökologie liegt die Zukunftschance des ländlichen Raums. Das Wissen und die Kreativität der Menschen vor Ort sowie eine Bündelung der Kräfte ist ein Erfolgsrezept für regionale Entwicklung.

 

"Auch wir in Oberösterreich spüren die Auswirkungen der Globalisierung, der Druck in Richtung Zentralisierung nimmt zu", stellt Umwelt-Landesrat Rudi Anschober fest. Speziell für den ländlichen Raum heißt das: Abwanderungstendenzen in Randlagen, der Verlust an Arbeitsplätzen, Kaufkraftabfluss durch Zentralisierungstrend und Abwanderung vor allem von Jungen und gut Ausgebildeten.
Anschober: "Um diesem Trend offensiv entgegenzusteuern, starten wir das Maßnahmenprogramm zur Aufwertung des ländlichen Raums. Ein zentraler Bestandteil davon sind nachhaltige regionale Entwicklungskonzepte im Rahmen der Lokalen Agenda21 - zur Stärkung der Region, zur Verstärkung der eigenen Stärken, zur Mitbestimmung der Bevölkerung und zum Schaffen von Wertschöpfungskreisläufen in der Region und damit dem Schaffen umwelt- und sozialverträglicher Arbeitsplätze durch konkrete Entwicklungsprojekte. Durch eine differenzierte derartige Stärkung der Regionen kann Oberösterreich verstärkt  gegen Negativtrends der ungehemmten Globalisierung entgegenwirken. "


Das Oö. 100-Gemeindenprogramm zur Lokalen Agenda 21 - eine Offensive für die geistige Zukunftsarbeit im ländlichen Raum

 

Die Lokale Agenda 21 ist inzwischen zur Türöffnerin für das Neue geworden. Das Herunterbrechen der Zukunftsfragen auf eine menschliche Dimension und die breite Einbindung der Bevölkerung bewirken Aufbruchstimmungen und breite Belebung. Zahlreiche innovative Projekte und Modelle entstehen. Kooperationen werden begründet.

 

Dem gegenüber steht, dass die Begriffe "Nachhaltigkeit" und "Lokale Agenda 21" oft schwer verständlich sind. Viele Gemeinden stehen der breiten Einbindung der Bevölkerung noch distanziert gegenüber. Auch in der längerfristigen Umsetzung gibt es da und dort Schwächen.

 

Bis 2009 soll die Lokale Agenda 21 breit angelegte neue Impulse für einen zukunftsfähigen Ländlichen Raum und seine Menschen leisten. Das 100-Gemeindenprogramm zur Lokalen Agenda 21 in Oberösterreich umfasst dabei folgende Umsetzungsschritte:

  • PR-Kampagne zur besseren Kommunikation der Begriffe "Agenda" und "Nachhaltigkeit" (ab Frühjahr 2006)
  • Evaluierung der bisherigen Erfahrungen durch die Universität Linz mit anschließender Neuausrichtung von Förderung, Methode und fachlicher Begleitung (Ergebnisse der Evaluierung ab Februar 2006)
  • Aufbau einer dezentralen Betreuungsstruktur für Gemeinden in Zusammenarbeit mit dem Regionalmanagement Oberösterreich (Ab Sommer 2006)
  • Aufbereiten des Schwerpunktthemas "Globalisierung"; Verknüpfen der Lokalen Agenda 21 mit dem Globalen Marshallplan (ab Mitte 2006)
  • Ausbau der ressortübergreifenden Kooperationen zur bestmöglichen Unterstützung der lokalen und regionalen AkteurInnen und Initiativen

Ziel ist es, bis 2009 jede fünfte oö. Gemeinde zum Mitmachen zu gewinnen, weitere 5.000 Bürger/innen aktiv zu beteiligen und mehr als 100 neue modellhafte Umsetzungsprojekte in allen Bereichen der Lebensqualität zu starten.

 

Das Umweltressort des Landes hat eine eigene Leitstelle Agenda 21 in der Oö. Akademie für Umwelt und Natur eingerichtet und fördert, begleitet, stärkt und verbreitet den Entwicklungsansatz der Agenda in ganz Oberösterreich. 60 Gemeinden und 3 Regionen machen bereits jetzt mit.

Die Wirkungen lassen sich am besten an Hand zweier Beispiele darstellen:

 

LA 21-Zukunftsprozess in Herzogsdorf

 

Die Gemeinde Herzogsdorf startete im September 2004 unter Anleitung eines erfahrenen Prozessbegleiters einen Lokalen Agenda 21-Prozess. Mehr als 400 Personen nahmen am Prozess teil, 80 Personen gestalteten über einen längeren Zeitraum aktiv mit. 600 Haushalte (70%) gaben in einer Fragebogenaktion ihre Meinung zur Zukunft ab. Mit einem eigenen Jugendfragebogen wurden 200 der 300 Jugendlichen erreicht. Der Ergebnisse der Zukunftsarbeit - gemeinsame Visionen, Wünsche, Hoffnungen und Umsetzungsideen wurde in ein Leitbild mit dem Titel "Herzogsdorf - gemeinsam auf neuen Wegen...." gegossen.
Etwa 20 konkrete Projektideen sollen die Lebensqualität in allen Lebensbereichen weiterentwickeln, daraus einige Beispiele: Energiebewusste Gemeinde, Existenzsicherung Nahversorgung, Naherholung im Naturraum, Wirtschaftsstammtische in der Gemeinde, Neuordnung der Straßen- und Hausnummernbezeichnungen, Naturaktive Freiraum- und Spielraumgestaltung, Einrichtung eines Jugendtreffs etc.

 

Die ersten Projekte, Wanderkarte, Wanderwegenetz, ORF-Wandertag, Gesundheitstag mit Begleitprogramm und Ferienprogramm wurden bereits erfolgreich umgesetzt. Der Schlüssel zum Erfolg ist die breite parteiübergreifende Trägerschaft durch die Politik, viele befähigte BürgerInnen, die aktiv mitwirken, eine professionelle Begleitung und die Unterstützung durch das Land Oö. für den Zukunftsprozess und weitere Umsetzungsschritte. Bemerkenswert sind die Aufbruchstimmung und die Kreativität, die spürbar geworden sind. Damit wurden die Grundlagen für eine Belebung der Gemeinde mit geringen finanziellen Mitteln und für die verstärkte Kooperation mit den Nachbargemeinden geschaffen.


Agenda 21 in der Lebensregion Mühlviertler Alm

 

Die Mühlviertler Alm - eine typische strukturschwache ländliche Region - hat bereits Anfang 2001 einen regionalen Agenda 21 begonnen und seitdem zahlreiche zukunftsträchtige Impulse gesetzt. Über 1000 Personen haben an Zukunftswerkstätten und Impulsveranstaltungen teilgenommen, mehr als 2000 haben sich an der regionalen Befragung beteiligt, mehr als 100 Personen wirken aktiv an der Umsetzung mit. Ein Zukunftsbuch mit 12 Leitthemen dient als Orientierungshilfe. Eine Reihe von Schwerpunktaktivitäten macht die Ziele im Weg sichtbar: CHIRON - Chancengleichheit in der Region, Jugendtankstelle, Kulturstammtisch, gemeindenahe Arbeitsintegration psychisch benachteiligter Menschen, Technologiezentrum am Bauernhof, www.landmanager.at, Private Network, Gemeindeimpuls-Gemeindekooperation, Wärme natürlich nah etc. Eine Evaluierung im Sommer 2005 zeigte eindeutig, dass die Mühlviertler Alm in den Bereichen Vernetzung mit anderen Regionen, politische Verankerung und Langfristigkeit hochprofessionell gemanagt ist. Auch 26 analysierte Zukunftsprojekte zeichneten ein überaus positives Bild. Die Vernetzung zwischen Agenda und dem LEADER-Programm ist gut gelungen. Nun geht die Region in die nächste Projektphase bis 2008 und stellt Weichen für die "Lebensregion Mühlviertler Alm". Die Beteiligung der kreativen Köpfe wird weiter ausgebaut. Neue Arbeitsschwerpunkte zu den Themen Ökowirtschaft, Schulen&Jugend, Beschaffung, Natur/Ökologie, Globalisierung, demographische Entwicklung und Know-how-Verlust werden in Angriff genommen. Die Mühlviertler Alm soll in den nächsten Jahren auch Exkursionsziel und Impulsgeber für viele andere Gemeinden und Regionen werden. In den letzten 5 Jahren wurden durch den Agenda 21-Prozess 4.600 ehrenamtliche Stunden für die Zukunftsarbeit in der Region geleistet. Die geistige und finanzielle Wertschöpfung daraus ist nicht unerheblich.


Das "immaterielle" Kapital nützen - Produktionsfaktoren "Nähe, Nachhaltigkeit und Beteiligung" der LA21

 

Eine neue Studie der Weltbank besagt, dass in Österreich die Rohstoffe nur mit einem Prozent zum Reichtum beitragen, das Produktionskapital mit 15 Prozent und das immaterielle Kapital 84 Prozent des Landesvermögens stellt. Dabei wird auf die künftige Bedeutung der Nachhaltigkeit zur Stärkung des immateriellen Kapitals in der Zukunftsplanung verwiesen.

 

Die Situation in unseren ländlichen Gemeinden und Regionen zeigt jedoch, dass dieses immaterielle Kapital noch unterschätzt wird. Eigene Gestaltungsmöglichkeiten werden oftmals zu wenig erkannt. Eigenständige gemeinsame Perspektiven für eine positive Zukunft vor Ort fehlen vielfach. Viele warten auf Hilfe von außen. Eine aktive Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen wird zu wenig oder nicht praktiziert. Während man mit "Entwicklung" fast ausschließlich Investitionen in die "Hardware" (bauliche und Infrastrukturmaßnahmen) meint, übersieht man die eigenen Stärken in der "Software" (Identität, Kreativität, soziale Beziehungen, natürliches Erbe). Eine Kultur der Nachhaltigkeit - fachübergreifend, langfristig, eigeninitiativ - ist noch zu wenig breit verankert.

 

Genau hier setzt die Lokale Agenda 21 an und zielt auf die Stärkung der 3 immateriellen Produktionsfaktoren Nähe-Nachhaltigkeit-Beteiligung:

  • Nähe durch die Förderung lokaler Potenziale und Fähigkeiten sowie durch die Stärkung regionaler Kreisläufe
  • Nachhaltigkeit durch die Verbindung ökologischer, sozialer und wirtschaftlicher Zukunftsfragen und durch die kreative Erarbeitung innovativer Problemlösungen für die Zukunft
  • Beteiligung aller gesellschaftlichen Kräfte durch professionelle Begleitung, Entwickeln einer Kultur des Miteinanders zwischen Bürgergesellschaft und Politik

Presseinformationen

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at