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Landeskorrespondenz Nr. 231 vom 4. Oktober 2005

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Pressekonferenz

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Landeshauptmann Pühringer: Österreichischer Expertenbericht zu AKW Temelin bestätigt Sicherheitsmängel - rasch Verhandlungen über Sicherheitsnachrüstungen notwendig

(LK) Der Endbericht der österreichischen Experten zum AKW Temelin im Rahmen der sogenannten "Road Map", die in den Übereinkommen von Melk bzw. Brüssel festgelegt wurde, wurde gestern vom Umweltministerium veröffentlicht und an die tschechische Regierung und die EU-Kommission übermittelt.

 

"Dieser Endbericht bestätigt einmal mehr, dass die Probleme mit der 28,8 Meter Bühne und der Ventilqualifikation nicht zufriedenstellend gelöst sind und auch bei weiteren relevanten Punkten Fragen offen bleiben", so Pühringer. Bereits Mitte September habe das Gutachten des Linzer Völkerrechtsexperten Professor Manfred Rotter untermauert, dass eine Aufnahme des kommerziellen Betriebes in Temelin ohne Erfüllung der Verpflichtungen aus dem Melker Protokoll eine Verletzung der Melker Vereinbarung ist.

 

"Jetzt müssen in bilateralen Verhandlungen mit Tschechien umgehend Sicherheitsnachrüstungen eingefordert werden", so Pühringer.

 

Derzeit werde ein Gesprächstermin der oberösterreichischen Anti-Atom-Runde bei Bundesminister Pröll koordiniert, wie beim letzten oö. Anti-Atom-Gipfel vereinbart.

 

"Ich begrüße die jüngste Aussage des Umweltministers, den europaweiten Ausstieg aus der Atomenergie anzustreben und auf dem Weg dort hin ein Maximum an Sicherheit für bestehende Anlagen einzufordern. Ich ersuche daher die Bundesregierung, jetzt auch mit entsprechendem Nachdruck die Einhaltung des Übereinkommens von Melk in Prag einzufordern und auch die EU-Kommission als Mitunterzeichnerin des Abkommens einzubeziehen", unterstreicht Pühringer.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Anschober: jetzt ist es amtlich - Melker Übereinkommen verletzt, Bundesregierung muss sofort Verhandlungen mit Prag und Brüssel über die rasche Umsetzung der Sicherheitsnachrüstungen in Temelin starten

(LK) Der Endbericht zum Melker Übereinkommen wurde gestern vom Umweltministerium veröffentlicht. Er belegt, dass im Fall der besonders sicherheitsrelevanten Punkte 1 und 2 des Übereinkommens - der Problematik der 28,8m-Bühne und der Ventilqualifikation - die notwendigen Sicherheitsverbesserung nicht zufriedenstellend erledigt sind und alle relevanten Fragen nach wie vor offen sind. Zusätzlich wird beim sehr relevanten Punkt 3 - Integrität es Reaktordruckbehälters - festgestellt, dass "die resultierende Gesamt-Sicherheitsreserve bei den Reaktoren in Temelin nicht ausreichend sein könnte".

 

Anschober: "Damit sind die Ziele des Melker Übereinkommens in den besonders sicherheitsrelevanten Punkten 1-3 nicht erreicht. Gleichzeitig sind nach einem von uns bereits am 13. September veröffentlichten Gutachten des renommierten Linzer Völkerrechtsexperten Prof. Manfred Rotter die Fristen für die Umsetzung des Melker Übereinkommens bereits abgelaufen."
Oberösterreichs Umwelt-Landesrat Rudi Anschober appelliert mit Nachdruck an die Bundesregierung, nach dieser Verletzung des Melker Übereinkommens rasch Verhandlungen mit Prag und Brüssel mit dem Ziel der vollständigen Umsetzung des Melker Übereinkommens zu starten. "Anhand der Erkenntnisse des Gutachtens von Professor Rotter muss die Bundesregierung nun umgehend die Einhaltung des Melk-Übereinkommens einfordern, da ansonsten der Verlust der aus diesem völkerrechtlichen Vertrag folgenden Rechte droht", so Anschober.

 

Der Umweltlandesrat weiter: "Das ist der Tag der Wahrheit für die Bundesregierung in der Anti-Atompolitik. Jetzt muss die Causa der Sicherheitsnachrüstungen in Temelin rasch auf die politische Ebene gehoben, mit Verhandlungen über die Umsetzung der Sicherheitsnachrüstungen reagiert werden und auch die EU-Kommission, die das Melker Übereinkommen mit unterzeichnet hat, einbezogen werden. Die vom Umweltministerium angedachte Behandlung der offenen Punkte im Rahmen des Nuklearinformationsabkommens ist dazu keine akzeptable Alternative, das wäre de facto die stille Entsorgung des Melker Übereinkommens und der Sicherheitsnachrüstungen."

 

Der Expertenbericht ist ab sofort unter www.umweltbundesamt.at öffentlich zugänglich.

Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

Menschenrechtspreis 2005 des Landes Oberösterreich für "Mühlviertler Hasenjagd"-Zeitzeugin Anna Hackl und "Verein zur Unterstützung der Kleinbauern und Landlosen in der Diözese Rui Barbosa in Brasilien"

(LK) In Würdigung besonders herausragender Verdienste um die Wahrung und Durchsetzung der Menschenrechte vergibt das Land Oberösterreich auch heuer wieder den Menschenrechtspreis, der mit 8.000 Euro dotiert ist. Auf Antrag von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und über Vorschlag einer Jury hat die
Oö. Landesregierung in ihrer Sitzung vom 3. Oktober 2005 die Vergabe des Menschenrechtspreises 2005 an Frau Anna Hackl (5.000 Euro) und den "Verein zur Unterstützung der Kleinbauern und Landlosen in der Diözese Rui Barbosa in Brasilien (Josef und Eva Linsmaier)" (3.000 Euro) beschlossen.

 

Frau Anna Hackl, geborene Langthaler, war die jüngste Tochter einer Familie, die in der Nacht von 1. auf 2. Februar 1945 während der größten Massenflucht aus dem damaligen KZ Mauthausen zwei der flüchtenden KZ-Häftlinge in ihrem Bauernhaus in Winden in der Gemeinde Schwertberg versteckt hat. Die beiden Flüchtlinge waren zwei von wahrscheinlich zehn Überlebenden dieser Massenflucht. Die Familie Langthaler hat im Fall des Auffindens der beiden Flüchtigen die Ermordung der gesamten Familie riskiert. Anna Hackl, damals knapp 14 Jahre alt, hat entsprechend ihrer Möglichkeiten zum Überleben der beiden Geflüchteten beigetragen.


Geprägt von diesen Vorkommnissen hat Frau Hackl nach der Befreiung von der Gewaltherrschaft bis heute eine aktive und wichtige Rolle als Zeitzeugin eingenommen. Unermüdlich war und ist sie vor allem bei Jugendlichen und in Schulen unterwegs. Ihre persönlichen Erlebnisse sind ihre Kraft und ihr Antrieb, jungen Menschen Mut zu machen für engagiertes Auftreten für das Leben und gegen die Verfolgung und Ausgrenzung von Menschen, so die Jurybegründung. Mit ihrer Mitarbeit als Zeitzeugin bei der Entstehung des Filmes "Vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen" von Andreas Gruber leistete sie auch einen wichtigen Beitrag zur zeitgeschichtlichen Dokumentation der sogenannten "Mühlviertler Hasenjagd".
"Gerade im heurigen Gedenkjahr soll es ein besonderes Zeichen sein, einen Menschen in den Vordergrund zu stellen, der aufgrund seiner Erfahrungen mit dem Nationalsozialismus nicht müde wird, die Sinne junger Menschen für das Leben zu schärfen und sie ermutigt, mit der entsprechenden Zivilcourage dafür auch einzutreten", heißt es in der Jurybegründung wörtlich.

 

Mit dem "Verein zur Unterstützung der Kleinbauern und Landlosen in der Diözese Rui Barbosa" sind Obmann Josef Linsmaier und seine Schwägerin Eva Linsmaier seit 1997 nach einer Privatinitiative von Margarete und Johann Linsmaier nun schon in zweiter Generation in Brasilien unter dem Motto "Würde durch Hilfe zur Selbsthilfe" tätig. In dieser Zeit wurden in der im Nordorsten Brasiliens gelegenen Diözese Rui Barbosa rund 600 Zisternen für die Kleinbauern und Landlosen errichtet, rund 100 Alphabetisierungs-kurse für Erwachsene finanziert und Solarprojekte für Weidezäune im Zusammenhang mit Kleintierzucht unterstützt, womit den Kleinbauern ein geringes Einkommen gesichert ist. Ziel dieser Initiative ist es, durch Hilfe zur Selbsthilfe das Leben der Kleinbauern und Landlosen nachhaltig zu verändern, damit die Menschen am Land bleiben können und ihnen das Elend in der Stadt erspart bleibt.

 

Die Überreichung des Menschenrechtspreises 2005 durch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer erfolgt am 12. Dezember 2005 um 16 Uhr im Rahmen einer Feier im Linzer Landhaus.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer: Denkmalpflegepreise 2005 des Landes Oberösterreich an Evangelische Pfarre Wallern und Stadtgemeinde Braunau

(LK) Seit 2002 vergibt das Land Oberösterreich jährlich Landespreise für Denkmalpflege, mit denen denkmalpflegerisch herausragende Leistungen ausgezeichnet werden.

 

Am Montag, 3. Oktober 2005, hat die Oö. Landesregierung auf Vorschlag einer unabhängigen Fachjury die Vergabe der Preise 2005 beschlossen.

 

Die mit je 7.500 Euro dotierten Denkmalpflegepreise 2005 erhalten:

  • Evangelische Pfarre Wallern für die Innen- und Außensanierung der Evangelischen Dreieinigkeitskirche in Wallern a.d. Trattnach.
  • Stadtgemeinde Braunau am Inn für die Sanierung und Revitalisierung des Vorderbades sowie für die Bemühungen zur Pflege der Altstadt von Braunau.

Anerkennungspreise in Höhe von je 1.500 Euro erhalten:

  • Benito Zambelli aus Sattledt für die Restaurierung bzw. Erneuerung des Turmdaches des Linzer Landhausturmes.
  • Andreas Pilstl (Pilstl Holding GmbH) aus Raab für die Sanierung und Restaurierung des Wasserschlosses Raab.

"Baudenkmäler sind steinerne Zeugen der Vergangenheit unseres Landes. Über Generationen hinweg spiegeln sie wichtige Entwicklungsschritte, verweisen auf die Wurzeln unserer heutigen Lebens- und Arbeitswelt und sind unverzichtbarer Teil unseres Selbstverständnisses als Kulturland", erklärt Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer. Für Oberösterreich ist es wichtig, Denkmäler lebendig zu erhalten und an kommende Generationen weiterzugeben. Ein Motor dieser Politik sind die Landesmusikschulen und die Landesausstellungen. Seit mehr als 25 Jahren werden Landesmusikschulen in denkmalgeschützten Gebäuden untergebracht, um diese nicht nur zu sanieren, sondern sie auch wiederzubeleben. Gleiches gilt für die Landesausstellungen. Sie waren immer Anlass für innovative Denkmalschutzprojekte, die ganze Orte und Regionen neu belebt haben. Auch die kommende Landesausstellung 2006 in Ampflwang wird diese Reihe fortsetzen, so Pühringer: "Denkmalschutz hat in Oberösterreich eine lange Tradition. Schon Adalbert Stifter hat vor rund 150 Jahren erste, wichtige Schritte in diese Richtung gesetzt. Diesen Weg gehen wir weiter, weil wir wissen, dass er für die Identität unseres Landes von großer Bedeutung ist. Die Verleihung der Denkmalschutzpreise ist  Ausdruck dieser Haltung."

 

Die Verleihung der Denkmalpflegepreise 2005 findet am Freitag, 4. November 2005, um 17 Uhr im Bibliothekssaal des Schlosses Ranshofen bei Braunau/Inn statt.

Dr.in Elisabeth Mayr-Kern (+43 732) 77 20-154 91

Landesrat Kepplinger: Fünfte Tagung des Qualitätsbeirates im Wohnbau

Qualität im Wohnbau ist erklärtes Ziel des Beirates

 

(LK) Der vom Wohnbauressort eingerichtete Qualitätsbeirat tagte in der 39. Kalenderwoche zum fünften Mal. Dieser Beirat bietet unter anderem die Gewähr, dass öffentliche Förderungsmittel effizient und optimal eingesetzt werden, und fokussiert seine Beurteilung auf folgende Aspekte:

 

Eignung des Grundstücks (nach vorangegangener Besichtigung)

  • Architektur
  • Technische und soziale Funktionalität
  • Ökologie
  • Wirtschaftlichkeit
  • Wohnumfeld

Ergebnisse der eingereichten Projekte

 

Der Beirat befasste sich mit insgesamt 11 Wohnbauprojekten. Vier dieser 11 Projekte fanden die Zustimmung des Beirates, wobei bei 3 Projekten davon kleine Änderungen notwendig sind. Sieben der eingereichten Bauvorhaben mussten auf Grund von Mängeln abgelehnt werden.

 

Genehmigtes Projekt

  1. "Schneegatterer, Gemeinn. Wohnungsgesellschaft m.b.H., p.A. LAWOG": 38 Mietwohnungen in Weißkirchen an der Traun
    Dieses Projekt musste erneut im Beirat behandelt werden, da ein Freiraumplan gefordert wurde. Dieser Plan übertraf die Erwartungen des Beirates und das Projekt konnte somit genehmigt werden.

Förderungswürdige Projekte mit Ergänzungsauflagen

  1. "Gemeinn. Wohnungsgenossenschaft Lebensräume eingetr. Gen.m.b.H.": 54 Mietkaufwohnungen in Traun, Theodor-Körner-Straße
    Bereits in der Sitzung vom 14.6.2005 wurde eine vollständige und grundsätzliche Umplanung gefordert, die allerdings nicht gemacht wurde. Dennoch weist der nun vorgelegte Plan Verbesserungen im Bereich der Höhenentwicklung und der Grundrisse auf. Damit der Beirat das Projekt genehmigen kann, müssen die Barrierefreiheit der Hauseingänge und des Liftzugangs gesichert sein, ein detaillierter Freiraumplan vorgelegt und die energetische Qualität des Bauvorhabens beurteilt werden.

  2. "VLW Vereinigte Linzer Wohnungsgenossenschaften, Gemeinnützige Ges.m.b.H.": 56 Mietwohnungen in Eferding, Franz-Vogl-Straße
    Es handelt sich hier um den zweiten Bauabschnitt einer bereits errichteten Wohnanlage, wobei die Grundriss- und Fassadengestaltung sehr positiv bewertet wird. Weitere positive Aspekte sind die gute Infrastruktur, sowie die Errichtung einer Solaranlage für die Warmwasseraufbereitung. Das Projekt muss aber hinsichtlich der barrierefreien Grundrissausführung und kürzeren Wegzeiten von den Tiefgaragenabstellplätzen zu den Liften umgeplant und nochmals vorgelegt werden.

  3. "Gemeinnützige Steyrer Wohn- und Siedlungsgenossenschaft Styria reg. Gen.m.b.H.": 32 Mietwohnungen und 1 Stammwohnung (6 Wohnplätze + 1 Kurzzeitunterkunft / 7 Betten) in Ternberg
    Auch bei diesem Projekt handelt es sich um die zweite Bauetappe einer bereits bestehenden Wohnanlage. Besonders hervorzuheben ist die vorbildliche Freiraumplanung, die dem Qualitätsbeirat zukünftig als Vorzeigemodell dienen kann, weil diese sowohl auf das Alter, als auch themenspezifisch auf die vorhandenen Freiflächen eingeht. Weiters erreicht das Gebäude die Niedrigenergiehausstufe 1 und es kann zu einem späteren Zeitpunkt auch noch eine Sonnenkollektoranlage eingebaut werden.
    Damit der Beirat dieses Projekt aber genehmigen kann, müssen barrierefreie Duschflächen gebaut werden und eine nachträgliche behindertengerechte Adaptierung der WC-Räume möglich sein. Auch ein großzügigerer Abstellbereich für Fahrräder und Kinderwägen sind einzuplanen und diese Änderungen dem Beirat wieder vorzulegen.

Abgelehnte Projekte, die dem Qualitätsbeirat erneut vorzulegen sind

  1. "PROCON Gesellschaft für Dorf- und Regionalentwicklung": 51 Mietkaufwohnungen in Perg, Dirnbergerstraße
    Dieses Projekt muss dem Beirat im November mit einigen Änderungen wieder vorgelegt werden, da die vorliegende Planung zu einer erheblichen Beeinträchtigung einer bereits bestehenden Wohnanlage führen würde. Außerdem sind im Detail auch noch folgende Mängel zu beheben: Gewährleistung der Barrierefreiheit von den Parkplätzen in der Tiefgarage zur Schleuse, im Erdgeschoß zum Hauseingangsbereich und im Sanitärbereich; Umgestaltung des Dachgeschoßes. 

  2. "Gemeinn. Wohnungsgenossenschaft Lebensräume": 15 Mietwohnungen und 9 betreubare Wohnungen in St. Marien
    Der vorgelegte Plan ist bezüglich der Freiraumgestaltung, Topographie und Erhalten des bestehenden Baumbestandes zu überarbeiten. Weiters sind barrierefreie Duschen vorzusehen und der Zugang zum Behinderten-WC in der Arztpraxis zu überarbeiten. Der Beirat wertete die hofartige Struktur der Freifläche und die westliche Orientierung des Baukörpers als positiv, kann das Projekt allerdings erst nach Wiedervorlage mit Einbezug der vorgeschlagenen Änderungen genehmigen.

  3. "Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft Familie und BRW Baureform Wohnstätte, Gemeinn. Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft, eingetr. Gen.m.b.H.": 84 Mietwohnungen in Leonding, Richterstraße
    Auch dieses Projekt konnte noch nicht vom Beirat genehmigt werden. Positiv wurde die gute Infrastruktur und die geplante thermische Solaranlage zur Warmwasseraufbereitung beurteilt. Allerdings muss die Barrierefreiheit in den Sanitärbereichen gegeben sein und es sind kürzere Wege vom Lift zu den Tiefgaragenplätzen vorzusehen. Im Zuge der Detailplanung erfolgen auch eine Beurteilung der Energieeffizienz und eine Begutachtung der Freiflächengestaltung.

  4. BRW Baureform Wohnstätte, Gemeinn. Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft, eingetr. Gen.m.b.H.": 41 Mietwohnungen in Enns, Mittermayrgutstraße (Hiesendorf)
    Bei diesem Projekt sind dem Beirat ein Plan für die Freiraumgestaltung und die barrierefreie Grundrissausführung und Unterlagen bezüglich der Energieeffizienz vorzulegen. Weiters muss die Stellung der Baukörper umstrukturiert werden, um sich besser an das vorgegebene Gelände anzupassen. Positiv bewertet wurde der großzügige Abstellraum für Kinderwägen und Fahrräder, wobei auch hier ein direkter Zugang vom Lift zu den Fahrrädern gewünscht wird.

  5. "VLW Vereinigte Linzer Wohnungsgenossenschaften, Gemeinnützige Ges.m.b.H. und BRW Baureform Wohnstätte, Gemeinn. Wohnungs- und Siedlungsgenossenschaft, eingetr. Gen.m.b.H.": 98 Mietwohnungen in Marchtrenk, Goethestraße und Rennerstraße
    Grundsätzlich ist das Grundstück für den Wohnbau geeignet, allerdings müssen die Pläne adaptiert werden. Der Beirat fordert, dass sich das Bauvorhaben besser an die Ortsstruktur anpasst.

  6. "Neue Heimat Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft in Oberösterreich, Ges.m.b.H.": 56 Mietkaufwohnungen und 15 betreubare Wohnungen in Ansfelden
    Bei diesem Projekt muss auf die Lärmsituation besonders Rücksicht genommen werden. Der Qualitätsbeirat fordert daher lärmtechnische Messungen und Berechnungen, die über die Förderwürdigkeit entscheiden werden.

  7. "Neue Heimat Gemeinnützige Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft in Oberösterreich, Ges.m.b.H.": 25 betreubare Wohnungen in Schwertberg
    Dieses Bauvorhaben muss bezüglich Barrierefreiheit in den Duschbereichen, Erschließung des Fahrradraumes im Keller und Gestaltung des Eingangsbereiches (Überprüfung der Höhensituation) überdacht werden. Der adaptierte Plan muss dann dem Beirat neuerlich vorgelegt werden. Als besonders positiv wurden die Energieeffizienz der Gebäudehülle und die Anbindung der betreubaren Wohnungen an das bestehende Seniorenzentrum und Pflegeheim, sowie an das Ortszentrum bewertet.

Mag.ª Sabrina Hebenstreit (+43 732) 77 20-120 43

LR Ackerl: Erhöhte Einkommensgrenzen für den Bezug des Oö. Heizkostenzuschusses beschlossen

Oö. Sozialressort zieht Ausgleichszulagenerhöhung des Bundes vor

 

(LK) Auf erneuten Antrag von Sozial-Landesrat Josef Ackerl wurde in der gestrigen (3.10.) Sitzung der Oö. Landesregierung eine wesentliche Erleichterung für den Bezug des Oö. Heizkostenzuschusses beschlossen. Die seitens des Bundes angekündigte (ab 1.1.2006 wirksame) überproportionale Anhebung der Ausgleichszulagenrichtsätze kommt damit bereits für den Bezug des aktuellen Oö. Heizkostenzuschusses zur Anwendung. Dieses "vorgezogene Update" bringt eine Anhebung der jeweiligen Einkommensgrenzen für den Bezug des Zuschusses um rd. 27 Euro mit sich. "Wenn der Bund einmal, ausnahmsweise einen sozialpolitisch richtigen Schritt setzt, können wir natürlich nicht zurückstehen," begründet Landesrat Ackerl den heutigen Beschluss.

 

Der Heizkostenzuschuss beträgt bekanntlich - wie im Vorjahr - einmalig 150 Euro und ist u.a. an eine "soziale Bedürftigkeit" gebunden. Als "sozial bedürftig" gelten laut Richtlinie all jene Personen, deren Haushaltseinkommen die Ausgleichszulagenrichtsätze nicht übersteigen. Und diese Ausgleichszulagenrichtsätze steigen nun mit dieser Vorziehung (der angekündigten Erhöhung) natürlich vorerst nur im Hinblick auf den Bezug des Oö. Heizkostenzuschusses für

  • Alleinstehende von 663 auf 690 Euro und
  • Ehepaare/Lebensgemeinschaften von 1030 auf 1056 Euro (je Kind von 99,6 auf 101,4 Euro).

Eine weitere Voraussetzung für den Bezug liegt darin, dass die Bezieher/innen auch tatsächlich für die gestiegenen Heizkosten aufkommen müssen. Erstmals heuer (bereits in der vergangenen Regierungssitzung) wurde eine Einschleifregelung beschlossen, der zufolge nach Personen, deren Einkommen bis zu 50 Euro über dem ausschlaggebenden Ausgleichzulagenrichtsatz liegt, Anspruch auf den halbierten Zuschuss, also 75 Euro haben. Der Heizkostenzuschuss gilt für alle Energieformen.

Albert Hinterreitner (+43 732) 77 20-151 19

Historische Daten zum Österreichischen Jubiläumsjahr

(LK) Das Jahr 2005 wird auch in Oberösterreich ganz im Zeichen der Jubiläen "60 Jahre Zweite Republik" und "50 Jahre Staatsvertrag" stehen.

 

Der nächste Termin, auf den wir hinweisen möchten, ist der6. Oktober 1945:
Wiederherstellung der Pressefreiheit in Oberösterreich durch die US-Militärregierung.

 

US-General Arthur J. McChrystal verkündet die Pressefreiheit und genehmigt neben den "Oberösterreichischen Nachrichten"  drei weitere Tageszeitungen  ("Linzer Volksblatt", "Tagblatt", "Neue Zeit") sowie fünf Wochenzeitungen. 

Elke Leitgeb (+43 732) 77 20-114 97

Aus der Sitzung der Oö. Landesregierung:

Landwirtschaftliche  Berufs- und Fachschule Ritzlhof wird erweitert

 

(LK) Die Landwirtschaftliche Berufs- und Fachschule Ritzlhof hat sich in den letzten Jahren zur florierenden Ausbildungsstätte für Garten- und Landschaftsbau, Floristen und Gärtner entwickelt. Aufgrund dieser positiven Entwicklung entspricht das Schul- und Internatsgebäude nicht mehr den aktuellen Anforderungen und muss somit erneuert und erweitert werden. Die Oö. Landesregierung beschloss daher in ihrer Sitzung am 3. Oktober 2005, die Errichtung einer Praxishalle und die Adaptierung des Internats  mit geschätzten Gesamtbaukosten von 1,010.000 Euro.

 

Weiters wurde beschlossen, den ÖBB für den Kauf  von vier Triebwagen für die Mühlkreisbahn eine letzte Rate in Höhe von rund einer halben Million Euro zur Verfügung zu stellen.

 

Der Sanierung sowie Erweiterung des Landesjugendheimes bzw. Landeserholungsheimes Edtbauernalm in Hinterstoder wurde zugestimmt und dafür 2,680.000 Euro veranschlagt.

 

Für die Sozialen Betreuungsdienste erhält das Österreichische Rote Kreuz, Landesverband Oberösterreich, eine einmalige Beihilfe in Höhe von 29.285 Euro.  Bedarfszuweisungsmittel in Höhe von 95.566 Euro wurden für den Zu- und Umbau von Rot-Kreuz-Ortstellen in sechs Gemeinden bewilligt.

 

BZ-Mittel in Höhe von 72.673 Euro erhält die Stadtgemeinde Leonding für die Sanierung der Volks- und Hauptschule Doppl. Weitere Bedarfszuweisungsmittel von rund einer halben Million Euro werden für den Neu- und Umbau des Amtsgebäudes Leonding, den Bau eines Zeughauses in Holzleiten, die Aufschließung  des Betriebsbaugebietes "Neue Welt" sowie für das Straßenbauprogramm in einigen oö. Gemeinden verwendet.
 
Der Errichtung von 31 Betreubaren Wohnungen in den Gemeinden Braunau und Peuerbach wurde zugestimmt und dafür rund 70.000 Euro genehmigt.
Zur Errichtung einer Biomassefeuerungsanlage für die Wärmeversorgung des Stiftes Kremsmünster vergab das Land einen einmaligen Beitrag von 47.530 Euro.

 

Weitere 482.041 Euro erhielten Liegenschaftsbesitzer zur hochwasserbedingten Aussiedlung ihrer Anwesen sowie als Elementarschadensbeihilfen zur Unterstützung für die Behebung der Katastrophenschäden im heurigen Jahr.

 

Für die Adalbert Stifter Ausstellung im Stift Schlägl, die sich mit den Naturbetrachtungen in Stifters Werken beschäftigt und neben einer umfassenden und nachhaltigen Wissensvermittlung eine kulturtouristische Belebung der Region zum Ziel hat,  werden 440.000 Euro vom Land und aus EU-Mitteln zur Verfügung gestellt.

Termine der Beratungsstellen

Jugendberatung und Jugendinformation

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen. 


Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Donnerstag, 6. Oktober 2005, in der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Peuerbachstraße 26, von 14:00 bis 18:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle Mondsee, Krankenhausstraße 8, von 9:00 bis 12:00 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle Jungmairgasse 1, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Kärntnerstraße 16, von 08:30 bis 12:30 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Außenstelle Enns, Dr. Karl Rennerstraße 31, von 14:00 bis 18:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf a. d. Kr., Garnisonstraße 1, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Bahnhofstraße 10, von 14:00 bis 17:00 Uhr statt.


Weiters finden am Donnerstag, 6. Oktober 2005, ab 19:00 Uhr für den Bezirk Vöcklabruck, Außenstelle Mondsee, Krankenhausstraße 8 und im Landeskrankenhaus Bad Ischl, Schulungsraum Parterre, therapeutische Zusammenkunft der Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige statt.

 

Familienberatung

 

(LK) Familienberatung durch Arzt, Jurist und Sozialarbeiter am Donnerstag, 6. Oktober 2005, in den Familienberatungsstellen des Landes Oberösterreich bei den Bezirkshauptmannschaften Gmunden (Tel. +43 7612/792 Kl. 345) von 17:00 bis 19:00 Uhr und Steyr (Tel. +43 7252/523 61 Kl. 82) von 18:00 bis 20:00 Uhr.


 Familienberatung für den Bezirk Wels-Land

 

(LK) Familienberatungen durch einen Juristen und eine Psychologin für den Bezirk Wels-Land erfolgen nach telefonischer Vereinbarung. Anmeldungen werden während der Amtsstunden unter der Telefonnummer +43 7242/618-452 entgegen genommen: Montag und Donnerstag von 7:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 17:00 Uhr, Dienstag von 7:00 bis 17:00 Uhr, Mittwoch von 7:00 bis 13:00 Uhr und Freitag von 7:00 bis 12:30 Uhr.

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Pressekonferenz am 4. Oktober 2005

Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dipl.-Ing. Erich Haider und Präsident Dr. Martin Helml, ÖAMTC Oö. Gemeinsam mit einer Volksschulklasse der Edmund-Aigner Schule/Linz


zum Thema

"Lernen durch Erleben" - In Oö. nehmen 29.500 Kinder und Jugendliche pro Jahr an ÖAMTC-Verkehrssicherheitsaktionen teil

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Weitere Gesprächsteilnehmer:

Harald Köpplmayr, Leiter Verkehrserziehung & Verkehrssicherheit ÖAMTC Oö. Hofrat Dipl.-Ing. Karl Prummer, Leiter der Abteilung Verkehrstechnik Land Oö. Direktor Dr. Franz Scheiblhofer AUVA Direktor Ing. Josef Thurnhofer, ÖAMTC Oö.

Rückfragen-Kontakt: Mag. Dr. Hendrik Schanovsky  (+43 732) 77 20-140 54

Verkehrssicherheitsaktion "Hallo Auto": 150.000 Kinder sagen "Danke!"


Den Anhalteweg von Autos zu schätzen, fällt vielen Kindern schwer. Da hilft es immens, wenn die Kleinen bereits in jungen Jahren einmal selbst die Bremswirkung eines Fahrzeuges erproben dürfen. So erlebbar bei der Verkehrssicherheitsaktion "Hallo Auto" des ÖAMTC.

 

Manuel (9 Jahre) aus Kremsmünster beschreibt das Erlebte so: "Wir haben alle geschätzt, wie lange der Anhalteweg des Autos sein wird. Und nur drei Kinder meiner Klasse wären unverletzt geblieben! Beim Versuch im Auto selber zu bremsen, habe ich gesehen, wie viel länger es dauert bis ein Auto stehen bleibt. Ich werde jetzt viel vorsichtiger sein! Danke für die tolle Aktion."

 

So wie Manuel haben bereits 150.000 Kinder in Oberösterreich seit 1987 auf spielerische Weise den Anhalteweg von Autos "erlebt".  Ein wichtiger Baustein für die Verkehrssinnbildung, wie der Direktor des ÖAMTC Oö., Ing. Josef Thurnhofer, betont: "Je früher im Leben eines Menschen das Erkennen von Gefahren und das richtige Verhalten im Straßenverkehr trainiert werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er später einmal – egal ob als Fußgänger oder als Fahrzeuglenker – Gefahrensituationen vermeiden bzw. rechtzeitig erkennen, richtig reagieren und bewältigen kann."

 

Zahlen und Fakten


Start der Aktion in Oö: Schuljahr 1987/1988
Bisher betreute Kinder: 146.535
Schuljahr 2005/2006: geplant: 11.400 Kinder in 570 Übungseinheiten
Bisher zurückgelegte Bremswege in Metern: 2,1 Mio
Kooperationspartner: Land Oö. und AUVA
Trainer: Fünf ausgebildete Pädagogen

 

Lernen durch Erleben: 29.500 Kinder und Jugendliche nehmen pro Jahr an ÖAMTC-Verkehrssicherheitsaktionen teil

 

Mit den Verkehrssicherheitsaktionen des Clubs können pro Jahr rund 29.500 Kinder und Jugendliche erreicht werden. Die Tendenz ist steigend.

 

"Die ÖAMTC-Verkehrssicherheits-Aktivitäten, die sogar in den Statuten des Clubs verankert sind, haben immer einen Grundsatz: Verhaltensänderungen der Verkehrsteilnehmer in Richtung Sicherheit sind allein mit Vorschriften und Strafen kaum zu bewirken, sondern nur mit überzeugenden, praxisgerechten Argumenten", erläutert der Präsident des ÖAMTC Oberösterreich, Dr. Martin Helml.

 

Um Kinder zu verantwortungsbewussten Verkehrsteilnehmern zu erziehen, sind viele kleine Schritte notwendig. Ständiges altersgerechtes Training ist für den Erfolg entscheidend. Aufbauend auf die Erziehungsarbeit der Eltern bietet der ÖAMTC Sicherheitsinitiativen für alle Altersstufen an.

  • Bereits im Kindergarten führt der ÖAMTC Elternabende zu Themen wie "Kinder in der Welt des Straßenverkehrs" durch. 
  • Taferlklassler lernen im Rahmen der Aktion "Blick und Klick" die Gefahren des Straßenverkehrs sowohl aus Sicht der Fußgänger als auch aus Autofahrersicht kennen.
  • "Hallo Auto" vermittelt Schülern der dritten Schulstufe Brems- und Anhaltewege von Autos.
  • Und zwei Jahre später besteht die Möglichkeit, im Rahmen der Aktion "Wer ist Meister auf 2 Rädern" seine Radfahrsicherheit unter Beweis zu stellen.
  • Das Programm "PS-Physik auf der Straße",  das zwischen 9. und 11. Schulstufe besucht werden kann, setzt sich schließlich mit den physikalischen Gesetzen beim Fahren auseinander.

Darüber hinaus kann der Mopedausweis beim Club erworben werden. Für Rekruten beim Bundesheer bietet der ÖAMTC Verkehrssicherheitsvorträge und kostenlose Kfz-Überprüfungen direkt in den Kasernen an.
Und auch im Rahmen der Führerschein-Mehrphasenausbildung leistet der ÖAMTC mit seinen Fahrsicherheitstrainings einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit auf Oberösterreichs Straßen.
 

Verkehrsreferent LH-Stv. Dipl.-Ing. Erich Haider: "Flächendeckende Verkehrserziehung ist unser Ziel"

 

Das Land Oberösterreich hat in seinem "Verkehrssicherheitsprogramm 2005-2010" als Ziel die 100 %ige flächendeckende Verkehrserziehung und ein Minus von 50 % der Schulwegunfälle definiert. Präsident Dr. Martin Helml: "Der ÖAMTC Oberösterreich wird mit seinen Sicherheitsinitiativen als Partner auch zukünftig zur Erreichung dieses ehrgeizigen Vorhabens ganz wesentlich beitragen."

 

Mittels Beschluss der Oö. Landesregierung wurde im Jahr 1992 der Verkehrserziehungsbeirat des Landes Oö. eingerichtet. In diesem Gremium, welches aus Vertretern von Bundes- und Landesdienststellen wie Landesschulrat, KfV, ÖAMTC, ARBÖ, Exekutive und Jugendrotkreuz besteht, werden verschiedene Maßnahmen erarbeitet, welche geeignet sind, die Verkehrserziehung der Kinder effizient und wirksam zu gestalten. In erster Linie arbeiten die Schulen gemeinsam mit der Exekutive jährlich Strategien für eine optimale Einbindung der Verkehrserziehung in den Schulbetrieb aus. Um das Verkehrserziehungsangebot ständig verbessern und interessanter gestalten zu können, werden auch regelmäßig finanzielle Mittel aufgewendet, um die Kinder für das Anliegen der Verkehrssicherheit gewinnen zu können.

 

Mit flächendeckenden Aktionen werden z.B. Spezialthemen über Roadshows in den einzelnen Bezirken präsentiert, wobei die hier erzielte Bewusstseinsbildung bei den Erwachsenen hervorzuheben ist.

  • 1998 "Ohne Gurt fahren wir nicht fort"
  • 1999 "Einschleiffen vor Zebrastreifen"
  • 2000 "Sicher zur Schule - Sicher nach Hause"
  • 2001 "Beim Flitzen Köpfchen benützen" (Fun-Sportgeräte)
  • 2002 "Helm und Licht vergeß ma nicht"
  • 2003 "Erste Hilfe schnell und richtig"

Darüber hinaus wurden und werden zu jedem Schulanfang, Kinder und Eltern mit Sicherheitstipps versorgt – dieses Jahr z. B. mit einem Malbuch "Gib 8!  8 Regeln für einen sicheren Schulweg".

 

Im Verkehrssicherheitsprogramm Oberösterreich 2005-2010 "Menschen schützen" sind die für Schüler und Jugendliche wichtigen Themen wie

  • Gurt
  • Geschwindigkeit
  • Kindersitz
  • Verkehrserziehung
  • Schulweg
  • Radfahren
  • Jugendtaxi/Discobusse
  • Moped/Motorrad
  • und Schulbus

als vorrangige Ziele mit eigenen Maßnahmepaketen zur Senkung der Unfallzahlen besonders ausgewiesen.


Spezialprojekte des Verkehrsressorts zum Schutz der Schüler/innen

 

Verkehrsreferent Dipl. Ing. Erich Haider hat zudem Ingenieure und Sachverständige seiner Abteilung Verkehrstechnik angewiesen, Spezialprojekte zum Schutz der Schüler gemeinsam mit Gemeinden, Schulen, Elternverbänden, dem Kuratorium für Verkehrssicherheit und der Polizei zu betreuen:

  • Schulwegsicherung durch Analyse von Unfallhäufungsstellen
  • Verkehrsberuhigung im Schulumfeld
  • Sicherer Schulbus
  • Schüler- und Elternlotsen
  • Aktion Apfel/Zitrone vor Schulen
  • Rot-weiß-rote Zebrastreifen
  • Tempo 30-Anzeigen vor Schulen mit Zeitsteuerung
  • Fahrradprüfung
  • Fahrsicherheittraining für jugendliche Mopedlenker
  • Sichere Querungsstellen am Schulweg
  • Vorträge zum Thema Verkehrssicherheit in Schulen und vor Elternverbänden
  • Kindersitzberatung
  • Unfallstatistik

Engagierte Verkehrserziehung durch die Polizei

 

Einen wichtigen Beitrag zur schulischen Verkehrserziehung leistet auch z.B. die Polizei. Im abgelaufenem Schuljahr 2004/2005 haben 160 speziell ausgebildete Polizeibeamte des Landespolizeikommandos für Oberösterreich 15.792 Stunden für verkehrserzieherische Arbeit in Schulen und Kindergärten investiert.

 

Folgende schulverkehrserzieherische Aktivitäten wurden durchgeführt:

 

Verkehrsunterricht: 2.871 Klassen (54.613 Schüler/innen)
Lehrausgänge: 2.152 Klassen (40.587 Schüler/innen)
Schüler- und Elternlotsenausbildung: 1.123 (1.074 Schüler- und 49 Elternlotsen)
Radfahrprüfungen: 15.166
Überprüfungen von Fahrrädern: 14.679

 

Weniger Schulwegunfälle in Oö.

Seit dem Jahr 1999 sind um 43 % weniger Schüler verunglückt

 

Insgesamt kann ein Rückgang bei Unfällen auf dem Schulweg von 43 % seit dem Jahr 1999 verzeichnet werden.

  • Vor sechs Jahren wurden auf oö. Straßen bei 155 Schulwegunfällen noch 176 Kinder (zwischen 6 und 15 Jahren) verletzt.
  • 2003 ereigneten sich schon um 35 Unfälle weniger.
  • 2004 sank die Zahl der Verkehrsunfälle noch weiter: 92 Kinder erlitten bei 88 Schulwegunfällen Verletzungen, ein Kind kam leider ums Leben.

Die Verkehrssicherheitsarbeit des Landes Oö. und der Gemeinden, die Leistungen der Verkehrsunternehmen sowie die Aufmerksamkeit der Eltern und der Autofahrer sind die Ursachen für diese Verbesserung.

 

Verkehrsreferent Erich Haider: "Vor allem Gemeinden können auch durch richtige Verkehrsplanung wie etwa durch sichere Straßenübergänge oder durchgehende Gehwege entlang von Freilandstraßen einen Beitrag zur Sicherheit leisten."

 

Schulwegunfälle (Kinder am Schulweg) mit Personenschaden  
Beteiligte Personen: Kinder 6 bis 15 Jahre  
  
Oberösterreich  

 

Unfälle

Verunglückte

Tote

1999

155

176

0

2000

102

112

2

2001

123

136

0

2002

96

95

1

2003

120

127

2

2004

88

92

1

 

ÖAMTC- Verkehrssicherheitsaktionen

(Unterstützt vom Verkehrsressorts des Landes Oö. und der AUVA)

  • Für Babys:
    "Kindersitz-Verleih" - Verleih von Auto-Babysitzen der ECE-Gruppe 0+
     
  • Kindergarten:
    "Kinder in der Welt des Straßenverkehrs"
    Diskussionsabende für Eltern von Kindergartenkindern. Bei diesen Abenden werden vor allem im Bereich Verhalten der Kinder im Straßenverkehr, Durchleuchtung des Spielraumes für Kinder sowie Übungsvorschläge und Tipps erarbeitet bzw. vermittelt.
     
  • 1. Schulstufe:
    "Blick und Klick!"
    Kindern im Alter von 6 bis 7 Jahren werden die Gefahren des Straßenverkehrs aus der Sicht des Fußgängers, aber auch des Autofahrers vor Augen gehalten, um daraus wichtige Verhaltenskonsequenzen zu ziehen.
     
  • 2. Schulstufe:
    "Hallo Auto!"
    In diesem praxisbezogenen Unterricht wird den 8- bis 9-jähri-gen Schülern der Brems- bzw. Anhalteweg eines 50 km/h-fah-renden PKW's veranschaulicht dargestellt.
     
  • 3. Schulstufe
    "Hallo Auto!"
    In diesem praxisbezogenen Unterricht wird den 8- bis 9-jähri-gen Schülern der Brems- bzw. Anhalteweg eines 50 km/h-fah-renden PKW's veranschaulicht dargestellt.
      
  • 5. Schulstufe:
    "Wer ist Meister auf zwei Rädern?"
    Der Schwerpunkt dieses Fahrradübungsprogrammes für 10- bis 12-jährige SchülerInnen liegt im Erlernen der Beherrschung des Fahrrades auch in schwierigen Verkehrssituationen.
      
  • 9. bis 11. Schulstufe
    "PS - Physik auf der Straße"
    Fahrphysikalischer Unterricht für 15- bis 18-Jährige
      
  • 15 bis 18 Jährige
    Vorträge in Polytechnischen Lehrgängen und Berufsschulen
    Zum Thema "Sicherheit im Straßenverkehr" (motorisiertes Zweirad, PKW)
      
  • 15 bis 16 Jährige
    Mopedausweis
    Vorbereitungskurs und Prüfungsabnahme
      
  • Bundesheer
    Vorträge in Kasernen
    Verkehrssicherheitsvorträge und kostenlose Überprüfungen der Kraftfahrzeuge für Präsenzdiener
      
  • Führerscheinausbildung
    Fahrsicherheitstraining im Rahmen der MehrphAsen-Führerschein-Ausbildung
      
  • Alle Verkehrsteilnehmer
    "Fahrtechnik- und Sicherheitstraining"
    für alle Kraftfahrzeuglenker in den ÖAMTC-Fahr-sicherheitszentren
      
  • Fachvorträge für alle Verkehrsteilnehmer
    Referate zu den Themen Verkehrssicherheit und Verkehrsrecht

  • Informationsveranstaltungen

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Pressekonferenz am 4. Oktober 2005

Landesrat Mag. Dr. Hermann Kepplinger


zum Thema

"Winterbeschäftigung am Bau wird durch die oberösterreichische Wohnbauförderung unterstützt"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer: Dir. Frank Schneider (LAWOG)
Dr. Herbert Teuschl (GWB)
Landessekretär Stefan Meier (Gewerkschaft Bau Holz)

Rückfragen-Kontakt: Mag.ª Sabrina Hebenstreit  (+43 732) 77 20-120 43

Mit Wohnbauförderungsmitteln Winterarbeitslosigkeit am Bau reduzieren

 

Mit den Mitteln der Wohnbauförderung leisten das Wohnbauressort und die Bauträger gemeinsam einen beträchtlichen beschäftigungswirksamen Beitrag zur Reduzierung der Winterarbeitslosigkeit am Bau bei mehr als 30.000 Arbeitsplätzen in unserem Bundesland. Dennoch entsteht im Bauhaupt- und Baunebengewerbe in den Wintermonaten eine nicht unbeträchtliche Arbeitslosigkeit.

 

"Obwohl es nicht die primäre Aufgabe des Wohnbauressorts ist, Maßnahmen der aktiven bzw. passiven Arbeitsmarktpolitik zu setzen, bin ich als Landesrat dennoch überzeugt, dass wir in einer gemeinsamen Anstrengung einen Beitrag zur Reduktion der Winterarbeitslosigkeit am Bau zu leisten vermögen", stellt Wohnbau-Landesrat Dr. Kepplinger fest.

Zwei wichtige Maßnahmen zur Bekämpfung der Winterarbeitslosigkeit:

  1. Die Bauträger müssen bei Ihren Planungen für die nächsten Monate auch "Winterbaustellen" vorsehen, wobei es sinnvoll ist, die Errichtung der Kellergeschoße noch im Herbst zu beginnen, sodass bereits im Februar eine Fortsetzung der Rohbauarbeiten möglich wird.
  2. In den Verträgen zwischen Bauträgern und Bauausführenden kann durch die Streichung allfällig vereinbarter Pönalezahlungen bei durch Schlechtwetter bedingten Bauzeitüberschreitungen ebenfalls ein positiver Effekt ausgelöst werden. Jedenfalls wäre der Wegfall dieser Bestimmungen ein deutliches Signal auch für am Bau Beschäftigte.

In Anbetracht der für den bevorstehenden Winter prognostizierten Arbeitslosenrate sollte eine engagierte Mitwirkung an diesem gemeinsamen Vorhaben gerade auch für Errichter geförderter Wohnungen selbstverständlich sein. Für Anfang 2006 hat das Wohnbauressort bereits die Evaluierung der von den Bauträgern gesetzten Maßnahmen vorgemerkt.

 

Landessekretär Stefan Meier: Umfrage am Bau: Sommerbelastungen - Winterarbeitslosigkeit

 

Im August des Vorjahres wurde von der Österreichischen Gewerkschaft Bau-Holz gemeinsam mit der Arbeiterkammer eine Umfrage durchgeführt, um die betroffenen Bauarbeiter/innen zu den Auswirkungen von Hitze und Kälte zu befragen. Die Studie zeigt deutlich, dass die Arbeiter/innen Hitze deutlich schwerer trifft als im Vergleich dazu Kälte und Nässe. 90% der Befragten gaben an im Sommer an Folgeerscheinungen wie Kopfschmerzen, Sonnenbrand, Kreislaufproblemen, Atemnot, brennen der Augen, Nase oder Hals und einer verminderten Leistungsfähigkeit zu leiden (Abbildung 1 im Anhang). Im Vergleich dazu gaben aber 87% der Betroffenen an, dass keinerlei betriebliche Schutzmaßnahmen bei Hitze und Sonne bestehen würden (Abbildung 2 im Anhang).

 

Im Rahmen dieser Umfrage wurde auch nach Lösungsvorschlägen gesucht, die in Abbildung 3 im Anhang zu sehen sind. 76 Prozent der Befragten befürworten dabei die Bauarbeiten das ganze Jahr lang durchzuziehen, wobei ganze 81 Prozent bestimmte Tätigkeiten überhaupt im Winter ausführen möchten.

 

"Diese Umfrage zeigt deutlich, dass das Vorhaben von Landesrat Dr. Kepplinger, nämlich auch Winterbaustellen einzurichten, bei den betroffenen BauarbeiterInnen auf große Unterstützung treffen würde. Mit Hilfe der Genossenschaften sollte dieses Vorhaben auch sehr leicht umsetzbar werden", ist Meier überzeugt, dass Winterbaustellen in Zukunft Wirklichkeit werden können.

 

Hohe Arbeitsintensität im Sommer mit Folgen

 

Stress und Termindruck sind die häufigsten Ursachen von Unfällen am Bau. Lange Arbeitszeiten im Sommer führen mittel- bis langfristig zu Gesundheitsschäden bei den Beschäftigten. Die Krankheits- und Unfallkosten im Bauwesen liegen bei vier bis neun Prozent des Bau-Sektor-BIPs.   Dazu kommt das individuelle Leid der Betroffenen. Pausen zwischendurch und längere Erholungsphasen würden arbeitsbedingte Beschwerden und Erkrankungen deutlich verringern (Stütz- und Bewegungsapparat, Rücken-, Gelenks- Muskelschmerzen; Schlaflosigkeit und Herz-Kreislauferkrankungen durch Überbeanspruchung und Stress)

 

Arbeiten im Freien im Sommer heißt:

  • Hitze: allgemeine Überforderung des Organismus, vor allem des Herz-Kreislaufsystems bis hin zum Kollaps. Temperaturen von 40 bis 50 Grad Celsius sind durchaus üblich. In vielen Fällen werden aber auch Temperaturen von 90 Grad (aufsteigende Hitze vom frischen Asphalt) und mehr erreicht.

  • Ozonbelastung: Kreislaufprobleme, Atemwegs-Reizungen etc.

  • UV-Einstrahlung: Sonnenbrand, Hautkrebsrisiko erhöht.

71 % der Befragten gaben an, dass von den Unternehmen keine Schutzmaßnahmen im Fall großer Hitze oder direkter Sonneneinstrahlung ergriffen werden. Manche stellen Getränke und Sonnenschutzcremes zur Verfügung, Pausen werden nur selten gemacht. Nirgends aber wird auf "leichtere Tätigkeiten" während dieser Hitzephasen umgestellt.

 

Unmittelbare und mittelbare Folgen für die Volkswirtschaft

 

"Die derzeitige Beschäftigungspraxis der Bauwirtschaft geht zu Lasten allgemeiner und öffentlicher Gelder im Sozialversicherungssystem. Und dieses wird von allen unselbstständig Beschäftigten finanziert!Die Ausdehnung der Baubeschäftigung auf das ganze Jahr würde in Oö. jährlich 27 Millionen Euro Arbeitslosengelder sparen (Berechnungsbasis: Senkung der Winterarbeitslosigkeit auf das Niveau von Mai bis Oktober).

 

Folgende Punkte gilt es hinsichtlich volkswirtschaftlicher Folgen besonders zu beachten:

  • Direkte Einkommenseinbußen der Bauarbeiter/innen durch wiederholte Arbeitslosigkeit.
  • Pensionsaussichten: Derzeit sind nur 0,9 Prozent der in Oö. beschäftigten Bauarbeiter/innen 60 Jahre oder älter; Der durchschnittliche Pensionsantritt (2002) erfolgt mit 57,5 Jahren, die durchschnittliche Dauer des Pensionsbezugs beträgt nur 3,7 Jahre. Die Lebenserwartung der am Bau Beschäftigten liegt bei ca. 62 Jahren. Bauarbeiter/innen haben auch ohne Pensionsreformen schlechte Aussichten.
  • Die so genannte "Hacklerregelung" würde bei 45 Beitragsjahren für Männer, die vor 1947 geboren sind, den Pensionsantritt mit 60 ermöglichen. Aber Zeiten der Arbeitslosigkeit und des Krankengeldbezuges sind keine Beitragszeiten, d.h. ironischerweise gilt die "Hacklerregelung" ausgerechnet für Bauarbeiter/innen nicht.
  • Die Frühpension wegen langer Arbeitslosigkeit wurde mit 1.1.2004 abgeschafft. Ab 61,5 Jahren gibt es bei uneingeschränkter Arbeitsbereitschaft "Übergangsgeld" (Arbeitslosengeld plus 25%).
  • Die Invaliditätspension ist nur sehr schwer zu bekommen: Bauarbeiter/innen gelten für die PVA nicht als invalid (OGH-Entscheid: Baumarktberater, Portier, Retuscheur im Fertigteilbau ist zumutbar). Beim AMS sind sie aber nicht vermittelbar und bleiben somit über Jahre arbeitslos. Hinzu kommt die geplante Abschaffung der Invaliditätspension bis 2006 laut Regierungsprogramm.
  • Pensionskonto: Seit der "Pensionsharmonisierung" laufen die Beiträge auf das Pensionskonto. Hier gelten Arbeitslosigkeitszeiten als Beitragszeiten: Die Bewertung der Arbeitslosigkeitsphasen bei Pensionsanspruch erfolgt mit 70 Prozent der Bemessungsgrundlage, das bedeutet bei regelmäßiger Arbeitslosigkeit von drei Monaten/Jahr einen zusätzlichen Verlust von 7,5 Prozent.

Dir. Frank Schneider, Obmann der Landesgruppe der GBV:

 

"Es ist uns ein großes Anliegen, die ausstehenden Projekte so rasch als möglich einzureichen, damit möglichst alle Bauvorhaben im heurigen Jahr bewilligt werden können. Trotz der Verspätung bei der Bewilligung von Projekten, bin ich zuversichtlich, dass das Bauprogramm vollständig abgearbeitet werden kann. Damit wird es auch zu keinem Sonderproblem hinsichtlich der Winterarbeitslosigkeit kommen", zeigt Dir. Schneider Engagement Landesrat Kepplinger in dessen Vorhaben zu unterstützen.

 

Das Thema Winterarbeitslosigkeit und das rasche Einreichen vollständiger Projekte wird laut Schneider separat in einer Sitzung des Landesverbandes besprochen, um entsprechende Lösungen zu finden.

 

Dr. Herbert Teuschl:

 

"Natürlich unterstützen wir das Vorhaben von Landesrat Dr. Kepplinger die Winterarbeitslosigkeit zu reduzieren. Aus diesem Grund haben Dir. Schneider und ich in Abstimmung eine Liste mit Projekten vorbereitet, bei denen Baumeisterarbeiten in den Monaten Februar bis April 2006 durchgeführt werden sollen. Vorausgesetzt, wir erhalten die Zusicherungen des Landes Oberösterreich, können die Arbeiten an diversen Projekten im oben genannten Zeitraum stattfinden, sobald es die Witterung erlaubt. Seitens der LAWOG und der GWB werden die unten angeführten Projekte als Winterbaustellen geführt, wobei auch andere gemeinnützige und auch gewerbliche Bauträger zugesagt haben, Winterbaustellen so einzurichten, dass somit insgesamt bis zu 735 Wohneinheiten betroffen sind", stellt Dr. Teuschl fest.

 

LAWOG-Projekte:

Ort des Bauvorhabens

Wohnungsform

Aichkirchen

5 Mietwohnungen

Arbing

6 Mietwohnungen

Bad Zel

Bauhof, FF, ASZ

Buchkirchen

10 Betreubare Wohnungen

Haslach

6 Mietwohnungen

Hörsching, Wohn- und Ladenzentrum

20 Mietwohnungen

Leonding, Ruflingerstraße

50 Mietwohnungen

Schenkenfelden

7 Betreubare Wohnungen

St. Florian VII

6 Mietwohnungen

St. Konrad III, Bauteil 2

6 Mietwohnungen

St. Thomas

Kindergarten

Taufkirchen an der Pram

5 Mietwohnungen

Unterweitersdorf

8 Betreubare Wohnungen

Uttendorf

15 Betreubare Wohnungen

Vöcklabruck, Wohnhaus II

12 Mietwohnungen

Wallern VI

10 Mietwohnungen

Wartberg/Aist

11 Betreubare Wohnungen

Weißkirchen

26 Mietwohnungen


GWB-Projekte:

Ort des Bauvorhabens

Wohnungsform

Altheim

6 Mietkauf- Reihenhäuser

Arnreit

6 Mietkauf- Reihenhäuser

Aspach-Wildenau (Sportplatz)

4 Mietkauf- Reihenhäuser

Engelhartszell

7 Mietwohnungen

Fischlham

6 Mietkauf- Reihenhäuser

Gramastetten VI

9 Mietwohnungen

Haag/H.

13 Mietkauf- Reihenhäuser

Hartkirchen

6 Mietkauf- Reihenhäuser

Herzogsdorf/Neußerling

8 Mietkauf- Reihenhäuser

Hofkirchen i.M.

6 Mietkauf- Reihenhäuser

Hofkirchen/Trattnach

8 Mietkauf- Reihenhäuser

Kematen/Kr.

8 Mietwohnungen

Kollerschlag IV

6 Mietkaufwohnungen

Krenglbach I

4 Mietkauf- Reihenhäuser

Krenglbach II

6 Mietkauf- Reihenhäuser

Krenglbach III

4 Mietkauf- Reihenhäuser

Lambrechten

4 Mietkauf- Reihenhäuser

Lichtenberg

12 Mietkaufwohnungen

Lochen

20 Mietkaufwohnungen

Mining

5 Mietkauf- Reihenhäuser

Niederwaldkirchen

6 Mietkauf- Reihenhäuser

Nußdorf (2. BA)

4 Mietkauf- Reihenhäuser

Perg

10 Mietkauf- Reihenhäuser

Pierbach

5 Mietkaufwohnungen

Reichenthal

6 Mietwohnungen

Ried/Rdmk.

6 Mietkauf- Reihenhäuser

St. Aegidi III

7 Mietwohnungen

St. Martin - Plöcking

10 Mietwohnungen

St. Peter/Wimberg III

7 Mietwohnungen

St. Wolfgang Errichterg. Markt 106

16 Mietkaufwohnungen

Stroheim

8 Mietkaufwohnungen

Treubach

6 Mietkauf- Reihenhäuser

Tumeltsham

5 Mietkauf- Reihenhäuser

Vorchdorf

9 Mietwohnungen

Windischgarsten

8 Mietkauf- Reihenhäuser


GWG Enns-Projekte:

Ort des Bauvorhabens

Wohnungsform

Enns, Eichberg

11 Mietkauf- Reihenhäuser


GSA-Projekte:

Ort des Bauvorhabens

Wohnungsform

Wels Pernau-Haidlweg

9 Mietkauf- Reihenhäuser

 

Tortendiagramm über die Sommerbelastung am Bau           Umfrageergebnisse der betrieblichen Schutzmaßnahmen bei Hitze und Sonne

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Pressekonferenz am 4. Oktober 2005

Landesrat Rudi Anschober


zum Thema

"Oberösterreich will Energiespar-Europameister werden"

KB)

Rückfragen-Kontakt:

Mag.a Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

Oberösterreich will zum Energiespar-Europameister werden

 

Der zentrale Schwerpunkt der neuen oö. Energiepolitik erhält massiven Rückenwind durch Energiepreisentwicklung und bringt wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Nutzen. Oberösterreich setzt als erste Region Europas die EU-Energieeffizienzrichtlinie um, bringt Europas Energieexpert/innen im März 2006 zur europäischen Energieeffizienzkonferenz nach Oberösterreich und macht mit dem Energiesparen in allen Lebensbereichen ernst. Vom Schlusslicht zum Europameister ist das Ziel.

 

In den vergangenen Jahren ist der Energieverbrauch in Oberösterreich besonders stark und stärker als in  anderen Bundesländern gestiegen:

 

Die Zahlen für den Gesamtenergieverbrauch von 2000 bis 2003 in PJ

Land

2000

2001

2002

2003

Veränderung (seit 2000)

Österreich

1109,7

1175,7

1195,4

1289

+ 16,2 %

245,4

257,6

265,8

287,1

+ 16,9 %

BGL

28,1

31

31,9

33,4

+ 18,9 %

Wien

136,1

144

147,5

157,6

+ 15,8 %

269,6

288,1

286,7

307,4

+ 14,0 %

STMK

178,4

186,9

189,5

200,2

+ 12,2 %

K

73,8

78,8

79,5

87,3

+ 18,3 %

S

62,3

66,1

68,3

74,2

+ 19,1 %

T

80,3

85,1

87,3

99,1

+ 23,4 %

V

35,8

38,4

38,9

42,6

+ 18,99

(alle Daten nach ÖSTAT 12/04)

 

Die Zahlen für den Gesamtstromverbrauch von 2000 bis 2004 in GWh

Land

2000

2001

2002

2003

Veränderung (seit 2000)

Österreich

51.964

53.978

54.065

59.354

+ 14,22 %

10.875

11.195

11.460

12.750

+ 17,24 %

BGL

1.196

1.261

1.293

1.395

+ 16,64 %

Wien

7.099

7.601

7.563

8.245

+ 16,14 %

9.576

10.611

10.441

11.450

+ 19,57 %

STMK

8.637

8.631

8.623

9.521

+ 10,24 %

K

3.872

3.998

4.051

4.404

+ 13,74 %

S

3.350

3.514

3.442

3.736

+ 11.52 %

T

5.139

4.929

4.946

5.402

+ 5,12 %

V

2.220

2.240

2.248

2.452

+ 10,45 %

(alle Daten nach ÖSTAT 12/04)

 

Hauptursache für die in Oberösterreich besonders starken Steigerungen des Energieverbrauches sind der massive Ausbau der Industrie und die enormen Steigerungsraten im Verkehr.

 

Die Zahlen für den Gesamtenergieverbrauch von 2000 bis 2003 in PJ

 

2000

2001

2002

2003

Veränderung (seit 2000)

245,4

257,6

265,8

287,1

+ 16,9 %

Treibstoffe

52,30

55,99

61,69

65,88

+ 25,9 %

Wirtschaft, Ind.

25,49

26,02

26,93

30,87

+ 21,1 %

(alle Daten nach ÖSTAT 12/04)

 

Die aktuellen Preissteigerungen bei Öl bringen Nachteile, aber auch neue Chancen für das Energiesparen und für umweltfreundliche Ökoenergie. Soziale Nachteile für die einzelnen Konsument/innen, Abdämpfung des Wirtschaftswachstums mit negativen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt, massiv steigendes Handelsbilanzdefizit der EU sind die zentralen Nachteile, die kurzfristig sozial abgefedert werden müssen und mittelfristig zu einem schrittweisen Ausstieg aus der Abhängigkeit vom Öl führen müssen.

 

In den vergangenen Jahren waren es vor allem Umweltschützer/innen, die Energiesparen und Energieeffizienz gefordert haben. Nun kommen zu den Umweltargumenten handfeste soziale Gründe (wie etwa Gegensteuern bei den Betriebskosten) und wirtschaftliche Notwendigkeiten. Ein Ruck geht durch das Land. Es entsteht eine Interessenskoalition, die wir in Oberösterreich zu einer umfassenden Energiesparoffensive nützen wollen. Oberösterreich soll vom Schlusslicht zum Europameister werden.

 

Nachfolgend ein Überblick über die wichtigsten Initiativen: Änderung der Konsumgewohnheiten als Chance

 

Durch die Preisentwicklung beginnen sich verstärkt die Konsumgewohnheiten zu verändern. Ein Beispiel: der Autohandel registriert europaweit, auch in Oberösterreich einen massiven Trend zu spritsparenden Autos. Gefragt ist jetzt die Autoindustrie, die diese Entwicklung lange Zeit verschlafen hat. Oberösterreich will politischen Druck der EU auf die Autoindustrie unterstützen, Ziel ist ein verbindlich sinkender Flottenverbrauch, der schrittweise bis 2010 auf durchschnittlich nur mehr 5 l abgesenkt wird. Das würde zu einer enormen Energieeinsparung, CO2-Einsparung und auch Verbesserung der sozialen Situation jener Menschen führen, die auf das Auto täglich angewiesen sind.

 

Ansturm auf Energieberatung

 

Seit 2002 nehmen immer mehr Gewerbe- und Industriebetriebe die Gewerbeenergieberatung (finanziert vom Gewerbe- und dem Energieressort) in Anspruch - Tendenz stark steigend: Waren es 2002 und 2003 insgesamt rund 215 Beratungen, so stieg die Zahl 2004 bereits auf 253 Beratungen.

 

Bei der Beratung durch Energiespezialist/innen geht es um:

  • die Optimierung der energetischen Situation (Kosteneinsparungen)

  • die Nutzung neuer Technologien (Energiesparen mit erneuerbaren Energieträgern)

  • Wirtschaftlichkeit (in welcher Zeit rechnet sich die Investition?)

  • Information über Förderungen von Land/Bund/EU für Energie-Effizienz und erneuerbare Energien

    Energieversorger beteiligen sich an Energieeffizienzoffensive

Besonders erfreulich ist auch, dass die Landesenergieversorger auf diese neue Herausforderung einsteigen und ihr Ziel nicht im besonders hohen Absatz, sondern einer nachhaltigen Politik sehen und deshalb stark in die Energieberatung in Richtung Energieeffizienz eingestiegen sind.

 

Die Energieversorger haben mehrere Projekte für mehr Energieeffizienz in der "Schublade". Dabei handelt es sich einerseits um konkrete Maßnahmen zur Einsparung, andererseits um breit angelegte Informationskampagnen, die in der Bevölkerung ein Bewusstsein für effizienten Energieeinsatz und für eine bessere Nutzung der Ressourcen schaffen sollen. Immerhin haben private Haushalte am gesamtösterreichischen Stromverbrauch einen Anteil von rund 29 %.
Das erste Projekt der Energie AG in dieser Reihe war der im Jänner gestartete "Energie-Check" : Mit einer breit angelegten Informationskampagne in verschiedenen Medien wurde unter anderem eine "Checkliste" zu den Themen Heizen und Energieverbrauch an alle Oberösterreicher verschickt. Kunden der Energie AG konnten auf Basis der von ihnen eingesendeten Daten auch eine kostenlose Energieberatung in Anspruch nehmen.

 

Oberösterreich ist Vorreiter in Europa - als erste Region wird EU-Energieeffizienzrichtlinie umgesetzt

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Landesenergiepolitik ist die Steigerung der Energie-Effizienz, da es in den letzten Jahren trotz der bisherigen Anstrengungen zu einem Anstieg des Bruttoinland-Energieverbrauchs von jährlich etwa 1,3 % gekommen ist - in manchen speziellen Sektoren wie beispielsweise beim Stromverbrauch war sogar eine Steigerung von bis zu 7% im letzten Jahr zu verzeichnen.

 

Energieverbrauch und Wirtschaftswachstum entkoppeln


Eine verbesserte Energie-Effizienz bringt viele Vorteile: Denn mehr Energie-Effizienz senkt die Kosten für Haushalte, Betriebe und öffentliche Einrichtungen, führt zu einer Verringerung des Ausstoßes von CO2 und anderen Treibhausgasen und bringt wichtige Impulse für innovative Technologien und neue Wirtschaftszweige. Eine langfristige Perspektive zeigt, das Wirtschaftswachstum und Energieverbrauch voneinander "entkoppelt" werden können und dass die Steigerung des Bruttoinlandsprodukts nicht mit einem entsprechenden Anstieg des Energieverbrauchs einhergehen muss.
 

Auch Gesamteuropäisch ist das von großer Bedeutung. Wie die Europäische Kommission festgestellt hat, wird der europäische Energiebedarf zu 50 % durch Energieeinfuhren abdeckt. Wenn nichts geschieht, wird dieser Anteil in 20 bis 30 Jahren 70 % erreichen, ein Großteil dieser Importe kommt aus geopolitisch sensiblen Regionen der Erde. In Oberösterreich liegt die Energie-Importabhängigkeit derzeit bei etwa zwei Drittel des Energieverbrauchs.
Auch deswegen wurde in Brüssel eine Energie-Effizienz-Richtlinie ausgearbeitet - Oberösterreich setzt diese als erste europäische Region um!

 

Neue Wohnbauförderung bringt massive Energieeinsparung

 

Die von der ÖVP, der SPÖ und den Grünen ausverhandelte Parteienvereinbarung vom Jänner 2005 stellt in Kombination mit der Budgetvereinbarung über die Wohnbauförderung 2005 bis 2009 die Weichen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung des Wohnbaus in Oberösterreich für die kommenden fünf Jahre bei gleichzeitiger Verankerung von gravierenden Klimaschutzinitiativen im Wohnbau.


Die wichtigsten Punkte sind:

  • Stärkere Förderungsanreize für energiesparende Bauweise
  • Neue Förderungsstufe für Eigenheime mit kontrollierter Wohnraumlüftung
  • Direktzuschuss für Solaranlagen im mehrgeschossigen Wohnbau
  • Koppelung der Sanierungsförderung an energietechnische Mindeststandards
  • Neue Förderschiene für Passivhaus-Sanierungen

Stärkere Förderungsanreize für energiesparende Bauweise


Durch die Wohnbauförderung werden Maßnahmen gefördert, die wesentlich zur Verringerung der Treibhausgasemissionen beitragen. Schon bisher konnten durch die Energiesparanreize der Wohnbauförderung rund 200.000 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr eingespart werden. Die neu gestalteten Förderungsanreize soll die Oberösterreichische Wohnbauförderung im Bundesländervergleich nach der Übergangsfrist per 1.1.2007 auf den "ersten Platz" bringen und dazu beitragen die ambitionierten Klimaschutzzielsetzungen zu erreichen.

 

Energieressort setzt auf Modellprojekte Energiezukunft, die bald Normalität werden sollen

 

Bereits jetzt werden eine ganze Reihe von Modellprojekten in ganz Oberösterreich umgesetzt, wie etwa:

  • Passivhausschule Schwanenstadt (Sanierung)
  • Passivhausmusikschule Weibern (Neubau)
  • Passivhauskindergarten Schneegattern (Neubau)
  • Passivhauskirche St. Franziskus in Wels (Neubau)
  • Biogaseinspeisung ins Erdgasnetz
  • Solares Kühlen bei der BH Rohrbach

Mit der Unterstützung dieser Pilotprojekte durch das Energieressorts soll die Marktführerschaft oberösterreichischer Unternehmen gestärkt, der Vorbildcharakter öffentlicher Gebäude unterstrichen und die technische Machbarkeit (die da und dort noch angezweifelt wird) bewiesen werden.

 

Industrie hat hohe Potenziale bei Abwärmenutzung

 

Um die vorhandenen Abwärmepotenziale wirtschaftlich nutzbar zu machen, arbeiten die Abteilungen des Landes Oö. gewerkübergreifend an einer Abwärmepotentialanalyse um die vorhandenen Abwärmequellen zu erfassen, zu dokumentieren und um ökologisch und ökologisch sinnvolle Nutzungsoptionen auszuarbeiten.

 

Energieeffizienz zentrales Bewertungskriterium bei allen Genehmigungs-verfahren und UVPs

 

Bei allen Genehmigungsverfahren in Oberösterreich für Kraftwerksanlagen wird auf effiziente Nutzung der eingesetzten Energie als wesentliches Genehmigungskriterium höchstes Augenmerk gelegt.

 

Gewerbe besitzt ebenfalls hohe Einsparungspotenziale

 

Die Betriebliche Umweltoffensive fördert qualifizierte Beratungen für oö. Unternehmen zu folgenden Umweltthemen:

Klimaschutz

  • Energie
  • Agenda 21
  • Umwelt- und Mobilitätsmanagement
  • Ressourcen und Lärm
  • Umweltzeichen

Angeregt aus einer Kooperation mit dem Lebensministerium konnte das geballte Know-how gebündelt und unter der neuen Dachmarke "Betriebliche Umweltoffensive" vereint werden. Sämtliche bestehende "Beratungsdienstleistungen im Land Oö. für Betriebe" werden dazu gelistet und inhaltlich aufeinander abgestimmt. Jeder Betrieb kann so übersichtlich aus dem Angebot auswählen.
Die Umweltoffensive bei den Betrieben erhält nun eine neue Qualität, neue Effizienz und einen neuen Höhepunkt.
Diese sechs Themenschwerpunkte untergliedern sich in ein koordiniertes qualitätsvolles Gesamtprogramm mit derzeit 14 Modulen. Jährlich stehen in Oberösterreich dafür über 900.000,-- Euro zur Verfügung.
Die Betriebliche Umweltoffensive ist das oberösterreichische Regionalprogramm im Rahmen der Umweltförderung Inland (UFI). Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Lebensministerium, dem Land Oberösterreich (OÖ. Akademie für Umwelt und Natur in Kooperation mit dem Klimabündnis , Gewerbeabteilung sowie der Abteilung Umwelt- und Anlagentechnik), der Wirtschaftskammer OÖ. und dem Energiesparverband.
 

Gemeinden werden bereits aktiv - Land fördert Energiespargemeinden

 

Durch Energieeffizienz und moderne Energietechnologie können Gemeinden Energiekosten sparen und damit nicht nur das Gemeindebudget und die Betriebskosten der Gemeindebürger/innen entlasten sondern gleichzeitig auch einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten und Vorbild für Bürgerinnen und Bürger sein. Viele Gemeinden haben sich auch bereits ambitionierte Ziele für ihre Energiezukunft gesteckt und setzen Projekte und Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung von erneuerbaren Energieträgern um. Be der lokalen Umsetzung der Maßnahmen des Energie-Effizienz-Programms ENERGIE STAR 2010 haben auch die Gemeinden eine wichtige Rolle. Zur Forcierung der gesamthaften Energieeffizienzsteigerung auf lokaler Ebene wird jetzt neben den bisherigen Aktivitäten das Programm "Energiespargemeinde" EGEM eingerichtet. Die Verstärkung der Energiesparaktivitäten in Gemeinden ist im Strategiefeld "Öffentlicher Sektor" des oö Energie-Effizienz-Programms ENERGIE STAR 2010 vorgesehen. Mit diesem neuen Programm wird ein zusätzlicher Impuls für lokale ganzheitliche Energieplanungsaktivitäten gesetzt werden. Das Energieressort fördert damit die Entwicklung, Vorbereitung und Durchführung von lokalen Energiesparprogrammen und ganzheitlichen lokalen Energiekonzepten und die dabei anfallenden Kosten. Förderungswerber können oö Gemeinden sein. Konkreter Gegenstand der Förderung sind lokale, ganzheitliche Energiekonzepte zur Forcierung von Energieeffizienz und Ökoenergie auf lokaler Ebene. Es können auch Planungs- und Informationsmaßnahmen für diese Konzepte gefördert werden.

 

Landesenergiepreis 2006 mit Schwerpunkt Energieeffizienz

 

Der "Energie-Star 2006" ist der Preis des Landes Oberösterreich für erfolgreich  umgesetzte Projekte in den Bereichen Energie-Effizienz und erneuerbare Energie aus ganz Oberösterreich. Ob Einfamilienhaus, öffentliches oder gewerblich genutztes Gebäude, ob Ökoenergie-Anlagen, innovatives Produkt, Schulprojekt, Informationsprojekt, Gemeinde-Projekt oder technologische Innovation - sie alle können mit dem "Energie-Star" ausgezeichnet werden.

 

Eingereicht können Projekte beim O.O. Energiesparverband noch bis Mitte Jänner 2006 werden. Weitere Informationen unter Icon Externer Linkhttp://www.energiesparverband.at/

 

Europäische Energieeffizienzkonferenz 2006 in Oberösterreich

 

Die Anfang März 06 stattfindende Konferenz wird wirtschaftliche, technische, politische, rechtliche und institutionelle Fragen rund um das Thema Energie-Effizienz beleuchten, inbesondere wie Unternehmen, öffentliche Einrichtung und Privathaushalte durch kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen Energiekosten senken, Klima und Umwelt schützen sowie wirtschaftlich profitieren können.

 

Konferenzthemen:

  • Energie-Effizienzprogramme
  • Energie-Ausweise für Gebäude
  • Energie-Zertifikate
  • innovative Technologien und Lösungen für Unternehmen, Haushalte und öffentliche Einrichtungen sowie für Gebäude, Gewerbe/Industrie und Verkehr
  • Effizienz-Strategien und -Initiativen auf kommunaler, regionaler, nationaler, europäischer und globaler Ebene
  • neue Energie-Dienstleistungen und Märkte
  • Information, Vermarktung, Bewusstseinsbildung
  • Finanzierungsmodelle und -lösungen, z.B. Contracting, PPPs
  • ausgewählte Technologiethemen, z.B. Beleuchtung, Klimatisierung/Kühlen,
  • Motoren, Kraftwärme-Kopplung, innovative Dämm-Materialien, effiziente Geräte.

"In den vergangenen Jahren war Oberösterreich das Bundesland mit den höchsten Energieverbrauchssteigerungen. Das wollen wir mit diesem Programm ändern. Davon profitiert die Umwelt (CO2-Emissionen werden drastisch gesenkt), Oberösterreich muss zu einer großen Energiesparbewegung werden - davon profitiert die Wirtschaft und davon profitiert die Geldbörse eines jeden einzelnen", so Anschober abschließend.

Presseinformationen

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at