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Landeskorrespondenz Nr. 225 vom 27. September 2005

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Pressekonferenz

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Landeshauptmann Josef Pühringer: Preisträger 2005 der Landeskulturpreise und Talentförderungsprämien stehen fest - Univ. Prof. Dr. Alois Brandstetter erhält "Adalbert Stifter Preis"

(LK) Einen großen nach Adalbert Stifter benannten Kulturpreis, sieben Landeskulturpreise und 15 Talentförderungsprämien vergibt das Land Oberösterreich 2005.

 

In ihrer Sitzung am Montag, 26. September 2005 hat die Oö. Landesregierung die Vergabe der Preise über Vorschlag einer Fachjury an folgende Persönlichkeiten beschlossen:

 

Mit dem Großen Kulturpreis 2005, dem "Adalbert Stifter Preis", wird Univ. Prof. Dr. Alois BRANDSTETTER ausgezeichnet. Univ. Prof. Dr. Brandstetter ist der 17. Träger des  mit 11.000 Euro dotierten Großen Kulturpreises des Landes.

 

Die mit je 7.500 Euro dotierten Landeskulturpreise erhalten:

  • Architektur: Arch. DI Gerhard FISCHILL, Puchenau
  • Bildende Kunst: Annerose RIEDL, Schärding
  • Film: Götz SPIELMANN, Wels/Wien
  • Literatur: Hans EICHHORN, Attersee
  • Musik: Klaus HOLLINETZ, Traun
  • Naturwissenschaften: Dr. Gerhard ZLABINGER, Traun/Wien
  • Medizin: Univ. Prof. Dr. Florian KRONENBERG, Pfarrkirchen/Innsbruck

 

Ausgezeichnet mit Talentförderungsprämien in Höhe von je 5.250 Euro werden:

  • Architektur: Architektenteam ANY:TIME, Linz (Arch. Viviana GRUGL, DI Michael GRUGL, Mag. Arch. Jürgen HALLER, Mag. Arch. Christoph WEIDINGER)
  • Bildende Kunst: Sabine AICHHORN, Linz/Wien, Beatrice DREUX, Wels,  Karina NIMMERFALL, Wels,
    Andrea PESENDORFER, Gmunden/Wien
  • Film: Theresia GRÖSSLINGER, Linz
         Arbeitsgemeinschaft Theiler/Waaijenberg, Linz (Mag. Isabell THEILER,      Mag. Albert WAAIJENBERG) 
  • Literatur: Clemens PRINZ, Freistadt
  • Musik: Marco LEMKE, Mondsee
  • Wissenschaft: Univ. Ass. Dr. Thomas BUCHNER, Linz
              Univ. Ass. Mag. Dr. Hannelore BRANDT, Linz/Wien
              Dr. Iris FISCHLMAYR, Linz
              DI Dr. Roland FORSTER, Hartkirchen
              Dr. Konrad KRIMPELSTÄTTER, Gallneukirchen

 

Die insgesamt 23 Preise für herausragendes künstlerisches bzw. wissenschaftliches Arbeiten stehen heuer unter der Patronanz Adalbert Stifters. "Gerade die Persönlichkeit Stifters zeigt, was ein Einzelner bewirken kann. Stifter hat Impulse gegeben, die das Kulturleben und Kulturschaffen unseres Landes nachhaltig geprägt haben, und zwar in allen Bereichen, von der Bildenden Kunst über die Literatur bis hinein in die Naturwissenschaften", so Landeshauptmann Dr. Pühringer. Adalbert Stifter war ein Wegbereiter, genauso wie es viele Kunstschaffende und Wissenschafter heute noch für Oberösterreich sind. Pühringer: "Ohne diese herausragenden Leistungen einzelner Persönlichkeiten wäre die Dynamik und die Innovationskraft des Landes nicht möglich. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile, aber ohne die einzelnen Teile, also die großartigen persönlichen Leistungen von Künstler/innen und Wissenschaftler/innen aller Sparten ist auch das Ganze nicht möglich." In diesem Sinn setzt das Kulturland Oberösterreich mit der Vergabe der Landeskulturpreise und der Talentförderungsprämien eine wichtige Wegmarkierung: Sie spannt den Bogen von der Vergangenheit über die Gegenwart hin zur Zukunft, sparten- und generationenübergreifend, und verweist so auf die große, qualitätsvolle Bandbreite des kulturellen und wissenschaftlichen Lebens in unserem Land.

 

Die feierliche Überreichung der Landeskulturpreise und Talentförderungsprämien durch Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer findet am Donnerstag, 1. Dezember 2005, um 10 Uhr im Linzer Landhaus statt.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Die Volksschüler von der Landwirtschaft begeistern

Broschüre mit 20 ausgewählten Entdeckungsreisen für Schulklassen

 

(LK) Die Landwirtschaft bestimmt mit ihrer Vielfalt unser Lebensumfeld und prägt das Gesicht Oberösterreichs. Gesunde Ernährung, eine intakte Natur, funktionierende Umweltkreisläufe sowie gepflegte Tourismusziele sind Ergebnis der Arbeit unserer Bäuerinnen und Bauern im Land. Da nur mehr 6 % der erwerbstätigen Personen in Oberösterreichs Land- und Forstwirtschaft arbeiten, gibt es immer mehr Volksschulklassen ohne elterlichen "Exkursionsbauernhof".

 

Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger stellt klar, dass Sympathiewerbung und Verständnis für die Arbeit und Vorgänge in der Land- und Forstwirtschaft schon im Kindesalter beginnt. "Kinder kennen heute mehr Handymarken als Apfelsorten, mehr Fernsehkanäle als Getreidearten. Jeder Beitrag ist wertvoll, der unseren Kindern fernab von einer trügerischen Bauernhofidylle ein wirkliches Bild von den Leistungen der Landwirtschaft vermittelt", sagt Landesrat Stockinger. In dieser Woche werden auf Initiative von Landesrat Stockinger an alle Volksschulklassen Broschüren mit dem Titel "Abenteuer Land - Bauernhof erleben" versendet.

 

Mit 20 ausgewählten Exkursionsbeispielen werden die Schüler und Lehrer zu einer realistischen Entdeckungsreise in die Land- und Forstwirtschaft in Oberösterreich eingeladen. Landesrat Stockinger: "Ziel ist es, die Land- und Forstwirtschaft mit allen Sinnen zu erleben und zu entdecken. In der Broschüre haben wir ein pädagogisch wertvolles Exkursionsangebot zusammengestellt, das für die Lehrerinnen und Lehrer ein echter Arbeitsbehelf ist und für die Schüler einen eindrucksvollen Unterricht mit dem Thema Landwirtschaft ermöglicht". Die Broschüre ist auf der Homepage www.genussland.at abrufbar.

Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17 oder (+43 664) 829 89 99

Wohnbau-Landesrat Kepplinger: Diskussion um Bauprogramm ist Sturm im Wasserglas!

Die Abwicklung des oberösterreichischen Wohnbauprogramms wird wie jedes Jahr sowohl von den Bauträgern als auch von den Abteilungen Wohnbauförderung bzw. Umwelt- und Anlagentechnik des Landes höchst professionell abgewickelt.

 

(LK) Die Aufnahme in das Bauprogramm ist nicht die einzige Voraussetzung, damit ein Bauprojekt bewilligt werden kann. Bevor das Land Oberösterreich eine Förderung zusichern kann, muss der Bauträger den baubewilligten Projektplan, einen auf Ausschreibungen basierenden Kostennachweis, ein Prüfgutachten der Abteilung Umwelt- und Anlagentechnik hinsichtlich des Gebäudeenergieverbrauchs, das grundbücherliche Eigentum bzw. Baurecht an der zu verbauenden Liegenschaft und die gesicherte Gesamtfinanzierung vorlegen bzw. nachweisen.

 

"Alle diese Voraussetzungen sind grundsätzlich notwendig, um einen leistbaren und qualitativ hochwertigen Wohnbau in Oberösterreich zu garantieren. Damit werden den Bauträgern gründliche Vorarbeiten abverlangt, die sich aber in der Vergangenheit bestens bewährt haben", betont Landesrat Dr. Hermann Kepplinger.

 

Das Wohnbauressort hat mit den Bauträgern bereits mit Schreiben vom 16. September 2005 Kontakt aufgenommen und nachgefragt, in wie weit die noch offenen Projekte bewilligt werden können (das entsprechende Schreiben wird im Anhang veröffentlicht).

 

Landesrat Dr. Kepplinger: "Dabei habe ich auch auf das Problem der Winterarbeitslosigkeit hingewiesen und um Kooperation ersucht, durch gezielte Bauabwicklung die Winterarbeitslosigkeit zu verringern."

 

Das Resultat dieser Datenerhebung (bei 5 offenen Antworten von insgesamt 43):

  • zwischen April und September wurden 60 % des Bauprogramms 2005 und bereits über 100 Wohneinheiten als Vorgriff auf das Bauprogramm 2006 bewilligt;
  • die Bauträger haben uns informiert, dass sie insgesamt zumindest 95 % der Projekte des Bauprogramms 2005 planmäßig abwickeln können;
  • auch eine vollständige Abwicklung des Bauprogramms ist nicht ausgeschlossen;
  • für die nächste Regierungssitzung am 3.10.2005 werden weitere rund 120 Wohneinheiten zur Bewilligung durch die Landesregierung von LR Dr. Kepplinger eingebracht;

 

"Wenn es in einer Gemeinde Probleme mit der Förderungsbewilligung geben sollte, kann sich jede Bürgermeisterin und jeder Bürgermeister selbstverständlich an mich wenden und ich habe und werde mich selbstverständlich für die zügige Bewilligung der Projekte einsetzen. Anderslautende Behauptungen entbehren jeder realen Grundlage", stellt Landesrat Dr. Kepplinger fest.

 

Anhang:
Schreiben an alle Bauträger mit offenen Förderungsbewilligungen vom 16.9.2005 (versendet am 19. September 2005)

 

Winterarbeitslosigkeit am Bau

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

mit den Mitteln der Wohnbauförderung leisten wir gemeinsam auch einen beträchtlichen beschäftigungswirksamen Beitrag bei mehr als 30.000 Arbeitsplätzen in unserem Bundesland. Dennoch entsteht im Bauhaupt- und Baunebengewerbe in den Wintermonaten eine nicht unbeträchtliche Arbeitslosigkeit.

 

Obwohl ich weiß, dass es nicht die primäre Aufgabe des Wohnbauressorts ist, Maßnahmen der aktiven bzw. passiven Arbeitsmarktpolitik zu setzen, bin ich dennoch überzeugt, dass wir in einer gemeinsamen Anstrengung einen Beitrag zur Reduktion der Winterarbeitslosigkeit am Bau zu leisten vermögen.

 

Ich ersuche Sie daher bei Ihren Planungen für die nächsten Monate auch "Winterbaustellen" vorzusehen. Sinnvoll ist es sicherlich die Errichtung der Kellergeschoße so zu beginnen, dass bereits im Februar eine Fortsetzung der Rohbauarbeiten ermöglicht wird.

 

In den Verträgen zwischen Bauträgern und Bauausführenden kann durch die Streichung allfällig vereinbarter Pönalezahlungen bei durch Schlechtwetter bedingten Bauzeitüberschreitungen ebenfalls ein positiver Effekt ausgelöst werden. Jedenfalls wäre der Wegfall dieser Bestimmungen ein deutliches Signal auch für am Bau Beschäftigte.

 

Jene Bauträger, die ihre im Bauprogramm 2005 vorgesehen Projekte noch nicht oder noch nicht vollständig eingereicht haben, ersuche ich um Bekanntgabe welche dieser Projekte noch heuer vollständig zur Förderung eingereicht werden und bei welchen noch heuer mit dem Bau begonnen wird. Aufgrund der aktuellen politischen Diskussion erwarte ich eine entsprechende Rückmeldung bis längstens 23. September 2005. Naturgemäß ist für eine rasche Bearbeitung durch die Abteilung Wohnbauförderung eine Einreichung mit vollständigen Unterlagen zudem dringend erforderlich.

 

Dieses Thema und meine diesbezügliche Position wurden bereits am 31.08.2005 mit den beiden Vorsitzenden der Landesgruppe der gemeinnützigen Bauträger ausführlich erörtert und von beiden auch zustimmend zur Kenntnis genommen. Dieses Thema soll vertiefend auch in der Landesgruppe  diskutiert werden.

 

In Anbetracht der für den bevorstehenden Winter prognostizierten Arbeitslosenrate sollte eine engagierte Mitwirkung an diesem gemeinsamen Vorhaben gerade auch für Errichter geförderter Wohnungen selbstverständlich sein. Für Anfang 2006 habe ich bereits die Evaluierung der von den Bauträgern gesetzten Maßnahmen vorgemerkt.

 

Ich danke Ihnen für Ihr Engagement und Ihren Beitrag zur Reduktion der Winterarbeitslosigkeit am Bau schon heute sehr herzlich.

 

Mit freundlichen Grüßen

Unterschrift

Mag.ª Sabrina Hebenstreit (+43 732) 77 20-120 43

LR Ackerl: "Trotz Lichtblick Entlastungsmodelle für die Gemeindefinanzen notwendig!"

Stabile Entwicklung der Gemeindeeinnahmen auf niedrigerem Niveau

 

(LK) Die für 2005 erwarteten 1,007 Milliarden Euro bei den oberösterreichischen Gemeindeertragsanteilen dürften nach den jüngsten Zahlen aus der Gemeindeabteilung tatsächlich erreicht werden. Gemeindereferent Landesrat Josef Ackerl reagiert trotzdem verhalten erfreut. "Tatsächlich hatten die Gemeinden diese 1,007 Milliarden Euro im Jahr 2002 schon einmal erreicht!" so Ackerl. "Für eine wirklich positive Entwicklung brauchen wir mehrere Entlastungsschritte, so wie ich einen mit der derzeit in Begutachtung befindlichen SHG-Novelle setze!"

 

Der Aufwärtstrend der letzten Jahre scheint nach den aktuellen Zahlen aufrecht zu bleiben. Derzeit liegt das kumulierte Einnahmenplus aus den Ertragsanteilen gegenüber dem Vorjahr bei 5%. Das erwartete Plus gegenüber 2004 von 2,67% (Prognose Finanzministerium vom Mai) dürfte also halten. "Dass heuer die Erwartungshaltungen eintreffen, liegt u.a. auch daran, dass nach den negativen Erfahrungen aus den Vorjahren vorsichtiger prognostiziert wurde!" so Ackerl. "2004 lagen wir bei den tatsächlichen Einnahmen 0,8% unter der Prognose!“ rechnet Ackerl vor. Die derzeit positive Entwicklung der Gemeindefinanzen darf aber nicht über die eigentlichen Verluste im Vorjahr hinwegtäuschen, als die Gemeinden rund 15 Millionen Euro weniger Ertragsanteile erhielten als 2001. „Dazu kommen die in Summe um 63 Millionen Euro gestiegenen Umlagen, die den Gemeinden fehlen!“ so Ackerl. Hier setzt Sozial-Landesrat Ackerl einen ersten Entlastungsschritt: "Mit der derzeit in Begutachtung befindlichen Novelle des oö. Sozialhilfegesetzes wollen wir eine solidarischere Kostenverteilung für Sozialhilfe für anerkannte Flüchtlinge und eine Veränderung des Umlagenschlüssels zu Gunsten der Gemeinden!" Ackerl hofft auf ein konstruktives Begutachtungsverfahren und eine positive Entscheidung: "Wir sollten den jetzt erscheinenden Hoffnungsschimmer einer besseren Finanzsituation der Gemeinden nicht im Keim ersticken!" so Ackerl.

Peter Binder (+43 732) 77 20-151 12

LR Ackerl: "Fotoausstellung ´Alte pflegen Alltag´ ist beeindruckende Dokumentation der Attraktivität des Alters!"

Wanderfotoausstellung an ARGE Altenheime im Lentos übergeben

 

(LK) Die im Zuge der Altenpflegeimagekampagne des Landes entstandene Fotoausstellung "Alte pflegen Alltag" wurde gestern, 26. September, im Lentos an die ARGE Altenheime übergeben. Die ARGE wird ab Mitte dieser Woche die Ausstellung auf Wanderschaft durch die Bezirke schicken. Sozial-Landesrat Josef Ackerl lobte die Kunst des Fotografen Paul Kranzler: "Es ist unglaublich, wie jeweils ein Gesicht das Leben eines Menschen, und wie Paul Kranzler jeweils dieses Gesicht eingefangen hat!" Die Gäste, unter anderem der Welser Bürgermeister Dr. Peter Koits, der Bezirkshauptmann von Urfahr-Umgebung, Mag. Helmut Ilk, und der Vertreter der Seniorenzentren Linz, Dr. Günther Bauer, waren ebenfalls tief beeindruckt. Die eigentlichen Ehrengäste, Heim- und Pflegedienstleiter/innen aus ganz Oberösterreich, nahmen das kleine Dankeschön für ihre herausragenden Leistungen bescheiden auf und freuten sich auf die Ausstellungstermine in ihren eigenen Häusern.

 

Die Altenpflegeimagekampagne des Landes hat aufgezeigt, dass es um die Situation der betreuten älteren Generation in unserem Land dank hoher Qualitätsstandards bei Bau und Ausbildung, vor allem aber dank aufopfernder Leistungen von Personal und Angehörigen bestens bestellt ist. "Der Ruf der Altenpflege wird durch einzelne Negativ-Schlagzeilen immer wieder nachhaltig getrübt, das herausragende Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wird nie gewürdigt!" so Sozial-Landesrat Josef Ackerl. Mit der Fotoausstellung des mehrfach ausgezeichneten Fotografen Paul Kranzler sollte das Wohlbefinden und die "Attraktivität der vom Leben geformten Gesichter" (Ackerl) dokumentiert werden. Als kleines Dankeschön für die Leistungen in Oberösterreichs Alten- und Pflegeheimen, aber auch bei den Mobilen Diensten, nahm Martin König, Obmann der ARGE Altenheime, die Ausstellung stellvertretend für das Heimpersonal in Empfang. Ab Donnerstag beginnt die Wanderung der Ausstellung im Seniorenzentrum Spallerhof in der Glimpfingerstraße.

Peter Binder (+43 732) 77 20-151 12

LR Ackerl: "Altenpflegeimage lebt von den Mitarbeiter/innen - Danke!"

Heute, 18.30 Uhr, Übergabe der Wanderfotoausstellung "Alte pflegen Alltag" an ARGE Altenheime im Lentos

 

(LK) Die ausgezeichnete Qualität der Altenpflege und -betreuung in Oberösterreich hängt zum Großteil von Ausbildung und Engagement der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Heimen und bei den Mobilen Diensten ab. Um vor allem dem Engagement die entsprechende Würdigung zukommen zu lassen, hat das Sozialressort des Landes eine Imagekampagne ins Leben gerufen. Aus dieser Kampagne ist in Zusammenarbeit mit der ARGE Altenheime und unterstützt von der Linz AG eine Fotoausstellung über das Leben in der Altenpflege entstanden. Diese Ausstellung wird heute, 19 Uhr, von Sozial-Landesrat Ackerl an Martin König, Obmann der ARGE Heime, im Lentos übergeben. Weiters eingeladen sind Vertreter/innen der Altenheime und der Mobilen Dienste bzw. deren Mitarbeiter/innen, denen über diese Ausstellung ein Dankeschön für ihre Arbeit ausgesprochen werden soll. "Was immer wir im Ausbildungsbereich und bei den baulichen Maßnahmen geschaffen haben, es könnte sich nie so gut entwickeln, wäre da nicht der persönliche Einsatz jeder und jedes einzelnen Mitarbeiter/in!" betont Landesrat Ackerl die zu würdigende Leistung.

 

Die Qualitätssteigerungen der baulichen wie auch personellen Ausstattung in der Altenpflege sind in der Bevölkerung immer noch zu wenig bekannt. Negative Schlagzeilen über Pflegemissstände in den Heimen führen zu einem Bild in den Köpfen der Menschen, dass den wahren Tatsachen in keinster Weise entspricht, dem die über 7000 Beschäftigten aber machtlos gegenüber stehen.

Mit der Imagekampagne und den mittlerweile wohl schon gesichteten Sujets sollen mehrere Ziele und Zielgruppen erreicht werden:

  • Die Philosophie: Mittlerweile wird die Betreuung der alten Menschen an ihrer individuellen Biographie ausgerichtet. Unser "Fotomodell" für das Muschelsujet ist tatsächlich viel gereist, und auch wenn sie jetzt in einem Alten- und Pflegeheim
     mitten in Linz lebt, soll sie nach wie vor an diesen wichtigen Lebensabschnitt und die damaligen Eindrücke denken dürfen.
  • Die Vielfalt: Altenpflege in Oberösterreich bietet neben einem Platz in einem Alten- und Pflegeheim viele Arten der Betreuung. Angefangen vom mobilen Dienst, der die alten Menschen in den eigenen vier Wänden besucht und betreut, über das Betreubare Wohnen bis zum Heimplatz. Das oft noch in der älteren Generation gehegte Unbehagen gegenüber "Fremden" (Betreuungs- und Pflegepersonal), die in die eigene Wohnung zur Betreuung kommen, soll damit ebenfalls abgebaut werden.
  • Die Möglichkeiten: Pflegende Angehörige werden in Oberösterreich nicht alleine gelassen. Es ist keine Schande, wenn man sich für kurze Zeit einmal selbst erholen will. Dafür gibt es Kurzzeitpflegeplätze und die Zuwendungen für pflegende Angehörige, die eine "Ersatzpflege" durch eine Helferin ermöglichen.
  • Die Würdigung der Leistung: Wir dürfen nie übersehen, welch große Leistungen die Beschäftigten in der Betreuung und Pflege der älteren Generation täglich erbringen. Neben der physischen sind sie auch einer großen psychischen Belastung ausgesetzt. Dafür haben sie sich unseren größten Respekt und Dank verdient.

 

Aus der Notwendigkeit, für die Kampagnensujets wahrheitsgetreue Fotos zu bekommen, ist die Idee entstanden, im Herbst eine eigene Fotoausstellung zu gestalten. Zur Zeit werden in einzelnen Heimen in allen Regionen des Landes Fotos gemacht, die dann im Herbst in einer eigenen Fotoausstellung präsentiert werden. Weil diese Fotoausstellung die hervorragende Qualität der Betreuung in den oberösterreichischen Alten- und Pflegeheimen dokumentiert, ist sie Teil des Dankeschöns an die Belegschaft. Damit auch jede und jeder die Gelegenheit erhält, sich - im wahrsten Sinne des Wortes - ein Bild von der Altenpflege in Oberösterreich zu machen, wird sie als Wanderausstellung durch die Bezirke geführt. Kooperationspartner sind die ARGE Altenheime, die Linz AG und die Stadt Linz. Die offizielle Eröffnung bzw. Übergabe der Wanderausstellung findet heute, 26.9.2005, ab 18.30 Uhr im Lentos statt.

Peter Binder (+43 732) 77 20-151 12

"Nicht weniger Europa, ein besseres Europa!" - Landtags-Enquete zu Zukunftsfragen der EU

(LK) Am Montag, den 26. September 2005 veranstaltete der Oberösterreichische Landtag eine öffentliche Enquete zu einem aktuellen Thema: "Das Schicksal des Verfassungsvertrages und die wirtschafts- und sozialpolitische Ausrichtung der EU". Landtagspräsidentin Angela Orthner eröffnete die Enquete: "Das Gesicht der EU hat sich verändert. Die Diskussion um den EU-Verfassungsvertrag stellt eine zentrale Zukunftsfrage dar. Die Enquete soll die Mitglieder des Landtags und die interessierte Öffentlichkeit über relevante Themen zur Zukunft der EU informieren. "

 

In der Podiumsdidkussion mit den Mitgliedern des Europäischen Parlaments Dr. Paul Rübig, Dr. Maria Berger, Johannes Voggenhuber und den Klubobmänner des Oö. Landtags wurden kontroversielle Ansichten diskutiert. In der Frage nach der Notwendigkeit einer gemeinsamen Verfassung war man sich aber durchwegs einig.

 

Kommissarin Dr. Benita Ferrero-Waldner plädierte in ihrem Statement für eine Besinnung auf die Fundamente Europas: "Rechtsstaatlichkeit und soziale Gesinnung sind historische Werte in unserem Kontinent. Diese Werte müssen entsprechend kommuniziert werden, damit die Menschen auch willens sind, die europäische Gemeinschaft und eine gesamteuropäische Verfassung zu  bejahen. Denn wir brauchen nicht weniger Europa, sondern ein besseres Europa!"

Mag.ª Christa Höllhumer (+43 732) 77 20-117 44

Benefizkonzert für Stiftung Hartheim

(LK) Am 12. Dezember 2005 um 19.00 Uhr dirigiert Nikolaus Harnoncourt in der Stadtpfarrkirche Eferding die Mozart-Messe in c-Moll, KV 427.
Mitwirkende: Concentus Musicus Wien, Arnold Schönberg Chor, Dorothea Röschmann (Sopran), Roberta Invernizzi (Alt), Herbert Lippert (Tenor), Florian Bösch (Bass).
Der Erlös kommt der Stiftung "Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim" zugute. Eintrittspreise: zwischen 10 (Stehplatz) und 150 Euro. Karten sind zu bestellen unter: Tel.: (+43 732) 77 20-148 47, Fax: (+43 732) 77 20-117 86; e-Mail: simone.loitzberger@ooe.gv.at, reinhard.dyk@ooe.gv.at

Elke Leitgeb (+43 732) 77 20-114 97

Termine der Beratungsstellen

Jugendberatung und Jugendinformation

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

 

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

 

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Donnerstag, 29. September 2005, in der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Peuerbachstraße 26, von 14:00 bis 18:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Perg, Dirnbergerstraße 11, von 08:30 bis 12:30 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle Mondsee, Krankenhausstraße 8, von 9:00 bis 12:00 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle Jungmairgasse 1, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Kärntnerstraße 16, von 08:30 bis 12:30 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Außenstelle Enns, Dr. Karl Rennerstraße 31, von 14:00 bis 18:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf a. d. Kr., Garnisonstraße 1, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, sowie in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Bahnhofstraße 10, von 14:00 bis 17:00 Uhr, statt.

 

Familienberatung

 

(LK) Familienberatung durch Arzt, Jurist und Sozialarbeiter am Donnerstag, 29. September 2005, in den Familienberatungsstellen des Landes Oberösterreich bei den Bezirkshauptmannschaften Gmunden, Tel. (+43 7612) 792-345, von 17:00 bis 19:00 Uhr und Steyr, Tel. (+43 7252) 523 61-82, von 18:00 bis 20:00 Uhr.

 

Familienberatung für den Bezirk Wels-Land

 

(LK) Familienberatungen durch einen Juristen und eine Psychologin für den Bezirk Wels-Land erfolgen nach telefonischer Vereinbarung. Anmeldungen werden während der Amtsstunden unter der Telefonnummer (+43 7242) 618-452 entgegen genommen: Montag und Donnerstag von 7:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 17:00 Uhr, Dienstag von 7:00 bis 17:00 Uhr, Mittwoch von 7:00 bis 13:00 Uhr und Freitag von 7:00 bis 12:30 Uhr.

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Pressekonferenz am 27. September 2005

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl
zum Thema

"Verkehrsfreigabe A 1 Generalerneuerung Haid - Sattledt"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • DI Georg Kichler, Geschäftsführer der ASFINAG Service GesmbH Nord;
  • DI Martin Wögerer, Leiter Abteilung Autobahnen;
  • Alois Lüftinger, Autobahnmeister Ansfelden.

Rückfragen-Kontakt: Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55

Verkehrsfreigabe der generalsanierten A 1 West Autobahn Abschnitt Haid - Sattledt

 

Am 3. November 2003 erfolgte der Startschuss für die 20 km lange Generalerneuerung zwischen Haid und Sattledt. Dieser Straßenabschnitt wird auf je 3 Fahrspuren plus Pannenstreifen verbreitert. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 76 Mio. Euro.

 

Ab 1. Oktober 2005 wird somit die A 1 Westautobahn von der niederösterreichischen Landesgrenze bis Sattledt durchgehend generalsaniert und auf sechs Fahrspuren erweitert sein, freut sich Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl.

 

ASFINAG Vorstandsdirektor Dipl.-Ing. Franz Lückler: "Die ASFINAG investiert 2005 rd. 230 Mio. € in den Ausbau des hochrangigen Straßennetzes in Oberösterreich. Dies betrifft den Vollausbau des Lainbergtunnels auf der A 9 Pyhrn Autobahn ebenso wie Generalerneuerungen wie jene zwischen Haid und Sattledt. Die Verbreiterung auf insgesamt sechs Fahrstreifen (3 je Fahrtrichtung) plus Pannenstreifen ist ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit und entspricht den Bestrebungen unseres Eigentümers, vertreten durch Vizekanzler Hubert Gorbach, die Zahl der Verkehrstoten bis 2010 zu halbieren. Parallel zur Generalerneuerung und Erweiterung Haid - Sattledt wurde auch dem Schutz der Anrainer Rechnung getragen. Allein 15 - 20 % der Gesamtin-vestition wurden für umfangreiche Lärmschutzmaßnahmen entlang der Autobahn aufgewendet."

 

50 % Bauzeitverkürzung durch Umleitung über Welser Westspange

 

23 Monate Bauzeit für ein 20 km langes Baulos das ist eine Rekordzeit, die  ihresgleichen sucht. Ermöglicht wurde die Bauzeitverkürzung von vier auf zwei Jahre durch die Umleitung über die A 8 Welser Westspange und A 25 Welser Autobahn während der ersten Bauphase (Sanierung Richtungsfahrbahn Salzburg). Nach Fertigstellung der erweiterten Richtungsfahrbahn Salzburg (26.11.2004) wurde der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen (Salzbug und Wien) im Gegenverkehr auf dieser Fahrbahn geführt, so dass keine Umleitung mehr notwendig war.

 

In Folge der Verbreiterung auf drei Fahrstreifen plus Pannenstreifen je Richtungsfahrbahn beträgt die nunmehrige Betondeckenbreite 14,75 m, die Betondeckenfläche misst insgesamt ca. 600.000 . Die neue zweischichtige, insgesamt 25 cm dicke Betondecke besteht aus 20 cm hochwertig tragfähigem Unterbeton - vorwiegend aus Recyclingmaterial der alten Betondecke.

 

Die Mittelstreifenabsicherung erfolgt den modernen Sicherheitsbestimmungen entsprechend mit Betonleitwänden, die Randabsicherung mittels ca. 90 cm hoher Stahlleitschienen.

 

Insgesamt waren knapp 70 Personen im Baulos Haid - Sattledt beschäftigt, um die rasche Abwicklung der Generalsanierung und Erweiterung zu ermöglichen.

 

Die Lebensdauer der neuen Betondecke ist auf mindestens 30 Jahre ausgelegt, sodass in diesem Zeitraum jedenfalls keine flächendeckenden  Sanierungsmaßnahmen anfallen und dadurch langfristig keine Verkehrsbehinderungen vorliegen werden.

 

Gesamtlänge des Generalerneuerungsbauloses: ca. 20 km
Gesamtfläche der Betondecke: 295.000
Gesamtmenge Beton für Betondecke: 75.000 m³

 

Fahrbahnaufbau:
25 cm Betondecke (Mindestdicke)
5 cm bituminöse Tragschichte
20 cm zementstabilisierte Tragschichte

 

Wichtige Termine:

 

Samstag, 1. Oktober 2005:
Verkehrsfreigabe  für den 3-streifigen Ausbau der A1 West Autobahn im Abschnitt Haid-Sattledt durch Staatssekretär Mag. Eduard Mainoni, Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl und DI Franz Lückler - Vorstandsdirektor ASFINAG.

 

Montag, 3. Oktober 2005 bis Freitag, 7. Oktober 2005 um 12:00 Uhr:
Totalsperre der A1 West Autobahn in Fahrtrichtung Salzburg, wegen:

  • Entfernung  von  50 km provisorische Bodenmarkierung 
  • Herstellung von 75 km Endmarkierung
  • Montage  von 8 Überkopfwegweiser
  • Versetzung von 200 Stk. Verkehrszeichen
  • Abtragung von 600 Stk. Baustellen-Verkehrszeichen
  • Herstellung von 1km Ortbetonleitwand
  • Errichtung von 2km Fertigteilleitwände
  • Abtragung und Abtransport von 25 km Fertigteilleitwände der derzeitigen Gegenverkehrstrennung

Freitag, 23. Dezember 2005:
Verkehrsfreigabe der Autobahnanschlussstelle  Allhaming

Um wesentliche Kollisionen mit den Generalerneuerungsarbeiten zu vermeiden, wurde Anfang Juni 2005 mit dem Bau begonnen. Die Verkehrsfreigabe bzw. Fertigstellung soll Ende 2005 erfolgen.

 

Generalerneuerung A 1 West Autobahn

 

Die 30-40 Jahre alte Westautobahn ist am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und auch technisch den ständigen Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen.

Vom insgesamt 112 km langen oberösterreichischen Abschnitt  der West Autobahn sind bereits 47 km generalsaniert und derzeit ca.  40 km in Bau.

Ziel ist, die Generalerneuerung im derzeit in Bau befindlichen ca.  20 km langen Bereich "Haid - Sattledt" bis Anfang Oktober zu beenden und die restlichen 25 km bis Ende des Jahres 2008 abzuschließen, so Hiesl.

 

Generalerneuerungsbaulose auf der A 1 West Autobahn bis 2009


 

Bauvorhaben in Bau

Kosten

Verkehrsfreigabe

ASt. St. Georgen - Wangauer Ache

Bauloslänge rd. 14 km

60 Mio. €Euro

RFb. Wien

Oktober 2005

RFb. Salzburg

Juli 2006

Erneuerung der Almbrücke

12 Mio. Euro

RFb. Wien

Oktober 2005

RFb. Salzburg

Oktober 2006

Bauvorhaben bis 2009

geplant

Kosten

Baubeginn

Verkehrsfreigabe

ASt. Steyrermühl- ASt. Regau

Lg. rd. 8 km

22 Mio. Euro

April 2006

Juni 2007

Eberstalzell (Eberstalzellerbr.)bis

Vorchdorf (Almbrücke)

Lg. rd. 5 km

18 Mio. Euro

Feb. 2007

Dez. 2007

ASt. Vorchdorf- ASt. Steyrerm.

Länge rd. 10 km

40 Mio. euro

Frühjahr 2008

Herbst 2009

ASt. Regau- ASt. Seewalchen

Lg. rd. 10 km

36 Mio. Euro

Frühjahr 2008

Herbst 2009

Erneuerung der Traunbrücke

16 Mio. Euro

Frühjahr 2008

Erneuerung der Aurachbrücke

28 Mio. Euro

Frühjahr 2008

 

GEPLANTE ANSCHLUSSSTELLEN A 1 WESTAUTOBAHN

 

Bauvorhaben

Kosten

Baubeginn

Verkehrsfreigabe

ASt. Oberwang

2,6 Mio. Euro

Frühjahr 2006

Herbst 2006

ASt. Eberstalzell

2,7 Mio. Euro

Frühjahr 2007

Herbst 2007

ASt. B 309

3,3 Mio. Euro

Nov. 2007

Nov. 2009

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Pressekonferenz am 27. September 2005

Landesrat Rudi Anschober
zum Thema

"Oberösterreichs neue Energiesparoffensive"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Dr. Gerhard Dell, Landesenergiebeauftragter
  • Bgm. Hermann Peham (Perg)
  • Bgm. Franz Raudaschl (Munderfing)

Rückfragen-Kontakt: Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

Oberösterreichs neue Energiesparoffensive

 

Oberösterreich macht ernst mit Energiesparen - Neues Landes-Förderprogramm Energiespargemeinde (EGEM) belohnt und motiviert engagierte Gemeinden

Die Energiepreise explodieren - alle reden von erneuerbarer Energie und Energieeffizienz (Energiesparen), um mehr Unabhängigkeit vom Öl, geringere Betriebskosten und mehr Klimaschutz zu erreichen. Die EU-Kommission glaubt, dass in Europa bis 2020 20% Energie eingespart werden könnte.

 

Oberösterreich redet nicht, sondern handelt.
Als erste europäische Region wird in Oberösterreich seit November 2004 die im Entwurf vorliegende Energieeffizienzrichtlinie umgesetzt. Als Teil des umfassenden Programms startet Oberösterreich das Gemeinde-Energieeffizienz-Programm.

 

Das Programm "Energiespargemeinde"
Durch Energieeffizienz und moderne Energietechnologie können Gemeinden Energiekosten sparen und damit nicht nur das Gemeindebudget und die Betriebskosten der GemeindebürgerInnen entlasten sondern gleichzeitig auch einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten und Vorbild für Bürgerinnen und Bürger sein.

 

Viele Gemeinden haben sich auch bereits ambitionierte Ziele für ihre Energiezukunft gesteckt und setzen Projekte und Strategien zur Steigerung der Energieeffizienz und der Nutzung von erneuerbaren Energieträgern um. Bei der lokalen Umsetzung der Maßnahmen des Energie-Effizienz-Programms ENERGIE STAR 2010 haben auch die Gemeinden eine wichtige Rolle.

 

Zur Forcierung der gesamthaften Energieeffizienzsteigerung auf lokaler Ebene wird jetzt neben den bisherigen Aktivitäten das Programm "Energiespargemeinde" eingerichtet. Die Verstärkung der Energiesparaktivitäten in Gemeinden ist im Strategiefeld "Öffentlicher Sektor" des oö Energie-Effizienz-Programms ENERGIE STAR 2010 vorgesehen. Mit diesem neuen Programm wird ein zusätzlicher Impuls für lokale ganzheitliche Energieplanungsaktivitäten gesetzt werden.

 

Das Energieressort fördert damit die Entwicklung, Vorbereitung und Durchführung von lokalen Energiesparprogrammen und ganzheitlichen lokalen Energiekonzepten und die dabei anfallenden Kosten. Förderungswerber können oö Gemeinden sein. Konkreter Gegenstand der Förderung sind lokale, ganzheitliche Energiekonzepte zur Forcierung von Energieeffizienz und Ökoenergie auf lokaler Ebene. Es können auch Planungs- und Informationsmaßnahmen für diese Konzepte gefördert werden.

 

Diese Konzepte werden modulartig aufgebaut. Solche Module können sein:

  • Erhebung des Energieflusses in der Gemeinde
  • Feststellung der Energiesparpotentiale
  • Feststellung der Ökoenergie-Potentiale
  • Festlegung einer lokalen Energieeffizienzstrategie
  • Planung von Umsetzungsmaßnahmen
  • Kontrolle und Darstellung der Ergebnisse der tatsächlichen Umsetzungsmaßnahmen

 

Der Förderbetrag aus dem EGEM ist mit max. 20.000.- Euro begrenzt. Im Auftrag des Energieressort betreut der Oö. Energiesparverband das neue Programm.

 

Bei der Vorbereitung zu diesem neuen Programm hat der Oö. Energiesparverband alle oö Gemeinden kontaktiert und auch befragt. Dabei hat sich bestätigt, dass die Gemeinden auch selbst wichtige Energieverbraucher sind: kleine Gemeinden bauen bzw. sanieren innerhalb von fünf Jahren durchschnittlich zwei öffentliche Gebäude, große Gemeinden (über 5.000 EW) gar sechs Gebäude. Nahezu 50% der Gemeinden führen schon eine Energiebuchhaltung, dieser Anteil sowie die Anzahl der Gemeindeenergiebeauftragten (derzeit etwa 100) soll mit dem neuen Programm gesteigert werden. Die Gemeinden sind nach ihren Aussagen grundsätzlich an kommunalen Energiestrategien interessiert, wünschen sich dazu aber Unterstützung in Form von Fachberatung und Betreuung. Diese wird durch das neue EGEM jetzt forciert.

 

Beispiel Munderfing
Die Braunauer Gemeinde Munderfing hat sich ein großes Ziel gesteckt. Bis zum Jahr 2035 soll die Kommune zu 100 Prozent mit erneuerbarer Energie versorgt werden. In den letzten Wochen lief eine umfassende Energieerhebung und die Beteiligung der Bevölkerung ist sehr groß. Geplant ist, die Gemeinde Munderfing bis zum Jahr 2035 autark zu machen und flächendeckend mit erneuerbarer Energie aus Sonne, Wind, Wasser, Biomasse und Geothermie zu versorgen. Sobald der exakte Energiebedarf ermittelt ist, wird in die Umsetzungsphase gegangen.

 

Bezirkshauptstadt Perg auf dem Energie-Prüfstand
Ein Drittel der Perger Haushalte hat sich an der Energiebefragung der Stadt beteiligt. Die Ergebnisse werden jetzt in die Förderpolitik der Gemeinde eingearbeitet. Als erste Gemeinde in Oberösterreich hat Perg bereits zum zweiten Mal eine Energiebilanz erstellt und mobilisiert jetzt wieder zum Energiesparthema. Ermöglicht haben das vor allem die Höheren Schulen der Stadt: diese haben die Stadtgemeinde intensiv beim Energiekonzept unterstützt.

Presseinformationen

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at