Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
Fax (+43 732) 77 20-2116 68

E-Mail post@ooe.gv.at
www.land-oberoesterreich.gv.at

Landeskorrespondenz Nr. 215 vom 15. September 2005

Landeskorrespondenz

Pressekonferenz

Logo Landeskorrespondenz

Landeskorrespondenz

Union des Konsularischen Korps verlieh Landeshauptmann Pühringer Ehrenkreuz in Gold am Bande mit Goldenem Stern

(LK) Die Union des Konsularischen Korps in Österreich hat gestern Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer mit dem Ehrenkreuz in Gold am Bande mit Goldenem Stern ausgezeichnet.

 

Die Landeshauptleute sind heute nach dem Außenministerium die wichtigste Anlaufstelle für das Konsularische Korps in Österreich. In Oberösterreich bestehe nicht nur eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Landeshauptmann und dem Konsularischen Korps, Oberösterreich setze darüber hinaus eine Reihe von internationalen Aktivitäten. Die Welt sei durch die Globalisierung zu einer echten Gemeinschaft der Staaten, Völker und Regionen geworden. Dem trage das Land Oberösterreich mit einer eigenen Landes-Außenpolitik Rechnung, so das  Konsularische Korps in der Auszeichnungsbegründung.

 

In seiner Dankesansprache wies Pühringer darauf hin, dass diese Auszeichnung Symbol dafür sei, dass die Funktion des Landeshauptmannes immer internationaler werde.

 

"In der Welt des 21.Jahrhunderts brauchen wir Weltoffenheit. Wenn wir diesen Weg nicht weitergehen, bleibt das Land zurück. Oberösterreich brauche viele Tore hinaus in die Welt. Dabei ist das Konsularische Korps ein wichtiger "diplomatischer Nahversorger". Pühringer dankte darüber hinaus für die enge und gute Zusammenarbeit zwischen dem Land Oberösterreich und dem Konsularischen Korps, die zum Großteil auf Verwaltungsebene stattfindet.

 

"Ich nehme daher diese Auszeichnung stellvertretend für das Land Oberösterreich entgegen und werte sie dahin gehend, dass das Konsularische Korps zufrieden mit der Oö. Landesverwaltung ist", so Pühringer.

Andreas Hörtenhuber (+43 732) 77 20-116 17

Aspach ist heuer Schauplatz für Ortsbildmesse Hinterstoder folgt 2006, St. Ulrich 2007

(LK) Die Innviertler Gemeinde Aspach wird am Sonntag, 25. September, zur Bühne für die Ortsbildmesse 2005, für Dorf- und Stadtentwicklung. Auch die nachfolgenden Schauplätze sind bereits fixiert, die Entscheidung ist diese Woche gefallen. Landesrat Viktor Sigl: "Die Gemeinde Hinterstoder wird 2006 die Ortsbildmesse veranstalten, die Gemeinde St. Ulrich an der nö. Landesgrenze wird dann 2007 die Ortsbildmesse organisieren."

 

Rund 80 Gemeinden aus Oberösterreich und 50 weitere Aussteller werden am Sonntag, 25. September, ab 10.30 Uhr in Aspach sehenswerte Projekte aus den Bereichen Ortsbild, Kultur, Freizeit, Tourismus und Tradition präsentieren. Aspach wird damit für einen Tag zur Bühne für die Dorf- und Stadtentwicklung. "Dabei wird aufgezeigt, wie kreativ die Gemeinden und ihre Bürger an der Verschönerung ihres Lebensraumes mitwirken", betont Wirtschafts-Landesrat Viktor Sigl, auch für Raumordnung/Dorf- und Stadtentwicklung zuständig. Neben einer Gewerbeschau wird von Revital Aspach und Kneippkurheim auch eine Gesundheitsstraße angeboten. Ein Vergnügungsbereich, Platzkonzerte, kulinarische Schmankerl etc. machen bei freiem Eintritt die Ortsbildmesse wieder zu einem Fest für die ganze Familie.

 

Das ausführliche Programm der Ortsbildmesse 2005 ist im Internet unter www.aspach.at unter dem Stichwort 'Aktuelles' zum Downloaden. Infos gibt es auch beim Land Oö., Abt. Raumordnung/Dorf- & Stadtentwicklung. Tel. (+43 732) 77 20-125 27.

Gerhard Rumetshofer (+43 732) 77 20-151 02

LR Stöger fördert Polittraining für Frauen

(LK) "Moderne Politik ist ohne die aktive Mitwirkung von Frauen undenkbar, einseitig und auf keinen Fall zeitgemäß. Deshalb fordere ich Frauen auf, sich politisch zu engagieren und fördere sie in ihren Bestrebungen", erklärt Frauen-Landesrätin Dr. Silvia Stöger anlässlich der heutigen Auftaktveranstaltung zum sechsten oö. Polittraining für Frauen.

 

"Als Frauen-Landesrätin ist es mir wichtig, die Potenziale von Frauen gezielt zu fördern, um ihnen den Weg zu mehr Einfluss und Mitbestimmung zu ebnen", so Stöger. Insgesamt 77 politikinteressierte Frauen nahmen an den bisherigen fünf Seminarreihen teil, die im Auftrag Dr. Stögers vom Büro für Frauenfragen des Landes durchgeführt werden. Auch heuer werden wieder 17 junge engagierte Frauen im überparteilichen Polittraining politische Erfahrungen sammeln können.

 

"Frauen sehen die Welt mit anderen Augen, deshalb ist es notwendig, dass mehr Frauen politische Ämter übernehmen", betont Stöger. "Frauen, die das Polit-Training besuchen, investieren Zeit und Geld, um für den Schritt in die Partei- und Gesellschaftspolitik gerüstet zu sein".

 

Bewusstsein schaffen für berechtigte Frauenanliegen ist eines der vordringlichen Aufgaben, die in diesem Zusammenhang zu bewältigen sind. Politischen Alltag erleben, Selbstvertrauen stärken, in der Öffentlichkeit sicher auftreten, das sind entscheidende Fähigkeiten, um die Politik mitgestalten zu können.

 

Politische Frauenbildungsarbeit muss sich an der Lebensrealität von Frauen orientieren, ihre Interessen und Sichtweisen in den Mittelpunkt stellen. Sie soll dabei helfen, Wege zu finden, Forderungen zu formulieren und ihre persönliche und gesellschaftliche Situation zu verbessern. Frauen sollen erkennen, dass sie ihre Anliegen selbst in die Hand nehmen und in der Öffentlichkeit artikulieren müssen.

 

Die Trainingseinheiten vermitteln nicht nur unmittelbare politische Themen, sondern auch soziale und Handlungskompetenzen, die es wesentlich erleichtern, sich am politischen Parkett bewegen zu können.

Walter Walch (+43 732) 77 20-111 26

Anschober: Oberösterreich und Südböhmen arbeiten grenzüberschreitend erfolgreich für Energiewende in Richtung Energieeffizienz und Ökoenergie

Heute Vollversammlung der Energiepartnerschaft Oberösterreich-Südböhmen - explodierende Energiepreise bringen auch in Tschechien steigendes Interesse am Beratungsangebot des ECCB - Start der Ausbildung von Energieberater/innen

 

(LK) Das Energieberatungszentrum Energy Centre Budweis (ECCB, www.eccb.cz) - eine erfolgreiche Kooperation zwischen Oberösterreich und Südböhmen - bietet mittlerweile seit mehr als 8 Jahren kostenlose Energieberatungen für Privathaushalte, öffentliche Verwaltungen und Firmen an. Das Hauptziel: Die Energieeffizienz auch in Südböhmen zu steigern und den Anteil erneuerbarer Energieträger zu erhöhen, so der Obmann des ECCB, Oö. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober anlässlich der heutigen Vollversammlung. Den Vorstand bilden neben Anschober, Südböhmens Landeshauptmann Jan Zahradnik und der Bürgermeister von Budweis, Miroslav Tetter.

 

"Die Umwelt- und Energieprobleme lassen sich nicht nur in einer Region lösen, sondern müssen grenzüberschreitend gelöst werden. Je effizienter Energie in Oberösterreich und Südböhmen verwendet wird und je höher der Anteil erneuerbarer Energieträger ist, desto besser ist dies für die Umwelt und für die Lebensqualität in beiden Regionen. Desto eher wird eine Mehrheit in Tschechien auch in der Atomfrage umdenken. Durch die steigenden Energiepreise aber auch durch das steigende Bewusstsein der tschechischen Bevölkerung ist der Bedarf an Beratung und Informationsarbeit im Bereich Energieeffizienz und Energiealternativen in den letzten Jahren stetig gestiegen. Das beweist auch die Nachfrage beim ECCB: Wurden 2004 insgesamt 559 persönliche und schriftliche Beratungen durchgeführt, so waren es in der ersten Hälfte 2005 bereits 441", ist Anschober zufrieden.

 

Allerdings bleibt noch viel zu tun - denn Tschechien hat sich das ambitionierte Ziel gesetzt, bis 2010 6 Prozent des Energieverbrauchs und 8 Prozent des Stromverbrauchs von erneuerbaren Energieträgern zu decken. Zurzeit sind in Südböhmen, sowie in der ganzen Tschechischen Republik, lediglich rund 2-3 Prozent des gesamten Energieverbrauchs durch erneuerbare Energieträger gedeckt, bei der Stromproduktion sind es rund 3,7 Prozent.

 

"Wir werden daher unsere Zusammenarbeit intensivieren und ausbauen, um hier durch intensive Informationsarbeit, Kooperation der Unternehmen und gemeinsame Innovation die Energieeffizienz und den Anteil der erneuerbaren Energieträger möglichst deutlich zu steigern. Dazu wird nach dem Vorbild Oberösterreichs erstmals unter vielen anderen Angeboten die Ausbildung von Energieberater/innen in Tschechien angeboten. Damit wollen wir Multiplikatoren in Bauämtern und Firmen, aber natürlich auch interessierte Privatpersonen ansprechen", so Anschober weiter.

 

Weiters bietet das ECCB Seminare und Exkursionen sowie Informationsbroschüren an:

  • Broschüre "Energiesparen" wurde an alle südböhmischen Gemeinden und Städte verschickt. Darin findet man mögliche Energiesparmaßnahmen, Möglichkeiten der Nutzung von erneuerbaren Energieträgern und Finanzierungstipps sowie konkrete Projekte.
  • Im Mai 2005 wurde eine Exkursion nach Oberösterreich veranstaltet, wo die Teilnehmer/innen die Windkraftanlage Sternwald I, zwei Passivhäuser in Grein und das Freilichtmuseum - Keltendorf besichtigten.
  • Auch wurde dieses Jahr erstmals ein Seminar für Bürgermeister und Gemeindevertreter zum Thema "Erneuerbare Energieträger für Gemeinden und Energiesparmaßnahmen" angeboten.

Umgesetzte Energiesparmaßnahmen und zufriedene Kunden sind das beste Zeugnis. Bei der heutigen Vollversammlung des Energy Centre Budweis wurde unter anderem das Arbeitsprogramm mit den geplanten Projekten für 2006 und der Kostenvoranschlag besprochen und bewilligt. Auch nächstes Jahr werden interessante grenzüberschreitende Veranstaltungen organisiert und die Energieberatung vermarktet und angeboten.

 

"Das beste Zeugnis für ein Energieberatungszentrum stellen zufriedene Kunden dar, die die empfohlenen Energiesparmaßnahmen umgesetzt haben. Damit potentielle Interessenten informiert werden können, werden jetzt auf www.eccb.cz Beispiele erfolgreicher Energieberatungen präsentiert. Mit Bildern, Fotos und Texten werden Neubauten und Haussanierungen in Südböhmen gezeigt und die realisierten Energiesparmaßnahmen beschrieben und erklärt", so Anschober abschließend, "Damit können auch sie sich ein Bild von unserer erfolgreichen Energiepartnerschaft mit Südböhmen machen."

Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

Termine der Beratungsstellen

Jugendinformation und Jugendberatung

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

 

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. (+43 732) 117 99, Montag, 12. September 2005, bis Freitag, 16. September 2005, von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.athttp://www.jugendservice.at/
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. (+43 7272) 758 23, Dienstag, 13. September 2005, und Donnerstag, 15. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. (+43 7942) 725 72, Montag, 12. September 2005, und Mittwoch, 14. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservice Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. (+43 7248) 644 64, Montag, 12. September 2005, und Mittwoch, 14. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservice Kirchdorf, Kirchengasse 6, 4560 Kirchdorf, Tel. (+43 7582) 604 16, Montag, 12. September 2005, und Mittwoch, 14. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-kirchdorf@ooe.gv.at
  • Jugendservice Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. (+43 7262) 581 86, Montag, 12. September 2005, und Mittwoch, 14. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-mail: jugendservice-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservice Ried, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. (+43 7752) 715 15, Dienstag, 13. September 2005, und Donnerstag, 15. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: Jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservice Rohrbach, Pfarrplatz 1, 4150 Rohrbach, Tel. (+43 7289) 17 99, Dienstag, 13. September 2005, und Donnerstag, 15. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. (+43 7712) 357 07, Montag, 12. September 2005, und Mittwoch, 14. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. (+43 7252) 17 99, Dienstag, 13. September 2005, und Donnerstag, 15. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstr. 16, 4600 Wels, Tel. (+43 7242) 21 14 11, Dienstag, 13. September 2005, und Donnerstag, 15. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. (+43 7612) 17 99, Montag, 12. September 2005, und Mittwoch, 14. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugenservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. (+43 7672) 757 00, Dienstag, 13. September 2005, und Donnerstag, 15. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. (+43 7722) 222 33, Dienstag, 13. September 2005, und Donnerstag, 15. September 2005, von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

 

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Am Samstag, 17. September 2005, findet für den Bezirk Gmunden, Landeskrankenhaus Gmunden, Miller v. Aichholzstr. 49, eine therapeutische Zusammenkunft der Zielgruppe, von 18:00 bis 20:00 Uhr, statt.

 

Familien-Servicestelle

 

(LK) Das Familienservice  beim Amt der Oö. Landesregierung in Linz, Bahnhofsplatz 1 erteilt Auskunft über alle familiären Belange. Telefonische Anmeldungen und Anfragen werden am Montag, 12. September 2005, und Dienstag, 13. September 2005, von 7:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 17:00 Uhr, am Mittwoch, 14. September 2005, und Donnerstag, 15. September 2005, von 7:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30  bis 17:00 Uhr sowie am Freitag, 16. September 2005, von 7:30 bis 12:30 Uhr unter der Telefonnummer (+43 732) 77 20-118 31, 118 32 entgegen genommen.

 

Jugend- und Drogenberatung für kommende Woche

 

(LK) "POINT" - Beratungsstelle für Suchtfragen, Linz, Starhembergstraße 11/2:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 732) 77 08 95

Jugend- und Drogenberatung "CIRCLE", Wels, Richard-Wagner-Straße 3:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7242) 452 74

Jugend-, Drogen- und Alkoholberatung "EGO", Braunau, Ringstraße 45:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7722) 846 78

"X-DREAM" - Beratungsstelle für Jugend- und Suchtfragen, Steyr, Bahnhofstraße 8/2:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7252) 534 13

 "IKARUS" - Beratungsstelle für Jugend- und Suchtfragen, Vöcklabruck, Dr. Alois-Scherer-Straße 17/1:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7672) 224 99

Gmunden, Kößlmühlgasse 4:

  • nach telefonischer Vereinbarung: (+43 7612) 770 66

Pressekonferenzen

Logo Landeskorrespondenz

Pressekonferenz am 15. September 2005

Landeshauptmann-Stellvertreter Dipl.-Ing. Erich Haider
zum Thema

"Präsentation des Gewinners des VCÖ-Mobilitätspreises Oberösterreich - Daten zur Verkehrssicherheit von Jugendlichen in Oö. 2001 - 2004"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:

Hofrat Dipl.-Ing. Karl Prummer, Leiter der Abteilung Verkehrstechnik, Dipl.-Ing. Wolfgang Rauh, VCÖ, Mag. Peter Schmolmüller, Postbus-Regionalmanager Oberösterreich

Rückfragen-Kontakt: Dr. Hendrik Schanovsky (+43 732) 77 20-140 54

Neuer oberösterreichischer Mobilitätspreis "jung.sicher.ökomobil!"

 

Der Mobilitätspreis Oberösterreich wurde heuer zum ersten Mal von VCÖ, ÖBB-Postbus und dem Verkehrsressort des Landes Oö. gemeinsam durchgeführt. "Bisher gab es lediglich den bundesweiten Mobilitätspreis. Aber gerade beim Thema Verkehrssicherheit sind die lokalen Initiativen und Projekte sehr wichtig. Deshalb haben wir den Mobilitätspreis Oberösterreich initiiert", erklärt Dipl.-Ing. Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut. Es gibt bereits etliche gute Projekte, die zu mehr Verkehrssicherheit von Jugendlichen führen, aber es existieren noch mehr gute Ideen, wie der Verkehr für junge Menschen sicherer werden kann. "Mit dem Mobilitätspreis wollen wir die besten der praxiserprobten Lösungen und die besten Ideen auszeichnen. Mit der Nachahmung erfolgreicher Projekte können Unfälle und damit Verletzte und Todesopfer vermieden werden", stellt Dipl.-Ing. Rauh die Idee des Mobilitätspreises vor.

 

Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stv. Dipl.-Ing. Erich Haider: "Mit unserem neuen Verkehrssicherheitsprogramm soll in Oberösterreich bis 2010 die Zahl der Verkehrstoten um mindestens  50 Prozent gesenkt werden. Ich unterstütze daher alle Maßnahmen und Ideen, die uns bei der Verwirklichung dieses Zieles helfen."

 

Der Postbus befördert täglich 320.000 Schüler und Lehrlinge auf Österreichs Straßen, davon rund 45.000 in Oberösterreich. "Unsere Lenker übernehmen dabei eine große Verantwortung und zu Recht ist der Linienbus das sicherste Straßenverkehrsmittel. Um diesen hohen Sicherheitsstandard weiter auszubauen, unterstützen wir gerne den VCÖ- Mobilitätspreis", erklärt Mag. Peter Schmolmüller, Regionalmanager der ÖBB-Postbus GmbH in Oö., und geht mit gutem Beispiel voran, denn alle Lenker der ÖBB-Postbus GmbH absolvierten im Frühjahr ein spezielles Training beim neuen ÖAMTC-Fahrsicherheitszentrum Marchtrenk.
Bis 30. Juni 2005 konnten Projekte von Gemeinden, Organisationen, Betrieben, Unternehmen, Vereinen oder Schulen eingereicht werden. Privatpersonen sowie Schüler und Schülerinnen waren auch teilnahmeberechtigt.

 

Chance auf einen zweiten Sieg


Die eingereichten Projekte wurden von einer Fachjury bewertet. Das prämierte Projekt nimmt jetzt an der bundesweiten Ausscheidung teil und hat die Chance, von einer Fachjury zum besten Projekt Österreichs gekürt zu werden.


Der Gewinner: Die Johannes Kepler Universität Linz


Verkehrsreferent Landeshauptmann-Stellvertreter Dipl.-Ing. Erich Haider, VCÖ-Experte Dipl.-Ing. Wolfgang Rauh und Postbus-Regionalmanager OÖ. Mag. Peter Schmolmüller überreichten heute den VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich an Universitätsdirektor Dr. Josef Schmied. Begründet wird die Auszeichnung von der Jury mit dem Mobilitätsmanagement-Projekt der Johannes Kepler Universität Linz.

 

Der VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich 2005 "jung.sicher.ökomobil" wird vom Verkehrsressort des Landes Oberösterreich, vom Postbus, den Linz Linien und dem Verkehrsverbund Oberösterreich unterstützt.

 

Ziel des Mobilitätsmanagement-Projekts

 

Das Ziel des Mobilitätsmanagement-Projekts ist, dass mehr Studierende statt mit dem Auto mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zur Uni kommen. Denn die Johannes Kepler Universität Linz ist damit konfrontiert, dass immer mehr Studierende mit dem eigenen Pkw zur Uni gekommen sind. Parkplatz- und Verkehrsprobleme in der Umgebung der Universität waren die Folge. Deshalb wurde das Projekt "Mobilitätsmanagement" an der Johannes Kepler Universität Linz gestartet. Ziel des Projektes ist es, die Studierenden zum Umsteigen auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Rad zu motivieren.

 

"Besonders wichtig sind Projekte, die den jungen Menschen den Umstieg vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad schmackhaft machen. Die Johannes Kepler Universität Linz macht genau das mit ihrem Mobilitätsmanagement-Projekt und hat damit den VCÖ-Mobilitätspreis Oberösterreich gewonnen", lobt VCÖ-Experte Rauh das ausgezeichnete Projekt.

 

Zentraler Bestandteil des Mobilitätsmanagements ist die Informationsarbeit

 

Zentraler Bestandteil des Mobilitätsmanagements ist die Informationsarbeit. "Viele wissen über die Möglichkeiten, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu reisen, zu wenig Bescheid. Wer nie mit Bus oder Bahn fährt, glaubt, das ist langsam, kompliziert und unbequem. Viele, die umsteigen, sind nachher positiv überrascht, dass sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oft schneller, einfacher und bequemer ans Ziel kommen als mit dem Auto", betont VCÖ-Experte Rauh.

 

Neben Broschüren, Internet-Foren und Öffentlichkeitsarbeit in den Medien, wurden auch einige Aktionen durchgeführt. Bei der Aktion "Fahrrad fit" wurden zum Beispiel die Studierenden motiviert, mit dem Fahrrad zur Uni zu kommen und erhielten einen kostenlosen Check, ob ihr Fahrrad den Sicherheitsstandards entspricht. Kleine Reparaturen wurden sofort durchgeführt. Vorbildhaft ist auch, dass Gebäude und Gelände der Universität auf Barrierefreiheit untersucht und etwaige Hürden beseitigt werden.

 

Zudem setzt sich die Johannes Kepler Universität Linz für die Verbesserung der öffentlichen Verkehrsverbindungen zur Universität ein und möchte in Zusammenarbeit mit Stadt, Land, dem Oberösterreichischen Verkehrsverbund und den Linz Linien ein Semesterticket für Studierende einführen.

 

Daten zur Verkehrssicherheit von Jugendlichen in Oberösterreich 2001 bis 2004 - eine aktuelle VCÖ-Untersuchung

 

Jugendliche haben das höchste Unfallrisiko

 

"Jugendliche haben das höchste Unfallrisiko. Jedes dritte Unfallopfer in Oberösterreich ist zwischen 15 und 24 Jahre alt. Allein im Vorjahr sind 4.223 junge Menschen bei Verkehrsunfällen in Oberösterreich verunglückt, 35 davon tödlich. Im Durchschnitt verunglücken jeden Tag in Oberösterreich zwölf junge Menschen bei Verkehrsunfällen", verweist DI Wolfgang Rauh vom VCÖ-Forschungsinstitut auf die Unfallstatistik.

 

Zahl der tödlich verunglückten Jugendlichen ist um 41 Prozent zurückgegangen

 

Eine aktuelle VCÖ-Untersuchung über die Verkehrsunfälle von Jugendlichen in Oberösterreich zeigt, dass seit dem Jahr 1995 die Zahl der tödlich verunglückten Jugendlichen um 41 Prozent von 59 auf 35 zurückgegangen ist. "Es ist zu hoffen, dass diese Entwicklung anhält und die Zahl der tödlich Verunglückten weiter sinkt. Die jüngst veröffentlichte VCÖ-Studie "Brennpunkt Verkehrssicherheit" zeigt, dass mit Maßnahmen wie niedrigere Tempolimits, mehr Verkehrskontrollen, einem wirksamen Punkteführerschein sowie mehr Bus- und Bahnverbindungen die Zahl der Verkehrstoten deutlich verringert werden kann", stellt VCÖ-Experte Rauh fest. Die wenigsten Todesopfer gab es in den letzten zehn Jahren im Jahr 2002 mit 31, das schwärzeste Jahr war 1996 mit 66 tödlich verunglückten Jugendlichen.

 

Unerfreuliche Entwicklung bei den verletzten Jugendlichen

 

Unerfreulich ist die Entwicklung bei der Anzahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Jugendlichen. Seit dem Jahr 1995 ist ein Anstieg um 14 Prozent auf 4.187 im Jahr 2004 zu verzeichnen. "Dieser Anstieg hat sehr viel mit dem Mobilitätsverhalten zu tun. Auch bei Jugendlichen ist ein Trend vom Öffentlichen Verkehr sowie Radfahren und Gehen zu den gefährlicheren Verkehrsmitteln Auto, Moped und Motorrad zu beobachten. Damit steigt auch die Zahl der Unfallopfer", betont Rauh. Die VCÖ-Untersuchung zeigt, dass 91 Prozent der in den vergangenen vier Jahren in Oberösterreich tödlich verunglückten Jugendlichen mit Pkw, Moped oder Motorrad unterwegs waren. Am sichersten sind Jugendliche mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.


VCÖ-Tabelle.:

                         

Zahl der Verkehrstoten 2001 - 2004 in Oberösterreich nach Verkehrsmittel
 Pkw         121 Todesopfer  (74,3 %)
 Moped und Motorrad           27 Todesopfer  (16,6 %)
 Fußgänger             9 Todesopfer   (5,5 %)
 Klein-Lkw             3 Todesopfer   (1,8 %)
 Fahrrad             1 Todesopfer   (0,6 %)
 Bus und Bahn      keine Todesopfer     
 Sonstiges             2 Todesopfer   (1,2 %)

(Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2005)

 

VCÖ-Tabelle.:  

 

Zahl der Verletzten 2001-2004 in Oberösterreich nach Verkehrsmittel       
 Pkw                  11.359   (68 %)
 Moped und Motorrad                    3.822   (23 %)
 Fahrrad                       585     (3,5 %)
 Fußgänger                       466     (3 %)
 Klein-Lkw (bis 3,5 Tonnen)                       199     (1,1 %)
 Linien- und Omnibus                         49     (0,3 %)
 Bahn/Straßenbahn                           7     (0,04 %)
 Sonstige                       193     (1,1 %)

(Quelle): Statistik Austria, VCÖ 2005


VCÖ-Tab.:  

 

Verkehrstote im Alter von 15 bis 24 Jahre in Oö.
 Jahr 2004                                                   35 (23 %)
 Jahr 2003   49 (28 %)
 Jahr 2002   31 (18 %)
 Jahr 2001   48 (29 %)

(Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2005)


VCÖ-Tab.: 

 

Verletzte im Alter von 15 bis 24 Jahre in Oö.
 Jahr 2004                                                    4.187 (34 %)
 Jahr 2003    4.193 (34 %)
 Jahr 2002    4.097 (33 %)
 Jahr 2001    4.203 (33 %)

(Quelle: Statistik Austria, VCÖ 2005)

 

Schwerpunkt Jugend im neuen oö. Verkehrssicherheitsprogramm 2005-2010

 

Verkehrsreferent Dipl.-Ing. Erich Haider: "Bei den Vorarbeiten für das neue oberösterreichische Verkehrssicherheitsprogramm 2005 - 2010 war den daran beteiligten Experten die Bedeutung der Risikogruppe junger Verkehrsteilnehmer stets bewusst. Mehr Verkehrssicherheit zu schaffen ist und bleibt eine gemeinsame Aufgabe von den Behörden und jedem einzelnen Bürger. Wir wollen alle Verkehrsteilnehmer, insbesonders auch die jungen, für diese Ziele und Maßnahmen gewinnen."

 

Besonders wichtig sind bewusstseinsbildende Maßnahmen für junge Fahrzeuglenker in Bezug auf die Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit und des Sicherheitsabstandes.

 

Verkehrserziehung:


Grundgedanke ist, die Kinder im Rahmen der Verkehrserziehung zu motivieren und ihnen spielerisch die Gefahren des Straßenverkehrs vor Augen zu führen, um ihnen auf diesem Wege die Gefahren bewusst zu machen und damit das wichtige Anliegen der Verkehrssicherheit vermitteln zu können."

 

Führerschein:


Ziele sind eine fundierte Ausbildung und praxisgerechte Prüfungen, die dazu beitragen sollen, dass die Unfälle in der Altersgruppe der 18 bis 24-jährigen um 50 Prozent reduziert werden.

 

Jugendtaxis und Discobusse:


Jugendliche verunglücken häufig am Wochenende im Freizeitverkehr. 2003 ereigneten sich 77 Unfälle bei Fahrten zu oder von Discotheken. Bei diesen Unfällen wurden vier Personen getötet und 140 verletzt.

LH-Stv. Erich Haider: "Um diesem traurigen Trend entgegenzusteuern, fördert das Land Oberösterreich Initiativen zum Betrieb von Jugendtaxis und Discobussen. Zur Zeit werden rund 40 Gemeinden mit ständigen Heimbringerdiensten von Freitag bis Sonntag und zusätzlich an Werktagen vor Feiertagen unterstützt."

 

Moped/Motorrad:


Das Ziel bis zum Jahre 2010 sieht im Verkehrssicherheitsprogramm auch  hier eine Reduktion der Unfälle vor. Gerade im Einstiegsalter von 15 bzw. 16 Jahren werden von Jugendlichen die meisten Mopedunfälle produziert.
Verkehrsreferent Erich Haider: "Ziel ist es, die Zahl der Mopedunfälle unter 600 pro Jahr sowie die Zahl der Motorradunfälle auf unter 300 pro Jahr zu reduzieren."

 

Verkehrsmittelwahl:


Die bis 2010 geplante Steigerung der Nutzung von öffentlichen Verkehrsmittel um 15 Prozent bringt sicher auch eine Reduktion bei den Verkehrsunfallzahlen. Die höhere Verkehrssicherheit von öffentlichen Verkehrsmitteln gegenüber dem Pkw ist unbestritten.

 

Radfahren:


Verkehrsreferent Erich Haider: "Ziel ist es, einerseits den Radverkehrsanteil an den Wegen zu erhöhen und gleichzeitig die Unfallzahlen zu senken: minus 50 Prozent bei den getöteten und minus 20 Prozent bei den schwerverletzten Radfahrern.

 

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an Dr. Hendrik Schanovsky, Tel.: (+43 732) 77 20-140 54, oder an Mag. Christian Gratzer, VCÖ-Kommunikation, (+43 1) 893 26 97 bzw. (+43 699) 18 93 26 95,
e-mail: christian.gratzer@vcoe.at.

Presseinformationen

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at