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Landeskorrespondenz Nr. 148 vom 28. Juni 2005

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Landeshauptmann Pühringer anlässlich der letzten Sitzung des Landeskulturbeirats in der 4. Funktionsperiode: "Ein Forum, in dem kulturpolitische Akzente gesetzt werden"

(LK) Morgen, Mittwoch, 29. Juni 2005, findet die letzte Sitzung des Landeskulturbeirats in der vierten Funktionsperiode statt. Im Mittelpunkt der Sitzung steht das "Vorschlagspaket 2005" an den Landeskulturreferenten, ein Bündel an Ideen, Initiativen und Vorschlägen für die kulturpolitische Arbeit in Oberösterreich, das in den sechs Fachbeiräten entwickelt wurde. Es ist das vierte Vorschlagspaket, das der Landeskulturbeirat seit November 2001 unter dem Vorsitz von ORF-Hörfunkdirektor Mag. Kurt Rammerstorfer und seinem Stellvertreter, Mag. Josef Lemmerer, erarbeitet hat.

 

Die Arbeit des Landeskulturbeirats in der vierten Funktionsperiode in Zahlen und Fakten:
Insgesamt gab es seit November 2001 55 Sitzungen der sechs Fachbeiräte. Der "Ausschuss", also das Führungsgremium des Landeskulturbeirats, in dem die Vorsitzenden der Fachbeiräte vertreten sind, hat acht Mal getagt, das Plenum, also die Vollversammlung des Landeskulturbeirats, sechs Mal. Von den 44 Anträgen in den seit November 2001 vorgelegten drei Vorschlagspaketen wurden 32 zur Gänze, mindestens aber teilweise bereits umgesetzt. So geht zum Beispiel der "Landespreis für Kunst im interkulturellen Dialog", der heuer erstmals vergeben wird, auf eine Initiative des Landeskulturbeirats zurück. Auch der Informationsschwerpunkt des Landes für "Kunst am Bau" wurde vom Landeskulturbeirat initiiert.

 

"Allein diese Bilanz zeigt, dass der Landeskulturbeirat mehr ist, als ein reines Diskussionsgremium. Hier ist ein breites Forum entstanden, in dem Akzente gesetzt werden, die das Kulturland Oberösterreich bereichern", erklärt Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.


Was den Landeskulturbeirat besonders auszeichnet, ist sein freies, fachübergreifend vernetztes Arbeiten, das auch Raum für umfassende Reflexion lässt. In den sechs Fachbeiräten werden daher nicht nur berechtigte Anliegen einzelner kultureller Sparten artikuliert und zu konkreten Projekten weiter entwickelt. Entscheidend für die Qualität der Diskussionen ist die spartenübergreifende Arbeit, durch die vielfach innovative Gemeinschaftsprojekte entstehen. "Insofern ist der Landeskulturbeirat ein Abbild des Kulturlandes Oberösterreich. Offenheit, Innovation und die Synthese von Tradition und Moderne sind keine Schlagworte. Die Arbeit des Landeskulturbeirats ist der Beweis dafür, dass genau das in Oberösterreich gelebt wird. Bei uns haben alle Facetten des kulturellen Lebens selbstverständlich ihren Platz", so Pühringer.

 

Wie geht es weiter? Bis Donnerstag, 30. Juni 2005, läuft noch die Ausschreibung für die fünfte Funktionsperiode. Der neubestellte Landeskulturbeirat wird im Herbst 2005 seine Arbeit aufnehmen. Ziel bei der Neubestellung ist, dass ein Drittel der 27 Mitglieder und 27 Ersatzmitglieder ausübende Kulturschaffende sind. Selbstverständlich angestrebt für die neue Funktionsperiode wird eine ausgewogene und gleichberechtigte Mitarbeit von Frauen und Männern. Auch das eine Forderung, die immer wieder aus dem Landeskulturbeirat selbst erhoben wurde.

Dr. Elisabeth Mayr-Kern (+43 732) 77 20-154 91

16-jähriger Maturant beim Landeshauptmann: "Oberösterreich ist stolz auf kluge Köpfe"

(LK) Um ihm persönlich zu seiner außergewöhnlichen Leistung zu gratulieren, lud Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer den erst 16-jährigen Maturanten Robert Stark ins Linzer Landhaus ein. Der Linzer hat nicht nur zwei Klassen übersprungen, sondern auch mit Auszeichnung und lauter "Sehr gut" kürzlich am Georg von Peuerbach Gymnasium seine Matura bestanden. "Oberösterreich ist stolz auf seine klugen Köpfe. Denn sie sind der einzige Rohstoff, den wir in unserem Land haben", betonte der Landeshauptmann.

 

Neugierde und Ehrgeiz nannte Robert Stark als wichtigste Gründe, warum er das Gymnasium in Rekordzeit absolviert hat. Sein besonderes Interesse gilt den Natur-wissenschaften. Ab Herbst möchte er in München Medizin studieren, zur Zeit arbeitet er als Pflegeassistent im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern.

 

Trotzdem bleibe ihm noch genügend Zeit für seine Hobbys Handball, Orgel, Klavier, Tanzen und die Imkerei, so Stark. Besonders freute sich der Fan klassischer Musik über die zehn Sinfonien Anton Bruckners auf CD, die ihm der Landeshauptmann als Ehrengeschenk überreichte.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Anschober: Nach Erfolg der Aufrechterhaltung des GVO-Importverbots für drei Maissaatgutsorten sollte Bundesregierung weitere Importverbote verankern

Monsanto Testergebnisse von GVO-Mais werden veröffentlicht – Bundesregierung soll unabhängige Risikoforscher mit Bewertung beauftragen

 

(LK) Österreich war am vergangenen Freitag im EU-Umweltministerrat überraschend erfolgreich und es konnte eine qualifizierte Mehrheit für die Beibehaltung der österreichischen Importverbote gewonnen werden.
Bei dem von den österreichischen Importverboten betroffenen und von der EU-Kommission genehmigten  GVO-Saatgut handelt es sich um die gentechnisch veränderten Maislinien Bt176, MON810 und T25.
Anschober: "Ein toller Etappenerfolg und der Beweis, dass sich das Engagement auf europäischer Ebene lohnt und sich die EU zu bewegen beginnt."

 

Oberösterreichs Umwelt-Landesrat fordert nun von der Bundesregierung eine Ausdehnung der Importverbote auch auf das von der EU-Kommission ebenfalls genehmigte Raps-Saatgut GT 73: "Hier besteht das Risiko von Transportverlusten ohne Möglichkeit, einen allfälligen Schaden zu beheben. Auch Transportverluste könnten die Koexistenz langfristig bedrohen, denn Raps ist nicht koexistenzfähig."

 

Bei jenen GVO-Maissorten, deren Importverbot nun bestätigt wurde, schlägt Anschober der Bundesregierung eine Überprüfung vor, ob deren Import von Österreich auch als verarbeitetes Produkt (etwa in Ölen oder anderen Produkten) unterbunden werden kann: "Durch das nun bestätigte Importverbot könnten sich hier neue rechtliche Spielräume ergeben."

 

Als einen weiteren wesentlichen Erfolg gegen die Gentechnik-Lobbys sieht Anschober das vergangene Woche (20. Juni) erlassene Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Münster, nach dem der weltgrößte Saatgut- und Chemiekonzern Monsanto seinen Testbericht über die Maissorte MON863 veröffentlichen muss.
 
Anschober: "Damit bestätigt das Gericht erstmals, dass Transparenz im Verbraucherschutz Vorrang vor privaten Interessen hat. Monsanto hatte die Herausgabe des Berichts zur Überprüfung der Tauglichkeit des MON863 als Lebensmittel bislang verweigert. Greenpeace hat auf die Veröffentlichung der Studie gedrungen, da im letzten September durch einen französischen Beamten Unregelmäßigkeiten in Monsantos Zulassungsantrag für die Maissorte MON863 zu Tage kamen. Fütterungsversuche  an Ratten waren laut diesen Vorwürfen im Zulassensantrag nicht korrekt ausgewertet worden."
Anschober schlägt der Bundesregierung nun vor, unabhängige Risikoforscher mit einer Detailanalyse dieser nun öffentlich gewordenen internen Testergebnisse zu beauftragen.

 

Anschober abschließend: "Nach dem Etappenerfolg vom vergangenen Freitag muss Österreich mutig nächste Schritte setzen. In diesem Sinn begrüße ich es, dass die Frage der Koexistenz zu einem wichtigen Thema der österreichischen EU-Präsidentschaft wird."

Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

Landesrat Kepplinger: Vierte Tagung des Qualitätsbeirates im Wohnbau

Qualität im Wohnbau ist erklärtes Ziel des Beirates

 

(LK) Der vom Wohnbauressort eingerichtete Qualitätsbeirat tagte in der 24. Kalenderwoche zum vierten Mal. Dieser Beirat bietet unter anderem die Gewähr, dass öffentliche Förderungsmittel effizient und optimal eingesetzt werden, und fokussiert seine Beurteilung auf folgende Aspekte:

 

  • Eignung des Grundstücks (nach vorangegangener Besichtigung)
  • Architektur
  • Technische und soziale Funktionalität
  • Ökologie
  • Wirtschaftlichkeit
  • Wohnumfeld

Ergebnisse der eingereichten Projekte

 

Der Beirat befasste sich mit insgesamt 12 Wohnbauprojekten. Sechs Projekte davon fanden die Zustimmung des Beirates. Bei einem der zwölf Projekte wurde die erste Bauetappe genehmigt, der zweite Bauabschnitt wurde vom Beirat allerdings abgelehnt, daher muss dieses Projekt genauso wie vier andere erneut vorgelegt werden. Eines der 12 Projekte wurde endgültig abgelehnt.

 

Genehmigte Projekte

 

1. „GIWOG Gemeinn. Industrie-Wohnungsaktiengesellschaft“: 42 Mietwohnungen in Pregarten, Ziegeleigründe

 

 Dieses Projekt befindet sich in einer von den Ziegeleigründen abgegrabenen Geländemulde und aufgrund des angrenzenden Betriebsbaugebiets müssen lärmtechnische Maßnahmen ergriffen werden. Positiv zu bewerten ist die gute Infrastruktur insbesondere für Familien. Weiters kann dieses Projekt die Niedrighausenergiestufe II durch die gute Wärmedämmung sowie die kontrollierte Be- und Entlüftungsanlage erreichen. Als besonders positiv zu erwähnen ist die geplante thermische Solaranlage, wobei ein Warmwasser-Direktanschluss für Waschmaschine und Geschirrspüler vorzusehen sind.

 

2. "GIWOG Gemeinn. Industrie-Wohnungsaktiengesellschaft": 54 Mietwohnungen in Alkoven, am Weidebach

 

Auch dieses Projekt der GIWOG unterstreicht die Rolle des Unternehmens als Klimapionier. Es wird neben einer transparenten Solarfassade auch eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung installiert, wodurch bei einer weiteren Optimierung sogar der Passivhausstandard erreicht werden könnte. Auch die Anbindung an den öffentlichen Verkehr und die Infrastruktur allgemein sind sehr gut. Einzig der Lärmbelastung durch die Bundesstraße muss durch eine Lärmschutzwand entgegengewirkt werden. Der Bauwerber erklärte sich darüber hinaus bereit, den mittleren der drei Baukörper herauszunehmen, wodurch sehr großzügige Freiflächen für die Bewohner/innen entstehen werden.

 

3. "Wohnungsfreunde Gemeinn. Bau- und Siedlungsgesellschaft m.b.H.": 27 Mietkaufwohnungen in Leonding – Untergaumberg, Weesstraße

 

Dieses Projekt weist interessante Wohnungsgrundrisse auf und hat aufgrund der vorhandenen Kommunikationsräume Vorzeigecharakter. Bei der Planung und Ausführung der Installationsschächte ist allerdings Vorsicht geboten, um ungünstige Schallentwicklungen in anderen Wohnräumen zu vermeiden. Die Barrierefreiheit im Bereich einiger Wohnungen, sowie der Tiefgarage und in den Sanitärbereichen muss gegeben sein. Diese Umgestaltung muss der Abteilung Wohnbauförderung vor Bewilligung des Projektes nochmals vorgelegt werden.


 4. "ISG Innviertler Gemeinnützige Wohnungs- Siedlungsgenossenschaft, reg. Genossenschaft m.b.H.": 32 Mietwohnungen in Ried im Innkreis, Südtirolerstraße

 

Besonders hervorzuheben ist, dass der Freiraumplan für dieses Projekt sehr gut durchdacht ist. Es gibt einen Kommunikationsraum für die jugendlichen Bewohner/innen und da die Wohnungsgrößen sehr unterschiedlich sind, ist zu erwarten, dass mehrere Generationen dieses Wohnprojekt bewohnen werden. Weiters sieht der Bauwerber eine thermische Solaranlage vor, wobei jedoch ein Warmwasser-Direktanschluss für Waschmaschine und Geschirrspüler vorzusehen sind. Es müssen kleine Änderungen bezügliche der Barrierefreiheit in den Sanitärbereichen, der Größe der Kochnischen, sowie der Größe der Loggien und Dachterrasse vorgenommen werden. Diese sind der Abteilung Wohnbauförderung vor der Förderungsbewilligung vorzulegen.

 

5. "Haller Bausges.m.b.H.": 29 Eigentumswohnungen in Leonding, Holzheimerstraße

 

Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Wiedervorlage, der der Beirat seine Zustimmung erteilte.

 

6. "Gesellschaft für den Wohnungsbau, Gemeinn. Ges.m.b.H.": 30 Mietkaufwohnungen in Lochen im Bezirk Braunau

 

Auch bei diesem Projekt handelt es sich um eine Wiedervorlage, die der Beirat genehmigt hat. Durch die angestrebten Änderungen konnte die Qualität dieses Bauvorhabens deutlich verbessert und erhöht werden.

 

Wiedervorlagen mit Ergänzungsauflagen aus früheren Beiratssitzungen

 

7. "WSG Gemeinn. Wohn- und Siedlergemeinschaft, reg. Gen. m.b.H.": 36 Mietwohnungen in Freistadt, Ginzkeystraße


 Bei diesem Projekt handelt es sich um eine Wiedervorlage. Grundsätzlich wurden die Empfehlungen des Beirates – Architektur muss Bebauungstypologie und Projektumgebung berücksichtigen - umgesetzt und die Wohnqualität somit erhöht. Eine endgültige Beurteilung des Projektes kann allerdings erst nach Vorliegen der gesamten Unterlagen erfolgen, wobei eine Sitzung im Beirat nicht mehr notwendig ist.

 

8. "Gemeinn. Wohnungsgenossenschaft Lebensräume, eingetr. Gen.m.b.H": 18 Mietkaufwohnungen und 9 betreubare Wohnungen in Gutau

 

Auch bei diesem Bauvorhaben wurden die Empfehlungen des Beirates - Barrierefreiheit in Sanitärbereichen gewährleisten, Plan für Freiraumgestaltung und Architektur an Umgebung anpassen - umgesetzt. Allerdings müssen die Duschen in den Sanitärbereichen barrierefrei ausgeführt werden und die Grundrisse so geändert werden, dass Wohnräume anstelle der Sanitärbereiche an der Südseite des Projekts angebracht werden. Auch dieses Vorhaben kann erst nach Vorliegen aller Unterlagen beurteilt werden, wobei eine Sitzung im Beirat ebenfalls nicht mehr notwendig ist.

 

Abgelehnte Projekte, die dem Qualitätsbeirat erneut vorzulegen sind

 

9. "Gemeinn. Wohnungsgenossenschaft Lebensräume, eingetr. Gen.m.b.H": 54 Mietkaufwohnungen in Traun, Theodor-Körner-Straße

 

Dieses Bauvorhaben verkörpert den Planungszustand aus 2001 und Änderungen in den Verordnungen bezüglich der Förderungswürdigkeit wurden nicht eingearbeitet. Es muss daher eine grundsätzliche architektonische Umplanung mit Schwerpunkt Grundriss, Besonnung der Südfassade, Barrierefreiheit und Freiraumflächenplanung des gesamten Projektes erfolgen. Diese Änderungen können dem Beirat bei der nächsten Sitzung im September dieses Jahres vorgelegt werden.


10. "Wohnbau Hausruckviertel Gemeinnützige Wohnungsgenossenschaft, eing. Gen.m.b.H.": 45 Mietwohnungen in Attnang-Puchheim, Vöcklabrucker-Straße

 

Dieses Bauvorhaben hält die Mindestkriterien der Besonnung nicht ein und der geplante Kinderspielplatz zwischen Wohnbau, Zufahrt und Parkplätzen stellt ein Sicherheitsrisiko dar. Aufgrund der eingeschränkten städtebaulichen Qualität der Baukörper wurde dieses Projekt vom Beirat abgelehnt und eine komplette Neuplanung mit Wiedervorlage im Vorentwurfsstadium empfohlen.

 

11. "VLW Vereinigte Linzer Wohnungsgenossenschaften, Gemeinn. Ges.m.b.H.": 60 Mietwohnungen in Braunau am Inn, Michaelistraße

 

Hier wurde der erste Bauabschnitt vom Beirat genehmigt, allerdings muss die zweite Bauetappe umgeplant werden. Die Kinderspielplätze direkt an der Straße stellen ein Sicherheitsrisiko dar und der barrierefreie Zugang zu den Wohnungen muss ebenfalls gewährleistet sein. Die Infrastruktur kann positiv bewertet werden, allerdings wird im Hinblick auf ökologische Qualität ein Anschluss an Fernwärme empfohlen. Wie bereits erwähnt, muss der zweite Bauabschnitt komplett neu geplant und dem Beirat wieder vorgelegt werden.

 

Endgültig abgelehnte Projekte

 

12. "Neue Heimat - Gemeinn. Wohnungs- und Siedlungsgesellschaft in Oberösterreich, Ges.m.b.H.": Begutachtung des Grundstücks Stanzel in Ansfelden

 

Der Beirat lehnte dieses Grundstück für zukünftige Wohnbauvorhaben einstimmig ab, da es aufgrund der Lärmemissionen absolut nicht für eine Wohnbebauung geeignet ist.

Mag.ª Sabrina Hebenstreit (+43 732) 77 20-120 43

Historische Daten zum Österreichischen Jubiläumsjahr

(LK) Das Jahr 2005 wird auch in Oberösterreich ganz im Zeichen der Jubiläen "60 Jahre Zweite Republik" und "50 Jahre Staatsvertrag" stehen.

 

Der nächste Termin, auf den wir hinweisen möchten, ist der1. Juli 1947: Ausseerlande (in der NS-Zeit bei Oberösterreich) kommt an die Steiermark zurück.

 

Elke Leitgeb (+43 732) 77 20-114 97

Aus der Sitzung der Oö. Landesregierung: Landesregierung unterstützt Ökostromtechnologien

(LK) Zur Forcierung und Entwicklung von Ökostromtechnologien und zur Steigerung der Nutzung von erneuerbaren Energieträgern für die Stromerzeugung in Oberösterreich wurde von der Oö. Landesregierung das Ökostrom-Programm (ÖKOP) des Landes Oberösterreich eingerichtet. Im Rahmen dieses Programms beschloss die Oö. Landesregierung in ihrer Sitzung am 27. Juni 2005 der Grünen Energie GmbH für ihre Biogasanlage eine Investitionsförderung in der Höhe von 100.000 Euro zu gewähren.

 

Für Baumaßnahmen an Radfahrwegen werden an 14 Gemeinden insgesamt 762.000 Euro vergeben.

 

Der Marktgemeinde Schwertberg wurde für den Neubau der ÖBB-Unterführung-Süd ein Betrag von 1,000.000 Euro bewilligt.

 

8 Gemeinden erhielten für 13 Projekte Bedarfszuweisungsmittel in der Höhe von 2,381.355 Euro. Mit diesen Geldern wird u.a. der Neubau der Turnhalle der HS Pernau unterstützt, Musikschulen, Kindergärten und Feuerwehrzeughäuser gebaut.

Für die Errichtung von zehn Eigentumswohnungen und neun Mietwohnungen wurden Darlehen in der Höhe von 1,433520 Euro zur Verfügung gestellt.

Elke Leitgeb (+43 732) 77 20-114 97

RETROVIE – AVANGUARDIA Von den Schützengräben der Dolomitenfront und am Isonzo zum Vereinten Europa

Das Büro für kulturelle Auslandsbeziehungen des Landes Oberösterreich präsentiert gemeinsam mit der slowenischen Stadt Bovec und dem Museo Casabianca in Malo die Ausstellung "Retrovie - Avanguardia" in der Reihe Grenzgänger. Veranstaltungsort dieses europäischen Wissenschafts- und Kunstprojektes wird ab 1. Juli 2005 die alte österreichische Festung Flitsch (jetzt Bovec) in der Dreiländerecke Slowenien, Italien, Österreich sein.

 

Die Werkschau mit Arbeiten von 32 Künstlern aus Mitteleuropa wurde bereits mit großem Erfolg in Malo/Vicenza, Görz, Pilsen und im oberösterreichischen Schloß Almegg präsentiert. Österreich ist dabei durch die Künstler Franz Berger, Hans Hoffmann-Ybbs, Zdenek Macku, Robert Mittringer, Robert Primig, Thomas Redl und Georg Stifter vertreten.

 

Europa - von den Schützengräben zur Brüderlichkeit

Diese Schau zeitgenössischer Kunst ist Ergebnis des gleichnamigen Symposions, das das Land Oberösterreich, vertreten durch sein Büro für kulturelle Auslandsbeziehungen, gemeinsam mit dem Museo Casabianca und der Region Veneto 1999 in Italien veranstaltet hatte. Anlaß dafür war das Ende des 1. Weltkrieges vor mehr als 80 Jahren durch die Friedensverträge von Saint-Germain und Trianon und deren Auswirkungen auf die mitteleuropäischen Länder.
Die Initiative, die neben den Ausstellungen, Seminaren, einen Workshop und einen Kongreß mit Künstlern und Gelehrten aus Mitteleuropa umfaßte, kreiste um das Thema „Rückzug und Vorhut – von den Schützengräben der Dolomitenfront zum Vereinten Europa“. Im Namen des Miteinanders im Neuen Europa betrachteten Künstler aus verschiedenen Ländern die mörderischen Konflikte auf dem europäischen Kontinent und gleichzeitig die starken Wurzeln, die ihn zusammenhalten und setzten diese Reflexionen in die Sprache der zeitgenössischen Kunst um.

Die Botschaft erreichte auch die Jüngeren: die Schüler der Mittelschulen von Malo und seiner Partnerstadt Peuerbach erforschten die Geschichte des jeweils Anderen, um Vorbehalte zu überwinden und „gute Europäer zu werden und somit ein besseres Europa zu schaffen“. Dazu braucht es die Kenntnis der eigenen Geschichte und die der Anderen, um die Gegenwart zu verstehen und eine neue, gemeinsame Zukunft zu bauen.

 

Informationsmaterial
Zur Ausstellung erschienen in der Edition Grenzgänger zwei Begleitpublikationen in deutscher und italienischer Sprache mit Texten von Floriana Donati, Giobatta Meneguzzo, Luigi Serravalli, Giuseppe Barbieri, Pietro Del Negro, Silvio Furlani, Fred Licht, Chris Wagstaff und Aldemar Schiffkorn (216 Seiten, 200 Abbildungen zum Preis von € 16,- und 80 Seiten, 120 Abbildungen zum Preis von € 3,63 - zu beziehen über das Büro für kulturelle Auslandsbeziehungen, Landstraße 31/219, A-4020 Linz).
Weitere Informationen werden in Kürze über die Homepage http://www.auslandskultur.at/ abrufbar sein.

Dr. Aldemar Schiffkorn (+43 732) 77 20-154 74

Termine der Beratungsstellen

Jugendberatung und Jugendinformation

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

 

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. +43 732/17 99: Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, www.jugendservice.at
  • Jugendservice Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. +43 7612/17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugendservice Kirchdorf, Kirchengasse 6, 4560 Kirchdorf, Tel. +43 7582/604 16, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-kirchdorf@ooe.gv.at
  • Jugendservice Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. + 43 7262/581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstraße 9, 4780 Schärding, Tel. +43 7712/357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

 

Familienberatung

 

(LK) Familienberatung durch Arzt, Jurist und Sozialarbeiter am Donnerstag, 30. Juni 2005, in den Familienberatungsstellen des Landes Oberösterreich bei den Bezirkshauptmannschaften Gmunden (Tel. +43 7612/792 Kl. 345) von 17:00 bis 19:00 Uhr und Steyr (Tel. +43 7252/523 61 Kl. 82) von 18:00 bis 20:00 Uhr.

 

Familienberatung für den Bezirk Wels-Land

 

(LK) Familienberatungen durch einen Juristen und eine Psychologin für den Bezirk Wels-Land erfolgen nach telefonischer Vereinbarung. Anmeldungen werden während der Amtsstunden unter der Telefonnummer +43 7242/618-452 entgegen genommen: Montag und Donnerstag von 7:00 bis 12:00 Uhr und von 13:00 bis 17:00 Uhr, Dienstag von 7:00 bis 17:00 Uhr, Mittwoch von 7:00 bis 13:00 Uhr und Freitag von 7:00 bis 12:30 Uhr.

 

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Donnerstag, 30. Juni 2005 in der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Peuerbachstraße 26, von 14:00 bis 18:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Perg, Dirnbergerstraße 11, von 08:30 bis 12:30 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle Mondsee, Krankenhausstraße 8, von 9:00 bis 12:00 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle Jungmairgasse 1, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Kärntnerstraße 16, von 08:30 bis 12:30 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Außenstelle Enns, Dr. Karl Rennerstraße 31, von 14:00 bis 18:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf a. d. Kr., Garnisonstraße 1, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, sowie in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Bahnhofstraße 10, von 14:00 bis 17:00 Uhr, statt.

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Pressekonferenz am 28. Juni 2005

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Klubobmann Gunther Trübswasser


zum Thema

"Oö. Landesholding"

79,00 KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Landesfinanzdirektor Dr. Josef Krenner
  • Mag.a Antonia Licka, Finanzabteilung

Rückfragen-Kontakt: Mag.ª Karin Speidl  (+43 732) 77 20-114 07

Oö. Landesholding


Das Land Oberösterreich hält derzeit Beteiligungen an 30 Unternehmen, davon acht Aktiengesellschaften, 14 Gesellschaften mit beschränkter Haftung und acht Genossenschaften (gespag, Energie AG, Hypo, Dachstein Tourismus AG, LAWOG, Heimatwerk, Kaiser Therme Bad Ischl, TMG,...), in der Mehrzahl der Fälle in maßgeblichem Ausmaß bis zu hundert Prozent.


Landesrechnungshof forderte strategische Ausrichtung der Beteiligungs-verwaltung

 

Der Landesrechnungshof (LRH) hat bereits wiederholt eine strategische Ausrichtung der Beteiligungsverwaltung des Landes gefordert.

 

So stellte der Landesrechnungshof in der Initiativprüfung "Beteiligungsstrategie des Landes Oberösterreich im Seilbahnbereich" (4. November 2003) fest, dass

 

  • "die grundsätzliche Beteiligungsstrategie und das Beteiligungsmanagement des Landes (...) mit den strategischen Zielvorgaben des neuen ‚Kursbuches Tourismus- und Freizeitwirtschaft 2003-2010‘ in Einklang zu bringen sind"
  • "Vorgaben von Zielen und die Entwicklung von Konzepten für den An- und Verkauf von Beteiligungen" erfolgen sollten und
  • "die Überprüfung der Zielerreichung" notwendig sei.

In der Initiativprüfung wird vom LRH die Entwicklung eines umfassenden strategischen und operativen Beteiligungsmanagements des Landes vorgeschlagen.


Durch Oö. Landesholding Synergieeffekte, bessere Steuerung und Organisation

 

Nun sollen alle derzeitigen und künftigen Beteiligungen des Landes Oberösterreich in einer Oö. Landesholding GmbH zusammengefasst werden.

 

Mit dieser beabsichtigten Gründung einer Oö. Landesholding

 

  • kommt das Land Oberösterreich der Forderung des Landesrechnungshofes nach strategischer Ausrichtung der Beteiligungsverwaltung nach.
  • Durch die Zusammenfassung der Beteiligungen des Landes unter einem gemeinsamen Dach lassen sich betriebswirtschaftliche und organisatorische Synergieeffekte erzielen. Dazu zählt etwa die gemeinsame strategische Ausrichtung und Positionierung von Unternehmen der gleichen Branche (z.B. Tourismus).
  • Doppelgleisigkeiten können abgebaut und organisatorische Abläufe vereinfacht werden. Das spart Kosten und die Unternehmen können noch effizienter gemacht werden.

Jährliche Steuerersparnis in Millionenhöhe

 

Außerdem kann mit Hilfe der Landesholding die im Zuge der Steuerreform geschaffene attraktive Gruppenbesteuerung genutzt werden. Viele Unternehmen im privaten Eigentum nutzen diese Steuererleichterung bereits. Bei Zusammenfassung der Landesbeteiligungen unter einem Holdingdach beträgt die jährliche Steuerersparnis nach den derzeit vorliegenden Planungen bis zu 3,5 Millionen Euro. Verluste können mit Gewinnen anderer Gruppenmitglieder verrechnet werden.

 

Die entsprechenden Grundsatzüberlegungen zu Organisations-struktur, Zusammensetzung des Aufsichtsrates und Rechtsstellung des Landtages liegen vor.

 

Die wichtigsten Eckpunkte einer Oö. Landesholding:

 

  • Mit der Thermenholding GmbH, der Seilbahnholding GmbH und der Verkehrsholding GmbH sollen unterhalb der Dachgesellschaft Oö. Landesholding drei Branchenholdings geschaffen werden.
  • Die vorgeschlagene Landesholding hält einige Beteiligungen direkt, etwa jene an Energie AG und gespag. Andere Beteiligungen werden von den Branchenholdings gehalten, etwa jene an der Traunsee Touristik GmbH und an der Flughafen Linz GmbH.
  • Der Aufsichtsrat der Landesholding soll sich aus den Mitgliedern derOö. Landesregierung zusammensetzen, die damit die Letztverantwortung behält. Mit beratender Stimme sind je ein Mitglied jener Landtagsparteien, die kein Mitglied in der Oö. Landesregierung stellen, sowie der Landesfinanzdirektor zur Teilnahme vorgesehen.
  • Die Rechte des Oö. Landtages werden durch die Schaffung der vorgeschlagenen Landesholding nicht geschmälert. Denn Transaktionen der Landesholding und der drei Branchenholdings werden bei Überschreitung der Wertgrenzen auch weiterhin dem Landtag zur Beschlussfassung vorgelegt.
  • Durch die Landesholding wird keine Privatisierung der Landesunternehmen angestrebt. Vielmehr hält sie die Beteiligungen im Interesse und Auftrag des Landes ebenso, wie diese bisher direkt gehalten wurden.


Die Errichtung der Oö. Landesholding soll bis 2006 abgeschlossen sein. Voraussetzung dafür sind Grundsatzbeschlüsse in der Oö. Landesregierung und im Oö. Landtag.

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Pressekonferenz am 28. Juni 2005

Landesrat Josef Ackerl
zum Thema

"Prävention in der Jugendwohlfahrt - Ergebnisse einer Kund/innenbefragung"

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Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Dr. Klaus Nemetz, SPECTRA Marktforschungsges.m.b.H.
  • HR Mag. Dr. Josef Marschner und
  • Mag.ª Andrea Hubmer, Abt. Jugendwohlfahrt

Rückfragen-Kontakt: Peter Binder  (+43 732) 77 20-151 12

Prävention ist ein wichtiges Anliegen der Jugendwohlfahrt, über die Jahre hat sich eine breite Palette von präventiven Angeboten entwickelt, die entweder von der Jugendwohlfahrt selbst oder durch Beauftragung Dritter angeboten werden.

 

Wie kommen diese Leistungen bei den Kund/innen an? Diese Frage stand im Zentrum einer Befragung, die vom Meinungsforschungsinstitut SPECTRA Anfang dieses Jahres durchgeführt wurde.

 

Befragt wurden 897 Personen aus folgenden Gruppen:

  • Eltern, die selbst oder deren Kinder präventive Leistungen in Anspruch genommen haben
  • Adoptivelternwerber/innen
  • Kindergärten, in denen die logopädischen Reihenuntersuchungen durchgeführt werden
  • Anbieterorganisationen, die präventive Leistungen (Elternbildung, Familienberatung, Kinderschutzzentren, Kindererholungsaktionen) im Auftrag der Jugendwohlfahrt erbringen
  • Kostenträger (Sozialhilfeverbände und Gemeinden)
  • Mitarbeiter/innen der Jugendwohlfahrt

Fazit:

 

Die Kund/innen, die präventive Angebote nutzen, sind mit den Leistungen der Jugendwohlfahrt mehr als zufrieden. Summa summarum wird die Jugendwohfalrt als Einrichtung erlebt, die den Familien und den Kindern wertvolle Unterstützung bei Problemen anbietet.
Interessanterweise unterschätzen die Mitarbeiter/innen der Jugendwohlfahrt jedoch die Qualität der eigenen Arbeit - vielleicht weil sie das Gefühl haben, dass die Jugendwohlfahrt als Institution in der Bevölkerung über kein ausreichendes Sozialprestige verfügt.
 
Rückmeldungen von Kund/innen

Elternbildung

 

Dass die Elternbildung ein präventiver Dienst der Jugendwohlfahrt ist, ist knapp ¼ der Befragten bekannt, die Teilnehmer/innen ordnen das Angebot unterschiedlichen Stellen (Verein, Gemeinde mit 26 bzw. 21%) zu.
91% (!) sind mit den Leistungen sehr zufrieden bzw. zufrieden. Die Erwartungen der Eltern (Tipps und Ratschläge, Erfahrungsaustausch und Bestätigung sowie Denkanstöße) wurden für 76% übertroffen oder voll erfüllt. 88% schätzen die interessanten Inhalte, 79% bestätigen, durch den Besuch Sicherheit in der Erziehung gewonnen zu haben und 78% geben an, täglich brauchbare Tipps und Ratschläge erhalten zu haben.

 

Kinderschutzzentren

Über die Hälfte der Eltern ordnen die Kinderschutzzentren der Jugendwohlfahrt zu, 1/3 sieht einen Verein als zuständige Stelle an.
Die Zufriedenheitswerte liegen enorm hoch, 99% der Befragten sind mit der Leistung im Kinderschutzzentrum sehr zufrieden bzw. zufrieden. Geschätzt wird insbesondere das Eingehen auf die Bedürfnisse der Klient/innen (100%!), das Einfühlungsvermögen (99%!), dieKompetenz und das Verständnis (je 97%). Das Kinderschutzzentrum wird daher von 94% als echte Hilfe erlebt.

 

Familienberatung

Aufgrund der geringen Rückläufe (Quote 10%) im Bereich der Familienberatung sind die Rückmeldungen lediglich eine Anregung.
Die Familienberatung wird nicht unmittelbar der Jugendwohlfahrt zugeordnet, bekannt war das Angebot den Befragten über Zeitungen bzw. Freunde und Bekannte.
Die Klienten erwarten sich Information und Aufklärung über rechtliche Belange, Unterstützung bei Erziehungsfragen sowie die Möglichkeit, sich bei einem kompetenten Ansprechpartner auszusprechen. Diese Erwartungen sahen 7 der 10 Klienten erfüllt, im Punkt Zufriedenheit gab man der Familienberatung die Durchschnittsnote 1,5.

 

Kindererholung

 

DieAnsprüche der Eltern von Kindern, die an den Turnussen teilnehmen, spannen sich von der Förderung der Gemeinschaft, guter Betreuung, Abwechslung von zu Hause und der Erholung der Kinder bis zur Entlastung der Eltern. 83% der Befragten geben an, dass ihre Erwartungen voll erfüllt bzw. sogar übertroffen wurden.
Dementsprechend hoch ist die Zufriedenheit der Eltern mit dem Angebot. 93% (!) sind sehr zufrieden bzw. zufrieden.  85% würden ihr Kind / ihre Kinder wieder zur Erholungsaktion anmelden.
Die Zustimmungswerte hinsichtlich des Unterstützungscharakters der Erholungsaktion (90%!), der Kompetenz und des Programms (89%) sowie des Erholungseffektes für die Kinder (81%) belegen die hohe Zufriedenheit der Eltern und die Wirksamkeit des Angebots. Der Kostenbeitrag wird von 93% als angemessen bzw. sehr günstig beurteilt.

 

Adoptivelternwerber/innen

 

Während 83% zwar wissen, dass für Adoption die Jugendwohlfahrt zuständig ist, spiegeln Detailfragen Unsicherheit wieder. Generell würden sich die Werber/innen in Fragen der Eignungsfeststellung, der Ausbildung und Beratung sowie der Auslandsadoption überwiegend an das Land wenden.

 

Im Hinblick auf die Erwartungen rangieren die Hilfe und Unterstützung während des Adoptionsablaufes (28%), die Raschheit des Verfahrens (19%) und die Aufrechterhaltung des Infoflusses auch während der Wartezeit (18%) auf den Top-Rängen. Diese Erwartungen sehen 58% der Befragten als übertroffen oder voll erfüllt,  für 34% haben sich die Erwartungen nur teilweise erfüllt.

 

Der Faktor "Wartezeit" ist für 59% der Werber ein Kriterium, sich für ein Kind aus dem Ausland zu entscheiden, wobei gut 2/3 der Befragten sich grundsätzlich zunächst für ein Kind aus dem Inland entscheiden würden.

 

Das Einfühlungsvermögen der Mitarbeiter/innen mit 76% Zustimmung, die Kompetenz (75%) und die Zusammenarbeit (75%) stechen in der Bewertung besonders hervor. Insgesamt 75% sind mit den Leistungen der Jugendwohlfahrt sehr zufrieden bzw. zufrieden, in der Zusammenarbeit mit dem Verein für Pflege- und Adoptiveltern liegen die Werte bei insgesamt 68%.

 

Logopädie

 

Mit der Logopädie verbinden 77% der Eltern die Erwartung, dass sich die Aussprache des Kindes verbessern würde bzw. Sprachfehler behoben werden. 87% der Befragten sahen diese Erwartungen voll erfüllt bzw. sogar übertroffen, dementsprechend sind 97% der Eltern sehr zufrieden bzw. zufrieden.
Insbesondere die Kompetenz der Logopäd/innen (97%), das Einfühlungsvermögen (97%), das Eingehen auf die Situation und Bedürfnisse des Kindes (97%) und der Unterstützungscharakter der Logopädie (96%) bestätigen höchste Zufriedenheit mit dem Angebot.

 

Die hohe Qualität der Zusammenarbeit wird auch von den Kindergärten betont, in denen die Logopäd/innen bei den Reihenuntersuchungen tätig sind. 88% haben sehr gute bzw. gute Erfahrungen mit dem logopädischen Dienst gemacht. 96% bestätigen die Kompetenz der Logopäd/innen, die "sehr gute Arbeit" (93%) und das Einfühlungsvermögen (89%) werden von den Kindergärtner/innen ebenso hervorgehoben.

 

Rückmeldungen der Kostenträger

 

Sozialhilfeverbände

 

Die Frage nach der Wirksamkeit von Prävention zeigt Skepsis. 75% meinen, dass Prävention nur in Teilbereichen wirke, dennoch bescheinigt man der Prävention eine hohe Bedeutung.
100% (!) bestätigen die wichtige Funktion der präventiven Dienste der Jugendwohlfahrt in unserer Gesellschaft, 90% sehen das investierte Geld gut angelegt. Beinahe alle Befragten (95%) glauben, durch die Finanzierung dieser Dienste letztlich Geld in der Intervention gespart werden kann. 80% der SHVs haben von sich aus schon präventive Dienste eingerichtet. Die Motivation zur Schaffung eigener Angebote lag dabei für ¼ im Bedarf und der Notwendigkeit, 25% verbanden damit auch die Erwartung, spätere Kosten zu vermeiden. 

 

Schwachstellen sehen die Sozialhilfeverbände in den finanziellen Ressourcen. 40% sehen das Angebot präventiver Dienste als nicht ausreichend, lediglich 45% (!) beurteilen die Kommunikation und Zusammenarbeit mit der Jugendwohlfahrt in der Planung und Finanzierung präventiver Dienste als sehr gut.

 

Gemeinden

 

Die Prävention wird als Aufklärungsarbeit und Vorbeugung definiert, der ein wichtiger Stellenwert in der Gesellschaft zugeordnet wird (92%). 60% der Gemeinden haben bereits von sich aus schon präventive Angebote eingerichtet. Die Wirksamkeit der Prävention sehen 80% jedoch nur in Teilbereichen.

 

Rückmeldungen der Jugendwohlfahrtsträger

 

Die Fachaufsicht sowie die Planung und Steuerung werden von knapp der Hälfte (47%) als partnerschaftlich erlebt, 37% nehmen die Jugendwohlfahrt in diesen Agenden als Überwachungsinstanz wahr. Die Intensität der Steuerung durch die Jugendwohlfahrt sehen 63% als ausreichend an, auch das Gewicht, das die Jugendwohlfahrt den einzelnen Trägern beimisst wird von 63% als angemessen beurteilt.

 

In den Bewertungen skizzieren die Träger ein unterschiedliches Bild; während man im Allgemeinen die Kooperation, die Verbindlichkeit der Vereinbarungen sowie die Kompetenz hoch bewertet (89%, 79%, 68%, 68% Zustimmung), wird das Entgegenkommen und die Partnerschaftlichkeit im Allgemeinen, derinnovative Charakter der Jugendwohlfahrt und die Nachvollziehbarkeit der Geldmittelvergabekritisch bewertet.

 

Im Hinblick auf die Geldmittelvergabe zeigt sich die von ¼ der Befragten geäußerte Schwachstelle  "finanzielle Engpässe". 58% sind mit der Vorgehensweise der Jugendwohlfahrt bei der Geldmittelvergabe "zufrieden", 37% äußern sich mit "es geht" eher zurückhaltend. Sehr zufrieden zeigte sich  keiner der befragten Träger.


Abgleich mit dem Eigenbild

 

Die eigenen Einschätzungen über die Zufriedenheit der Kund/innen bleiben durchgängig – und meist deutlich - hinter den tatsächlichen Rückmeldungen der Kund/innen zurück. Die Mitarbeiter/innen der Abteilung und der Bezirke glauben also, dass die Kund/innen die Leistungen weniger positiv bewerten, als sie dies tatsächlich tun.

 

Das Eigenbild der Mitarbeiter/innen ist umso positiver, je ausgeprägter die Zuständigkeit für das präventive Angebot ist. Das heißt, mit der Vertrautheit steigt das Wissen, dass man gute Arbeit leistet.


Wie schon beim ersten Teil der Kundenbefragung (im Vorjahr wurden u.a. Eltern von Minderjährigen in Jugendwohlfahrtsmaßnahmen, Pflegeeltern, Schulen, Gerichte befragt) stellen auch heuer die Kund/innen der Jugendwohlfahrt ein ausgezeichnetes Zeugnis aus. Auch bei dieser Befragung wurden so hohe Zufriedenheitswerte erreicht, wie sie in der Marktforschung eher ungewöhnlich sind. Nach wie vor sind die Mitarbeiter/innen aber von den Imageproblemen der Jugendwohlfahrt geprägt und unterschätzen sich generell.

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