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Landeskorrespondenz Nr. 139 vom 17. Juni 2005

Landeskorrespondenz

Pressekonferenz

Presseinformation

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Landeskorrespondenz

Ehrengeschenk des Landes für den ehemaligen Landesvorsitzenden des Alpenvereines in Oberösterreich Josef Fürst

(LK) Ein Ehrengeschenk des Landes überreichte kürzlich Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer an Konsulent Josef Fürst, der nach 23 Jahren als Vorsitzender des Landesverbandes Oberösterreich des Österreichischen Alpenvereines diese Funktion Anfang April zurückgelegt hat. In seiner Zeit als Landesvorsitzender konnte die Mitgliederanzahl wesentlich gesteigert werden. Fürst gilt auch als Mitinitiator des oberösterreichischen Nationalparks. Im Jahr 2003 wurde er für seine Verdienste mit dem Goldenen Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich ausgezeichnet.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Sprechtage für die Woche vom 20. bis 26. Juni 2005

  • Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
    nur gegen Voranmeldung (0732/7720/11100), Mittwoch, 22. Juni 2005, von 14.00 bis 16.00 Uhr, Landhaus
  • Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl
    nur gegen Voranmeldung (0732/7720/12190), Dienstag, 21. Juni 2005, 08.00 bis 12.00 Uhr, LDZ, Bahnhofplatz 1, 6. Stock
  • Landesrat Josef Ackerl
    nur gegen Voranmeldung (0732/7720/15110), Altstadt 30
  • Landesrat Dr. Josef Stockinger
    jeden Dienstag nur gegen Voranmeldung (0732/7720/11111), Landhaus
  • Landesrätin Dr. Silvia Stöger
    nur gegen Voranmeldung (0732/7720/11120), Starhembergstraße 14
  • 2. Präsidentin des Oö. Landtages Gerda Weichsler
    nur gegen Voranmeldung (0732/7720/11152), Landhaus
  • 3. Präsidentin des Oö. Landtages Doris Eisenriegler
    nur gegen Voranmeldung (0732/7720/11154), Landhaus

Romana Puchner (+43 732) 77 20-114 12

Termine der Beratungsstellen

Reisemedizinische Beratungsstelle

 

(LK) Um möglichen gefährlichen Erkrankungen bei Fernreisen vorbeugen zu können, hat die Landes-Sanitätsdienstabteilung Linz, Bahnhofsplatz 1, Montag bis Freitag von 10:00 bis 13:00 Uhr sowie Dienstag zusätzlich von 15:00 bis 18:00 Uhr eine "Reisemedizinische Beratungsstelle" eingerichtet, die über wichtige Vorsorge-Impfungen bei Reisen in ferne Länder informiert und Impfungen durchführt. Info-Telefon: +43 732/77 20-141 07.

Oö. Schulservice

 

(LK) In der Schulservicestelle des Landesschulrates für Oberösterreich können sich Schüler, Eltern und Lehrer informieren und beraten lassen. Rat und Hilfe in allen Schulfragen erteilen jeweils Montag bis Freitag Elisabeth Messner (Tel. +43 732/70 71-91 21) und Mag. Gertraud Schwarzmair (Tel. +43 732/70 71-91 22).
 
Familienberatung

 

(LK) Beratung in Familienangelegenheiten durch Psychologen, Juristen (+43 732/694 14 -665 00) Sozialarbeiter (+43 732/694 14-664 70 und Klappe 664 72) am Montag, 20. Juni 2005 : Familienberatungsstelle des Landes Oberösterreich in Linz, Kärntnerstraße 16, Bezirkshauptmannschaft, von 18:00 bis 20:00 Uhr. Für eine psychologische Beratung wird um telefonische Voranmeldung unter +43 732/694 14 Klappe 664 70 und 664 72 gebeten.

 

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Montag, 20. Juni 2005, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle, Jungmairgasse 1 von 8:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Peuerbachstraße 26, von 8:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Kärntnerstraße 16, von 08:30 bis 12:30 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08:00 bis 12:00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Eferding, Stadtplatz 1 (Sparkassengebäude, 3. Stock), von 08:00 bis 12:00 Uhr sowie in der Bezirkshauptmannschaft Schärding, Außenstelle Pramhöhe, 4780 Schärding von 08.00 bis 13.00 Uhr statt.

 

Weiteres findet eine Therapeutische Zusammenkunft von Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige am Montag, 20. Juni 2005, für den Bezirk Gmunden ab 19:00 Uhr (Führerscheingruppe), im Gebäude des Roten Kreuzes, statt.

 

Beratungen im Eltern-Kind-Zentrum Ried

 

(LK) Das Eltern-Kind-Zentrum Ried i.I., Riedholzstraße 17, Eingang Nord bietet folgende Beratungen an:

 

Elternsprechstunde:

  • jeden Donnerstag von 13:00 bis 17:00 Uhr (Tel. +43 7752/912-361)

Beratung von Eltern mit behinderten Kindern:

  • jeden 3. Dienstag im Monat von 9:30 bis 11:00 Uhr (Tel. +43 7752/912-361)

Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft/KiJA

 

(LK) Beratung für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen. Auskünfte und Informationsmaterialien zu Kinder- und Jugendthemen.
Vertraulich und kostenlos.

 

KiJA/Oberösterreichische Kinder- und Jugendanwaltschaft, Tel: +43 732/77 97 77
http://www.kija.at/, e-mail: kija@ooe.gv.at, 4021 Linz, Promendade 37
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, von 10:00 – 12:00 Uhr
Montag, Dienstag und Donnerstag von 14:00 – 16:00 Uhr.

Oö. Patienten- und Pflegevertretung

 

(LK) Das Büro der Oö. Patienten- und Pflegevertretung in Linz, Bahnhofsplatz 1 (Tel. +43 732/77 20-142 15) ist am Montag, Dienstag, Mittwoch und Donnerstag von 7:30 bis 17:00 Uhr sowie am Freitag von 7:30 bis 13:00 Uhr besetzt. In diesem Büro hält ein Oö. Patientenvertreter einmal pro Woche gegen telefonische Voranmeldung einen Sprechtag ab. 

 

EU-Auskünfte

 

(LK) Kostenlose Auskünfte zum Themenbereich EU und EWR gibt es im Info-Point-Europa, Amt der Oö. Landesregierung, Altstadt 30, 4010 Linz, Tel. +43 732/77 20-140 20, Fax: +43 732/77 20-140 22.

 

Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige

 

(LK) Das Therapiezentrum Traun  für Medikamenten- und Alkoholabhängige in 4050 Traun, Oberer Flötzerweg 1 bietet Erstkontakte für eine ambulante oder stationäre Therapie, Beratung für Angehörige, Psychotherapie sowie nachstationäre Behandlung. Telefonische Terminvereinbarungen von Montag bis Freitag in der Zeit von 9:00 bis 12:00 Uhr unter der Telefonnummer +43 7229/644 36-36 erbeten. 

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Pressekonferenz am 17. Juni 2005

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer, Landesrat Dr. Josef Stockinger und Prälat Mag. Josef Ahammer, Bischofsvikar, Diözese Linz


zum Thema

"Verleihung der Eduard-Ploier-Preise für Entwicklungszusammenarbeit und des Eduard-Ploier-Journalistenpreises 2005"

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Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Hofrat Mag. Hubert Huber, Agrar- und Forstrechtsabteilung, als Jury-Vorsitzender

Rückfragen-Kontakt: Ing. Walter Silber  (+43 732) 77 20-111 17

Oberösterreich bei Entwicklungshilfe führend

 

Das Land Oberösterreich bekennt sich seit 4 Jahrzehnten zur Entwicklungshilfe und leistete in diesem Zeitraum entsprechende finanzielle Zuwendungen zu einer Vielzahl von Projekten in allen Kontinenten (ausgenommen Australien).

 

Die Prinzipien der Oö. Entwicklungshilfe bestehen in der Gewährung von Hilfe zur Selbsthilfe, dem Verlangen nach einem deutlichen Bezug des geförderten Projektes zum Bundesland Oberösterreich und in der Gewährung von Hilfsleistungen für Maßnahmen vor Ort.

 

Im Jahr 2003 konnten 50 Projekte und im Jahr 2004 63 Projekte aus Mitteln der Enwicklungzusammenarbeit unterstützt werden.

 

Im Jahr 2005 sind bereits 25 Entwicklungshilfeprojekte mit 257.800 Euro gefördert worden. Diese Mittel sind sowohl für neue Projekte als auch für bereits laufende Entwicklungsprogramme zu deren Weiterführung verwendet worden. Großteils handelt es sich dabei um Entwicklungsprogramme in Ländern der „Dritten Welt“, wie Nicaragua, Brasilien, Äthiopien, Ghana, Südafrika, Tansania, Palästina und Indien.


Entwicklungshilfe-Budget OÖ.

 

Seit dem Beginn der Entwicklungshilfe in Oberösterreich stiegen die Entwicklungshilfemittel kontinuierlich von 21.300 Euro im Jahr 1965 auf  nunmehr 1,000.000 Euro im heurigen Jahr.

 

Grafik Land Oberösterreich Entwicklungszusammenarbeit (ohne Osthilfe

 

1 Million Euro gibt das Land Oberösterreich für Entwicklungszusammenarbeit aus und ist damit führend im Bundesländervergleich


"Mit dem deutlichen Signal für Entwicklungshilfemittel setzt die oberösterreichische Landespolitik ein bewusstes Engagement für Entwicklungszusammenarbeit und für ein Stück aktive Friedenspolitik", sind sich Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und der für Entwicklungszusammenarbeit zuständige Landesrat Dr. Josef Stockinger einig.

 

Weltweit leiden 840 Millionen Menschen an Hunger. Viele von ihnen sterben. Oberösterreich hat sich in einer von den Landtagsabgeordneten der ÖVP, SPÖ und Grünen mitgetragenen Resolution an den Bund für eine deutliche Erhöhung der Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit in Österreich eingesetzt. "Österreich soll damit seinen Beitrag leisten, um die sogenannten UN-Milleniumsziele zu erreichen, nach denen der Hunger sowie die Armut in der Welt bis zum Jahr 2015 zumindest halbiert werden soll", sagen Pühringer und Stockinger.

 

Schon im Jahr 1970 haben sich alle Regierungen der Welt darauf geeinigt, in Zukunft 0,7 % des Bruttonationaleinkommens für Entwicklungshilfe aufzuwenden. Österreich hat hier im Vergleich zu anderen wohlhabenden Staaten Nachholbedarf. Allerdings setzt das Bundesland Oberösterreich im Vergleich zu anderen Bundesländern die kräftigsten Akzente in Richtung Entwicklungshilfe.


Eduard-Ploier-Preis

 

1999 wurde zum ersten Mal der Eduard-Ploier-Preis für Entwicklungszusammenarbeit des Landes Oberösterreich und der Diözese Linz verliehen. Neben diesem Preis, der heuer zum vierten Mal verliehen wird, wird zum dritten Mal der Eduard-Ploier-Journalistenpreis vergeben.


Eduard Ploier – ein Pionier in der Entwicklungshilfe
     
Eduard Ploier (1930 - 1998) war ein Mann, der nicht nur in Kirche und Gesellschaft nachhaltige Impulse setzte, sondern auch als Erwachsenenbildner, Medienexperte und vor allem als Pionier in der Entwicklungshilfe herausragende Leistungen erbrachte.

 

Eduard Ploier hat in der Entwicklungszusammenarbeit durch Jahrzehnte aus tiefster Überzeugung und mit großer Dynamik gewirkt. Frühzeitig hat er erkannt, dass Entwicklungshilfe nicht bloß im Geben von Almosen  besteht, sondern dass sie als Hilfe zur Selbsthilfe zu begreifen ist.

 

Neben vielen anderen Funktionen war Eduard Ploier Mitbegründer des österreichischen Entwicklungsdienstes (ÖED) und Vorsitzender der Kofinanzierungsstelle für Entwicklungszusammenarbeit (KFS).


Würdigung der Verdienste von Eduard Ploier
 
In Würdigung der Verdienste von Eduard Ploier, die Entwicklungszusammenarbeit zu verbreiten und zu vertiefen, wurde der Eduard-Ploier-Preis für Entwicklungszusammenarbeit geschaffen. Entsprechend dieser Zielsetzung sollen außerordentliche Leistungen auf dem Gebiet der Entwicklungszusammenarbeit ausgezeichnet werden.

 

Um darüber hinaus jene publizistischen Leistungen zu fördern, die das Gedankengut der Entwicklungszusammenarbeit und die Hilfe zur Selbsthilfe einer breiten Öffentlichkeit nahe bringen, wird seit dem Jahr 2001 auch der Eduard-Ploier-Journalistenpreis vergeben.


Kuratorium

 

Bereits Ende 1998 hat sich ein Kuratorium als Träger des Eduard-Ploier-Preises konstituiert. Dieses Kuratorium besteht aus Vertretern des Landes Oberösterreich, der Diözese Linz, der Raiffeisen-Landesbank,  der Oö. Rundschau, des Bildungshauses Schloss Puchberg, der Katholischen Aktion, des ORF und HORIZONT3000 (früher Österreichischer Entwicklungsdienst ÖED).

 

Aufgabe des Kuratoriums ist es, für die Aufbringung der erforderlichen Geld- und Sachpreise zu sorgen, die Details der Ausschreibung zu fixieren und die Jury zu bestellen sowie Veranstaltungen zum Thema Entwicklungshilfe zu organisieren.


Dotation: 24.000 Euro bzw. 3.000 Euro:

 

Der Eduard-Ploier-Preis für Entwicklungszusammenarbeit ist mit insgesamt 24.000 Euro, der  Eduard-Ploier-Journalistenpreis mit 3.000 Euro dotiert. Die notwendigen Geldmittel werden von den Mitgliedern des Kuratoriums in unterschiedlicher Höhe aufgebracht.

 

Der Eduard-Ploier-Preis für Entwicklungszusammenarbeit und der Eduard-Ploier-Journalistenpreis werden regelmäßig und zwar im Abstand von jeweils 2 Jahren vergeben.


Juryentscheidung  

 

Die Festlegung der Preisträger erfolgte durch eine Jury. Jene Einrichtungen, die dem Kuratorium des Eduard-Ploier-Preises angehören, haben jeweils einen Experten für die Jury nominiert.

 

In der Jurysitzung am 11. Mai 2005 wurden aus insgesamt 46 Einreichungen folgende vier Preisträger für den Eduard-Ploier-Preis für Entwicklungszusammenarbeit und ein Preisträger für den Eduard-Ploier-Journalistenpreis ermittelt:

 

Preisträger Eduard-Ploier-Preis
für Entwicklungszusammenarbeit 2005

 

Pater Hubert Leeb
vom Zentrum "Esperanca de Deus"
auf Porto do Mato/Brasilien

 

Pater Hubert Leeb wurde am 20. März 1934 in Grieskirchen geboren. Er ist Ordensmitglied der Oblaten des HL. Franz von Sales (Dachsberg) und wurde am 29. Juni 1962 in Eichstätt (Bayern) zum Priester geweiht. Vom Orden wurde er für die außerordentlche Seelsorge freigestellt.

 

1962 - 1976: Gründung und Leitung der KIM-Bewegung in Österreich und Deutschland. KIM = Kreis Junger Missionare - eine Jugendbewegung für geistliche und kirchliche Berufe, mit 7 weltweiten Sozialaktionen, darunter die Biafra-Luftbrücke zur Rettung von 40 000 Kindern im Krieg.

 

1976  bis  heute  in Brasilien:
Pater Hubert Leeb gründete
zwei besonders nachhaltige Entwicklungshilfeprojekte:

  • Kommunikationszentrum in der Favela in Rio de Janeiro
     Dieses Zentrum  wurde 1991 den Franziskanerschwestern von Dillingen übergeben.
  • Das Soziale, Pastorale Zentrum "Esperanca de Deus" auf Porto do Mato
     Porto do Mato ist eine 200 km2 große Dünenhalbinsel im süden des kleinsten  Staates Sergipe, an der Grenze des Staates Bahia, wo Menschen in bitterer Armut  leben.


Das was Pater Hubert Leeb und Joana Batista Costa (gestorben 7.10.1990) und die Gründerin der Schule "Licht und Leben" Frau Prof. Geovana Oliveira Lima seit 1976 für die alleingelassenen Menschen geschaffen haben, grenzt an ein Wunder. Aus der bescheidenen Missionsstation mit Kirche, Kindergarten, Krankenstation, ist heute eine kleine Stadt geworden mit Kleinbetrieben und einem Gästezentrum. Nach Schaffung einer Infrastruktur (Straßen, Energie, Wasser) wurde die größte Not beseitigt. Schwerpunkt der Arbeit ist heute Bildung und Ausbildung.

 

Durch die 1994 errichtete Vor- und Mittelschule, eröffnen sich für 400 Kinder und Jugendliche aus der ganzen Küstenregion neue Zukunftschancen. Die Leitung und Verantwortlichkeit für alle im Zentrum geführten Schulen obliegt Frau Professor Geovana  Oliveira Lima. Sie ist akademisch ausgebildete Spezialistin für Psychologie und Pädagogik, die die Schule ganzheitlich mit Hilfe der Lehrkräfte aufbaut. In mühsamer Kleinarbeit werden aus ehemaligen Analphabeten Führungskräfte herangebildet.

 

Auf pastoralem Sektor plant man die Gründung einer Pfarrei mit dem Einsatz einer Ordensgemeinschaft. Weiters ist der Ausbau des Gästezentrums als Hotelfachschule und die Errichtung eines Obergymnasiums geplant.

 

Das Zentrum "Esperanca de Deus" gilt heute als Musterbeispiel eines Entwicklungsprojektes der Hilfe zur Selbsthilfe, das national und international Bewunderung und Anerkennung erhält. Zur Verwirklichung der Ziele werden staatliche, kirchliche und private Hilfen benötigt.
 
Mag.a Doris Kroll
Programmdirektorin von HORIZONT3000 in Nicaragua

 

Doris Kroll wurde am 22. Januar 1955 in Wien geboren.
Schul- und Aussbildung
1961 - 1973 Volksschule und Realgymnasium in Wien
1973 - 1983 Lehramtsstudium für Englisch und Geografie -
Universität Wien Abschluss: Magister der Naturwissenschaften

 

Tätigkeiten
1973 - 1978 Ultimokraft in der Creditanstalt-Bankverein
Buffetkraft in der Wr. Staatsoper
1978 - 1987 Lehrerin an AHS im ersten halben Jahr, anschließend immer BHS (HAK    und HAS) in Wien (Unterrrichtsfächer Geografie und Englisch
1988 - 1991 Projektmitarbeiterin ÖED in Nicaragua: Erwachsenenbildungsprojekt    mit Unterrichtsministerium Managua und Juigalpa
1993 - 1999 Regionalkoordinatorin für Zentralamerika ÖED
1991 bis heute Leiterin  der Vorortestruktur in Nicaragua (ÖED, seit Jänner 2001    HORIZONT3000)
2001 bis heute  Repräsentantin für HORIZONT3000 in Zentralamerika

 

Die Katholische Männerbewegung der Diözese Linz, Aktion SEI SO FREI betreut und unterstützt Entwicklunghilfeprojekte in verschiedenen Entwicklungshilfeländern. Neben "Schulprojekten in Uganda", "Armutsbegrenzung in Tansania", "Errichtung eines Berufsausbildungszentrums in Mosambik", "Erweiterung einer Landwirtschaftschule in Brasilien" und "Errichtung einer Schule in Guatemala" um nur einige Entwicklungshilfeprojekte zu nennen, zählt Nicaragua zu einem der Schwerpunktländer.

 

Die drei nachstehend angeführten Projekte sind Beispiele von erfolgreicher Zusammenarbeit zwischen der Katholischen Männerbewegung der Diözese Linz und der Programmdirektorin von HORIZONT3000 in Nicaragua Frau Mag.a Doris Kroll.


Projekte in Nicaragua:
"Hebammenausbildung im Bezirk Madriz"
Mit diesem Projekt ist es gelungen, eine Ausbildung für 300 Hebammen zu starten. Das vorhandene traditionelle Wissen der Hebammen wurde in die Ausbildungsseminare hineingenommen und mit dem Wissen der modernen Medizin angereichert.
"Landwirtschafts- und Wiederaufforstungsprogramm in Waslala"
Durch theoretische und praktische Aus- und Weiterbildung konnten die Bauern und Bäuerinnen in den Bereichen Abholzung, Wiederaufforstung und Lebensmittelproduktion entsprechend geschult werden.
"Atlantikuniversität URACCAN"
URACCAN ist der gelungene Versuch, den Bogen der Bildungsarbeit (Schulwesen) mit der Chance auf eine universitäre Ausbildung für die Jugendlichen der gesamten Region zu schließen.

 

Seit 1980 erbringt die Koordinationsstelle von HORIZONT3000, vormals ÖED (Österreichischer Entwicklungsdienst), in Nicaragua hervorragende Leistungen für das Land Nicaragua und für viele Organisationen die sich im Rahmen der Entwicklungszusammenarbeit in diesem Land engagieren, insbesondere auch für die Katholische Männerbewegung, Aktion SEI SO FREI.
Wichtig für projektfinanzierende Organisationen ist die engagierte, professionelle und verlässliche Unterstützung bei der Vorbereitung und Abwicklung von Entwicklungsprojekten und -programmen, ohne die viele Vorhaben gar nicht oder nur unter sehr hohem Aufwand abgewickelt werden können.

 

Das Koordinationsbüro in Nicaragua zählt zu den am längsten etablierten von HORIZONT3000 und geht noch auf das Wirken des damaligen Vorsitzenden des ÖEDs, Direktor Eduard Ploier zurück.

 

Frau Mag.a Doris Kroll wurde von der Katholischen Männerbewegung der Diözese Linz für den Eduard-Ploier-Preis  2005 vorgeschlagen.

 

Schwester Hildegard Enzenhofer
Leiterin des Hauses "Beit Emmaus"
in der Besetzten Westbank von Palästina

 

Rosa Maria (Sr. Hildegard) Enzenhofer wurde am 20. Juli 1949 in Schönegg, 4191 Vorderweißenbach geboren.

 

Schul- und Ausbildung
Volks- und Hauptschule, Handelsakademie
Europäische Sekretärinnenakademie
Ausbildungen im Finanz- und Verwaltungsbereich, Organistionsentwicklung und Sozialmanagement

 

Tätigkeiten
1973  Eintritt in den Orden der Salvatorianerinnen in Wien
Interne Ordensausbildung
1977 - 1992 Leitung von ordenseigenen Institutionen
1992  Wahl zur Provinzleiterin der Österreichischen Provinz der 
Salvatorianerinnen
1995  Wahl in die Generalleitung nach Rom
bis 2002 Tätigkeit in Rom
Mai 2002 Leitung eines Hauses für Frauen in der Besetzten Westbank von Palästina

Arbeit in Frauenprojekten

 

Projekt:
 "Zisternenbau in der besetzten Westbank" von Palästina für das Haus "Beit Emmaus"
Die Schwestern der Salvatorianerinnen führen in Qubeibeh ein Haus für alte und behinderte Frauen.
Der Sommer 2002 war geprägt von fast unerträglicher Hitze, kaum Wasser in der Zisterne, seit Wochen kein Tropfen Wasser aus der israelischen Stadtwasserleitung.
Schwester Hildegard Enzenhofer, die gerade 3 Monate im Land war, hat aus dieser Not heraus entschieden, eine weitere Zisterne zu bauen.


Vier extra gebaute Zisternen (Fiberglasbehälter zu je 78 m³) konnten im Juni 2003 nur unter äußerst schwierigen Bedingungen von Israel in die besetzte Westbank geliefert und aufgestellt werden. Es ist ein Projekt mit Nachhaltigkeit, weil es jährlich ca. 60 Menschen den Zugang zu sauberem Trinkwasser gibt.

 

Im Jahr 2004 wurde das Großprojekt "Schaffung von Betreuungs- und Pflegeplätzen" im Haus "Beit Emmaus" trotz der schwierigen Situation - vor allem durch den nahen Sicherheitsmauerbau - fertiggestellt. Mit dem Aus- und Umbau im bestehenden Haus konnte die Lebenssituation von Kranken, Alten und Behinderten wesentlich verbessert werden.
 
Schwester Roswitha Karrer
Arbeitskreis "Eine Welt" der Pfarre St. Anna, Steyr

 

Barbara (Sr. Roswitha) Karrer wurde am 27. August 1935 in Losenstein geboren.

 

Schul- und Ausbildung
Volks- und Hauptschule
LnBA in Wien Döbling

 

Tätigkeiten
1955  Eintritt in die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern 
Wien Gumpendorf
1955 - 1991 im Schuldienst (Hauptschule) in Wien und Steyr (ab 1972)
1991 - 1993   in der Krankenseelsorge tätig
1992 Beginn der Flüchtlingsarbeit - zur Zeit nur mehr im kleinen Ausmaß
1996  Beginn einer kleinen Gruppe aus der Pfarre St. Anna zusammen mit    Pfarrer Rupert Wöhrenschimmel - mit dem Sammeln von Altglas und    Papier

 

Der Arbeitskreis "Eine Welt" der Pfarre St. Anna, Steyr wurde 1976 gegründet. 30 bis 40 MitarbeiterInnen, die meisten davon sind Pensionisten, arbeiten alle ehrenamtlich.
"Die Müllmenschen von St. Anna" mit dem Motto Umwelt schützen - Ressourcen stützen - Alt-Rohstoffe nützen sammeln Altpapier, Altglas, Aluminium, reines Kupfer, Styropor-Verpackungsflocken, biologische Verpackungsflocken, farblose Petflaschen, Weinflaschen und wiederverwendbare Kartonagen. Der Erlös aus der Alt-Rohstoff-Nützung wird Projekten in Ländern der 3. Welt zugeführt.
Bei der Projektfindung und Abwicklung wird mit den Päpstlichen Missionswerken und der MIVA zusammengearbeitet. Seit 1976 wurde eine Vielzahl von Entwicklungshilfeprojekten unterstützt wie z. B.:
5 Brunnenprojekte in Bangladesch, Projekte im Bereich Landwirtschaft in verschiedenen Entwicklunghilfeländern, Medikamente für Pater Angerer in Peru, Ankauf eines LKW's für die Brüder vom Guten Hirten in Tansania für den Baumaterialtransport - Bau der 2. Berufsschule und weiterer Gebäude wie Kindergarten, Schule, Krankenstation usw.
Es konnten auch bereits 16 Steyr-Traktoren in Entwicklungshilfeländer überstellt werden.

 

Durch die vom Arbeitskreis unterstützten Projekte, soll ein Beitrag geleistet werden, dass der Unterschied zwischen Arm und Reich verringert werden kann. Gleichzeitig soll das Bewusstsein gestärkt werden, dass wir in einer Welt leben.

 

Die Unterstützung der vielen Projekte wäre ohne die Arbeit der vielen fleißigen und ausdauernden Hände der MitarbeiterInnen nicht möglich gewesen.

 

Preisträger
Eduard-Ploier-Journalistenpreis 2005
 
Mag. Josef Wallner
Redakteur der Kirchenzeitung der Diözese Linz

 

Josef Wallner wurde am 24. Oktober 1961 in Steyr geboren.

 

Schul- und Ausbildung

 

1979  Matura am humanistischen Zweig des Stiftsgymnasiums Seitenstetten
1979 - 1986 Studium der katholischen Theologie in St. Pölten, Wien und Jerusalem
1994 - 1996 Postgraduate Studium an der Europäischen Journalismus-Akademie    (Print und Radio) an der Donauuniversität Krems

 

Tätigkeiten

 

1986 - 1994 Pastoraler Dienst in der Diözese St. Pölten
1996 - 2000 Freiberuflicher Journalist und Medienreferent
  Redakteur bei der Gratiszeitung "Der Perger"
  Pressereferent bei der Aktion "Sei So Frei" und bei der
  Katholischen Männerbewegung

 

Seit Sept. 2000  Redakteur bei der Kirchenzeitung der Diözese Linz
   Ressort: Diözesan- und Pfarrberichterstattung
   unter anderem auch für die Kontakte und die
   Berichterstattung über die Oberösterreicher/innen zuständig,
   die in den Ländern des Südens arbeiten (als Missionare,      Ordensschwestern und Entwicklungshelfer/innen).
   
   
Mag. Josef  Wallner hat in der Kirchenzeitung in der Serie "Brücken" vom  März 2004 bis Juli 2004 wöchentlich über die Arbeit der Schwesterngemeinschaft in Uganda und über den Einsatz des Entwicklungshelfers MMag. Johann Gnadlinger in Brasilien berichtet.

 

Drei Marienschwestern aus Oberösterreich leben zur Zeit im Pfarrhof von Kyengeza/Uganda in einfachsten Verhältnissen: ohne Strom und Wasser. Mit dem Bau eines Hauses mit sechs Schwesternzimmern und sechs Gästezimmern wurde bereits begonnen. Im Konventgebäude werden die Schwestern auch eine eigene Kapelle haben.
Sr. Elisabeth Brunmayr unterrichtet in einer Berufsschule, Sr. Margit Zimmermann gibt Religionsunterricht und hält Wortgottesdienste und Sr. Antonia Dulong ist in der Hauskrankenpflege und in einer Klinik tätig.

 

Der aus Eberstalzell gebürtige Entwicklungshelfer Johann Gnadlinger lebt seit 1977 im trockenen Nordosten  Brasiliens und wurde dort zu einem Pionier der Regenwassernutzung. Gnadlinger berät die Menschen beim Bau von Zisternen und zeigt Bauern, wie sie trotz geringer Niederschläge genug Wasser haben. Zisternen sichern in der steppenähnlichen Landschaft die Wasserversorgung für viele Familien.


weitere Beiträge:
in den OÖN über Sr. Hildegard Enzenhofer, die ein Heim für Palästinenserinnen nahe Jerusalem leitet
über den aus OÖ. stammenden P. Josef Hehenberger wird immer wieder in der Kirchenzeitung berichtet
über Sr. Supaporn Chotiphol, sie betreut Kinder von Prostituierten in Pattaya, Thailand
über das Wirken von Bischof Richard Weberberger in Brasilien
über das Leben und Schicksal der HIV-infizierten Saria A. Anderson aus Tansania und
über ein SEI SO FREI - Projekt in Chile

 

Herrn Mag. Josef Wallner wurde von der Kongregation der Marienschwestern vom Karmel, Generalvikarin Sr. M. Bernadette Steiner und vom Chefredakteur der Kirchenzeitung der Diözese Linz, Mag. Matthäus Fellinger für den Eduard-Ploier-Journalistenpreis 2005 vorgeschlagen.

 

Preisverleihung am 20. Juni 2005

 

Die Verleihung des Eduard-Ploier-Preises für Entwicklungszusammenarbeit und des Eduard-Ploier-Journalistenpreises 2005 findet am 20. Juni 2005, um 20 Uhr im Linzer Landhaus statt.

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Pressekonferenz am 17. Juni 2005

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl und Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka


zum Thema

"A 1 Generalerneuerung Haid-Sattledt in der Endphase A 26 Westring Linz: Baubeginn 2009"

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Rückfragen-Kontakt: Helmuth Rechberger  (+43 732) 77 20-121 55

Die 30-40 Jahre alte Westautobahn ist am Ende ihrer Lebensdauer angelangt und auch technisch den ständigen Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen. Zum Ende der 80-iger Jahre wurde der Zustand des bestehenden Oberbaues erfasst, auf Basis dieser Daten die Generalerneuerung beschlossen und eine Dringlichkeitsreihung erstellt. Unter Berücksichtigung der vorrangigen Parameter wie Verkehrssicherheit, technische Machbarkeit und finanzielle Vorgaben der zuständigen ASFINAG wurde das detaillierte Konzept zur Realisierung des oberösterreichischen Westautobahn-Abschnittes erstellt.
In Anbetracht des prognostizierten Verkehrsaufkommens im Ballungsraum Enns - Asten - Linz - Ansfelden - Sattledt wurde der sechsspurige Ausbau samt Pannenstreifen festgelegt. In den übrigen Bereichen bis zur Landesgrenze Oberösterreich-Salzburg wird der Pannenstreifen baulich so ausgestattet, dass er bei Erfordernis als 3. Fahrstreifen in Verwendung genommen werden kann.

 

Vom insgesamt 112 km langen oberösterreichischen Abschnitt der West Autobahn sind bereits 47 km generalsaniert und derzeit ca. 20 km in Bau. Ziel ist, die Generalerneuerung im derzeit in Bau befindlichen ca. 20 km langen Bereich "Haid - Sattledt" bis Mitte Oktober 2005 und die restlichen 45 km bis Ende des Jahres 2008 abzuschließen, so Staatssekretär Mag. Helmut Kukacka und Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl.

 

A 1 GENERALERNEUERUNG "HAID- SATTLEDT"
IN DER ENDPHASE

 

Im November 2003 erfolgte der Startschuss für die Generalerneuerung und der A 1 West Autobahn zwischen Haid und Sattledt (Verbreiterung auf je 3 Fahrspuren plus Pannenstreifen). Die Gesamtkosten belaufen sich auf 73,5 Mio. Euro. Ab Oktober 2005 wird dann die A 1 Westautobahn von der niederösterreichischen Landesgrenze bis Sattledt durchgehend generalsaniert und auf sechs Fahrspuren erweitert sein, freut sich Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl.

 

Anfang November 2003: BAUBEGINN
Beginn der Umleitung des öffentlichen Verkehrs in Richtung Linz/Wien über die A 8 "Welser Westspange"  - Knoten Wels - A 25 Linzer Autobahn
Ende November  2003:
Beginn der Generalerneuerungsarbeiten auf der RFB Salzburg
Ende Oktober  2004:
Sanierung der RFB Salzburg fertiggestellt

 

Infolge des intensiven Arbeitseinsatzes und in Verbindung mit den guten Witterungsbedingungen sowie mit der ASFINAG finanziell abgestimmter Forcierungsmaßnahmen war eine Verkürzung der Umleitungsphase über Wels um ca. 6,5 Wochen möglich.

 

Anfang November 2004:  
Beginn der  Generalerneuerungsarbeiten auf der RFB Wien   

 

Die 4 + 0 Gegenverkehrsführung läuft derzeit sowohl in Richtung Salzburg als auch in Richtung Wien auf der breiten, sanierten RFB Salzburg. Die Fahrstreifen weisen in beide Richtungen Breiten von 3,50 m und 2,90 m auf, welche ein Fahrtempo bis 100 km/h erlauben.
Im Sinne der Verkehrssicherheit besteht ein LKW-Überholverbot, laufende Verkehrsbeobachtungen mit 12 Videokameras sowie Geschwindigkeitskontrollen über die bekannte Section Control.

 

Anfang Oktober 2005: BAUENDE
Ab diesem Verkehrsfreigabetermin sind die sanierten RFB Salzburg und Wien wiederum voll funktionstüchtig und es werden ab diesem Zeitpunkt auf beiden Richtungsfahrbahnen keine Verkehrsbehinderungen mehr vorliegen.

 

Bauzeit: Nur 23 Monate für ca. 20 km Generalerneuerung samt Verbreiterung auf 3 Fahrstreifen + Pannenstreifen! 

 

ZEITABLAUF BIS ZUM BAUENDE:

 

Verkehrsfreigabe in Fahrtrichtung Wien
Freitag, 30. September 2005
Verkehrsfreigabe auf der Richtungsfahrbahn Wien und der Anschlussstelle Allhaming in Fahrtrichtung Wien

 

Totalsperre der A1 West Autobahn in Fahrtrichtung Salzburg
Montag,  03. Oktober 2005 bis Freitag, 07. Oktober 2005 - 12.00 Uhr

Die Umleitung erfolgt vom Knoten Haid über die A 25 zum Knoten Wels und über die  A 8 zum Knoten Voralpenkreuz.
In dieser 4 bis 5tägigen, aus Verkehrssicherheitsgründen erforderlichen Totalsperre, sind insgesamt ca.

 

  • 50 km provisorische Bodenmarkierung zu entfernen
  • 75 km Endmarkierung herzustellen
  • 8 Überkopfwegweiser zu montieren
  • 200 Stk. Verkehrszeichen zu versetzen
  • 600 Stk. Baustellen-Verkehrszeichen abzutragen
  • 1 km Ortbetonleitwand herzustellen
  • 2 km Fertigteilleitwände zu errichten
  • 25 km Fertigteilleitwände der derzeitigen Gegenverkehrstrennung abzutragen und abtransportieren

Verkehrsfreigabe in Fahrtrichtung Salzburg
Freitag,  07. Oktober 2005  - 12.00 Uhr

Verkehrsfreigabe auf der Richtungsfahrbahn Salzburg samt der Anschlussstelle Allhaming in Fahrtrichtung Salzburg

 

Verkehrsfreigabe der Schwerpunktparkplätze in Allhaming
Freitag,  23. Dezember 2005

Verkehrsfreigabe der Schwerpunktparkplätze Allhaming in Fahrtrichtung Salzburg und Wien

 

Weiters erfolgt bis zum Bauende folgender wesentlicher Bauablauf:

 

Zur Zeit:  Herstellung der 20 cm dicken zementstabilisierten Tragschichte zur Verstärkung des Unterbaues und ca. 30.000 Lärmschutzwände entlang der RFB Wien

 

Montag, 20. Juni 2005: Einbaubeginn der 5 cm bituminösen Trag- und Deckschichte

 

Montag,  04. Juli 2005: Start mit dem Betondeckeneinbau, von Sattledt beginnend in Richtung Wien.

 

Die 25 cm dicke Betondecke mit einer Größenordnung von ca. 295.000 entlang der Richtungsfahrbahn Wien entspricht ca. 75.000 m³ Beton.

 

04. Juli 2005 - 08.00 Uhr bis 14. Juli 2005 Sperre der Auffahrt Sattledt in Fahrtrichtung Wien infolge des Betondeckeneinbaues
Es wird eine beschilderte Umleitung über die A 8 zum Knoten Wels und in weiterer Folge über die A 25 zum Knoten Haid errichtet.


A 26 WESTRING LINZ: BAUBEGINN 2009

 

Der Westring Linz wird in drei Etappen ab dem Jahr 2009 errichtet. Den Startschuss bildet die 4. Donaubrücke inklusive einröhriger Tunnel bis zum Bahnhof. Nach Ausbau des Bin-dermichls bildet die A 26 Westring Linz die große Verkehrslösung für Linz - erstmals echter Autobahnring rund um Linz.

 

Die Vorgangsweise, die A 26 etappenweise zu errichten,  wurde im Dezember 2004 zwischen Vorstand und Aufsichtsrat der ASFINAG, dem Land OÖ. und der Stadt Linz sowie Staatssekretär Mag. Kukacka vereinbart.  In folgenden Abschnitten soll die A 26 ab 2009 realisiert werden:

 

1. Abschnitt: Donaubrücke + einröhriger Tunnel bis zum Bahnhof
2. Unterflurtrasse Waldeggstraße
3. Nordteil (Ringschluss mit A 7 Mühlkreisautobahn)

 

Nach Abschluss der Planungen zum Vorprojekt der A 26 Linzer Autobahn, Westring Linz, unter der Leitung durch das Land Oberösterreich wurde das Projekt mit 1. April 2005 durch die ASFINAG Bau Management Gesellschaft m.b.H. (ASFINAG BMG) übernommen. Die weiteren Planungen zum Projekt sowie der Bau soll durch die ASFINAG BMG namens und im Auftrag der ASFINAG abgewickelt werden. Um weiterhin für Anrainer und Interessierte eine Anlaufstelle vor Ort bieten zu können, wird in Kürze ein lokales Büro für die Projektleitung eingerichtet.

 

Anfang 2000 wurde das Projekt Linzer Westring als Gesamtlösung für Linz gestartet. Heute ist der Westring als "Kernelement der Verkehrslösung Linz" ein ausgereiftes Projekt auf solider fachlicher Basis. Die A 26 ist in erster Linie ein neues Element im hochrangigen Straßennetz des Linzer Zentralraums, das entsprechend den verkehrlichen Zielsetzungen des Projekts verkehrsstrategische Funktionen übernehmen soll:

  • Entlastung der A 7 und Bereitstellen einer Ausweichroute im Fall von Wartungsarbeiten bzw. bei einem Unfall.
  • Lenkung und Verteilung des auf der Haupteinfallsachse zum Stadtzentrum gelangenden Verkehrs durch einen zentrumsnahen leistungsfähigen Verkehrsring im Besonderen im Norden und Westen der Stadt.
  • Entlastung bzw. Umverteilung des Verkehrs im städtischen Straßennetz entsprechend den verkehrlichen Zielsetzungen.

Straße

Entlastung

Rudolfstraße

Abnahme um 10.570 oder 37 %

Nibelungenbrücke

Abnahme um 25.700 oder 43 %

Hopfengasse / Sandgasse

Abnahme um 9.540 oder 42 %

Waldeggstraße

Abnahme um 30.380 oder 63 %

Stockhofstraße

Abnahme um 6.340 oder 55 %

Donaulände

Abnahme um 12.880 oder 26 %

Rudigierstraße

Abnahme um 4.410 oder 39 %

(angegebene Verkehrszahlen sind DTV-Progno-sewerte für 2015):

 

Mit der Verkehrsabnahme Hand in Hand geht natürlich eine spürbare Reduktion verkehrsbedingter Emissionen wie Straßenverkehrslärm und Luftschadstoffe im Stadtgebiet. Außerdem profitieren die Pendler, die entlang der Donau und aus dem Norden von Linz zu ihren Arbeitsplätzen fahren: die jahrelangen Staus werden der Vergangenheit angehören.

 

Nicht zuletzt profitiert die Wirtschaft durch verbesserte Erreichbarkeiten, verbesserte Infrastruktur der Stadt Linz in Nord-Süd-Richtung und eine hochwertige Anbindung des Bahnhofbereichs, welcher durch die Nahverkehrsdrehscheibe und das neue Landesdienstleistungszentrum stark aufgewertet wird.

 

PROJEKTPHASEN A 26 WESTRING LINZ

 

Folgender Zeitplan ist für die Projektabwicklung vorgesehen:


 

Durchführung §14 Verfahren (BMVIT)

Vergabe Planungsleistungen für

Einreichprojekt

Beginn Planungen zum Einreichprojekt

und zur UVE

Einreichung UVP-Verfahren

sonst. Behördenverfahren

Ausschreibung der Bauleistungen

Baubeginn Donaubrücke

Baubeginn Tunnel (Südteil)

Grafik ASFiNAG1392005

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Pressekonferenz am 17. Juni 2005

Landesrat Dr. Josef Stockinger und Landesforstdirektor Dr. Walter Wolf


zum Thema

"Schutzwaldtag 2005: 46 Gemeinden profitieren von den Funktionen der oberösterreichischen Schutzwälder"

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Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Hofrat DI Wolfgang Gasperl, Leiter der Sektion Oberösterreich der Wildbach- und Lawinenverbauung
  • DI Josef Kerschbaummayr, Leiter des Forstbetriebes Traun-Innviertel der Österreichischen Bundesforste AG
  • Franz Kneißl, Bürgermeister der Gemeinde Steinbach am Attersee
  • Peter Scheutz, Bürgermeister der Gemeinde Hallstatt und Obmann der Schutzwaldplattform Trauntal

Rückfragen-Kontakt: Ing. Walter Silber  (+43 732) 77 20-111 17

Schutzwald sichert Wohngebiete in den Bergen

 

Intakte Schutzwälder sind eine notwendige Voraussetzung für die Bewohnbarkeit weiter Teile im Süden von Oberösterreich. 46 Gemeinden im Trauntal, Kremstal, Almtal, Ennstal und in der Pyhrn-Priel-Region sind unmittelbar auf die Hilfe der Schutzwälder angewiesen. Durch einen stabilen Schutzwald kann die Entstehung von Lawinen, Muren oder Steinschlag verhindert werden oder das Schadensausmaß von Elementarereignissen verringert werden. Zudem filtert und speichert der Wald das Wasser wie ein Schwamm und gibt es aus dem Waldboden als Trinkwasser langsam ab. Die Regulierung des Wasserhaushalts ist ein wesentlicher Beitrag zum Schutz vor Hochwasserereignissen.

 

Grafik: Gemeinden in Schutzwaldplattformen

In 46 Gemeinden sichert der Schutzwald unmittelbar den Lebensraum. In vier Schutzwaldplattformen wurden für die betroffenen Gemeinden Pläne für die Sanierung von Schutzwäldern und zur Wildbach- und Lawinenverbauung erstellt. (Grafik: Land OÖ.)

 

Für die Schutzwaldsanierung werden in Oberösterreich pro Jahr insgesamt 2,1 Millionen Euro ausgegeben, die von Bund, Land Oberösterreich und Interessenten wie Gemeinden, Straßenverwaltung und Grundeigentümern aufgebracht werden. Weitere 5,5 Millionen Euro werden für konventionelle Wildbach- und Lawinenverbauungsmaßnahmen aufgewendet. Agrar- und Forstlandesrat Dr. Josef Stockinger: "Die Notwendigkeit der Schutzwaldförderung steht in Oberösterreich außer Frage. Die öffentlichen Mittel werden effizient eingesetzt. Ein gesunder Schutzwald ist eine wichtige Voraussetzung für die Bewohnbarkeit der Gebirgsregionen in Oberösterreich".

 

Seit drei Jahren werden die Bestrebungen zur Schutzwaldsanierung und zur Information der Bevölkerung in regionalen Schutzwaldplattformen gebündelt. "In diesen Plattformen arbeiten das Land Oberösterreich, Wildbach- und Lawinenverbauung, Gemeinden, Straßen- und Bahnverwaltung, Waldbauern, Jäger und Alpinvereine gemeinsam an der Lösung von Nutzungskonflikten und koordinieren die Maßnahmen", lobt Stockinger die Kooperation.

 

Kostendeckende Bewirtschaftung schwer möglich
Der Schutzwald braucht Hilfe

 

Die Schutzwaldfläche in Oberösterreich beträgt laut Waldinventur 69.000 ha, das sind 14 % der heimischen Waldfläche. 70 % der oö. Schutzwaldflächen stehen im Eigentum der Österreichischen Bundesforste AG. Von Natur aus dominieren die Baumarten Buche, Fichte und Tanne.

 

Mehr als die Hälfte der oö. Schutzwaldfläche bringt bei der Bewirtschaftung keinen Ertrag oder kann aufgrund der steilen Lage gar nicht bewirtschaftet werden. Als Folge der niedrigen Holzpreise und der hohen Holzerntekosten in Schutzwäldern ist auf immer größeren Flächen eine kostendeckende Bewirtschaftung nicht mehr möglich.

 

Landesforstdirektor Dr. Walter Wolf: "8.000 ha Schutzwaldfläche befinden sich derzeit in der Zerfallsphase. Das eigentliche Problem ist die fehlende Verjüngung, das heißt, es kommen keine oder zu wenig Bäume nach. 21.000 ha oder 56 % der Schutzwaldflächen mit Verjüngungsbedarf haben keine ausreichende natürliche Verjüngung".

 

Hilfe für den Schutzwald kommt vom oö. Schutzwaldsanierungskonzept, das vom Landesforstdienst gemeinsam mit dem forsttechnischen Dienst für Wildbach- und Lawinenverbauung erstellt wurde. Das Sanierungskonzept weist 10.000 ha Schutzwaldfläche als dringend sanierungsbedürftig aus, davon sind 7.000 ha Objektschutzwälder, die Menschen, Siedlungen und Infrastruktureinrichtungen wie Straßen oder Schienen vor Steinschlag, Lawinen und Muren unmittelbar schützen. Weitere 3.000 ha fallen in die Kategorie "Standortschutzwälder", die auf steilen, seichten Böden mit hoher Erosionsgefahr wachsen und Probleme bei der Verjüngung bereiten. In 35 Projekten wurden auf insgesamt etwa 2.000 ha von der Wildbach- und Lawinenverbauung sowie vom Landesforstdienst bereits Sanierungsmaßnahmen durchgeführt. In den Jahren 1991 bis 2004 wurden so aus öffentlichen Mitteln 27,5 Millionen Euro investiert.

 

Vorsorge günstiger als Sanierung

 

Vorsorge ist auch im Schutzwald wesentlich kostengünstiger als die Sanierung oder technische Verbauung. Die Kosten einer technischen Vollverbauung mit Steinschlagschutznetzen oder Lawinenstützwerken betragen pro Hektar etwa 220.000 Euro. Das entspricht den zehnfachen Kosten einer Schutzwaldsanierung und den hundertfachen Kosten einer laufenden Schutzwaldpflege. Landesrat Stockinger: "Schutzwald geht uns alle an. Darauf weisen wir am Schutzwaldtag im Rahmen der jährlichen Woche des Waldes hin". Die Schutzwaldplattformen binden die Interessen aller Landnutzer ein und haben auch die Verbindung zu den Behörden, zum Tourismus, den Waldeigentümern, der Interessensvertretung und der Jägerschaft.


Schutzwaldtag am 17. Juni 2005 in Weißenbach am Attersee

 

Im Rahmen der Woche des Waldes steht am Freitag, den 17. Juni 2005 in Oberösterreich der Schutzwald im Mittelpunkt. Von 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr wird in Weißenbach am Attersee ein erlebnisreicher Schutzwaldtag angeboten. Kinder, Familien, Vereine und Schulklassen nehmen an einem vielfältigen Programm teil. In einer zweistündigen geführten Wanderung am leicht begehbaren Schutzwaldlehrpfad Nikolosteig erfährt man alles Wissenswerte über den Schutzwald. Waldpädagogen erkunden mit den Kindern auf spielerische Art die Geheimnisse des Schutzwaldes. Die Teilnehmer am Schutzwaldtag können außerdem selber Bäume im Schutzwald pflanzen. Auch Forstlandesrat Josef Stockinger setzt mit Schulklassen aus den Bezirken Vöcklabruck und Gmunden Bäume im Schutzwald des Forstbetriebes Traun-Innviertel.


Fakten zum Schutzwald:

  • 69.000 ha Schutzwald in Oberösterreich (14 % der Waldfläche)
  • 2,1 Mio. Euro werden in Oberösterreich jährlich für die Schutzwaldsanierung aufgewendet. 5,5 Mio. Euro für die Wildbach- und Lawinenverbauung. Vom Land OÖ. kommen dafür in Summe jährlich 1,3 Mio. Euro.
  • 46 Gemeinden brauchen den Schutzwald zur Sicherung des Siedlungsraums und der Infrastruktureinrichtungen
  • 4 Schutzwaldplattformen (Trauntal, Kremstal/Almtal, Pyhrn/Priel, Ennstal) vereinen die Interessen aller Beteiligten
  • 10.000 ha Schutzwald sind dringend sanierungsbedürftig
  • Landesrat Stockinger: "Notwendigkeit der Schutzwaldförderung steht außer Frage. Die Vorsorge und laufende Schutzwaldpflege sind hundertmal günstiger als eine technische Vollverbauung im Berggebiet"

Presseinformationen

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Presseinformation

Ausstellung "POLICE" in der Landesgalerie Linz, Museumstraße 14, 4020 Linz von 18. Juni bis 28. August 2005 - Eröffnung: Freitag, 17. Juni 2005, 19.00 Uhr

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Die Ausstellung "POLICE" bearbeitet mit Projekten von Francis Alÿs, Jeremy Deller, Peter Friedl, Rodney Graham, Annika Larsson, Tuomo Manninen, Lisl Ponger, Oliver Ressler, Santiago Sierra und Milica Tomic das Verhältnis von Kunst und Polizei als eine Fragestellung in der Gegenwartskunst. POLICE reagiert auf konkrete Auseinandersetzungen dieser zehn internationalen Positionen mit Manifestationen von Staatsgewalt. Die einzelnen Arbeiten vermitteln die Präsenz von polizeilichen Machtstrukturen gegenüber einem Individuum bzw. einem Kollektiv. Das Spektrum reicht von direkten Konfrontationen mit der Polizei bis zu latenten Formen der Beobachtung und Überwachung.
Als eine internationales Phänomen war in den letzten Jahren ein Repolitisierung der Kunst zu fassen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Polizei als exekutierendes Organ der Staatsgewalt stärker in den Kontext einer politisch aufmerksamen bzw. engagierten Kunst eingebunden.
Es ist wesentliches Anliegen der Ausstellung "POLICE", das Themenfeld nicht ausschließlich im Bereich einer von dokumentarischen Ansätzen geprägten aktuellen Kunstproduktion abzuhandeln bzw. das dokumentarische Moment zum einzigen Auswahlkriterium der künstlerischen Projekte zu machen. Bei einem Großteil der ausgewählten Arbeiten zeigen sich deshalb auch künstlerische Methoden, die Strategien der Inszenierung und theatralischen Nachstellung mit dokumentarischen oder semi-dokumentarischen Ansätzen verknüpfen und damit sowohl politische Kommentare liefern als auch Fragen nach der Ästhetisierbarkeit von politischen Themen und Inhalten stellen.

 

KünstlerInnenliste:

Francis Alÿs (*1959 in Antwerpen/ Belgien, lebt in Mexico City)
Jeremy Deller (*1966 in London/ GB, lebt in London)
Peter Friedl (*1960 in Oberneukirchen/ Österreich, lebt in situ)
Rodney Graham (*1949 in Vancouver/ Kanada, lebt in Vancouver)
Annika Larsson (*1972 in Stockholm/ Schweden, lebt in New York)
Tuomo Manninen (*1962 in Jyväskylä/ Finnland, lebt in Helsinki)
Lisl Ponger (*1947 in Nürnberg/Deutschland, lebt in Wien)
Oliver Ressler (*1970 in Knittelfeld/ Österreich, lebt in Wien)
Santiago Sierra (*1966 in Madrid/ Spanien, lebt in Mexico City)
Milica Tomic (* 1960 in Belgrad, lebt in Belgrad)
Die Ausstellung "POLICE" bearbeitet am Beispiel der künstlerischen Projekte von Francis Alÿs, Jeremy Deller, Peter Friedl, Rodney Graham, Annika Larsson, Tuomo Manninen, Lisl Ponger, Oliver Ressler, Santiago Sierra und Milica Tomic das Verhältnis von Kunst und Polizei als Fragestellung in der Gegenwartskunst. Somit reagiert die Ausstellung auf konkrete Auseinandersetzungen dieser zehn internationalen Positionen mit Manifestationen von Staatsgewalt. Die einzelnen Projekte vermitteln die Präsenz von polizeilichen Machtstrukturen gegenüber einem Individuum bzw. einem Kollektiv. Das Spektrum reicht dabei von direkten Konfrontationen mit der Polizei bis zu latenten Formen der Beobachtung und Überwachung.
Die Ausstellung steht in Zusammenhang mit dem Festival der Regionen, das in diesem Jahr unter dem Thema "Geordnete Verhältnisse" stattfindet.

 

Die Realisierung der Ausstellung erfolgte zu einem Zeitpunkt, als in Österreich vieles von der Aufregung in Politik, Kunst und Gesellschaft über die im Jahr 2000 erstmals gegründete Regierungskoalition von ÖVP und FPÖ an Heftigkeit und Emotionalität verloren hatte. Die über viele Monate jeweils an Donnerstagen vor dem Bundeskanzleramt abgehaltenen Demonstrationen fanden schon seit geraumer Zeit nicht mehr statt. Das vor allem in seiner Art und Weise in Österreich bisher einzigartige Aufeinandertreffen von Polizei und Demonstrierenden anlässlich des Weltwirtschaftsforums in Salzburg 2001 verblasste in der gesellschaftlichen Erinnerung ebenso wie die innen- und außenpolitischen Querelen über das Verhalten von Politikern bei der Festnahme von Mitgliedern der VolxTheaterKarawane in Genua anlässlich des G8-Gipfels 2001. Die Diskussion zur Verantwortung über die beiden Todesfälle von Marcus Omofuma 1999 und Seibane Wague 2003 schien bei den Gerichten gut aufgehoben und von einer Systemfrage auf individuelle Fehlleistungen verrückt.
Allerdings zeigte sich hierin auch, wie stark das gesellschaftliche Bewusstsein von der medialen Aufmerksamkeit abhängig ist - waren doch die genannten Probleme politisch nach wie vor ungelöst und weiterhin Thema bzw. Aufgabenstellung von Initiativen bzw. Einzelpersonen.

 

Was diese exemplarisch genannten gesellschaftspolitischen Ereignisse in Österreich in spezieller Weise charakterisierte, war die unmittelbare Reflexion im Kunstkontext, die im Rahmen einer Thematisierung durch zahlreiche künstlerische Projekte erfolgte. Wie selten zuvor in Österreich wurde politischen Implikationen bei kulturellen Veranstaltungen erhöhte Aufmerksamkeit geschenkt. Die Annahme von Kunstpreisen entwickelte sich beispielsweise zu einer differenzierten Diskussion über politische Vereinnahmungen. Insgesamt offenbarte sich in diesem gesellschaftlichen Kontext ein völlig neues Verhältnis zwischen Kunst und Politik. Die Repolitisierung der Kunst führte dabei auch zu neuen Begegnungen bzw. Konfrontationen mit der Polizei. War das entsprechende Themenfeld in der österreichischen Kunstgeschichte bislang vor allem auf den Wiener Aktionismus bzw. das Phänomen des Skandals bezogen gewesen, so war es durchaus neu, dass die Polizei als exekutierendes Organ der Staatsgewalt stärker in den Kontext einer politisch aufmerksamen bzw. engagierten Kunst geholt wurde. Diesem Konzept folgten auch mehrere Ausstellungsprojekte, die allerdings im Sinne der angestrebten Internationalität die fokussierte österreichische Situation auf größere und grundsätzlichere Zusammenhänge erweiterten. Trotzdem manifestierte sich in Ausstellungen wie "Attack. Kunst und Krieg" in der Kunsthalle Wien oder "Gewalt ist der Rand aller Dinge" in der Generali Foundation ein neues globales und auch von der Kunst rezipiertes Bewusstsein für eine veränderte Radikalität gesellschaftlicher Verhältnisse. Dass das Video von Misshandlungen des schwarzen US-Amerikaners Rodney King durch Polizeibeamte in Los Angeles 1991 bei der Biennale des Whitney Museums 2003 gezeigt wurde, vermittelt exemplarisch die unmittelbare Nähe von gesellschaftlichen und künstlerischen Kontexten bzw. Rezeptionsfeldern. Im Sinne dieser Zusammenführung war schließlich auch die RAF-Ausstellung in Berlin zu sehen, die ein neues Selbstverständnis im Umgang mit historischem und politischem Material entwickelte.

 

Es war wesentliches Anliegen der Ausstellung "POLICE" in der Landesgalerie, das Themenfeld nicht ausschließlich im Bereich einer von dokumentarischen Ansätzen geprägten aktuellen Kunstproduktion abzuhandeln bzw. das dokumentarische Moment zum einzigen Auswahlkriterium der künstlerischen Projekte zu machen. Bei einem Großteil der ausgewählten Arbeiten zeigen sich deshalb auch künstlerische Methoden, die Strategien der Inszenierung und theatralischen Nachstellung mit dokumentarischen oder semi-dokumentarischen Ansätzen verknüpfen und damit sowohl politische Kommentare liefern als auch Fragen nach der Ästhetisierbarkeit von politischen Themen und Inhalten stellen.

 

Die Ausstellung "POLICE" vertritt die These, dass sich die in Linz gezeigten Werke gerade durch diesen Beobachtungsansatz von Projekten mit ähnlicher politischer Zuordenbarkeit aus den 1990er Jahren unterscheiden. Als wesentliches Unterscheidungsmerkmal erscheint dabei das neue Verhältnis zwischen Ästhetik und politischer Inhaltlichkeit. Dieses noch für die 1990er Jahre nachweisbare Gegensatzpaar hat in der aktuellen Kunstprojektion neue Wechselbeziehungen zwischen political und cultural correctness definiert. Die noch vom letzten Jahrzehnt geübte Zurückhaltung bei ästhetischen Implikationen von politisch orientierter Kunst stellt sich in jüngster Zeit in der Kunstproduktion weniger rigoros dar. Gleichzeitig hat sich dieses Phänomen jedoch zu einem entscheidenden Diskussionsfaktor in der Kunstrezeption bzw. -theorie entwickelt.
Politische Inhalte werden primär als ikonografisches Interesse im Kunstwerk wirksam. Eine antiästhetische Verweigerungshaltung ist zwar nach wie vor möglich, jedoch nicht unmittelbar entscheidend für die Wirksamkeit des Gesamtkonzeptes. Gleiches gilt für eine ästhetische Grundhaltung und die Reetablierung von Präsentationsformaten, Kontexten sowie Werkformen.

 

Die Landesgalerie leistet mit der Ausstellung "POLICE" einen Beitrag zu einer Diskussion, die auch in Österreich im besonderen seit der Documenta 11 immer präziser die Verhältnismäßigkeit von Kunst und Politik fokussiert.

 

Den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern sowie den Galerien danken wir für die intensive Zusammenarbeit und die Unterstützung des Projekts.

 

Publikation:
Ein Katalog zur Ausstellung mit Beiträgen von Martin Hochleitner, Oliver Marchart und Gabriele Spindler und der Dokumentation der Projekte in der Landesgalerie erscheint Anfang Juli im Verlag Bibliothek der Provinz.


Kulturvermittlung:
Zur Ausstellung wurde ein Vermittlungsprogramm für Jugendliche ab 14 Jahren erarbeitet. Ein Rätselblatt für diese Besuchergruppe erklärt die Ausstellung in einer für die Jugendlichen verständlichen Sprache.
Es soll junge Besucher anregen, die Ausstellung selbständig - außerhalb des Klassenverbandes - "zu erkunden".

 

Museum am Sonntag:
Führungen durch die Ausstellung finden jeden Sonntag um 15.00 Uhr statt. 

 

Anmeldung und Information: 
Frau Reisinger 0732/774482–49 (vormittags) od. traumwerkstatt@landesmuseum.at         

 

Wir danken unserem Kooperationspartner Sparkasse für die Unterstützung der Ausstellung
POLICE

 

...auf einen Blick

 

Ausstellung "POLICE"
Ausstellung im Rahmen des Festivals der Regionen 2005. 

 

Dauer der Ausstellung    18. Juni bis 28. August 2005  

 

Pressegespräch      Fr, 17. Juni 2005, 10 Uhr

 

Eröffnung       Fr, 17. Juni 2005, 19 Uhr

 

Kuratoren der Ausstellung   Dr. Martin Hochleitner , Mag. Gabriele Spindler
   
Landesgalerie Linz     Museumstraße 14, A-4010 Linz
am OÖ. Landesmuseum    Telefon 0043-732-774482 - 0
Fax 0043-732-774482 -66
galerie@landesmuseum.at
www.landesgalerie.at

 

Öffnungszeiten Landesgalerie   Di bis Fr 9–18 Uhr, 
                                                  Sa/So/Fei 10- 17 Uhr, Mo geschlossen

 

Direktor der OÖ. Landesmuseen  Mag. Dr. Peter Assmann
Telefon: 0732/ 77 44 82 - 42
e-mail: p.assmann@landesmuseum.at

 

Leiter der Landesgalerie     Dr. Martin Hochleitner
Telefon: 0732/ 77 44 82 - 43, 44
e-mail: m.hochleitner@landesmuseum.at

 

Kunstvermittlung     Mag. Sandra Kotschwar         

Telefon: 0732/77 44 82 – 54
e-mail: s.kotschwar@landesmuseum.at

 

Traumwerkstatt     Irmgard Reisinger
Telefon: 0732/77 44 82 - 49
e-mail: traumwerkstatt@landesmuseum.at

 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit  MMag. Sigrid Lehner
Telefon: 0732 /77 44 82 - 53
e-mail: s.lehner@landesmuseum.at

 

Mag. Friedrich Burgstaller
Telefon: 0732/77 44 82 – 35
e-mail: f.burgstaller@landesmuseum.at

 

Linz, im Juni 2005
Titel: women. my generation
Ausgangspunkt: Gegenwartskunst
Rahmen: Künstlerinnen der Geburtsjahrgänge bis plus- minus 1960 aus den
Ankäufen der Jahre 1980 bis 2005
Inhalt: Fragestellung nach Sichtweisen und Ausdrucksform

 

Ausgehend von meinem ureigensten persönlichen Interesse an wissenschaftlicher Analyse und künstlerischer Ausdrucksform wurden aus der Sammlung der Landesgalerie Werke von Künstlerinnen der Geburtsjahrgänge bis plus- minus 1960, also in etwa der Künstlerinnen meiner Generation, gewählt und zwar aus den Ankaufsjahren 1980 bis 2005.

 

Die Intention ist eine eher unter- beziehungsweise im allgemeinen nur durch wenige, dafür sehr bekannte Bannerträgerinnen repräsentierte Gruppe von Kunstschaffenden zu untersuchen und zu präsentieren und gleichzeitig meine persönliche Neugierde hinsichtlich der Sichtweisen und der künstlerischen Ausdrucksform der Künstlerinnen eben meiner Generation zu befriedigen.

 

Die Fragestellung und die Suche lauten kurzgefasst: Inhalte beziehungsweise Thematik und Ausdrucksform. Die Auswahl ist natürlich eine höchst persönliche und subjektive, wodurch
auch ich mich selbst offen lege.

 

Besucher-Kuratorin: Eva Knoll
Dr. phil., geboren 1953, sechs Semester Gebrauchsgraphik und Freie Graphik an der Kunsthochschule Linz, Studium der Klassischen Archäologie an der Universität Wien, Promotion 1981; Mitwirkung an zahlreichen Grabungen, künstlerisch und als selbständige Restauratorin im archäologischen Bereich tätig, eine Tochter.

 

Künstlerinnenliste:
Gabriele Berger, Gudrun Bielz, Sabine Bitter / Helmut Weber, Eva Bosch, Inge Dick, Margret Eicher, Evelyn Gyrcizka, Maria Hahnenkamp, Ilse Haider, Ursula Hübner, Birgit Jürgenssen, Gabriele Klages, Sigrid Kurz, Gabriele Kutschera, Brigitta Malche, Monika Migl-Frühling, Maria Moser, Monika Pichler, Elisabeth Plank, Lisl Ponger, Annerose Riedl, Eva Schlegel, Anne Schneider, Luisa Valentini, Waltrud Viehböck, Charlotte Wiesmann, Gloria Zoitl.

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at