Amt der Oö. Landesregierung
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Landeskorrespondenz Nr. 132 vom 9. Juni 2005

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Pressekonferenz

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Landeshauptmann Pühringer überreichte Ernennungsdekrete an 14 neue Kulturkonsulenten

(LK) An 14 besonders verdiente Persönlichkeiten des oberösterreichischen Kulturlebens überreichte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer am 8. Juni 2005 im Rahmen einer Feierstunde im Linzer Landhaus die Ernennungsdekrete zu Konsulenten der Oö. Landesregierung.

 

"Ehrenamtliche Tätigkeit ist ein wichtiger Impulsgeber im heimischen Kulturleben. Die engagierten ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den kulturellen Institutionen und Organisationen Oberösterreichs leisten einen unschätzbaren Beitrag zu einer lebendigen Kulturlandschaft", betonte der Landeshauptmann.

 

Zu Konsulenten für Volksbildung und Heimatpflege wurden Rudolf Dietl aus Wels, Josef Entholzer aus St. Willibald, Hermann Filsegger aus Attnang-Puchheim, Leopoldine Grundner aus Steyr, Berta Pitrovsky aus Linz, Karl Redhammer aus Suben und Herbert Stadler aus Feldkirchen bei Mattighofen ernannt.

 

Für Musikpflege ging der Funktionstitel an Karl Rauscher aus Wippenham und Josef Vierlinger aus Mauerkirchen.

 

Zu Konsulenten für allgemeine Kulturpflege wurden Alois Berger aus Wels, Helmut Gröbl aus Linz, Paul Mayrhuber aus Waizenkirchen und Prof. Karlheinz Schönswetter aus St. Georgen bei Salzburg ernannt.

 

Das Ernennungsdekret zum Konsulent für Wissenschaften überreichte der Landeshauptmann an Johann Blumenschein aus St. Ulrich bei Steyr.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Heute Jubiläumsbesucher/in bei der Oö. Landesgartenschau 2005

(LK) Heute Donnerstag, 9. Juni 2005, Nachmittag, wird bei der Oö. Landesgarten-schau 2005 in Bad Hall bereits die 100.000ste Besucherin bzw. der 100.000ste Besucher erwartet.

 

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Bürgermeister Johann Grasl gratulieren der Jubiläumsbesucherin/dem Jubiläumsbesucher um 15 Uhr beim Haupteingang zur Landesgartenschau.

 

Die Redaktionen sind herzlich eingeladen, an der Besucherehrung teilzunehmen.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Wels als Treffpunkt der Gesundheitsbranche - Landeshauptmann Pühringer: Cluster sind ein Fundament der Wirtschaft

(LK) Bei der Veranstaltung des Gesundheits-Clusters (GC) am 8. Juni 2005 in Wels, dem "GC - COME TOGETHER", trafen sich an die 200 Unternehmer aus dem In- und Ausland. Im Mittelpunkt standen der Kontaktaustausch zwischen den Firmen und Präsentationen von innovativen Gesundheitsunternehmen. Ein Speakers Corner sowie Räume für vertiefende Gespräche ergänzten die Veranstaltung. "Die oö. Cluster-Initiativen sind ein solides Fundament der heimischen Wirtschaft und bieten besonders für die kleinen und mittleren Unternehmen große Chancen. Denn diese können die fehlende Größe durch die Zusammenarbeit mit anderen ausgleichen", betonte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer bei der die Eröffnung.

 

Erfreulich war, dass neben den heimischen Unternehmen und Institutionen auch Vertreter aus Irland, Griechenland, Belgien, Deutschland, England, Italien, Finnland und sogar Japan dabei waren. In dieser internationalen Ecke ging es verstärkt um die Vernetzung über die Grenzen hinweg. Ein besonders wichtiger Aspekt für den ausbaufähigen Wachstumsmarkt Gesundheitstechnologie. "Aktives Networking ist die Voraussetzung, um sich gegenseitig besser kennen zu lernen und über künftige Kooperationen zu sprechen. Darum ist diese Veranstaltung des Clusters, die auch im nächsten Jahr stattfinden wird, von großer Bedeutung für die gesamte Region", unterstreicht der Landeshauptmann.

 

Weitere Informationen beim Gesundheits-Cluster unter (0732) 79810-5152 oder unter www.gesundheits-cluster.at.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07 oder TMG: Mag. Harald Hochgatterer (+43 732) 798 10-50 62

Sitzung des Oberösterreichischen Landttags

(LK) Am Donnerstag, den 9. Juni 2005 werden in der Landtagssitzung Themen behandelt, die für die Menschen in Oberösterreich von unmittelbarer Bedeutung sind.
Beispielweise werden strategische Positionen zur nachhaltigen Wasserversorgung präsentiert - "Zukunft Trinkwasser".  Die Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser ist als Angelegenheit der Daseinsvorsorge auch in Zukunft Aufgabe der öffentlichen Hand.

 

Der Ausschuss für Frauenangelegenheiten ersucht die Landesregierung, den Frauenanteil in Aufsichtsräten von Betrieben, an denen das Land mit zumindest 50% beteiligt ist, erstmals und in Folge alle drei Jahre erheben zu lassen.

 

Der Kontrollausschuss legt den Bericht  des Landesrechnungshofs betreffend "Gesundheitsversorgung in Oberösterreich - Schwerpunkt Krankenanstalten" vor.

 

Insgesamt stehen elf Berichte auf der Tagesordnung.

Mag.ª Christa Höllhumer (+43 732) 77 20-117 44

LH Pühringer überreichte Bundesauszeichnungen

(LK) Am 7. Juni 2005 überreichte Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer an verdiente Gemeindevertreter Bundesauszeichnungen. Der Festakt fand in feierlichem Rahmen in den Redoutensälen in Linz statt.

 

Das "GOLDENE VERDIENSTZEICHEN DER REPUBLIK ÖSTERREICH" erhielten

  • Josef HEIßBAUER, ehem. Bürgermeister der Gemeinde Eitzing aus Eitzing und
  • Veterinärrat Dr. Volker WERNER-TUTSCHKU, ehem. Bürgermeister der Marktgemeinde Sattledt aus Sattledt.

Das "SILBERNE VERDIENSTZEICHEN DER REPUBLIK ÖSTERREICH" erhielt

  • Werner REMPLBAUER, ehem. Vizebürgermeister der Gemeinde St. Marien aus St. Marien.

Die "GOLDENE MEDAILLE FÜR VERDIENSTE UM DIE REPUBLIK ÖSTERREICH" erhielten:

 

VON DER MARKTGEMEINDE ASCHACH AN DER DONAU:

  • Gerhard SCHRACK, ehem. Vizebürgermeister der Marktgemeinde Aschach an der Donau aus Aschach an der Donau.

VON DER GEMEINDE EGGELSBERG:

  • Anton HAFNER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Eggelsberg aus Eggelsberg.

VON DER GEMEINDE ENZENKIRCHEN:

  • Rudolf KISLINGER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Enzenkirchen aus Enzenkirchen.

VON DER GEMEINDE MAYRHOF:

  • Felix MITTERECKER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Mayrhof aus Lambrechten.

VON DER STADTGEMEINDE PREGARTEN:

  • Leopold PRAMMER, ehem. Gemeindevorstand der Stadtgemeinde Pregarten aus Pregarten.

VON DER MARKTGEMEINDE RAAB:

  • Josef GANGLMAIR, ehem. Gemeinderat der Marktgemeinde Raab aus Raab.

VON DER GEMEINDE ST. MARIEN:

  • Friedrich AICHMAYR, ehem. Gemeinderat der Gemeinde St. Marien aus St. Marien,
  • Manfred ATZMÜLLER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde St. Marien aus St. Marien,
  • Maximilian BERHUBER, ehem. Vizebürgermeister der Gemeinde St. Marien aus St. Marien,
  • Ing. Franz HEIDLMAYER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde St. Marien aus St. Marien,
  • Amtsdirektor Erich MINICHBERGER, ehem. Gemeindevorstand der Gemeinde St. Marien aus St. Marien,
  • Josef PFEIFFER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde St. Marien aus St. Marien,
  • Johann PICHLER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde St. Marien aus St Nikola,
  • Karlheinz REISINGER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde St. Marien aus St. Marien und
  • Ing. Kurt SOMMER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde St. Marien aus St. Marien.

VON DER MARKTGEMEINDE SATTLEDT:

  • Wilhelm BERNER, ehem. Gemeinderat der Marktgemeinde Sattledt aus Sattledt,
  • Karl POLLHAMMER, ehem. Gemeindevorstand der Marktgemeinde Sattledt aus Sattledt,
  • Katharina REICH, ehem. Gemeinderätin der Marktgemeinde Sattledt aus Sattledt,
  • Anton WEINGARTNER, ehem. Gemeindevorstand der Marktgemeinde Sattledt aus Sattledt und
  • Schulrätin Anna WOLF, ehem. Gemeinderätin der Marktgemeinde Sattledt aus Sattledt.

VON DER GEMEINDE SCHALCHEN:

  • Chefinspektor Friedrich Hans Peter HAMMERSCHMIED, ehem. Gemeindevorstand der Gemeinde Schalchen aus Schalchen und
  • Josef WAGNER, ehem. Gemeindevorstand der Gemeinde Schalchen aus Schalchen.

VON DER GEMEINDE SIGHARTING:

  • Josef KITTL, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Sigharting aus Sigharting.

VON DER MARKTGEMEINDE WARTBERG AN DER KREMS:

  • Wilhelm SCHWEIGER, ehem. Gemeindevorstand der Marktgemeinde Wartberg an der Krems aus Wartberg an der Krems.

VON DER GEMEINDE ZELL AM PETTENFIRST:

  • Franz GLÜCK, ehem. Vizebürgermeister der Gemeinde Zell am Pettenfirst aus Zell am Pettenfirst,
  • Leopold WAGNER, ehem. Gemeinderat der Gemeinde Zell am Pettenfirst aus Zell am Pettenfirst und
  • Hubert ZÖDL, ehem. Gemeindevorstand der Gemeinde Zell am Pettenfirst aus Zell am Pettenfirst.

Bernadette Roth (+43 732) 77 20-116 34

Termine der Beratungsstellen

Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Am Samstag, 11. Juni 2005 findet für den Bezirk Gmunden, Landeskrankenhaus Gmunden, Miller v. Aichholzstr. 49, eine therapeutische Zusammenkunft der Zielgruppe, von 18:00 bis 20:00 Uhr, statt.

 

Familien-Servicestelle

 

(LK) Das Familienservice  beim Amt der Oö. Landesregierung in Linz, Bahnhofsplatz 1 erteilt Auskunft über alle familiären Belange. Telefonische Anmeldungen und Anfragen werden am Montag und Dienstag von 7:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30 bis 17:00 Uhr, am Mittwoch und Donnerstag von 7:30 bis 12:30 Uhr und von 13:30  bis 17:00 Uhr sowie am Freitag von 7:30 bis 12:30 Uhr unter der Telefonnummer +43 732/77 20-118 31, -118 32 entgegen genommen.

 

Jugend- und Drogenberatung für kommende Woche

 

(LK) "POINT" - Beratungsstelle für Suchtfragen, Linz, Starhembergstraße 11/2:

  • nach telefonischer Vereinbarung: Tel. +43 732/77 08 95;

Jugend- und Drogenberatung "CIRCLE", Wels, Richard-Wagner-Straße 3: 

  • nach telefonischer Vereinbarung: Tel. +43 7242/452 74

Jugend-, Drogen- und Alkoholberatung "EGO", Braunau, Ringstraße 45:

  • nach telefonischer Vereinbarung: +43 7722/846 78

"X-DREAM" - Beratungsstelle für Jugend- und Suchtfragen, Steyr, Bahnhofstraße 8/2:

  • nach telefonischer Vereinbarung: +43 7252/534 13

"IKARUS" - Beratungsstelle für Jugend- und Suchtfragen, Vöcklabruck, Dr. Alois-Scherer-Straße 17/1:

  • nach telefonischer Vereinbarung: +43 7672/224 99

Gmunden, Kößlmühlgasse 4:

  • nach telefonischer Vereinbarung: +43 7612/770 66

Jugendinformation und Jugendberatung

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

 

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. +43 732/117 99: Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, www.jugendservice.at
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. +43 7272/758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. +43 7942/725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservice Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. +43 7248/644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservice Kirchdorf, Kirchengasse 6, 4560 Kirchdorf, Tel. +43 7582/604 16, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-kirchdorf@ooe.gv.at
  • Jugendservice Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. +43 7262/581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-mail: jugendservice-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservice Ried, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. +43 7752/715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: Jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservice Rohrbach, Linzerstr. 3, 4150 Rohrbach, Tel. +43 7289/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. +43 7712/357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. +43 7252/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstr. 16, 4600 Wels, Tel. +43 7242/21 14 11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. +43 7612/17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugenservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. +43 7672/757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. +43 7722/222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

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Pressekonferenz am 9. Juni 2005

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer
zum Thema

OÖ. Landesausstellung 2006 "Kohle und Dampf"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer: Mag. Reinhold Kräter, Landeskulturdirektion

Rückfragen-Kontakt: Mag.a Karin Speidl  (+43 732) 77 20-11407
Roland Pichlbauer  (+43 732) 77 20-14369

OÖ. Landesausstellung 2006
"Kohle und Dampf"

 

Vor 40 Jahren, im Mai 1965, wurde von Landeshauptmann Dr. Heinrich Gleißner die erste oberösterreichische Landesausstellung eröffnet.
Sie hatte die "Kunst der Donauschule" zum Thema und wurde im Stift St. Florian gezeigt.

 

Standen bei Oberösterreichs Landesausstellungen anfangs fast ausschließlich kunstgeschichtliche Themen im Mittelpunkt (Margret Bilger, Schlierbach 1975; Künstlerfamilie Zürn, Braunau 1979), so wurden ab Mitte der 1970er Jahre auch zunehmend landesge-schichtlich bedeutsame Ereignisse und seit den 90er Jahren auch sozialgeschichtlich bedeutsame Themen in den Mittelpunkt der Darstellung gerückt.


Bergbau und Eisenbahn erstmals Thema einer Landesausstellung

 

Das oberösterreichische Montanwesen im allgemeinen und die heimische Bergbaugeschichte im besonderen wurden hierzulande erst einmal im Rahmen einer Landesausstellung abgehandelt - und zwar im Jahre 1998, in Form der dezentralen Landesausstellung in der Eisenwurzen.

 

Im Gegensatz zur Landesausstellung in Ampflwang stand damals aber vor allem die Finalproduktion - mit all ihren wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen - im Mittelpunkt, während 2006 bei "Kohle und Dampf" vor allem die eigentliche Gewinnung des Rohstoffs "Kohle" und deren Transport zu den Abnehmern im Mittelpunkt steht.

 

Mit der "Gewinnung der Braunkohle" und der "Entwicklung des oberösterreichischen Eisenbahnwesens" als Thema einer Landes-ausstellung wird somit ein essentieller Beitrag zur Aufarbeitung der oberösterreichischen Bergbaugeschichte geleistet.

 

Das Besondere an dieser Landesausstellung ist, dass der Abbau der Braunkohle unter Tag in Ampflwang noch bis in die jüngste Vergangenheit in großem Stil betrieben wurde und damit die Zeugnisse dieses einstmals so wichtigen Standbeins der heimischen Wirtschaft noch überall sichtbar sind.

 

Die Landesausstellung "Kohle und Dampf" in der ehemaligen Sortierung und im Brecher Hübel von Ampflwang kann somit durch eine Präsentation des Themas in einem absolut authentischen räumlichen Umfeld punkten.


DI Anita Kuisle als wissenschaftliche Leiterin

 

Für das Konzept der Landesausstellung 2006 zeichnet als wissen-schaftliche Leiterin Frau DI Anita Kuisle vom Büro für Technikgeschichte in München verantwortlich.

 

Sie hat neben der Mitarbeit an zahlreichen Ausstellungen am Technischen Museum in München auch an der Neugestaltung und Neugruppierung des Technischen Museums in Wien mitgearbeitet und genießt in Fachkreisen einen hervorragenden Ruf.

Landesausstellung 2006 besonders familienfreundlich

 

Zusammen mit den Bergknappenvereinen im Hausruck und Vertretern der ÖGEG arbeitet sie seit rund zwei Jahren am Detailkonzept der nächstjährigen Landesausstellung das vor allem durch seine besonders große Familienfreundlichkeit beeindruckt.

 

Erstmals wird es als integrativen Bestandteil einer Landesausstellung in Österreich im Jahr 2006 einen rund 500m² großen Erlebnisspielplatz geben, der allen Normen und Anforderungen des TÜV entsprechend, so gestaltet wird, dass alle Spielgeräte in einem unmittelbaren thematischen Bezug zum Thema "Kohlebergbau" und "Eisenbahn" stehen (bewegliche Hunte, Verladeplätze, Holzzüge etc.).

 

Darüber hinaus können am Freigelände zahlreiche historische Lokomotiven und Waggons besichtigt werden, wobei - voraus-sichtlich an Wochenenden - den Besuchern sogar die Möglichkeit sogenannter "Führerstandsmitfahrten" geboten werden soll.


Historische Dampfzugfahrten der ÖGEG

 

An Sonntagen ist immer "Dampftag". Die Österreichische Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG) wird von Attnang bzw. Timelkam aus Fahrten in historischen Sonderzügen anbieten, die fahrplan-mäßig so verkehren, dass Anschluss zu den wichtigsten ÖBB-Zügen auf der Westbahn besteht und auch die Besichtigung einer von der Energie AG gestalteten Sonderausstellung im Kraftwerk Timelkam ermöglicht wird.

 

An Samstagen werden diese Sonderzüge mit Dieseltraktion geführt. Zusätzlich soll es während der Landesausstellung auch noch Sternfahrten aus Linz, Salzburg und Passau geben.

 

Die Ausstellung in der ehemaligen Sortierung selbst besticht durch ein faszinierendes, spannend inszenierbares Konzept, das - flankiert von neuen Vermittlungsmethoden - nicht nur die ganze Familie, sondern grundsätzlich auch mit der Bergbau- und Eisenbahngeschichte weniger vertraute Besuchergruppen ansprechen wird.

 

Das Landesausstellungskonzept im Detail

 

Der Bergbau

 

Alle Besucher, die zur Landesausstellung nach Ampflwang kommen - gleichgültig ob mit dem privaten PKW, einem Bus oder per Bahn - werden zunächst zum so genannten "Badhaus" geleitet; ein Gebäude in dem sich die Bergknappen in speziellen Seilzug-Garderoben, der so genannten "Weiß-Kaue" und der "Schwarz-Kaue", umgezogen haben.

 

Auch während der Ausstellung wird dieses Haus zunächst wieder die Funktion eines Garderobengebäudes erhalten, es wird darüber hinaus aber auch den Kassenterminal und den Shop beherbergen und den Ausgangspunkt der Führungen bilden.

 

Vom Badhaus führt der Weg weiter vorbei am Erlebnisspielplatz und der Schiebebühne für Lokomotiven über den neu errichteten Zugang in die Sortierung. Dort beginnt der Rundgang durch die eigentliche Ausstellung.

 

Ein Modell der Sortierung erläutert eingangs seine einstmalige Funktion bei der Vorbereitung der gewonnenen Kohle für den Transport und soll dem Besucher die Orientierung im Gebäude erleichtern.

 

Anschließend taucht der Besucher ein in die Welt unter Tag. Es ist zunächst die Rede vom Mythos des Lebens und Arbeitens unter Tag, vom Wirken guter und böser Berggeister, aber auch von der Angst vor den realen Gefahren.

 

Während der Besucher den Weg "unter Tag" weiter geht, begegnet er den unterschiedlichsten Abbaumethoden für Braunkohle. Vom Pfeilerbruchbau über den Schießstreb bis hin zum Einsatz moderner Walzen-Schremmlader und Förderbänder reicht die Darstellung, die versucht, ein möglichst authentisches Bild der harten Arbeit unter Tag zu zeichnen und möglichst viele der zu verrichtenden Arbeiten (=Bergmannsberufe) und der dafür notwendigen Geräte (z.B. Geleucht) zu dokumentieren.

 

Die Geschichte der WTK findet dabei natürlich genauso Berücksichtigung wie die Darstellung der verschiedenen Kohlevorkommen im Hausruck.

 

Anschließend führt der Ausstellungsrundgang den Besucher wieder in die Welt über Tag. In einer Inszenierung mit Originalexponaten unternimmt der Besucher eine Fahrt mit der virtuellen Stollenbahn bzw. dem Schichtbus und betritt letztlich die Bergarbeiterkolonien, wo er viele interessante Informationen zur Alltagskultur der Knappen erhält.

 

Die Verehrung der Hl. Barbara bildet dabei genauso einen Bestandteil der Ausstellung wie etwa die Darstellung der einfachen Wohnverhältnisse im 19. und frühen 20. Jahrhundert.

 

Die Auseinandersetzung mit Kohle und Dampf hat sich aber auch zum Ziel gesetzt, dass die Besucher mit den beiden Stoffen einfache physikalische und chemische Versuche unternehmen können sollen. Daher wird die Landesausstellung in Ampflwang ein spezielles Kohle-Labor und ein Dampf-Labor beherbergen.


Das Eisenbahnwesen

 

Am Beginn des Eisenbahnwesens steht eine Auseinandersetzung mit der Entwicklungsgeschichte der Eisenbahnen in Oberösterreich, die mit vielen tollen Exponaten aus der Pionierzeit dieses Transportmittels illustriert wird.

 

Auch die Pferdeeisenbahn von Gmunden über Linz nach Budweis darf in diesem Zusammenhang natürlich nicht fehlen. Entgegen bisheriger Abhandlungen in Ausstellungen geht es diesmal aber nicht um Details wie Streckenführung oder transportierte Personen, sondern - der Rolle Ampflwangs als Reiterdorf Rechnung tragend - liegt diesmal der Schwerpunkt auf der Pferdewirtschaft.

 

Eine weitere eisenbahntechnische Besonderheit im Hausruck waren die zahlreichen Kohlebahnen, von denen zum Beispiel jene von Kohlgrube nach Breitenschützing  viele Jahre als Schwerkraftbahn funktionierte.

 

Der letzte Wagon konnte noch gerettet werden, er bildet die ein-drucksvolle Kulisse für zahlreiche unwiederbringliche Filmdokumente über das Eisenbahnwesen im Hausruck.

 

Die Rolle der Bahnhöfe als Kommunikations- und Verkehrsknotenpunkte über die Jahrhunderte findet natürlich ebenso Berücksichtigung wie die Darstellung historischer Signaltypen, Fahrkartensammlungen etc., womit auch das System Eisenbahn  und seine Funktionsweise eingehend dokumentiert wird.

 

Im Sinne der Familienfreundlichkeit wird es für Kinder von 4 - 8 Jahren spezielle Spielzeugeisenbahnen geben, deren Schienen selbst gelegt werden können; darüber hinaus wird für Erwachsene wie für Kinder eine fast 50m² große Modelleisenbahn einen Anziehungspunkt darstellen. Diese Anlage, die den Bahnhof Lambach und die Strecke der "Haager Lies" zeigt wird gemeinsam mit dem Modelleisenbahnhersteller "Roco" erarbeitet und installiert.

 

Am Ende des Rundgangs durch die Ausstellung in der Sortierung, im 5. Stock, steht nicht nur ein grandioser Ausblick von Ampflwang bis ins Salzkammergut, der Besucher hat auch noch die Möglichkeit auf einem riesigen begehbaren Satelliten-Panoramabild von Oberösterreich seine Heimat näher zu erkunden.


Das Freigelände

 

Im Anschluss an die Sortierung führt der Weg wieder hinaus ins Freigelände wo nicht nur das Bahnbetriebswerk der ÖGEG (Werkstätte) und der neu errichtete Ringlokschuppen auf eine Besichtigung warten.

 

Im Ringlokschuppen sind einige Kostbarkeiten an Fahrbetriebsmitteln (historische Dampfloks und Waggons) aus Oberösterreichs Eisenbahngeschichte zu bewundern, wobei zu bestimmten Zeiten auch Lokführer und Heizer aus ihrem Arbeitsalltag erzählen werden.

 

Zudem soll es an Wochenenden Führerstandsmitfahrten geben.

 

Vom Ringlokschuppen weg führt der Weg durch das Ausstellungsgelände vorbei am alten Heizhaus wieder zurück zum Ausgangspunkt, dem Badhaus.

 

Dort kann sich der Besucher entscheiden zwischen dem Verweilen am Bergbau- und Eisenbahn-Erlebnisspielplatz, der Rückkehr zum Fahrzeug oder einer Inanspruchnahme eines Shuttledienstes, der ihn zum Brecher Hübel und ins Ortszentrum von Ampflwang bringt.

 

Der gesamte Ausstellungsrundgang nimmt in etwa zwei Stunden in Anspruch. Besucher, die länger am Spielplatz verweilen, eine Führerstandsmitfahrt machen oder den Brecher Hübel besichtigen, werden auch für einen Halbtag mühelos Programm finden.

 

Kosten und Nachnutzung

 

Die Kosten für die bauliche Instandsetzung der ehemaligen Sortierung, des Brechers Hübel und des Freigeländes - inklusive Errichtung des Lokschuppens - sowie für die Bewerbung und den Betrieb der Ausstellung betragen 12 Millionen Euro.

 

Aus dem Kulturreferat Landes stammen 8 Millionen Euro, aus dem Gemeinderessort des Landes weitere 4 Millionen Euro.

 

Die Nachnutzung der Ausstellung in der ehemaligen Sortierung erfolgt - nach einer kurzen Umbau- und Adaptierungsphase von November 2006 bis April 2007 - in Form eines Bergbau- und Eisenbahnmuseums, das von der ÖGEG betrieben wird.

 

Der Brecher Hübel bleibt als begehbares montanhistorisches Denkmal erhalten und wird von der Gemeinde Ampflwang für kulturelle Zwecke weiter genutzt.

 

Die im nächsten Punkt beschriebenen Projekte der OÖ. Kohlestraße werden ebenfalls über die OÖ. Landesausstellung 2006 hinaus bestehen bleiben und gemeinsam mit dem Bergbau- und Eisenbahnmuseum in der Sortierung von Ampflwang und dem Brecher Hübel ein kulturtouristisches Rahmenprogramm für die Landesgartenschau 2007 in Vöcklabruck bilden.

 

Flankierende Kulturprojekte im Hausruck zur OÖ. Landesausstellung 2006:

 

Die OÖ. Kohlestraße

 

Eine Besonderheit der Landesausstellung "Kohle und Dampf" liegt auch darin, dass es - gleichsam ergänzend zur kompakten Wissens-vermittlung in der Ausstellung - Projekte in den Gemeinden Hausruck gibt, die bergbautechnische Besonderheiten in den Mittel-punkt rücken und auch eine ideale Ergänzung im Bereich des touristischen Angebots bilden.

 

Die Umsetzung dieser Projekte erfolgt unter Federführung der einzelnen Gemeinden.

 

Das Kulturreferat des Landes fördert die Realisierung der Projekte mit rund 200.000 Euro, weitere 100.000 Euro aus Kulturmitteln werden für ein einheitliches Beschilderungs- und ein Leitsystem aufgewendet.

 

Folgende Projekte befinden sich derzeit in Umsetzung:

 

Eberschwang - Adaptierung und Gestaltung des Antiesenursprung-Weges samt Adaptierung der historischen Portale der Stollen "Ing. Obermayr" und "Ing. Heisler".

 

Geboltskirchen - Errichtung einer Draisinenfahrstrecke auf den Gleisen der ehemaligen Kohlebahn und Errichtung einer Fotodokumentation im Bereich des Bahnhofes Scheiben.

 

Ottnang/Ortsteil Thomasroith - Adaptierung und ausstellungs-technische Gestaltung des ehemaligen Südfeldstollens auf einer Länge von 30 Metern samt Vermittlungsraum für Schulgruppen.

 

Wolfsegg/Ortsteil Kohlgrube - Einrichtung einer Multimedia-Schau in der ehemaligen Werkskantine mit einer dazu gehörigen "Bergknappenmatura" (Errichten einer Stollenzimmerung, Schienen legen durch Besucher etc.) im Bereich des historischen Brechers von Kohlgrube.

 

Zell am Pettenfirst/Ortsteil Kalletzberg - Aufschließung einer Geländekante, an der ein mächtiges Kohleflöz zu Tage tritt, verbunden mit einer kleinen Dokumentationseinheit zur Entstehung der Kohle.

 

Darüber hinaus wird derzeit in vielen Gemeinden im Hausruck an verschiedensten Veranstaltungen als Rahmenprogramm zur Landesausstellung 2006 gearbeitet.


Termin der Eröffnung

 

5. Mai 2006, 14 Uhr, Ampflwang


Erste Vorab-Infos im Internet

www.landesausstellung.com

Presseinformationen

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