Amt der Oö. Landesregierung
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Landeskorrespondenz Nr. 125 vom 1. Juni 2005

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Landeskorrespondenz

Landeshauptmann Pühringer zum Weltnichtrauchertag am 31. Mai: Repräsentationsräume im Linzer Landhaus seit März rauchfrei

(LK) Das neue Tabakgesetz, das in Österreich am 1. Jänner 2005 in Kraft getreten ist, hat auch Auswirkungen auf das Linzer Landhaus. Seit Anfang März sind die Repräsentations- und Sitzungsräume rauchfreie Zonen. Bei Landesempfängen und Sitzungen stehen keine Aschenbecher mehr auf den Tischen, an den Eingängen wird höflich auf das Rauchverbot hingewiesen. „Die bisherigen Erfahrungen sind gut“, zieht Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer am Weltnichtrauchertag eine erste Bilanz. Bisher wurden ihm keine Beschwerden gemeldet.

 

Grund für das Rauchverbot ist nicht nur die Umsetzung des Tabakgesetzes (zum „Nichtraucherschutz“ gilt gemäß § 13 Rauchverbot in öffentlichen Räumen). Das Rauchverbot soll auch das Raumklima verbessern und bei Empfängen mit Buffet verhindern, dass Speisen „verqualmt“ werden.

 

Im Foyer gibt es gekennzeichnete Raucherecken mit Aschenbechern. Solche Ausnahmen sind in öffentlichen Einrichtungen mit genügend Räumlichkeiten auch im Gesetz vorgesehen.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Landeshauptmann Pühringer begrüßt Jury-Empfehlung für Linz als weiteren wichtigen Schritt zur Europäischen Kulturhauptstadt 2009

(LK) Als weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Europäischen Kulturhauptstadt 2009 begrüßt Oberösterreichs Kulturreferent Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer die jetzt erfolgte Jury-Empfehlung für Linz. "Ich gratuliere der Delegation unter der Leitung von Vizebürgermeister Dr. Erich Watzl zur erfolgreichen Präsentation in Brüssel am 14. April. Wie dem Bericht der Expertenjury zu entnehmen ist, konnte sie auf allen Linien überzeugen", so der Landeshauptmann.

 

Mit einer Ernennung zur Europäischen Kulturhauptstadt im Jahr 2009 werde sich für Linz und Oberösterreich die einmalige Chance eröffnen, sich als kreative und zukunftsorientierte Kulturregion auch europaweit zu präsentieren und nachhaltige künstlerische, touristische und wirtschaftliche Impulse für das Land zu setzen, unterstreicht Pühringer.

 

"Eine breite Palette an künstlerisch hochwertigen Einrichtungen und Institutionen ist Garant dafür, dass Stadt und Land der Europäischen Kulturöffentlichkeit im Jahr 2009 ein vielfältiges und einzigartiges Programm präsentieren können", ergänzt der Landeshauptmann.

 

Besondere Anerkennung der Jury habe unter anderem auch die beabsichtigte Zusammenarbeit mit der zweiten Kulturhauptstadt des Jahres 2009 Vilnius gefunden. Mit dem Vizebürgermeister von Vilnius, Gediminas Pavirzis, ist Pühringer erst vor zehn Tagen beim Europäischen Gipfel der Regionen und Städte im polnischen Breslau zusammengetroffen und hat mit ihm eine enge Zusammenarbeit schon im Vorfeld des Kulturhauptstadtjahres vereinbart.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Fachhochschulkonferenz tagt erstmals in Oberösterreich

(LK) Die österreichische Fachhochschul-Konferenz, die Interessensvertretung der 17 österreichischen Fachhochschulerhalter, tagt am 2. und 3. Juni erstmals in Oberösterreich. 136 Fachhochschul-Studiengänge bieten derzeit bundesweit knapp 24.000 Studierenden eine akademische Ausbildung mit hohem Praxisbezug. "Oberösterreich ist mit seinen vier FH-Standorten in Hagenberg, Linz, Wels und Steyr und rund 3.200 Studierenden der größte Fachhochschulerhalter Österreichs", so der zuständige Landesrat Viktor Sigl. Im Zuge der Jahreshauptversammlung in Wels stellt sich die  FH OÖ auch mit ihrer neuen effizienten Organisationsstruktur und ihrer standortbezogenen F&E-Schwerpunktsetzung vor. Tagungsort ist das neue FH-Gebäude in Wels, das sich mit modernster Infrastruktur mitten im Herzen der Stadt als Top-Ausbildungsstätte für knapp 1000 Studenten mit den Ausbildungsschwerpunkten Umwelt & Energie sowie Ingenieur- und Wirtschaftsingenieurwissenschaften präsentiert.

 

Die Fachhochschul-Konferenz unterstützt die österreichischen Fachhochschulen dabei, ihre Bildungsziele gemeinsam beim Bund und Fachhochschulrat zu erreichen.

Gerhard Rumetshofer (+43 732) 77 20-151 02 oder Doris Pucher (+43 72 42) 44 80 860

Vier Gemeindeverwaltungen in einem Gemeindeamt

Landesrat Stockinger: "Identität und Selbständigkeit der Gemeinden
bleiben bestehen, Einsparung in der gemeinsamen Verwaltung"

 

(LK) Erstmals entsteht in Oberösterreich eine gemeinsame Verwaltungsgemeinschaft von vier Gemeinden. Am 31. Mai 2005 haben die Gemeinderäte von Oberndorf bei Schwanenstadt, Pitzenberg, Rutzenham und Pühret einstimmig in vier einzelnen, aber zeitgleich abgehaltenen Gemeinderatssitzungen den Beschluss gefasst, die Gemeinde Oberndorf in die schon seit 1936 bestehende Dreier-Verwaltungsgemeinschaft aufzunehmen. Künftig wird die Verwaltung von vier Gemeinden unter einem Dach abgewickelt. Die vergrößerte Vierer-Verwaltungsgemeinschaft wird bereits mit 1. Juli 2005 starten.

 

Sitz der gemeinsamen Verwaltung ist das bestehende Amtshaus in Oberndorf bei Schwanenstadt. Gemeinde-Landesrat Dr. Josef Stockinger: "Der Vorteil einer Verwaltungsgemeinschaft ist der Weiterbestand der Selbständigkeit der eigenen Gemeinden durch eigene Bürgermeister, eigene Gemeinderäte und eigene Budgets bei gleichzeitiger Einsparung durch den gemeinsamen Verwaltungsbetrieb. Die Verwaltungsgemeinschaft kommt mit bedeutend weniger Personal und Verwaltungskosten aus, als wenn die Verwaltung in vier einzelnen Gemeindeämtern geführt wird". Die Verwaltungsgemeinschaften sind aus Sicht des Landes Oberösterreich eine gute Möglichkeit, Synergien des Amtsbetriebes in den Gemeinden unter einem Dach zu nutzen. Landesrat Stockinger: "Die Eigenständigkeit und Identität der einzelnen Gemeinden bleibt jedoch dabei vollständig gewahrt. In Summe ergibt sich bei weniger Personal mehr Leistung für die Bürger. Es geht darum, einen modernen und bürgerfreundlichen Amtsbetrieb zu schaffen und bei umfassender Dienstleistung mit weniger Kosten auszukommen.

 

Mit Gemeinde-Landesrat Stockinger ist abgesprochen, dass bis zum Jahr 2009 die jetzt beschlossene Vierer-Verwaltungsgemeinschaft ein neues Gemeindeamt mit einer modernen Bürgerservicestelle für die 2.650 Einwohner der vier Gemeinden Rutzenham, Pitzenberg, Pühret und Oberndorf bei Schwanenstadt errichten wird.

 
Einwohnerzahlen:
Rutzenham 230
Pitzenberg 500
Pühret 570
Oberndorf bei Schwanenstadt 1.350

Ing. Walter Silber (+43 732) 77 20-111 17

Anschober: Oberösterreich verstärkt seine Anti-Atom-Arbeit

(LK) Europaweit wittert die Atomlobby derzeit Morgenluft. Vieles dabei ist Stimmungsmache. Aber in wichtigen Punkten wird sich die Zukunft der Atomenergie in Europa in den nächsten ein bis zwei Jahren entscheiden. Vor allem die Finanzierbarkeit eines in mehreren Staaten andiskutierten Neubaues von Atomreaktoren ist völlig unklar und wird von der zukünftigen Energiepolitik der EU entscheidend abhängen.
Oberösterreichs Umwelt- und Energie-Landesrat Rudi Anschober will daher die Aktivitäten Oberösterreichs in der Anti-Atom-Arbeit in den nächsten Monaten weiter verstärken und hofft auch seitens der Bundesregierung auf mehr Engagement. Unter anderem werden in den nächsten Wochen folgende Initiativen gesetzt:

  • Gemeinsam mit LH Pühringer wurde von Anschober ein Schreiben an alle Umweltminister der EU verfasst, in dem diese aufgefordert werden, sich so wie Österreich und Deutschland für eine Revisionskonferenz für Euratom einzusetzen.
  • An die Bundesregierung appelliert Anschober, die österreichische EU-Präsidentschaft für eine Revisionskonferenz für Euratom zu nützen, um die Reform von Euratom von einer reinen Atomfinanzierungsgemeinschaft hin zu einer Finanzierungsgemeinschaft für den Atomausstieg voranzutreiben und umsetzen zu können. Die Mehrheit der EU-Staaten verzichtet entweder auf Atom oder hat den Ausstieg  bereits beschlossen.
  • Während der österreichischen EU-Präsidentschaft wird auch über den nun vorliegenden Vorschlag der EU-Kommission entschieden, die Gelder für das EU-Forschungsprogramm mehr als zu verdoppeln. Hier fordern Oberösterreichs Atomgegner von der Bundesregierung ein klares Nein zu diesem Plan.

  • In den nächsten Wochen wird ein neues Maßnahmenpaket des Landes in Zusammenarbeit mit den NGOs aus Oberösterreich und Tschechien erarbeitet, mit dem die Informationsarbeit verstärkt werden soll.

  • Am 22. Juni wird Anschober die Regierungsmitglieder, Landtagsfraktionen und NGOs zu einem weiteren Anti-Atom-Gipfel ins Landhaus einladen, der sich hauptsächlich mit dem Melker Prozess auseinandersetzen wird. Österreichs Risikoforscher Prof. Wolfgang Kromp wird dabei von Anschober ersucht, die Sicherheitsentwicklung im Rahmen des Melker Prozesses darzustellen und zu bewerten. Auch Vertreter des Umweltministeriums werden dazu eingeladen.

  • Im August schließlich wird ein Gutachten des Rechtsexperten Dr. Rotter vorliegen, das sich mit der Frage der rechtlichen Bedeutung der endgültigen Betriebsgenehmigung für das KKW Temelin auseinandersetzt.

Anschober abschließend: "Die Überlegungen auf weiteren Atomausbau in verschiedenen EU-Mitgliedsstaaten, die nun auch von einzelnen Politikern Tschechiens wieder thematisiert wurden, werden dann Seifenblasen bleiben, wenn sich Brüssel endlich gegen einen weiteren Ausbau der Finanzierung der Atomwirtschaft entscheidet. In dieser Kernfrage und Entscheidungsphase muss die Bundesregierung klarlegen, dass sie derartigen Überlegungen der EU-Kommission nicht zustimmen und das Bündnis mit anderen Mitgliedsstaaten suchen wird, um statt einem Ausbau der Finanzierung eine Reform von Euratom zu erreichen."

Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

Anschober: Oberösterreich koordiniert regionales Ökostrom-Netzwerk der EU

(LK) Mit Beginn dieses Jahres startete das europäische Ökostrom-Netzwerk "RES-e Regions" zur Unterstützung erneuerbarer Energietechnologien zur Stromerzeugung. Die EU hat in der "Ökostrom-Richtlinie" das ehrgeizige Ziel gesetzt, den Anteil von Strom aus erneuerbaren Energieträgern von 13,9 % (1997) auf 21 % (2010) zu erhöhen. Ziel des Netzwerkes ist es, die technologische Entwicklung auf lokaler und regionaler Ebene zu steigern, die Umsetzung von Ökostrom-Anlagen zu fördern und damit zum Erreichen des europäischen Zieles beizutragen. "Das Ökostrom-Netzwerk wird vom O.Ö. Energiesparverband koordiniert und von der Europäischen Kommission im Rahmen des Programms Intelligent Energy - Europe unterstützt", freuen sich
Energie-Landesrat Rudi Anschober und Energiesparverbands Geschäftsführer Gerhard Dell über diese führende Rolle von Oberösterreich.

 

Am "RES-e Regions" Netzwerk der EU sind 11 europäische Regionen aus 9 verschiedenen Ländern mit über 28 Millionen Einwohner/innen beteiligt. Zu den teilnehmenden Regionen zählen Andalusien, Castilla y Leon, Navarra (Spanien), Kopenhagen (Dänemark), Ligurien (Italien), Rhône-Alpes (Frankreich), Saarland (Deutschland), Slowenien, Västra Götaland (Schweden), Wales (Großbritannien) und Oberösterreich, sowie zwei europäische Organisationen: Fedarene und EREF.

 

Bei der Erreichung der europäischen Ziele kommt der regionalen Ebene besondere Bedeutung zu: nicht nur starten viele Initiativen zur Umsetzung von Ökostrom-Anlagen auf regionaler Ebene, auch können viele der bestehenden Hemmnisse nur lokal und regional überwunden werden.

 

Im Rahmen des Projektes werden konkrete regionale Ziele und Ökostrom-Strategien entwickelt und umgesetzt. Die wichtigsten Hemmnisse wie administrative Hürden, Netzzugang, Informationsmangel und Änderungen der Förderstrukturen werden identifiziert und gezielte Informationsmaßnahmen zur Verbesserung der Rahmenbedingungen für Ökostrom erarbeitet und umgesetzt.

Nähere Information finden Sie auch auf der Projekthomepage http://www.res-regions.info/

Mag.ª Sandra Haidinger (+43 732) 77 20-120 83

11. Bundeswettbewerb PRIMA LA MUSICA 2005

(LK) Im Rahmen des Bundeswettbewerbes PRIMA LA MUSICA 2005 präsentieren sich die besten Preisträger des Bundeswettbewerbes PRIMA LA MUSICA 2005 in einem Konzert am Sonntag, den 29. Mai um 18:00 Uhr im Großen Saal des Brucknerhauses. Bei dieser festlichen Schlussveranstaltung überreicht Bundesministerin Ursula Haubner gemeinsam mit Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer die Urkunden und Medaillen an die Preisträger der 19 Instrumental- und 5 Altersgruppen.

 

Vergangene Woche stellten sich über 600 Preisträger als Solisten und im Ensemble der bundesweiten Konkurrenz. In 15 Jurygruppen beurteilten über 70 Fachjuroren aus dem In- und Ausland die Leistungen der besten musikalischen Begabungen Österreichs und vergaben insgesamt 412 erste, zweite und dritte Preise. Die Veranstalter des Bundeswettbewerbes, die Österreichischen Jugendmusikwettbewerbe Musik der Jugend, die Anton Bruckner Privatuniversität, die Musikschule der Stadt Linz, das Landeskulturzentrum Ursulinenhof und die Landesgalerie Linz am Oberösterreichischen Landesmuseum freuen sich über die große Anzahl an Begabungen und loben das hohe Niveau der jungen Künstlerinnen und Künstler.

 

Von den 74 oberösterreichischen Wertungen (Solisten und Ensembles) erreichten 71 einen ersten, zweiten oder dritten Preis (26 erste Preise, 34 zweite Preise, 11 dritte Preise). Unser Bundesland reiht sich damit mit den zweitmeisten 1. Preisen nach Tirol als zweitbestes Bundesland.

 

Einen Sonderpreis in Form eines Geldpreises in Höhe von 1.500 Euro, gestiftet vom Rotary Club Linz-Süd, erhielt Raphael Strasser (Tenorhorn). Einen Sonderpreis in Form eines Notengutscheines vom Verlag Bärenreiter im Wert von 100 Euro, erhielt Benjamin Feilmair (Klarinette). Einen Sonderpreis in Form eines Geldpreises, gestiftet von der Zentralen Raiffeisenwerbung, erhielt das WA-(H)-L-KÜR-EN-QUARTETT mit Julia Kürner (Violine), Maria Wahlmüller (Violine), Sophie Wahlmüller (Violine) und Lisa Kürner (Violoncello). Der Kiwanis Club Gmunden wird im Rahmen der Gmundner Festwochen ein Preisträgerkonzert am 25. Juni 19:30 Uhr, Stadttheater Gmunden veranstalten.

Preisträger in ganz Österreich werden folgen. Eine Auswahl der herausragendsten Darbietungen des von Raiffeisen gesponserten Bundeswettbewerbes PRIMA LA MUSICA 2005 für Kinder und Jugendliche bis zum Alter von 19 Jahren wird im Herbst auf CD erscheinen. Es bleibt zu hoffen, viele dieser jungen Künstler/innen bald auf Podien zu sehen und in Konzerten zu hören.

 

Die Ergebnisse des Bundeswettbewerbes PRIMA LA MUSICA 2005 sind im Internet unter http://www.musikderjungend.at/ abrufbar

Musik der Jugend (+43 732) 77 20-154 83

Pollenwarndienst für Oberösterreich von 1. bis 6. Juni 2005

(LK) Mit Ausnahme der Hochlagen des Mühlviertels und der Randalpen über 1000 Meter dominiert der Wiesenaspekt mit Gräsern, Ampfer und Wegerich. In den Niederungen verstärkt die Roggenblüte die Belastung. Lokal können Holunder und Robinie zu zusätzlichen Belastungen führen. In den Alpen und im Böhmerwald blüht die Grünerle.
Die allgemein starke Pollenbelastung kann durch Wiesenmahd und unbeständige Witterung abgeschwächt werden. Die auffällig starke Föhrenblüte ist dagegen allergologisch wenig relevant.

 

Tonbanddienste:
AKH Linz: +43 732/78 06-69 19
LKH Freistadt: +43 50/554 76-28 400
LKH Vöcklabruck: +43 50/554 71-499 00

Roland Schmidt (+43 6232) 35 81

Termine der Beratungsstellen

Jugendinformation und Jugendberatung

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

 

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

 

  • Jugendservice des Landes Oberösterreich, Linz, Bahnhofplatz 1, 4021 Linz, Tel. +43 732/17 99: Montag  bis  Freitag von 13:00 bis 18:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice@ooe.gv.at, www.jugendservice.at
  • Jugendservice Eferding, Stadtplatz 4, 4070 Eferding, Tel. +43 7272/758 23, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-eferding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Ried, Roßmarkt 9, 4910 Ried/I., Tel. +43 7752/715 15, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-Ried@ooe.gv.at
  • Jugendservice Rohrbach, Linzerstr. 3, 4150 Rohrbach, Tel. +43 7289/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-rohrbach@ooe.gv.at
  • Jugendservice Steyr, Pfarrgasse 6, 4400 Steyr, Tel. +43 7252/17 99, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-steyr@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels,  Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. +43 7242/21 14 11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at
  • Jugendservice Braunau, Salzburger Vorstadt 13, 5280 Braunau, Tel. +43 7722/222 33, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-braunau@ooe.gv.at
  • Jugendservice Freistadt, Hauptplatz 12, 4240 Freistadt, Tel. +43 7942/725 72, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-freistadt@ooe.gv.at
  • Jugendservice Gmunden, Kirchengasse 18, 4810 Gmunden, Tel. +43 7612/17 99, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-gmunden@ooe.gv.at
  • Jugendservice Grieskirchen, Roßmarkt 10, 4710 Grieskirchen, Tel. +43 7248/644 64, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-grieskirchen@ooe.gv.at
  • Jugendservice Kirchdorf, Kirchengasse 6, 4560 Kirchdorf, Tel. +43 7582/604 16, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-kirchdorf@ooe.gv.at
  • Jugendservice Perg, Johann-Paur Straße 1, 4320 Perg, Tel. +43 7262/581 86, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr
    E-Mail: jugendservice-perg@ooe.gv.at
  • Jugendservice Schärding, Tummelplatzstr. 9, 4780 Schärding, Tel. +43 7712/357 07, Montag und Mittwoch von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-schaerding@ooe.gv.at
  • Jugendservice Vöcklabruck, Parkstraße 2a, 4840 Vöcklabruck, Tel. +43 7672/757 00, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-voecklabruck@ooe.gv.at
  • Jugendservice Wels, Rablstraße 16, 4600 Wels, Tel. +43 7242/21 14 11, Dienstag und Donnerstag von 14:00 bis 17:00 Uhr.
    E-Mail: jugendservice-wels@ooe.gv.at


Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.


Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Freitag, 3. Juni 2005 in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Bahnhofstraße 10, von 9:00 bis 12:00 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle, Jungmairgasse 1 von 8:00 bis 12:00 Uhr sowie für den Bezirk Urfahr-Umgebung im PSZ Exit Sozial, Böhmerstraße 3, 4190 Bad Leonfelden, von 09:00 bis 12:00 Uhr, statt.


Weiters finden therapeutische Zusammenkünfte von Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige am Freitag, 3. Juni 2005 für den Bezirk Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Sozialzentrum, Bahnhofstraße 14, ab 18:30 Uhr, für den Bezirk Grieskirchen in der Bezirksstelle des Roten Kreuzes Grieskirchen, Manglburg 18, ab 19:00 Uhr; für den Bezirk Vöcklabruck in Vöcklabruck, Stadtplatz 19, 2. Stock, ab 19:00 Uhr; für den Bezirk Schärding im Pfarrheim Andorf, ab 19:30 Uhr sowie für den Bezirk Freistadt im Gasthaus Weiermann, Freistadt, Schmiedgasse 27, ab 20:00 Uhr, statt.

Pressekonferenzen

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Pressekonferenz am 1. Juni 2005

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl
zum Thema

"Juni 2005: Familienmonat im Aquapulco Familienkartenbesitzer bezahlen nur 50 %"

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Rückfragen-Kontakt: Helmuth Rechberger (+43 732) 77 20-121 55

Familie ist der Ort, wo Verantwortung füreinander gelebt wird, Liebe und Vertrauen gefördert, gefordert und weitergegeben werden. Wir stehen in Oberösterreich zu einer Politik, die diese Grundwerte unterstützt. Ziel der Familienpolitik des Landes ist es, die Familie zu stärken, Freiräume für die Familie zu schaffen, ihr Mut zu machen und ihr die Unterstützung zu geben, damit sie ihre Aufgaben in eigener Verantwortung bestmöglich erfüllen können.
Wenn es den Familien gut geht, geht es auch dem Land gut - ich will ein Motor, ein Antreiber in diesem Bereich sein. Wir müssen Stimmung für die Familien machen, Oberösterreich soll familienfreundlichstes Land der Welt werden.

 

Österreich hat mit dem Kinderbetreuungsgeld Neu einen neuen Ansatz in der Familienförderung eingebracht. Das Land Oberösterreich hat nun mit dem OÖ. Kinderbetreuungsbonus einen weiteren Beitrag erbracht, um Familie leichter lebbar zu machen.

 

Mit der Einführung des Kinderbetreuungsbonus soll einerseits die Finanzierung von außerhäuslicher Betreuung erleichtert werden, andererseits soll es auch ein Zeichen der Anerkennung für selbst erbrachte Betreuungsleistung sein.

 

BEREITS 25.000 BEWILLIGUNGEN FÜR
OÖ. KINDERBETREUUNGSBONUS

 

25.000 x Kinderbetreuungsbonus mit Elternbildungsgutscheinen

Bis Mai 2005 wurden 25.000 Bewilligungen für den Kinderbetreuungsbonus erteilt. Der Ausschöpfungsgrad liegt bei 45 % bei den Geburtsjahrgängen 1999 und 2000. In Summe wurden unter diesem Titel bisher 11 Mio. Euro verteilt. Dazu kommen noch 25.000 mal 20 Euro an Elternbildungsgutscheinen.

 

Kinderbetreuungsbonus erreicht jene, die es wirklich brauchen
43,5 % der bezuschussten Familien haben ein Pro-Kopf-Einkommen unter 400 Euro. Die Einkommensgrenze liegt bei einem gewichteten Pro-Kopf-Einkommen von 700 Euro (dies bedeutet für eine vierköpfige Familie eine Einkommensgrenze von jährlich netto 23.520 Euro bis zu der der Zuschuss gewährt wird).

 

Höhere Ausschöpfung in ländlichen Regionen
Eine regionale Analyse ergibt, dass in den Bezirken Freistadt, Rohrbach und Schärding der höchste Ausschöpfungsgrad gegeben ist. Am niedrigsten ist der Anteil der bezuschussten Kinder in den Bezirken Linz-Stadt, Linz-Land und Eferding.

 

Mehrkind-Familien bevorzugt
Die Richtlinien des Kinderbetreuungsbonus bevorzugen Mehr-Kind-Familien und Alleinerzieher. In 85 % der bezuschussten Familien wohnen 2 oder mehr Kinder. Fast 20 % der positiven Erledigungen fallen auf ein Elternteil-Familien.

 

Die "weichen Faktoren" der Familienpolitik wurden bei dieser Förderung im Besonderen berücksichtigt. Gemeinsam mit dem Kinderbetreuungsbonus werden den Eltern Elternbildungsgutscheine bis maximal 60 Euro zur Verfügung gestellt.
Ziel der Elternbildungsgutscheine ist, dass von allen Eltern kostengünstig qualitativ hochwertige Elternbildungsangebote der oö. Bildungseinrichtungen in Anspruch genommen werden können, die inhaltlich auf das Gelingen von Eltern-Kind-Beziehungen und Partnerschaftsbeziehung ausgerichtet sind.

 

JUNI 2005: FAMILIENMONAT IN AQUAPULCO

 

Mit der Oö. Familienkarte 50% Ermäßigung im Juni

 

Diese Kooperation zwischen dem Aquapulco Bad Schallerbach und der Oö. Familienkarte ist inzwischen zu einer der beliebtesten Aktionen geworden und wird von den oberösterreichischen Familien eifrig genützt. Österreichs attraktivster Wasserpark lädt wieder zum alljährlichen "Wasserspaß zum halben Preis". Das 3.100 große Areal mit karibischer Atmosphäre bietet für jeden Geschmack etwas. Ob Entspannung im Meereswellen-Becken, Action pur auf der Kamikaze-Rutsche, mit Reifen auf 109 Meter Länge Stromschnellen und Strudel passieren oder vom 92 m langen Yellow River und der multimedialen Röhrenrutsche Starlight Express ins Freibecken rutschen, für Spass und Abenteuer ist sicher gesorgt.

 

Natürlich gibt es auch für die Kleinsten (bis 5 Jahre) einen eigenen Erlebnisbereich. Aquamundus, die Miniwasserwelt, lässt auch ihre Herzen höher schlagen. Extra warmes Wasser (36°C) und Minirutschen laden zum Plantschen und Spielen ein.
Gegen Vorweis der Familienkarte gibt es 50% Ermäßigung auf das Aquapulco-Familien-Ticket.

 

 

Tarife mit der Oö. Familienkarte im Juni 2005

2 Std. Aufenthalt

Tageskarte

Single + Kind

10 €Euro (statt 19,50 Euro)

14 Euro (statt 28 Euro)

3 Personen

15 Euro (statt 30 Euro)

18 Euro (statt 36 Euro)

4 Personen

17,5 Euro (statt 35 Euro)

23 Euro (statt 45,5 Euro)

Jedes dritte und weitere Kind ist frei!

 

 

Informationen: Eurotherme Bad Schallerbach, Tel. 07249/48115-0 oder auf der Homepage: http://www.eurotherme.at/

 

"Die gemeinsame Aktion hat sich zu einer kontinuierlichen Erfolgsstory entwickelt. Die Bilanz der letzten Jahre kann sich sehen lassen - von 2001 bis 2004 haben insgesamt an die 21.468 Familien bzw. rund 80.000 Gäste diese gemeinsame Aktion genutzt", freuen sich Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl und Eurotherme-Direktor Gerhard Baumgartner über den enormen Zuspruch der Gäste.

 

Eine Familie mit 3 Kindern kann um nur 23 Euro (Normalpreis 45,5 Euro) einen ganzen Tag lang das Angebot im Aquapulco in Bad Schallerbach genießen. Die Familien können auch vor Ort die Familienkarte lösen. Mein Tipp an die oö. Familien lautet: Hinfahren und einen schönen Tag gemeinsam verbringen, so Hiesl.

 

Das Aquapulco Bad Schallerbach wurde 2004 im Rahmen der Aktion "Felix Top 10" als familienfreundlichster Partnerbetrieb der OÖ. Familienkarte ausgezeichnet.

 

Anträge und Infos zur OÖ. Familienkarte gibt es beim zuständigen Gemeindeamt bzw. beim Familienreferat des Landes Oberösterreich, 4021 Linz, Klosterstraße 7, Tel.: +43 732/77 20-118 31 und 118 32, oder im Internet unter www.familienkarte.at.


MEHR ALS 21.000 FAMILIEN IN NUR 4 JAHREN

Grafik: Familienmonat 2001-2004

(Grafik über die Besuchszahlen im Familienmonat im Aquapulco von 2001 bis 2004)

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Pressekonferenz am 1. Juni 2005

Agrar-Landesrat Dr. Josef Stockinger
zum Thema

"EU-Verhandlungen um ländliche Entwicklung in heißer Phase: Mit der Fortführung des Umweltprogramms und der Bergbauernförderung entscheidet sich Österreichs Agrarzukunft"

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Rückfragen-Kontakt:  Ing. Walter Silber  (+43 732) 77 20-111 17

 

Presseinformationen

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Presseinformation

"Nur Narr! Nur Dichter!" im Kloster Traunkirchen

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STIFTER 2005
AUSSTELLUNG "Nur Narr! Nur Dichter!"
3. Juni - 26. Oktober 2005, Kloster Traunkirchen

 

Da Adalbert Stifter über seinen Wohnort Linz und seine Gymnasialzeit in Kremsmünster besonders starke Verbindungen zu Oberösterreich hat, feiert das Land Oberösterreich aus Anlass des 200. Geburtstags des Dichters in Kooperation mit vielen Partner unter dem Motto "Sanfte Sensationen" das Stifterjahr 2005. Insgesamt über 130 Veranstaltungen und Ausstellungen in Oberösterreich, Südböhmen und Ostbayern unter Beteiligung vieler zeitgenössischer Künstlerinnen und Künstler rücken Stifter als Wegbereiter der modernen Literatur und universell agierende Künstlerpersönlichkeit in den Mittelpunkt.


Stifterjahr 2005 - ein grenzüberschreitendes Erfolgsprojekt

 

Das Stifterjahr 2005 wurde von Beginn an seitens der Medien und des Publikums äußerst erfolgreich aufgenommen. Im Wochenrhythmus werden derzeit Ausstellungen und Projekte eröffnet, u.a. "Stifter als Pädagoge" im StifterHaus Linz, "Adalbert Stifter. Spätfolgen einer Schulzeit" im Stift Kremsmünster, "Vom Grund aller Dinge. Stifters Naturperspektiven" im Meierhof des Stiftes Schlägl sowie demnächst "Rose und Schwert. Stifters ‚Witiko‘" im Stift Vyssí Brod (CZ). Mit spannenden Leseveranstaltungen wird Anfang Juni der Stifterjahr-Literatursommer eingeläutet.

Dazu kommen im Mai und Juni die Eröffnungen der Stifter-Wanderwege, die als Themenwege seitens der OÖ. Landeskulturdirektion in Kooperation mit den regionalen Tourismusverbänden Ferienregion Böhmerwald und Mühlviertler SternGartl umgesetzt wurden und zum Verweilen in und Erwandern von Stifters Landschaften einladen.

 

Für Stifter-Liebhaber und solche, die es werden möchten, bricht also eine anstrengende, aber auch genussvolle Zeit an, die viele Facetten des Adalbert Stifter zu Tage befördern wird, die vorher noch nicht so bekannt waren.


"Nur Narr! Nur Dichter!" im Kloster Traunkirchen

Unbekanntere Aspekte des Werks Stifters hat gerade die Ausstellung "Nur Narr! Nur Dichter! Adalbert Stifters Exzentriker und Utopisten", die ab 3. Juni geöffnet ist, zu bieten. Sie handelt über die Sonderlinge, Außenseiter und Visionäre in Stifters Werk und wurde von der Landeskulturdirektion Oberösterreich in Kooperation mit der Gemeinde Traunkirchen verwirklicht. Das Salzkammergut ist ja neben dem Böhmerwald einer der bevorzugten Schauplätze Stifters. Eine seiner berühmtesten Erzählungen, "Bergkristall", spielt z.B. im Dachsteinmassiv.


Der Dichter als "Narr" in der Gesellschaft

Der Dichter als Außenseiter, als "Narr" in der Gesellschaft und Stifter als Dichter von tragikomischen Helden und utopischen Ideen - in diesem Spannungsbogen steht die Ausstellung über "Adalbert Stifters Exzentriker und Utopisten". Einerseits geht es um groteske Figuren in Stifters Erzählungen: um Charaktere, die von psychische Beschädigungen gezeichnet sind und als Sonderlinge, neurotische Einzelgänger, Fetischisten, Hypochonder und Misanthropen in menschlich-sozialer Isolation dahinleben bis zum perfektions-besessenen Künstler, der sich schließlich zum "realen" Leben "bekehrt". Therapeutische Hilfen bieten die Öffnung zur Natur, die Reflexion und das Erlebnis des Eros. Stifters Narrenerzählungen figurieren zugleich als didaktische Exempel für die Leser in der von Pessimismus, Sinnkrisen und psychopathologischen Anfälligkeiten geprägten Zeit des Biedermeier:

 

"Victor konnte jetzt bei Tage erst sehen, wie ungemein hager und verfallen der Mann sei. Die Züge drücken kein Wohlwollen und keinen Anteil aus, sondern waren in sich geschlossen ..." (Adalbert Stifter, Der Hagestolz)

 

Andererseits schuf Stifter utopische Gegenentwürfe zur frustrierenden Wirklichkeit, in denen er Visionen idealer Weltbezirke in der Kunst entfaltet - so z.B. in einem "Tuskulum am Traunsee" in der Erzählung "Feldblumen", oder im Bildungsroman "Der Nachsommer":

 

"... an einem schönen See ... z.B. dem Traunsee ... baue ich zwei, drei Landhäuser fast altgriechisch einfach, mit Säulenreihen gegen den See ... In diesem Tuskulum nun wird gelebt und eine Schönheitswelt gebaut ..." (Adalbert Stifter, Feldblumen, Kapitel Wiesenbocksbart, 12. Mai 1834)

 

So vereinigen sich in dieser Ausstellung zwei komplementäre Aspekte von Stifters ästhetisch-ethischer Kunst. Sie repräsentieren zugleich ein Programm der individuellen und gesellschaftlichen Pädagogik, das Stifter sich selbst und seiner Zeit verordnen wollte.
 
Stifters Außenseiter und Utopien

Lob und Tadel, Spott und höchste Bewunderung: Widersprüchliche Urteile von Schriftstellerkollegen, von Friedrich Hebbel bis Thomas Bernhard, eröffnen die Ausstellung. Wie sehr sich Stifter als Außenseiter sah und wie sehr er unter seinem Beruf als Schulinspektor gelitten hat, ist Thema des ersten Raums. Stifter sah dabei sein "Schicksal" in der Person Johannes Kepler gespiegelt: "Sie nannten ihn einen Narren".

 

Im Zentrum des zweiten Ausstellungsabschnitts steht die Erzählung "Der Hagestolz", für die die abgeschlossene Lage der Halbinsel Traunkirchen ein Vorbild gewesen sein mag. Das sonderlinghafte Verhalten der Hauptfiguren wird dabei ebenso gezeigt wie der didaktische Aufbau der Erzählung und die Faszination Stifters für abgründige Themen.

 

Im Festsaal des Klosters stehen Stifters Utopien im Mittelpunkt. Wie exakt Stifter bei der Beschreibung der "Nachsommer"-Welt vorgegangen ist, zeigt ein Grundrissplan, der das Rosenhaus und seine Umgebung rekonstruiert. Dem wird der Perfektionswahn des Schriftstellers Stifters gegenübergestellt - für ihn war der Schreibvorgang kein 'genialer Wurf aus einem Guss', sondern ein nahezu unendlicher Korrekturvorgang. Doch auch der Text selbst kommt zu Wort: Eine Akustikstation gibt 'blitzlichtartig' Einblick in verschiedene, durchaus überraschende Facetten der "Nachsommer"-Welt.

 

Wissenschaftliche Leitung: HR Dr. Johann Lachinger gemeinsam mit Dir. Mag. Martin Sturm und Univ.-Prof. Dr. Roman Sandgruber; Ausstellungsgestaltung: Ing. Manfred Quatember

                   
Vermittlungsprogramme für Schulen

 

Wie auch bei den OÖ. Landesausstellung legt die Landeskulturdirektion auch im Stifterjahr 2005 besonderen Wert auf die Vermittlung. Daher gibt es auch für die Ausstellung "Nur Narr! Nur Dichter!" in Traunkirchen ein eigenes aktionsorientertes Vermittlungsprogramm Schülerinnen und Schüler aller Alterstufen. Drei Programme können gebucht werden:

 

"Es wird alles gut werden" (aus "Der Hagestolz")
6 - 10 Jahre / 1. - 4. Schulstufe

Die Handpuppe Hanna, führt die Schülerinnen und Schüler durch eine Erzählung von Adalbert Stifter und damit durch die Ausstellung. Dabei erzählt sie kindgerecht und spannend anhand der verschiedenen Inszenierungen die Geschichte von Viktor und seinem Großonkel, der ein etwas seltsamer Zeitgenosse ist. Hanna kann die Geschichte deshalb so gut erzählen, weil sie selbst ein Teil der Erzählung ist. Das Programm ist dialogorientiert aufgebaut. Im praktischen Teil werden die neuen Eindrücke verarbeitet und weitergesponnen.

 

"Blick in neue Welten"
10 - 15 Jahre / 5. -9. Schulstufe

Ausgehend von den Inszenierungen der Ausstellung, erobern die Schülerinnen und Schüler Teile von zwei bedeutenden Werken Stifters. Die verschiedenen Szenen sind einerseits die Schauplätze und andererseits der roten Faden durch die Erzählung. Dabei wird der Inhalt spannend und altersentsprechend erzählt und mit Originalzitaten ergänzt. Die unterschiedlichen "Schauplätze" geben den Schülerinnen und Schülern genügend Raum, sich mit den verschieden Inhalten auseinander zu setzen und aktiv einzubringen. Im praktischen Teil arbeiten die SchülerInnen an ihren eigenen "Bildern", zu einem Ausschnitt aus Stifters Werk.

 

Dauer der aktionsorientierten Vermittlungsprogramme: ca. 1,5  Stunden
Konzeption der Vermittlungsprogramme: Mag. Claudia Hutterer


Infos zur Ausstellung

AUSSTELLUNGSORT "Nur Narr! Nur Dichter!": Kloster Traunkirchen, A-4801 Traunkirchen
Öffnungszeiten: täglich außer Montag 9:00 - 18:00 Uhr
Informationen zur Ausstellung: beim Gemeindeamt Traunkirchen unter Tel. +43/(0)7617/2255 bzw. gemeindeamt@traunkirchen.ooe.gv.at, http://www.stifter2005.at/
Informationen zum touristischen Angebot: Tel. +43/(0)7617/2234 bzw. traunkirchen@traunsee.at

EINTRITTSPREISE: Vollpreis 3,- Euro / Ermäßigt* 2,- Euro / SchülerInnen im Klassenverband 1,- Euro / Familie ohne OÖ. Familienkarte 6,- Euro / Familie mit OÖ. Familienkarte 4,- Euro / Führungskarte: 1,- Euro
Führungen: nach Vereinbarung
*ERMÄSSIGT: Für StudentInnen, SeniorInnen, Präsenzdiener, Ö1 Club, ÖBB-Vorteilscard, OÖNcard

 

Im Kloster Traunkirchen findet parallel zu "Nur Narr! Nur Dichter!" die Ausstellung "Tracht macht Werbung" statt. Bei Vorweis einer Kombikarte "Tracht 45-05" bzw. einer Einzelkarte der Ausstellung "Tracht mach Werbung" erhalten Besucher der Stifter-Ausstellung eine Eintrittsermäßigung in die nächst niedrigere Preiskategorie.


Das besondere Erlebnis: Ausstellungsbesuch per Schiff

Eine wunderbare Schifffahrt kann man vom Anlegesteg "Spitzvilla" am Traunsee zur Ausstellung "Nur Narr! Nur Dichter! Adalbert Stifters Exzentriker und Utopisten" genießen. Aufgrund der kaum vorhandenen Parkplätze in Traunkirchen und der Romantik der Anfahrt macht dieses Angebot auch verkehrstechnisch Sinn. Den PKW oder den Bus kann man beim Busparkplatz "Spitzvilla" abstellen (ca. 1,5 km vor Traunkirchen Richtung Gmunden, hinter dem Feuerwehr-Stützpunkt).


Schiffstransfer vom Anlegesteg "Spitzvilla" nach Traunkirchen Ort:
- Abfahrt ab 4 (erwachsenen) Personen - Busse bitte anmelden!
- Einfache Fahrt: Erwachsene 2,50 Euro / Kind 1,50 Euro (Gruppenfahrten und Seerundfahrt, Anlegesteg Ebensee, Hois´n etc. auf Anfrage). Tel. +43/(0)7617/3261 oder 0664/3715646, E-mail: schifffahrt_loidl@gmx.at, www.wassertaxi.at

Das neu renovierte Kloster Traunkirchen

Das Kloster Traunkirchen geht in seiner heutigen Substanz auf die Jesuiten zurück, die ab dem frühen 17. Jahrhundert hier ihre Residenz für das Obere Salzkammergut hatten. Die Jesuiten ließen unter anderem die Fischerkanzel errichten und führten die berühmten Fronleichnamsprozessionen auf dem Traunsee ein. Die Renovierungsarbeiten, die im Oktober letzten Jahres begannen, wurden in Rekordzeit fertiggestellt. Durch die ausgezeichnete Zusammenarbeit durch Landesbaudirektion, Landeskulturdirektion, der Gemeinde und den ausführenden Firmen konnten laufend vorkommende, unvorhergesehene Probleme auf Grund des Zustandes der fast 400 Jahre alten Gebäudesubstanz rasch behoben werden. Ziel der Sanierung war, das Kloster in der ursprünglichen Form in Zusammenarbeit mit dem Bundesdenkmalamt wieder herzustellen und für die Nutzung für Ausstellungen und Veranstaltungen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.


Sehenswertes in Traunkirchen

Traunkirchen liegt auf einer vom Westufer des Traunsees vorspringenden Halbinsel und ist einer der malerischsten Orte im Salzkammergut. Der Blick über den Traunsee wird durch die Kulisse des Traunsteins ( 1.691m ) beherrscht und war seit jeher ein beliebtes Motiv der Landschaftsmaler. Sehenswert ist die Barockkirche " Maria Krönung " mit der berühmten Fischerkanzel, den Fischfang Petri darstellend und die erstmals 1356 erwähnte Johannesbergkapelle am Naturdenkmal Johannes-berg. Zu den kulturellen Sehenswürdigkeiten Traunkirchens zählen noch: Der 1699 fertiggestellte und somit älteste Kalvarienberg des Salzkammergutes mit seinen fünf Andachtskapellen, der Kulturweg "Via Historica", das Handarbeitsmuseum und die Spitzvilla. Erwähnenswert ist die Fronleichnamsprozession am Traunsee, die seit dem zweiten Brand des Klosters im Jahre 1632 abgehalten wird.

 

Ein gut markiertes Wegenetz erschließt ein reizvolles Wandergebiet. Hier wartet auch eine bunte Freizeitwelt auf Aktive: Große, frei zugängliche Naturbadestrände, die Badeinsel, Segel-, Surf- und Tauchschule, Wasserschi, Bootsverleih, Bootsrundfahrten, Sauna/Solarium, vier Tennisplätze, öffentlicher Sportplatz, Montainbikerouten, Natureislaufplatz und Naturrodelbahn auf der Hochsteinalm.


Stifter 2005: Das Buch zum Jahr

Zum Stifterjahr ist vor kurzem unter dem Titel "Sanfte Sensationen - Stifter 2005" auch ein umfassender wissenschaftlicher Beitragsband erschienen, der alle Themen der Stifterausstellungen des Jubiläumsjahres 2005 behandelt. Der Band ist reich illustriert und wurde gemeinsam von der Landeskulturdirektion und dem Adalbert-Stifter-Institut des Landes OÖ. herausgegeben. Preis: 15,00 Euro. ISBN: 3-900424-44-6. Erhältlich bei den Ausstellungskassen, im StifterHaus Linz (Tel. 0732 / 7720 – 11295) sowie im Buchhandel.

Pressekontakt STIFTER 2005: Dr. Julius Stieber, Landeskulturdirektion Oberösterreich, Promenade 37, A-4021 Linz, Tel. 0732 / 7720 - 15493, E-mail: julius.stieber@ooe.gv.at

 

WEITERE INFORMATIONEN SOWIE PROGRAMMHEFT, FOLDER UND GRUPPENREISEPROGRAMM ZUM STIFTERJAHR 2005:
Kultur- Infos: Landeskulturdirektion OÖ., Promenade 37, A-4021 Linz,
Tel.Nr. +43/(0)732/7720-14875, E-mail: k.post@ooe.gv.at
Tourismusinfos: Oberösterreich Tourismus-Information, Freistädter Straße 119,
A-4041 Linz, Tel. +43/(0)732/221022, E-mail: stifter@oberoesterreich.at
www.stifter2005.at

Traunkirchen (Bild: Landespressedienst)

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at