Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
Fax (+43 732) 77 20-2116 68

E-Mail post@ooe.gv.at
www.land-oberoesterreich.gv.at

Landeskorrespondenz Nr. 85 vom 12. April 2005

Landeskorrespondenz

Pressekonferenzen

Logo Landeskorrespondenz

Landeskorrespondenz

Landeshauptmann Pühringer Mittwoch und Donnerstag in Brüssel: Neue Initiative der Grenzregionen und Zusammentreffen mit Umweltkommissar

(LK) Eine neue Initiative europäischer Grenzregionen startet Oberösterreich gemeinsam mit Sachsen, Bayern, Niederschlesien, Niederösterreich, Elsass und Friaul am Mittwoch, 13. April 2005 in Brüssel, kündigt Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer an. Dieser neuerliche Vorstoß fordert, dass der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit oberste Priorität eingeräumt wird.

 

Details werden Mittwochnachmittag in der Vertretung Bayerns in Brüssel präsentiert. Darüber hinaus wird Pühringer an der Plenartagung des Ausschusses der Regionen (AdR) teilnehmen. Der AdR diskutiert diesmal in erster Linie über die Zukunft der Regionalförderungen. Auch die zuständige EU-Kommissarin Danuta Hübner, die erst kürzlich Oberösterreich besucht hat, wird dazu Stellung nehmen.

 

Am Donnerstag trifft der Landeshauptmann mit dem für Umwelt zuständigen
EU-Kommissar Stavros Dimas zusammen. Im Mittelpunkt dieses Gespräches werden das OÖ. Gentechnik-Verbotsgesetz und die beim Europäischen Gerichtshof anhängige Klage des Landes gegen die EU-Kommission stehen.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Neuer Präsident der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria beim Landeshauptmann

(LK) Der neue Präsident der Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria Dr. Ferenc Kékes aus dem ungarischen Komitat Baranya Ungarn stattete kürzlich Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer einen Antrittsbesuch ab. Die Arbeitsgemeinschaft Alpen-Adria wurde im November 1978 über Initiative der Region Veneto gegründet, Oberösterreich ist Gründungsmitglied.

 

"Gerade in Zeiten des durch den Eisernen Vorhang geteilten Europa war die Arbeits-gemeinschaft Alpen-Adria wichtig für die Völkerverständigung", betonte Pühringer. Mittlerweile seien 15 der 17 Mitgliedsregionen (mit Ausnahme von Kroatien und des Tessin) auch Teil der Europäischen Union. Damit sei ein wichtiges Ziel erreicht.

 

Für die Zukunft der ARGE Alpen-Adria, die mit rund 40 Millionen Einwohnern eine der größten Arbeitsgemeinschaften in Europa ist, sei aber nun eine Neuausrichtung notwendig, so Pühringer. Präsident Kékes sammelt derzeit in den Mitgliedsregionen Vorschläge und Meinungen, wie eine Kooperation der Partner auch in Zukunft fortgesetzt werden kann.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Land gibt zusätzliche Mittel für Investitionen bei der Traunsee Touristik frei - Schwerpunkt ist Wiederaufnahme des Seilbahnverkehrs auf den Grünberg

(LK) Für dringend notwendige Investitionen der Traunsee Touristik GmbH hat die Oö. Landesregierung in ihrer Sitzung vom 11. April 2005 zusätzliche Mittel frei gegeben. Besondere Bedeutung hat dabei die Wiederaufnahme des öffentlichen Verkehrs der Grünbergseilbahn. Insgesamt wird die Traunsee Touristik Gesellschaft des Landes heuer noch mehr als eine Million Euro investieren.

 

"Nach dem bedauerlichen Unglück vom vergangenen Oktober ist es nun wichtig, dass möglichst rasch der Seilbahnbetrieb auf dem Grünberg wieder aufgenommen wird. Das ist auch entscheidend für die weitere Existenz eines Gastronomiebetriebes und des wichtigen Erholungsraumes für die Gmundnerinnen und Gmundner und ihrer Gäste", so Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer.

 

"Als Land Oberösterreich haben wir eine hohe Verantwortung gegenüber dem Salzkammergut. Diese nehmen wir unter anderem dadurch wahr, dass wir die Traunsee Touristik GmbH bestmöglich bei den notwendigen Investitionen unterstützen und nach dem unvorhersehbaren Einnahmenentgang bei der Grünbergseilbahn auch einen Beitrag zur möglichst raschen Wiederaufnahme des Betriebes leisten", betont Pühringer.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Sportlerehrung 2005: 252 oö. Spitzensportler und Funktionäre erhielten Landessportehrenzeichen und Anerkennungen

(LK) An 133 verdiente Sportlerinnen und Sportler sowie Sportfunktionärinnen und -funktionäre überreichte Landeshauptmann und Sportreferent Dr. Josef Pühringer am 11. April 2005 im Linzer Landhaus im Rahmen eines Festaktes die Landessportehrenzeichen in Silber und Gold bzw. Anerkennungen. 31 erfolgreiche aktive Sportlerinnen und Sportler sowie 30 verdiente Funktionärinnen und Funktionäre wurden mit dem Landessportehrenzeichen in Silber ausgezeichnet. Sportehrenzeichen in Gold wurden an 12 Aktive und 32 Funktionäre übergeben. 28 weitere Spitzensportlerinnen und -sportler, die bereits Inhaber des Sportehrenzeichens in Gold sind, erhielten für ihre sportlichen Erfolge eine besondere Anerkennung. "Die Ausgezeichneten kommen aus 70 Gemeinden in allen Bezirken des Landes und aus 21 Sportarten. Das zeigt die große Breite des Sportgeschehens im Land", freute sich Sportreferent Pühringer. Unter anderem wurden die erfolgreichen Paralympics-Teilnehmer von Athen Dr. Christoph Etzlstorfer, Johann Mayrhofer und Ing. Rene Schwarz ausgezeichnet. Bereits am 30. März 2005 erhielten 68 Aktive und 51 Funktionäre das Sportehrenzeichen in Bronze.

 

Pühringer dankte in seiner Ansprache allen Ausgezeichneten für ihre Leistungen. So haben die oberösterreichischen Spitzensportlerinnen und -sportler im Jahr 2004
38 Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften erringen können. 213 Staatsmeistertitel entfielen im Vorjahr auf unser Bundesland.

Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07

Aus der Sitzung der Oö. Landesregierung: Kloster Hohenfurth wird für Stifterausstellung saniert

(LK) Die Oö. Landesregierung beschloss in ihrer Sitzung am 11. April 2005, für kulturelle Zwecke 200.000 Euro freizugeben. 100.000 Euro davon werden für die Sanierung und Adaptierung im ehemaligen Kloster in Traunkirchen sowie für die Sanierung und baulichen Maßnahmen im Kloster Hohenfurth für die Stifterausstellung anlässlich des 200. Geburtstages des Literaten verwendet.

 

Der Auslandsösterreicher-Weltbund hat sich die Erhaltung und Bindung an die österreichische Heimat, die Festigung des Gemeinschaftsgefühls aller im Ausland lebenden Österreicher sowie die Pflege österreichischen Bewusstseins und österreichischen Kulturguts zum Ziel gesetzt.  Für die Durchführung der Aufgaben dieses Vereins wurden vom Land Oberösterreich für das heurige Jahr insgesamt 37.365 Euro zur Verfügung gestellt.

 

Für die Errichtung des Alten- und Pflegeheimes Walding und den Umbau des Heimes in St. Florian wurden 400.000 Euro bewilligt. Für den Neubau des Alten- und Pflegeheimes Zell/Pram und Ried/I. wurden BZ-Mittel von über einer halben Million Euro genehmigt.
Weitere BZ-Mittel in Höhe von über 6 Millionen Euro werden zum Ausgleich des ordentlichen Haushaltes in 12 oberösterreichischen Gemeinden sowie für gemeindeeigene Aufgaben, wie etwa den Bau von Feuerwehrzeughäusern, die Errichtung eines Veranstaltungs- und eines Sportzentrums verwendet.

Weiters beschloss die Oö. Landesregierung ein Fahrverbot für LKW mit einem höchst zulässigen Gesamtgewicht von über 3,5 t auf der L 563, der Traunufer Straße von km 0,025 bis km 5,600.

 
Die Förderung von Photovoltaikanlagen zielt darauf ab, Energieressourcen sowie Umwelt und Klima zu schonen und in Oberösterreich ein weiteres Signal für den Ausbau dieser zukunftsträchtigen Technologie zu setzen. Für den Einbau derartiger Anlagen wurden an 3 Antragsteller nicht rückzahlbare Beiträge von insgesamt 134.580 Euro, das sind 65 Prozent der Investitionskosten, zur Verfügung gestellt.

Waltraud Eder (+43 732) 77 20-114 96

Termine der Beratungsstellen

Jugendberatung und Jugendinformation

 

(LK) Infos, Tipps und Beratung für junge Leute zu verschiedenen Fragen und Anliegen. Vertraulich, persönlich und kostenlos.

 

Jugendservice des Landes Oberösterreich:

 

 

Termine außerhalb der Öffnungszeiten sind möglich. Auf Wunsch wird auch gerne zurückgerufen.

 

Familienberatung

 

(LK) Familienberatung durch Arzt, Jurist und Sozialarbeiter am Donnerstag, 14. April 2005, in den Familienberatungsstellen des Landes Oberösterreich bei den Bezirkshauptmannschaften Gmunden (Tel. 07612/792 Kl. 345) von 17.00 bis 19.00 Uhr und Steyr (Tel. 07252/52361 Kl. 82) von 18.00 bis 20.00 Uhr.


Familienberatung für den Bezirk Wels-Land

 

(LK) Familienberatungen durch einen Juristen und eine Psychologin für den Bezirk Wels-Land erfolgen nach telefonischer Vereinbarung. Anmeldungen werden während der Amtsstunden unter der Telefonnummer 07242/618-452 entgegen genommen: Montag und Donnerstag von 7.00 bis 12.00 Uhr und von 13.00 bis 17.00 Uhr, Dienstag von 7.00 bis 17.00 Uhr, Mittwoch von 7.00 bis 13.00 Uhr und Freitag von 7.00 bis 12.30 Uhr.


Sozialmedizinische Beratung bei Alkoholproblemen

 

(LK) Sprech- und Beratungsstunden für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Donnerstag, 14. April 2005 in der Bezirkshauptmannschaft Urfahr-Umgebung, Peuerbachstraße 26, von 14.00 bis 18.00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Perg, Dirnbergerstraße 11, von 08.30 bis 12.30 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle Mondsee, Krankenhausstraße 8, von 9.00 bis 12.00 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Vöcklabruck, Außenstelle Jungmairgasse 1, von 08.00 bis 12.00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Kärntnerstraße 16, von 08.30 bis 12.30 Uhr; in der Bezirkshauptmannschaft Linz-Land, Außenstelle Enns, Dr. Karl Rennerstraße 31, von 14.00 bis 18.00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Kirchdorf a. d. Kr., Garnisonstraße 1, von 08.00 bis 12.00 Uhr, in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Esplanade 10, von 08.00 bis 12.00 Uhr, sowie in der Bezirkshauptmannschaft Gmunden, Außenstelle Bad Ischl, Bahnhofstraße 10, von 14.00 bis 17.00 Uhr, statt.


Therapeutische Zusammenkunft der Selbsthilfegruppen für Alkoholkranke und deren Angehörige finden am Donnerstag, 14. April 2005 für den Bezirk Linz-Land in der Außenstelle Enns, Dr. Karl Rennerstraße 32 (Seniorenclub), ab 19.00 Uhr sowie für den Bezirk Gmunden, Führerscheingruppe, Außenstelle 4820 Bad Ischl, Bahnhofstraße 10, ab 19.00 Uhr, statt.

Pressekonferenzen

Logo Landeskorrespondenz

Pressekonferenz am 12. April 2005

Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer

und

Abt Prälat Konsistorialrat Altmann Hofinger


zum Thema

"650 Jahre Stift Schlierbach - Was kein Auge gesehen"

72,26 KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:
  • Dr. Hannes Etzelstorfer, wissenschaftlicher Ausstellungsleiter
  • Pater Prof. Dr. Ludwig Keplinger, Stift Schlierbach
  • Ing. Manfred Quatember, Abteilung Gebäude- und Beschaffungsmanagement

 

Rückfragen-Kontakt: Mag.ª Karin Speidl (+43 732) 77 20-114 07 

Logo Landeskorrespondenz

Pressekonferenz am 12. April 2005

Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl und Präsident Dr. Rudolf Trauner, Wirtschaftskammer OÖ.
zum Thema

"Familienoskar 2005 - Oberösterreich sucht seine familienfreundlichsten Unternehmen"

234,75 KB)

Rückfragen-Kontakt: Helmuth Rechberger  (+43 732) 77 20-121 55

Die Institution Familie ist unersetzbar. Sie ist die wichtigste Keimzelle unserer Gesellschaft. Mehr als neunzig Prozent der jungen Menschen wollen eine Familie gründen. Darum tun wir alles dafür, dass Familie auch gelingen kann. Oberösterreich ist ein Land der sozialen Wärme. Wir werden weiter daran arbeiten, in Oberösterreich bestmögliche familienfreundliche Rahmenbedingungen zu schaffen.
Die Einführung des Kinderbetreuungsgeldes war ein Meilenstein in der Familienpolitik. Neben dem längeren Auszahlungszeitraum ist auch erstmals garantiert, dass Kinderbetreuung pensionsbegrün-dend wirkt. Damit ist eine Aufwertung des Arbeitsplatzes "Haushalt und Familie" verbunden.
Oberösterreich bietet den Familien viele zielgerichtete Unterstützungen an. Wenn besondere Belastungen drohen, fördert das Land Oberösterreich unter Beachtung der sozialen Gerechtigkeit, sei es beim Schuleintritt, bei Schulveranstaltungen, bei Familienurlaub oder Anschaffung eines Familienautos für Großfamilien, bis hin zur Übernahme der Kosten einer Begleitperson ins Krankenhaus oder einer kostenlosen Unfallversicherung für den haushaltsführenden Elternteil.

 

"Oberösterreich muss das familienfreundlichste Land der Welt werden. Denn wenn es den Familien gut geht, dann geht es auch unserem Land gut", so Landeshauptmann-Stellvertreter Franz Hiesl.

 

OÖ. FAMILIENOSKAR 2005

Der im Jahr 2005 bereits zum achten Mal ausgeschriebene Landes-Familienpreis, der "Familienoskar", stoßt auf großes Interesse. Mehr als 1.200 Einreichungen wurden bishers abgegeben, freut sich Hiesl über das großartige Echo dieser Aktion.
"Durch die Landesfamilienpreise wollen wir ein Zeichen setzen und gemeinsam mit den Familien und Betroffenen Rahmenbedingungen schaffen, damit Familie gelingen kann. Denn die Leistungen unserer Familien sind "unbezahlbar", so Hiesl wörtlich.

 

VEREINBARKEIT VON FAMILIE UND BERUF WIRD FÜR LEISTUNGSORIENTIERTE WIRTSCHAFT IN ZUKUNFT NOCH WICHTIGER

Eine leistungsorientierte Wirtschaft braucht heute mehr denn je ideale Rahmenbedingungen. Dazu gehört vor allem auch die Vereinbarkeit von Beruf und Familie, ist Wirtschaftskammerpräsident Dr. Rudolf Trauner überzeugt und begrüßt deshalb umso mehr, dass der Familienoskar auch heuer wieder vergeben wird.

 

Trauner: "Wenn heuer abermals oö. Betriebe für ihre Ideen und ihr Engagement im Bereich eines besseren Miteinanders von Familie und Beruf ausgezeichnet werden", so hat das nicht nur für mich und die Wirtschaftsvertretung Signalwirkung. Ich bin überzeugt, dass sich vor allem die Betriebe selbst durch nichts mehr überzeugen lassen, als durch positive Beispiele anderer Wirtschaftstreibender. Und das insbesondere auch dort, wo aufgezeigt werden soll, wie gut sich soziales Engagement und betriebswirtschaftliches Denken in Einklang bringen lassen."

 

Es liegt auf der Hand, dass sich Familienfreundlichkeit bezahlt macht. Wie sehr sich familienfreundliche Maßnahmen für alle Beteiligten rechnen, werden vor allem die bereits beim letzten Mal prämierten Betriebe bestätigen können. Der Einsatz in Sachen Familienfreundlichkeit macht für WK-Präsident Trauner gerade in Oberösterreich Sinn, rekrutiert sich doch in unserem Bundesland die Wirtschaft zu 90 Prozent aus Klein- und Mittelbetrieben mit maximal 9 Mitarbeitern. Viele davon sind selbst reine Familienbetriebe. Nicht zuletzt deshalb ist bei diesen Betrieben auch das Verständnis für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf entsprechend stark ausgeprägt.

 

Familienfreundliche Maßnahmen nutzen auf jeden Fall auch den Betrieben. Können nämlich deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter das Spannungsfeld von Familie und Beruf besser vereinbaren, erlaubt dies auch eine effizientere Nutzung ihrer Human-Ressourcen. Ausgeglichene Mitarbeiter sind ganz einfach motivierter und gesünder, was erfahrungsgemäß weniger Fehlzeiten und Krankenstände mit sich bringt; aber auch auf die Qualität in der Produktion bzw. bei der Erbringung von Dienstleistungen wirkt sich die Zufriedenheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter positiv aus.

 

Gerade in Zeiten des zunehmenden Fachkräftemangels bzw. der demografie-bedingten Überalterung unserer Gesellschaft ist es besonders wichtig, qualifizierte Arbeitskräfte gleichsam als Potenzial der Zukunft im Betrieb zu halten, betont Trauner und hält gerade familienfreundliche Maßnahmen für ein geeignetes Mittel, um gute Leute stärker an einen Betrieb zu binden. Dass damit auch der Ruf eines Unternehmens - in der heutigen Zeit ein ganz wesentlicher Faktor im Wettbewerb - zusammenhängt, sieht der Wirtschaftskammerpräsident als erwiesen an. Ein positives, familienfreundliches Image des Betriebes in der Öffentlichkeit bzw. beim Kunden nimmt mit Sicherheit auch Einfluss auf deren Kauf- und Auftragsgewohnheiten.

 

Der Familienoskar 2005 ist deshalb ein guter Anlass, um einerseits die schon vorhandene Unternehmenskultur hervorzuheben und die mitunter starke Familienorientierung der oö. Betriebe an die Öffentlichkeit zu tragen, andererseits auch Ansporn und Signal, um unsere Betriebe auch in Zukunft von der Notwendigkeit eines guten Miteinanders von Familie und Beruf zu überzeugen.

 

Auf Grund der demografischen Entwicklung kommt es in den nächsten Jahrzehnten zu einer massiven Überalterung der Gesellschaft, während gleichzeitig die Anzahl der jungen Bevölkerung weiter sinken wird. Um hier wirksam gegensteuern zu können, brauchen wir Initiativen, um die Geburtenzahlen wieder nach oben zu treiben. Maßnahmen zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf gehören auf jeden Fall mit dazu. Betriebe, die über ansprechende familienfreundliche Angebote verfügen, werden nicht nur motiviertere und zufriedenere Mitarbeiter in ihren Reihen haben, sondern sie leisten auch einen wichtigen Beitrag dazu, dass es in den nächsten Jahren wieder mehr Mut zum Kind gibt. Denn die Kinder von heute sind für die Wirtschaft die Kunden und Mitarbeiter von morgen.

 

EINLADUNG AN ALLE OÖ. UNTERNEHMEN

Das Land Oberösterreich lädt gemeinsam mit der Wirtschaftskammer zur Teilnahme beim Oö. Familienoskar 2005 ein. Aufgerufen sind alle im Land tätigen Unternehmen, ihren Beitrag zu mehr Familienorientierung einzureichen. Die bisherigen Wettbewerbe "familienfreundliche Betriebe" haben gezeigt, dass bereits sehr viel in Überlegungen investiert wird, wie Betriebe in ihrer Personalpolitik mehr als bisher Familienbelange berücksichtigen können.

 

Das Spektrum reicht von flexiblen Arbeitszeitmodellen über Weiterbildungsmaßnahmen während der Karenzzeit bis hin zu Unterstützungen bei familiären Belastungssituationen. Darüber hinaus bietet eine Vielzahl von oberösterreichischen Betrieben attraktive - für Familienkarteninhaber aber auch günstige - Angebote für die Freizeit an. Der Handel, die Dienstleister und vor allem die Gastronomie bemühen sich zunehmends um Familien mit Kindern. Neben dem Entgegenkommen in finanziellen Belangen nehmen Serviceleistungen, die auf die besonderen Bedürfnisse von Familien Rücksicht nehmen, immer mehr an Bedeutung zu. Familienparkplätze, Kinderspielecken oder Kinder-Biomenüs sind nur wenige Beispiele von familienorientierten Angeboten. Daneben beweisen Unternehmer auch durch die Zurverfügungstellung von Finanzmitteln oder sonstigen Ressourcen ein hohes Maß an gesellschaftlicher Verantwortung. Durch dieses familienorientierte Engagement namhafter oö. Unternehmen konnte das "Bündnis für Familie" gestartet werden. Einreichungen, die ein besonderes Engagement an gesellschaftlicher Verantwortung erkennen lassen, sollen auch mit der Aufnahme in das "Bündnis für Familie" ausgezeichnet werden.

 

Oberösterreich sucht seine familienfreundlichsten Unternehmen! Zündende Ideen für Kunden und Mitarbeiter sowie Initiativen zur Steigerung der Lebensqualität von Familien sind gefragt!

 

Der Familienoskar 2005 möchte sowohl personalpolitische als auch kundenorientierte Maßnahmen auszeichnen, die es Familien erleichtern, ihren Lebensentwurf umzusetzen. Der Wettbewerb versteht sich als Impuls für mehr Familienorientierung in der Unternehmenskultur, denn es ist unbestritten, dass beide Seiten davon profitieren. Auch von Seiten der öffentlichen Hand wird versucht, Familien- und Erwerbsarbeit möglichst vereinbar zu gestalten. Mit der Zuverdienstmöglichkeit zum Kinderbetreuungsgeld, dem Recht auf Teilzeit, dem Kinderbetreuungsangebot in Oberösterreich und vielen weiteren Maßnahmen bemüht sich das Land Oberösterreich, jene zu unterstützen, die durch ihre Elternschaft Verantwortung für die Zukunft unserer Gesellschaft übernommen haben. Es wird herzlich dazu eingeladen, Projekte und Projektideen vorzustellen, damit diese als Modell für ein nachhaltig familienfreundliches Land vor den Vorhang gestellt werden können.


ZIELE

Mit dem Oö. Familienoskar 2005 lädt die Oö. Landesregierung Unternehmen ein, Ideen, Aktivitäten, Maßnahmen, Aktionen usw. bekannt zu geben, die eine unternehmensinterne und/oder eine kundenorientierte Familienfreundlichkeit zum Ausdruck bringen.

 

Der Wettbewerb soll familienfreundliches unternehmerisches Engagement (arbeitnehmerorientiert, kundenorientiert) vor den Vorhang stellen. Er soll einen Anreiz zur Nachahmung bieten und dokumentieren, dass sich familiengerechte Angebote für das Unternehmen lohnen.

 

Durch die Bekanntgabe der betrieblichen Schwerpunktsetzung auf Familienfreundlichkeit sollen Betriebe, die den Schritt zur Familienorientierung noch nicht vollzogen haben, verstärkt dazu motiviert werden.

 

Der Wettbewerb soll den Impuls geben, dass Familienfreundlichkeit zu einem unverzichtbaren Bestandteil der Unternehmensphilosophie werden muss, da beide Seiten davon profitieren.

 

Durch viele gelungene Aktionen sollen positive Anregungen für den Aufbau einer "Ideenbörse" für Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Politik geschaffen werden.

 

DIE TEILNEHMER

Der Wettbewerb "Oö. Familienoskar 2005" richtet sich an alle oö. Unternehmen, unabhängig von ihrer Größenordnung und Beschäftigtenzahl.

 

DIE KRITERIEN

  • innovativ
  • multiplizierbar durch Beispielcharakter
  • sichtbarer Nutzen für Familien als Kunden oder Mitarbeiterfamilien
  • kleine Maßnahmen - große Wirkung
  • kreative Beispiele geglückter familienfreundlicher Unternehmenskultur
  • Signalwirkung für die Öffentlichkeit/Wirtschaft

Das Familienservice des Landes Oberösterreich lädt alle Wirtschaftstreibenden zum Mittun ein. Innovative Antworten, zündende Ideen, gelungene Projekte, positive Anregungen usw., die den Familien als Konsumenten das Leben erleichtern oder Mitarbeiter/innen helfen, ihr Familienleben aktiv zu gestalten, sind gesucht.

 

DIE PREISE

  • Der Siegerbetrieb gewinnt den Oö. Familienoskar - eine Bronzeplastik des oö. Bildhauers Mag. Klaus Liedl, sowie einen Geldpreis in Höhe von 2.000 Euro.
  • Als 2. Preis vergibt das Familienservice 1.000 Euro.
  • Der 3. Preis beträgt 500 Euro.

Die Prämierung der Gewinner durch Herrn Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Herrn Familien-Referent LH-Stv. Franz Hiesl im Rahmen eines Festaktes findet im November 2005 statt.

 

PREISTRÄGER AUS DEN VORJAHREN

  • OBERÖSTERREICHISCHE Versicherung AG, Linz
  • Institut für Freiraumplanung, Vöcklabruck
  • Fa. Voithofer Unternehmensberatung, Steyr
  • Betten Ammerer GesmbH & CoKG, Ried im Innkreis
  • Högl + Lorenz Shoe Group AG, Taufkirchen/Pram
  • Giffey & Partner, Hagenberg
  • Grüne Erde GmbH, Scharnstein
  • Steuerberatungsgesellschaft Ornezeder & Partner, Frankenmarkt
  • Hofstätter-Apotheke, Linz
  • Begegnungstheater "Laufende Bilder", Eferding
  • Winkler-Markt Linz, Gramastetten, Altenberg
  • KiB - Verein Kinderbegleitung, Ungenach

DIE EINREICHFRIST

Die Aktion startet sofort und endet am 30. September 2005. Die Preisträger werden schriftlich verständigt.

 

Ihren Beitrag senden Sie bitte an:
Familienservice des Landes Oberösterreich
Bahnhofplatz 1, 4021 Linz

 

Leitung: Mag. Franz Schützeneder
Projektverantwortlichkeit: Verena Hochmayr, 0732/7720 - 11584
E-Mail: familienservice@ooe.gv.at Internet: www.familienkarte.at

Logo Landeskorrespondenz

Pressekonferenz am 12. April 2005

Landesrat Dr. Josef Stockinger
zum Thema

"Rübenanbau in Oberösterreich - Entwicklungen und Perspektiven"

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer: Dipl.-Ing. Karl Zittmayr, Obmann der Oö. Rübenbauerngenossenschaft

Rückfragen-Kontakt: Mag. Michael Hammer (+43 732) 77 20-111 17

Rübenanbau in Oberösterreich

 

Mit Zucker verbindet man die angenehmen Seiten des Lebens. Der Zucker ist wegen seiner Schmackhaftigkeit aus vielen Speisen und Getränken nicht mehr wegzudenken. Viele Bereiche der Nahrungsmittelindustrie konnten sich erst durch ein ausreichendes Zuckerangebot entwickeln. Der Anbau und die Verarbeitung von Zuckerrüben haben die Entwicklung der Landwirtschaft und der bäuerlichen Strukturen auch in Oberösterreich maßgeblich beeinflusst. Der Zuckerrübenanbau ist für viele landwirtschaftlichen Betriebe ein wichtiger einkommensbildender Betriebszweig geworden.

 

Unter schwierigsten Bedingungen und viel Pioniergeist wurde 1929 mit dem Zuckerrübenanbau in Oberösterreich begonnen. Derzeit werden in Oberösterreich von 1.468 Rübenbauern 5.689 ha Zuckerrüben angebaut.


 

Grafik: Rübenanbaufläche OÖ 1929 bis 2004

 

Enorme Umweltleistung der Zuckerrübe

 

Ziel der agrarischen Produktion war und ist immer die Herstellung von gesunden Lebensmitteln. Unsere auf hohem sozialen Standard stehende Gesellschaft fordert eine umweltgerechte und nachhaltige Produktion. Die Zuckerrübe weist einen sehr hohen ökologischen Stellenwert auf, da sie selbst hohe Ansprüche an Bodengesundheit und Bodenstruktur stellt. Eine Reihe von langjährigen Bodenuntersuchungsberichten zeigt eine geringe Düngungsnotwendigkeit bei der Rübe und daher einen umfassenden Boden- und Gewässerschutz. Die Zuckerrübe wird vielerorts als Sanierungsfrucht des Bodens angesehen.

 

Eine Eigenproduktion von Zucker in den westlichen Ländern durch Zuckerrüben hat auch große positive Auswirkungen auf Umwelt und Klimaschutz weltweit. Denn: Der Anbau von Zuckerrohr in Entwicklungsländern belastet Böden und Gewässer sehr, sodass Produktionsflächen nur kurzzeitig für den Anbau geeignet sind, da sie im wahrsten Sinne des Wortes ausgebeutet werden. Dadurch werden in vielen dieser Länder für den Zuckerrohranbau exzessive Rodungen von tropischen Regenwäldern, wie z.B. in Brasilien vorgenommen.


Keine vergleichbaren Sozial- und Umweltstandards auf weltweitem Zuckermarkt

 

Auf dem weltweiten Zuckermarkt herrscht natürlich ein großes Ungleichgewicht zwischen dem Zuckerrohranbau mit niedrigen Sozial- und Umweltstandards und dem Zuckerrübenanbau mit nachhaltigen Bewirtschaftungsformen mit höheren Sozial- und Umweltstandards.

 

Oberösterreich hat an der gesamten österreichischen A- und B-Weißzuckerquote im Rahmen der Europäischen Zuckermarktordnung einen Anteil von 13,8 %. Daraus ergibt sich eine Länderquote für Oberösterreich von 43.883 Tonnen AWZ und 9.605 Tonnen BWZ

Grafik: Zuckerquote Österreich Kreisdiagramm

Oberösterreich ist damit nach den starken Zuckeranbaugebieten Niederösterreich und Wien an dritter Stelle der Bundesländer.

 

Europaweit gibt es viele Länder, für die der Rübenanbau einen wichtigen Wirtschaftszweig darstellt. Österreich stellt rund 2,7 % der gesamteuropäischen Zuckerquoten.

Grafik: Zuckerquote Europaweit Kreisdiagramm

 

Liberalisierung des Zuckermarktes ist abzulehnen

 

Für das heurige Jahr haben die oö. Rübenbauern die Saat ausgebracht. Es ist dies vorläufig das letzte Jahr, in dem auch die Ernte und der Absatz gesichert ist. Die Diskussion rund um die Änderung der EU-Zuckermarkt-ordnung bereitet den oö. Rübenbauern aber große Sorgen.

 

Die Pläne der EU für eine radikale Reform der EU-Zuckermarktordnung sind entschieden abzulehnen. Die darin vorgesehene Kürzung der Erzeugungsquoten von 17,4 auf 14,6 Millionen Tonnen sowie eine Senkung des Mindestpreises von 43,6 auf 27,4 Euro je Tonne hat für die Rübenbauern eine existenzbedrohende Bedeutung. Durch diese einseitige Marktliberalisierung wird nicht die wirtschaftliche Situation der ärmsten Entwicklungsländer verbessert, sondern werden vor allem die Großabnehmer in der Industrie unterstützt. "Auch die Verbraucher werden von der Zuckerpreissenkung kaum etwas spüren", so Agrar-Landesrat Stockinger und der Obmann der oö. Rübenbauerngenossenschaft Dipl.-Ing. Karl Zittmayr.

 

"Mit der Reform wird ein gut funktionierendes System mutwillig zerstört und ein wichtiges Standbein unserer Landwirtschaft in eine Krise geführt. Die Wertschöpfung aus Rübenanbau und Zuckerwirtschaft wird auf andere Kontinente abwandern", warnen Stockinger und Zittmayr.


Hoffnungs- und Zukunftsmarkt Biokraftstoff

 

Eine alternative Verwertungsmöglichkeit für Zuckerrüben bietet die Umsetzung der Biokraftstoffrichtlinie. Diese sieht vor, dass ab 1. Oktober 2005 2,5 % Biokraftstoff den fossilen Kraftstoffen beigemengt wird und 5,75 % ab 2008. Aus einem Hektar Zuckerrüben lassen sich 6.000 Liter Bioethanol für die Benzinbeimischung herstellen.

 

Für die Beimischung beim Diesel wird Biodiesel auf Rapsölbasis eingesetzt. Über die Ansiedlung einer Biodieselanlage im Ennshafen sind die Gespräche schon sehr weit fortgeschritten.

Logo Landeskorrespondenz

Pressekonferenz am 12. April 2005

Landesrat Rudi Anschober
zum Thema

Oö. arbeitet aktiv an der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer:

Dr. Gustav Schay, Abteilung Wasserwirtschaft

DI Clemens Gumpinger, Technisches Büro für Gewässerökologie Wels

Rückfragen-Kontakt: Mag.ª Sandra Haidinger  (+43 732) 77 20-120 83

Oö. arbeitet aktiv an der Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie: zwei neue Gewässerschutzberichte zeigen großen Handlungsbedarf in Oberösterreich

 

Fischökologische Studie zeigt, dass beim Großteil der untersuchten Fließgewässerstrecken der ökologische Zustand auf Basis der Fische als "mäßig" klassifiziert werden muss und Maßnahmen zur Verbesserung eingeleitet werden müssen - auch "Durchwanderbarkeit" der Flüsse stark verbesserungswürdig.

Zentrale Forderung der im Jahre 2000 in Kraft getretenen und seit Dezember 2003 in das nationale Recht übernommenen Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) ist das Erreichen eines guten ökologischen Zustandes an unseren Oberflächengewässern. Zur Beurteilung des Zustandes der Gewässer werden dabei biologische, chemisch-physikalische und hydromorphologische Qualitätskomponenten herangezogen. Biologischer Parameter ist dabei u.a. die Fischfauna, die in der Studie "Fischökologischer Zustand der Fließgewässerstrecken" untersucht wurde.

"Mit dieser praxisbezogenen Studie  wird von der Oö. Wasserwirtschaftsabteilung nicht nur ein konstruktiven Beitrag zu den ökologischen Bewertungsmethoden anhand der Fischfauna geliefert, sondern es wurde erstmals systematisch in unserem Bundesland die aktuelle Fischbesiedlung an ausgewählten Messpunkten des etablierten Gewässerüberwachungsnetzes (Landesmessstellennetz) erhoben.  Durch einen Vergleich der aktuell gegebenen Fischartenzusammensetzung mit der potenziell natürlichen Fischfauna kann auf den ökologischen Zustand der Gewässer insgesamt geschlossen werden", so Oö. Umwelt- und Wasserlandesrat Rudi Anschober.
Ziel gemäß EU-Wasserrahmenrichtlinie ist es, bis 2015 wieder einen naturnahen Fischbestand in unseren Fließgewässern vorzufinden.

 

Mit dem  Bericht "Wehrkataster der Krems und ihrer Zubringer" liegt nunmehr nach der Pram, der Gusen, dem Innbach und der Maltsch, die fünfte derartige Erhebung in Oberösterreich vor. In den Einzugsgebieten der Aschach, der Seeache und der Antiesen wird derzeit an der Fertigstellung gearbeitet.


Die Ergebnisse dienen als Grundlage für Planungen zur Sanierung von Flusseinzugsgebieten im Sinne der Anforderungen der Wasserrahmenrichtlinie.


"Im Einzugsgebiet der Krems wird zur Zeit auch eine wasserwirtschaftliche Gesamtstudie erarbeitet, die unter anderem einen zeitgemäßen Hochwasserschutz (Schutz der Siedlungsräume vor 100-jährlichen Hochwässern) mit den Anforderungen der Ökologie verbinden soll. Dort wo schutzwasserbauliche Maßnahmen gesetzt werden, soll auch die im Wehrkataster ausgewiesenen unpassierbaren Querbauwerke so umgestaltet werden, dass die Durchgängigkeit möglichst wieder hergestellt wird", so Anschober.

 

Die Berichte im Detail:

 

Fischökologischer Zustand der oö. Fließgewässerstrecken

Als Grundlage für die Bestandsaufnahme der Fische wurde das mittlerweile zur systematischen Problembearbeitung und -lösung schon mehrfach genutzte Landesmessnetz herangezogen. Das in Oberösterreich im Rahmen des amtlichen Immissionsmessnetzes und des biologischen Untersuchungsprogramms erarbeitete chemische, physikalische und biologische Datenmaterial wird nun auch durch Daten zur aktuellen Fischfauna und auch zur Gewässerstruktur vervollständigt. Gerade bei der vorliegenden Fisch-Studie kommt der mittlerweile durch die sog. "Wehrkataster"-Aufnahmen eingeleiteten systematischen Erfassung von Quer- und Längseinbauten, die Wanderbarrieren für Fische und andere Wassertiere darstellen, eine große Bedeutung zu.

 

Fischökologischer Zustand - Was bedeutet das?
Zur Bewertung des ökologischen Zustandes einer Gewässerstrecke anhand der Fische wird die aktuelle Fischartengemeinschaft mit der potenziell natürlichen Fischartengemeinschaft oder Leitbild verglichen. Da dieser ursprüngliche Referenzzustand für jedes Gewässer charakteristisch und unterschiedlich ist, muss anhand umfassender Recherchen historischer Aufzeichnungen und Karten die potentiell natürliche Fischfauna für jedes einzelne Gewässer individuell erstellt werden. Die charakteristischen abiotischen und biotischen Bedingungen müssen dabei unbedingt berücksichtigt werden.

 

Die Ergebnisse
Der ökologische Zustand von 33 Fließgewässerstrecken in Oberösterreich lässt sich anhand der durchgeführten Untersuchungen auf Basis der Fische als "mäßig" klassifizieren:

  • Für alle 15 Gewässerstrecken der typologischen Einheit des Alpenvorlandes sollten gemäß der WRRL Maßnahmen zur Verbesserung des Zustandes entworfen und umgesetzt werden.
  • Von den 14 im Granit- und Gneishochland des Mühlviertels befischten Gewässerabschnitten befinden sich 3 in "gutem ökologischen Zustand" und erfüllen damit die Mindestanforderung der Wasserrahmenrichtlinie. Die übrigen 11 Strecken werden wiederum als "mäßig" bzw. in "unbefriedigendem ökologischen Zustand" bewertet. Für diese Abschnitte sind ebenfalls Verbesserungsmaßnahmen zu skizzieren und umzusetzen.
  • Im Bereich der nördlichen Kalkvoralpen befinden sich 2 von 4 Gewässerstrecken in "mäßigem" bzw. "unbefriedigendem ökologischen Zustand".

Wesentliche Einflussfaktoren auf die Fischfauna sind dabei die:

  • Wasserbeschaffenheit,
  • Defizite in der Gewässerstruktur (Verbauungsmaßnahmen) und
  • Zerschneidung der Gewässersysteme durch Querbauwerke, welche die Fischwanderung unterbinden.

Besonders für charakteristische Leitfischarten (Huchen, Nase), die über weite Strecken wandern, sind früher besiedelte und heute isolierte Lebensräume nicht mehr erreichbar.

 

Maßnahmen für die Zukunft
Eine eingehende Defizit-Analyse auf Basis der vorliegenden biologischen, chemisch-physikalischen und hydromorphologischen Daten zur Erstellung einer prioritären Reihenfolge der wichtigsten Sanierungsmaßnahmen für die einzelnen  Gewässerstrecken ist daher notwendig, anhand derer die zuständigen Stellen unmittelbar in Detailplanung und Umsetzung gehen können. Unabhängig von der Reihenfolge der Maßnahmen in den einzelnen Abschnitten werden in Zukunft verstärkt folgende Maßnahmen zu setzen sein:

  • Restrukturierung der Gewässer unter ökologischen Gesichtspunkten,
  • Schaffung der Durchgängigkeit der Flüsse, Vernetzung der Gewässersysteme durch das Überwinden von Wanderbarrieren,
  • nicht nur die Durchgängigkeit der großen Flüsse, sondern auch die Anbindung der Zubringer erreichen, die wichtige Laichstätten  und Rückzugsräume für die Fische aus den größeren Gewässern darstellen,
  • Verminderung der Stoffeinträge vor allem aus der Fläche.

Wehrkataster der Krems und ihrer Zubringer

Wissenschaftliche Untersuchungen auf der ganzen Welt haben gezeigt, dass das Fließkontinuum das entscheidende Charakteristikum der Fließgewässer ist. Es prägt sämtliche biologischen Vorgänge im Ökosystem Fluss. Fließgewässerorganismen nutzen die Möglichkeit ausgedehnter Migrationen in der Regel mehrfach oder sogar regelmäßig im Laufe ihres Lebens für die Erschließung der für das jeweilige Entwicklungsstadium optimalen Lebensräume als Nahrungs-, Aufwuchs- oder Fortpflanzungshabitat.

 

Dabei sind zu unterscheiden:

  • langfristige Wanderungen zu zum Teil weit entfernten Laichhabitaten,
  • auch tageszeitlich bedingte Wanderungen über verhältnismäßig kurze Distanzen z.B. der Wechsel zwischen Nahrungs- und Ruhebereichen,
  • die Besetzung unterschiedlicher ökologischer Nischen durch unterschiedliche Altersstadien einer Art.

Wanderungsaktivitäten sind, aus welchen Gründen und über welche Distanzen sie auch immer durchgeführt werden, für das Überleben jeder Fischart nötig. Als logische Schlussfolgerung leitet sich daraus ab, dass sich die Durchwanderbarkeit unserer Fließgewässer ursächlich auf ihren ökologischen Zustand auswirkt.

 

Wehrkataster
Zur Feststellung der aktuell vorherrschenden Situation in den oö. Fließgewässern wird vom Amt der Oö. Landesregierung, Abteilung Wasserwirtschaft/Gewässerschutz seit einigen Jahren die Erstellung von Wehrkatastern beauftragt. Im Sinne einer "ökologischen Defizitanalyse" soll das wahre Ausmaß dieser Art von Eingriffen flächendeckend sichtbar gemacht werden.
Diese beinhalten:

  • die Kartierung aller künstlichen Querbauwerke,
  • deren Beurteilung bezüglich der Passierbarkeit und die
  •  Rangreihung der wichtigsten Sanierungsmaßnahmen im Einzugsgebiet.
  •  Außerdem wird im Rahmen der Freilandarbeiten der Verbauungsgrad der Uferlinie erfasst.

Die Bearbeitung eines ganzen Flusseinzugsgebietes erlaubt in einer Gesamtbetrachtung eine prioritäre Rangreihung der Wanderhindernisse und liefert somit Hauptansatzpunkte zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit. Dieser entscheidende Punkt macht die Arbeit zu einem Planungsinstrument für eine ökologisch effiziente und zugleich kostensparende Renaturierung eines Gewässersystems.

 

In den letzten Jahren wurden Wehrkataster für die Flussgebiete von Pram, Gusen, Innbach und Maltsch erstellt. Die Erhebungen für Aschach und Seeache sind mittlerweile ebenfalls bereits abgeschlossen. Das Antiesen-Einzugsgebiet wird aktuell bearbeitet. Mit vorliegendem "Wehrkataster der Krems und ihrer Zuflüsse" wurde ein weiteres Einzugsgebiet kartiert und damit die Grundlage für die Wiederherstellung der longitudinalen Durchgängigkeit geschaffen.

 

Erste Schritte zur Umsetzung:
Die Ergebnisse der Wehrkataster als Grundlage für Planungen zur Sanierung von Flusseinzugsgebieten im Sinne der Anforderungen an die EU-Wasserrahmenrichtlinie sind bereits in mehreren konkreten Vorhaben und Projekten eingegangen:

  • IST-Bestandsanalyse (Bund, Land) der Oö. Fließgewässer (> 100 km²) für den mittlerweile eingeforderten Status-Bericht an die EU-Kommission
  • Natura 2000-Gebiet Maltsch (Naturschutz): Wehrkataster als Grundlage für Managementplan
  • Pilotprojekt Pramauer Bach, "Wiederherstellung der longitudinalen Durchgängigkeit des Pramauer Baches" (Gewässerschutz): erstes Fließgewässer in Oö. welches im Sinne der WRRL für aquatische Organismen vollständig durchgängig gemacht wurde
  • Projekt: "Fischökologische Studie des Einzugsgebietes der Oberen Aschach" (Gewässerschutz): fischökologische Bewertung der Zubringer zur Aschach und der Aschach selbst.
  • Projekt: "Natura 2000-Gebiet Mond- und Attersee" - Seeache (Naturschutz): Durchgängigkeit für Perlfisch und Seelaube. Wehrkataster als Grundlage für Managementplan

Ergebnisse - Wehrkataster Krems
Die Situation in allen bisher untersuchten Einzugsgebieten ist grundsätzlich ähnlich.
Die Verteilung der 420 Querbauwerke auf einer Untersuchungsstrecke von etwa 140 km Länge ergibt durchschnittlich 330 m freie Fließstrecke zwischen 2 Wanderhindernissen. Verglichen mit den Werten aus anderen Wehrkatastern stellt sich das Krems-System damit als am Stärksten durch Querbauwerke beeinflusstes Flußsystem dar (Pram 430 m, Gusen 350 m, Innbach 390 m, Maltsch 370 m). Die geringe durchschnittliche Distanz zwischen zwei Querbauwerken im gesamten Einzugsgebiet ist hauptsächlich auf die massiv verbauten Zuflüsse im Oberlauf der Krems zurückzuführen.

 

Mit knapp unter 15 % sind 63 Bauwerke für flussaufwärtswandernde Fische problemlos passierbar. Knapp unter 30 % sind eingeschränkt passierbar, rund 16 % sind weitgehend unpassierbar. Der überwiegende Rest von ca. 40 % ist für aufwandernde Fische völlig unpassierbar.

Für flussabwärts wandernde Fische sind weniger Probleme hinsichtlich der Durchwanderbarkeit gegeben, dennoch sind fast 14 % der Querbauwerke auch als absolutes Hindernis bei der Abwärtswanderung einzustufen.

 

Rund 37 % der Ufer im gesamten Einzugsgebiet sind reguliert oder massiv verbaut.

 

Aus den gewonnenen Daten wurden Übersichtskarten über Quer- und Längsverbauung erstellt. Zudem erfolgt eine kartographische Darstellung der 60 vorrangigen Sanierungsstandorte. Durch die Verschneidung der Informationen aus Quer- und Längsverbauung können vorrangige Sanierungsabschnitte detektiert werden.

 

Sanierungsmaßnahmen im Krems-System


Die Wiederherstellung der longitudinalen Durchwanderbarkeit im Krems-System sollte angesichts der prekären Situation beim Hochwasserschutz immer unter Berücksichtigung eventuell möglicher, großflächiger Sanierungskonzepte erfolgen. Der Wehrkataster Krems soll daher schon als Datenbasis und Entscheidungsgrundlage für bereits jetzt geplante Projekte im Einzugsgebiet herangezogen werden. Im Zuge von Flussbettaufweitungen oder der Anlage größerer Retentionsflächen innerhalb des Gewässersystems können selbst hohe Wehranlagen problemloser entfernt oder umgebaut werden, als dies bei der Betrachtung des einzelnen Standortes möglich ist.
Zusammenfassend müssen folgende Schwerpunkte vorrangig behandelt werden:

  • Schaffung der Durchgängigkeit zusammenhängender Naturstrecken
  • Restwasserdotation in den aktuell trockenen fallenden Ausleitungsstrecken
  • Herstellung der Erreichbarkeit aller Zuflüsse
  • Abtragen ungenutzter Querbauwerke, Rückführung der Staubereiche in Fließstrecken
  • Schaffung der Passierbarkeit aller Querbauwerke

Ausblick
Die Sanierungsvorschläge in den Wehrkatastern können nur durch interdisziplinäre Zusammenarbeit realisiert werden. Nur in einer gemeinsamen Anstrengung aller Beteiligten wird eine erfolgreiche Umsetzung zu erreichen sein.

 

Querbauwerke zur Stabilisierung der Sohle sind eine konsequente Fortsetzung der Gewässerbegradigung, die den Abfluss beschleunigt und die Tiefenerosion verstärkt. Dieser grundsätzliche Zusammenhang erzwingt aber nicht, die Hindernisse so zu bauen, dass sie für wandernde Fische unüberwindbar sind. Dasselbe gilt für Wasserkraftanlagen, die notfalls mittels "Fischaufstiegshilfen" überwindbar gemacht werden.

Das Wissen über Defizite, die meist aus Unkenntnis über die ökologischen Zusammenhänge entstanden sind, ist der erste Schritt zu deren Beseitigung. Erst die systematische Erfassung und Auswertung der Daten ermöglicht ein Entwickeln einer Strategie, um wirkungsvoll und sparsam die notwendigen Veränderungen zu ermöglichen. Schutzwasserbau und Wasserkraft werden gleichermaßen betroffen sein.

Logo Landeskorrespondenz

Pressekonferenz am 12. April 2005

Landesrätin Dr. Silvia Stöger


zum Thema

Essverhalten und Körperbewusstsein bei 8- bis 14-jährigen

KB)
Weitere Gesprächsteilnehmer: Mag. Gabriele Stampler, Österreichisches Institut für Kinderrechte & Elternbildung

Rückfragen-Kontakt:  Walter Walch (+43 732) 77 20-111 26

Body & Soul

Essverhalten und Körperbewusstsein bei 8-14-Jährigen

 

Eine Studie des Österreichischen Instituts für Kinderrechte & Elternbildung
im Auftrag der Oberösterreichischen Landesregierung

 

AUSGANGSLAGE

 

Gesundheitsthemen sind heute sehr oft in Zeitgeist-Themen (z.B. Fitness und Wellness) unserer Gesellschaft eingebettet. In diesem Zusammenhang rückt der "perfekte Körper" immer mehr ins Zentrum der Aufmerksamkeit, umfassende und nachhaltige Gesundheitsvorsorge hingegen eher an den Rand. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass viele  Menschen mit den vorgegebenen Idealen nicht zu Recht kommen. Das betrifft vor allem Mädchen und Frauen, zunehmend aber auch Burschen und Männer. Essstörungen nehmen dramatisch zu. Derzeit sind zwei gegenläufige Trends sichtbar: Sowohl Magersucht als auch Fettsucht sind im Zunehmen begriffen. "Magersucht und Adipositas sind zwei Seiten einer Medaille der industrialisierten Gesellschaft", meint Landesrätin Stöger und begründet den Auftrag zur Studie mit ihrer Besorgnis darüber, dass "wir nicht warten sollten, bis wir ähnlich dramatische Verhältnisse wie in den USA erreicht haben - Handlungsbedarf besteht schon jetzt ausreichend."


FRAGESTELLUNGEN

 

Die zentralen Fragestellungen der Studie beziehen sich auf die Themenkomplexe Ernährung, Bewegung, Körper und Körperbilder, Körperbewusstsein, Selbstbewusstsein und Umgang mit sich selbst. Mit einem speziellen Fokus auf Oberösterreich wurden 673 Mädchen und Buben im Alter zwischen acht und vierzehn Jahren zu ihrem Ess-, Bewegungs- und Freizeitverhalten befragt, darüber, wie sie sich selbst sehen und wie sie von anderen gesehen werden, ob sie mit sich selbst zufrieden sind oder ob sie gern etwas verändern würden.

 

ERHEBUNG

 

Die Studie setzt sich aus zwei methodischen Blöcken zusammen: einem quantitativen und einem qualitativen Teil. Bei der quantitativen Fragebogenerhebung konnten 673 Fragebögen ausgewertet werden. Zur intensiveren Behandlung der Thematik wurden mit drei Mädchen und drei Buben qualitative, themenzentrierte Interviews durchgeführt. Die Interviews orientierten sich an einem Interviewleitfaden und konzentrierten sich speziell auf die Frage nach der Zufriedenheit mit sich selbst und davon abhängigen Faktoren.


ERGEBNISSE

  • Zwei Drittel der Befragten bewegen sich im Bereich des Normalgewichts, ein Drittel teilt sich auf in unter- bzw. übergewichtig.
  • Insgesamt findet sich mehr als ein Drittel der Befragten zu dick. Die Mädchen sind mit ihrem Aussehen viel unzufriedener als die Buben. 69% der Mädchen geben an, dass sie gern dünner wären, hingegen wären 80% der Burschen gern muskulöser. Rund 10 % der Jugendlichen haben bereits Diäterfahrungen. Über 70% davon sind Mädchen. Ausschließlich Mädchen geben an, über regelmäßige Diäterfahrungen - mehrmals eine Woche lang - zu verfügen.
  • Im täglichen Ablauf überwiegen eindeutig die passiven, nicht bewegungsorientierten Freizeitbeschäftigungen. Zu den Beschäftigungen, die eine große Gruppe der Kinder und Jugendlichen fast täglich tun, gehören: Fernsehen/Video/DVD 76,8%, Musik hören 72,7%, Lesen 43%, Computerspiele 37,6%.
  • Zu den Tätigkeiten, die einmal in der Woche gemacht werden gehören: Basteln/Werken 36%, Turnen/Gymnastik 33,6%, Radfahren 28,8%, Mannschaftssport 27,7%, Kochen 27%, Schwimmen 21,2%, Computerspiele 22,7%, Lesen 20,4%, andere Sportarten 16,3%.

EMPFEHLUNGEN

 

Mehr Prävention in jungen Jahren

Mit der Prävention von Essstörungen und Ernährungsfehlverhalten muss man so früh wie möglich beginnen. Wer seinen Körper und seine Bedürfnisse wahrnehmen, annehmen und ernst nehmen kann, ist später weniger anfällig für gestörtes Essverhalten. Mit geringem Selbstwert steigt die Unzufriedenheit mit dem eigenen Aussehen, dem eigenen Körper. Primärpräventive Maßnahmen im Kindesalter können dazu beitragen eine positive Einstellung zum eigenen Körper zu entwickeln.

 

Bewusstseinsarbeit in Bezug auf Körper und Ernährung
Im Kindesalter ist es wichtig, eine gute Beziehung zum eigenen Körper zu entwickeln. Im Jugendalter, wo die körperliche Attraktivität einen besonders hohen Stellenwert einnimmt, wird es wichtig, gesellschaftliche Klischees und Wertvorstellungen zu hinterfragen und vorherrschende Körperbilder zu analysieren.

 

Gesundheitserziehung und Gesundheitsprogramme
Kostenlose und niederschwellige Beratung und ganzheitliche Gesundheitsprogramme speziell für Kinder und Jugendliche, die im Zusammenhang mit gestörtem Essverhalten auf medizinische, psychologische, familiäre und schulische Probleme eingehen.

 

Mehr Bewegungsraum schaffen
Ein breiteres Angebot an Spielplätzen und Bewegungsmöglichkeiten im öffentlichen Raum - für alle Altersgruppen und zum Teil geschlechtlich getrennt.
Keine Einschränkung der Anzahl von Turn- und Bewegungsstunden in der Schule.

 

Gesunde Nahrungs-Grundversorgung in Kindergarten und Schule
Wie auch die vorliegende Studie zeigt, frühstücken sehr viele Kinder unter der Woche nicht. Meistens, weil in der Früh nicht genügend Zeit ist, um gemütlich zu frühstücken und/oder so früh am Morgen noch kein Appetit vorhanden ist. Vitalstoffreiches brainfood, das am Morgen in der Schule angeboten wird, wäre für Körper und Geist ein guter Start in den lernintensiven Schulalltag. Ebenso wichtig wäre ein gesundes Mittagessen im Kindergarten und in der Schule.

Presseinformationen

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at