Amt der Oö. Landesregierung
4021 Linz • Landhausplatz 1

Telefon (+43 732) 77 20-0
Fax (+43 732) 77 20-2116 68

E-Mail post@ooe.gv.at
www.land-oberoesterreich.gv.at

Reihenhäuser

Gefördert wird die Errichtung von Eigenheimen durch die Gewährung von Zuschüssen zu Hypothekardarlehen oder eines einmaligen nichtrückzahlbaren Zuschusses, sofern die Anlage aus mindestens 3 Reihenhäusern bzw. 2 Doppelhäusern besteht.

Wer wird gefördert?

Förderbar sind grundsätzlich jene Personen, die Eigentümer der zu verbauenden Liegenschaft sind, das geförderte Eigenheim mit Hauptwohnsitz beziehen und ihre bisherigen Miet- und Eigentumsrechte der letzten fünf Jahre aufgeben.

Die Voraussetzungen der "förderbaren Person" (siehe "Begriffe zum Thema Wohnen") müssen erfüllt sein.

Einkommensgrenzen

Das Jahreshaushaltseinkommen besteht aus der Summe der Einkommen des Förderungswerbers und des im gemeinsamen Haushalt lebenden Ehegatten, Lebensgefährten oder eingetragenen Partners und darf folgende Einkommensgrenzen nicht übersteigen:

1 Person 37.000 Euro
2 Personen 55.000 Euro
Für jede weitere Person im gemeinsamen Haushalt  ohne Einkommen zusätzlich 5.000 Euro
Alimentationsverpflichtungen pro Kind zusätzlich 5.000 Euro

Das Jahreshaushaltseinkommen besteht aus den Bruttoeinkünften abzüglich der Werbungskosten (z.B. Sozialversicherung, Pendlerpauschale etc.) gemäß § 16 Einkommensteuergesetz 1988 und der einbehaltenen Lohnsteuer.
Familienbeihilfe, Unterhaltszahlungen für Kinder, gesetzlich geregelte Waisenrenten, Pflegegelder und Abfertigungen zählen nicht zum Einkommen.

Die Förderung wird um 25 Prozent, 50 Prozent bzw. 75 Prozent reduziert, wenn die Einkommensgrenzen um höchstens 10 Prozent, 20 Prozent bzw. 30 Prozent überschritten werden.

Einkommensnachweise:

  1. Arbeitnehmer, die nicht zur Einkommensteuer veranlagt sind:
    Lohnzettel bzw. Einkommensteuerbescheid gemäß Arbeitnehmerveranlagung
  2. Zur Einkommensteuer veranlagte Personen:
    Letzter Einkommensteuerbescheid
  3. Landwirte:
    Letzter land- und forstwirtschaftlicher Einheitswertbescheid
  4. zusätzliche Bestätigungen über Bezug von Arbeitslosen-, Kinderbetreuungs- und Wochengeld, bedarfsorientierte Mindestsicherung, Notstandshilfe u.dgl.

Was wird gefördert?

Die Errichtung von Reihenhäusern und Doppelhäusern sofern die Anlage aus mindestens drei Reihenhäusern bzw. zwei Doppelhäusern besteht, deren zugeordnetes Grundstück einschließlich der verbauten Fläche im Durchschnitt für jedes Eigenheim der Gesamtanlage 400 nicht übersteigt. Die Reihenhäuser und Doppelhäuser müssen über eine zusammenhängende thermische Hülle verfügen. Das Eigenheim muss eine Mindestgröße von 80 aufweisen.

Wie wird gefördert?

A. Variante variable Verzinsung:

Zuschüsse zu einem Hypothekardarlehen der Oberösterreichischen Landesbank Aktiengesellschaft mit einer Laufzeit von 30 Jahren.
Die Höhe des Zuschusses beträgt ein Sechstel des geförderten Hypothekardarlehens, aufgeteilt auf die Darlehenslaufzeit von 30 Jahren. Während der ersten 15 Jahre beträgt die Höhe des Zuschusses 5 % pro Jahr und für die restliche Laufzeit 1,67 % pro Jahr des gesamten Förderbetrages.
Die variable Verzinsung erfolgt auf Basis des 3-Monats-Euribors zuzüglich eines nach oben begrenzten Aufschlags. Die Tilgung beträgt im ersten Jahr 2,10 % des ursprünglichen Darlehensbetrags, danach wird diese um 1,86 % p.a. erhöht.

B. Variante Fixzinssatz:

Zinsenzuschüsse zu einem Hypothekardarlehen der Oberösterreichischen Landesbank Aktiengesellschaft mit einer Laufzeit von 20 Jahren und einer Fixverzinsung.
Die Fixverzinsung beträgt mindestens 1 % der gesamten Verzinsung.
Die Höhe des Zuschusses beträgt bis zu 1,50 % der gesamten Verzinsung.
ACHTUNG: Eine Antragstellung für diese Förderung ist nur bis zum 31.12.2019 möglich.

Nach Ablauf von 5 Jahren kann der Zuschuss für beide Varianten neu bemessen werden, wenn sich z.B. das Einkommen oder das Zinsniveau in der Zwischenzeit wesentlich geändert haben. Die Zinsenzuschüsse können auch zur Gänze entfallen, wenn die Einkommensgrenzen, die die Voraussetzung der Förderbarkeit bilden, überschritten werden.

C. Einmaliger, nicht rückzahlbarer Zuschuss in Höhe von 6 % des geförderten Hypothekardarlehens.
ACHTUNG: Eine Antragstellung für diese Förderung ist nur bis zum 31.12.2019 möglich.

Höhe des geförderten Hypothekardarlehens:
Bei der Errichtung als Standardhaus beträgt das geförderte Hypothekardarlehen 63.000 Euro.

Mögliche Förderzuschläge:

Das geförderte Hypothekardarlehen erhöht sich um:

  • 5.000 Euro bei der Errichtung als Niedrigenergiehaus
  • oder 10.000 Euro bei der Errichtung als Optimalenergiehaus
    Konkrete Erläuterungen zum Standard-, Niedrigenergie- bzw. Optimalenergiehaus finden Sie im Formular “Bauteilbeschreibung Neubau”.
  • 10.000 Euro bei Verzicht auf mineralölbasierte Dämmstoffe an der thermischen Hülle (davon ausgenommen sind erdberührte Dämmschichten).
    Konkrete Erläuterungen zum Thema „Verwendung von nicht-mineralölbasierten Dämmstoffen“ finden Sie im Formular „Bauteilbeschreibung Neubau“.
  • 12.000 Euro für jedes Kind, das zum Zeitpunkt der Antragstellung mit Hauptwohnsitz im gemeinsamen Haushalt des Förderungswerbers lebt, wenn der/die Grundeigentümer/in oder der/die Ehegatte/in für das Kind Familienbeihilfe bezieht. Bei der Fördervariante mit 30 Jahren Laufzeit gilt dies auch für Kinder, die innerhalb von fünf Jahren ab Datum der Zusicherung geboren werden. Die Zuzählung dieses nachträglich bewilligten Betrags erfolgt jedoch vermindert um die seit Laufzeitbeginn fiktiv angefallenen Kapitaltilgungsbeträge bei angenommener gleichzeitiger Auszahlung beider Darlehensbeträge. Die ursprüngliche Darlehenslaufzeit wird durch diese Aufstockung nicht verändert.
  • 3.000 Euro, wenn das Eigenheim barrierefrei errichtet wird.
    Konkrete Erläuterungen zum Thema „Barrierefreiheit“ finden Sie im Formular „Bauteilbeschreibung Neubau”.

  • 20.000 Euro für die Errichtung einer zweiten Wohnung, wenn sie innerhalb von 10 Jahren ab Baubewilligung errichtet wird.
    Die 2.Wohnung muss mit Hauptwohnsitz von nahestehenden Personen im Sinne des § 2 Z.14 Oö. WFG 1993 bewohnt werden (Verwandte in gerader Linie einschließlich der Wahlkinder, Verwandte im 2. Grad der Seitenlinie, Verschwägerte in gerader Linie und Verschwägerte im 2. Grad der Seitenlinie).
    Die Anweisung der Zuschüsse bei der zweiten Wohnung erfolgt erst nach Nachweis des Bezugs mit Hauptwohnsitz.
    Die Wohnung hat eine Mindestgröße von 80m² aufzuweisen. Für die Errichtung einer 2. Wohnung gibt es keine Steigerungsbeträge.

 

FÖRDERUNGSVORGANG:

  1. Vorzeitiger Baubeginn
    Der Errichter muss nach Vorlage der entsprechenden Unterlagen um den vorzeitigen Baubeginn für die gesamte Reihenhausanlage ansuchen.
    Mit dem Bau darf erst nach Erteilung des vorzeitigen Baubeginns durch die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung, begonnen werden. 
    Es wird darauf hingewiesen, dass die Zustimmung zum Baubeginn keinen Rechtsanspruch auf die Förderung begründet.
  2. Antragstellung
    Das Ansuchen kann vom Käufer des Reihenhauses nach Eintragung des Eigentumsrechtes im Grundbuch erfolgen. Voraussetzung ist ein vollständig ausgefülltes und mit allen erforderlichen Unterlagen versehenes Ansuchen.
  3. Förderungszusicherung
    Voraussetzung für die Auszahlung des Hypothekardarlehens ist die grundbücherliche Sicherstellung und die Fertigstellung des Rohbaus mit Bedachung.
    Die Auszahlung des einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschusses erfolgt nach Bezug des geförderten Eigenheims, Aufgabe der bisherigen Wohnrechte und Erfüllung aller energetischen Auflagen.

Voraussetzungen der Darlehensauszahlungen:
Die OÖ. Landesbank Aktiengesellschaft wird von Ihnen folgende Unterlagen anfordern:

  • Rohbaubestätigung (mit Dach); Ausstellung erfolgt durch die Gemeinde.
  • Rücksendung des gerichtlich oder notariell beglaubigten Schuldscheines.
  • Der OÖ. Landesbank Aktiengesellschaft bleibt es unbenommen, weitere erforderliche Nachweise, vor allem im Hinblick auf die Absicherung des Darlehens, zu verlangen.
     

Aus der Förderung erwachsen Ihnen nachstehende Verpflichtungen:

  • Bezug des geförderten Eigenheims innerhalb von längstens 3 Jahren ab Datum der Zusicherung.
  • Aufgabe sämtlicher Wohnungen (Miet- und Eigentumswohnungen), die in den letzten 5 Jahren, gerechnet vom Zeitpunkt der Förderungszusicherung, bewohnt wurden, spätestens 6 Monate nach Bezug des geförderten Eigenheims.
  • Widmungsgemäße Verwendung, d.h. das Wohnobjekt muss vom Förderungsnehmer selbst mit Hauptwohnsitz bewohnt werden. Ehepaare und eingetragene Partner müssen denselben Hauptwohnsitz haben. Eine geförderte zweite Wohnung muss mit Hauptwohnsitz bewohnt werden.

Werden diese Verpflichtungen nicht erfüllt, erfolgt die Einstellung bzw. Rückforderung der Zuschüsse!

  • Bei Inanspruchnahme des einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschusses sind die Förderungsauflagen analog der Hypothekardarlehensvariante für 30 Jahre  einzuhalten. Bei Verkauf der Liegenschaft ist der Förderungsnehmer verpflichtet, den Umstand, dass das Eigenheim gefördert errichtet wurde, nachweislich mit dem Käufer zu kommunizieren.

Wichtige Hinweise:

  • Jede Wohnung hat eine Mindestgröße von 80 aufzuweisen. 
  • Kohle, Heizöl und Elektroheizungen als Hauptheizsystem dürfen nicht verwendet werden.
  • Förderungsvoraussetzung ist der Einsatz eines hocheffizienten alternativen Energiesystems (Konkrete Hinweise – s. Antragsformular “Bauteilbeschreibung Neubau“).
  • Grundlagen für die Bewertung der Förderungshöhe bilden der energetische Befund, der diesem Befund zugrunde liegende Bauplan und die diesem Befund zugrunde liegende „Bauteilbeschreibung Neubau“.
  • Reihen- bzw. Doppelhäuser können nur dann als Wohnungseigentumsobjekte errichtet werden, wenn der Flächenwidmungs- bzw. Bebauungsplan eine Parzellierung nicht vorsieht. Diese Objekte dürfen nur aus einer Wohnung bestehen.
  • Reihen- bzw. Doppelhäuser, die auf einer eigenen Parzelle errichtet werden, können eine zweite Wohnung aufweisen, nicht jedoch im Wohnungseigentum.
  • Wird eine Förderung für eine zweite Wohnung beansprucht, muss die Wohnung von nahestehenden Personen im Sinne des § 2 Z. 14 Oö. WFG 1993 mit Hauptwohnsitz bewohnt werden.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Folgende Unterlagen werden benötigt:

Bitte übermitteln Sie keine Originalunterlagen, da diese nicht retourniert werden können.

  • Aktueller Grundbuchsauszug
  • Rechtskräftiger Baubewilligungsbescheid
  • Färbige Ausfertigung oder Farbkopie des baubehördlich genehmigten Bauplans
  • Einkommensnachweis für das vorangegangene Kalenderjahr der (des) Förderungswerber(s) und deren Ehegatten bzw. Lebensgefährten und eingetragene Partner. Der Nachweis ist zu erbringen durch Jahreslohnzettel (vom Arbeitgeber ausgestellt, kein FinanzOnline Ausdruck), gegebenenfalls Einkommensteuer- bzw. Einheitswertbescheid, Bestätigung über Bezug von Arbeitslosen-, Kinderbetreuungs- und Wochengeld, bedarfsorientierte Mindestsicherung, Notstandshilfe u.dgl.
  • Bestätigung des Finanzamts über den Bezug von Familienbeihilfe
  • Meldezettel
  • Für Staatsangehörige eines Nicht-EWR-Staates: siehe unter "Begriffe zum Thema Wohnen" => "Förderbare Personen"

Hinweis:

Eine Bearbeitung ist nur dann möglich, wenn alle erforderlichen Unterlagen angeschlossen sind.

Abwicklung / Antragstellung

Der Antrag ist mittels Formular (vor Baubeginn) an die Direktion Soziales und Gesundheit, Abteilung Wohnbauförderung, zu richten.

Nach Erhalt der Darlehenszusicherung wird Ihnen die Oö. Landesbank Aktiengesellschaft (Tel. 0732/7639-0) die Darlehensunterlagen übermitteln.

Für Fragen zur energiesparenden Bauweise, zum energetischen Befund, zur barrierefreien Bauweise sowie zu nicht-mineralölbasierten Dämmstoffen steht auch der OÖ. Energiesparverband, 4020 Linz, Landstraße 45, Tel. 0800/205 206 kostenlos oder Tel. 0732/7720-14860 zur Verfügung.

Formular

Wir verarbeiten personenbezogene Daten zur Abwicklung der Förderung.

Weitere Informationen finden Sie unter

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an:

Amt der Oö. Landesregierung • 4021 Linz, Landhausplatz 1 • Telefon (+43 732) 77 20-0 • E-Mail post@ooe.gv.at