Wohnungssicherung für Leistungsträger

Die Sonderförderung „Wohnungssicherung für Leistungsträger“ ist ein Teilprojekt des Plans. Sie ist eine Überbrückungshilfe zum Erhalt der vor Ausbruch der Corona-Pandemie bestehenden Wohnsituation für jene Leistungsträger unserer Gesellschaft, für die es bislang nie ein Problem war, ihre Wohnkosten zu bestreiten. Die immer ihre Steuerabgaben geleistet haben und die Wohnbauförderung durch ihren Wohnbauförderungsbeitrag erst ermöglichen - die aber nun aufgrund von Insolvenz, Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit erhebliche Einkommensverluste erleiden und ihre Mietwohnung, ihre Eigentumswohnung oder ihr Eigenheim nicht mehr aus eigener Kraft finanzieren können.

 

Nutzen Sie die Möglichkeit des Online-Antrags, die Bearbeitungszeit kann dadurch deutlich verkürzt werden.

 

Bitte prüfen Sie anhand der nachstehenden Informationen vorab selbst, ob Förderfähigkeit vorliegt. Die Bearbeitung von aussichtslosen Anträgen verzögert die Bewilligung für Personen, die dringend diese Unterstützung benötigen.

 

Start der Sonderförderung am 1. Juli 2021. (Anträge ab 1.Juli 2021 verfügbar)

Wer wird gefördert?

Gefördert werden Selbständige und Unselbständige, Mieter und Eigentümer, die in den drei Jahren vor der Corona-Pandemie (2017 bis 2019) ein Netto-Haushaltseinkommen mindestens über der Obergrenze für den Bezug einer Wohnbeihilfe bis maximal in der Höhe der Oö. Einkommensgrenzen-Verordnung erzielt haben (jeweils Jahreszwölftel = inkl. Sonderzahlungen) und deren derzeitiges Netto-Haushaltseinkommen gegenüber dem Durchschnitt dieses dreijährigen Berechnungszeitraums um mindestens 30 Prozent gemindert ist.

Diese Einkommensgrenzen betragen für:

Im Haushalt Mindesteinkommen   Obergrenze
1 Person

1.232,50 Euro/Monat

3.250,00 Euro (39.000 Euro/Jahr)

2 Personen

1.908,60 Euro/Monat 5.416,67 Euro (65.000 Euro/Jahr)
3 Personen 2.428,10 Euro/Monat 5.916,67 Euro (71.000 Euro/Jahr)
4 Personen 2.947,60 Euro/Monat 6.416,67 Euro (77.000 Euro/Jahr)
5 Personen 3.467,10 Euro/Monat 6.916,67 Euro (83.000 Euro/Jahr)

Im Sinne einer gezielt einfachen Förderabwicklung in hohem Digitalisierungsgrad zählt als Einkommen im Bezugszeitraum 2017-2019 das in der Transparenzdatenbank erfasste Nettoeinkommen gemäß § 5 Transparenzdatenbankgesetz (TDBG 2012) inkl. Sozialversicherungsleistungen, Ruhe- und Versorgungsbezüge sowie Unfallrenten und Wochengeld. An Förderungen und Transferzahlungen wird lediglich das Kinderbetreuungsgeld angerechnet. Pflegegeld, Familienbeihilfe etc. zählen nicht zum Haushaltseinkommen. Unterhaltszahlungen und Alimente bleiben sowohl bei Beziehenden als auch bei Leistenden unberücksichtigt.

Was wird gefördert?

50 Prozent des monatlichen Wohnungsaufwands (Mietvorschreibung oder Wohnkreditrückzahlung), maximal in der Höhe des Einkommensverlustes.

Wie wird gefördert?

Die Unterstützung wird ab dem Monat der Antragstellung als monatlicher Zuschuss für max. sechs Monate gewährt, längstens aber bis die Einkommensminderung auf unter 30 Prozent sinkt. Die Antragstellung ist vorerst befristet im Zeitraum von 1.7.2021 bis 31.12.2021 möglich bzw. längstens bis der Fördertopf von 15 Mio. Euro erschöpft ist.

 

Antragstellung und Förderabwicklung erfolgen gezielt einfach und in hohem Digitalisierungsgrad. Bei Zustimmung zur amtswegigen Datenermittlung in bestimmten elektronischen Registern von Auftraggebern des öffentlichen Bereichs kann die Vorlage von Dokumenten und Nachweisen deutlich reduziert werden.

 

 

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Die Wohnung muss sich in Oberösterreich befinden und vom Hauptmieter/der Hauptmieterin oder dem Eigentümer/der Eigentümerin seit zumindest 16.3.2020 durchgehend mit Hauptwohnsitz bewohnt sein.
  • In den Jahren 2017-2019 muss ein Haushaltseinkommen innerhalb der oben angeführten Einkommensgrenzen erzielt worden sein.
  • In diesem Zeitraum darf keiner der Haushaltsangehörigen Notstandshilfe, Bedarfsorientierte Mindestsicherung/Sozialhilfe oder Grundsicherung bezogen haben.
  • Das Haushaltseinkommen ist zum Zeitpunkt der Antragstellung um mindestens 30 Prozent verringert.

Abwicklung / Antragstellung

Antragstellung und Förderabwicklung sollen gezielt einfach und in hohem Digitalisierungsgrad erfolgen. Auf die Vorlage von Nachweisen und Unterlagen kann weitgehend verzichtet werden, wenn eine Zustimmungserklärung zur Abfrage der für die Förderabwicklung erforderlichen Daten in folgenden elektronischen Registern von Auftraggebern des öffentlichen Bereichs erteilt wird:

  • Zentrales Melderegister
  • Transparenzdatenbank
  • AMSBehördenportal
  • AJWEB des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger zur Auskunftserteilung an Justiz- und Verwaltungsbehörden

Wird die Zustimmung zur amtlichen Registerabfrage nicht erteilt, obliegt die Pflicht zur Urkundenvorlage der Antragstellerin/dem Antragsteller und kann die Bearbeitungszeit erheblich länger dauern.

 

Folgende Unterlagen sind jedenfalls vorzulegen:

 

  • Nachweis Wohnungsaufwand:
Bei Miete: 3 Zahlungsbelege oder Mietvorschreibung
Bei Eigentumswohnung: aktuelle Vorschreibung der Hausverwaltung
Bei Eigenheim: Kreditverträge Wohnen
 
  • Aktuelles Einkommen:
Bei Kurzarbeit: 3 aktuelle Lohnzettel, aus denen Kurzarbeit ersichtlich ist
Bei Selbständigen: Nachweis über aktuelle Privatentnahmen
(Bestätigung durch legitimierte Einrichtung, z.B. Steuerberater)
(Bei Arbeitslosigkeit: Leistungen des AMS können bei Zustimmung
amswegig ermittelt werden) Sonstige aktuelle Einkünfte
 

Wohnungssicherung Leistungsträger (SGD-Wo/E-57)

gemäß Beschluss der Oö. Landesregierung vom 21.6.2021

Antrag auf Gewährung von Förderungsmitteln (Handysignatur nötig)

 

 

Formular

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    Beilagen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an: