Erneuerbare Energiegemeinschaften EEG

Lokale Akteure können sich zu erneuerbaren Energiegemeinschaften zusammenschließen und mit einer neuen Form der „Sharing Economy“ die Energiewende gemeinsam vorantreiben. Das Förderprogramm soll dabei unterstützen, Hemmnisse am Weg zu diesen neuen Formen der erneuerbaren Stromerzeugung zu überwinden.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden insbesondere juristische Personen und Gebietskörperschaften einschließlich

  • Gemeinden
  • konfessionelle Einrichtungen
  • Vereine, Genossenschaften
  • Klein- und Mittelunternehmen (KMUs)

deren Haupttätigkeit nicht die Erzeugung von und Versorgung mit elektrischer Energie ist.

Was wird gefördert?

Die für die Vorbereitung einer erneuerbaren Energiegemeinschaft notwendigen detaillierten technischen, rechtlichen und ökonomischen Analysen für die konkrete Errichtung einer erneuerbaren Energiegemeinschaft in Oberösterreich.

Wie wird gefördert?

Das Ausmaß der Förderung beträgt bis zu 80 % der anrechenbaren Kosten. Sind Antragstellende im Sinne des Umsatzsteuergesetzes zum Vorsteuerabzug berechtigt, sind die anrechenbaren Kosten ohne Umsatzsteuer zu bemessen.

Zuschläge: Für Gemeinden und Vereine sowie konfessionelle Einrichtungen erhöht sich die Förderung um 10 %, wenn die Sitzgemeinde eine EGEM-Klimabündnis-Gemein­de ist.

Die Gesamtförderung ist mit maximal 10.000 Euro begrenzt.

Hinweis: Die Förderung für Klein- und Mittelunternehmen (KMUs) erfolgt in Form eines Zuschusses und auf Grundlage der „De-minimis“-Beihilfen-VERORDNUNG (EU) Nr. 1407/2013.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Der Fokus der Tätigkeiten muss auf lokaler Ebene liegen.
  • Der Hauptzweck darf nicht im Erwirtschaften von Gewinn, sondern in der Erbringung von Vorteilen für die Mitglieder der erneuerbaren Energiegemeinschaft sein.
  • Es ist nur eine einmalige Antragstellung möglich.
  • Die gesicherte Restfinanzierung muss bestätigt werden.
  • Vor Beauftragung technischer, ökonomischer oder rechtlicher Analysen ist eine Kontaktaufnahme mit dem OÖ Energiesparverband (ESV) herzustellen, der eine kostenlose Grobanalyse durchführt. Dabei werden bereits vorliegende Unterlagen/Konzepte/Untersuchungen oder Analysen berücksichtigt.
  • Auf die Beihilfen besteht kein Rechtsanspruch. Das Land Oberösterreich behält sich das Recht vor, unabhängig von der Laufzeit die Förderrichtlinien zu ändern und/oder die Förderung einzustellen.

Erforderliche Unterlagen

Vor Umsetzung der Maßnahme

(an: foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at):

  • vollständig ausgefülltes Antragsformular Land
  • Beschreibung des Vorhabens
  • Kostenvoranschlag für Analyseverfahren

Weitere Unterlagen sind bei Bedarf der Förderstelle vorzulegen.

Nach Umsetzung der Maßnahme

  • Rechnungen und Zahlungsbestätigung betreffend Konzept und Analyseverfahren
  • Konzept und Analyse-Papier

Die angeführten Unterlagen müssen nach Umsetzung der Maßnahme elektronisch per E-Mail an foerderungsantrag.us.post@ooe.gv.at übermittelt werden.

Abwicklung / Antragstellung

Die einfache und schnelle Abwicklung Ihrer Förderungsanträge ist ein wesentlicher Aspekt unserer Arbeit. Damit dieses gemeinsame Ziel erreicht werden kann, möchten wir für die betreffenden Maßnahmen die optimale Antragstellung und Durchführung aufzeigen:

Antragstellung

Der Förderungsantrag für die Maßnahmen ist gemeinsam mit den notwendigen Unterlagen VOR Durchführung an das Land Oberösterreich zu stellen. Sämtliche notwendigen Unterlagen für die Beurteilung der Förderungsfähigkeit Ihrer Investition sind mit dem Antrag zu übermitteln. Das Fehlen von Unterlagen verzögert die Bearbeitung des Antrages.

Beurteilung

Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Förderungsteams prüfen die Vollständigkeit der Unterlagen und Einhaltung der formalen Kriterien. Nach Abschluss der Kontrolle wird den zuständigen Gremien ein Fördervorschlag zur Genehmigung vorgelegt.

Genehmigung

Nach Genehmigung durch das zuständige Landesregierungsmitglied wird ein vorläufiger Fördervorschlag übermittelt.

Auszahlung

Nach Umsetzung und Durchführung der Maßnahmen und Vorlage der Abrechnungsunterlagen wird der endgültige Förderbetrag errechnet und auf das von Ihnen angegebene Konto überwiesen. Sollten die tatsächlichen Kosten geringer sein als die Kostenschätzung im Förderantrag, so reduziert sich die Förderung aliquot.

Rechtsgrundlagen

  • Richtlinien zur Umweltförderung in Oberösterreich
  • "De-minimis"-Verordnung; Verordnung (EU) Nr. 1407/2013 gültig ab 01.01.2014
  • KMU-Definition: Empfehlung der Europäischen Kommission

Laufzeit

Das Sonderförderprogramm „Erneuerbare Energiegemeinschaften“ tritt mit 3.5.2021 in Kraft und endet mit Ausschöpfung des zur Verfügung stehenden gesamten Fördertopfes, spätestens jedoch am 01.07.2022 (Einreichdatum).

Formular