Europäischer Meeres-, Fischerei- und Aquakulturfonds EMFAF 2021-2027, EU-kofinanzierte Förderung

Eine vorläufige Antragstellung in den Bereichen Binnenfischerei, Investitionen und Innovation in der Aquakultur, Verarbeitung und Vermarktung ist nun auf Grund des Erlasses des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Toursimus möglich.

Mit dem Erlass des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus wird nun eine vorläufige Antragstellung für Maßnahmenarten in den Bereichen Investitionen und Innovation in der Aquakultur (Maßnahme 4) ermöglicht:

 

Maßnahme 4: Investitionen und Innovation in der Aquakultur

  1. Produktive Investitionen in die Aquakultur: Neuerrichtung bzw. Erweiterung und/oder Modernisierung bestehender Aquakulturanlagen, Bruthäuser für Setzlinge, technische Ausrüstung, Verbesserung der Arbeits- und Sicherheitsbedingungen, Verbesserung der Haltungsbedingungen und Tiergesundheit sowie Sanierung bestehender bzw. Revitalisierung stillgelegter Fischteiche
  2. Investitionen zur Verringerung der negativen Auswirkungen oder zur Steigerung der positiven Auswirkungen der Aquakulturanlagen auf die Umwelt einschließlich Erhöhung des Bio-Anteils in der Aquakultur, Erhöhung der Ressourceneffizienz, Verbesserung der Wasserqualität und der Qualität des Abwassers (Reduktion von Chemikalien, Reduktion des Arzneimitteleinsatzes, etc.)
  3. Investitionen zur Anpassung an den Klimawandel und für den Klimaschutz (CO2-Reduktion) sowie für einen nachhaltigen Energieeinsatz, z. B. durch Steigerung der Energieeffizienz von Aquakulturbetrieben oder Umstellung auf erneuerbare Energiequellen
  4. Investitionen in den Bereichen Diversifizierung und Direktvermarktung, insbesondere Steigerung der Qualität der Aquakulturerzeugnisse, der Diversifizierung der Aquakulturerzeugnisse (speziell im Hinblick auf die Auswirkung des Klimawandels), Diversifizierung der Einkünfte von Aquakulturunternehmen durch den Aufbau ergänzender Tätigkeiten sowie Direktvermarktung (z. B. Hofläden, online)
  5. Innovation, z. B.: Entwicklung neuer oder verbesserter Erkenntnisse in technischem, wissenschaftlichen oder organisatorischen Bereichen mit Fokus auf Umweltauswirkungen (Substitution von Fischmehl, etc.), Ressourceneffizienz, Klimawandelanpassung, Tierschutz, nachhaltige Produktionsmethoden, nachhaltige Methoden zur Krankheitsbehandlung, neue Zuchtarten, Verwaltungs- bzw. Organisationssysteme, Prüfung der technischen Durchführbarkeit oder der Wirtschaftlichkeit von Innovationen, Erzeugnissen oder Verfahren

Die Abgabe und Entgegennahme eines vorläufigen Antrages stellt keine automatische Genehmigung oder Förderzusage dar und es besteht keinerlei Anspruch auf eine Förderung. Mit der vorläufigen Antragstellung wird ausschließlich die Sicherung des Stichtags für die Kostenanerkennung für jene Förderungswerberinnen bzw. Förderungswerber bezweckt, die auf ihr eigenes Risiko das Vorhaben beginnen wollen.

Für die vorläufige Antragstellung ist das vom Bundesministerium für Landwirtschaft, Regionen und Tourismus erstellte Formblatt („Vorläufiger Antrag auf Fördermittel") zu verwenden. Der  vorläufige Antrag auf Fördermittel kann zurückgezogen werden, sobald die endgültigen Rechtsgrundlagen bekannt sind. Damit wird die Möglichkeit gegeben, nach Kenntnis der endgültigen Förderungsvoraussetzungen und des Ausmaßes der Förderung ihre Antragsentscheidung zu überdenken.

 

Eine Bewilligung (Förderzusage) kann erst nach Vorlage des gemäß Sonderrichtlinie erstellten Förderantrages mit allen entsprechenden Antragsunterlagen erfolgen. Voraussetzung dafür ist jedoch, dass das EMFAF-Programm 2021 – 2027 von der Europäischen Kommission genehmigt wurde und das Inkrafttreten der entsprechenden Sonderrichtlinie auf Basis der zur Verfügung stehenden Finanzmittel erfolgt ist.

Abwicklung / Antragstellung

Die Förderanträge sind per E-Mail an lfw.post@ooe.gv.at oder per Post an die Abteilung Land- und Forstwirtschaft zu senden.

Vorläufige Anträge auf Fördermittel zur Förderung eines Vorhabens im Rahmen des EMFAF-Programms Österreich 2021-2027

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an: