Modernisierung von Kabel-TV-Netzwerken für ultraschnelles Breitband-Internet

Die Förderung umfasst die Modernisierung von Kabel-TV-Netzwerken auf Breitbandnetzwerke der nächsten Generation (Next Generation Access), um insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) und private Haushalte die Nutzung bestehender, breitbandtauglicher Internetinfrastruktur abzusichern sowie eine deutliche Verbesserung der Internetbandbreiten für Endkunden in Oberösterreich zu erzielen.

Wer wird gefördert?

FörderungswerberInnen können natürliche und juristische Personen sowie sonstige Gesellschaften des bürgerlichen Rechts und des Unternehmensrechts sein, die

  • ein kleines oder mittleres Unternehmen (gemäß KMU-Definition der EU) der gewerblichen Wirtschaft (d. h. Mitglied der Wirtschaftskammer Oberösterreich) mit Unternehmensstandort oder Filialstandort in Oberösterreich betreiben und
  • über die erforderlichen Konzessionen zur Erbringung von Kabel-TV- und Internetprovider-Diensten verfügen sowie
  • Eigentümer eines internettauglichen Kabel-TV-Netzes sind.

Was wird gefördert?

Gegenstand der Förderung sind die einmaligen Kosten für die Modernisierung bestehender Kabel-TV-Netze mit Internettauglichkeit zur Errichtung und Herstellung von ultraschnellen Breitband-Internet-Anschlüssen.

Gefördert werden

  • die Modernisierung von Headends inklusive erforderlicher Netzwerk-/CMTS-Komponenten,
  • die Modernisierung der Anbindung (per Glasfaser) des Kabel-TV-Providers an POPs bzw. die Anbindung von Kabel-TV-Headends,
  • die Modernisierung des Kabel-TV-Netzes zur Realisierung einer FTTC-, FTTB- bzw. FTTH-Versorgung einschließlich der Hochrüstung von Leitungen in bestehenden Leitungswegen,
  • max. 40 Prozent Neuerrichtungsanteil bei Leitungswegen.

Wie wird gefördert?

Die Förderung der Kosten für die Modernisierung bestehender Kabel-TV-Netzwerke auf NGA-Breitbandnetzwerke (Next Generation Access) beträgt max. 50 Prozent der einmaligen vom Förderwerber getragenen Errichtungs- und Herstellungskosten.

Die maximale Förderhöhe beträgt 200.000,00 Euro.

Die nach diesem Förderprogramm gewährten Zuschüsse werden als De-minimis-Beihilfen gewährt.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

  • Die Modernisierung des Kabel-TV-Netzes muss mindestens eine Umsetzung des DOCSIS 3.0 Standards umfassen.
  • An den Teilnehmeranschlüssen muss durch die Modernisierung technisch ein Ausbau der Anschlussbandbreite auf mindestens 100 Mbit/s symmetrisch (durch Channel Bonding) für jeden Teilnehmeranschluss möglich sein.
  • Nicht förderbar sind laufende Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung des Kabel-TV-Netzes, reine Ersatzinvestitionen und Reparaturen, Werkzeuge, Koaxialkabel, Endkundenequipment (Kabel-TV-Modems, Hausanschlusskomponenten etc.), Abgaben und Gebühren, Personalkosten und Eigenleistungen sowie Kosten, die nicht direkt in Zusammenhang mit dem zu fördernden Projekt stehen.

Abwicklung / Antragstellung

Das Förderungsansuchen muss unter Verwendung des Antragsformulars vor Beginn der Projektdurchführung bis spätestens 31.12.2022 bei der Förderstelle eingelangt sein.

Die dem Förderantrag anzuschließenden Unterlagen (insbesondere detaillierte Projektbeschreibung gemäß Pkt. 7 der Förderrichtlinien, Detailkostenaufstellung samt unverbindlichen Preisauskünften und ab einem Auftragswert von 5.000 Euro je ein Vergleichsangebot, geplante Netzinfrastruktur als GIS-Datei im KML-Dateiformat) sind im Antragsformular angeführt.

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an: