Afrikanische Schweinepest – Vorsorgemaßnahme: Biosicherheit

Vorbereitung auf einen ASP-Ausbruch
Checklisteten zur Selbstevaluierung für schweinehaltende Betriebe

Die Afrikanische Schweinepest (ASP) breitet sich seit 2014 in Europa aus und stellt eine große Gefahr für unsere Schweinebestände dar.

Besonders problematisch ist ein Seuchenausbruch bei Wildschweinen, da eine Tilgung der ASP im Wildschweinebestand enorm schwierig und langwierig ist.

Ein Seuchenausbruch bei Wildschweinen muss daher als langfristige Herausforderung mit weitreichenden Auswirkungen auf die Hausschweinebestände angesehen werden.

Im Falle eines Ausbruchs der ASP beim Wildschwein werden durch die Behörde ein Seuchengebiet (Gebiet, in dem der ASP-Erreger nachgewiesen wurde) und eine Pufferzone (Gebiet rund um das Seuchengebiet) eingerichtet.

Im Seuchengebiet sind Verbringungen von Schweinen zwar  grundsätzlich verboten, allerdings als Ausnahme und mit Genehmigung der zuständigen Behörde doch möglich. Eine der Voraussetzungen für die Verbringung von Schweinen aus einem Betrieb im Seuchengebiet in einen anderen Betrieb oder zur Schlachtung ist die Einhaltung der erforderlichen Biosicherheitsmaßnahmen und damit – im Wesentlichen - die vollständige Einhaltung der Schweinegesundheits-Verordnung.

Im Jänner 2021 wurde das Handbuch zur Umsetzung und Kontrolle der Biosicherheitsmaßnahmen bei der Haltung von Schweinen in Österreich veröffentlicht. In diesem Handbuch sind die Anforderungen genau beschrieben, Mindestanforderungen sind festgehalten und Empfehlungen für die Umsetzung werden ausgesprochen.

In Anlehnung an dieses Handbuch wurden Checklisten erstellt, die im Falle der Einrichtung eines Seuchengebietes für die Kontrollen verwendet werden. Sie werden bereits jetzt zur Verfügung gestellt, um Schweinehalterinnen und Schweinehalter die Evaluierung der Biosicherheit in ihren Betrieben zu ermöglichen.

Die Einhaltung der vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen verfolgt zwei wesentliche Ziele: Sie dient einerseits dazu, den Eintrag des Erregers in den Hausschweinebestand zu verhindern und ist andererseits eine Grundvoraussetzung, um nach Ausbruch der ASP im Wildschweinebestand eine behördliche Genehmigung für die Verbringung von Schweinen aus Betrieben im Seuchengebiet zu erhalten.

Es wird daher allen Schweinehalterinnen und Schweinehalter empfohlen, diese Selbstevaluierung durchzuführen und die Biosicherheit, wo dies erforderlich ist, anzupassen.

Für folgende Haltungsformen gibt es jeweils eine eigene Checkliste:

  • ASP-Biosicherheitskontrolle - Checkliste für Betriebe mit Stallhaltung ("große" Betriebe) (SGD-ESV/E-38)

    mit oder ohne Auslauf, und mit mehr als 5 Sauenplätzen und/oder mehr als 30 Mastplätzen auf Basis der Schweinegesundheitsverordnung BGBl. II Nr. 406/2016

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  • ASP-Biosicherheitskontrolle - Checkliste für Betriebe mit Stallhaltung ("kleine" Betriebe) (SGD-ESV/E-39)

    mit oder ohne Auslauf, und mit mehr max. 5 Sauenplätzen und/oder max. 30 Mastplätzen auf Basis der Schweinegesundheitsverordnung BGBl. II Nr. 406/2016

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  • ASP-Biosicherheitskontrolle - Checkliste für Freilandhaltung (SGD-ESV/E-40)

    auf Basis der Schweinegesundheitsverordnung BGBl. II Nr. 406/2016

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  • ASP-Biosicherheitskontrolle - Checkliste für besondere Haltungsformen gem. § 4 Abs. 2 (SGD-ESV/E-41)

    auf Basis der Schweinegesundheitsverordnung BGBl. II Nr. 406/2016

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Zum Aufbau der Checklisten: sie bestehen aus 1 Deckblatt, den allgemeinen und besonderen Anforderungen gemäß Schweinegesundheits-Verordnung sowie den zusätzlichen Anforderungen gemäß des DB 2014/709/EU und einem abschließenden Beurteilungsblatt.

Zu den einzelnen Anforderungen gibt es Erläuterungen, die die Mindestanforderungen konkretisieren. Für ausführlichere Information kann über das angegebene Kürzel im Handbuch unter dem entsprechenden gleichlautenden Punkt nachgelesen werden.

Die Übergangsfristen, die in der Schweinegesundheits-Verordnung vorgesehen sind und dem Handbuch entnommen werden können, können im Falle eines ASP-Ausbruchs für die Verbringung von Schweinen aus dem Seuchengebiet nicht in Anspruch genommen werden, und sind daher in den Checklisten auch nicht angeführt.

Weiterführende Informationen

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an: