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Geflügelpest

Die Geflügelpest hat Europa wieder erreicht und tritt seit Ende Oktober in vielen Staaten auf, zuletzt bei Wildenten in Bayern.

Bürgerinformation - Pflichten der Tierhalter in Gebieten mit erhöhtem Geflügelpest-Risiko gem. § 8 Geflügelpest-Verordnung

Diese Krankheit ist für Geflügel hoch ansteckend und kommt sowohl beim Hausgeflügel als auch bei zahlreichen wildlebenden Vogelarten vor. Durch infiziertes Wildgeflügel kann eine Übertragung in Hausgeflügelbestände stattfinden.

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft birgt diese Virusvariante keine Gefahr für die Gesundheit der Menschen.

Das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz hat daher Risikogebiete festgelegt, in welchen bestimmte Schutzmaßnahmen einzuhalten sind.

Pflichten der Tierhalterinnen und Tierhalter in Gebieten mit erhöhtem Geflügelpest – Risiko:

  1. In gemischten Betrieben die getrennte Haltung der Enten und Gänse von übrigem Geflügel.
     
  2. Haltung des Geflügels in Ställen oder in oben abgedeckten Haltungsvorrichtungen.
     
  3. Ausnahme von der Haltung in Ställen, wenn Geflügel durch Netze, Dächer, horizontal angebrachtes Gewebe oder andere geeignete Mittel vor dem Kontakt mit Wildvögeln geschützt ist oder die Fütterung und Tränkung der Tiere nur im Stall oder einem Unterstand erfolgt, der das Zufliegen von Wildvögeln möglichst verhindert.
     
  4. Wildvögel dürfen nicht mit Futter oder Wasser, das für das Geflügel bestimmt ist, in Kontakt kommen. Die Ausläufe müssen gegenüber Oberflächengewässer, an denen sich wildlebende Wasservögel aufhalten können, ausbruchsicher abgezäunt sein.
     
  5. Erhöhung der hygienischen Sicherheitsmaßnahmen: Reinigung und Desinfektion mit besonderer Sorgfalt.
     
  6. Jeder Verdacht auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Erreger der Geflügelpest ist bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft anzuzeigen; im Risikogebiet sind insbesondere folgende Parameter zu melden:
  • Abfall der Futter- und Wasseraufnahme (von mehr als 20%)
  • der Abfall der Eierproduktion (um mehr als 5% für mehr als 2 Tage)
  • eine erhöhte Sterblichkeitsrate (höher als 3% in einer Woche) zu melden.
     

Im Bezirk Gmunden gelten derzeit folgende Verwaltungseinheiten als Gebiete mit erhöhtem Risiko:

  1. Altmünster
  2. Ebensee am Traunsee
  3. Gmunden
  4. Gschwandt
  5. Laakirchen
  6. Ohlsdorf
  7. Pinsdorf
  8. Roitham am Traunfall
  9. St. Wolfgang im Salzkammergut
  10. Traunkirchen

In den angeführten Verwaltungseinheiten gelten bis auf Widerruf ab sofort die oben angeführten Pflichten gem. § 8 Geflügelpest-Verordnung.

Weiterführende Informationen

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