Härtefonds – Covid-19-Fonds für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer

Unterstützung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie ihre Familien, die sich wegen Einkommensverlusten bzw. Lohn-/ Gehaltskürzungen durch Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit auf Grund der COVID-19-Pandemie in einer schwierigen finanziellen Notsituation befinden.

Wer wird gefördert?

Gefördert werden unselbständig Erwerbstätige, die vor Eintritt der COVID-19 Pandemie ihren Lebensunterhalt aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit bestritten und Einkommen aus diesem Grund erhalten haben.

Aufgrund der COVID-19 Pandemie liegen Einkommensverluste bzw. Lohn- / Gehaltskürzungen durch Arbeitslosigkeit bzw. Kurzarbeit vor, die aufgrund des dadurch verringerten Netto-Haushaltseinkommens zu einer schwierigen finanziellen Situation im Haushalt führen.

Was wird gefördert?

Der Förderwerber / Die Förderwerberin muss von Arbeitslosigkeit oder Kurzarbeit betroffen sein, welche durch die COVID-19 Pandemie ausgelöst wurde.

Die Arbeitslosigkeit darf frühestens seit Beginn der Pandemie (ab 16.03.2020) bestehen. Die Kurzarbeit darf frühestens ab 01.03.2020 bestehen.

Die Arbeitslosigkeit bzw. Kurzarbeit muss zumindest in den Monaten Dezember 2020 und / oder Jänner 2021 vorliegen.

Wie wird gefördert?

Die Förderung wird als einmaliger, nicht rückzahlbarer Pauschalbetrag in Höhe von 300 bis 700 Euro pro Haushalt gewährt. Das monatliche Netto-Haushaltseinkommen für den genannten Zeitraum Dezember 2020 und Jänner 2021 darf die nachstehend angeführten Einkommensobergrenzen nicht übersteigen und die Netto-Haushaltseinkommensverringerung muss mindestens den untenstehenden Prozentwerten entsprechen.

Unter dem Netto-Haushaltseinkommen im Sinne der Richtlinie ist zu verstehen:

  • Einkommen aus unselbständiger Erwerbsarbeit ( Lohn-/Gehalt)
  • AMS Bezug im Sinne von § 6 Abs. 1 Ziff. 1-5, 7-9 AlVG
  • Kinderbetreuungsgeld
  • Krankengeld / Rehageld
  • Lehrlingsentschädigung bei volljährigen Lehrlingen

Monatliche Einkommensobergrenzen für mind. 20%ige Reduzierung des Netto-Haushaltseinkommens:

Haushalt Einkommensobergrenze
Alleinstehende volljährige Person mit Einkommen i.S. des Einkommensbegriffes bis 1.300 Euro
Zwei volljährige Personen mit Einkommen im Sinne des Einkommensbegriffes bis 2.000 Euro
Jede weitere volljährige erwerbstätige Person bis 1.000 Euro
Jede weitere minderjährige bzw. volljährige Person ohne Einkommen i.S. des oben genannten Einkommensbegriffes bis 250 Euro

Höhe der Förderung bei mind. 20% Einkommensreduzierung: (einmaliger Pauschalbetrag)

Anzahl der Personen im Haushalt Höhe der Förderung
1 Person im Haushalt 300 Euro
2 Personen im Haushalt 400 Euro
3 Personen und mehr 500 Euro

Hinweis: Für die Zahl der Personen im Haushalt sind nur jene Personen relevant, die auch für die Berechnung der Einkommensobergrenze berücksichtigt wurden.

Monatliche Einkommensobergrenzen für mind. 30%ige Reduzierung des Netto-Haushaltseinkommens:

Haushalt Einkommensobergrenze
Alleinstehende volljährige Person mit Einkommen i.S. des Einkommensbegriffes:  bis 1.500 Euro
Zwei volljährige Personen mit Einkommen i.S. des Einkommensbegriffes:     bis 2.400 Euro
Jede weitere volljährige erwerbstätige Person:        bis 1.000 Euro

Jede weitere minderjährige bzw. volljährige Person ohne

Einkommen im Sinne des oben genannten Einkommensbegriffes:       

bis 250 Euro

Höhe der Förderung bei mind. 30% Einkommensreduzierung: (einmaliger Pauschalbetrag)

Anzahl der Personen im Haushalt Höhe der Förderung
1 Person im Haushalt: 500 Euro
2 Personen im Haushalt:   600 Euro
3 Personen und mehr:    700 Euro

Hinweis: Für die Zahl der Personen im Haushalt sind nur jene Personen relevant, die auch für die Berechnung der Einkommensobergrenze berücksichtigt wurden.

Fördergeber sind das Land Oberösterreich und die Arbeiterkammer Oberösterreich. Die Fördergeber finanzieren die Förderung gemeinsam. Die Förderentscheidung wird von einer Kommission nach Prüfung der Förderwürdigkeit getroffen.

Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?

Der Hauptwohnsitz aller Personen im Haushalt muss jedenfalls seit 1. Februar 2020 bis zur Antragstellung in Oberösterreich liegen.

Es muss eine schwierige finanzielle Situation aufgrund von Einkommensverlusten bzw. Lohnkürzungen / Gehaltskürzung durch Kurzarbeit bzw. Verlust des Arbeitsplatzes vorliegen und im Antrag begründet bzw. glaubhaft dargestellt werden.

Haushalte, die Leistungen nach dem Oö. BMSG bzw. nach dem Oö. SOHAG im Dezember 2020 und / oder Jänner 2021 beziehen, sind von der Antragstellung ausgeschlossen.

Andere Förderungen und sonstige Zuwendungen seitens des Bundes, der Länder oder der Gemeinden werden nicht berücksichtigt. Andere als im Sinne der Richtlinie definierte Einkommen oder Vermögen, die nicht aus unselbstständiger Erwerbstätigkeit stammen sowie das 13. und 14. Gehalt werden ebenso nicht berücksichtigt.

Das monatliche Netto-Haushaltseinkommen für den Zeitraum Dezember 2020 und Jänner 2021 darf im gemeinsamen Durchschnitt die angeführten Einkommensobergrenzen nicht übersteigen und die Netto-Haushaltseinkommensverringerung muss mindestens den angeführten Prozentwerten entsprechen.

Darüber hinaus ist die soziale Notlage im Antragsformular zu beschreiben bzw. glaubhaft darzustellen.

Abwicklung / Antragstellung

Oö.Anträge können ausschließlich in elektronischer Form beim Amt der Landesregierung mittels des unten stehenden online-Formulars eingebracht werden.

Die Förderung kann von 8. Februar 2021 bis 31. März 2021 beantragt werden, das Online-Formular wird erst dann verfügbar sein. Eine frühere Antragstellung ist nicht möglich.

Personen, die selbst keine elektronische Einbringungsmöglichkeit haben, können den Antrag in der AK-Zentrale Linz und bei den Bezirksstellen der Arbeiterkammer Oberösterreich in elektronischer Form einbringen. Wenn erforderlich, erfolgt die notwendige Unterstützung und Beratung in der AK-Zentrale Linz und in den Bezirksstellen. 

Erforderliche Beilagen

  • Nachweis des Haushaltseinkommens (insbesondere durch Lohn- / Gehaltszettel für Dezember 2020 und Jänner 2021 für jede volljährige erwerbstätige Person im Haushalt sowie des letzten Lohn-/Gehaltszettels über den vollen Lohn-/ Gehalt vor Einkommensverlust vor Lohn- und Gehaltskürzung bei jener Person bzw. jenen Personen, wo eine Einkommenskürzung stattgefunden hat. Trat die Arbeitslosigkeit bzw. Kurzarbeit bereits mit Beginn der COVID-19 Pandemie [ab 16.03.2020] ein, so ist der Lohnzettel für den Monat Februar 2020 zu übermitteln.)
  • wenn Personen im Haushalt mit AMS-Bezug leben, der Nachweis über einen AMS-Bezug für Dezember 2020 und Jänner 2021
  • wenn Personen im Haushalt mit Krankengeldbezug / Rehageldbezug leben, der Nachweis über Krankengeld / Rehageld für Dezember 2020 und Jänner 2021
  • wenn Personen im Haushalt mit Kinderbetreuungsgeld leben, der Nachweis über Kinderbetreuungsgeld für Dezember 2020 und Jänner 2021
  • Nachweis über Kurzarbeit (Kurzarbeitsvereinbarung bzw. Bestätigung des Dienstgebers wenn am Lohnzettel nicht ersichtlich ist, dass die Lohn- / Gehaltskürzung aufgrund Kurzarbeit erfolgt) für Dezember 2020 und Jänner 2021

Formular

Wenn Sie Fragen dazu haben, wenden Sie sich bitte an: